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Kevin Söll

HYPE um Gravita berechtigt? Der #1 GRÖSSTE Liquity-Fork 🔥

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Im heutigen Video lernst du über das Gravita-Protokoll, den derzeit größten Fork von Liquity: was das Protokoll besonders macht, wie du es selbst benutzen kannst und vor allem auch, was die Vor- und Nachteile sind gegenüber Liquity. Ganz kurzer Background zum heutigen Video: Und zwar wurde ich bei uns in der Membership darauf aufmerksam gemacht, dass es mittlerweile einen neuen Fork gibt von Liquity, das Gravita-Protokoll, was auch mittlerweile in der Liste von den Forks von Liquity auf Platz eins steht mit dem größten Total Value Locked. Derzeit steht es bei ungefähr 22 Millionen Dollar, ist wohl irgendwann Mitte Mai gestartet, also noch ein komplett neues Protokoll. Aber ja, jeder, der mir auf meinem Kanal schon ein bisschen länger folgt, weiß, dass ich persönlich ein ziemlicher Fan bin von Liquity, deshalb dachte ich: Okay, das Protokoll muss ich mir auf jeden Fall mal ein bisschen genauer anschauen, um einfach zu sehen, welche Art von Innovation das neue Protokoll bringt oder vielleicht auch nicht bringt.

Ganz kurz für diejenigen, die vielleicht Liquity noch nicht kennen: Liquity ist ein Borrowing-Protokoll auf Ethereum, wo du im Prinzip deine eigenen Ether hinterlegen kannst, das heißt, du kannst die Ether als Sicherheit hinterlegen und dann einen Kredit aufnehmen in einem Stablecoin, der an den US-Dollar gepegged ist, den sogenannten LUSD. Und was Liquity so besonders macht aus meiner Sicht, sind drei verschiedene Dinge. Und zwar zum einen, dass es ein super effizientes Protokoll ist mit einer Überversicherungsgrenze von 110 %. Das heißt, wenn du jetzt beispielsweise 110.000 Dollar an Ether hinterlegst als Sicherheit, dann kannst du einen Kredit aufnehmen in Höhe von 100.000 Dollar, das heißt fast die gleiche Summe wie das, was du als Sicherheit hinterlegst. Dann zum Zweiten auch, dass du bei Liquity keine Zinsrate zahlst auf diesen Kredit, also auf das, was du dann entsprechend als Kredit aufnimmst, sondern stattdessen zahlst du eine einmalige Gebühr in Höhe von 0,5 %. Und noch der dritte Punkt, dass Liquity einfach unglaublich dezentral ist. Das Protokoll wurde damals autonom deployed, das heißt, die ganzen Smart Contracts kann man im Nachhinein nicht mehr abändern, und es hat sogar nicht einmal eine Governance. Das heißt, das Protokoll ist einfach da, jeder kann es benutzen und keiner kann es abschalten.

Jetzt, das Gravita-Protokoll ist ein Fork von Liquity, was vereinfacht gesagt bedeutet, dass die einen Großteil von diesem Code entsprechend kopiert haben und deshalb auch in aller Regel relativ ähnlich sind zum Original, zu Liquity selbst. Genau aus dem Grund fokussieren wir uns auch im heutigen Video primär auf die Unterschiede zwischen diesem Gravita-Protokoll und Liquity. Wir beginnen mit dem ersten Punkt, der hoffentlich relativ selbsterklärend ist, dass du natürlich bei diesem Protokoll keine LUSD, also nicht den Stablecoin LUSD als Kredit aufnehmen kannst, sondern hier ist ein anderer Stablecoin, der sogenannte GRAI, der ebenfalls an den US-Dollar gepegged ist.

Dann zum zweiten Unterschied vom Gravita-Protokoll, und zwar geht es hier im Vergleich zu Liquity in Summe um vier verschiedene Kollateraltypen. Wir haben zum einen Wrapped Ether, also im Wesentlichen vergleichbar mit normalem Ether wie beispielsweise bei Liquity selbst, auch mit der gleichen Überversicherungsgrenze. Hier wird das Ganze angegeben in Loan-to-Value. Wenn man das allerdings umrechnet in die Überversicherungsgrenze, dann sind es hier ebenfalls 110 %. Dann zusätzlich haben wir gestakte Ether von Rocket Pool und Lido, die du hier ebenfalls hinterlegen kannst. Das heißt, wenn du die hinterlegst, bekommst du noch zusätzlich Staking-Rewards, was erstmal ein relativ großer Vorteil ist aus meiner Sicht, weil du dann noch zusätzlich einfach Rewards bekommst. Bringt allerdings den Nachteil, dass du das Ganze hier weniger effizient hinterlegen kannst. Das heißt, die Loan-to-Value, also die Überversicherungsgrenze, ist einfach höher. Ich habe das Ganze mal umgerechnet, das wäre hier ungefähr eine Überversicherungsgrenze von 117,6 %, was im Wesentlichen bedeutet, wenn du 117.600 Dollar an gestaktem Ether hier im Protokoll hinterlegst, könntest du maximal einen Kredit aufnehmen in Höhe von 100.000 Dollar.

Und noch viertens, was ich persönlich auch interessant finde, dass du hier Boosted LUSD als Kollateral hinterlegen kannst. Das ist im Prinzip der Stablecoin beziehungsweise das, was du bekommst bei Liquity über die Chicken Bonds, kannst du hier nochmal hinterlegen, mit sogar einem Loan-to-Value von 99 %, das heißt Überversicherungsgrenze ungefähr 101 %, sodass du nahezu genau das, was du als Sicherheit hinterlegst, dann tatsächlich als Kredit aufnehmen kannst. Und das Ganze nennt sich auch hier die sogenannten Vessels. Bei Liquity sind es ja die Troves, hier spricht man von Vessels. Ich habe auch in den Docs gelesen, dass geplant ist, dass irgendwann in Zukunft noch mehr Kollateraltypen dazukommen. Nur derzeit starten sie zunächst mal mit vier verschiedenen Kollateraltypen, die Startallokation, und irgendwann in Zukunft sollen dann auch mehr Kollateraltypen dazukommen.

Lass uns jetzt auch schon weitermachen mit dem dritten Unterschied, und zwar was die Gebühren angeht. Und das finde ich jetzt persönlich besonders interessant, weil es im Prinzip eine raffinierte Abwandlung ist von dem Modell, wie es bei Liquity läuft. Und zwar ist es ja grundsätzlich bei Liquity so, dass in dem Moment, wo du einen Kredit aufnimmst, du einmalig 0,5 % an Gebühren zahlst. Und das ist im Vergleich zum Rest der Borrowing-Protokolle unglaublich effizient, weil du das nur einmalig zahlst, völlig unabhängig davon, wie lange du deinen Kredit entsprechend offen hältst. Das heißt, du könntest bei Liquity einen offenen Kredit haben für 100 Jahre und du zahlst nur einmalig Gebühren in Höhe von 0,5 %, während du bei anderen Borrowing-Protokollen teilweise 3 %, 4 %, 5 % oder sogar noch mehr an Gebühren entsprechend zahlst. Bringt allerdings auch den Nachteil, dass in dem Moment, wo du bei Liquity einen Kredit für einen Tag aufnimmst oder eine Stunde oder einfach einen sehr kurzen Zeitraum, dann können diese 0,5 %, die ganz zu Beginn anfallen, relativ gesehen einen relativ großen Anteil ausmachen im Vergleich zu anderen Borrowing-Protokollen.

Und genau das hat Gravita hier optimiert. Und zwar ist es hier ebenfalls so, dass du eine maximale Gebühr hast in Höhe von 0,5 % und die wird auch ganz zu Beginn fällig. Das heißt, gleich wie bei Liquity, du nimmst den Kredit auf und zahlst direkt bei der Kreditaufnahme entsprechend die Gebühr. Zusätzlich ist es allerdings so, dass wenn du deinen Kredit innerhalb von den ersten 6 Monaten zurückzahlst, du dann einen Anteil von dieser Gebühr wieder zurückbekommst. Das würde jetzt beispielsweise bedeuten, wenn du, sagen wir mal, einen Kredit aufnimmst in Höhe von 100.000 Dollar, zahlst du einmalig ganz zu Beginn eine Gebühr in Höhe von 500 Dollar, aber zahlst beispielsweise deinen vollen Kredit innerhalb von 3 Monaten zurück, dann bekommst du von diesen 500 Dollar 250 Dollar wieder zurück. Und zwar wird das so kalkuliert, also immer anteilig, wie lange du entsprechend deinen Kredit aufgehalten hast, aber mindestens für eine Woche zahlst du die entsprechenden Gebühren. Das heißt, ob du jetzt einen Kredit aufnimmst für eine Stunde oder eine Woche, dafür zahlst du die genau gleichen Gebühren, aber das ist zumindest, was die Gebühren angeht, aus meiner Sicht eine etwas, ich sag mal, fairere Methode.

Der vierte Unterschied zu Liquity ist, dass der Hard Price Floor etwas tiefer steht. Und zwar ist es bei dem GRAI, bei dem Stablecoin von Gravita, so, dass der per Design de-peggen kann, das heißt günstiger werden kann, auf bis zu 97 Cent, was primär daran liegt, dass einfach diese Redemption Fee bei 3 % steht. So, und spätestens jetzt habe ich wahrscheinlich alle verloren, also lass uns das Ganze mal übersetzen. Bei Liquity ist es ja grundsätzlich so, damit dieser Stablecoin zu keinem Zeitpunkt arg viel zu günstig ist, gibt es die sogenannte Redemption, was auf Deutsch einfach so viel bedeutet wie das Eintauschen. Das heißt, sollte beispielsweise der Stablecoin zu irgendeinem Zeitpunkt mal zu günstig sein, beispielsweise bei 95 Cent stehen, da könntest du als Nutzer einfach diesen Stablecoin kaufen und dann gegen einen Dollar abzüglich einer kleinen Gebühr, der sogenannten Redemption Fee, eintauschen. Das heißt, du kaufst günstig Stablecoins ein und tust die dann entsprechend eintauschen gegen das Kollateral, gegen beispielsweise Ether, und zwar gegen einen Dollar in Ether gemessen. Was im Wesentlichen bedeutet, dass du jedes Mal, wenn du sowas machst und der Preis zu günstig ist von diesem Stablecoin, dass du da jedes Mal einen Gewinn machst und gleichzeitig dafür sorgst, dass der Stablecoin vom Preis her wieder zurückgeht zu seinem Peg bei ungefähr einem Dollar.

Jetzt beim Gravita-Protokoll läuft das Ganze relativ ähnlich, und zwar hast du hier eine Redemption Fee zumindest ganz zu Beginn von ungefähr 3 % beziehungsweise – einmal steht in den Docs 2 %, einmal 3 %, eines von beiden, entweder 2 % oder 3 % – und am 18. August, an meinem Geburtstag, wird das Ganze wohl auch reduziert werden auf nur noch 1 %. So, der wesentliche Unterschied zu Liquity ist allerdings der, dass diese Redemption Fee, die du da zahlst, nicht an irgendwelche Tokenhalter geht, sondern diese Redemption Fee geht an die Leute, von denen du tatsächlich das Kollateral redeemed hast. In dem Moment, wo du so eine Redemption durchführst, wird im Prinzip von den riskantesten Vessels Kollateral entnommen, und die Leute, von denen du das Kollateral hast, die bekommen dann noch zusätzlich diese Gebühr. Was an sich, ich würde mal sagen, vom Mechanismus her relativ raffiniert ist, weil da braucht man als Vessel-Besitzer nicht mehr wirklich Angst zu haben vor dieser Redemption, wenn man sogar noch zusätzlich belohnt wird in Höhe von dieser entsprechenden Fee. Bringt allerdings auch gleichzeitig den Nachteil, dadurch, dass hier diese Redemption Fee höher ist, dass dementsprechend auch der Stablecoin per Design einfach stärker de-peggen kann.

Dann zum zweitletzten Unterschied, und zwar hat das Gravita-Protokoll derzeit noch keinen eigenen Token. Sie haben allerdings schon hier in den Docs geschrieben, dass es eventuell in Zukunft mal einen Governance-Token geben könnte, aber derzeit ist es beispielsweise noch nicht der Fall. Und aus meiner Sicht bringt das, also wenn man gar keinen Token hat, Vor- und Nachteile. Großer Vorteil: In dem Moment, wo irgendwelche Gebühren anfallen, könnte man es theoretisch so machen, dass sämtliche Gebühren an die Leute gehen, die tatsächlich das Protokoll nutzen, anstatt an die Leute, die einfach nur irgendwie einen Token halten. Würde beispielsweise bedeuten: Beim Liquity-Protokoll ist es ja so, die Borrowing-Fee und diese Redemption Fee, die gehen an die Leute, die einen Liquity-Token entsprechend staken. Das könnte man beispielsweise komplett umlegen, dass man sagt, hey, wir belohnen einfach nicht irgendwelche Tokenhalter, sondern beispielsweise, wir belohnen – also jetzt nicht nur das eigene Protokoll, sondern auch beispielsweise sämtliche Nutzer von den Vessels –, dass die beispielsweise noch zusätzlich einfach ein bisschen Rewards mit dazu bekommen.

Keinen Token zu haben bringt allerdings auch ein paar Nachteile, und zwar zum einen ist es, ja, im DeFi-Space, wo einfach die Competition unglaublich groß ist, relativ schwer, neues Kapital beziehungsweise bestehendes Kapital anzuziehen, in dem Moment, wo man einfach nicht durch irgendwelche Rewards oder solche Incentives schaffen kann. Das zum einen, zum anderen natürlich auch, also nicht nur was das Wachstum angeht, sondern auch was die Liquidität angeht: In dem Moment, wo die natürlich einen eigenen Stablecoin rausbringen, müssen ja irgendwelche Liquiditäts-Pools dafür entstehen, also bei den ganzen dezentralen Exchanges, und da muss natürlich auch erst die Liquidität dafür da sein, dass Leute das dann auch tatsächlich tauschen können. Das heißt, für Liquidität zu sorgen, ohne inflationäre Tokens, ist zwar möglich, ist allerdings ganz zu Beginn für ein ganz neues Protokoll aus meiner Sicht relativ schwierig. Und bedeutet natürlich auch gleichzeitig, dass Leute wie beispielsweise ich hier nicht irgendwie, ich sag mal, Liquidity Mining oder sonst was betreiben können, die inflationären Tokens absahnen können. Das ist hier beispielsweise bei Gravita, zumindest Stand heute, nicht möglich.

Denn jetzt noch zum letzten Unterschied, und zwar siehst du hier oben rechts beim Netzwerk, dass da nicht nur Ethereum dran steht, sondern zusätzlich noch Arbitrum und Optimism. Die Versionen sind zwar Stand heute noch nicht live, aber allein dadurch, dass das Ganze schon hier integriert ist in die Benutzeroberfläche, das zeigt, dass die irgendwann in Zukunft noch vorhaben, die genau gleiche Version von Gravita oder vielleicht auch eine abgewandelte Version auf Arbitrum zu launchen, genauso auch auf Optimism, das heißt auf den ganzen Layer-2-Solutions von Ethereum, wo die ganzen Transaktionsgebühren im Vergleich zu Ethereum nochmal deutlich geringer sind. Und dann noch zum letzten Punkt, und das ist jetzt kein Unterschied, sondern nur eine Feststellung: Das Protokoll wurde auch mehrfach auditiert. Das heißt, was Sicherheit angeht – es ist ein relativ neues Protokoll, aber zumindest hat man hier schon mal einen Teil der Sicherheit dadurch, dass das Ganze eben einfach auditiert wurde.

Jetzt zu meinem persönlichen Fazit. Also aus meiner Sicht macht das Gravita-Protokoll insbesondere zwei Punkte besonders. Und zwar zum einen dieses Fee-Modell, was ich persönlich einfach so ein Stück weit fairer finde, dass in dem Moment, wo man beispielsweise einen Kredit aufnimmt, nur für einen ganz kurzen Zeitraum, jetzt beispielsweise ein, zwei Wochen, dass man dann den Großteil von diesen 0,5 %, die man gezahlt hat, wieder zurückbekommt. Also das finde ich an sich vom Modell her einfach deutlich fairer. Dann auch das mit der Redemption finde ich eine interessante Idee, dass einfach die ganzen Gebühren nicht an Tokenhalter gehen, sondern dementsprechend an denjenigen, der redeemed wurde. Auch das einfach, dass man so ein Stück weit weniger Angst als Vessel-Besitzer vor dieser Redemption haben muss – wobei man an sich auch so schon, ich würde mal sagen, relativ wenig Angst haben muss vor so einer Redemption, wenn man da an sich sowieso keinen Fehler macht. Aber dadurch, dass diese Redemption durchgeführt wird, musst du natürlich in dem Moment, wo du die gleiche Exposure wieder aufbauen möchtest, Transaktionsgebühren zahlen, aber wenn du stattdessen noch zusätzlich einfach ein paar Gebühren bekommst – also an sich auch eine interessante Idee.

Jetzt diese Multikollateral-Geschichte, dass man auch beispielsweise gestakte Ether usw. hinterlegen kann, an sich von der Idee her cool, nur dadurch, dass das einfach eine höhere Überversicherungsgrenze hat, denke ich mir, naja, da habe ich lieber normale Ether mit drin, ohne Staking-Rewards, anstatt Ether mit Staking-Rewards mit einer ineffizienteren Vessel-Struktur. Also von daher, diese Multikollateral-Geschichte ist für mich jetzt persönlich bei Gravita nicht wirklich interessant.

Auch dass sie komplett ohne Token launchen, ist jetzt, ich sag mal, nicht unbedingt der Standard, weil insbesondere bei den ganzen Forks ist ja, ich sag mal, der Standard im DeFi-Space, man forkt irgendwie ein Protokoll, übernimmt 98, 99 % vom Code, ändert so ein paar Parameter, erstellt einen eigenen Token, behält dann den Großteil von den eigenen Tokens und den Rest der Tokens bläst man raus als Marketingbudget in Form von Incentives, Rewards usw., um viele Leute auf die eigene Plattform zu bringen und so das Total Value Locked entsprechend nach oben zu pushen. Das ist ja, ich sag mal, eher der Standard im DeFi-Space, was die jetzt beispielsweise hier nicht machen, was schon mal so ein Stück weit mir sympathisch ist, auch wenn es natürlich dann mit den Nachteilen einhergeht, dass es deutlich schwieriger ist mit Liquidität und auch im Allgemeinen einfach die Plattform zum Wachsen zu bringen, in dem Moment, wo man nicht so ein, ich sag mal, künstliches Marketingbudget sich entsprechend schafft.

Zeigt allerdings natürlich auch gleichzeitig, wie gut einfach die Mechanismen von Liquity aufgebaut sind, dass sie gar nicht darauf angewiesen sind, dass man auch zusätzlich irgendwelche Tokens rausballert, sondern ja, dass die Mechanismen auch dann funktionieren, wenn man tatsächlich eine Inflationsrate hat von null, dass man keinen Extra-Token braucht, damit dieses System entsprechend funktionieren kann.

Jetzt, was mir persönlich beim Gravita-Protokoll so ein Stück weit fehlt – und das ist auch das, was mir so ein Stück weit bei den restlichen Forks von Liquity, die ich mir bisher angeschaut habe, so ein Stück weit fehlt –, ist einfach so die Innovation, irgendwas, was das Ganze nochmal viel cooler macht, weil, ja, wir sehen hier so kleinen, ich sag mal, Schnickschnack, wie: Gebührenstruktur ist leicht anders. Aber ist es jetzt wirklich ein Anreiz für mich als Investor, dass ich auf das Gravita-Protokoll mein Geld bringe, nur weil da für kürzere Zeiträume die Gebühren noch ein bisschen geringer sind? Nicht so wirklich. Also es ist schon mal ein cooler Gedanke, aber das wäre jetzt beispielsweise kein Argument, was mich überzeugen würde, von einem bewährten Protokoll entsprechend zu switchen auf das Gravita-Protokoll.

Auch das mit dieser Multikollateral-Geschichte, dadurch, dass dann einfach die Vessels ineffizienter sind, ja, ich weiß nicht, also dann kann ich auch direkt zu Aave gehen, wo die Überversicherungsgrenze eh nicht hoch ist und wo wir schon ein bewährtes Protokoll haben. Also mir fehlt so, ja, mir fehlt einfach so der wirkliche Wettbewerbsvorteil. Vielleicht wird sich das noch irgendwann in Zukunft ändern, wenn sie dann auf Layer 2 gehen und vielleicht noch weitere Innovationen dann on top aufbauen, aber Stand heute ist es so, ja, also mir fehlt einfach so ein Stück weit der Pepp, sagen wir es so.

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Gravita ist ein Borrowing-Protokoll auf Ethereum und gleichzeitig ein Fork von Liquity. Hier lernst du über die Vor- und Nachteile vom Gravita Protocol.

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