CRASH: SO ist das Portfolio eines Millionen-Investors für ALLE Szenarien gebaut
Transkript anzeigenTranskript ausblenden
Transkript
Ich habe teilweise zugeschaut, wie mein Vermögen innerhalb von einem Tag mal wieder sechsstellig höher war und noch mal sechsstellig und noch mal sechsstellig. Das war krass damals. Was sich wie ein einmaliger Ausnahmemoment anhört, war kein Zufall, sondern das Ergebnis eines tiefsitzenden Fehlers auf der Blockchain. Ein Bug, der es ermöglicht hat, sein Portfolio in kürzester Zeit zu vervielfältigen. Aber wir hatten halt so einen brutalen Hebel drauf. Also der war, ich will mir gar nicht vorstellen, wie hoch das war. Das waren mehrere, was weiß ich wie viele Millionen wir als Hebel hatten. Und dann musste nur der Preis ganz leicht ansteigen. Und bei uns im Portfolio hat das halt voll explodiert.
In dieser Folge spreche ich mit Kevin Söll, DeFi-Experte, Unternehmer und eine der prägnantesten Stimmen im gesamten deutschsprachigen Kryptoraum. Wir sprechen über DeFi-Strategien, die ohne Coinpicking auskommen, und wie man strukturelle Ungleichgewichte im System nutzt, um Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Assets in konstante, überdurchschnittliche Erträge zu verwandeln. Stand heute: Wenn Bitcoin um 50 % fällt, allerdings der Shitcoin um 75 % fällt, diese 25 % Differenz, das kannst du abgreifen, indem du beispielsweise bei einem DeFi-Protokoll dann einen Kredit aufnimmst in diesem Shitcoin, das tauscht in Bitcoin, und somit bist du dann quasi Short-Shitcoin und Long-Bitcoin und kannst quasi die Differenz abgreifen. Kevin gibt uns heute einen seltenen Einblick darin, wo sein Geld heute tatsächlich arbeitet, wo er die größten Potenziale sieht und wie er sein Vermögen selbst aufteilt, um auch Extremmarktsituationen entgegenzuwirken. Wenn du dich auch für Investments und Finanzen interessierst, ist dieser Podcast genau das Richtige für dich. Jeden Sonntag habe ich neue interessante Gäste, die ich euch vorstellen werde. Und genau aus diesem Grund: Falls ihr mich dabei unterstützen wollt, lasst mir gerne kurz ein Like auf dem Video da. Und falls ihr noch nicht abonniert habt, würde ich mich natürlich auch riesig freuen, wenn ihr mit dazu kommt. Und damit würde ich sagen: Ab ins Video!
Ja, Kevin, klasse, dass das heute geklappt hat. Kevin, direkt zu Beginn, stell dich doch noch einmal für diejenigen vor, die dich noch nicht kennen.
Ja, sehr gerne. Also, mein Name ist Kevin Söll. Ich habe ursprünglich Wirtschaftsingenieurwesen studiert, habe mich dann noch während des Masterstudiums selbstständig gemacht als Finanzberater und bin relativ kurze Zeit später, keine zwei Jahre später, im Jahr 2018 dann, ich sag mal, ungeplant aus Deutschland ausgewandert. Das ist eine andere Story, auf die kann man vielleicht auch noch mal zu sprechen kommen. Und ja, seither bereise ich als digitaler Nomade die Welt, meistens so einmal im Monat um, egal ob es eine andere Stadt ist oder ein anderes Land, je nachdem, was mein Bauch mir sagt. Und ja, beruflich habe ich meinen Fokus nach wie vor auf meinem YouTube-Kanal, wo ich primär über Kryptowährungen spreche, allerdings auch über Centralized Finance, DeFi, wofür ich wahrscheinlich auch am meisten bekannt bin. Ich habe noch zusätzlich einen Krypto-Newsletter, der zweimal pro Woche rausgeht, und eine Membership namens Manu Haus, wo wir quasi Leuten zeigen, wie sie mit DeFi-Strategien noch mal mehr aus ihrem Kapital rausholen können als nur einfache Kursgewinne. Und aktuell sitze ich hier noch auf dem schönen Kreta in Griechenland, genieße die letzten Sonnenstrahlen, und in ein paar Tagen geht es dann weiter in die USA, in die Kälte, genau.
In die USA sagst du, wo genau in die USA zieht es dich hin?
Um ehrlich zu sein, zieht es mich gar nicht in die USA. Also ich will gar nicht sagen, dass es da nicht auch schöne Autos gibt, das auf jeden Fall. Im Allgemeinen bin ich eigentlich nicht so ein Fan von den USA, aber meine Schwester wohnt da und die besuche ich jedes Jahr über Weihnachten. Und das ist jetzt auch im Wesentlichen dieses Jahr wieder der Plan, genau.
Super spannend. Und du sagst jetzt gerade digitaler Nomade: Wie lange darfst du dich denn eigentlich in den unterschiedlichen Ländern aufhalten, bis du dann mehr oder weniger auch zum Gehen gezwungen wirst? Wird man zum Gehen gezwungen oder wie genau funktioniert dieses ganze Konstrukt dann eigentlich dahinter?
Also die Frage habe ich mir, um ehrlich zu sein, noch gar nie wirklich gestellt, weil ich glaube, was mich unterscheidet im Vergleich zu ganz vielen anderen digitalen Nomaden, ist der Grund, warum ich überhaupt digitaler Nomade wurde. Bei ganz vielen Leuten ist es so, dass sie einen sesshaften Lifestyle haben irgendwo in Deutschland, Österreich oder der Schweiz und dann mitbekommen: Hey, wenn man irgendwie die ganze Zeit rumreist als Perpetual Traveler oder digitaler Nomade, dann kann das Steuervorteile haben, dass man dann viel weniger zahlt und so weiter. Und dann machen sie Recherchen, wie sie das Ganze umsetzen können. Bei mir war das komplett anders. Also bei mir hat das gestartet, deshalb habe ich auch vorhin gesagt, ich bin ungeplant aus Deutschland ausgewandert, weil das war nicht mein ursprünglicher Plan. Bei mir war es ursprünglich so, dass ich im Jahr 2017, 2018 irgendwie gefühlt habe, dass ich nicht ganz so glücklich und nicht ganz so erfüllt bin, wie ich es mir eigentlich vorgestellt hatte mit dem, was ich bis zu dem Zeitpunkt erreicht hatte. Und eine Methode, um dann irgendwie herauszufinden, was denn tatsächlich in meinem Leben fehlt, war für mich persönlich, dass ich dann einfach mal ans andere Ende der Welt gehe. Das war für mich Australien, für ein Jahr dort in Australien mich aufhalte und dann danach wieder zurück nach Deutschland gehe. Das war eigentlich mein ursprünglicher Plan. Und dann war ich in Australien und nach sechs Monaten habe ich dann mein erstes Online-Business gestartet und erst da hat sich dann, vor allem als ich gemerkt habe, hey, mit dem kann man tatsächlich im Internet Geld verdienen, das war für mich damals noch ein ganz neues Konzept, plötzlich mein Horizont extrem erweitert im Sinne von: Hey, jetzt brauche ich irgendwie nur noch ein Laptop und eine Internetverbindung. Ich kann arbeiten, von wo auch immer, und da habe ich dann gedacht: Naja, also wenn ich jetzt schon in Australien bin, dann kann ich auch noch nach Neuseeland. Und dann war ich in Neuseeland, da dachte ich mir: Naja gut, Thailand ist jetzt auch nicht so weit weg, dann bin ich in Thailand. Und so ging das die ganze Zeit weiter.
Und erst als ich dann irgendwann in Neuseeland war, kann ich mich noch ganz genau daran erinnern, wo ich im Bus saß und eine Meldung auf dem Handy bekommen habe, so eine Notification, dass ich gerade Geld verdient habe. Das war mein erster Dollar, den ich damals, das waren 200 Dollar, die ich verdient habe durch irgendein Affiliate-Programm. Da war dann mein erster Gedanke: Okay, wie mache ich das jetzt eigentlich mit den Steuern? Die muss ich ja jetzt bestimmt in Neuseeland versteuern, oder? Und dann recherchiert, Neuseeland kontaktiert und so weiter, dann meinten die: Nee, nee, du brauchst ja keine Steuern zahlen, du bist ja nicht steuerlich ansässig. Da dachte ich so: Okay, keine Ahnung, frage ich mal Australien, vielleicht muss ich das jetzt irgendwie noch dort versteuern. Die meinten ebenfalls: Ja, nee, du hast ja jetzt keine Pläne mehr, zurück nach Australien zu gehen. Und dann so: Hä, wie, irgendwo muss ich doch meine Steuern zahlen. Das war für mich so: Hallo, wenn man Geld verdient, muss man Steuern zahlen. Das war die ganz deutsche Einstellung. Ja, absolut. Und ja, dann habe ich erst herausgefunden, hey, man kann auch steuerlich gar nirgends ansässig sein. Und das war von Anfang an: Als hättest du mir damals in Neuseeland oder auch in Thailand gesagt, dass ich ein digitaler Nomade bin oder Perpetual Traveler, das waren Begriffe, die habe ich noch nie zuvor gehört. Ich wusste gar nicht, dass das existiert, sondern bei mir war es eher so, ich hatte einfach Lust zu reisen. Und da war einfach nur die Frage: Wo zahle ich die Steuern? Bis mir dann die Länder gesagt haben: Ja, du kannst dir keine Steuern zahlen, du bist ja nicht steuerlich ansässig. Da dachte ich dann so: Okay. Also ja, so hat sich das im Wesentlichen ergeben. Also dass ich nach wie vor einer der ganz wenigen digitalen Nomaden bin, der wahrscheinlich nicht aus dem Steuergrund diesen Lifestyle lebt, sondern einfach nur, weil ich diesen Drang habe, auch nach wie vor einfach viel unterwegs zu sein.
Ja, super, super spannend. Aber wie oft bist du denn noch in Deutschland dann eigentlich? Oder kannst du dann jetzt wieder zurück? Also wahrscheinlich kannst du schon zurück, aber wahrscheinlich immer nur zeitlich begrenzt dann auch in dem Fall.
Also theoretisch ja, aber wenn du mich jetzt mal fragst, wie oft ich in Deutschland war, seitdem ich ausgewandert bin vor acht Jahren: Ja, kein einziges Mal. Du bist ja noch nie einen Fuß in dieses Land gesetzt. Also viele haben mich da auch schon gefragt, aber was mit Family, mit Friends und so weiter. Also ich würde mal sagen, was Familie angeht, habe ich da die engste Beziehung eigentlich mit meiner Schwester, und sie wohnt eben in den USA. Ja, mein Vater hat mich jetzt schon ein paar Mal besucht und auch Tanten und Onkel habe ich persönlich schon besucht. Allerdings außerhalb von Deutschland in Italien, wo die regelmäßig, ich sag mal, Urlaub machen. Aber arg viel mehr Drang, jetzt irgendwie zurückzugehen nach Deutschland, habe ich bisher noch nie gehabt. Also von daher, die Frage hat sich auch bei mir noch nie gestellt.
Kannst du verraten, woher du ungefähr kommst aus Deutschland? Welchen Bereich?
Klar, aus der Nähe von Stuttgart im Süden. Also für die Leute, die sich da mehr auskennen: zwischen Stuttgart und Konstanz, da in der Mitte. Da gibt es so eine Stadt, die nennt sich Rottweil, dort in der Nähe. Hört man vielleicht auch noch an meinem Akzent raus, vielleicht in Wirklichkeit. Also ich bin nicht mit Deutsch aufgewachsen, ich bin mit Schwäbisch aufgewachsen. Und bis zu meinem 22. Lebensjahr konnte ich tatsächlich nur Schwäbisch. Ich musste dann erst mal im Masterstudium Hochdeutsch lernen, in Jena, wo ich damals noch studiert habe. Das war echt anstrengend, weil mich die ersten paar Monate die Leute dort nicht verstanden haben. Da musste ich erst mal eine neue Sprache lernen, die hieß Hochdeutsch.
Ja, aber jetzt bist du halt schon wirklich viele Jahre aus Deutschland raus. Du hast sicherlich dadurch eben jetzt auch ungewollt diese steuerlichen Vorteile, die sich daraus ergeben. Und du ziehst das Ganze ja schon eine Weile durch. Ich selber bin eben jemand, der sehr heimatverbunden ist, deswegen kann ich mir das eben sehr, sehr schwierig vorstellen. Finde es aber extrem spannend, so einen Lifestyle zu haben, ohne so wirklich seinen eigenen Rückzugsort zu haben. Aber es gibt eben Leute, und du bist eben eine dieser Personen, die da auch drin aufgehen. Und ich finde das total spannend. Aber du sagtest es ja auch eben: Du bist vor allen Dingen in dieses ganze Thema reingerutscht, weil du für dich selber auch entdeckt hast, dass das Thema Krypto verbunden mit YouTube eben auch viel finanzielle Freiheit beziehungsweise eben auch die Freiheit gibt, seinen Lebensstandort nicht mehr wirklich festsetzen zu müssen. Wie genau bist du in diesen ganzen Bereich reingerutscht? Weil grundsätzlich kommst du ja schon mit einem gewissen Finanzhintergrund. Was war damals so der Punkt, wo du für dich selber entschieden hast: So, das ist das Thema, wo ich jetzt wirklich hart reingehen möchte?
Also der Zeitpunkt kam tatsächlich deutlich später als der Zeitpunkt, wo ich zum ersten Mal investiert habe. Das ist auch eine lustige Story und zwar war das im Jahr 2017, wo ich noch als Finanzberater gearbeitet habe. Da hat mir ein, ich weiß gar nicht mehr, ob es ein Kunde war oder ein potenzieller Kunde, auf jeden Fall eine E-Mail geschrieben, dass er gerne mit mir über verschiedene Themen diskutieren würde. Und dann war aufgelistet: Bitcoin war drin und dann irgendwelche komischen Altcoins wie XRP und so weiter. Und dann auch P2P-Kredite, das war damals auch noch so ein ganz trendiges Thema und so weiter. Und ja, dann dachte ich: Okay, also in der Beratung als Finanzberater, weil bei uns in der quasi Ausbildung beziehungsweise als ich dann die ganzen Kurse nachgeholt habe bezüglich Finanzberatung, da hat sich jeder nur lustig gemacht über dieses Bitcoin-Ding. Das hat damals einfach keiner ernst genommen. Und ich habe damals schon im Jahr 2015, 2016 eine echt gute Summe, zumindest für meine damaligen Verhältnisse, in einem Scam verloren. Weshalb meine Intention dann war als Finanzberater: Hey, also ich muss den aufklären über das Risiko, weil nicht, dass er mit diesem Bitcoin-Scam irgendwie sein Geld verliert. Und habe dann eine Recherche gemacht, die war wirklich komplett biased. Also im Sinne von: Ich habe einfach nur nach den Risiken zu Bitcoin und so weiter recherchiert. Habe dann auch einiges gefunden, einige Punkte, die ich ihm dann auch in der Beratung gesagt habe. Aber habe dann auch damals schon in der Recherche gemerkt: Irgendwie ja, es gibt Risiken. Aber gleichzeitig gibt es zu den ganzen Risiken auch echt valide Gegenargumente. Und das Thema hat mich dann ab dem Zeitpunkt nicht mehr losgelassen, sodass ich damals angefangen habe, die ersten Bücher zu dem Thema zu lesen. Und das war Mitte 2017 damals. Also jeder, der damals dabei war, da kannte Bitcoin, was das Preisliche angeht, nur noch eine Richtung. Und ich dachte damals: Ah, scheiße, Kevin, jetzt hast du das gefunden, aber viel zu spät, der Zug ist schon längst abgefahren. Und dann hat sich Bitcoin von da an noch mal verdoppelt, verdreifacht, keine Ahnung was, das ging noch vier Jahre.
Und ich bin damals aber nicht direkt eingestiegen, weil ich mir gedacht habe: Ja, also da ist was dran. Aber ich habe einfach gedacht, der Zug ist abgefahren, ich habe das verpasst. Und dann irgendwann im Jahr 2018, so ungefähr Mitte 2018, als dann die Blase geplatzt ist und so weiter, Bitcoin war damals schon auf 7.000, also von ungefähr 20.000 auf 7.000 korrigiert, da dachte ich damals: Oh yes, jetzt kommt meine Chance. Ich bin der absolute Super-Profi-Investor, der jetzt gewartet hat, bis die Blase platzt und jetzt beim Boden einkauft. Da bin ich bei ungefähr 7.000 damals bei Bitcoin eingestiegen, zum allerersten Mal. Und auch nicht nur in Bitcoin, sondern ich kam vom traditionellen Finanzsystem, von der Aktienwelt. Für mich persönlich war das ja natürlich ganz normal, dass man breit streut. Also man investiert ja jetzt auch nicht in eine Einzelaktie. Es wäre sinnlos, jetzt nur in Bitcoin zu investieren, weil das wirklich Tolle an Bitcoin ist ja nicht Bitcoin, sondern die Blockchain. Das war damals auch nur so eine typische Weisheit, dass ja die Blockchain eigentlich das Spannende ist. Und dann habe ich damals in die Top 20 Coins investiert, also unter anderem auch in Bitcoin, aber halt auch in 19 Shitcoins. Das sind überwiegend Shitcoins. Und ein halbes Jahr später war mein Portfolio schon mehr als 50 % im Minus. Ich habe es zum Glück nicht verkauft, aber damals habe ich es dann schon abgeschrieben als Totalverlust. Und ich habe gesagt: Oh je, Kevin, ja, vielleicht war das doch nicht alles wahr, was da in diesen Büchern stand und so weiter. Und ich glaube, erst wirklich Glück gemacht hat es dann erst im Jahr 2020 und 2021. Und 2021 habe ich dann auch meinen YouTube-Kanal gestartet. Also 2020 haben wir damals schon gesehen, die Preise erholen sich wieder. Und dann dachte ich: Okay, es war doch nicht nur eine einmalige Blase, sondern da ist tatsächlich was dran. Und das war dann auch die Phase, ich weiß nicht, ob du damals auch schon oder ob du da überhaupt im Space aktiv bist. Thema DeFi, Decentralized Finance. Machst du in dem Bereich was?
Ich selber bin in dem Bereich nicht mehr allzu aktiv. Das Letzte, woran ich mich wirklich erinnere, wo ich zum einen wirklich große Gewinne gemacht habe, zum anderen aber auch dann am Ende relativ viele Verluste, waren NFTs. Das war ja so 2020, 2021. Ich weiß noch damals, wie hießen sie nochmal? Ich glaube, sie hießen die Bull. Also irgendwie waren es Bullen, Krypto-Bull oder irgendwas in diese Richtung. Das habe ich damals gesehen, habe raufgeguckt und habe gesehen: Okay, dieses NFT kostet jetzt irgendwie 16.000 US-Dollar und die Leute bezahlen es in einer Tour. Und was ist OpenSea? Und ich habe das ganze System gar nicht wirklich verstanden. Ich habe mich dann aber letztendlich doch darin verirrt und habe mich dann auf einmal auf irgendwelchen Discord-Channels wiedergefunden und irgendwie versucht, auf irgendwelche Whitelists zu kommen. Das war ja eine ganz aufregende Zeit. Aber das war so das erste Mal, dass ich für mich selber begriffen habe: Das sind also Smart Contracts. Das Ganze läuft irgendwie komplett autonom und ich muss letztendlich nur dieses NFT verkaufen. Automatisch bekommt der Erzeuger auch immer Prozente davon ab, wenn dieses NFT immer wieder weitergehandelt wird. Das war so der erste Berührungspunkt, und danach ging es für mich aber auch wirklich wieder stark um das HODLn von Bitcoin. Ich habe mich viel mit dem Thema Altcoins beschäftigt, aber natürlich vor allen Dingen Altcoins auch aus dem Grund genutzt, um einfach meine eigenen Bitcoin-Bestände im besten Fall weiter ausbauen zu können. Und ja, das war so mein erster Berührungspunkt. Wie war es bei dir? Warst du selber mit NFTs auch irgendwie beschäftigt? Ich habe ja letztlich mit Manu Haus gesprochen. Der selber hat ja auch gesagt, das war für ihn ja letztendlich der Auslöser, auch in diese Richtung reinzugehen.
Also ich habe zwar nach wie vor ein paar NFTs, aber nichts, was ich jemals gekauft habe, hat irgendwie nennenswert performt. Also bei NFTs hatte ich definitiv kein Glück bei der Auswahl. Aber bei mir hat es damals erst, also es gab zwei Momente, die wahrscheinlich für mich so die Schlüsselpunkte waren. Zum einen natürlich die preisliche Erholung, das war schon mal wichtig für das Portfolio, einfach zu sehen: Hey, da war doch was dran an diesem komischen Krypto-Ding. Und danach, 2020, 2021, das war damals die Phase, wo man durch inflationierte Tokens einfach nur abartig krasse Renditen erwirtschaften konnte. Staking mehrere hundert Prozent, Liquidity-Mining mehrere hundert Prozent. Und das war wahrscheinlich meine Motivation primär ergebnisgetrieben, dass ich gesehen habe: Hey, also sowas gibt es ja in der traditionellen Finanzwelt überhaupt gar nicht, dass man da irgendwie sein Geld innerhalb eines Jahres verdoppeln kann. Und das hat mich auf jeden Fall schon mal dazu gebracht, mich mehr mit Smart Contracts und so weiter auseinanderzusetzen. Aber ich glaube, der Schlüsselmoment war dann tatsächlich erst später beim Thema tokenisierte Aktien. Da gab es damals ein Projekt von einem, ich sag mal, sehr umstrittenen Krypto-Influencer-YouTuber namens Julian Hosp. Das hieß DeFiChain. Und DeFiChain, also mittlerweile ist das schon längst, ja, hops gegangen, sag ich mal. Aber damals hatte DeFiChain die Mission oder das Ziel, tokenisierte Aktien auf die Blockchain zu bringen. Und für mich als jemand, der einfach vom, also davor, bevor ich in Krypto eingestiegen bin, Aktien war meine Welt. Da habe ich zig Bücher dazu gelesen. Das war mein Ding. Ich habe es geliebt, über Aktien zu diskutieren. Und das war für mich einfach so ein No-Brainer, dass man Aktien auf die Blockchain bringt. Also wenn man das mal mit heute vergleicht: Bei Aktien haben wir Börsen, also Handelstage nur fünfmal die Woche. Man kann die nicht 24/7 handeln, die sind nicht immer teilbar, sodass man jetzt beispielsweise nur einen kleinen Bruchteil von einer Aktie kauft.
Und viele haben nach wie vor keinen Zugriff drauf, weil das ganze Finanzsystem meistens auf Länder begrenzt ist oder auf wenige Länder, nicht weltweit und so weiter. Und für mich persönlich war das damals einfach so ein No-Brainer, dass es in die Richtung gehen wird. Und das hat mich dann wirklich gecatcht. Damals gab es dann auch auf dieser Blockchain die, wie gesagt, mittlerweile schon längst Geschichte. Aber damals gab es dann auch die Option, dass man mit diesen Aktien nicht nur einfach Aktien kauft und verkauft und so quasi tradet, sondern auch, dass man Aktien belehnt, dass man dagegen einen Kredit aufnimmt, dass man Aktien shortet, das heißt auf fallende Preise setzt, dass man long geht, gehebelt long geht, also auf steigende Preise setzt. Und ja, da habe ich mich damals ziemlich ausgetobt. Das waren so die ersten Berührungspunkte mit dem ganzen Thema. Und ein paar Monate später kam dann Manu Haus, mein heutiger Geschäftspartner und auch sehr guter Freund, zu mir und hat dann eine Strategie geteilt. Und die hat mich sofort, also es hat ein bisschen gedauert, aber für mich hat die Sinn ergeben. Und wir zwei haben uns da dann ziemlich tief reingefuchst, wodurch wir dann im Jahr 2022 geschafft haben, also in dem Jahr, wo Bärenmarkt war, wo die allermeisten Leute Geld verloren haben, und zwar richtig Geld verloren, ich es geschafft habe, aus dem eingesetzten Kapital das Mehr als 25-Fache zu machen. Wow. Das war krass, schlechtes Deutsch. Aber ja, das war einfach nur: Ich habe teilweise zugeschaut, wie mein Vermögen innerhalb von einem Tag mal wieder sechsstellig höher war und noch mal sechsstellig und noch mal sechsstellig. Das war krass damals. Und da habe ich dann auch wirklich erst gecheckt, wie sehr es sich lohnen kann, sich mit DeFi auseinanderzusetzen und einfach auch strategisch an das Ganze ranzugehen.
Kannst du für die Zuschauer teilen, wie genau das damals gelaufen ist? Weil das sind natürlich verrückte Zuwächse. Kriegst du das runtergebrochen auf ein paar Sätze, was genau die Strategie, easy erklärt, ist?
Also easy war sie nicht. Es war auch definitiv Glück dabei, das will ich gar nicht kleinreden. Also die Märkte haben dann zu der Phase auch quasi so mitgespielt, dass es für uns gepasst hat. Nicht extrem, aber es war eine Kombination aus einerseits tiefem Verständnis und Wissen und Strategie vor allem, aber auch ein Glücksteil war definitiv dabei. Ganz einfach: Also wie gesagt, da tauchen wir jetzt ein bisschen zu tief ein, aber wenn man, ich sag mal, wenn man irgendwelche Crypto Assets belehnt, dann hat man in aller Regel eine Quote, bis zu der man die beleihen kann. Also beispielsweise 80 Prozent. Wenn man jetzt einen Bitcoin belehnt, dann könnte man maximal 80 Prozent von diesem Wert als Kredit aufnehmen. Bei dieser Blockchain namens DeFiChain gab es damals ein Problem, also das war eigentlich eine, ich sag mal, fehlerhafte Entwicklung, dass diese Quote zwar gestimmt hat, allerdings das, was man als Kredit aufnehmen konnte, hatte aufgrund von diesem Fehler einen höheren Preis. Und dadurch war es dann manchmal möglich, also da musste man die Uhrzeit abwarten und halt auch wirklich die ganze Zeit aktiv sein. Bei uns war das damals so, dass wir über mehrere Monate nicht geschlafen haben, unseren Laptop mit voller Lautstärke neben uns, dass immer dann, wenn es die Möglichkeit gab, quasi einen Kredit aufzunehmen in nahezu der gleichen Höhe wie die Tokens, die du hinterlegt hast, immer dann waren wir aktiv und haben versucht, diesen Arbitrage-Style zu machen. Und Arbitrage-Style hier heißt im Wesentlichen, ich breche es noch ein bisschen einfacher runter: Wir haben es geschafft, mit unserem Kapital einen brutal hohen Hebel aufzubauen, indem wir das die ganze Zeit quasi geloopt haben. Wir haben das als Kollateral, also als Sicherheit, hinterlegt, haben das dann beliehen, und dann haben wir mit dem Beliehenen wieder mehr Kollateral gekauft und dann wieder beliehen und so weiter. Hatten einen extrem hohen Hebel, und da kam nur dazu, dass der Preis von dem Token, den wir damals gehebelte hatten, das war DFI von der Blockchain, nur minimal angestiegen ist.
Aber wir hatten halt so einen brutalen Hebel drauf, also der war, du wirst dir gar nicht vorstellen, wie hoch das war. Das waren mehrere, ich weiß nicht wie viele Millionen wir als Hebel hatten. Und dann musste nur der Preis ganz leicht ansteigen, und bei uns im Portfolio hat das voll explodiert. Und deshalb sage ich, es war eine Kombination aus Können und Glück, weil die allerwenigsten hatten das tatsächlich auf dem Schirm. Das war auch beispielsweise eine Strategie, die hätte nicht für viele Leute funktioniert, weil Arbitrage kannst du selber komplett ausnutzen. Also schon Manu und ich haben uns da gegenseitig quasi die Rendite geklaut. Und ja, das ist halt extrem aufgegangen damals, bevor dann kurze Zeit später die ganzen Probleme auf der Chain immer gravierender wurden und dann irgendwann das Projekt auch komplett gescheitert ist. Aber das war schon eine krasse Erfahrung, sage ich mal.
Ich hoffe auf jeden Fall, ihr habt das Schiff rechtzeitig verlassen, bevor es dann wirklich Richtung Boden ging. Und ja, also was du erklärst, erinnert mich natürlich in Ansätzen auch ein bisschen daran, was ein Michael Saylor heutzutage macht. Also natürlich in leicht abgewandelter Form, aber in gewissem Maß. Oder würdest du sagen, es ist deutlich unterscheidbar?
Also erstmal: Michael Saylor macht ja etwas, in das man öffentlich investieren kann. Das ist ja überhaupt gar nicht das. Wir haben das mit unserem privaten Portfolio gemacht. Da waren wir auch mit unserem privaten Portfolio kurzfristig extrem im Verlust. Das war auch quasi Teil der Strategie, dass wir nicht immer aus dieser Arbitrage, die aufgegangen ist, auf Plus Minus Null rausgekommen sind. Oftmals war es so, dass wir ein paar Prozente verloren haben und das dann halt so lange geloopt haben, bis wir wieder bei Null waren. Also da war sehr viel Risiko dabei. Es hätte auch voll schief gehen können. Wie gesagt, also was Strategie und auch diese Glückskomponente angeht, das darf man nicht unterschätzen. Aber ja, das, was Michael Saylor macht, also ja, es geht schon in eine ähnliche Richtung. Einfach mehr Bitcoins nachkaufen, dann steigt wieder der Aktienpreis, Aktien werden wieder verkauft, mehr Bitcoin und so weiter. Bezeichnen auch mittlerweile viele als Ponzi-System. Ich weiß nicht, ob es tatsächlich in die Richtung geht. Ich würde mich jetzt da nicht aus dem Fenster lehnen und das wirklich als Ponzi bezeichnen. Aber ja, ich meine, das, was er macht, das ist ja auch alles öffentlich, das ist ja auch kein wirkliches Geheimnis.
Und jetzt sind wir gerade bei Michael Saylor. Man weiß natürlich zum einen, ist es eben sehr hilfreich für Bitcoin gewesen, aber natürlich auf der anderen Seite ist es natürlich auch ein Risiko, dass so viel Bitcoin bei einer einzigen Person oder einem einzigen Unternehmen gebündelt ist. Wie genau haben denn jetzt so die letzten Jahre, du sagst es ja selber, du hast im Bärenmarkt letztendlich angefangen, das ganze Konstrukt aufzubauen, damals waren natürlich ganz andere Gesetze am Markt, wie sie heutzutage sind. Die Großen sind dabei, die Staaten fangen an zu akkumulieren. 2022 war es natürlich noch ein komplett anderes Sentiment im Markt und die Leute, es war noch eher so diese Aufbruchsstimmung. Jetzt merkt man so langsam, Bitcoin wird natürlich auch das Spielzeug der Größeren. Wie hat sich das bei dir genau verändert?
Also ich würde mal sagen, dieser Zyklus war der allererste Zyklus, wo ich persönlich mich richtig gefühlt habe, also richtig gut gefühlt habe, einen Bitcoin-Cold-Storage zu haben. Dadurch, dass einfach das politische Umfeld sich so stark in die Richtung entwickelt hat, dass das jetzt einfach mittlerweile ein fixer Bestandteil ist, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann, dass es jemals weggeht. Vielleicht erinnern sich noch viele zurück an den letzten Zyklus oder auch vorletzten Zyklus, damals 2017, 2018: Das war eines der Hauptthemen. Was ist, wenn die USA tatsächlich jetzt irgendwie Bitcoin banned oder sonst was? Das wäre damals ein Riesending gewesen. Und das war auch für mich persönlich damals so das größte Risiko, was ich bei Bitcoin gesehen habe. Hey, die Staaten, das lassen die sich doch nicht hingehen, und die könnten das banen und so weiter. Mittlerweile denke ich das nicht. Mittlerweile denke ich, also ich meine, Strategy und solche Unternehmen, das ist ein Risiko, primär aus meiner Sicht ein Risiko für den Preis, nicht für die Blockchain an sich. Aber ich glaube, das viel größere Risiko ist bei solchen Unternehmen, dass die rein theoretisch, und ich sage niemals nie und die Wahrscheinlichkeit schätze ich als gering ein, aber rein theoretisch könnte auch einfach die USA irgendwann hergehen und sagen: Hey, Strategy, wir kaufen jetzt einfach das Unternehmen komplett auf und behalten die Bitcoin für uns. Und wenn wir dann mal tatsächlich starten, ich sage mal, einen größeren Einfluss haben auf eine Chain, das ist dann der Punkt, den ich weniger toll finde. Oder auch allgemein, ich sage mal, das Risiko, nicht unbedingt dass die verkaufen und so weiter, aber dass die irgendwann mal sagen: Hey, wir würden gerne bei Bitcoin eine Änderung. Das sehe ich, das kann irgendwie sein, dass es ab jetzt bei Bitcoin die Möglichkeit gibt, dass man Coins einfriert, so wie es bei Stablecoins eigentlich der Standard ist. Wer weiß, vielleicht kommen irgendwann mal irgendwelche Leute auf die Idee, das Gleiche bei Bitcoin einzuführen. Und die ganzen Bitcoiner würden natürlich sagen: Ja, nee, das akzeptieren wir nicht und so weiter, wir haben unsere Full Nodes und so weiter.
Ja, aber was ist, wenn da mal BlackRock tatsächlich dahintersteht und sagt: Ja, wir wollen das machen, und wenn nicht, macht ihr ruhig weiter mit eurem komischen Bitcoin-Ding, wir dumpen alles, wenn wir das forken, dumpen wir alle eure Bitcoins ins Bodenlose. Das ist aus meiner Sicht eher das größere Risiko, dass die ganzen zentralen Parteien einfach quasi indirekt Einfluss haben auf Bitcoin. Ja, inwiefern sie das ausnutzen, wird sich zeigen, aber jetzt rein preislich gesehen könnte sich da einiges in die Richtung entwickeln, die wir vielleicht nicht ganz so wollen.
Ja, das ist natürlich wichtig für Bitcoin, dass er immer mehr Akzeptanz findet im Markt. Aber wie ich eben auch schon selber gerade gesagt habe, es sind natürlich Risiken, die damit auch einhergehen. Aber hundertprozentig wissen tun wir es natürlich alle nicht. Mich hat natürlich vor allem interessiert, wie deine eigene Wahrnehmung ist und wie du selber jetzt agierst. Du hast mir ja im Vorwege dieses Interviews auch schon mal eine leichte Aufzählung deiner eigenen Investmentstrategie zukommen lassen, und auf die würde ich natürlich gerne auch noch mal etwas tiefer eingehen. Zum einen hast du mir erst einmal mitgeteilt, dass du ein 55-prozentiges passives Krypto-Portfolio hast. Das bedeutet letztendlich, du selber hodlst Bitcoin, und da können wir gleich gerne auch noch mal darauf eingehen, wie genau du hodlst, ob es Zeitpunkte gibt, wo du auch letztendlich dann einen Exit fährst oder ob es wirklich eine ganz langfristige Option ist. Und dann hast du auch noch ein 30-prozentiges aktives Krypto-Portfolio. Wie genau? Wir können ja mal mit dem HODL-Portfolio anfangen. Seit wann läuft dein HODL-Portfolio, wie genau gehst du damit um, wann würdest du selber auch mal dort Profite ziehen, um sie vielleicht auch noch mal wieder anders zu strukturieren?
Ja, also vielleicht erst mal zurück zur Grundlage: Warum habe ich überhaupt ein aktives und passives Portfolio? Da muss ich wahrscheinlich ein bisschen weiter vorne starten, und das ist vielleicht auch hilfreich, einfach nur die Hintergründe zu kennen, nicht, dass irgendwelche Leute jetzt auf die Idee kommen: Hey, wenn das der Kevin so macht, dann mache ich das ebenfalls so, weil nicht jeder hat das gleiche Ziel mit dem Portfolio. Ich würde mal sagen, im finanziellen Bereich würde ich das Ganze untergliedern, dass es im Wesentlichen drei große Ziele gibt. Das erste Ziel würde ich sagen, definiere ich als die finanzielle Sicherheit. Das heißt für mich persönlich, dass du genügend Geld verdienst, dass du deine Ausgaben decken kannst, dass du eventuell auch noch nebenher ansparen kannst und auf jeden Fall auch, dass du einen Sicherheitspuffer hast, dass wenn mal irgendwie was passiert, kein Auto geht kaputt, dass du das entsprechend decken kannst. Dann die zweite Stufe, das ist das, was ich persönlich als finanzielle Freiheit sehe, was aus meiner Sicht eher so ein mentales Ding ist, weil die allerwenigsten Leute, die finanziell frei sind, leben dann tatsächlich so, aber dass man rein theoretisch einfach nur von seinen Investments, von dem, was die Investments reinbringen, davon leben kann. Das ist für mich die zweite Stufe. Das ist das, was ich glücklicherweise durch DeFi-Strategien und so weiter mit 29 Jahren schon erreicht hatte. Und dann gibt es für mich noch die dritte Stufe, und das ist das, wo ich nach wie vor dran arbeite, wo ich auch noch am meisten Potenzial habe. Das nenne ich persönlich die finanzielle Unzerstörbarkeit. Das ist quasi die Idee, dass egal welcher Worst Case du dir überlegen kannst, dass egal was passiert, du finanziell sicher bist, gut dastehst. Und das heißt auch gleichzeitig, dass man dann ganz bewusst, also wie schafft man das? Indem man auch breit diversifiziert, auch in Dinge investiert, wo ich persönlich mit einer sehr, sehr hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgehe, dass diese Investments langfristig massiv underperformen werden.
Und genau deshalb habe ich mittlerweile das Ganze getrennt, dass ich ein aktives Portfolio habe und ein passives Portfolio. Aktives Portfolio hat quasi das wesentliche Ziel Vermögensaufbau. Da geht es wirklich darum, mit einem guten Chancen-Risiko-Verhältnis das Maximum rauszuholen. Passives Portfolio: Alles, was passiv ist, und da gehören auch traditionelle Assets dazu, hat eher den Sinn und Zweck Vermögenserhalt. Ich meine, da ist auch ein guter Teil Bitcoin-Cold-Storage dabei. Das wird wahrscheinlich im Zeitverlauf auch noch mehr ansteigen. Aber das Spiel ist eher langweilig und effektiv, weil das quasi der Teil ist, der in Zukunft auch immer größer sein wird, sodass ich finanziell unzerstörbar werde. Und da bin ich nach wie vor dran. Und deshalb habe ich das aufgeteilt. Also du hast mich vorhin gefragt mit Bitcoin-Cold-Storage. Ich habe schon seit 2018 einen gewissen Teil an Bitcoin, den ich nie angefasst habe, aber der wurde im Zeitverlauf immer größer. Also ich persönlich habe beispielsweise meine großen Gains im Kryptomarkt nie dadurch gemacht, dass ich irgendwie früh besonders früh in Krypto investiert habe und durchgängig gehodlt habe oder so, oder dass ich immer DCA betrieben habe. Überhaupt gar nicht. Hätte ich das gemacht, ganz ehrlich, hätte ich von dem Portfolio, was ich heute habe, vielleicht so viel. Also der mit Abstand größte Teil kommt tatsächlich durch die Strategien. Und ich würde mal sagen, mein Bitcoin-Cold-Storage ist jetzt auf einem Niveau, wo ich sage: Das reicht. Mehr wird da nicht mehr investiert. Das ist eine Summe, dass, wenn Bitcoin nur ansatzweise das macht, was ich mir vorstelle für die nächsten 10, 20 Jahre, dann können davon wahrscheinlich mehrere Generationen leben. Und das passt. Mehr Risiko möchte ich an der Stelle nicht. Passiv heißt auch gleichzeitig: Das ist ein Portfolio, da habe ich keinen Zugriff drauf. Das heißt, bei meinem Lifestyle, wo ich viel rumreise, selbst wenn mal irgendjemand mit einer Knarre mir die an den Kopf fällt und sagt: Hey Kevin, gib mir das, es geht nicht.
Ich müsste den Flug buchen, ich müsste den Termin machen und selbst dann dürfte ich nur mit einer anderen Person, nur vier Augen da rein und so etwas. Das ist so viel Aufwand. Da habe ich einfach schon gar keinen, aus Sicherheitsgründen, Zugriff drauf. Und genau, das ist quasi diese Aufteilung zwischen aktiv und passiv. Und aktiv ist dann der Teil, wo ich die ganzen DeFi-Strategien, also wo ich mich quasi im DeFi-Space auslebe, wo ich Hebel-Positionen aufbaue, long, short, also auf steigende und fallende Preise, wo ich auch Cashflow-Positionen habe, wo ich je nachdem in welcher Marktphase wir sind auch teilweise auf Airdrops aus bin und so weiter und so fort.
Okay, also letztendlich: Ich habe auch den Podcast mit dir und Manu gesehen. Da geht es ja letztendlich, und ich selber habe Manu ja auch schon interviewt. Also eure beiden Ansätze unterscheiden sich ja grundsätzlich. Was würdest du sagen, worin unterscheidet ihr euch am meisten? Also das, was ich bei Manu eben auch verstanden habe, ist, dass er sehr viel auf Airdrops geht. Du sagst jetzt selber auch, dass Airdrops bei dir einen großen Teil einnehmen. Wie genau funktioniert das bei dir?
Nee, also Airdrops ist tatsächlich nur ein sehr kleines Thema. Ich glaube, was uns grundsätzlich unterscheidet: Manu geht ja primär so vor, dass er den Großteil von seinem Portfolio, also er hat auch hohe Positionen, aber der Großteil seines Portfolios ist in Stablecoins. Dann macht er quasi jede Strategie, meistens irgendwas, was Delta-neutral ist, also das ist quasi der komplizierte Fachbegriff dafür, dass man keine Long-Exposure hat. Also es ist egal, was der Krypto-, was Bitcoin preislich macht, deine Position ist nach wie vor gleich viel wert. Das spielt bei uns nur eine untergeordnete Rolle, und ich sage uns, weil wir die Strategien, die wir fahren, auch bei uns in der Membership und Manu Haus zusammen entsprechend teachen. Unsere primäre Strategie, und das ist jetzt wirklich sehr stark vereinfacht, die nennt sich Ebel-Strategie, und die ist im Wesentlichen die, dass wir quasi die großen Makrozyklen im Kryptomarkt traden. Mit Makrozyklus meine ich beispielsweise, oder meine ich konkret einen Zyklus, meistens drei Jahre Bullrun, ein Jahr Bärenmarkt. Und es beginnt zunächst mal damit, dass wir in der Nähe vom Boden mit einem Initialhebel in Bitcoin einsteigen, den Hebel im Zeitverlauf erhöhen und dann quasi das Ganze halten bis irgendwann Top-Nähe und dort entsprechend wieder verkaufen. Also dass wir gezielt diese großen Boom-and-Busts im Kryptozyklus ausspielen, und das wird dann quasi, wenn wir das Ganze verkauft haben, das genaue Gegenteil machen. Das wird dann mit einem Teil, nicht mit allem, aber das wird dann auch ganz gezielt Short-Bitcoin gehen und quasi von fallenden Preisen profitieren. Und nur in dieser Short-Phase, also wenn wir quasi aus dem Markt draußen sind, und by the way, das ist aktuell der Fall, ich weiß, das wollen vielleicht viele nicht hören, aber wir sind aktuell primär short-orientiert. Wir setzen aktuell primär auf fallende Preise und haben auch gleichzeitig eine Cashflow-Position. Und nur mit der Cashflow-Position in so einer Phase während dem Bärenmarkt gehen wir tatsächlich auf solche ähnlichen Strategien drauf ein.
Und dass Airdrops in diesem Zyklus eine größere Rolle spielen, liegt einfach daran, dass ich persönlich denke, dass bei den Cashflow-Möglichkeiten, die wir nutzen, da gibt es garantierte Airdrops, und zwar sehr viele. Und die kann man natürlich mitnehmen, während viele andere im Kryptospace weiterhin long investiert sind, haben wir halt mittlerweile einen sehr großen Teil in Stablecoins und tun da gewisse Yield-Strategien verfolgen, wo man gleichzeitig noch Airdrops bekommt.
Ja, du hattest mir auch die Aufzählung geschickt für dein aktives Krypto-Portfolio. Also insgesamt 75 % davon sind Stablecoins bei dir, 23 % Bitcoin-Short und 2 % Relative-Value-Trades. Was genau sind diese Relative-Value-Trades? Was genau passiert mit diesen Trades?
Also das sind Relative-Value-Trades, also quasi der relative Wert von Assets. Die Grundidee dahinter ist relativ simpel und by the way, diese 2 %, das ist aktuell noch ein bisschen weniger, das wird aber jetzt im Zeitlauf noch ein bisschen höher, die will ich noch ein bisschen hochskalieren, wenn wir aktuell noch nicht in der Phase sind, wo sich das wahrscheinlich am meisten lohnt. Die Grundidee dahinter ist eigentlich relativ simpel und relativ genial, weil jeder, der schon ein bisschen länger im Kryptomarkt unterwegs ist, der weiß vermutlich oder hat selbst schon die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so leicht ist, unter den zig Millionen Altcoins die zu finden, die richtig gut performen. Also die 10x-, 100x-Altcoins und so weiter, diese Gems, das ist teilweise richtig schwierig, die ausfindig zu machen. Was aus meiner Sicht viel leichter ist: aus den zig Millionen Altcoins Altcoins rauszusuchen, die richtige Shitcoins sind. Und die Idee hinter Relative Valuation ist quasi: Du setzt darauf, dass ein Shitcoin Bitcoin underperformt. Das heißt, du nimmst nur die Differenz zwischen der Rendite von Bitcoin und dem Altcoin, an der verdienst du quasi. Ganz kurzes Beispiel: Wenn jetzt Stand heute Bitcoin um 50 % fällt, allerdings der Shitcoin um 75 % fällt, diese 25 % Differenz, das kannst du abgreifen, indem du beispielsweise bei einem DeFi-Protokoll dann einen Kredit aufnimmst in diesem Shitcoin, das tauscht in Bitcoin, und somit bist du dann quasi Short-Shitcoin und Long-Bitcoin und kannst quasi die Differenz abgreifen.
Okay, spannend. Spannend. Und das ist auch genau das, was du letztendlich mit deinem eigenen Unternehmen ja auch deinen Kunden letztendlich nahe bringst. Wenn ich das richtig verstehe, sind das auch genau diese Themen, die ihr dort primär besprecht, oder wie genau läuft das Ganze innerhalb eurer Community, nenne ich sie jetzt mal, ab?
Also Relative-Value-Trades ist ein Thema, was relativ neu ist bei uns in der Membership. Ich glaube, das haben wir erst seit ein paar Monaten mit dabei. Davor ging es eigentlich primär um diese, wie nennen sie, Ebel-Strategie, also quasi mit Hebel günstig einsteigen, bis zum Top halten, irgendwo in der Top-Area verkaufen und das gleiche umgekehrt spielen. Das ist unsere primäre Strategie. Das ist auch die Strategie, wo ich persönlich nach wie vor denke, egal was man im DeFi-Space macht, das hat aus meiner Sicht das beste Chancen-Risiko-Verhältnis, weil wenn man es mal im Allgemeinen vergleicht mit einfach nur Yield-Strategien und einfach nur Kursgewinne von Bitcoin, in aller Regel Kursgewinne schlagen fast immer Yield. Also egal, was man irgendwie an Rendite hier erwirtschaftet, außer man geht wirklich extreme Risiken ein. Und wenn man dann quasi diese Kursgewinne noch mal hebeln kann, also quasi, dass man statt, also Bitcoin hat in diesem Zyklus ein 8x gemacht, hättest du dort vom Boden bis zum absoluten Top, also wirklich das perfekt getimed und dann noch einen 1,5-fachen Hebel gehabt, dann hättest du einfach mal mehr als 10x rausgeholt anstatt die 8x, also quasi das 1,5-Fache davon. Und darauf sind wir primär fokussiert, also dass wir tatsächlich unterschiedliche Hebel-Strategien haben, also eher konservativere, auch teilweise ein bisschen aggressivere, je nach Marktphase, und dass wir so quasi eher langfristig die Züge spielen. Also im Vergleich zu Manu beispielsweise, der ja alle paar Wochen seine Position, seine Cashflow-Position anpasst, bei uns ist das eher ein Spiel von Jahren. Also gut, Bärenmarkt kann auch mal knapp ein Jahr sein, aber Bullenmarkt über mehrere Jahre die Position offen halten, genau.
Und du sagtest ja jetzt auch, 23 % Bitcoin-Short bedeutet, du bist jetzt vor allen Dingen auch, was diesen Zyklus angeht, primär darauf fokussiert, dass wir jetzt den Bärenmarkt betreten. Bist du trotzdem vielleicht auch noch kurzfristig so, dass du sagst, wir haben auch noch Pulver, dass der Zyklus beziehungsweise sofern der Zyklus noch Bestand hat noch weiter anzieht? Wie ist da deine Theorie, die du aktuell anstellst?
Ja, also erst mal vorweg: Ich habe natürlich auch keine Glaskugel wie kein anderer, also alles, was ich sage, basiert auf den Wahrscheinlichkeiten, die ich dem Ganzen gebe. Also ich bin ein Fan davon, bei Märkten nie zu 100 % davon auszugehen, dass es in die Richtung geht oder in die Richtung geht, sondern einfach immer Wahrscheinlichkeiten zu nehmen. Und anhand der Wahrscheinlichkeiten bin ich auch meistens positioniert. Und derzeit würde ich sagen, die mit Abstand höchste Wahrscheinlichkeit gebe ich tatsächlich auch, wenn es viele nicht wahrhaben wollen, und ich bin natürlich auch viel lieber bullish als bearish, versteh mich nicht falsch. Auch als YouTuber hat man natürlich auch finanzielle Anreize, dass man möglichst bullish bleibt, bullish News entsprechend rausbringt, die Leute gut fühlen lässt mit ihren Verlusten vielleicht. Das ist ja auch ein Anreiz grundsätzlich als YouTuber. Aber ja, derzeit, wenn ich es einfach anders sehe, dann kommuniziere ich das auch so, was vielleicht nicht jeder hören will. Und ja, also das, was wir derzeit hören, ist ja im Wesentlichen: Also ich weiß nicht, im letzten Zyklus warst du ja schon sogar noch länger im Kryptomarkt als ich, von daher dürfte das nichts Neues sein. Im letzten Zyklus haben wir ja damals auch schon diese Storys gehört mit Superzyklus und so weiter und boah, jetzt kommt die S-Kurve und jetzt to the moon. Ja, absolut. Und ich persönlich gehe davon aus, dass wir dieses Jahr genau das Gleiche sehen, nur dass es diesmal nicht Superzyklus heißt, sondern [unverständlich]. Aber diese ganzen News rund um: Ja, und jetzt kommt noch das große Gelddrucken. Es wäre cool, ich würde mich freuen, aber ich persönlich gehe nicht davon aus, dass es tatsächlich so kommt.
Ja, das ist, wie du es schon richtig gesagt hast, die Glaskugel hat niemand wirklich. Man spricht natürlich immer über den überhitzten Bitcoin, auch das habe ich auf meinem Kanal schon öfter besprochen, aber man darf eben nicht vergessen: Märkte verändern sich, vor allen Dingen so junge Märkte, wie es letztendlich der Kryptomarkt ist. Und jetzt natürlich immer das, was die letzten drei Zyklen letztendlich passiert ist, immer wieder als Blaupause zu nehmen und zu sagen, jetzt wird es wieder genauso passieren, ist natürlich zu einem gewissen Maß auch blauäugig, weil natürlich entwickelt sich das Asset weiter. Wir haben es ja erst schon besprochen, institutionelle kommen dazu, es sind andere Spielregeln, die irgendwann im Markt herrschen, und an die muss man sich letztendlich anpassen. Ich selber bin jemand, der auch sehr makrolastig auf seinem eigenen YouTube-Kanal ist und würde auch nach wie vor die These unterstützen, dass dort noch viel kommt. Jetzt kam ja auch die Nachricht, dass Donald Trump eventuell seinen neuen Fed-Chef positionieren kann. Natürlich muss das Ganze noch durch den Senat gehen. Sofern dieser Herr kommen sollte, könnte es wirklich dazu kommen, dass wir noch einmal wirklich starke Anstiege sehen und das vielleicht dann auch schon irgendwann im Jahr Mitte 2026, sofern Jerome Powell jetzt nicht früher die Flinte ins Korn wirft. Aber natürlich darf man nicht vergessen, dieser Herr würde dann eben auch erst, ich glaube, im Juni oder Juli, sein Amt bekleiden. Dementsprechend sind es natürlich noch viele Monate, und jetzt ist eben die Spekulation: Zieht sich das Ganze einfach noch etwas in 2026 rein? Sehen wir noch mal ein Blow-off-Top beim Bitcoin? Und natürlich jetzt gerade: Das Sentiment ist super schlecht. Man darf nicht vergessen, der 10. Oktober hat natürlich dem Ganzen wirklich ordentlich den Stecker gezogen. Das Sentiment ist seitdem einfach wirklich extrem schwach geworden. Man merkt es auch als YouTuber natürlich doppelt. Man sieht es zum einen im Portfolio, zum anderen sieht man es natürlich auch bei den Einschaltquoten. Und die sind natürlich seitdem noch mal deutlich nach unten gegangen. Und das ist natürlich auch absolut verständlich.
Die Leute haben zum Teil wahrscheinlich auch das Vertrauen verloren. Man spricht immer über den großen Retail, der dann ja irgendwann noch kommen sollte. Dieser bleibt jetzt eigentlich über 2025 komplett aus. Es ist natürlich so, dass der Markt meiner Meinung nach eben nach wie vor auch halbgetrieben ist, dass die Leute wieder irgendwann anfangen müssen, über Bitcoin zu sprechen. Wenn mich Tante Erna irgendwann anspricht und fragt: Was ist denn eigentlich dieses Bitcoin, von dem ich überall höre? Diese Phase, die habe ich einfach lange nicht mehr gehabt in dem Ausmaß. Und da muss man jetzt einfach abwarten, wie sich das Ganze gestaltet. Aktuell ist der Markt. Wir wollen natürlich das Video im Januar rausbringen, deswegen wir sind jetzt gerade im Dezember. Mal gucken, wie das ganze Video bis dahin gealtert ist. Wahrscheinlich, wenn das Video veröffentlicht wurde, sind wir schon wieder in einer ganz anderen Marktsituation. Wir werden es sehen, aber ja, man muss es einfach: Wir haben keine Glaskugel. Man kann, wie du richtig gesagt hast, eben nur Wahrscheinlichkeiten abwägen. Und ja, da müssen wir einfach noch abwarten, was da in Zukunft passiert.
Und du selber sagst ja aber auch, dass du natürlich auch ein langfristiges Ziel mit deinem Portfolio hast. Wie genau sieht denn das langfristige Portfolio beziehungsweise die langfristigen Aussichten eines Kevin Söll aus?
Also wie gesagt, das übergeordnete Ziel ist, finanziell unzerstörbar zu sein. Heißt konkret: Aktuell habe ich für meinen Geschmack noch eine viel zu große Krypto-Exposure. Im Sinne von: Ich habe nicht nur einen sehr guten Teil im Bitcoin-Cold-Storage, ich habe nicht nur ein großes aktives Portfolio, sondern ich habe natürlich auch mein gesamtes Unternehmen, was auf Krypto aufbaut. Und ich schätze zwar, die Restwahrscheinlichkeit ist sehr, sehr, sehr gering, dass da noch irgendwie was schiefgeht. Aber es gibt eine Restwahrscheinlichkeit, dass auch bei Bitcoin theoretisch noch was schiefgehen kann. Und deshalb wird es bei mir in der Zukunft definitiv deutlich mehr Richtung andere traditionelle Assets gehen. Ich habe jetzt in diesem Jahr, also im Jahr 2025, erstmalig angefangen, in Assets zu investieren, wo ich, wie gesagt, sehr schwer davon ausgehe, dass die Bitcoin outperformen, aber wo es mir einfach um die Diversifikation geht, dass sie anders korrelieren mit Krypto, wie beispielsweise, dass ich im August meinen ersten Goldbarren gekauft habe und im Januar letzten Jahres habe ich zum allerersten Mal in Kunst investiert. Beides Assets, wo ich relativ flexibel damit bin. Immobilien hätte ich auch gerne, aber das ist ein bisschen mit meinem Lifestyle schwierig und bindet mich ein bisschen zu arg. Das lässt sich momentan noch nicht so ganz verbinden, aber ja, in der Zukunft wird es definitiv mehr Richtung Diversifikation gehen. Und die Idee ist quasi, dass ich mit meinem aktiven Krypto-Portfolio, dass ich immer aus dem Gewinn, den ich dort mache, immer mehr umschichte. Das heißt, meine Krypto-Exposure wird nicht geringer, sondern ich habe einfach primär vor, dass ich mit dem Gewinn, den ich in Krypto mache, dass ich die dann auch aktiv nutze und das einfach Schritt für Schritt umschichte, bis dann hoffentlich irgendwann mal der Anteil in den traditionellen Assets, das ist momentan erst um die 15 %, kleiner Teil in Gold, kleiner Teil in Kunst, Großteil davon in Aktien. Und dass ich den Anteil irgendwann mal bei mindestens 50 % habe, das ist das langfristige Ziel.
Jetzt sagst du gerade Kunst, also ich nehme mal an, das sind keine NFTs, sondern wahrscheinlich reale Kunst, in die du investierst. Hast du da bestimmte Künstler oder wie genau kommst du auf Kunst? Also man kennt natürlich Kunstinvestoren, aber wie genau bist du darauf gestoßen?
Also viele denken ja jetzt wahrscheinlich da sofort an, also ich hätte früher genau gleich gedacht, an irgendwie so einen Picasso oder so, also einzigartige Unikate oder sowas. In sowas bin ich überhaupt nicht investiert, weil was mir persönlich wichtig ist, ist, dass ich theoretisch, wenn es mal irgendwie brennen sollte, dass ich auch wieder an mein Geld schnell rankomme. Und in dem Moment, wo man in Kunst investiert und das irgendwelche Unikate sind, ist halt der Marktwert extrem schwierig, extrem von der Marktphase abhängig, der Prozess mit Käufe und so weiter ist sehr tricky. Das heißt, ich persönlich habe eine Kunstsammlung, die liegt im Zollfreilager in der Schweiz, die ausschließlich, wo ich ausschließlich in Editionen investiere. Editionen kannst du dir so vorstellen, dass es mehrere Kunstwerke von allem gibt und deshalb werden die auch regelmäßig gehandelt und deshalb ist auch der Marktwert relativ präzise bestimmbar. Das heißt, wenn ich irgendwann mal vorhabe, das Ganze abzustoßen, kann ich das relativ schnell machen im Vergleich zu, wenn das jetzt irgendwelche Unikate wären. Also es bringt natürlich auch noch andere Vorteile, wie dass es komplett erbschaftsteuerfrei ist, wenn man da richtig vorgeht, dass es nicht unter Vermögensregister oder sowas aufgenommen wird. Und ja, also es ist momentan noch ein relativ kleines Portfolio, es sind 13 Kunstwerke, auch gesplittet auf unterschiedliche Künstler. Also da geht man genauso vor wie auch bei einem Aktienportfolio, dass man da entsprechend diversifiziert. Das sind jetzt auch keine Hochkaräter oder sonst was. Also wir reden da von vier- bis fünfstelligen Summen pro Kunstwerk. Und genau, so ist das in etwa aufgebaut.
Ach so, okay. Und du sagst jetzt eben auch, du möchtest wieder mehr in den traditionellen Markt dann auch reingehen. Viele Zuschauer, die jetzt vor allen Dingen sehr kryptolastig sind, werden sich jetzt vielleicht die Frage stellen: Okay, er ist ja letztendlich Krypto-YouTuber. Aber das, was du sagst, ist ja genau richtig. Und das verstehen immer viele Leute falsch. Man befasst sich natürlich viel mit dem Thema. Du hast das Ganze letztendlich auch zu deinem Hauptberuf gemacht. Aber das Ganze bedeutet natürlich nicht, dass man diversifizieren sollte. Viele Leute glauben ja wirklich, in Bitcoin investieren ist die einzige Möglichkeit und in zehn Jahren bestellen wir alle unseren Lambo. Deswegen finde ich es auch genau richtig, wie du das Ganze machst, dass man eben gucken muss, dass man das Ganze wirklich möglichst breit streut. Wie du auch sagst, der Immobilienbereich ist für dich natürlich ein bisschen schwierig, weil im besten Fall ist man natürlich irgendwo vor Ort, hat auch ein bisschen die Hand über der Immobilie, damit man auch ein bisschen kontrollieren kann, was passiert denn da eigentlich, was machen die Mieter mit den Wohnungen. Trotzdem ist das natürlich immer noch ein extrem wichtiger Bereich, wie ich selber finde. Ich bin ja auch noch parallel Immobilienmakler und habe da natürlich eben auch verschiedene Einsichten. Und nach wie vor ist das für mich auch eine Anlageklasse, die absolut valide ist und die vor allen Dingen, wie du es ja auch selber meintest, einfach ein Bereich ist, auf den man setzen kann, auch wenn andere Sachen brennen. Also gewohnt werden muss halt immer. Gold wird immer eine sehr, sehr wichtige Rolle spielen. Und genau diese Diversifikation, die sollte man langfristig anstreben. Man kriegt es ja jetzt auch hier und da schon mit, wenn man mal auf YouTube guckt. Auch viele amerikanische YouTuber haben jetzt auch in letzter Zeit Videos veröffentlicht, wo es in die Richtung geht: Ich habe Großteile meiner Kryptobestände verkauft, einer hat sich hier zum Beispiel gerade ein Lagerhaus gekauft, einfach um sich breiter aufzustellen.
Und durch diese Breite kann man dann ja letztendlich sich auch wieder deutlich mehr auf den Kryptobereich fokussieren, weil man eben nicht mehr diesem Risiko ausgesetzt ist, dass wirklich mal irgendwann alles Richtung Null läuft. Deswegen sollte jeder Zuschauer definitiv für sich mitnehmen, dass das auch ein sehr, sehr wichtiger Bestandteil des Investierens ist. Und wenn du jetzt selber mal zurückspulen würdest, würdest du alles genauso machen, wie du es gemacht hast? Oder was würdest du anders machen?
Also grundsätzlich wäre ich dann lieber gerne schon ab 2010 oder 2011 dabei gewesen und nicht erst 2018. Nein, Quatsch. Also ich glaube, eines ist so wichtig: Alle Fehler, die ich gemacht habe, die haben mich genau zu dem Punkt gebracht, wo ich heute bin. Und ich glaube, ohne Fehler geht es nicht. Und ohne Geld verlieren geht es einfach nicht. Von daher denke ich, alle Fehler, die ich gemacht habe, auch wenn die wirklich schmerzhaft waren, wie beispielsweise 2018 in die 20 größten Coins zu investieren und der Großteil von diesen Shitcoins, die haben sich im nächsten Zyklus halt nicht erholt. Das sind alles Dinge, wenn ich die nicht erlebt hätte, dann würde ich wahrscheinlich heute viel anders oder sehr anders mit meinem Geld umgehen. Von daher denke ich, alles so wie es gekommen ist, war wahrscheinlich richtig. Und es hört auch heute nicht auf mit Learnings. Also beispielsweise in diesem Zyklus war etwas, was mir sehr viel Rendite gekostet hat, dass ich im Allgemeinen eine zu hohe Altcoin-Exposure hatte im Vergleich zu Bitcoin. Meine Bitcoin-Position hat mit Abstand am besten performt. Also auch wieder damals in Bodennähe bei zwischen 17.000 und 21.000 haben wir damals unsere Hebel aufgebaut und verkauft habe ich es zwischen 119.000 und 122.000. Also Strategie ist ziemlich gut aufgegangen mit Bitcoin. Ja, bei den Altcoins, da haben wir uns was ganz anderes erhofft, auch mit großen Altcoins wie Ether und so weiter, wo die große Performance zumindest bisher komplett ausgeblieben ist. Und das hat natürlich extrem Rendite gekostet. Aber auch sowas, auch wenn es jetzt vielleicht in diesem Zyklus schmerzhaft war, das ist so wichtig, solche Learnings zu machen, dass wir dann gerade im nächsten Zyklus einfach ein bisschen intelligenter, ein bisschen wissender an das Ganze reingehen können und dann halt zum Großteil auf Bitcoin sitzen. Wenn das der King ist im Markt und zumindest in diesem Zyklus war es bisher so, warum dann nicht einfach auf den King setzen? Und ich glaube, von daher: Alle Fehler, die ich da gemacht habe, so schmerzhaft die waren, und ich habe schon echt gut Geld verloren.
Also ich habe schon echt gut Geld gewonnen im Kryptomarkt, aber auch schon echt gut Geld verloren. Das war genau richtig so.
Würdest du denn sagen, Altcoins spielen weiterhin eine wichtige Rolle in diesem gesamten Raum oder glaubst du wirklich, dass dieser Zyklus auch dazu führen könnte, dass Altcoins wirklich an Bedeutung verlieren und dass wir uns jetzt wirklich in den nächsten Jahren vielleicht nur noch auf die Top Ten fokussieren und dass das alles andere mehr oder weniger auch zu Meme-Coins verkommt, dass es noch deutlich höhere Spekulationen wird?
Schwierig. Also einerseits bin ich der festen Überzeugung, und ich glaube, da gehen wahrscheinlich auch die meisten inklusive dir mit, dass es im Altcoin-Markt sehr viel Schrott gibt. Also sehr viele Coins, die haben einfach keine Daseinsberechtigung. Von daher so eine Säuberung von diesen Coins: ja, definitiv. Dass Altcoins gar keine Rolle mehr spielen, glaube ich weniger. Also ich würde mal sagen, es gibt wahrscheinlich viele Protokolle und auch Blockchains, die komplett ohne Coin auskommen würden. Also rein technisch, dass einfach oftmals ein Coin gar nicht nötig ist. Aber wenn man gar keinen Coin hat, dann ist auch die Frage: Ja, wie verdienen denn dann die Founder dran? Also welchen finanziellen Anreiz haben die, weiterhin an dem Projekt irgendwie zu arbeiten? Und von daher denke ich, viele Coins haben halt primär den Zweck, dass die Founder auch weiterhin einen finanziellen Anreiz haben, da weiter dran zu arbeiten. Und ja, inwiefern jetzt da, also ich gehe nicht davon aus, dass alles in der Zukunft auf Bitcoin hinausläuft und die Bitcoin-Dominanz irgendwann mal in der Zukunft nahe 100 % geht. Ich gehe davon aus, die Bitcoin-Dominanz wird im Zeitlauf immer und immer geringer. Das ist meine These, dass die, also immer und immer geringer nicht, dass sie irgendwann Richtung Null geht, aber irgendwann wird sie sich einpendeln bei irgendeinem Niveau und da wird es wahrscheinlich langfristig bleiben. Aber ja, ich denke, Coins, also viele Coins haben definitiv ihre Daseinsberechtigung. Und wenn man die dann auch von Anfang an einfach richtig integrieren kann, dass man auch beispielsweise als Investor in diese Coins auch proaktiv von den Gebühren beispielsweise mitverdient, weil in der Vergangenheit war das häufig ein Problem aufgrund von SEC und Anklage und so weiter. Deshalb haben wir auch beispielsweise in diesem Zyklus diesen Hype gesehen rund um Meme-Coins, weil sich einfach kein ernsthafter Entwickler diesem Risiko aussetzen wollte, da irgendwie was mit einem Buyback zu machen oder irgendwie was, dass man irgendwie als Tokenhalter an den Protokollgebühren mitverdient. Das hat sich einfach niemand getraut, weil einfach jeder von der SEC verklagt wurde.
Und deshalb gab es ja diese ganzen unnötigen Meme-Tokens, die keinen Nutzen haben, weil da musste man denken: Ich launch das, dann passiert mir nichts. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es in der Zukunft einfach immer mehr auf Utility-Tokens hinausläuft, also Tokens, die auch tatsächlich einen Nutzen haben, wo die Leute, die investiert sind, auch, egal welcher Nutzen das ist, das kann dann sein, dass man mitverdient, das kann sein, dass man dann irgendwie Zugang zu irgendwas hat, aber dass es immer mehr in die Richtung läuft.
Ja, also das, was du gerade gesagt hast, kann ich eigentlich nur genauso unterschreiben. Ich würde es vielleicht noch damit ergänzen, dass man in Zukunft wirklich auch noch mehr auf die Tokenomics achten muss, weil du sagtest, es ist ja schon bereits so, dass viele Projekte, man will es ihnen nicht vorwerfen, aber vor allen Dingen eben auch, dass die Projekte diese Tokenisierung eingeführt haben, einfach um selber Liquidität zu schaffen für das Unternehmen, um das Vorhaben voranzutreiben. Man muss sich immer mehr die Frage stellen: Ist das, was das Projekt letztendlich umsetzt, daran gekoppelt, dass ich auch diese Coins entsprechend halte? Dann ist, glaube ich, auch der Bereich Fair Launch extrem wichtig, wie wir es ja bei wenigen Projekten gesehen haben. Man muss noch mehr darauf achten: Wie zentralisiert sind die Projekte? Was ist der Anreiz? Es wird, denke ich, zum Beispiel auf meinem Kanal CryptoCompass verfolge ich ja auch oftmals den Altcoin Casper. Und das war für mich einfach ein ähnlicher Moment, den ich damals auch mit Bitcoin hatte, als ich das erste Mal in Berührung kam, einfach weil er Fair Launch war. Natürlich gibt es auch dort Vorwürfe, dass eventuell auch ein Pre-Mining stattgefunden haben soll, was bis heute aber nicht wirklich nachgewiesen ist. Dass man wirklich, wenn es dann dazu kommt, dass man weiterhin an Altcoins investiert, immer mehr darauf ein Auge haben muss, dass diese Systeme wirklich auch vernünftig funktionieren und dass es wirklich auch als Asset dann in dem Sinne wahrgenommen wird. Und ja, wir werden es sehen. Der Kryptomarkt, und das ist ja das Aufregende und das wird sicherlich auch einer der Gründe bei dir gewesen sein, ist so schnelllebig und hat immer wieder neue Narrative, die bedient werden. Und das wird auch in Zukunft so weiterlaufen, meiner Meinung nach. Aber ja, die Bereinigung und viel zu viele Coins im Markt, die verwässern natürlich das Ergebnis insgesamt. Und man muss noch vorsichtiger sein, wenn man vor allen Dingen im Altcoin-Bereich sein Geld investiert. Zumindest so, wie ich vor allen Dingen im nächsten Zyklus auch umgehe.
Für mich war ja übergeordnet immer das Ziel, mit Altcoins letztendlich meinen Bitcoin-Bestand weiter aufbauen zu können. Aber natürlich, aktuell geht die Rechnung nicht auf, muss man sagen. 2025 war, was die Rechnung angegangen ist, wirklich nicht gut.
Glaubst du trotzdem noch an eine Altcoin-Season, wie sie ja immer rausgerufen wird?
Ich will vielleicht noch ganz kurz was dazu ergänzen, zu dem, was du gerade gesagt hast. Also ja, das war ein ganz dickes Learning. Also bei mir ging es ja auch bei meiner Altcoin-Exposure primär darum, dass ich quasi danach mehr Bitcoin haben kann. Das hat nicht funktioniert in diesem Zyklus. Im letzten Zyklus hat es sehr gut funktioniert. In diesem Zyklus nicht. Ich kenne auch ganz wenige Leute, die es geschafft haben, mit Altcoins tatsächlich Bitcoin zu outperformen. Um ehrlich zu sein, kenne ich gar keine Person persönlich, die das geschafft hat. Ja. Und ja, eine Sache dazu, die ich dann wahrscheinlich auch sehr interessant finden werde, ist der nächste Zyklus, wo es dann wahrscheinlich sehr viele Influencer wieder geben wird, die relativ blauäugig irgendwelche Tokens wieder entsprechend shillen. Und da wird es dann aus meiner Sicht deshalb so spannend, weil entweder sind das Leute, die einfach die Lektionen von diesem Zyklus nicht gelernt haben oder die vielleicht die gleiche Lektion noch mal machen müssen, oder es sind tatsächlich Leute, die dann auch einfach bezahlt wurden von den Projekten, allerdings das nie irgendwie öffentlich zugeben. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass dann, wenn die gleichen Influencer weiterhin ihre Videos machen, wie die zehn besten AI-Tokens und so weiter, also kann man ja grundsätzlich machen, das soll überhaupt kein Vorwurf oder sonst was sein. Aber das ist einfach sehr spannend zu sehen, wie sich da die Spreu vom Weizen wahrscheinlich trennen wird, was große Influencer angeht. Aber ja, zum Thema Altcoin-Season: Also in diesem Zyklus sehe ich es nicht mehr kommen. Also ich hätte es mir gewünscht, ich hatte ja auch, wie gesagt, einen großen Anteil in Altcoins, vor allem in Ether investiert. Ich habe die zum Großteil bereits abgestoßen. Wie gesagt, das Portfolio, was wir heute durchgegangen sind, das war nur eine Annäherung daran, wie es aktuell aussieht, weil wir momentan in dieser Umbruchsstimmung sind, was von Bullenmarkt zu Bärenmarkt aus meiner Sicht.
Und ja, also ich wüsste, also wenn man sich einfach mal die Frage stellt: Was müsste denn tatsächlich passieren, dass Retail zurückkommt, dass wir noch mal so richtig Hype und Euphorie ziehen? Und ich habe da einfach keine gute Antwort drauf, die mich wirklich überzeugt. Ich meine, du hast vorhin schon so ein paar Hype-Themen angesprochen, wie beispielsweise den neuen Präsidenten bei der Fed. Aber das wird sich über mehrere Monate noch ziehen. Also es gibt es meiner Sicht wirklich, also kurzfristig gesehen, über die nächsten paar Wochen bis Monate, sehe ich da nicht irgendwie so einen großen Katalysator, der da irgendwie großartig die Leute zurückbringt. Und von daher denke ich eigentlich...
Die größte Hoffnung ist wahrscheinlich die Marktmanipulation, dass es tatsächlich eben die großen Mächte gibt, die den Bitcoin und die Altcoins aus dem Nichts bewegen. Und wir kennen den Kryptomarkt, wir sind lange dabei. Manchmal passieren noch Dinge, die kann man einfach selber gar nicht kommen sehen. Dieses Jahr letztendlich auch der 10. Oktober. Genauso kann es meiner Meinung nach auch noch wieder in die andere Richtung laufen. Aber es ist nichts, was wir messen können, was wir hier selber jetzt feststellen können. Wir können natürlich über die Themen sprechen. Wir können darüber sprechen, dass mehr ETFs jetzt auch kommen. Es sind alles Themen, die kommen können. Aber ich glaube, übergeordnet ist vor allen Dingen eben auch wieder der Preisanstieg der Punkt, wo auch wieder mehr Gier in den Markt einkehrt. Und ja, aktuell sieht es nicht so aus. Aber wir haben es ja auch ein paar Mal jetzt gesagt: Die Glaskugel hat keiner. Aber auch ich sage, zumindest von der Newslage aus sieht es nicht ganz so gut aus. Trotzdem, was mich die letzten Jahre auch immer wieder gelernt haben: Manchmal passieren Dinge, die können wir einfach gar nicht kommen sehen. Und ja, das werden wir auf jeden Fall abwarten. Deswegen sehe ich selbst die Chancen für eine Altcoin-Season noch da. Allerdings sind sie nicht klar messbar. Das muss man so festhalten. Ich denke auch, dass mittlerweile das größte Risiko für den Kryptomarkt gar nicht unbedingt irgendwelche krypto-internen News sind, sondern primär: Was macht der traditionelle Finanzmarkt? Also ich meine, die letzten paar Wochen oder über eine längere Zeit haben wir jetzt schon die News gehört mit potenzieller KI-Bubble oder AI-Bubble, die jetzt irgendwann bald platzt. Und wenn halt die traditionellen Finanzmärkte im Jahr 2026 richtig stark nach unten gehen, kann ich mir Stand heute nicht vorstellen, dass Bitcoin so eine Art digitales Gold ist, dass da Bitcoin wirklich gut performen wird. Ich glaube eher, Bitcoin wird da überwiegend wie ein Risk-on-Asset performen und dementsprechend Dinge machen relativ stark.
Heißt natürlich auch umgekehrt: Sollte diese Rallye bei den Aktien, diese ständig neue AI-Zeit hoch, sollte das noch weitergehen über mehrere Monate, das wäre natürlich wieder ein starkes Pro-Argument für Bitcoin und potenziell auch dann wieder die Altcoins. Aber ja.
Wir werden es nie ganz festhalten, wie du ja sagst. Nvidia, Oracle, wie sie alle heißen, AMD. Da passieren ja eine Menge Dinge, die letztendlich dafür sorgen, dass die Aktien sich gegenseitig hochpushen und ja den S&P 500 letztendlich selber hochhalten. Und viele andere Aktien, wenn man ehrlich ist, performen ja gar nicht gut. Also es sind ein paar Unternehmen, die das ganze Konstrukt gerade am Laufen halten, und das ist natürlich immer das Risiko einer Blasenbildung. Aber auch das werden wir im Jahr 2026 rausfinden. Vielleicht ist es das große Narrativ, was uns noch mal wieder Richtung Süden schickt. Vielleicht läuft es auch noch ein wenig weiter. Mensch, Kevin, jetzt haben wir auch schon wieder eine Stunde voll. Kevin, ich würde sagen, wir setzen uns auf jeden Fall noch mal im Jahr 2026 zusammen, ziehen dann vielleicht auch noch mal Bilanz, was passiert ist, und sprechen dann vielleicht auch noch mal darüber, was sich bei dir an deiner Strategie noch alles geändert hat. Und dann würde ich sagen, die letzten Worte gehören dir.
Also ja, ich kann nur jedem eben, also ich gehe jetzt mal davon aus, dass wenn du dieses Video hier anschaust, diesen Podcast, dann bist du wahrscheinlich bereits in Krypto investiert. Und ich würde wirklich jedem einfach mal tief empfehlen, sich nur mal ein paar Stunden mit DeFi, mit Decentralized Finance, auseinanderzusetzen. Weil ich denke, es gibt, also vielleicht bin ich da auch so ein Stück weit biased, aber aus meiner Erfahrung gibt es wirklich keinen Bereich im Kryptomarkt, wo man mit so wenig Recherche so einen krassen Informationsvorteil sich erarbeiten kann wie in dem Bereich. Also da reicht es einfach mal nur, wenn man für 10 Minuten oder 30 Minuten mal irgendwelche Docs durchliest von irgendwelchen DeFi-Protokollen. Oder wenn man ein bisschen auf Twitter aktiv ist bei den neuen Protokollen und so weiter. Da reicht wirklich eine Recherche aus von wenigen Minuten und hast schon so einen krassen Vorteil gegenüber der breiten Masse. Und DeFi ist nach wie vor, also Krypto ist noch in Kinderschuhen, was das allgemeine Finanzsystem angeht. DeFi im Kryptobereich ist noch so dermaßen in den Kinderschuhen. Da gibt es aus meiner Sicht einfach keinen Bereich, wo man so leicht, in Anführungszeichen, so viel Geld verdienen kann. Von daher, das wäre meine Empfehlung: Einfach sich mal ein bisschen mit dem Bereich auseinanderzusetzen. Da gibt es unfassbare Chancen auch noch in diesem Zyklus und auch wahrscheinlich noch im nächsten Zyklus wird es extreme Chancen geben, weil das einfach ein Bereich ist, der ist erst im Kommen und da wird wahrscheinlich die Adoption einfach noch, die ist einfach ein gutes Stück Zeit versetzt im Vergleich zum Beispiel der Adoption von Bitcoin. Das wären wahrscheinlich meine abschließenden Worte, dass Leute da ganz bewusst einfach mal ein bisschen Zeit damit verbringen, ein bisschen rumspielen, ein bisschen experimentieren. Das kann sich wirklich finanziell ziemlich lohnen. Aus dem Grund guckt gerne noch mal auf den Kanal von Kevin und vielleicht guckt ihr auch mal bei der Membership vorbei. Vielleicht sind ja wirklich ein paar Angebote dabei für euch, die euch auch in dem Thema weiterbringen.
Es macht natürlich Sinn, da auch eventuell von den Profis zu lernen, und natürlich, wie du schon sagst, man kann sich viele Informationen auf X holen. Guckt einfach gerne mal bei Kevin vorbei, vielleicht ist ja was für euch dabei. Und dann würde ich sagen, Kevin, wir hören einfach wieder und haben irgendwann noch mal wieder das nächste Gespräch. Alles klar, danke für das Gespräch und mach's gut. Bis zum nächsten Mal.
Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.
Passende Videos
15 Tipps, um in diesem Bull Run reich zu werden 💸
30. November 2024
Der faule Weg zur Million 💸
19. September 2023
SPARRATE von 100% in Krypto?! So geht's 💡
26. August 2023
STRATEGIE für kreditfinanzierten CASHFLOW mit Liquity 🔥
13. Juni 2023
