War's das mit Ethereum? 👀
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Gut Leute, dann lasst uns heute mal über unser Sorgenkind sprechen: Ethereum. Denn das sieht derzeit ziemlich ernüchternd aus. Wenn wir uns dazu mal die Ether-Bitcoin-Ratio anschauen, dann stellen wir fest, dass beim letzten Crash gestern bzw. vorgestern diese Ratio auf einen Wert von 0,023 gefallen ist, also auf ein Niveau, wo ich mir persönlich – das hätte ich mir nicht mal im Worst Case vorgestellt – dass Ethereum tatsächlich in diesem Zyklus noch in Bitcoin gemessen so tief fällt, was auch ähnlich tief ist wie beispielsweise damals im Dezember 2020, also vor dem letzten Zyklus, bevor dann hier irgendwann mal später bei Ethereum die Rakete noch gekommen ist.
Das heißt, konkret in Zahlen ausgedrückt, dass Ethereum in den letzten 1.155 Tagen, also ungefähr in den letzten drei Jahren, von seinem letzten Hochpunkt in Bitcoin gemessen gegenüber Bitcoin 74% verloren hat, und von seinem Zyklustief müsste jetzt Ether in Bitcoin gemessen um satte ungefähr 280% ansteigen, nur um tatsächlich wieder zum letzten Zyklushoch zu kommen. Und auch der Solana-Ether-Chart sieht nicht unbedingt besser aus, wo wir im Wesentlichen erkennen, dass Solana jetzt in den letzten ungefähr 1,5 Jahren nahezu durchgängig Ether outperformt hat.
Wenn du in den letzten paar Wochen den Bitcoin- und Ether-Preis ein bisschen näher verfolgt hast, dann ist dir sicher auch aufgefallen, dass damals, als Bitcoin zum allerersten Mal die 100.000 geknackt hatte, Ether noch bei 4.000 stand. Als Bitcoin zum zweiten Mal die 100.000 geknackt hatte, stand Ether nur noch bei 3.100, beim dritten Mal nur noch bei 3.700, beim vierten Mal bei 3.400, beim fünften Mal bei 3.000, und derzeit sind wir sogar bei unter 3.000 Dollar, obwohl Bitcoin bei über 100.000 steht.
Aber nicht nur in Bitcoin und Solana gemessen sieht es für Ethereum derzeit nicht so rosig aus, sondern auch in US-Dollar gemessen, wo hier beispielsweise aufgelistet wurde, wann Ethereum bei 3.160 Dollar stand. Das war beispielsweise zum allerersten Mal im Mai 2021 der Fall, dann später hier nochmal in 2022, dann in 2024, dann jetzt in 2025, wo hier, ich sag mal, halb spaßeshalber, aber auch halb ernst geschrieben wurde, dass Ether ein Stablecoin ist. Also es wirkt schon fast so, als ob der Bullrun ohne Ethereum gestartet ist und die ganzen Ether-Investoren eventuell auf etwas warten, was gar nicht mehr kommt.
Die Frage, die sich da also noch stellt: Gibt es tatsächlich noch Hoffnung, oder müssen wir tatsächlich davon ausgehen, dass Ether in diesem Zyklus einfach nicht mehr gut performen wird? Deshalb schauen wir uns im heutigen Video mal gemeinsam an, wie es derzeit tatsächlich um Ethereum steht, was derzeit positiv ist, was derzeit weniger positiv ist, und wie ich selbst die derzeitige Situation und vor allem auch die Entwicklung für diesen Zyklus entsprechend einschätze. Und ich weiß, das ist heute ein etwas längeres Video als sonst, aber solltest du tatsächlich in Ether investiert sein, dann lohnt es sich aus meiner Sicht wirklich, dieses Video von Anfang bis Ende entsprechend anzuschauen.
Gut, dann lass uns zunächst mal die negative Seite anschauen, bevor wir uns danach die positive Seite anschauen und auch zu meiner eigenen Einschätzung kommen. Wenn du dich in den letzten paar Monaten etwas tiefer mit Ethereum beschäftigt hast, dann hast du sicher schon einen oder mehrere von diesen Kritikpunkten gegen Ethereum gehört. Wie beispielsweise, dass Solana Ethereum bereits überholt hat, dass die ganzen App-Entwickler von Ethereum und auch der Ethereum Foundation ignoriert werden, dass die Roadmap zu idealistisch sei, dass die Entwicklung im Allgemeinen sehr langsam ist, dass es keine klare Führung gibt, dass die Layer-2-Chains bearish für den Ether-Preis sind, dass die User und die Liquidität aufgrund von den ganzen Layer-2-Chains zerstreut sind, dass es zu wenig Fokus gibt auf die Layer-1, dass die Ethereum Foundation nicht transparent mit dem Geld umgeht und auch zusätzlich noch Ether verkauft, dass es kein wirkliches Marketing derzeit für Ethereum gibt, dass Ethereum nicht mehr deflationär ist, sondern jetzt wieder inflationär, und dass man Ethereum im Allgemeinen einfach nicht einfach genug erklären kann im Vergleich zum Beispiel mit Bitcoin.
Jetzt, wenn ich aus dieser Liste mal die drei Hauptkritikpunkte bestimmen müsste, dann wäre es definitiv: Erstens, dass Solana Ethereum bereits überholt hat, zweitens, dass die Roadmap zu breit und idealistisch sei, und drittens, dass die Layer-2-Chains bearish für den Ether-Preis sind. Lass uns mal mit dem Vergleich mit Solana starten, denn das ist alles andere als aus der Luft gegriffen, dass Solana tatsächlich in manchen Metriken Ethereum bereits überholt hat, denn das ist de facto definitiv der Fall.
Wenn wir uns dazu mal die On-Chain-Daten anschauen, genauer gesagt die Anzahl der Transaktionen, stellst du fest, dass jetzt derzeit so ungefähr fünfmal mehr Transaktionen auf Solana stattfinden als auf Ethereum und seinen Layer-2-Chains kombiniert. Aber nicht nur die Anzahl der Transaktionen ist deutlich höher, die man, by the way, auch relativ leicht theoretisch fälschen könnte, sondern auch die Anzahl der aktiven Adressen, wie du es beispielsweise hier dargestellt siehst, wo du im Wesentlichen erkennst, dass es derzeit so ungefähr zweimal mehr aktive Adressen auf Solana gibt im Vergleich zu Ethereum und seinen Layer-2-Chains. Und auch beim Handelsvolumen von DEXes, also von den dezentralen Exchanges, erkennst du, dass mittlerweile so ungefähr zwei Drittel vom gesamten Volumen über Solana stattfindet und nur noch ungefähr ein starkes Drittel über Ethereum und seine Layer-2-Chains. Und auch beim TVL, also dem Total Value Locked, ist zumindest für den letzten Monat erkennbar, dass Ethereum und seinen Layer-2-Chains überwiegend das Kapital abgeflossen ist, während es dagegen hier bei Solana sogar im letzten Monat zugenommen hat. Beziehungsweise kann es auch sein, dass es einfach nur wertmäßig zugenommen hat und hier entsprechend bei Ethereum einfach wertmäßig abgenommen hat.
Und von daher könnte man argumentieren: Also ja, kein Wunder, dass tatsächlich Solana jetzt über die letzten ungefähr eineinhalb Jahre Ether outperformt hat, weil Solana bereits jetzt in einigen Metriken Ethereum tatsächlich überholt hat, und das trotz der Tatsache, dass Solana nach wie vor nur ungefähr ein Drittel vom Market Cap hat im Vergleich zum Beispiel zu Ether. Was da allerdings viele vergessen – und das sage ich als jemand, der auch selbst eine größere Position in Solana hält – ist die Tatsache, dass all diese Metriken, die wir uns gerade gemeinsam angeschaut haben, alle primär zurückgehen auf einen einzigen Use Case, und das ist der Use Case von Meme-Coin-Trading. Denn da ist nach wie vor Solana die unangefochtene Nummer 1, da kann keine Layer-2-Chain von Ethereum auch nur ansatzweise mithalten, was auch erklärt, warum ich selbst zu einem guten Teil in Solana investiert bin, weil ich eben indirekt von diesem ganzen Meme-Coin-Hype profitieren möchte.
Deshalb lass uns jetzt mal noch ein paar weitere Metriken anschauen, die vor allem etwas über andere Use Cases aussagen und eventuell sogar langfristig noch viel wichtiger sind. Denn wenn man sich die On-Chain-Daten zu den Gebühreneinnahmen anschaut, stellt man fest, dass Ethereum nach wie vor zusammen mit Tron die einzigen zwei Blockchains sind, die tatsächlich mehr Einnahmen haben als Ausgaben. Also Einnahmen im Sinne von, wie viele Gebühren sie tatsächlich erwirtschaftet haben, und Ausgaben im Sinne dessen, wie viele Tokens sie tatsächlich dann entsprechend ausschütten. Das heißt, wenn du dir die Blockchains als Unternehmen vorstellst – und aus meiner Sicht sind Blockchains eigentlich nichts anderes als, ich sag mal, mehr oder weniger dezentrale Unternehmen, die Blockspace verkaufen –, dann ist tatsächlich Ethereum derzeit eines der ganz wenigen Unternehmen, das tatsächlich profitabel ist, während dagegen beispielsweise Unternehmen bzw. Blockchains wie Solana oder beispielsweise Bitcoin jedes einzelne Jahr massive Verluste machen. Was, by the way, keine Kritik an Bitcoin und Solana sein soll, [unverständlich], sondern einfach nur die Fakten.
Jetzt, woran liegt das Ganze? Da würde ich sagen, ist die Kurzfassung einfach die, dass zumindest Stand heute Ethereum die meisten Use Cases anbietet. Und das ist nicht nur meine Meinung, sondern das kann man auch einfach an verschiedenen On-Chain-Daten entsprechend erkennen. Das erkennst du einerseits beispielsweise im Total Value Locked, was aus meiner Sicht wahrscheinlich die Nummer-eins-wichtigste Metrik ist bei einer Blockchain, weil das im Wesentlichen zeigt, wo die Leute tatsächlich ihr eigenes Geld investieren. Und wie du da siehst, ist da nach wie vor Ethereum mit einem riesen Abstand der absolute Platzhirsch. Und selbst wenn tatsächlich Solana vom Market Cap her gleich groß wäre wie Ethereum, wäre da trotzdem Ethereum noch bei weitem größer als beispielsweise Solana. Die zweite Metrik, woran du das erkennen kannst, ist im Wesentlichen die Verteilung der Stablecoins, also auf welcher Blockchain die meisten Stablecoins gemintet wurden, weil Stablecoins auf einer Blockchain nur Sinn ergeben, wenn man die natürlich auch für irgendwas benutzen kann. Und auch da erkennst du Ethereum mit ungefähr 54 Prozent nach wie vor mit einem riesen Abstand als Platzhirsch, gefolgt von beispielsweise Tron, was primär für Zahlung benutzt wird, und Ethereum primär für andere Use Cases außerhalb von Zahlung.
Jetzt, wie kommt es, dass Ethereum im Vergleich zu den ganzen anderen Chains so viele Use Cases hat? Also ich würde mal sagen, ein offensichtlicher Grund ist wahrscheinlich der, dass Ethereum einfach die älteste Smart-Contract-Chain ist und dementsprechend auch einfach sehr viel Entwicklung bereits in Ethereum reingeflossen ist. Aber es gibt auch noch einen zweiten Grund, der aus meiner Sicht vielleicht noch viel wichtiger ist, der im Wesentlichen zeigt, warum sich das auch wahrscheinlich kurzfristig, also in naher Zukunft, nicht ändern wird. Denn Ethereum ist nach wie vor die Blockchain, wo mit Abstand am meisten Entwickler dran arbeiten. Das erkennst du auch, wenn du dir hier diese Statistiken dazu anschaust mit dem EVM Stack, also Ethereum Virtual Machine, im Wesentlichen alles, was mit der Entwicklung vom Ethereum-Ökosystem zu tun hat, wo in Summe ungefähr 3.500 Leute fulltime dran arbeiten und in Summe ungefähr 10.000 Leute. Bei Ethereum selbst sind es ungefähr 2.000 Leute und in total, also gesamt, ungefähr 6.000. Wenn du das jetzt mal vergleichst mit der Nummer 2, Solana, also hier Solana Virtual Machine und hier Solana, dann sind es hier nur ungefähr so ein Viertel und hier bei der gesamten Anzahl von den Entwicklern nur ungefähr die Hälfte bzw. ein Drittel davon.
Und gerade weil eben Ethereum bei der Entwicklung so ein Standing hat, ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass die Tokenisierung von Vermögenswerten, die sogenannten Real-World Assets, nahezu ausschließlich nur auf Ethereum stattfindet, wie du es auch beispielsweise hier in diesem Chart erkennen kannst. Also das ist der Verlauf, wie viele tokenisierte Assets derzeit existieren, etwas mehr als 4 Milliarden, und dieser Trend ist wahrscheinlich nur zunehmend. Und hier diese orange Fläche, das ist Ethereum, wo Ethereum derzeit mehr als 80% vom gesamten Kuchen hier entsprechend ausmacht. Das heißt, in Kurzfassung: Ja, bei den ganzen Metriken, die mit Meme-Coin-Trading zu tun haben, da ist tatsächlich mittlerweile Solana definitiv überlegen. Aber, ich sag mal, beim Großteil der anderen Metriken, da ist nach wie vor mit einem riesigen Abstand Ethereum fundamental gesehen bei weitem überlegen im Vergleich zu jeder anderen Layer-1-Chain. Und das sage ich persönlich als jemand, der nicht nur Ether hält, sondern auch andere Layer-1-Chains, aber das ist einfach rein faktisch der Fall.
Denn jetzt zum zweiten Kritikpunkt, dass die Roadmap zu breit und idealistisch sei: Da sind aus meiner Sicht die Hintergründe hinter dieser Kritik nahezu eins zu eins die gleichen wie beispielsweise, dass man Ethereum nicht einfach genug erklären kann. Denn mal ehrlich, warum kann man tatsächlich Ethereum nicht so einfach erklären wie beispielsweise Bitcoin als digitales Gold? Naja, ganz einfach deshalb, weil Ethereum viel mehr Use Cases hat, was ja auch gerade so eine Smart-Contract-Plattform bzw. Blockchain ausmacht. Das ist, wie wenn ich eben fragen würde, was das Internet ist. Ja, je nach Use Case kann man das Internet so erklären oder so erklären oder so erklären. Also das ist ja gerade eine der Stärken von so einer Smart-Contract-Plattform. Und das ist im Wesentlichen auch der gleiche Grund hinter dem Hate bzw. der Kritik, was die Roadmap angeht, weil das aus meiner Sicht primär daherkommt, dass Ethereum im Vergleich zu anderen Projekten einfach eine sehr, ich sag mal, ambitionierte Roadmap hat, dass Ethereum in sehr vielen unterschiedlichen Bereichen sehr gut sein möchte. Was natürlich auch gleichzeitig bedeutet, dass die ganzen anderen Layer-2-Chains, die sich vielleicht auf einen Bereich speziell fokussiert haben, dass die natürlich dann Ethereum als Konkurrenz haben und dementsprechend natürlich auch einen riesen finanziellen Anreiz haben, Ethereum schlecht zu machen, weil ja Ethereum in diesem Bereich ebenfalls die Konkurrenz ist.
Jetzt, was den dritten Kritikpunkt angeht, dass die Layer-2-Chains bearish sind für den Ether-Preis: Ich glaube, da ist es Stand heute einfach noch zu früh, um das wirklich final sagen zu können. Weil, ich verstehe die Kritik definitiv, weil beispielsweise manche Layer-2-Chains ihren eigenen Token haben und dementsprechend natürlich auch einen finanziellen Anreiz haben, dafür zu sorgen, dass ihr eigener Token gut performt im Vergleich zum Beispiel zum Ether-Preis. Aber vielleicht ist das an der Stelle auch ein bisschen, ich sag mal, zu kurzfristig gedacht, weil wenn dann tatsächlich die ganzen Layer-2-Chains auch ihre eigenen Use Cases haben, dann sorgt das natürlich auch gleichzeitig dafür, dass im Allgemeinen einfach Ether gebraucht wird, für beispielsweise Gas-Fees, oder dass beispielsweise Ether dann in den ganzen Use Cases weggelockt wird, sodass ich mir gut vorstellen könnte, dass es kurzfristig vielleicht nicht so toll ist, allerdings langfristig positiv. Und dass im Allgemeinen diese Layer-2-Chains für das Ökosystem, also jetzt nicht unbedingt für den Ether-Preis, sondern das Ethereum-Ökosystem, positiv sind, ich glaube, das steht außer Frage, weil ohne die ganzen Layer-2-Chains wäre garantiert schon viel mehr Kapital aus Ethereum zu den ganzen anderen Layer-1-Chains geflossen, die günstiger sind, schneller sind und so weiter.
Aber wenn es doch rein faktisch bzw. fundamental gar nicht so schlecht um Ethereum steht, warum hat dann tatsächlich hier der Ether-Preis wie die letzten drei Jahre so stark gegenüber Bitcoin nachgelassen? Und da könnte ich mir vorstellen, dass es gar nicht zwingend nur mit der Entwicklung von Ethereum zu tun hat, sondern auch gleichzeitig mit der Geldpolitik der FED, die nach wie vor QT betreibt, das heißt die Geldmenge reduziert. Und im letzten Zyklus war es beispielsweise so, dass wir den Boden erst dann gesehen hatten, als tatsächlich der Wechsel kam von QT auf QE, also von Geldmengen-Reduktion auf Geldmengen-Ausweitung, was wir bisher beispielsweise noch nicht gesehen haben. Denn nicht nur Ether hat gegenüber Bitcoin stark underperformt, sondern auch der Großteil der anderen Altcoins, wie du es beispielsweise hier dargestellt siehst. Hier erkennst du beispielsweise die TOTAL3 in Bitcoin gemessen, also die Top 125 Kryptowährungen außer Bitcoin und außer Ether, und das nicht in US-Dollar gemessen, sondern in Bitcoin gemessen, wo du auch hier erkennen kannst, dass wir erst bei dem letzten Crash hier ein neues Zyklustief gesetzt haben, genauso wie beispielsweise bei Ether.
Gut, dann kommen wir jetzt zu meiner persönlichen Einschätzung, und wichtig an der Stelle: Alles, was jetzt folgt, ist komplett subjektiv, ist meine persönliche Meinung, die auch komplett falsch sein kann. Das heißt, wenn du auch selbst eine komplett andere Meinung hast, dann ist das völlig fein. Meine Intention hinter dem Video ist jetzt nicht irgendwie, dass ich dich überzeugen möchte, dass du in Ether investierst oder sonst was, sondern primär, dass ich einfach meine Perspektive mit dir teilen kann. Meiner Meinung nach ist Ether derzeit unterbewertet. Und mit unterbewertet meine ich nicht, dass irgendwie morgen oder nächste Woche sofort der Preis ansteigen muss, sondern mit unterbewertet meine ich, dass wir wahrscheinlich in weniger als einem Jahr auf heute zurückschauen und sagen: Boah, hätte ich damals nur Ether gekauft, weil sowohl in US-Dollar gemessen als auch in Bitcoin gemessen war damals noch Ether echt günstig im Vergleich zu heute.
Und der Hauptgrund, warum ich nach wie vor mit einer relativ großen Ether-Position tiefenentspannt bin, ist die Tatsache, dass über einen langen Zeithorizont immer die fundamental starken Projekte gewinnen. Das ist bei den Unternehmen so, beziehungsweise bei den Aktien, und genau gleich auch im Kryptomarkt. Das heißt, dieser Anteil an Hoffnung, dass man hoffen muss, dass tatsächlich doch ein Token gut performt, ist aus meiner Sicht bei Ethereum um ein Vielfaches, wirklich um ein Vielfaches geringer im Vergleich zum Beispiel zu Solana, im Vergleich zum Beispiel zu Sui. Und ich nenne jetzt mal keine anderen Projekte, weil ich selbst Solana halte, ich halte selbst Sui, das heißt, ich bashe meine eigenen Projekte, und ich möchte jetzt nicht irgendwie fremde Projekte schlecht machen. Denn als fundamentaler Investor brauche ich mir nur solche Daten hier entsprechend anschauen und weiß: Okay, sollte da jetzt nicht irgendwie ein riesen Hack stattfinden oder irgendwie ein sonstiges Black-Swan-Event auf Ethereum, dann sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis tatsächlich der Preis zu seinem Wert zurückgeht. Und aus meiner Sicht ist nach wie vor, also trotz dem ganzen Hate, trotz dem ganzen FUD und so weiter, ist nach wie vor Ethereum mit einem riesen Abstand die fundamental stärkste Blockchain, die es im Kryptomarkt gibt.
Jetzt, was könnte dafür sorgen, dass der Ether-Preis wieder stärker ansteigt? Aus meiner Sicht die größten derzeitigen Katalysatoren sind: Erstens der Wechsel von QT auf QE, also auf die Geldmengen-Ausweitung, was noch aussteht und was wahrscheinlich nicht nur Ether zugutekommt, sondern dem gesamten Altcoin-Sektor, wobei wahrscheinlich erst Ethereum und dann dem Rest vom Altcoin-Markt. Zusätzlich die Spot-ETFs bei Ethereum, dass die eventuell in diesem Jahr noch das Staking bekommen, wo ich mir dann gut vorstellen kann, dass die ganzen Spot-ETFs bei Ether verkauft werden wie bei Bitcoin, nur noch zusätzlich mit Dividenden. Zusätzlich Trumps Pläne mit Ether: Also ich persönlich gehe ganz stark, ganz stark davon aus, dass es kein Zufall ist, dass Trump über World Liberty Finance mit Abstand am meisten Ether einkauft. Also da muss aus meiner Sicht irgendwas im Hintergrund bereits geplant sein.
Dann geht es weiter mit der Saisonalität von Ether, und zwar in US-Dollar gemessen, genauso auch in Bitcoin gemessen. Das habe ich bereits mehrfach in meinem Newsletter entsprechend gezeigt, dass wir derzeit eigentlich die absolute Hochzeit bei Ethereum sehen. Das heißt, rein saisonal gesehen sollte da noch einiges gehen. Supply Shock, damit ist ein bisschen gemeint, dass, wenn da mal tatsächlich die Nachfrage bei Ether reinkommt, dass wir dieses Mal zum allerersten Mal in einem Bullrun das erleben, dass nicht nur tatsächlich sehr viele Ether weggelockt sind in den ganzen Smart Contracts, was es beispielsweise so bei Bitcoin derzeit so gut wie gar nicht gibt, sondern auch noch zusätzlich – und das ist jetzt neu in diesem Zyklus – dass noch zusätzlich natürlich relativ viele Ether weggelockt sind im Staking. Das heißt, im Allgemeinen von diesem ganzen Kuchen an Ether, der zur Verfügung ist, ist dieser ganze Teil schon mal weggelockt in den ganzen Smart Contracts und im Staking. Das heißt, wenn da mal die Nachfrage reinkommt, dann ist das Angebot – oder so stelle ich es mir zumindest vor – wahrscheinlich im Bullrun so dünn, dass dementsprechend der Ether-Preis relativ stark und relativ schnell ansteigen kann. Dann zusätzlich das Pectra-Upgrade, was meines Wissens nach jetzt irgendwann im März kommen sollte, oder zumindest zu Beginn von März, was dann auch nochmal Neuerungen bringt, gerade was die L2-Chains angeht und so weiter. Und dann noch weitere Unternehmen, die eine L2-Chain auf Ethereum aufbauen und damit quasi indirekt das Marketing für Ethereum übernehmen, was dann langfristig nicht nur dem gesamten Ökosystem zugutekommt, sondern auch natürlich dem Ether-Preis, weil dadurch wahrscheinlich wieder neue Use Cases mehr genutzt werden, mehr Ether weggelockt werden und so weiter.
Jetzt, die Stimmung ist derzeit bei Ethereum so mies, wie ich es persönlich zuvor noch nie, wirklich noch gar nie erlebt habe. Deshalb habe ich auch wirklich so überhaupt gar keine Hoffnung oder Erwartung, dass sich irgendwie aufgrund von meinem Video jetzt irgendwie deine Einstellung, deine Meinung zu Ether oder Ethereum entsprechend ändert. Aber jetzt mal rein faktisch gesprochen zum Schluss: Wenn erstens das tatsächliche Projekt fundamental gut dasteht, was man ja auch offensichtlich mit On-Chain-Daten nachprüfen kann, und zweitens das Sentiment absolut im Keller ist, ist das nicht eigentlich, so rein faktisch gesehen, das perfekte Rezept für einen guten Einstiegszeitpunkt? Hashtag no financial advice. Bis zum nächsten Mal.
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