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Kevin Söll

Darüber spricht bei Ethereum keiner! Die negative Seite 😰

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Ich habe ja bereits in einigen Videos erwähnt, dass ich persönlich ziemlich bullish bin, was Ether angeht. Das heißt allerdings nicht, dass ich mich nur auf die positiven Aspekte fokussiere und das Negative einfach komplett ignoriere, denn es gibt auch einige Punkte, die bei Ethereum ziemlich umstritten sind. Und du erahnst es vermutlich bereits: Genau das schauen wir uns im heutigen Video gemeinsam an. Fünf Aspekte, die an Ethereum umstritten sind, und ganz zum Schluss teile ich mit dir auch meine eigene Prognose, wie ich persönlich davon ausgehe, dass es jetzt wahrscheinlich in Zukunft weitergeht.

Hi, mein Name ist Kevin Söll und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit DeFi zu tun hat, Decentralized Finance, inklusive auch verschiedenen Strategien, wie du mehr rausholen kannst als eine einfache Kursgewinne. Jetzt im heutigen Video schauen wir uns mal fünf Aspekte an, die an Ethereum ziemlich umstritten sind.

Der erste Punkt, der an Ethereum umstritten ist, ist die Tatsache, dass, so wie es sich momentan entwickelt, ob das wirklich langfristig gut für das Ökosystem und den Etherpreis ist, oder eventuell nur für das Ökosystem und weniger gut für den Etherpreis. Denn Ethereum hat vom letzten Zyklus bis zu diesem Zyklus eine ziemliche Transformation hingelegt. Denn ursprünglich galt Ethereum als eine Execution Chain, also im Wesentlichen eine Blockchain, wo man dann entsprechende Transaktionen darauf ausführen kann, die B2C-gerichtet war, also Business to Customer, direkt an den Endverbraucher, direkt an den Nutzer, wie beispielsweise du und ich.

Aktuell wird Ethereum dagegen eher als Settlement Layer bezeichnet beziehungsweise auch vermarktet, das heißt im Wesentlichen eine Blockchain, wo dann andere Layer-2-Chains, wie beispielsweise Arbitrum, Optimism, ihre Rollups, also im Wesentlichen diese gebündelten Transaktionen, dann darauf speichern können, damit sie eben von der Sicherheit von Ethereum entsprechend profitieren können. Das heißt, mittlerweile die Vermarktung eher als so eine Art B2B-Chain, Business to Business, nicht mehr direkt an den Endverbraucher, sondern direkt an andere Chains beziehungsweise andere Businesses.

Im letzten Zyklus lag auch noch der Fokus auf der Skalierung von Layer 1, also Ethereum selbst, als damals noch das Sharding von Layer 1 geplant war, sodass die ganzen Transaktionsgebühren auf Layer 1 deutlich günstiger werden und so im Prinzip Ethereum zum Supercomputer für DApps wird, also für dezentrale Applikationen. Jetzt mittlerweile sieht das Ganze ein bisschen anders aus, und zwar wurde mittlerweile dieses Sharding von Layer 1 aus der Roadmap rausgestrichen und stattdessen die Skalierung von Layer 2. Da liegt jetzt mittlerweile der Fokus drauf, sodass Ethereum viel mehr der Supercomputer für App-Chains wird, also für andere Chains, die das entsprechend als Settlement Layer benutzen.

Die Folgen davon erkennt man auch daran, wofür mittlerweile der Großteil der Gas-Fees ausgegeben wird, und zwar sind es primär irgendwelche DeFi-Transaktionen, also, ich würde mal sagen, wirkliche Use Cases, im Vergleich noch zum Beispiel zu vor rund eineinhalb Jahren, wo der Großteil der Transaktionen tatsächlich für irgendwelche NFTs war, das heißt für, ich würde mal sagen, Use Cases, die eher umstritten sind, ob das wirklich ein Use Case ist oder nicht einfach unnötiger Hype. Aber mittlerweile sind es primär irgendwelche Transaktionen, wo es die Gebühren einfach wert sind.

Auch auf den Layer-2-Chains ist seit über einem Jahr erkennbar, dass die Aktivität auf Layer 2 immer mehr zunimmt im Vergleich zu Layer 1, mit mittlerweile mehr als fünffach mehr Transaktionen, die auf Layer 2 entsprechend stattfinden, im Vergleich zu noch vor ungefähr eineinhalb Jahren, wo auf Layer 1 noch mehr Transaktionen stattgefunden haben. Und das hat natürlich, würde man sagen, einerseits positive, allerdings auch negative Konsequenzen. Positiv ist daran, dass Nutzer wie beispielsweise wir natürlich weniger Gebühren zahlen und eventuell dadurch sogar noch mehr Ether entsprechend weggelockt wird in irgendwelchen Smart Contracts. Allerdings auch negativ: dass in dem Moment, wo wir natürlich weniger Fees zahlen, dementsprechend auch der Burn geringer wird.

Und bald soll ja auch auf Ethereum das Proto-Danksharding kommen, EIP-4844, wodurch die ganzen Transaktionsgebühren von den ganzen Layer-2-Chains nochmal um den Faktor ungefähr 10 günstiger werden sollen, was natürlich wiederum für uns User absolut genial ist, für den Burn von Ethereum wahrscheinlich eher weniger gut. Jetzt, dass diese Entwicklungen positiv für das Ökosystem sind, also Ethereum an sich, das ist relativ unumstritten, ich glaube, da sind sich fast alle einig. Aber ob diese Entwicklungen tatsächlich auch positiv für den Etherpreis sind, also das Asset an sich, das ist momentan noch ziemlich umstritten.

Denn jetzt der zweite Punkt, der an Ethereum umstritten ist, und zwar, ob es nicht so ein Stück weit schon Opfer von seinem eigenen Erfolg wurde. Und zwar, wenn du mal den typischen Geldfluss in einem Bullrun anschaust, dann lief es bisher historisch primär so, dass zunächst mal Bitcoin anzieht, das heißt, Bitcoin führt den Bullrun an, danach geht dann das Kapital immer mehr in Ethereum, danach in irgendwelche großen Large Caps, also größere Altcoins, bis hin zu den kleineren Altcoins. Das heißt, im Zeitverlauf von einem Bullrun werden die Leute immer gieriger und gehen dementsprechend auch immer mehr Risiken ein.

Jetzt, wenn du das mit diesem Zyklus vergleichst, dann würde ich behaupten, dass diese zweite Phase bisher in diesem Zyklus zum Großteil ausgelassen wurde. Weil, ja, wir haben gesehen, dass Bitcoin wiederum den Bullrun anführt, aber gleichzeitig, dass auch relativ viele große Altcoins, wie beispielsweise Solana, extrem performt haben im Vergleich zu Ethereum hier. Das heißt, da ist jetzt wiederum das, was umstritten ist: ob nicht Leute, die bewusst mehr Risiken eingehen wollen, tatsächlich dann noch in Ethereum beziehungsweise in Ether investieren, oder ob die nicht direkt hier ein bisschen tiefer gehen, in potenzielle Altcoins, wo du einfach noch eine größere Upside haben kannst. Eventuell könnte das ein Ether-Spot-ETF verbessern, indem dann auch Institutionen tatsächlich in Ether investieren können, dann beispielsweise auch in gestakte Ether.

Aber das bringt mich auch schon direkt zum dritten Punkt, der momentan umstritten ist. Und zwar sind einfach die Ether-Spot-ETFs deutlich weniger wahrscheinlich im Vergleich zu den Bitcoin-Spot-ETFs. Und da ist natürlich jetzt die Frage, was ist, wenn die tatsächlich abgelehnt werden? Die letzte Deadline von den Ether-Spot-ETFs ist irgendwann mal Mitte bis Ende Mai. Aber JP Morgan geht Stand heute nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % davon aus, dass sie tatsächlich genehmigt werden, mit der wesentlichen Begründung, dass bis dahin erstmal die SEC noch Ether als Rohstoff anerkennen müsste und dass das einfach zu optimistisch ist bis Mai.

Jetzt Eric Balchunas, sofern ich das richtig ausspreche, also einer der zwei Bloomberg-Analysten, der sich ja bereits bei den Bitcoin-Spot-ETFs einen ziemlichen Namen gemacht hat, er gibt dem Ganzen eine Wahrscheinlichkeit von 65 %, mit der wesentlichen Begründung, dass einerseits die SEC bereits die Ether-Futures-ETFs akzeptiert hat und dass das im Prinzip schon indirekt aussagt, dass Ether keine Security ist, und gleichzeitig, dass BlackRock unter den Antragstellern ist. Sein primäres Kontra-Argument ist allerdings unser guter alter Gary Gensler, aka Mr. Burns von der SEC. Raoul Paul gibt dem Ganzen dagegen eine Wahrscheinlichkeit von 75 %, mit der wesentlichen Begründung, dass einfach BlackRock ebenfalls mit dabei ist unter den Antragstellern und die einfach eine unglaublich hohe Erfolgsquote haben.

Jetzt bei Ether ist aus meiner Sicht schon allein deshalb die Wahrscheinlichkeit geringer, aufgrund der Tatsache, dass wir hier bei Ether nur, in Anführungszeichen, 7 Anträge haben, im Vergleich zu bei Bitcoin, da waren es satte 11. Und bei Bitcoin war ja noch die Vorgeschichte, dass es dazu vorher diesen Gerichtsprozess mit Grayscale gab, den Grayscale entsprechend gewonnen hat, und so einen Gerichtsprozess gab es jetzt beispielsweise bei Ether im Voraus nicht. Jetzt zum Vermarkten sind die Ether-ETFs, und vor allem auch ETFs mit gestakten Ethern, ziemlich genial, weil da hast du einerseits ein produktives Asset, was im Wesentlichen für die Leute vergleichbar ist wie beispielsweise eine Aktie, gleichzeitig noch die Rendite oben drauf, was die Leute ebenfalls kennen von beispielsweise den Dividenden bei Aktien.

Jetzt der vierte Punkt, der an Ether ebenfalls umstritten ist, ist die Tatsache, dass Ether vom vorletzten Zyklus zu diesem Zyklus nur ein Lower High gesetzt hat, so wie, ich würde mal sagen, der Großteil der Altcoins auch. Was allerdings Ether von anderen Altcoins unterscheidet, ist die Tatsache, dass Ether auch ein Higher Low gesetzt hat. Also Lower High grundsätzlich kein gutes Zeichen, Higher Low grundsätzlich ein gutes Zeichen, und es sieht jetzt auch ganz stark danach aus, als ob es in diesem Zyklus wiederum ein Higher Low wird.

Denn jetzt noch zum fünften Punkt, der umstritten ist, und zwar habe ich das aus einem Solana-Podcast, wo im Wesentlichen die Frage in den Raum geworfen wurde: Was ist, wenn die Dezentralität, also im Wesentlichen die Sicherheit von Ethereum, den ganzen Usern gar nicht so wirklich wichtig ist? Denn wenn du mal Ethereum mit Solana vergleichst, würde ich sagen, ist einer der Hauptunterschiede der, dass bei Ethereum nach wie vor Prio 1 das Thema Sicherheit hat, in Form von unter anderem der Dezentralität, und auf Prio 2 steht dann die Skalierbarkeit. Jetzt bei Solana ist es umgekehrt, da hat Prio 1 die Skalierbarkeit, das heißt schnelle, günstige Transaktionen, und auf Prio 2, dort steht die Sicherheit.

Jetzt, wenn du mal eine Umfrage unter allen Krypto-Usern machen würdest, wie wichtig sie das Thema Dezentralität einstufen, würden wahrscheinlich die allermeisten Leute direkt ankreuzen, dass es sehr wichtig ist. Aber dann in der Praxis, wenn es darum geht, sein eigenes Kapital zu investieren, würden wahrscheinlich die allermeisten Leute, ohne mit der Wimper zu zucken, trotzdem in irgendwelche komplett zentralisierten Projekte investieren. Aber gerade dazu habe ich erst vor Kurzem dieses Zitat von Liquity gelesen: 'Decentralization doesn't matter until it does.' Also dass Dezentralisierung erst dann wichtig ist, wenn es tatsächlich gebraucht wird.

Das ist ja auch der Hauptgrund, warum irgendwelche Länder, die derzeit Frieden haben, trotzdem Waffen produzieren: dass, wenn es mal zum Krieg kommt, sie sich entsprechend verteidigen können. Und genau gleich sehe ich das persönlich auch bei Blockchains, weil Stand heute mag das Thema Dezentralisierung vielleicht noch eher relativ wenige Leute wirklich jucken. Aber es wird tatsächlich mal der Moment kommen, an dem es tatsächlich mal einen Angriff gibt, einen gezielten Angriff auf eine große Layer-1-Chain. Und spätestens dann wird das Thema von allen Leuten wieder plötzlich wertgeschätzt.

Jetzt noch, wie versprochen, meine eigene Prognose, was Ether angeht. Und zwar gehe ich persönlich nach wie vor davon aus, dass wir bei Ether auch dieses Jahr einen Ausbruch nach oben sehen, und zwar einen Ausbruch, der unangekündigt kommt. Das heißt, nicht einen Ausbruch, wo es davor schon irgendwelche Narrative gab, von wegen, ja, das könnte den Preis nach oben treiben, sondern wir sehen zuerst die Price Action und erst danach kommen dann die entsprechenden Narrative, dass, ja, Ether ist jetzt irgendwie so knapp, oder auf jeden Fall die Narrative, die dann dazu führen, dass die Aufmerksamkeit wieder ganz plötzlich auf Ether liegt.

Denn das Thema Aufmerksamkeit, das ist ja gerade das, was Ether im Jahr 2023 relativ wenig bekommen hat. Jetzt, was genau dann die Narrative sein werden, ich persönlich weiß es nicht. Es könnte das verknappte Angebot sein, es könnte auch beispielsweise das Restaking sein oder die Layer-2-Chains oder Ether-Spot-ETFs. Aber ich bin mir sicher, sobald Ether entsprechend diesen Move nach oben macht, da werden sich ganz automatisch verschiedene Narrative finden, die dann entsprechend zu viel Aufmerksamkeit führen.

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Einige Aspekte an Ethereum sind ziemlich umstritten. Hier lernst du über die Top 5 Punkte und meine Prognose für die künftige Entwicklung.

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Mein Name ist Kevin Söll. Ich bin 2018 aus Deutschland ausgewandert und bereise seither die Welt.

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