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Kevin Söll

Wie DEZENTRAL sind DeFi Protokolle wirklich? Die UNSCHÖNE Wahrheit 😳

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Im heutigen Video werden wir die Frage klären, wie dezentral die ganzen DeFi-Protokolle tatsächlich sind. Wir werden uns auch einige, ich würde mal sagen relativ gruselige Statistiken anschauen, wo mir persönlich teilweise wirklich die Spucke weggeblieben ist, als ich die gesehen habe. Also Leute, wie ihr es sehen könnt, bin ich mal wieder umgezogen. Ich wohne jetzt ungefähr so, ich würde mal sagen, in der Mitte von Malaysia. Anyway, deshalb bist du gar nicht hier. Im heutigen Video geht es um den Vortrag von Robert Laukow, den er vor kurzem gegeben hat, den ich persönlich auch mega interessant fand, weil er aus meiner Sicht ein paar richtig wichtige Dinge angesprochen hat.

Und zwar einerseits, wie dezentral der DeFi-Space-Stadt heute tatsächlich ist und andererseits, wie man das auch in der Zukunft so ein Stück weit verbessern kann. Aber lasst uns mal ganz vorne starten und zwar, indem wir die Frage klären, was genau macht den Blockchain-Technologien und DeFi-Protokolle besonders. Und zwar gibt es ja hier diese drei, ich würde mal sagen, bekannten Bausteine aus einerseits vertrauenslos, weil sobald der Code live ist, bestimmt der Code die Regeln, nicht irgendwelche Menschen sodass du das vertrauenslos nutzen kannst. Dann haben wir die Transparenz, dass eben jede Transaktion on-chain, also auf der Blockchain, für immer nachvollziehbar ist.

Die Zugänglichkeit, jeder kann es nutzen, keiner wird ausgeschlossen. Und Robert Laukow hat das Ganze noch ergänzt mit einem zusätzlichen Punkt, und zwar die Vorhersehbarkeit. Und mit Vorhersehbarkeit ist im Wesentlichen gemein, dass sich die Regeln einfach nicht ändern, dass da ja keiner mal kurz rumfuschen kann, dass es einfach keine Überraschung gibt, sondern dass du ganz genau weißt, auf was du dich da einlässt. Und erst vor kurzem gab es auch im DeFi-Space einen Fall, wo insbesondere die zwei oberen Punkte mit dem Thema Vertrauenslosigkeit und komplett vernachlässigt wurden.

Und zwar war es hier bei Oasis so, also Oasis App ist im Prinzip die Benutzoberfläche von MakerDAO, dass die per Gerichtsprozess gezwungen wurden, ihre Admin-Keys zu benutzen, um die Funds von einem Hacker zu stellen. Mein Hacker, der hat irgendwie mal vor einer längeren Zeit irgendeinen Bridge exploited und hat dann im Prinzip die gestohlenen Funds, hat die auf Oasis gebracht, beziehungsweise in denen ihre Smart Contracts. Und dann hat Oasis im Prinzip ihre Admin-Keys benutzt, um auf diesen Smart Contract zuzugreifen und im Prinzip die User-Funds zu stellen.

Also das ist im Prinzip genau das Gegenteil für das, was eigentlich DeFi steht, dass eine zentrale Partei auf ein Smart Contract zugreift und dann User-Funds stehen kann. Oasis ist da allerdings leider keine Ausnahme mehr, und zwar hat eine Analyse gezeigt von Exponential DeFi, die über 200 DeFi-Protokolle analysiert haben und sich die Frage gestellt haben, wie dezentral sind die Protokolle wirklich. Und die haben herausgefunden, dass ganze 63,4% durch eine Multisig-Wallet gemanagt werden. Multisig-Wallet heißt im Wesentlichen, dass du nicht wie bei einer normalen Wallet, dass da eine einzelne Person ausreicht, um irgendwas zu ändern, sondern bei einer Multisig brauchst du immer die Zustimmung von mehreren Leuten.

Das würde jetzt beispielsweise bedeuten, wenn du eine Multisig-Wallet hast mit einer 3-5-Regel, dass drei Leute von den fünf Leuten, die darauf Zugang haben, zustimmen müssen, damit tatsächlich eine Änderung durchgeht. Oder bei einer Multisig mit 4-6, dass vier von sechs Leuten entsprechend zustimmen. Also gibt es unterschiedlichste Arten, wie man eine Multisig-Wallet aufbauen kann. Dann ganze 18,3% der DeFi-Protokolle sind gemanagt durch eine EOA-Wallet, was das genau ist, kommen wir gleich noch drauf zu sprechen. Aber das kannst du dir vorstellen wie eine Multisig-Wallet, wo eine einzige Person ausreicht, um eine Änderung durchzuführen.

Das heißt, komplett zentralisiert auf eine Person. Das ist von der Dezentralität her das mieseste, was man als DeFi-Protokoll haben kann. Ganze 14,8% sind gemanagt durch eine Onchain-DAO, also eine Decentralized Autonomous Organization. Aber auch da lässt sich aus meiner Sicht darüber diskutieren, wie dezentral diese Decentralized Autonomous Organizations wirklich sind. Oder ob denn nicht der Großteil der Governance-Tokens zentralisiert ist auf einzelne Player. Und die restlichen 3,5%, nur 3,5% der DeFi-Protokolle sind tatsächlich immutable, dass man da nichts mehr im Nachhinein einfach so aus zentraler Hand was ändern kann.

Wenn du dir das Thema Dezentralität bei den ganzen DeFi-Protokollen als Spektrum vorstellst, dann ist das Prinzip hier auf der ganz linken Seite sind die EOA-Wallets, also die am wenigsten dezentral sind, am wenigsten vertrauenslos sind. Weil diese Wallets, diese Externally-Owned Account-Wallets, das sind Wallets, wo nur eine einzige Person ausreicht, um tatsächlich eine Änderung durchzuführen. Und dann ganz auf der rechten Seite haben wir die Protokolle, die fully immutable sind. Das sind die Protokolle, wo man gar nichts mehr ändern kann, die im Prinzip komplett dezentral sind.

Und nur um das nochmal klar zu machen, nur 3,5% von den ganzen DeFi-Protokollen, die die hier analysiert haben, von den ganzen Decentralized Finance-Protokollen, nur 3,5% sind tatsächlich hier ganz rechts bei diesem Spektrum, was Dezentralität angeht. Das heißt, nur 3,5% von den DeFi-Protokollen sind auch wirklich dezentral und die restlichen rund 97% sind irgendwo so eine Mischung zu zentral und dezentral. Also hier auf der ganz linken Seite eher die zentraleren Protokolle und ganz rechts die ganz dezentralen Protokolle. Und der Hauptgrund ist im Wesentlichen auch der, dass es für die meisten DeFi-Protokolle einfach immer so ein gewisser Trade-off ist zwischen dem Thema Dezentralität und Flexibilität.

Wir lassen uns das mal hier am Beispiel von diesem Spektrum gemeinsam durchgehen. Nehmen wir hier mal beispielsweise ein Protokoll, das Fully Immutable ist, wie beispielsweise bei Liquidity. Wenn die jetzt ein neues Feature rausbringen möchten, dann können die nicht einfach so dieses Feature in den bestehenden Code mit einbauen, weil die einfach nie mehr darauf Zugriff hat. Oder genauso, wenn es beispielsweise zu einem Bug kommt, dann kann der nie mehr kurz in den Code eingreifen und diesen Bug entsprechend fixen. Das heißt, da ist man einfach so ein Stück inflexibel, aber dafür eben komplett dezentral.

Dann haben wir das On-Chain-Voting, was schon eher eine Mischung ist. Da bist du deutlich flexibler, aber dafür hast du eben auch das Risiko von einer Zentralität. Und zwar wie beispielsweise bei Uniswap ist oder auch bei vielen anderen. Da war es, dass du im Prinzip ein Proposal stellen kannst. Dann können die Leute abstimmen. Dann dauert es eine gewisse Zeit. Und dann könntest du in der Theorie auch irgendwelche Änderungen von einem Code. Also funktioniert, man ist so ein Stück weit flexibler, aber dafür ist es halt so ein Stück weit langsam, zäh, träge und so weiter.

Bei dem Multi-Seq-Vollet ist es noch ein bisschen, ja, nicht nur ein bisschen, sondern deutlich schneller im Vergleich zu diesem On-Chain-Voting. Da kannst du einfach, ja, wenn du die Zustimmung hast von einer gewissen Anzahl an Leuten, kannst du zack, bumm, eine Änderung durchführen. Aber selbst bei den ganzen Multi-Seq-Vollet gibt es eben gewisse Unterschiede, wie leicht oder weniger leicht man was umändern kann. Und zwar haben die das in ihrer Analyse in drei verschiedene Bereiche aufgeteilt. Und zwar der grüne Bereich, der gute Bereich, das sind die Multi-Seq-Vollets, wo man mindestens vier Leute braucht, um eine Änderung tatsächlich durchzuführen.

Denn der gelbe Bereich sind weniger als vier Leute und der rote Bereich, das sind diese EOA-Vollets, wo nur eine einzige Person ausreicht, um eine Änderung durchzuführen. Und auch da kurz zwei Beispiele für, ich sag mal, den guten Bereich, den weniger guten Bereich und den roten Bereich hier. Für den guten Bereich im grünen ist beispielsweise DeFi-Frank, wo man vier von sechs Personen braucht, um tatsächlich eine Änderung durchzuführen. Und der rote Bereich beispielsweise ist Solend, das ist das größte Lending-Borrowing-Protokoll auf Solana, wo nur eine einzige Person ausreicht, um tatsächlich dann eine Änderung durchzuführen.

Ja, das ist der aktuelle, eher ernüchternde Stand im DeFi-Space, dass in Wirklichkeit die allermeisten DeFi-Protokolle SIFA-Protokolle sind. Also Centralized Finance-Protokolle aufgrund der Tatsache, dass die einfach von einer kleinen Personengruppe oder teilweise sogar noch von einer einzigen Person kontrolliert und gemanagt werden. Und dann gibt es noch so ein paar Protokolle, wo man sagen könnte oder darüber diskutieren könnte, ob das vielleicht C-DeFi-Protokolle sind, die so irgendwo in der Mitte sind. Und die wenigsten Protokolle sind tatsächlich dezentralst und das, was ich persönlich als True DeFi bezeichne.

Es ist jetzt allerdings auch nicht so, dass das Thema Zentralität per se schlecht ist, nur es geht eben mit zusätzlichen Risiken einher, denen man sich definitiv bewusst sein sollte. Insbesondere, wenn man solche Protokolle entsprechend investiert. Und zwar die primären zwei aus meiner Sicht. Erstens, dass theoretisch auch dein Vertrauen einfach missbraucht werden könnte. Es könnte ja beispielsweise sein, dass du in DeFi-Protokoll investiert hast, wo du ursprünglich diesem Team vertraut hast und die dann einfach dein Vertrauen missbrauchen kann vorkommen. Und dann noch der zweite Punkt und der wird aus meiner Sicht in der Zukunft umso wichtiger, insbesondere je größer der ganze Krypto-Space und auch DeFi-Space wird.

Und zwar Thema Regulierung und auch Verbote und so weiter. Weil wir sehen es ja, dass die ganzen Regulierungen jetzt nicht unbedingt die größten Fans sind von Bitcoin und DeFi und so weiter. Und ja, wenn es eben zentrale Stellen gibt, zentrale Parteien, die man da irgendwie regulieren kann, wo man das Ganze über Dealern verbieten könnte und so weiter. Ich bin mir sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis dann tatsächlich auch solche Regulierungen und Verbote entsprechen kommen. Und um dieses Problem der Zentralisierung bei den DeFi-Protokollen zu lösen, gibt es auch laut Robert Lauko zwei verschiedene Wege.

Und zwar zum einen, dass man die Governance verbessert. Verbesser würde beispielsweise bedeutend bei einer Dauer, dass man wirklich dafür sorgt, dass dieser Governance-Token auch dezentral verteilt ist und nicht irgendwie konzentriert auf ein paar Einzelpersonen, die in Wirklichkeit das Sagen haben. Oder auch beispielsweise bei einer Multisick-Wolle, dass man nicht nur eine Person, zwei oder drei Personen dort mit ins Boot holt, sondern relativ viele Leute, auch externe Leute, sodass man einfach sicherstellen kann, dass dann nichts aus zentraler Stelle schief geht. Oder dann noch der zweite Weg und das wäre natürlich noch der viel bessere Weg, weil hier, wenn man die Governance verbessert, gibt es immer ein gewisses Restrisiko.

Deshalb wäre es natürlich besser, wenn man einfach im Allgemeinen die Governance reduziert oder vielleicht sogar ganz abscharf, wie das beispielsweise Liquidik gemacht hat. Aber bei Liquidik gibt es ja per Design keine Governance. Und gerade dieser Weg, den Liquidik gegangen ist mit Governance-Free, bringt eben gewisse Vorteile. Und zwar die Vorteile, dass man da ganz genau weiß, was du dich einlöst. Da gibt es einfach per Design keine Überraschung. Da gibt es auch keine internen Machtkämpfe. Es gibt keine Manipulation, Bestechung und so weiter.

Und natürlich auch das rechtliche Risiko ist deutlich geringer, weil es ja keine zentrale Einheit gibt, die man für irgendwas verklagen kann oder wo man das Ganze regulieren kann und so weiter. Nur bringt eben auch den Nachteil, dass du dann dadurch einfach so ein Stück weit inflexibel bist. Robot Logo geht auch in seinem Vortrag über gewisse Möglichkeiten, wie man diese, ich sag mal Nachteile von einer kompletten Dezentralisierung umgehen kann oder verbessern kann. Aber an der Stelle möchte ich mal nicht zu nerdig werden.

Und was es mir im heutigen Video eher ging, also die primären Punkte waren, erstens, dass du dir definitiv bewusst bist, dass die allermeisten DeFi-Protokolle nicht dezentral sind, sondern zentral sind. Deshalb ist es auch umso wichtiger, dass du da auch hinterfragst, wer sind denn die Founder, was haben die da vorgemacht, sind die überhaupt öffentlich und dann auch umso, ich sag mal skeptischer bist, wenn dann tatsächlich irgendein Protokoll kommt, wo die Founder vielleicht komplett anonym sind, weil das sind, und auch da gibt es natürlich Ausnahmen, aber das sind tendenziell auch solche Projekte, wo dann auch irgendwann mal ein Save-Fluff einfach ein Rockpool kommen kann.

Und zweitens unterstreiche ich jetzt mal wieder, wie früh wir dran sind beim Thema DeFi, beim Thema Decentralized Finance. Wir stecken noch so in den Kinderschuhen drin, aber das ist ja auch das, was uns aus meiner Sicht als Investor so unglaublich attraktiv macht, weil wir können jetzt live zuschauen, wie im Prinzip die Zukunft von unserem Finanzsystem sich aufbaut, in welche Richtung sich das entwickelt und so weiter.

Und während deine, was ich den Großteil wahrscheinlich von deiner Familie, von deinen Freunden, während die sich freuen über 3% auf dem Tagesgeldkonto oder 7, 8% mit den Aktien, kannst du womöglich das X-Fache in den nächsten Jahren rausholen, indem du einfach hier bei diesem Space dran bleibst, dich weiterhin informierst, gedanklich offen bleibst und natürlich in solide Projekte investierst. Und jetzt, wenn du einfach hier bei diesem Spaceballs bist, dann kannst du einfach hier bei diesem Spaceballs ausfüllen,

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Per Definition sollten DeFi-Protokolle eigentlich dezentral sein. Hier lernst du, wie es in Wahrheit um die meisten "dezentralen" Protokolle steht.

Vortrag von Robert Lauko:
👉 https://youtu.be/tbOh7CiJpLM?t=18

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Ich bin Kevin Söll, 2018 aus Deutschland ausgewandert und bereise seither die Welt. Auf diesem Kanal teile ich primär meine Passion für DeFi und mein Leben als Digitaler Nomade.

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