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Kevin Söll

Bitcoins größtes Risiko in der aktuellen Zeit

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Wenn ich zehn verschiedene Krypto-Investoren fragen würde, was denn tatsächlich das größte Risiko für Bitcoin ist, dann würde ich wahrscheinlich zehn verschiedene Antworten bekommen. Aber aus meiner Sicht gibt es wirklich nur ein einziges Risiko, das auch wirklich eine realistische Chance hat, dass Bitcoin scheitert, dass Bitcoin tatsächlich auf null geht. Deshalb gehen wir im heutigen Video mal die fünf größten Risiken für Bitcoin gemeinsam durch, bis wir dann zu dem Risiko kommen, was aus meiner Sicht das mit Abstand größere Risiko ist und das auch jetzt vor allem in den letzten paar Monaten ziemlich stark angestiegen ist, also ein Risiko, was definitiv jeder Krypto-Investor auf dem Schirm haben sollte.

Bevor wir gleich reinstarten, kurz eine Sache vorweg: Und zwar konzentrieren wir uns im heutigen Video ausschließlich auf die Risiken für die Bitcoin-Blockchain und nicht die Risiken für den Bitcoin-Preis. Denn ja, wenn – keine Ahnung – Satoshi seine Coins bewegen würde, wenn MicroStrategy kollabiert, wenn Tether hopsgeht, wenn wir in eine Rezession schlittern, natürlich hat das massive Auswirkungen auf den Bitcoin-Preis, aber es wäre aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit, bis sich das Projekt entsprechend wieder erholt. Stattdessen fokussieren wir uns im heutigen Video auf die Risiken für die Bitcoin-Blockchain, also grundsätzlich Risiken, die zumindest in der Theorie tatsächlich Bitcoin zu Fall bringen könnten. Und auch wenn das viele Bitcoin-Maxis nicht wahrhaben wollen, auch solche Risiken gibt es.

Aber lass uns an der Stelle mal ganz vorne starten. Als ich mich damals im Jahr 2017 zum allerersten Mal etwas tiefer mit Krypto beschäftigt habe, da war damals noch ein potenzieller Ban ein ganz großes Thema. Also, dass irgendwelche Länder wie beispielsweise die USA hergehen und irgendwelche Gesetze einführen, die entweder direkt oder indirekt Bitcoin verbieten. Und da gibt es auch unterschiedlichste Arten, wie sowas hätte aussehen können.

Die erste Form, wie ein potenzieller Ban aussehen kann, ist ein Besitzverbot, wie es meines Wissens nach derzeit auch beispielsweise in Bolivien der Fall ist, dass dort der Besitz von Bitcoin strafbar ist, also im Wesentlichen genauso, wie es auch schon in der Vergangenheit zuhauf vorkam mit Gold, dass auch Gold verboten wurde. Nur dass das natürlich in der Praxis bei Bitcoin um vielfach schwieriger ist umzusetzen, weil Bitcoin einfach im Vergleich zu Gold digital ist. Das heißt, selbst bei einer Hausdurchsuchung findest du nichts, was auf Bitcoin hinweist. Die zweite Form von einem potenziellen Ban ist ein Handelsverbot, wie es meines Wissens nach derzeit in China der Fall ist, dass du dort zwar Bitcoin halten darfst, allerdings keine Transaktion machen darfst. Und ja, eine Blockchain ohne Transaktion, da geht halt der Use Case ziemlich verloren, sodass das Ganze dann in der Praxis relativ irrelevant wird.

Die dritte Form ist ein potenzielles Mining-Verbot, wie es derzeit beispielsweise in Marokko der Fall ist, sodass du dort zwar Bitcoins halten darfst, allerdings nicht selbst minen darfst. Und da auch theoretisch, wenn sowas natürlich weltweit eingeführt werden würde, dann hätte die Bitcoin-Blockchain definitiv ein Problem. Und noch die vierte Form von einem potenziellen Ban: indirekte Verbote. Und damit sind im Wesentlichen alle Maßnahmen gemeint, wie beispielsweise, dass die Regierungen hergehen und einfach die Steuern auf Kryptos so hoch setzen, dass es nicht mehr wirklich rentabel ist, das Ganze zu halten. Oder beispielsweise, dass eine Regierung die Nutzung von CEXes und DEXes, also die zentralen und dezentralen Exchanges, verbietet, sodass man Bitcoin nicht mehr wirklich kaufen und verkaufen kann.

Stand heute gebe ich einem potenziellen Verbot von Bitcoin, was eher weltweit ausgelegt ist, eine Wahrscheinlichkeit von wahrscheinlich deutlich weniger als ein Prozent. Aufgrund der Tatsache, dass einfach in der Zwischenzeit, also seit 2017 bis heute, die Adoption einfach um ein Vielfaches weiter ist und mittlerweile auch nicht nur die größten Vermögensverwalter der Welt wie beispielsweise BlackRock in Bitcoin investiert sind, sondern auch das mächtigste Land der Welt, die USA.

Das zweite große Risiko, was damals 2017 definitiv auch noch bei Weitem mehr diskutiert wurde als Stand heute, ist ein potenzieller Bug im Code. Also, dass beispielsweise irgendjemand eine Sicherheitslücke im Code findet und dadurch dann beispielsweise unendlich viele Bitcoins erzeugen kann und dadurch natürlich dann der Preis pro Bitcoin auf nahe null geht.

Wenn wir uns dazu mal die größten Code-Fehler von Bitcoin gemeinsam anschauen, dann beginnt das damals im Jahr 2010, als ein Inflation-Bug gefunden wurde, also im Wesentlichen ein Fehler im Code, mit dem theoretisch jemand 184 Milliarden Bitcoins aus dem Nichts hätte erzeugen können. Der wurde dann damit gelöst, dass Satoshi einen Hardfork durchgeführt und einfach die Chain zurückgesetzt hat. Deshalb verstehe auch ich persönlich nicht so wirklich, warum so viele Bitcoin-Maxis immer über Ethereum herziehen, als damals bei Ethereum das Gleiche passiert ist, also nach dem DAO-Hack, dass es dann diesen Hardfork entsprechend gab, obwohl eins zu eins das Gleiche auch schon in der Vergangenheit bei Bitcoin passiert ist.

Dann im Jahr 2013 kam es bei Bitcoin zu einem Chainsplit, also quasi einem ungeplanten Fork. Dadurch, dass die neue Node-Software nicht mit der alten kompatibel war, haben sich quasi dann zwei verschiedene Blockchains gebildet, und das wurde dann damit gelöst, dass die Miner sich einfach geeinigt haben, dass sie mit der alten Software entsprechend weitermachen. Im Jahr 2018 kam es dann nochmal zum Inflation-Bug. Genau gesagt ist das ein Bug, der bereits im Jahr 2016 in den Code mit integriert wurde, allerdings für zwei ganze Jahre komplett unbemerkt blieb. Und das war ein Bug, wo jemand theoretisch hätte diese Grenze von 21 Millionen aufheben können. Zum Glück hat das niemand gemacht, und das wurde dann mit dem nächsten Upgrade entsprechend gelöst.

Es gab auch noch eine ganze Reihe an weiteren Problemen, allerdings eher kleinere Probleme. Da würde ich mal sagen, das waren definitiv die drei größten Fehler. Und der letzte wirklich gravierende Fehler war im Jahr 2018, das heißt vor ungefähr sieben Jahren. Und bis zur heutigen Zeit, dass jetzt Stand heute noch wirklich so ein großer Fehler nochmal entdeckt wird – die Wahrscheinlichkeit davon ist relativ gering. Die größte Gefahr sehe ich persönlich bei Bitcoin viel eher darin, wenn einfach neuere Dinge jetzt bei Bitcoin auch implementiert werden. Deshalb wäre es mir persönlich – aber das ist nur meine persönliche Meinung – auch deutlich lieber, wenn man einfach nicht mehr an Bitcoin rumschraubt und einfach damit zufrieden ist, dass Bitcoin nur in Anführungszeichen so eine Art digitales Gold ist, aber eben nicht mehr. Aber im Allgemeinen würde ich auch sagen, dass die Entwicklungen bei Bitcoin so langsam sind im Vergleich zu den anderen Chains, dass ich mir nicht wirklich vorstellen kann, dass nochmal wirklich so eine große Panne in der Zukunft passiert.

Dann das dritte große Risiko: Quantencomputer. Ein Thema, was auch jetzt erst zuletzt wieder ein bisschen lauter wurde, wer da jetzt Neuerungen und pipapo. Das ist definitiv ein Thema, was jetzt in den nächsten Jahren oder eventuell auch erst Jahrzehnten auf Bitcoin zukommen wird. Vor allem was diese elliptische Kurvenkryptografie angeht, also quasi das, was benutzt wird, um die Private Keys entsprechend zu verschlüsseln, aber auch beispielsweise beim Mining diese kryptografische Hash-Funktion, die da benutzt wird – das sind beides Dinge, die potenziell anfällig für Quantencomputer sein könnten.

Das sehe ich persönlich beispielsweise als ein deutlich kleineres Problem, als das viele immer darstellen, ohne dass ich damit auch nur ansatzweise sagen will, dass ich ein Quantencomputer-Experte bin. Das bin ich definitiv nicht. Aber meine Denkweise ist vielmehr die, dass ich mir denke: Naja, an Bitcoin arbeiten so viele kluge Köpfe. Und gleichzeitig sind mittlerweile Unternehmen wie BlackRock mit investiert, Länder wie die USA. Ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, dass die auch nur ansatzweise da irgendwie was anbrennen lassen. Und ja, höchstwahrscheinlich wird ein Software-Update nicht ausreichen, um Bitcoin quantensicher zu machen, sondern dafür ist ein Hardfork nötig. Aber das ist aus meiner Sicht kein wirklicher Beinbruch. Ich meine, Ethereum hat das schon zur Genüge bewiesen, dass auch ein Hardfork problemlos durchlaufen kann.

Natürlich gibt es auch noch weitere große Risiken für Bitcoin, wie beispielsweise ein weltweiter Stromausfall. Denn ohne Strom und ohne Internet würde dementsprechend natürlich die Blockchain stillstehen. Aber erstens tue ich mir schwer, mir ein Szenario auszumalen, dass es tatsächlich mal wirklich weltweit überall keinen Strom mehr gibt. Und zweitens, wenn es dazu kommt, ich glaube, da haben wir ganz andere Probleme, als dass wir uns dann tatsächlich in dem Moment über Bitcoin scheren. Dann zweitens eine potenzielle 51%-Attacke, dass ein Miner oder von mir aus auch mehrere sich zusammentun und damit mehr als 50% von der Rechenleistung entsprechend kontrollieren, womit sie dann theoretisch den gleichen Coin nochmal ausgeben könnten und so weiter und so fort. Auch das ist ein Thema, was im Jahr 2017 bei Weitem mehr diskutiert wurde, und Stand heute gebe ich dem eine Wahrscheinlichkeit, die sehr, sehr, sehr gering ist.

Dann drittes potenzielles Risiko: das Ende der Block-Rewards, was höchstwahrscheinlich irgendwann mal so im Jahr 2140 der Fall sein wird. Denn Stand heute ist es zumindest noch so, dass die ganzen Gebühren, die Bitcoin erwirtschaftet, bei Weitem nicht ausreichen, um das Netzwerk sicher zu halten. Das heißt, entweder müssen diese Gebühren bis dahin massiv stark ansteigen, oder es ist so, dass bis dahin einfach eine zusätzliche Inflationsrate mit eingeführt wird. Ich persönlich habe dazu schon vor mittlerweile Jahren meine Meinung auf YouTube geteilt, und die hat sich auch seither nicht geändert. Ich persönlich gehöre da eher zu dem Camp, das sagt, es kommt tatsächlich eine Inflationsrate, allerdings nicht so, wie sich das die meisten vorstellen, dass dann mehr als 21 Millionen Bitcoins existieren, sondern eine Inflationsrate, die auch gleichzeitig ausgeglichen wird durch einen Burn, sodass mehr oder weniger diese 21 Millionen Bitcoins eingehalten werden.

Und noch ein Risiko, was jetzt die letzten paar Monate stark zugenommen hat: die potenzielle zunehmende Zentralisierung von Bitcoin. Und zwar meine ich damit nicht die Zentralisierung von Mining und auch nicht die Zentralisierung von den Node-Haltern, sondern tatsächlich die Zentralisierung von den Leuten, die tatsächlich Bitcoin halten. Und auch wenn viele Bitcoin-Maxis meinen, dass wenn man nur Bitcoins hält, dass man dann keinen Einfluss hat – ja, warte mal auf den Moment, wo tatsächlich die Bitcoin-Community ein Upgrade umsetzen will, allerdings dann irgendwelche Big Player wie beispielsweise BlackRock oder von mir aus auch MicroStrategy sich dagegen stellen. Da wirst du relativ schnell merken, die haben dann plötzlich doch einen ziemlich starken Einfluss und können entsprechend bestimmen, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Aber auch bei diesen Risiken schätze ich persönlich die Wahrscheinlichkeit eher gering ein.

Aber es gibt noch ein weiteres Risiko, was aus meiner Sicht relativ viele Leute nicht auf dem Schirm haben, aber aus meiner Sicht wirklich Bitcoin zu Fall bringen könnte. Und zwar das Risiko, dass Bitcoin irgendwann mal irrelevant wird, dass man es einfach nicht mehr braucht. Jetzt, wie könnte sowas aussehen, dass Bitcoin tatsächlich irrelevant wird? Erste potenzielle Möglichkeit: eine bessere Kryptowährung, also einfach eine neue Kryptowährung, die Bitcoin bei seinem digitalen Gold einfach von A bis Z überlegen ist. Was theoretisch möglich ist, in der Praxis aus meiner Sicht aber sehr unwahrscheinlich ist, aufgrund der Tatsache, dass Bitcoin einfach so starke Netzwerkeffekte hat, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine neue Kryptowährung Stand heute noch Bitcoin vom Thron stoßen kann.

Das viel größere Risiko ist aus meiner Sicht eine bessere Technologie, also eine bessere Technologie im Vergleich zur Blockchain-Technologie, weil – seien wir mal ehrlich – Blockchains sind super ineffizient. Und wenn man sieht, wie sich KI so weiterentwickelt, naja, vielleicht gibt es in 10, 20, 30, in 50 Jahren einfach eine bessere Technologie, sodass man Blockchains einfach nicht mehr braucht. Und auch das ist aus meiner Sicht ein größeres Risiko für Bitcoin: dass das Vertrauen in den Staat immer mehr zunimmt. Wenn der Staat beispielsweise seine Staatsschulden unter Kontrolle bekommt, wenn der Staat gut mit seinem Geld entsprechend umgehen kann, wenn der Staat die Bürger gut behandelt, sodass es einfach keinen wirklichen Sinn, keinen wirklichen Zweck mehr gibt, dass Leute etwas Vertrauensloses oder Zensurresistentes wie Bitcoin nutzen.

Und seien wir mal ehrlich, die Staatsschulden in den Griff zu bekommen, ist mehr oder weniger so ziemlich genau das, was Trump derzeit mit Doge, mit Elon Musk und so weiter entsprechend vorhat. Das heißt, von daher ist da eher die Frage, wie realistisch das Ganze ist, dass sie das da auch tatsächlich hinbekommen. Das ist auch eine Frage, die Pomp erst vor Kurzem James Lavish gestellt hat, dessen Meinung ich persönlich gerade in dem Bereich ziemlich zu wertschätzen weiß. Deshalb lasst uns jetzt mal kurz anhören, was er genau gesagt hat.

Und wie Sie denken, wir werden balance den Budget in den nächsten vier Jahren? Look, wir haben schon über die Debt Spirale für eine lange Zeit gesprochen, richtig? Die United States hat ein Debt-Problem, wir borrow, wir borrow, wir borrow. Und in fact, wenn Debt matured, müssen wir mehr Debt aufnehmen, um es abzuzahlen, um die Maturität abzuzahlen, weil wir als Nation nicht genug einnehmen. Und so, the question, Anthony: Können wir ein 2,1-Trillion-Dollar-Defizit ausgleichen? Das ist die Baseline von letztem Jahr. Aber wenn du das Jahr 2025 anschaust, die erste Quarter – und remember, die erste Quarter started am 1. Oktober –, so haben wir unsere erste Quarter von Spending, und sie hat uns gezeigt, dass wir ein 711-Billion-Dollar-Defizit in nur der ersten Quarter hatten. Und das war fast 40% höher als die erste Quarter von letztem Jahr. So, jetzt kommt Doge ins Geschäft, und sie haben 110 Billion Dollar oder so. So, sie haben einen langen Weg zu gehen, um das auszugleichen, was so aussieht wie eine Saison von 2,8 Trillion Dollar Defizit. So, die kurze Antwort ist: nein.

Das heißt, in Kurzfassung: Nein, seiner Meinung nach reicht eine einzige Amtszeit nicht aus, um Probleme zu lösen, die einfach schon über Jahrzehnte immer größer wurden. Von genau der gleichen Meinung bin ich auch persönlich, denn unser gesamtes Fiat-System baut einfach auf Schulden auf, und wenn da kein frisches Geld gedruckt wird, dann kollabiert es. Aber ja, dennoch hoffe ich, dass du aus dem heutigen Video was rausgenommen hast, denn es gibt definitiv ein paar ernstzunehmende Risiken bei Bitcoin, die man definitiv auch auf dem Schirm haben sollte. Aber alles in allem würde ich sagen, so vom Chancen-Risiko-Verhältnis, ist Bitcoin nach wie vor aus meiner Sicht ein super attraktives Investment. Jetzt gerade über die nächsten Jahrzehnte sehe ich nach wie vor eine super rosige Zukunft. Bis zum nächsten Mal.

Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.

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