Kryptowährungen dezentral beleihen | Frankencoin Tutorial 💎
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In vorherigen Videos habe ich bereits einiges über den FPS-Token berichtet, also den nativen Token vom Frankencoin-Ökosystem, mit dem du im Prinzip indirekt am Erfolg von diesem System partizipieren kannst. Jetzt im heutigen Video schauen wir uns mal konkret den Borrowing-Part von diesem Protokoll an, also wie du selbst eine Position aufbauen kannst und vor allem auch, was es dabei zu beachten gibt. Und da wirst du auch relativ schnell merken, dass das alles andere als ein 08/15-Protokoll ist, sondern dass da wirklich einiges unter der Haube steckt.
Hi, mein Name ist Kevin Söll und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit Krypto zu tun hat, inklusive auch verschiedenen Protokollen, wie beispielsweise heute, die uns einfach im DeFi-Space unglaubliche Möglichkeiten bieten. Das heutige Video ist auch gesponsert von der Frankencoin-Association, und da ich ohnehin vorhatte, genau zu dem Part ein Video zu machen, hat es aus meiner Sicht perfekt gepasst.
Lass uns auch direkt reinstarten, und zwar hast du grundsätzlich zwei verschiedene Optionen, hier im Frankencoin-Ökosystem eine eigene Position aufzubauen. Und Position ist hier in diesem Ökosystem einfach nur synonym für deinen eigenen Vault. Und zwar ist die erste Möglichkeit die, dass du eine bestehende Position klonst, was relativ einfach ist, allerdings auch damit einhergeht, dass du dann einfach so ein Stück weit inflexibel bist, weil du dann die ganzen Kreditkonditionen von einer anderen Person, also die eine andere Person vorgeschlagen hat, entsprechend übernimmst. Und die zweite Möglichkeit ist die, dass du hier eine eigene Position vorschlägst, was ein gutes Stück komplizierter ist, allerdings auch den großen Vorteil bringt, dass du wirklich dann komplett flexibel bist, weil du deine eigenen Kreditkonditionen bestimmen kannst.
Lass uns dazu mal mit der ersten Option starten. Und zwar kannst du dafür einfach hier unter den Positionen die bestehenden Positionen anschauen, und wenn du dann beispielsweise zum Entschluss kommst: Hey, ich möchte ebenfalls gewrappte Bitcoins entsprechend beleihen, dann könntest du jetzt bei dieser Position draufklicken auf Clone and Mint. Danach öffnet sich dann dieses Fenster, wo ich mal behaupten würde, dass die Benutzung davon relativ selbsterklärend ist, allerdings die Funktionsweise dahinter ziemlich anders als bei jedem anderen Borrowing-Protokoll, was ich bisher auf dem Markt gesehen habe. Deshalb lass uns das Ganze mal schrittweise durchgehen.
Und zwar kannst du zunächst mal hier oben die Anzahl der Stablecoins auswählen, die du tatsächlich als Kredit aufnehmen möchtest. Allerdings gibt es da vier Dinge zu berücksichtigen. Und zwar zum einen hier oben rechts dieses Limit. Dieses Limit sagt im Wesentlichen aus, wie viele Stablecoins man in diesem Ökosystem für diesen Kollateraltyp und diese Kreditkondition tatsächlich als Kredit aufnehmen kann. Jetzt in dem Fall sind noch ungefähr drei Millionen Stablecoins übrig, das heißt, du könntest hier problemlos beispielsweise einen Kredit aufnehmen in Höhe von 100.000. Sollte hier allerdings beim Limit 0 stehen, dann könntest du beispielsweise diese Position hier nicht klonen, aufgrund der Tatsache, dass hier dieses Limit schon aufgebraucht ist.
Der zweite Punkt, den du beachten solltest, ist, dass wenn du hier beispielsweise 100.000 eingibst, dass du danach, also nach der Kreditaufnahme, dann nicht 100.000 ZCHF bei dir in der Wallet hast, sondern weniger, weil da zum einen hier diese Reserve abgezogen wird. Was es genau damit auf sich hat, das schauen wir uns gleich noch genauer an. In dem Fall ist die Reserve hier 10% groß, das heißt, 10.000 ZCHF werden abgezogen. Gleichzeitig werden noch die ganzen Fees abgezogen. Damit sind die jährlichen Zinsen gemeint, also Zinsen, die anfallen bis zu diesem Datum, was du hier unten festlegen kannst. In dem Fall sind das unter den Kreditkonditionen ungefähr 3,4%. Die werden ebenfalls abgezogen. Das heißt, das, was du dann schlussendlich bei dir in deiner Wallet hast, sind ungefähr 86.000 ZCHF im Vergleich zu den 100.000, die du hier entsprechend eingegeben hast. Und das ist auch hier kein Standard, dass ungefähr 14% entsprechend weggehen, sondern das ist hier wirklich nur ein Beispiel von den konkreten Kreditkonditionen. Das ist wirklich von Position zu Position anders. Das schauen wir uns gleich noch ein bisschen genauer an.
Dann die dritte Sache, die du beachten solltest, ist, dass hier das erforderliche Kollateral automatisch berechnet wird, über den Liquidationspreis von der Position, die du entsprechend klonst, und auch gleichzeitig deiner Angabe hier oben. Das heißt, ganz zu Beginn bei der Erstellung von dieser Position kannst du das nicht individuell anpassen. Du kannst auch den Liquidationspreis ganz zu Beginn nicht frei wählen, sondern erst im Nachhinein, nachdem du die Position dann entsprechend aufgebaut hast. Danach kannst du dann das individuell anpassen.
Und noch die vierte Sache, die du beachten solltest, ist, dass jede einzelne Position hier im Frankencoin-Ökosystem ein Ablaufdatum hat. Das heißt, nicht so wie bei anderen Borrowing-Protokollen, wo du teilweise Positionen unendlich lange offen halten kannst - das ist hier nicht der Fall, sondern jede Position hat ein Ablaufdatum. Und zwar kannst du hier das maximale Datum auswählen von der Position, die du hier entsprechend klonst. Das wäre jetzt in diesem Fall der 25. März 2026. Das wäre das maximale Datum, was du hier eintragen kannst. Kürzer geht immer, länger geht allerdings nicht.
Wenn du dann mit den Einstellungen fertig bist, kannst du hier unten auf Approve draufklicken. Danach musst du auch, wie bei jedem anderen Borrowing-Protokoll, zwei verschiedene Transaktionen durchführen. Zum einen, dass du zunächst mal hier diesen Kollateraltyp freigibst, in dem Fall beispielsweise gewrappte Bitcoins. Und dann in der zweiten Transaktion. Das führt dann dazu, dass die gewrappten Bitcoins aus deiner Wallet in den Smart Contract landen und du dafür dann hier diese ZCHF in die Wallet bekommst. Das war jetzt die einfache Option, um über das Frankencoin-Ökosystem eine eigene Position aufzubauen, was wahrscheinlich auch, ich würde mal behaupten, für wahrscheinlich 90% der User am relevantesten ist.
Sollte es jetzt allerdings beispielsweise so sein, dass dein Kollateraltyp hier bei den Positionen gar nicht existiert, oder dir gefallen die ganzen Kreditkonditionen nicht, da kannst du auch eine eigene Position selbst vorschlagen. Dafür einfach auf der offiziellen Webseite hier unter Positions ganz nach unten scrollen, und dann findest du hier die Option Propose New Position Type. Wenn du da draufklickst, öffnet sich dann diese Maske, die vielleicht ganz zu Beginn relativ kompliziert aussieht. Sobald du allerdings mal die Mechanismen hinter diesem Konzept verstanden hast, ist das Ganze aus meiner Sicht eigentlich relativ selbsterklärend.
Und zwar ist das Grundkonzept dahinter, ich würde mal behaupten, relativ einzigartig. Oder zumindest habe ich persönlich zuvor im Borrowing-Space noch nie sowas in der Art gesehen. Und zwar ist die Grundidee im Wesentlichen die, dass du als User komplett frei deine eigenen Kreditkonditionen vorschlagen kannst. So, sollten jetzt allerdings den ganzen FPS-Haltern deine Kreditkonditionen nicht gefallen, dann könnten sie ein Veto einlegen und das Ganze wird abgelehnt. Was jetzt im Wesentlichen in der Praxis bedeutet, dass du immer deine Kreditkonditionen so wählen musst, dass es für beide Parteien, also für dich genauso wie für die FPS-Halter, eine Win-Win-Situation ist. Wenn du das tust, dann geht dein Vorschlag entsprechend durch, und dann kannst du zu deinen Konditionen, die du selbst vorgeschlagen hast, tatsächlich deine eigene Kryptowährung beleihen. Und wie du das erreichen kannst, das schauen wir uns jetzt gemeinsam an.
Lass uns zunächst mal hier oben links starten. Und zwar immer dann, wenn du deine eigene Position hier vorschlägst mit eigenen Konditionen, wird eine Proposal-Fee fällig von 1000 ZCHF, die meines Wissens nach - aber da bin ich mir nicht zu 100% sicher, aber zumindest meines Wissens nach - an die ganzen FPS-Halter gehen. Und zwar ist der Sinn und Zweck von dieser Fee, dass dieses Ökosystem nicht durch tausende Bot-Anfragen entsprechend zugespammt wird. Genau deshalb gibt es diese Fee. Und auch wenn sich vielleicht ganz zu Beginn diese 1000 ZCHF relativ viel anhören, das kann sich bei größeren Positionen relativ schnell wieder rentieren, aufgrund der Tatsache, dass du hier in aller Regel deutlich weniger Zinsen zahlst im Vergleich zu anderen Borrowing-Protokollen. Das heißt, bei großen Positionen ist das quasi, ja, du zahlst ganz zu Beginn etwas mehr, aber dafür hast du dann im Nachhinein einfach deutlich geringere Gebühren.
Gleichzeitig kannst du hier noch die sogenannte Initialization Period festlegen, also wie lange die ganzen FPS-Halter dann Zeit haben, um gegebenenfalls gegen deinen Vorschlag hier ein Veto einzulegen. Das ist minimum drei Tage. Ich persönlich würde dir allerdings in der Praxis eher mehr Tage empfehlen, also fünf Tage oder wenn nicht sogar sieben Tage. Nicht, dass irgendwelche FPS-Halter aufgrund von Zeitdruck einfach so ein Veto einlegen, weil sie nicht genügend Zeit haben, hier den Vorschlag genauer anzuschauen.
Und links kannst du dann das sogenannte Minting Limit angeben, also wie viele ZCHF, also wie viele Stablecoins unter diesen Kreditkonditionen mit dem Kollateraltyp, den du entsprechend vorschlägst, dann tatsächlich als Kredit aufgenommen werden können. Das ist auch eins zu eins das Limit, was du bereits vorhin beim Klonen gesehen hast. Also beim Klonen hast du quasi das Limit gesehen, abzüglich der Stablecoins, die bereits entsprechend gemintet wurden. Und zwar ist der Hintergrund ganz einfach der, dass jeder einzelne Kollateraltyp, der hier vorgeschlagen wird, natürlich auch indirekt ein Sicherheitsrisiko für das Ökosystem darstellt. Und um dieses Risiko entsprechend zu minimieren, also wenn jetzt beispielsweise hier irgendein Token, den du vorschlägst, preislich komplett kollabieren sollte, um dieses Risiko bzw. die Auswirkung davon einfach einzuschränken, wird hier dieses Limit gewählt, was im allgemeinen Borrowing-Space ein relativ bekannter und auch gebräuchlicher Sicherheitsmechanismus ist.
Heißt jetzt wiederum in der Praxis, dass wenn du hier beispielsweise einen Kollateraltyp vorschlägst, der im Allgemeinen relativ riskant ist, dann solltest du hier dieses Limit vielleicht eher ein bisschen tiefer setzen. Und wenn du hier beispielsweise was vorschlägst wie gewrappte Bitcoins oder gewrappte Ether, also Kryptowährungen, die im Allgemeinen als sehr sicher gelten, dann kannst du hier dieses Limit auch etwas höher setzen.
Dann geht es weiter mit dem Annual Interest, also den jährlichen Zinsen, die du bereit bist zu zahlen. Das kannst du ebenfalls individuell festlegen. Die gehen auch dann an die ganzen FPS-Halter, und die zahlst du auch ganz zu Beginn auf einen Schlag, also ganz zu Beginn, wenn du die Position entsprechend eröffnest. Theoretisch könntest du auch hier eine Null eintragen, nur dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass die ganzen FPS-Halter ein Veto einlegen, weil du ja, wie gesagt, die ganzen Konditionen so wählen solltest, dass es ein Win-Win ist, also für dich ein Win, genauso auch wie für die ganzen FPS-Halter. Als grobe Faustregel kannst du dir merken, dass wenn du hier beispielsweise einen Kollateraltyp vorschlägst, der relativ riskant ist, dann solltest du hier mit den Zinsen womöglich eher ein bisschen nach oben gehen. Genauso auch umgekehrt: Wenn du hier beispielsweise was vorschlägst, was im Allgemeinen relativ sicher ist, dann kannst du auch hier bei den Zinsen etwas geringer gehen. Und wie hoch du die Zinsen wählst, da würde ich mich persönlich einfach an den ganzen anderen Positionen so ein Stück weit orientieren.
Dann geht es weiter mit der Maturity, also der Fälligkeit, also bis wann du diesen Kredit entsprechend wieder tilgen möchtest, weil du ja, wie gesagt, bei diesem Protokoll im Vergleich zu den ganzen anderen Borrowing-Protokollen eine Position nicht unendlich lange offen halten kannst, sondern immer nur für die Zeitdauer, die du entsprechend definierst. Die Mindestzeitdauer beträgt ja einen Monat, nach oben gibt es theoretisch kein Limit, das heißt, theoretisch könntest du hier auch beispielsweise 10 Jahre eintragen. Das würde ich mir allerdings an deiner Stelle gut überlegen, weil, wie gesagt, die ganzen Zinsen hier vorweg anfallen, das heißt, du müsstest dann in dem Fall für 10 Jahre die ganzen Zinsen ganz zu Beginn entsprechend zahlen. Und solltest du beispielsweise deine Position früher schließen, dann bekommst du diese Zinsen nicht wieder zurück, sondern die bleiben bei den FPS-Haltern.
Diese drei Parameter, also sowohl das Limit als auch die jährlichen Zinsen als auch die Fälligkeit, das kannst du nach der Positionseröffnung auch nicht mehr abändern, sondern die sind fix. Was du natürlich immer machen kannst, ist, dass du theoretisch hier eine komplett neue Position entsprechend vorschlägst mit anderen Parametern, aber du kannst jetzt beispielsweise die drei Punkte bei einer bestehenden Position im Nachhinein nicht mehr abändern.
Da lass uns jetzt hier oben rechts weitermachen mit dem Kollateraltyp, und das ist aus meiner Sicht eine der Hauptbesonderheiten hier von diesem Frankencoin-Ökosystem, dass du zumindest theoretisch jeden ERC20-Token hier entsprechend beleihen kannst. Und genau deshalb ist ja auch beim Frankencoin-Ökosystem von der Demokratisierung der Geldschöpfung die Rede, weil da im Prinzip jeder so ein Stück weit die, ja, ich sag mal, die Rolle von der Zentralbank einnehmen kann. Das heißt, dass jeder mit seinem eigenen Kollateraltyp, mit seinem eigenen Token entsprechend neue Stablecoins minten kann.
Um hier einen eigenen Kollateraltyp vorzuschlagen, brauchst du zunächst mal die Tokenadresse. Das heißt, wenn du jetzt hier beispielsweise gestakete Ether vorschlagen möchtest, dann bräuchtest du jetzt die Tokenadresse von gestaketen Ether, die du beispielsweise bei CoinGecko oder auch beispielsweise bei CoinMarketCap findest. Das heißt, dafür einfach hier bei CoinMarketCap nach deinem Token suchen, und dann kannst du hier die Tokenadresse entsprechend kopieren. Theoretisch kannst du das auch mit jedem anderen ERC20-Token machen, also der theoretisch erlaubt ist. Wichtig ist nur, dass du hier Tokens vorschlägst, die erstens liquide sind und zweitens nicht hochvolatil, weil dafür einfach der Liquidationsmechanismus vom Frankencoin-Ökosystem nicht wirklich geeignet ist. Das heißt, da ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass jemand ein Veto einlegt und der Vorschlag nicht durchgeht.
Wenn du die Tokenadresse dann kopiert hast, kannst du die hier einfach einfügen, und dann kannst du auch direkt hier im nächsten Schritt deinen Kollateraltyp entsprechend freigeben. Also es ist eins zu eins vergleichbar wie auch vorhin beim Klonen, dass du zunächst mal hier diesen Kollateraltyp freigeben musst, bevor dann die eigentliche Transaktion hier stattfindet.
Dann hier im nächsten Schritt unter Minimum Collateral kannst du quasi die Anzahl an gestaketen Ethern eingeben, die jede Person inklusive dir mindestens bei einer neuen Position entsprechend hinterlegen muss. Und zwar muss die so hoch sein, dass zum Zeitpunkt der Liquidation der Wert von diesem Kollateraltyp mindestens 5000 ZCHF entspricht. Was im Wesentlichen einfach nur ein Schutzmechanismus ist, dass selbst bei hohen Gas-Fees dieser Liquidationsmechanismus von diesem System nach wie vor rentabel ist. Das heißt jetzt wiederum in der Praxis, dass wenn du hier beispielsweise 10 gestakete Ether eingibst, dass hier der Liquidationspreis mindestens 500 ZCHF entsprechen muss, weil 10 mal 500 wäre in dem Fall 5000, das wäre also gerade so das Minimum. Du kannst allerdings dann deine eigene Position mit deutlich mehr starten als diese 10. Diese 10 sind, wie gesagt, nur das Minimum. Du könntest hier beispielsweise deine eigene Position mit 100 gestaketen Ethern starten und kannst es dann auch im Nachhinein jederzeit wieder abändern. Das schauen wir uns gleich noch etwas genauer an.
Dann geht es weiter mit der Retained Reserve, was wir auch vorhin bereits beim Klonen gesehen haben. Das ist im Prinzip das Geld, was du verlieren kannst bei einer Liquidation, weil das entsprechend benutzt wird, um deine offenen Kreditschulden entsprechend zu tilgen. Diese Reserve bekommst du auch wieder zurück, in dem Moment, wo du deinen Kredit wieder tilgst. Einzige Ausnahme, wobei ich eher behaupten würde, dass es eher ein theoretischer Randfall ist, allerdings will ich es trotzdem erwähnen: dass wenn diese Reserve hier aufgebraucht wurde, weil das ist ja, wie gesagt, eine Reserve. Das heißt, wenn jetzt beispielsweise dieses System hier einen massiven Verlust macht durch beispielsweise eine große Position, die viel zu spät liquidiert wurde, und dadurch einfach hier diese Reserve teilweise oder ganz aufgebraucht wurde, dann bekommst du auch dieses Geld hier nicht mehr wieder zurück.
Und das heißt jetzt wiederum auch in der Praxis, und das ist jetzt aus meiner Sicht auch das Raffinierte daran, dass selbst jede einzelne Person, die in diesem Ökosystem eine offene Position hat, jetzt quasi einen indirekten finanziellen Anreiz hat, auch sicherzustellen, dass jede einzelne Position, die preislich unter dem Liquidationspreis ist, auch rechtzeitig entsprechend liquidiert wird, weil es ansonsten tatsächlich sein kann, dass alle anderen entsprechend Geld verlieren. In der Praxis gilt hier, dass das Minimum 10% sind, und je volatiler dein Kollateraltyp ist, den du hier entsprechend vorgeschlagen hast, desto höher sollte auch hier diese Reserve sein. Genauso auch umgekehrt: Wenn dein Kollateraltyp relativ wenig schwankt, dann kannst du auch hier was Niedriges vorschlagen.
Das heißt jetzt wiederum auch in der Praxis, dass wenn du hier beispielsweise 20% eingibst, von der offenen Kreditsumme, die du hier entsprechend aufnimmst, also in dem Fall wären das 100 gestakete ETH mal 500, also 50.000 ist der offene Kredit, dann werden hier die 20% der Reserve erstmal abgezogen, also 10.000 gehen dann nochmal weg. Genauso wie hier diese Zinsen, die vorweg fällig werden für beispielsweise 12 Monate, die gehen ebenfalls weg, und das, was dann entsprechend übrig bleibt, das ist das, was du dann entsprechend in der Wallet hast.
Und auch hier der letzte Parameter, den du einstellen kannst, die sogenannte Auction Duration, also wie lange die Auktion bei der Liquidation tatsächlich dauern soll, was wiederum mit dem Liquidationsprozess zu tun hat, den wir uns im heutigen Video nicht genau anschauen, weil der ebenfalls ein bisschen komplex ist, aber ja, da kannst du im Wesentlichen merken, dass je volatiler hier dein Kollateraltyp ist, desto länger sollte auch hier diese Phase sein, genauso auch umgekehrt. Wenn du dann hier mit den ganzen Einstellungen zufrieden bist, kannst du dann hier auf Propose Position draufklicken, und sollten dann in den nächsten 5 Tagen keine FPS-Halter irgendwie ein Veto einlegen, dann wird deine Position hier automatisch eröffnet.
Wie du gerade gesehen hast, bist du hier beim Frankencoin-Ökosystem wirklich komplett flexibel, was diesen Kredit angeht, was allerdings natürlich auch damit einhergeht, dass du einfach ein gewisses Verständnis hast für das entsprechende System. Und genau deshalb würde ich dir persönlich auch empfehlen, dass wenn du dir irgendwo unsicher bist bei irgendeinem Parameter, am besten einfach schon im Voraus mit der Community entsprechend diskutieren, Feedback einholen, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass du kein Veto bekommst, also dass es dann entsprechend durchgeht, deutlich höher.
Dann lass uns jetzt noch gemeinsam anschauen, wie du eine offene Position anpassen kannst. Und zwar kannst du theoretisch im Nachhinein jederzeit nochmal mehr Kredit aufnehmen, solange dieses Limit, was du ursprünglich gesetzt hast oder vielleicht auch jemand anderes gesetzt hat, solange dieses Limit entsprechend noch nicht aufgebraucht ist. Das heißt, wenn du hier jetzt beispielsweise einen doppelt so hohen Kredit aufnimmst, also beispielsweise statt 5.000 10.000, dann würde auch hier beispielsweise sich dein Liquidationspreis verdoppeln, auf beispielsweise 2.000. Und genau deshalb gibt es auch hier bei diesem Protokoll eine sogenannte Cooldown-Phase von drei Tagen, wo im Prinzip andere Leute innerhalb von diesen drei Tagen Zeit haben, deine Position hier entsprechend zu challengen, sofern jetzt beispielsweise hier in diesem Fall der Preis von gewrappten Ethern geringer ist als diese 2.000 Dollar. Also dann könnten die quasi dieses Liquidationsverfahren einleiten.
Wenn du dagegen deine Kreditsumme verringerst, dann wird auch immer noch ein Teil von dieser Reserve, die ursprünglich zurückgehalten wurde, ebenfalls mit zurückgezahlt. Jetzt in dem Fall ist beispielsweise die Reserve 25% hoch, was im Wesentlichen bedeutet, dass wenn du hier jetzt beispielsweise deine Kreditsumme um 1.000 ZCHF verringerst, dann wird das Ganze verringert hier um 1.250, also plus 25%. Oder was auch wiederum in der Praxis bedeutet, dass hier in dem Fall 3.750 ZCHF ausreichen würden, um tatsächlich hier den vollen Kredit zu tilgen.
Du kannst bei deiner offenen Position auch das Kollateral anpassen, indem du beispielsweise hier noch mehr gewrappte Ether entsprechend hinterlegst. Tiefer kannst du theoretisch auch gehen, allerdings musst du da immer noch berücksichtigen, dass es ja dieses Limit gibt von mindestens 5.000 ZCHF. Und in dem Fall sind wir beispielsweise genau bei diesem Limit, dass du hier 5.000 ZCHF hast, das heißt, in dem Fall könntest du jetzt beispielsweise hier dein Kollateral nicht verringern, allerdings erhöhen. Das heißt jetzt in der Praxis, dass wenn du beispielsweise hier dein Kollateral erhöhst auf beispielsweise 10 gewrappte Ether, dann könntest du hier nochmal den doppelten Kredit aufnehmen, und dein Liquidationspreis, der würde gleich bleiben. Also ja, ich würde mal behaupten, dass wenn man die Logik dahinter verstanden hat, es eigentlich relativ selbsterklärend ist, aber es muss halt zunächst mal tatsächlich Klick machen.
Und genau deshalb ist es wahrscheinlich auch für die allermeisten Leute, die so eine offene Position haben möchten, das Allerbeste, wenn sie nicht eine eigene Position vorschlagen, sondern einfach eine bestehende Position klonen, weil das doch deutlich einfacher ist, als beispielsweise alles von A bis Z selbst zu machen. Wenn du dich dagegen hier etwas tiefer einfuchst und deine eigene Position vorschlägst, dann kann sich das auch relativ schnell lohnen, aufgrund der Tatsache, dass du dann wirklich unter den Konditionen, die du selbst bestimmt hast, dann tatsächlich deine Kryptowährung beleihen kannst.
Eine Sache noch zum Schluss, und zwar sind derzeit die öffentlichen Informationen zum Frankencoin-Protokoll momentan noch relativ dünn, das heißt, ich habe mir alle Mühe gegeben, dass ich mich da so tief wie möglich einarbeite mit den Informationen, die ich entsprechend hatte, aber ich kann nicht ausschließen, dass ich an der einen oder anderen Stelle eventuell was falsch interpretiert habe. Sollte es tatsächlich so sein, korrigiere mich gerne in den Kommentaren, dass wir alle daraus lernen können.
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