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Kevin Söll

9 Dinge, die ich in El Salvador anders erwartet habe 🤔

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Hey Leute, Kevin hier. So, das sind jetzt meine letzten Tage hier in El Salvador und nach rund dreieinhalb Monaten dachte ich mir, heute ist doch mal ein guter Zeitpunkt, einfach mal so ein bisschen zu reflektieren. Jetzt nicht nur, was meine Erfahrung hier mit Bitcoin angeht, sondern auch so im Allgemeinen meine Erfahrung mit dem, ich sag mal, mit dem normalen Leben hier. Und als ich so ein bisschen drüber nachgedacht habe, sind mir insbesondere neun Punkte eingefallen, wo ich persönlich einfach mal eine komplett andere Erwartung hatte.

Lass uns Team am heutigen Video gemeinsam durchgehen. Der erste Punkt, den ich definitiv anders erwartet habe, war, dass ich irgendwie davon ausgegangen bin, dass mehr Leute Englisch sprechen und auch mehr Leute Bitcoin verstehen. Weil, ich meine, mein ursprünglich Gedanke war, als ich so ursprünglich geplant hatte, hier nach El Salvador zu gehen, war, "Wow, cool, dann darf ich hier irgendwo im Zentrum rum, kann irgendwelche Leute zu Bitcoin befragen mit meinem Handy und so weiter." Ja, bis ich dann relativ schnell festgestellt habe, das mit irgendwelchen Wertgegenständen hier in der Öffentlichkeit rumzulaufen bei der Kriminalität nicht so eine gute Idee.

Dazu kommt noch das, ich würde mal sagen, so wahrscheinlich schätzungsweise eine von 50 Personen mal so okay Englisch spricht. Und dann kommt noch dazu, dass wahrscheinlich schätzungsweise zwischen 90 und 95 Prozent der Leute einfach keinen blassen Schimmer von Bitcoin haben. Also nicht mal so im Ansatz, nicht mal, dass du irgendwie so ganz grob eine Diskussion über Bitcoin haben kannst. Und wenn ich dann jemanden gefunden habe, der so okay Englisch spricht und vielleicht so okay Bitcoin verstehen, dann war es in aller Regel so, dass die Leute einfach nicht vor eine Kamera wollten.

Wahrscheinlich hat das zu einem, ich würde mal sagen, kleineren Teil einfach damit zu tun, dass es ja einfach so ein Stück weit Überwindung kostet, vor eine Kamera zu gehen. Aber ich glaube, der viel größere Punkt ist ganz einfach der, dass ich, also gefühlt, die haben einfach die meisten Leute Angst, irgendwie öffentlich was gegen die Regierung zu sagen. Ich habe da beispielsweise schon ziemlich viele Storys mitbekommen, dass irgendwelche Reporter irgendwie was Negatives gesagt haben zu Chivo Wallet und dann wurde die auf einmal festgenommen und mehrere Tage, Wochen irgendwie festgehalten.

Also ich weiß nicht, was da tatsächlich dran ist, weil, ja, in den normalen Nachrichten steht sowas natürlich nicht, aber ich bekomme die ganzen Storys einfach hinten rum mit. Dann der zweite Punkt, den ich nicht erwartet habe, war, dass ihr gefühlt jeder Secret, die einmal mit einer richtig fetten Shotgun umheiß rumläuft. Ich fand das am Anfang total strange und das, also ich meine, ich habe ja während meiner Reise schon echt viele Waffen gesehen. Beispielsweise in Ägypten habe ich Leute gesehen mit AK-47, mit Panzerfäusten.

Teilweise hatte ich irgendwelche Autos gesehen, die auf dem Heck im Prinzip so ein Maschinengewehr haben. In Ecuador beispielsweise sind die allermeisten Security-Leute mit irgendwelchen halbautomatischen oder vorherautomatischen Maschinengewehre rumgelaufen, also wie beim Militär. Aber ja, hier in El Salvador, da rennt jeder wirklich mit einer Shotgun rum. Und by the way, ich weiß sogar mittlerweile warum, weil ich einmal so einen Security-Typ gefragt habe. Ich dachte ja ursprünglich, dass es wahrscheinlich irgendwas mit der einheimischen Produktion zu tun hat. Dass irgendwie Shotguns irgendwie besonders günstig sind oder dass es von denen hier irgendwie besonders viele einfach im Angebot gibt.

Aber der wirkliche Grund ist ein ganz anderer und das hat er mir dann auch gezeigt. Und zwar, wenn man tatsächlich so eine Shotgun im Hals hat, dann hängt die ja relativ, ich sag mal, horizontal. Das heißt, wenn jetzt da mal irgendwie ein plötzlicher Überfall oder so stattfindet, da braucht er sich wirklich nur kurz drehen und kann direkt schießen im Prinzip. Das heißt, es ist nicht so wie bei einer Pistole, dass er erstmal so runtergreifen muss und raus und dann genau ziehen muss.

Sondern bei einer Shotgun, die er natürlich streut, brauchst du im Prinzip nur, ich sag mal, in die Richtung schießen und in aller Regel triffst du dann irgendwas. Also ja, er hat mir das Ganze dann auch gezeigt, wie schnell er da im Prinzip schon bereit ist, was schon beeindruckend war und was natürlich auch rational komplett Sinn macht. Aber andererseits auch einfach so ein Stück weit gruselig zu wissen, dass die ganzen Shotguns tatsächlich auch geladen sind, immer so in, ich würde mal sagen, Bauch-Brusthöhe.

Und dass die wirklich nur diesen Schalter drücken müssen und dann wärst du weg. Also ja, irgendwie strange. Der dritte Punkt, den ich anders erwartet habe, war, dass ich nicht davon ausgegangen bin, dass dieses Chivo-Wallet von der Regierung so eine absolute Vollkatastrophe sein wird. Also ganz ehrlich, ganz zu Beginn dachte ich, das ist die coolste Idee ever. Also dass man den ganzen Bürgern erlaubt im Prinzip, dass du US-Dollar und Bitcoin kostenlos umtauschen kannst und genauso auch Bitcoins in US-Dollar. Und dann bekommst du sogar noch 30 Euro oder beziehungsweise 30 Dollar Bonus, wenn du tatsächlich die App runterlädst, wo ich gedacht habe, Boah, danach benutzen ja wahrscheinlich total viele den Bitcoin.

Ja, die Realität sieht dann aber so ein bisschen anders aus. Ja, aber es fing schon direkt mit diesem 30 Dollar Bonus an, weil um den tatsächlich zu bekommen, musste man sich im Prinzip nur in dieser App verifizieren. Und zum Verifizieren war es einzig und allein ausreichend, dass du im Prinzip nur die ID-Nummer von deinem Personalausweis da eingibst. So, das heißt jetzt allerdings auch gleichzeitig, dass jeder, der irgendwann mal irgendwie eine Kopie von deinem Personalausweis gemacht hat, also beispielsweise sämtliche Banken, Versicherungsgesellschaften, irgendwelche öffentlichen Ämter, irgendwelche Hotels und so weiter, dass die sich im Prinzip mit deinem Namen verifizieren kann und dementsprechend deine 30 Dollar bekommen, kurz aufs eigene Wallet rüberschieben können und gut ist.

Und ja, das haben natürlich ziemlich viele ausgenutzt und mit ziemlich viele meine ich tatsächlich, dass da ein Schaden passiert ist von mehreren Millionen Dollar, weil Leute das einfach ausgenutzt haben und dann andere Leute wiederum einfach diese 30 Dollar gar nicht gesehen haben. Ja, und dann ging es weiter, dass beispielsweise irgendwelche Transaktionen einfach gar nicht angekommen sind, dass Transaktionen zu spät angekommen sind, dass Beträge teilweise falsch angegeben wurden, dass die App teilweise einfach für mehrere Stunden einfach nicht funktioniert hat oder beispielsweise auch, dass der aktuelle Preis auf der App teilweise gar nicht aktuell war, dass irgendwelche Arbitrageure das dann entsprechend ausbeuten konnten.

Also die Liste ist wirklich unendlich lang. Also ja, wenn El Salvador da eines gezeigt hat, dann ist es meiner Meinung nach, dass die Regierung einfach nie reinpfuschen sollte, wenn es um die Adaption von Bitcoin geht, weil mal ganz ehrlich, dieses Chiba Wallet ist meiner Meinung nach nicht nur komplett unnötig, sondern auch einfach eine richtig ungünstige, blöde Erfahrung mit Bitcoin, weil die allermeisten Einwohner, die denken nach wie vor, dass Chivo und Bitcoin eins ist, dass es irgendwie zusammen gehört. Jetzt viel besser wäre es dann meiner Meinung nach gewesen, einfach so den freien Markt machen zu lassen, wie beispielsweise bei McDonalds, Starbucks und so weiter.

Den Bitcoin Lightning Wallet hat schon am 7. September problemlos funktioniert und beim Chivo Wallet nach wie vor hunderte Bugs. Also von daher ist es mir persönlich deutlich lieber, wenn da irgendwelche privaten Unternehmen sowas auf die Beine stellen und jetzt nicht unbedingt die Regierung. Aber dafür, und das bringt mich auch direkt zum vierten Punkt, Es ist auch wirklich beeindruckend, wie schnell El Salvador hier Fortschritte macht. Also, lass uns da mal ein bisschen zurückspringen. Ich meine, im Juni diesen Jahres hat noch der Präsident verkündet, dass drei Monate später tatsächlich Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel eingesetzt wird.

So, drei Monate später wurde das dann auch tatsächlich umgesetzt. Zwar mit einer Buggy-App, aber okay. Dann nochmal drei Wochen, nur drei Wochen später, haben die dann schon begonnen mit dem Bitcoin-Mining. Und das, obwohl die Mining-Geräte derzeit alles andere als irgendwie einfach zu bekommen sind. Und dann acht Wochen später kamen dann auch schon die ersten Pläne zu Bitcoin City. Es kam die allererste Bitcoin-Anleihe raus und so weiter. Also, wenn du dir mal anschaust, was dich da im letzten halben Jahr getan hat.

Und wie oft über El Salvador international berichtet wurde. Das ist schon beeindruckend, oder nicht? Der fünfte Punkt, der mich so ein bisschen überrascht hat, war, dass Kriminalität hier wirklich über einem Land ein Thema ist. Weil, also ich war ja bisher schon in irgendwelchen Ländern, die als sehr gefährlich gelten. Aber in aller Regel war es so, dass wenn du da irgendwie gewisse Regionen vermeldest, oder sagen wir mal einfach gewisse Uhrzeiten, und du dich tatsächlich dran hältst, dann passiert dir in aller Regel nichts.

Jetzt hier in El Salvador, da ist es ganz anders. Weil, es gibt keinen Stadtteil, der als sicher gilt. Weil, wenn du dir mal beispielsweise die Risk Map von San Salvador anschaut, dann stellst du fest, die Skala beginnt nicht bei sicher, sondern bei relativ sicher. Mein Airbnb ausfährt mich beispielsweise fast jedes Mal zum Supermarkt, weil er weiß, wenn ich mich nicht wahren würde, dann würde ich einfach die 10 Minuten an der Straße entlang laufen, bis zum nächsten Supermarkt. Aber ihm ist das Ganze einfach nicht geheuer.

Und auch, was der mir schon für Geschichten erzählt hat, wie, ich sag mal, wie krass organisiert die ganzen Gangs hier sind. Das ist, also es ist kein plumpes Ermorden hier, sondern das ist, das hat sich vielleicht ein bisschen komisch an, aber es ist wirklich, sag mal, professionell, was die ganzen Gangs hier machen. Der sechste Punkt, der mich so ein bisschen überrascht hat, war, ich sag mal, wie offensichtlich es war, dass El Salvador tatsächlich das erste Land wird, das Bitcoin als Währung einsetzt.

Denn erst, als ich vor kurzem eine Analyse gemacht habe über andere Länder, da ist mir das wirklich aufgefallen, wie prädestiniert tatsächlich El Salvador war. Weil beispielsweise, erstens, es ist ein kleines Land, das heißt, das lässt sich aus der Perspektive schon mal deutlich schlechter umsetzen. Zweitens haben sie keine demokratische Führung, das heißt, ganz wenige Leute haben das sagen und können sowas im Prinzip bestimmen. Drittens haben sie eine, ich sag mal, relativ junge Führung und vielleicht auch einen Präsidenten, der einfach, ich sag mal, Aufmerksamkeit genießt.

Drittens haben sie eine direkte Währungsabhängigkeit, weil sie ja den US-Dollar benutzen, also im Prinzip die Währung von einem anderen Land. Fünftens haben sie ein Problem mit der Inflationsrate, weil sie können zwar nicht selbst irgendwie neu Geld drucken, aber die USA, die hat allein im letzten Jahr ganze 20% neu gedruckt. Und sechstens hat sie natürlich auch ein Problem mit den Remittances, also im Prinzip mit den ganzen Auslandszahlungen, weil die machen ganze 23% vom Bruttoinlandsprodukt aus. Und jedes Mal, wenn tatsächlich so eine Zahlung stattfindet, kommt jedes Mal zu großen Gebühren, die natürlich dem anderen Land zugutekommen.

Und dazu kommt noch, dass in Alessante, also in einem Ort hier in El Salvador, seit 2019 schon Bitcoin als primäre Währung benutzt wird. Seit 2020 gibt es da auch schon die ersten Bitcoin-ATMs. Und deshalb ist auch immer von diesem Bitcoin-Beach die Rede. Das heißt, diese, ich sag mal, Einführung von Bitcoin als Währung, das war alles andere als über Nacht, sondern es war im Prinzip nur die Fortsetzung von einem Experiment, was bereits zwei Jahre angedauert hat. Der siebte Punkt, den ich nicht erwartet habe, war, dass gefühlt einfach sämtliche Elektronik bei mir einfach so mal kaputt geht.

Weil ich war hier nur dreieinhalb Monate, aber du wirst dir gar nicht vorstellen, was ich für ein Heckmack hatte mit meiner Elektronik hier. Weil es fing beispielsweise an, also so ungefähr einen Monat nachdem ich hier angekommen bin, dass das nächste Mal meine Kopfhörer nicht mehr funktioniert haben. Da dachte ich, ok, kauf ich einfach mal neu. Danach war es ungefähr zwei Wochen später war es so, dass mein Handy nicht mehr funktioniert hat. Danach, eine Woche später, hat mein Laptop plötzlich nicht mehr funktioniert.

Und danach, nochmal ungefähr eine Woche später, hat mein Mikro plötzlich nicht mehr funktioniert. Und danach, ich würde mal sagen, so rund zwei Wochen später, hat dann plötzlich mein Wasserkocher, der für, würde man sagen, ein dreiviertel Jahr einen Fehler hatte, hat dann ganz plötzlich wieder funktioniert. Also es ist ja total strange. Das Ding ist nur, dass du dann nicht mal kurz ins Internet gehen kannst und dir kurz neue Geräte bestellst, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwas ankommt, was du online bestellst, ist ziemlich gering.

Das heißt, ich musste tatsächlich jedes einzelne Mal extra in die Stadt gehen, in irgend so ein lokales Geschäft und mir neue Geräte kaufen. Bei meinem Laptop war es beispielsweise so, dass ich in einem lokalen Laden war, wo es bestimmt, man sagen wahrscheinlich 40 Laptops oder so gab. Und von diesen 40 waren nur zwei dabei, die überhaupt die Leistung hatten, die ich gerne hätte. Also habe ich natürlich einen davon genommen. Und ich habe das mal im Nachhinein nachgeschaut. Ich habe so um die 350 Dollar mehr gezahlt für den Laptop, als es tatsächlich online verfügbar war.

Ach ja, und ich habe jetzt eine Garantie, die nur in El Salvador gilt, obwohl ich ja hier in ein paar Tagen weg bin. Aber ja, es war trotzdem, ich würde mal sagen, einfach eine sehr leere Erfahrung. War auch einfach mal cool, ein Laptop lokal zu kaufen. Das war mein persönlicher, mein allererster Laptop, den ich irgendwie nicht online gekauft habe. Aber anyway, dafür hat das Leben als digitaler Normale noch ganz andere Vorteile. Der achte Punkt, der mich so ein bisschen überrascht hat, war, dass Naturkatastrophen hier so ein Riesending sind.

Also insbesondere, ich sage mal, Hurricanes, Artbeben und vielleicht noch Vulkanusbrüche. Weil beispielsweise, wenn man jetzt mal in die Vergangenheit schaut, so um die, ich würde mal sagen, durchschnittlich alle zwei Jahre, kommt es hier zu einem größeren Hurrikan. Und insbesondere die ganzen Leute, die in den Slums wohnen, also beispielsweise unter irgendwelchen Holzhütten, Blechhütten und so weiter, also ja, die erwischt es halt brutal. Aber auch Artbeben, wenn wir da mal in die Vergangenheit schauen, würde ich sagen, so alle zehn Jahre kommt es hier zu einem richtig großen Artbeben.

Und mit groß meine ich in dem Fall, dass jetzt nicht irgendwie, keine Ahnung, eine kleine Blechhütte zusammenfällt, sondern dass es tatsächlich irgendwelche Gebäude betrifft, die auch, ich sag mal, ordentlich konstruiert worden sind. Und ich sag mal, kleinere Artbeben sind auch relativ häufig. Ich würde auch beispielsweise behaupten, dass in den dreieinhalb Monaten, wo ich bisher da war, dass ich bestimmt so wahrscheinlich zwischen 15 und 20 kleinere Artbeben gespürt habe. Bei meinem Airbnb-Haus ist es beispielsweise so, dass erst ein komplettes Geschirr aus solchen Gummimatten drauf hat, dass, wenn es zu einem Artbeben kommt, dass die nicht entsprechend irgendwie runterfallen können.

Und jetzt zur größten und gleichzeitig seltensten Gefahr, das sind irgendwelche Vulkanausbrüche. Jetzt der nächste Vulkan von hier ist der El Poquerón, also im Prinzip der Vulkan von San Salvador. Und der ist Luftlinie in die Richtung, so ich würde mal sagen, wahrscheinlich so zwei, drei Kilometer entfernt. Und als der zum letzten Mal ausgebrochen ist im Jahr 1917, da hat er, sofern Wikipedia nicht lügt, ganze 16 Quadratkilometer mit Lava bedeckt. 16 Quadratkilometer. Gebt ihr das? Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Und es sollen angeblich auch ganze 10 Millionen Kubikmeter an Lava sein.

Also, das geht mir jetzt noch nicht in den Kopf rein. Ich weiß auch noch damals, als ich Santa Ana besucht habe, das ist die zweigröße Stadt hier in El Salvador, da war es so, dass ich, würde man sagen, auf der Straße, wahrscheinlich so rund 6, 7 Kilometer entfernt von diesem Vulkan, habe ich noch Lava-Reste gefunden von dem Jahr 1917. Also, es geht mir nicht in meinen Kopf rein, wie Lava für ganze 6 Kilometer weit fließen kann. Was das für eine Menge sein muss.

Anyway, jetzt noch ein paar kleine Dinge, die mich persönlich überrascht haben. Und zwar erstens, wie eng verwirrt sie diese Gangs teilweise mit der Polizei sind. Denn, ich weiß doch ganz genau, als ich hier in El Salvador angekommen bin, so ungefähr zwei Wochen später, bin ich mitten in der Nacht mal aufgewacht, weil es unfassbar laut war. Also, es war brutal laut. Und zwar war es tatsächlich so, dass die Polizei, also die offizielle Polizei, hat tatsächlich die Hauptstraße einfach mal abgesperrt, also eine dreispurige Straße komplett abgesperrt, dass eine Gang dort Drag-Races machen kann.

Also, wie es du aus dem Film kennst, so zwei Autos, beziehungsweise zwei Motorräder, und dann go, und dann fahren die ganz schnell für eine gewisse Strecke. Und da waren auch heftig aufgetunete Karren am Start. Das war so laut, mitten in der Nacht. Das Ganze ging bestimmt, würde ich sagen, so 30, 45 Minuten. Und ich im Bett mit meinem Kissen über dem Kopf. Also, das war echt krass. Zudem hat mich überrascht, wie abartig langsam das Internet hier fort ist. Also, ganz ehrlich, ich habe, was das Internet angeht, wirklich schon viel erlebt.

Aber so langsam wie hier habe ich es bisher noch nie gehabt. Weil beispielsweise, wenn ich ein ganz normales YouTube-Video hochlade, also ein ganz normales, popeliges, kurzes YouTube-Video, dann dauert das in aller Regel so, ich würde mal sagen, zwischen 8 und 12 Stunden, bis es tatsächlich vollständig hochgeladen ist. Und selbst wenn ich irgendwelche Zoom-Cours habe, das ist in aller Regel so, dass meine Verbindung erstens nicht konstant genug ist und zweitens zeigt es dann einfach noch ein richtig verschwommenes Bild. Aber dafür war ich überrascht, wie gut ich die Leute hier vor Ort verstehe.

Also vom Spanisch her. Und das habe ich erst im Nachhinein mitbekommen. Aber anscheinend ist es wohl so, das ist aber nur eines der, ich würde mal sagen, neutralsten Spanisch hat. Und deshalb angeblich wohl ganz viele Filme hier übersetzt werden. oder auch beispielsweise genau hier der Ton aufgenommen wird. Und anscheinend kann man auch das, also ich weiß nicht, wie man das genau nennt, aber genau das Thema kann man auch beispielsweise bei der Universität hier offiziell studieren. Ich war auch überrascht, wie konstant hier Wasser und Strom ist.

Also ganz ehrlich, im kompletten letzten Jahr, da war ich bisher immer nur in irgendwelchen Ländern unterwegs, wo ich, ich würde mal sagen, so mindestens alle ein bis zwei Wochen entweder Stromausfälle hatte oder irgendwie das Wasser hat nicht funktioniert. Aber hier war es beispielsweise so, Wasser hat komplett durchgehend funktioniert und Stromausfälle hatte ich nur zwei. in dreieinhalb Monaten. Das ist, also für ein drittes Weltland wirklich, wirklich gut. Bei mir geht es dann die nächsten Tage weiter nach Mexiko und irgendwie jedes Mal ist es das Gleiche, dass ich es nie so wirklich realisieren kann, jetzt irgendwie plötzlich wieder mein Zuhause hier zu verlassen.

Also in aller Regel ist es bei mir so, dass ich, würde mal sagen, so ein, zwei Tage vorm Abreisen so ein richtig mulmiges Gefühl im Bauch bekomme. Das ist so das, ich sag mal, Feeling of Change. Einfach so dieses, oh, alles wird sich ändern, alles wird neu sein. So, oh, was dann irgendwie so ein bisschen auf den Magen schlägt. Ich dachte auch ganz zu Beginn, dass ich mich da irgendwie irgendwann mal dran gewöhnen werde. Aber es ist tatsächlich jedes Mal genau das Gleiche.

Aber anyway, spätestens dann, wenn ich dann immer alles zusammengepackt habe und dann auf meine Koffer schaue, dann freue ich mich in aller Regel. Einfach heute was komplett Neues. Neue Inspiration, neue Menschen, neue Routine. Einfach cool. Und wenn du noch mehr von meinem Kanal sehen möchtest, dann wäre es richtig cool, wenn du mich hier unterstützen würdest. Das kannst du tun, wenn du erstens den Kanal abonnierst, zweitens ein Like da lässt und drittens, wenn du irgendwelche Fragen hast oder auch konkrete Videomünsche, schreib dir gerne unten in den Kommentar, und in den Kommentaren, dass ich dich für das nächste Mal berücksichtigen kann.

Also auf dem nächsten Mal wieder. Mach's gut.

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El Salvador hat Bitcoin am 7. September als offizielle Währung eingeführt. Ich war bereits Mitte August vor Ort und habe das ganze für rund 3,5 Monate beobachtet. Hier lernst du über 9 Dinge, die mich an El Salvador überrascht haben.

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▬▬▬ ÜBER MICH 💡▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Ich bin Kevin Söll, 2018 aus Deutschland ausgewandert und bereise seither die Welt. Auf diesem Kanal teile ich primär meine Passion für Bitcoin und sonstige Kryptowährungen.

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