Der größte DeFi-Hack in 2026 und seine Folgen 👀
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So meine Lieben, in letzter Zeit hat sich mal wieder relativ wenig im Kryptospace getan. Ich meine ja, Bitcoin ist leicht angestiegen, dümpelt allerdings nach wie vor in der gleichen Price Range herum, und auch die Daten sagen aus meiner Sicht mehr oder weniger das Gleiche wie auch schon vor wenigen Wochen. Allerdings ist erst vor wenigen Tagen ein Hack passiert im DeFi-Space, der einfach mal wieder zeigt, wie krass systematische Risiken tatsächlich sein können, weil das einen riesen Rattenschwanz hinter sich hergezogen hat.
Das heißt, was wir uns im heutigen Newsletter bzw. auch Video ein bisschen genauer anschauen, ist, was da konkret bei diesem Hack passiert ist, warum das zig andere Protokolle entsprechend mit betrifft, also Stichwort systematisches Risiko, wer davon betroffen war, also auch konkrete Nutzer, und auch gleichzeitig, wie man sich eigentlich hätte relativ einfach mit einem eventuell besseren Protokoll dagegen schützen können. Das heutige Video wurde auch von Liquity gesponsert, die hier meine Aufklärungsarbeit unterstützen. Das heißt, dafür schon mal ein dickes Danke.
Gut, wir lassen uns auch direkt mit dem starten, was konkret passiert ist, und zwar gab es letzten Samstag, also vor genau einer Woche, einen Hack bei der Kelp DAO, wo in Summe ungefähr knapp 300 Millionen an rsETH von einem Bridge Smart Contract entsprechend gehackt bzw. gestohlen wurden.
Was dir rsETH noch nichts sagt: Das ist quasi ein Liquid Restaking Token. Also es gibt ja die normale Form von Staking, dass du einfach in Staking gehst und dann sind deine Funds entsprechend weggelockt. Du kannst nichts mehr mit denen machen. Dann gibt es Liquid Staking Tokens, dass du quasi stakest, allerdings gleichzeitig so eine Art Quittung bekommst, die du dann beispielsweise bei anderen Protokollen weiterverwenden kannst, beispielsweise beleihen kannst oder Ähnliches. Und Liquid Restaking ist quasi nochmal eine Stufe obendrauf, dass du nicht nur quasi für das Staking dann diesen anderen Token als Quittung bekommst, den du weiterverwenden kannst, sondern dass diese gestakten Tokens nochmal gerestaked werden. So, das ist quasi die doppelt gemoppelte Form vom normalen Liquid Staking.
Auf jeden Fall gelang es dem Hacker, von diesem Token rund 300 Millionen Dollar entsprechend zu stehlen, was dann wiederum dazu führte, dass jetzt einfach mehr Tokens im Umlauf sind, als tatsächlich Sicherheiten dafür hinterlegt sind. Also Stichwort DeFiChain, falls du damals auch schon dabei warst, da ist damals was relativ Ähnliches passiert mit den gewrappten Bitcoin, so was Ähnliches hier mit rsETH.
So, und um natürlich diese Gewinne zu maximieren – der Hacker könnte natürlich diese rsETH einfach auf den Markt werfen, aber dann würde der Preis einfach so krass fallen, dass er von dem Hack eigentlich deutlich weniger bekommt. Was er stattdessen gemacht hat, sehr klug, ist, dass er diese rsETH genommen hat und die entsprechend bei verschiedenen Lending-Protokollen als Collateral, also als Sicherheit, hinterlegt hat und dagegen dann einen Kredit genommen hat in anderen Kryptowerten. Beziehungsweise eigentlich primär nur in Ether, aufgrund der Tatsache, dass man bei vielen Lending-Protokollen, wenn man eine andere Form von Ether, also ein Derivat von Ether hinterlegt und dann Ether dafür als Kredit aufnimmt – dadurch, dass die ja preislich kaum zueinander schwanken – den sogenannten E-Mode beispielsweise bei Aave benutzen kann, sodass die Effizienz vom Protokoll nochmal deutlich nach oben geht. Das ist genau das, was er gemacht hat, dass er von diesen 300 Millionen wirklich fast den Großteil entsprechend behalten konnte, in entsprechend Ether.
Und ja, hier ist der Hack nochmal bildlich dargestellt, wo du hier erkennst, dass das Market Cap von rsETH mal bei ungefähr 1,6 Milliarden war und dann innerhalb von, zack, bumm, einem Tag, beziehungsweise durch diesen Hack, mal kurz um, ja, ein Drittel ungefähr gefallen ist und sich derzeit wieder leicht erholt.
Gut, und jetzt kommen wir genau zu dem Punkt, den ich persönlich so spannend finde, also Stichwort systematisches Risiko. Denn eigentlich wurden ja nur, in Anführungszeichen, diese rsETH entsprechend gestohlen, allerdings wurden die in Summe bei fünf verschiedenen Lending-Protokollen hinterlegt, unter anderem Aave, Compound, Fluid, Morpho und Euler, wobei man dazu sagen muss, dass Aave, ja, mit Abstand am stärksten betroffen war. Das habe ich auch hier entsprechend herausgesucht: Also von den ungefähr 116.500 rsETH wurden ungefähr 89.000 davon bei Aave hinterlegt.
Die anderen Protokolle, ja, die haben ein bisschen was abbekommen, aber aufgrund der Tatsache, dass Aave einfach das mit Abstand größte DeFi-Protokoll ist, vor allem auch das größte Lending-Protokoll, ist da natürlich die Liquidität am höchsten, und dementsprechend hat der Hacker auch da das meiste an diesen rsETH hinterlegen können, um dafür dann beispielsweise einen Kredit aufzunehmen in Ether. Was dann jeweils dazu geführt hat, dass es bei jedem dieser einzelnen Protokolle hier entsprechend Bad Debt gab, also quasi schlechte Schulden, quasi Schulden, die nicht ausreichend gedeckt sind.
Jetzt, was war die Reaktion der Protokolle? Bei Aave war es beispielsweise so, dass sie die Ether-Märkte komplett eingefroren haben, also die Smart Contracts, und auch gleichzeitig das LTV auf null gesetzt haben. Was ein bisschen bedeutet – also LTV steht für Loan-to-Value –, dass du zwar Ether hinterlegen kannst, aber dagegen keinen Kredit mehr aufnehmen kannst, weil diese Ether quasi als null, also null Dollar, entsprechend gewertet werden. Das heißt also konkret, es kann kein Kapital abfließen. Wer da eine derzeitige Hebelposition in Ether offen hat, der kann einfach derzeit gar nichts damit machen, der kann die Position nicht ändern oder sonst was, und auch neue Positionen sind nicht möglich.
Bei Compound war es relativ ähnlich, auch die haben manche Märkte entsprechend pausiert. Einzahlungen sind zwar nach wie vor möglich, aber abheben beziehungsweise mehr leihen ebenfalls nicht mehr. Was gleichzeitig bedeutet, dass diejenigen, die am stärksten von diesem Hack betroffen waren, konkret die Leute waren, die Ether bei diesen Lending-Protokollen entsprechend beliehen haben, beziehungsweise dagegen einen Kredit aufgenommen haben.
Allerdings auch gleichzeitig, und das ist jetzt wieder Stichwort systematisches Risiko: Dadurch, dass es einfach im Markt so viel Panik gab wegen diesem Bad Debt, wegen diesen ungedeckten Schulden, gab es auch einfach viele Leute, die gesagt haben: Vertraue ich jetzt noch so einem DeFi-Protokoll, das einfach so viele ungedeckte Schulden hat? Was dazu geführt hat, dass viele Leute auch einfach ihre sonstigen Funds, ihre sonstigen Gelder abgezogen haben, und ganz vorne vorweg USDC und USDT. Was dann wiederum dazu geführt hat, dass es zu Liquiditätsengpässen kam, was dann wiederum dazu geführt hat, dass selbst Leute, die gegen USDC und USDT entsprechend Kredit aufgenommen haben, dass selbst die derzeit nur teilweise beziehungsweise nur einen Teil davon oder auch teilweise gar nichts entsprechend davon auszahlen können, weil einfach nicht genügend Liquidität entsprechend da ist.
Und das, das ist jetzt der springende Punkt, und das, obwohl keines dieser Lending-Protokolle selbst gehackt wurde. Also es wurde kein einziger Smart Contract von diesen Lending-Protokollen gehackt, sondern nur quasi ein anderes Asset, was man bei diesen Lending-Protokollen entsprechend als Collateral hinterlegen kann. Also das ist das sogenannte systematische Problem beziehungsweise Risiko, was wir jetzt konkret in der Praxis gesehen haben.
Und ja, damit hat der Hack gleich mehrere Sicherheitsrisiken gleichzeitig aufgezeigt bei den bestehenden Lending-Protokollen, wie beispielsweise unter anderem die Composability. Also ich benutze ganz bewusst die englischen Wörter, weil Englisch im DeFi-Space einfach der Standard ist. Da gibt es keine wirklich passenden deutschen Übersetzungen dafür. Damit ist im Wesentlichen gemeint, dass die DeFi-Protokolle oftmals ziemlich stark verkettet sind. Das heißt, wenn bei irgendeinem anderen Protokoll was passiert, dass das da Auswirkungen hat auf ein anderes Protokoll, also quasi dieser Domino-Effekt, den wir jetzt gesehen haben.
Unter anderem auch das Collateral Risk, also dass man gerade als Lending-Protokoll, wenn man da eben auch erlaubt, dass man eher unsichere Tokens entsprechend als Collateral hinterlegen kann, und diese Tokens dann gehackt werden, ja, dann bleibt man eben als Lending-Protokoll auf diesem Bad Debt tatsächlich sitzen. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich schon so häufig gesagt habe, dass es so ein bullisches Zeichen ist, wenn Banken hergehen und Bitcoin und Ether beispielsweise als Collateral gegen Kredite entsprechend erlauben, weil das ein bisschen bedeutet: Hey, selbst die Banken gehen davon aus, diese Dinger werden nicht auf null gehen. Das ist ein Riesen-Statement, was es bei den meisten anderen Kryptowährungen zumindest derzeit im CeFi-Space, also zumindest mit den ganzen Banken und so weiter, noch nicht gibt.
Dann Rehypothecation – ein deutsches Wort dafür wäre die Weiterverpfändung –, dass man quasi erlaubt, dass man die gleiche Sicherheit nochmal benutzen kann, wie es im Fall beispielsweise bei Restaking der Fall ist, dass man die gestakten Tokens dann nochmal quasi restaken kann. Und auch der Liquidity-Crunch beziehungsweise die Liquiditätsengpässe, die dadurch passieren können, weil viele Protokolle wie beispielsweise Aave das sogenannte Pool-Modell verwenden, was im Wesentlichen so funktioniert, dass die eine Person Tokens zur Verfügung stellt und die andere Person diese Tokens entsprechend verwenden kann. Also Kreditgeber und Kreditnehmer. Wenn jetzt allerdings viele von den Kreditgebern quasi ihr Kapital abziehen wollen, ja, irgendwann ist einfach nicht mehr genügend Kapital da, weil dieser Kredit natürlich ausreichend gedeckt sein muss, sodass diese Leute nicht rechtzeitig an ihr Geld kommen, was wir jetzt beispielsweise nach wie vor bei Aave sehen.
Du siehst auch hier beispielsweise derzeit das TVL bei Aave entsprechend dargestellt, in US-Dollar gemessen, wo du hier erkennst: Nach dem Hack ist es mal kurz um mehrere Milliarden direkt gefallen, und auch jetzt in den letzten paar Tagen – das ist nach wie vor nicht geklärt, was da passiert mit dem Bad Debt und so weiter, da gibt es ganz viele Analysen dazu – und deshalb ziehen nach wie vor, wie du hier erkennst, relativ viele Leute ihr Kapital bei Aave ab.
Und so dramatisch sich das Ganze jetzt auch anhören mag, es gibt auch Protokolle, die genau dieses systematische Risiko bereits beim Design entsprechend berücksichtigt und deshalb auch per Design ausgeschlossen haben. Wie zum Beispiel – und da ist, ja, Liquity aus meiner Sicht der absolute Vorreiter – das Protokoll, das ich schon seit Jahren auf meinem Kanal hoch und runter lobe, weil es einfach voll im Ethos von Krypto- und Blockchain-Technologien ist.
Weil beispielsweise bei Liquity V2 ist es so, dass Collateral im Protokoll bleibt und nicht weiterverwendet wird. Das heißt, diese Composability und so weiter, das gibt es da nicht. Diese Abhängigkeiten wurden da ganz bewusst vermieden. Auch gleichzeitig ist es so, dass man bei Liquity nur, in Anführungszeichen, Ether, wstETH und rETH benutzen kann. Also die zwei Derivate, falls sie dir nichts sagen, das ist beziehungsweise das ist eine gestakte Form von Ether, die allerdings schon im Vergleich zu einer anderen Form jetzt mittlerweile schon jahrelang bewährt ist und von der Sicherheit her einfach, ja, die sicherste Form derzeit ist von gestaktem Ether, und keine irgendwie gerestakten Tokens oder irgendwelche neueren Derivate, die erst vor kurzem rausgekommen sind.
Auch diese Liquiditätsengpässe, die wir da zum Beispiel bei Aave sehen, sind bei Liquity per Design nicht möglich, weil du da jederzeit diesen Stablecoin BOLD gegen einen Dollar in Collateral entsprechend eintauschen kannst. Und da der Code auch nicht veränderbar ist, kann es nie mehr bei Liquity irgendwie heißen, wie bei Aave: Wir frieren jetzt einfach die Smart Contracts ein und du kommst einfach nicht mehr an deine Gelder ran. So was gibt es bei Liquity per Design nicht.
Liquity V2 ist im Übrigen hauptsächlich so konzipiert, dass viele von den typischen Problemen im DeFi-Space einfach schon per Design gelöst sind, wie beispielsweise, dass sie keine Admin-Keys haben. Das ist gerade der zentrale Angriffsvektor, über den zumindest in letzter Zeit die meisten Hacks stattgefunden haben, wie beispielsweise erst vor wenigen Wochen der Drift-Hack, also der größte oder zweitgrößte Hack, den es jemals auf Solana entsprechend gab.
Gleichzeitig auch, was Cashflow-Möglichkeiten angeht, ist es oftmals bei DeFi-Protokollen so, dass nicht genau klar ist, woher die Rendite kommt. Bei Liquity ist das komplett anders. Das ist zu 100% On-Chain und transparent nachvollziehbar. Ich habe dir das Ganze auch hier verlinkt, wo du dir das entsprechend anschauen kannst. Was auch einer der Hauptgründe ist, warum ich persönlich gerade bei meiner Cashflow-Position, also meiner Cash-Position, die ist zu 100% entsprechend in Liquity und Liquity V2 Forks entsprechend investiert, beziehungsweise über diese Cashflow-Möglichkeiten.
Liquity hat zudem keinerlei Abhängigkeiten zu irgendwelchen Off-Chain-Assets, wie beispielsweise US-Staatsanleihen oder auch beispielsweise zentralisierte Stablecoins wie USDC oder USDT, was bei ziemlich vielen Lending-Protokollen der Fall ist. BOLD dagegen, also der Stablecoin von Liquity V2, ist dagegen komplett dezentral.
Und auch was die Zinsen angeht: Wenn du dir da mal die durchschnittlichen Zinsen von Liquity V2 vergleichst, wenn du da beispielsweise Ether beleihst oder das Ganze hebelst, dann sind die im Allgemeinen fast immer günstiger als bei jedem anderen Lending- bzw. Borrowing-Protokoll, was es derzeit gibt. Manchmal gibt es gewisse Ausnahmen für eine gewisse Zeit, aber im Durchschnitt würde ich sagen, sind die Zinsen fast immer günstiger bei Liquity V2, die du da auch selbst definieren kannst.
Was ich also damit konkret sagen möchte, ist: Wer Ether hebeln möchte oder auch einfach nur beleihen will, der sollte sich aus meiner Sicht definitiv Liquity V2 ein bisschen genauer anschauen, weil es aus meiner Sicht das beste und auch vor allem sicherste Borrowing-Protokoll im DeFi-Space ist, gerade für Ether. Ich habe dazu auch bereits ein separates Video erstellt, was ich dir hier entsprechend verlinkt habe.
Das waren im Übrigen gerade nur die ersten vier Teile von meinem Newsletter. Falls du hier auf alles Zugriff haben möchtest, einfach unten gratis eintragen, dann bekommst du den Rest ebenfalls zugeschickt. Denn da teile ich unter anderem auch mein eigenes Portfolio, genauso wie erst eine Recherche, die ich vor kurzem gemacht habe, wo ich mir wirklich an den Kopf fassen musste, warum ich die Recherche nicht schon vor X Jahren entsprechend gemacht habe, die aus meiner Sicht ziemlich hilfreich sein könnte, wenn du dich zuvor mit dem noch nie auseinandergesetzt hast. Bis zum nächsten Mal.
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▬▬ INFO 💡
#krypto #hack #liquity
Timestamps:
0:00 Einleitung
0:58 Der KelpDAO Hack
3:20 Die Betroffenen
6:16 Aufgezeigte Schwächen
8:33 Bessere Alternative
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