Sind Hardware-Wallets kompletter Schwachsinn?
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Hardware Wallets sind kompletter Schwachsinn und gehören eigentlich in die Tonne. Das ist zumindest das, was ZachXBT behauptet, einer der bekanntesten – wenn nicht sogar der bekannteste – Onchain-Analyst im gesamten Kryptomarkt, der im Wesentlichen geschrieben hat, dass alle Hardware Wallets kompletter Müll seien und dass man stattdessen viel besser dran sei, wenn man einfach ein separates iPhone für seine Kryptowährung benutzt, anstatt einer Hardware Wallet.
Normalerweise würde ich so einen Post als Ragebait abtun, also einen Post, der ganz bewusst super provokant geschrieben ist, damit man möglichst viel Reichweite bekommt. Aber erstens kommt dieser Post nicht von irgendjemandem, sondern von ZachXBT, der sicherheitstechnisch extrem viel Ahnung hat. Und zweitens denke ich definitiv, dass da ein Funke Wahrheit drinsteckt. Erst vor rund zwei Wochen haben wir den Hack bei der Coldcard gesehen, also bei der Hardware Wallet, wo die Seed Phrases der Nutzer tatsächlich gehackt werden konnten und mittlerweile schon über 116 Millionen Dollar dadurch gestohlen wurden – also bei Nutzern, die eigentlich alles richtig gemacht haben, das Ganze über eine Hardware Wallet selbst verwahrt haben und trotzdem gehackt wurden.
Und erst diese Woche ging es weiter mit Trezor. Da wurde zwar nicht die Hardware Wallet gehackt, allerdings die Kundendaten bei einem Versanddienstleister, sodass von knapp 12.000 Kunden die vollen Namen, die Adresse, die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse gehackt wurden. Im Best Case werden solche Kundendaten in Zukunft nur für Phishing-Attacken genutzt, was bedeuten könnte, dass diese Nutzer in Zukunft häufiger eine E-Mail von Betrügern bekommen, die sich als Trezor ausgeben – nur in der Hoffnung, dass sie ihre Seed Phrase bei irgendeiner Betrüger-Website eingeben. Im Worst Case könnten solche Kundendaten allerdings auch ganz gezielt genutzt werden, um Kryptonutzer zu kidnappen und zu foltern, bis die Betroffenen freiwillig – in Anführungszeichen – ihre Seed Phrase hergeben und dann ihre Krypto-Werte gestohlen werden.
Das hört sich zunächst komplett gruselig an, so etwas kann man sich gar nicht vorstellen, aber allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres gab es so etwas in Frankreich, also direkt im Nachbarland, schon über 40 Mal. Deshalb schauen wir uns heute wieder gemeinsam an – und zwar ohne Fanboy-Brille, so objektiv wie möglich –, ob Stand heute tatsächlich noch eine Hardware Wallet die beste Möglichkeit ist, seine Krypto-Werte zu lagern, was an diesem Post von ZachXBT tatsächlich dran ist und was du zu beachten solltest. Hi, mein Name ist Kevin Söll, und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit Krypto zu tun hat. Und falls du künftig noch mehr Videos von mir sehen möchtest, dann lade ich dich herzlich ein, unten auf Abonnieren zu klicken.
Warum genau behauptet ZachXBT eigentlich, dass Hardware Wallets absoluter Müll sind? Um ehrlich zu sein, eine wirkliche Begründung hat er gar nicht gegeben. Das Einzige, was er geschrieben hat, ist, dass alle Hardware Wallets kompletter Müll seien, dass er nicht empfiehlt, sie zum Signieren von Transaktionen oder zum Lagern von Krypto-Werten zu nutzen, und dass man stattdessen deutlich besser dran sei mit einem separaten iPhone, das man ausschließlich für Krypto benutzt – außer man hat einen Low IQ, also einen geringen IQ; idiotensicher scheint das Ganze also nicht zu sein. Ledger sei angeblich das schlechteste, vor allem auch Ledger Live, also die App von Ledger: Da würden sie regelmäßig Updates machen, sodass normale Dinge einfach nicht mehr funktionieren.
Anhand seiner Aussage können wir also gar nicht so wirklich sagen, wie wir tatsächlich zu dieser These kommen. Was wir allerdings definitiv sagen können, ist, dass es ein paar super valide Gründe gibt, keine Hardware Wallet zu benutzen. Den ersten Grund haben wir vorhin bei Trezor gesehen: dass grundsätzlich auch die Kundendaten gehackt und anschließend missbraucht werden können. Bei mir ist das beispielsweise so, dass vor Jahren ebenfalls mal meine Kundendaten bei Trezor kompromittiert wurden und ich mittlerweile jede einzelne Woche so zwischen zwei und vier Phishing-E-Mails von Leuten bekomme, die sich als Trezor ausgeben. Wie kann man sich dagegen schützen? Erstens, indem du beim Kauf eine separate E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer angibst, und zweitens, indem du solche Geräte nie an deine eigene Wohnadresse schickst, sondern beispielsweise an eine Abholstation – oder, wenn du sowieso vorhast, irgendwo für zwei, drei Wochen Urlaub zu machen, direkt an diesen Urlaubsort.
Der zweite valide Kritikpunkt an Hardware Wallets ist definitiv die schlechte User Experience. Ganz ehrlich, ich persönlich finde es einen absoluten Pain in the Ass, dass ich für jede einzelne Transaktion dieses Ding hier mit einem Kabel einstecken muss. Danach muss ich es erstmal mit diesen zwei Knöpfen und dem Pin freischalten, das dauert bestimmt eine halbe Minute, danach muss ich es auf meinem Computer bestätigen, danach nochmal hier bestätigen, ich muss die ganzen Adressdaten überprüfen, ob sie gleich sind – und dieser ganze Aufwand nur für eine einzige Transaktion. Meine persönliche Vermutung ist, dass Hardware Wallets irgendwann in Zukunft automatisch im Handy integriert sind, so wie es beispielsweise beim Solana Seeker Phone bereits der Fall ist, wo deine Hardware Wallet direkt im Handy integriert ist. Und dass wir dann irgendwann, vielleicht in 20 Jahren, auf heute zurückschauen und uns totlachen, dass wir damals mit so einem komischen USB-Stick mit zwei Knöpfen Transaktionen signieren mussten, während wir das dann direkt übers Handy machen können.
Den dritten Kritikpunkt hat ZachXBT direkt angesprochen, und zwar Updates. Egal ob Firmware- oder Software-Updates: All solche Updates können grundsätzlich auch dazu führen, dass neue Bugs ins System kommen, weshalb manche mit ihrem Gerät überhaupt keine Updates machen. Früher habe ich das persönlich komplett anders gehandhabt und teilweise über mehrere Jahre bei meinem Gerät einfach überhaupt keine Updates gemacht. Mittlerweile habe ich meine Meinung dazu ein Stück weit geändert, weil ich mich tiefer mit dem Thema beschäftigt und informiert habe und zum Entschluss kam: Wenn ich nie irgendwelche Updates mache, dann bedeutet das auch, dass bekannte Sicherheitslücken nach wie vor vorhanden sind. Deshalb bin ich mittlerweile eher der Fan, diese Updates zu machen, allerdings nicht sofort, nachdem sie rausgekommen sind, sondern bestenfalls erst mehrere Wochen bis Monate später.
Aber jetzt nochmal kurz zurück zum ursprünglichen Post. Er schreibt, dass es besser sei, ein separates iPhone zu benutzen, also ein iPhone, auf dem du nichts anderes installiert hast, keine Apps, gar nichts, und das für Krypto verwendest, anstatt einer Hardware Wallet. Das bringt auf jeden Fall die Vorteile, dass du eine deutlich bessere User Experience hast, denn du brauchst kein extra Gerät, sondern benutzt einfach dein Handy. Gleichzeitig ist es ein gewohntes Gerät, das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass du es falsch benutzt oder einen Fehler machst, ist relativ gering. Und im Allgemeinen gilt die Hardware von iPhones bzw. von Apple als relativ sicher.
Auch Roman Storm hat sich dazu geäußert – er ist mittlerweile relativ bekannt, das ist einer der Mitgründer von Tornado Cash, also ebenfalls ein Entwickler –, der im Wesentlichen sagt: Ja, iPhones wären grundsätzlich eine geeignete Alternative, wenn es tatsächlich so wäre, dass man bei den ganzen Web3-Wallets, also beispielsweise MetaMask, Trust Wallet oder Rabby, eine Passphrase benutzen könnte. Was eine Passphrase ist? Das kannst du dir im Wesentlichen wie eine Art Passwort für deine Seed Phrase vorstellen, weshalb es umgangssprachlich auch als das 25. Wort beschrieben wird: Du brauchst die 24 Wörter, also deine Seed Phrase, und zusätzlich das Zusatzwort, das Passwort, quasi das 25. Wort, um tatsächlich Zugang zu deinen Krypto-Werten zu bekommen. Falls du das nicht nutzt – das würde ich dir definitiv empfehlen –, ich habe dazu bereits auf YouTube ein separates Tutorial für den Ledger aufgenommen, das funktioniert aber bei fast jeder anderen Hardware Wallet eins zu eins gleich; den Link findest du unten in der Beschreibung.
Aber selbst wenn die ganzen Web3-Wallets so etwas tatsächlich integrieren würden, würde ich trotzdem behaupten, gibt es nach wie vor ein ziemlich valides Argument gegen die Nutzung eines iPhones, und zwar der Preis. Denn wenn du dir tatsächlich ein zweites iPhone ausschließlich für Krypto kaufst, dann würdest du dir höchstwahrscheinlich das neueste kaufen, weil dort meistens die Sicherheitsfeatures am besten sind, und das kostet Stand heute um die 1300 Euro. Und selbst wenn du nicht das neueste kaufst, bist du trotzdem noch 800, 900, 1000 Euro los – und für das Geld könntest du Stand heute fast 10, wenn nicht mehr, günstige, gute Hardware Wallets kaufen. Und das mit Abstand größte Risiko, das es bei einer Hardware Wallet gibt, bleibt auch beim iPhone bestehen: und das bist du selbst. Denn die beste Hardware Wallet, das beste Handy kann dich nicht davor schützen, wenn du irgendwann deine eigene Seed Phrase auf irgendeiner Betrügerwebsite eingibst und diese Betrüger dann deine Wallet leeren.
Von einigen wird auch propagiert, dass die einzig wahre Lösung im Kryptomarkt eine Multisig sei. Falls du das nicht kennst: Das bedeutet im Wesentlichen nur, dass du mit mehreren Geräten die gleiche Transaktion bestätigen musst. Eine 2-von-3-Multisig bedeutet beispielsweise, dass du drei verschiedene Hardware Wallets von drei verschiedenen Herstellern hast und für jede einzelne Transaktion mindestens zwei dieser Geräte bestätigen musst. Und ganz ehrlich, das ist definitiv sicherer, weshalb ich das persönlich auch vor einigen Jahren genutzt habe – zumindest für drei oder vier Transaktionen. Und nach den drei, vier Transaktionen ging mir das so dermaßen auf den Sack, dass ich es direkt wieder umgestellt habe. Denn du musst dir nicht nur eine Hardware Wallet in den Computer stecken, freischalten und bestätigen, sondern die dann wieder ausstecken und die zweite Hardware Wallet einstecken, freischalten und bestätigen, sodass du für jede Transaktion gefühlt fünf Minuten dran bist.
Und ganz davon zu schweigen, dass eine Multisig auch alles, was mit Vererben und so weiter zu tun hat, unnötig kompliziert macht. Jetzt bitte nicht falsch verstehen: Multisig hat definitiv ihre Daseinsberechtigung, gerade für manche Persönlichkeiten wie beispielsweise Vitalik Buterin ist es ein absolutes Must-have. Aber für den Otto Normalverbraucher, der jetzt nicht mehrere Millionen mit seiner Hardware Wallet managt und keine bekannte Persönlichkeit ist, würde ich einfach sagen: Es ist eher ein Overkill.
Was ist also das Fazit zu diesem Post von ZachXBT? Sind alle Hardware Wallets tatsächlich kompletter Müll, kann man sie sich komplett sparen? Mein persönliches Fazit ist: Nein. Weshalb ich persönlich auch weiterhin Hardware Wallets nutzen und empfehlen werde. Denn Hardware Wallets bringen den großen Vorteil, dass sie deine Seed Phrase von deinem Computer und vom Internet trennen. Das heißt, du könntest deine Hardware Wallet auch in einen Computer einstecken, der voller Viren ist, und es würde trotzdem nichts passieren. Und wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, dem würde ich empfehlen, jede Transaktion auf der Hardware Wallet nochmal am Display zu überprüfen, dass das, was dort angezeigt wird, das Gleiche ist wie auf deinem Computer. Und wer noch sicherer vorgehen oder besonders paranoid ist, der kann sich theoretisch auch einen eigenen, separaten Computer kaufen, auf dem er nichts anderes macht, außer Krypto zu verwalten.
Welche Hardware Wallet tatsächlich die beste ist, das kommt aus meiner Sicht wirklich darauf an – nämlich darauf, wofür du sie verwenden möchtest. Möchtest du einfach nur Bitcoin drauf lagern? Möchtest du DeFi-Protokolle benutzen? Möchtest du ganz neue Protokolle, ganz neue Blockchains benutzen? Möchtest du sie beim Reisen benutzen? Für all das gibt es Hardware Wallets, die eher oder weniger geeignet sind. Deshalb habe ich bereits ein separates Video aufgenommen, wo ich alle führenden Hardware Wallets miteinander vergleiche und auch teile, was ich derzeit selbst benutze; den Link dazu findest du ebenfalls unten in der Beschreibung. Und noch zum Schluss eine Frage an dich: Was ist deine persönliche Meinung zu diesem Post von ZachXBT, und wie handhabst du das mit deinen Krypto-Werten? Mich würde wirklich interessieren, ob ich manche Leute in meiner Community habe, die beispielsweise extra einen separaten Computer oder ein separates Handy haben. Falls ja oder falls nein, schreib es mir gerne unten in die Kommentare. Bis zum nächsten Mal.
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Sind Hardware Wallets wie Ledger, Trezor oder Coldcard 2026 wirklich noch sicher – oder ist ein separates iPhone die bessere Lösung für deine Kryptowährungen? In diesem Video analysieren wir die Kritik von On-Chain-Ermittler ZachXBT, aktuelle Hardware-Wallet-Sicherheitsrisiken und klären, wie du Bitcoin & Krypto mit Self-Custody möglichst sicher verwahren kannst.
🔒 Alle führenden Hardware Wallets im Vergleich:
https://youtu.be/c8NIEW0ahUY
📹 Anfänger-Tutorial für Passphrases:
https://youtu.be/ZF3wkcNzkcs
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▬▬ KAPITEL
0:00 Einleitung
2:32 Kritik an Hardware Wallets
5:51 Ist ein iPhone besser?
8:08 Multi-Sig besser?
9:32 Persönliches Fazit
▬▬ ÜBER MICH
Hey, ich bin Kevin Söll. Ich habe einen Master in Wirtschaftsingenieurwesen und habe ursprünglich als Ingenieur sowie als Finanzberater gearbeitet.
Auf diesem Kanal geht es um Kryptowährungen, Bitcoin, Ethereum und Altcoins – mit Fokus auf Marktanalysen, DeFi-Strategien, Cashflow und langfristigen Vermögensaufbau mit Krypto.
Mein Ziel? Dir zu helfen, den Kryptomarkt besser zu verstehen, Chancen und Risiken einzuordnen und smartere Entscheidungen zu treffen. 🙏
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▬▬ DISCLAIMER
Alle Inhalte dieses Videos dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Anlageberatung, Finanzberatung, Rechtsberatung oder Steuerberatung dar. Sie sind weder als Kauf-, Verkaufs- oder Halteempfehlung noch als Handlungsaufforderung oder Zusicherung einer bestimmten Kurs- oder Wertentwicklung zu verstehen. Die Inhalte stellen keine individuelle Empfehlung oder Beratung im Sinne geltender Finanzmarktregulierungen dar. Kryptowährungen, Kryptowerte, Derivate und andere Finanzinstrumente sind mit erheblichen Risiken verbunden und können bis zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Insbesondere gehebelte Produkte können zu überproportionalen Verlusten führen. Vergangene Wertentwicklungen, Prognosen oder Einschätzungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine eigene Prüfung und keine individuelle Beratung durch qualifizierte Fachpersonen. Inhalte zu Kryptowerten erfolgen unter Berücksichtigung der geltenden regulatorischen Anforderungen, einschließlich der Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA), soweit anwendbar. Für Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der Inhalte sowie für daraus entstehende Vermögensschäden wird keine Haftung übernommen, soweit gesetzlich zulässig. Dieser Kanal nimmt am Amazon-Partnerprogramm und weiteren Affiliate-Programmen teil. Mit * gekennzeichnete Links können Affiliate-Links sein; bei einem Kauf erhalte ich ggf. eine Provision, ohne dass dir dadurch zusätzliche Kosten entstehen.
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