Julian Hosp vs. Bitcoin | Ist BTC wirklich nutzlos?! 😳
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Ich bekomme aktuell relativ viele Kommentare, was denn meine persönliche Meinung zu den ganzen Videos und auch Posts von Julian Hosp ist, weil er ja teilweise, ich sag mal, sehr kontroverse Meinungen zu Bitcoin trifft, die unter anderem auch so ziemlich das Gegenteil von dem sind, was die ganzen Bitcoin-Maxis behaupten. Deshalb gehen wir im heutigen Video mal seine drei Hauptargumente durch: was er tatsächlich gesagt bzw. behauptet hat, inwieweit da tatsächlich was dran ist und was auch meine persönliche Meinung dazu ist. Und anstatt, dass ich ebenfalls mit meinen Meinungen um mich werfe, werden wir uns auch heute eher darauf fokussieren, dass wir uns tatsächlich mal einfach die Daten anschauen, ob die etwas Ähnliches sagen oder tatsächlich etwas anderes sagen.
Okay, bevor wir gleich reinstarten und Julians Aussagen schrittweise miteinander durchgehen, vielleicht ganz zu Beginn kurz drei Dinge vorweg. Und zwar habe ich unter anderem bei mir bei YouTube einige Kommentare bekommen von Leuten, die, ich sag mal, regelrecht empört waren über die Videos und die ganzen Posts von Julian und so weiter. Jetzt, ich persönlich sehe das im Allgemeinen anders, weil aus meiner Sicht jeder, also wirklich absolut jeder, das Recht auf eine eigene Meinung hat, genauso wie Julian. Und wenn er Gründe hat, dass er seine Meinung zu Bitcoin geändert hat, dann kann er das machen, das ist jedem selbst überlassen — genauso wie es dir selbst überlassen ist, ob du das tatsächlich glaubst, also ob du die gleiche Meinung entsprechend vertrittst oder entsprechend nicht.
Ich persönlich höre, by the way, gerade solche Videos, wo Leute im Wesentlichen das Gegenteil von dem behaupten, was du vielleicht im Inneren hören möchtest, gerade beim Investieren für unfassbar wertvoll, weil es dir im Wesentlichen erlaubt, dass du nochmal deine eigene Überzeugung einfach hinterfragen kannst. Also, bestes Beispiel dazu: Ich weiß nicht, wie viele unzählige Debatten ich schon persönlich angeschaut habe zum Thema Gold versus Bitcoin, wo ich jedes Mal danach — also, nachdem ich natürlich die ganzen Kritikpunkte an Bitcoin und so weiter höre — jedes Mal für mich selbst zu dem Beschluss komme: Boah, fühle ich mich gut mit meinem Bitcoin-Investment, weil das einfach nochmal meine eigene Überzeugung bei Bitcoin deutlich mehr gestärkt hat.
Und dann der dritte und wahrscheinlich auch der wichtigste Punkt: Wenn dich tatsächlich die ganzen Videos von Julian zu einem Stück Geld verunsichert haben, gerade was Bitcoin angeht, dann scheint es eventuell so, als dass du tatsächlich nicht deine eigene Überzeugung aufgebaut hast, nicht deine eigene Investmentthese aufgebaut hast bei Bitcoin, sondern sie eventuell von anderen Leuten, von anderen Influencern entsprechend geliehen hast. Aber gerade bei Investments ist es aus meiner Sicht unfassbar wichtig, dass man da einfach immer seine eigene Überzeugung aufbaut, seine eigene Investmentthese, dass du eben unabhängig bist von den anderen und auch selbst entscheiden kannst, ob derzeit beispielsweise ein guter Einkaufs- bzw. Verkaufszeitpunkt entsprechend ist.
Gut, dann lasst uns jetzt mal gemeinsam Julians Hauptargumente durchgehen, beginnend mit dem ersten Punkt: dass Bitcoin ein Meme-Coin sei und außer Spekulation keinen Use-Case hat, weshalb auch er persönlich, zumindest laut eigenen Aussagen, erst wieder dann größer in Bitcoin investieren wird, wenn er tatsächlich denkt, dass die Spekulation, oder im Allgemeinen die Spekulation im Markt, wieder zunehmen wird. In seinen Videos hat er das dann auch etwas genauer ausgeführt, indem er gesagt hat, dass man im Wesentlichen Bitcoin nur kaufen und verkaufen kann. Das heißt, das Einzige, was man wohl mit Bitcoin machen kann, ist, auf den Preis zu spekulieren. Zusätzlich hat er gemeint, dass das Lightning Network von niemandem genutzt wird, dass Ordinals tot sind und auch zusätzlich nichts mehr in Bitcoin gepreist wird, das heißt, Bitcoin auch nicht mehr als Recheneinheit benutzt wird im Vergleich zum Beispiel zur Vergangenheit.
Gut, das waren jetzt relativ viele Punkte, deshalb lasst uns die mal gemeinsam schrittweise durchgehen, beginnend mit dem ersten Punkt: dass man bei Bitcoin nichts anderes damit machen kann, außer zu kaufen und verkaufen, also dass es ansonsten keinen anderen Use-Case hat. Was natürlich, jetzt mal rein faktisch gesehen, also rein theoretisch, statistisch betrachtet, falsch ist, weil es definitiv auch andere Leute gibt, die, ich sag mal, Bitcoin für etwas anderes benutzen als tatsächlich die reine Spekulation. Klassische Beispiele dafür sind beispielsweise Leute, die mit Bitcoin aus einem Land flüchten konnten, während es mit anderen Vermögenswerten nicht möglich gewesen wäre. Oder beispielsweise Leute, die Bitcoin schon für Remittances benutzt haben, also im Wesentlichen für Auslandsüberweisungen, weil sie sonst keine andere Möglichkeit hatten. Oder beispielsweise, dass irgendwelche Leute via Ordinals irgendwelche sehr wichtigen Daten für immer unwiderruflich auf der Bitcoin-Blockchain gespeichert haben.
Aber das sind auch garantiert alles Use-Cases, die Julian auf dem Schirm hat, es ist ja nicht so, dass er sich da nicht auskennt. Sondern ich glaube, was er mit seiner Aussage tatsächlich sagen möchte, ist, dass der Anteil von diesen Use-Cases im Vergleich zu dem Anteil an Bitcoins, der tatsächlich für reine Spekulation benutzt wird, verhältnismäßig extrem klein ist. Und das ist ein Punkt, wo ich persönlich auch die gleiche Meinung habe, so traurig sich das Ganze anhört: dass von jeder großen Blockchain nach wie vor der größte Use-Case tatsächlich die Spekulation ist, die Spekulation auf den Preis. Was ja auch im Wesentlichen erklärt, dass Bitcoin nach wie vor als Risk-On-Asset entsprechend fungiert, obwohl es ja eigentlich als Risk-Off-Asset gedacht war.
Und das ist ja auch im Wesentlichen das, was die Daten zeigen. Wenn du dir hier mal die Korrelationen anschaust zwischen Bitcoin und dem Nasdaq, also gerade den, ich sag mal, tech-lastigeren US-Aktien, dann erkennst du hier, dass es nach dem Covid-Crash im Jahr 2020 angefangen hat, dass Bitcoin relativ stark mit dem Nasdaq hier entsprechend korreliert. Also, eine Korrelation von 1 würde im Wesentlichen bedeuten, dass der Nasdaq und Bitcoin 1 zu 1, also einen perfekten linearen Zusammenhang haben. Und wie du hier erkennst, über die größte Zeit hat Bitcoin hier eine extrem starke Korrelation mit dem Nasdaq. Wenn du dir dagegen die Korrelation von Bitcoin mit Gold anschaust, dann erkennst du, dass die hier ziemlich anders aussieht: dass Bitcoin Stand heute viel stärker mit dem Nasdaq, das heißt mit einem Risk-On-Asset, entsprechend korreliert im Vergleich zu hier mit Gold, mit einem Risk-Off-Asset. Was du auch hier beispielsweise erkennst, ist, dass Bitcoin teilweise eine stark negative Korrelation hatte, das heißt, Bitcoin sich preislich im Wesentlichen genau gegenteilig bewegt hat zum Goldpreis.
Aber nur weil Stand heute Bitcoins primärer Use-Case die Spekulation ist, heißt das aus meiner Sicht nicht zwingend, dass Bitcoin deshalb weniger wertvoll ist. Weil aus meiner Sicht gerade diese Spekulation um den Preis quasi nur die, ich sag mal, Vorstufe von dem ist, was Bitcoin wahrscheinlich irgendwann mal in der Zukunft werden wird: ein wirkliches Risk-Off-Asset, so ähnlich wie Gold, nur eben in digitaler Form.
Zusätzlich meinte Julian auch, dass das Lightning Network von niemandem genutzt wird und sich im Allgemeinen Bitcoin nicht für Zahlungen eignet. Jetzt, wenn du dir mal dazu die On-Chain-Daten anschaust, speziell hier das TVL, dann erkennst du, dass seit dem Jahr 2023 bis heute das TVL vom Lightning Network um die 5000 Bitcoin stagniert ist, was sich vielleicht jetzt ganz am Beginn relativ viel anhört. Wenn du das Ganze allerdings mal in Relation setzt zu den 21 Millionen, dann erkennst du, dass das hier gerade mal 0,02 Prozent vom gesamten Bitcoin-Supply sind. Also ja, das ist definitiv eine eher, ich sag mal, vernachlässigbar kleine Nummer. Aber dass das Lightning Network tatsächlich von niemandem genutzt wird — ich glaube, das war hier an der Stelle eine sehr bewusste Übertreibung von Julian, denn ansonsten wäre das TVL nicht nach wie vor ungefähr eine halbe Milliarde groß. Und es ist ja auch hier in US-Dollar gemessen, nicht in Bitcoin gemessen, dass es hier entsprechend am Ansteigen ist. Aber das Lightning Network hat definitiv eine sehr andere Adoption erfahren als das, was die ganzen Bitcoin-Maxis in den letzten paar Jahren sich entsprechend ausgemalt haben. Also, das ist de facto der Fall.
Jetzt, was Bitcoin als Zahlungsmittel angeht, also dass sich Bitcoin nicht als globale Währung entsprechend eignet: Da kannst du mal zurückschauen auf meinen Kanal, da habe ich persönlich auch schon vor ein paar Jahren ein paar Videos dazu gemacht, weil ich im Wesentlichen der gleichen Meinung bin, und zwar primär aus zwei verschiedenen Gründen. Der erste Grund ist im Wesentlichen wegen dem Gresham'schen Gesetz — den Begriff brauchst du dir an der Stelle nicht merken, sondern im Wesentlichen bedeutet das nur, dass schlechtes Geld automatisch gutes Geld vertreiben wird. Denn wenn du beispielsweise die Wahl hast zwischen einer deflationären Währung, wie beispielsweise Bitcoin, wo der Wert im Zeitverlauf immer mehr nach oben geht, und einer inflationären Währung, wie beispielsweise dem US-Dollar, wo der Wert davon im Zeitverlauf nach unten geht, dann wirst du natürlich immer die schlechte Währung ausgeben, die entsprechend wertmäßig nach unten geht, und die gute Währung, in dem Fall Bitcoin, entsprechend behalten.
Und auch noch der zweite Grund, und ich meine auch, dass Julian das bereits in einem seiner Videos angesprochen hat: dass Bitcoin als globale Währung nur dann wirklich funktionieren würde, wenn sie jedes einzelne Land von jetzt auf gleich, also in einem Moment, entsprechend benutzen würde. Aber da die ganzen Länder natürlich im Wettbewerb hintereinander stehen, haben die einen riesigen finanziellen Anreiz — oder auch nicht nur einen finanziellen Anreiz, auch andere Anreize —, ihre eigene Währung zu haben, die sie dann theoretisch auswählen könnten, um beispielsweise einen Krieg damit zu finanzieren oder andere Dinge, um ihre eigene Machtposition entsprechend zu vergrößern. Und deshalb wird es nie passieren, dass alle Länder oder schrittweise die ganzen Länder alle auf Bitcoin umsteigen, aufgrund der Tatsache, dass sie einfach ganz andere Anreize haben.
Julian meinte zudem in einem seiner Videos, dass die Ordinals tot seien. Jetzt, wenn du dir dazu mal die On-Chain-Daten anschaust, dann siehst du, dass es de facto nicht der Fall ist. Und zwar hatten wir beispielsweise allein im Jahr 2024 so ungefähr für ein halbes Jahr eine Periode, wo tatsächlich die ganzen Transaktionen für Runes, Inscriptions und BRC-20-Tokens — also ich vermute jetzt mal, dass Julian mit Ordinals quasi alles meinte, was mit Inscriptions zu tun hat — wo du im Wesentlichen erkennst, dass wir da über ein halbes Jahr auf der Bitcoin-Blockchain mehr Transaktionen gesehen haben für die ganzen Ordinals, für die ganzen Inscriptions und so weiter, im Vergleich zum Beispiel selbst mit den monetären Transaktionen.
Jetzt derzeit, also Stand heute, ist es auf der Bitcoin-Blockchain so, dass ungefähr 70% der ganzen Transaktionen tatsächlich für monetäre Zwecke sind, also die Transfers entsprechend, und die restlichen 30% werden nach wie vor benutzt für Runes, Inscriptions und BRC-20-Tokens. Und 30% von 100%, also das würde ich persönlich hier jetzt nicht unbedingt als tot bezeichnen. Aber was definitiv nicht eingetreten ist — und vielleicht ist auch das das, worauf Julian tatsächlich anspielen wollte — ist, dass die ganzen Ordinals jetzt tatsächlich irgendwelche Smart-Contract-Chains wie Ethereum, wie Solana und so weiter abgelöst haben. Weil das war im Wesentlichen das, was vor ein bis zwei bis drei Jahren die ganzen Bitcoin-Maxis, oder ja, so primär aus dem Bitcoin-Lager da entsprechend erzählt wurde: dass jetzt haben wir die Ordinals und jetzt ist Ethereum und so weiter. Ansonsten, da musste ich schon damals ziemlich schmunzeln, als das entsprechend behauptet wurde.
Anyway, ohne da jetzt tiefer drauf einzugehen, da kommen wir schon zum nächsten Punkt, dass er im Wesentlichen gesagt hat, dass heutzutage nichts mehr in Bitcoin gepreist wird und deshalb Bitcoin auch keine wirkliche Recheneinheit mehr ist. Und auch das ist ganz offensichtlich eine starke, vermutlich bewusste Übertreibung von ihm, denn wie du hier entsprechend in den On-Chain-Daten erkennen kannst, werden derzeit allein ungefähr 30% der Bitcoin-Transaktionen für Runes und für BRC-20-Tokens benutzt. Und gerade wenn du solche Tokens wie beispielsweise BRC-20-Tokens auf Bitcoin handelst, also auf der Bitcoin-Blockchain und nicht irgendwo auf einer CEX, da werden die ganzen auch in Satoshis gemessen bzw. gepreist. Als Beweis dafür siehst du hier beispielsweise eine Inscription, die von mir persönlich ist, wo ich 500 PP-BRC-20-Tokens entsprechend auf der Bitcoin-Blockchain verkaufen möchte, und wie du hier oben erkennen kannst, ist das Ganze in Bitcoin bzw. in Satoshis gepreist und nicht irgendwie in US-Dollar.
Aber wo ich ihm definitiv zustimme, ist die Tatsache, dass die Tendenz von Bitcoin als Recheneinheit definitiv abnehmend ist. Denn wenn du mal beispielsweise in die Vergangenheit springst, mit Plattformen wie beispielsweise Silk Road, wo früher noch meistens irgendwelche illegalen Dinge wie Waffen, Drogen und so weiter — das wurde damals alles ursprünglich in Bitcoin gepreist. Oder auch beispielsweise zu Beginn von, ich sag mal, den ersten Altcoins, da war es ja früher auch ganz normal, dass sämtliche Altcoins in Bitcoin gemessen waren, bevor dann irgendwann mal später die ganzen Stablecoins Bitcoin immer mehr abgelöst haben.
Zum Thema Use-Case meinte Julian auch, dass El Salvador Bitcoin primär als Marketingmaßnahme benutzt, allerdings die Leute es gar nicht verwenden, und auch zusätzlich, dass Ethereum und Solana einen größeren Use-Case haben als Bitcoin, genauso wie beispielsweise auch Gold und Öl. Was El Salvador angeht: Wenn du dir da mal die aktuellen Statistiken anschaust — also, „utiliza usted el Bitcoin para alguna transacción? Sí“, also „nutzen Sie Bitcoin für irgendeine Transaktion? Ja“ — sind das 7,5%. Also, 7,5% der Bevölkerung nutzen tatsächlich Bitcoin, die restlichen 90% allerdings nicht. Also auch das rein faktisch eine Übertreibung von ihm.
Aber wo ich ihm definitiv zustimme, ist die Tatsache, dass das für El Salvador einfach nur ein geniales Marketing-Tool ist. Und ich würde auch mal behaupten, dass ich selbst da der lebende Beweis dafür bin, weil ich damals im Jahr 2021 zur Einführung von Bitcoin extra deshalb für drei Monate in El Salvador gelebt habe, um entsprechend zu schauen, wie das Ganze läuft, also bei der Einführung, was die Leute vor Ort sagen und so weiter, weil ich das interessant fand. Und ja, das zeigt im Wesentlichen, wie gut das Ganze funktioniert hat.
Julian meinte zudem auch, dass Blockchains wie beispielsweise Ethereum und Solana einen größeren Nutzen haben als Bitcoin, aufgrund der Tatsache, dass du tatsächlich deine Ether oder deine SOL-Tokens entsprechend verbrauchen kannst, also wirklich nutzen kannst für die Nutzung von irgendwelchen Smart Contracts, ohne dass du sie entsprechend verkaufen musst. Da stimme ich ihm persönlich nur teilweise zu, denn rein faktisch gesehen kannst du natürlich auch deine Bitcoins auf der Bitcoin-Blockchain entsprechend verbrauchen für ganz normale Transaktionen, für beispielsweise Runes, Ordinals und so weiter. Wobei es hier bei Bitcoin eher ein, ich sag mal, weniger Verbrauchen ist, sondern mehr eine Umverteilung, weil alles, was du hier entsprechend ausgibst, ja entsprechend wieder an die Miner geht und die Miner das dann entsprechend wieder verkaufen können. Wenn das dagegen auf Ethereum so ist, dass ein Teil von diesen Ether, die du tatsächlich für so etwas ausgibst, auch wirklich geburnt werden, also dann auch wirklich verbraucht werden.
Aber dass im Allgemeinen Smart-Contract-Blockchains wie beispielsweise Ethereum oder Solana stärkere Use-Cases haben als Bitcoin, das erkennst du auch ganz einfach daran, wenn du dir hier mal die Verteilung vom TVL anschaust, vom Total Value Locked, wo du hier im Wesentlichen erkennst, dass Ethereum, obwohl Ether, also der Token, jetzt ein sechsmal kleineres Market Cap hat, trotzdem hier beim TVL achtfach größer ist als Bitcoin. Oder auch beispielsweise hier Solana, was vom Market Cap her mehr als 20-fach oder ungefähr 20-fach kleiner ist als Bitcoin, allerdings trotzdem ein höheres TVL hat.
Langfristig gesehen — und mit langfristig meine ich persönlich in dem Kontext mehrere Jahrzehnte, und ich weiß, das hört sich jetzt Stand heute ein bisschen verrückt an —, aber langfristig gesehen gehe ich nach wie vor davon aus, dass irgendwelche Smart-Contract-Chains wie jetzt beispielsweise Ethereum oder Solana irgendwann mal auch später größer sein werden als Bitcoin, aufgrund der Tatsache, dass ich persönlich davon ausgehe, dass irgendwann mal der Großteil des Finanzsystems tatsächlich auf der Blockchain stattfinden wird und Bitcoin eben für solche tieferen Gelegenheiten relativ, ich sag mal, beschränkt ist, was man da entsprechend drauf machen kann. Was jetzt nicht bedeutet, dass Bitcoin in der Zukunft nicht mehr wertvoll ist, aber ich persönlich sehe langfristig gesehen Bitcoin mehr als so eine Art digitales Gold, das heißt wirklich ein Risk-Off-Asset. Und wenn du mal Stand heute beispielsweise das Market Cap von Gold anschaust im Vergleich zu dem Market Cap von den ganzen großen Tech-Unternehmen, dann erkennst du auch da, dass die ganzen Tech-Unternehmen kombiniert ein größeres Market Cap haben als Bitcoin.
Julian meinte zudem auch, dass Öl und Gold einen größeren Use-Case haben als Bitcoin. Jetzt, ich würde mal behaupten, dass wir uns bei Öl höchstwahrscheinlich alle — jetzt vielleicht mit Ausnahme von irgendwelchen Bitcoin-Maxis, aber ich würde mal sagen, der Großteil — wahrscheinlich bei Öl zustimmen würden. Aber selbst bei Gold, wenn du dir da mal die Statistiken anschaust, die sagen im Wesentlichen etwas Ähnliches aus. Denn wenn du dir Stand heute mal anschaust, wofür tatsächlich Gold verwendet wird — das sind ja beispielsweise die Statistiken vom Jahr 2023, aktuellere habe ich dazu nicht gefunden, aber das spielt auch aus meiner Sicht keine wirkliche Rolle —, dann siehst du im Wesentlichen, dass ungefähr 48% vom gesamten Gold-Angebot für Schmuck verwendet wird, ungefähr 7%, knapp 7%, für Technologie, und die restlichen — 7 plus 48 sind 55 — die restlichen ungefähr 45% für Investments und für Zentralbanken.
Das heißt ja, rein faktisch ist es Stand heute so, dass Gold tatsächlich für mehr benutzt wird als Bitcoin, was vermutlich auch erklärt, dass das Market Cap von Bitcoin hier im Vergleich zu dem von Gold nach wie vor ungefähr 10-fach geringer ist. Und selbst wenn der einzige wirkliche Use-Case von Bitcoin die Spekulation ist, siehst du ja allein daran, dass dieser, ich sag mal, ja, dieser Spekulations-Use-Case Stand heute deutlich kleiner ist als der von Gold. Aber, und das ist jetzt der wichtige Punkt, denn als Investor geht es ja primär darum, wie das in der Zukunft mal aussehen wird, und ich persönlich gehe nach wie vor schwer davon aus, dass vermutlich in den nächsten 20 Jahren das Market Cap von Bitcoin größer sein wird als das von Gold.
Und ich meine damit jetzt nicht unbedingt, dass Bitcoin später mal Gold ersetzen wird, davon gehe ich persönlich nicht aus. Ich sehe auch Bitcoin weniger als so eine Art digitales Gold, auch wenn ich das schon häufiger auf meinem Kanal gesagt habe, also rein als Rohstoff — ich weiß nicht, ob ich da unbedingt Bitcoin zuordnen würde —, sondern viel mehr als so eine Art digitales Real Estate, was eben noch zusätzlich begrenzt ist mit diesen 21 Millionen. Gut, damit sind wir sein erstes Argument gemeinsam durchgegangen, dass Bitcoin nur ein Meme-Coin sei und keinen Use-Case hätte außer die Spekulation, was rein faktisch eine Übertreibung ist, vermutlich auch eine sehr bewusste Übertreibung von ihm, aber wo auch definitiv ein Funken Wahrheit drinsteckt.
Da kommen wir jetzt zu seiner zweiten Aussage, und zwar, dass Bitcoin nicht mehr dezentral sei und es auch Coins gäbe, die deutlich dezentraler sind als Bitcoin. Mann, jetzt habe ich das ganze Video so ins Mikro reingeflüstert, aber heute trotzdem meinen Neffen aufgeweckt. Anyway, jetzt, mit einer etwas zeitlichen Verzögerung, lasst uns weitermachen, gerade das Thema Dezentralität.
Ich meine, das ist eine Aussage, die ich persönlich von Julian Hosp schon häufiger gehört habe, so von wegen, Bitcoin sei nicht mehr dezentral und so weiter. Also, ich weiß nicht, ich habe bisher noch keine einzige Statistik gesehen, die so etwas nahelegt. Ich weiß nicht, ob du da vielleicht eine Statistik dazu kennst, und auch das Thema mit, dass es Coins gibt, die angeblich deutlich dezentraler sind als Bitcoin. Also mir persönlich ist, um ehrlich zu sein, kein einziger Coin bekannt, der auch nur ansatzweise auf dem Punkt bzw. auf dem Niveau ist wie Bitcoin. Falls du das da irgendwie anders siehst oder irgendwelche Coins kennst oder Statistiken kennst oder sonst was, gerne unten in die Kommentare, dass wir uns da mal austauschen können. Das würde mich definitiv interessieren.
Was er bei der Dezentralität meint, dass MicroStrategy beziehungsweise jetzt nur noch Strategy den Preis stark beeinflusst — das ja, aber der Preis in sich hat ja aus meiner Sicht nichts wirklich mit der Dezentralität zu tun, und die Anzahl der Bitcoins gibt ja nur, ich sag mal, ein indirektes Stimmrecht im Bitcoin-Netzwerk. Und mit einem indirekten Stimmrecht meine ich im Wesentlichen das: Angenommen, die ganzen Retail-Bitcoiner sind tatsächlich der Meinung, dass ein Hard Fork bei Bitcoin sinnvoll ist, allerdings die ganzen Institutionen wie BlackRock, wie MicroStrategy und so weiter sehen das anders. Ja, dann könnte das in dem Fall echt eine ziemlich heikle Geschichte werden, dass womöglich Bitcoin tatsächlich splittet. Also eine ähnliche Geschichte wie beispielsweise bei Ethereum, dass auch dort die ganzen Ether-Halter und auch Staker kein direktes Stimmrecht haben, allerdings gibt es natürlich trotzdem andere Institutionen wie beispielsweise die Herausgeber von den Stablecoins, und wenn die beispielsweise sagen, hey, das ist die korrekte Chain und das ist nicht die korrekte Chain, allerdings das ist die Chain, für die die Community ist und so weiter — auch das ist eine ziemlich heikle Geschichte.
Zudem meinte Julian, dass MicroStrategy ein Schneeball-System sei, das implodieren wird, und er ist auch definitiv nicht der Einzige, der so etwas behauptet. Das ist hier nur eines von ganz vielen Beispielen, die ich auf Twitter gefunden habe, die auch relativ viel Reichweite entsprechend erreicht haben. Jetzt, ich persönlich würde auch sagen, dass MicroStrategy definitiv das Potenzial hat, uns beispielsweise den nächsten Bärmarkt zu bringen. Allerdings würde ich nicht behaupten, dass ich selbst Stand heute wirklich die Risiken so gut einschätzen kann, dass ich mit Gewissheit behaupten würde, in diesem Zyklus wird es tatsächlich der Fall sein, dass MicroStrategy eben implodiert. Ich persönlich könnte mir auch gut vorstellen, dass es sich noch eine gute Zeit zieht und dann irgendwann mal später ist, dass das Ganze kommt.
Also, mein persönliches Fazit zu seinem zweiten Argument, dass Bitcoin nicht mehr dezentral sei und es Coins gäbe, die dezentraler sind: Dafür hätte ich persönlich einfach gern die Zahlen, die Daten, die Fakten, die so etwas tatsächlich nahelegen. Wenn er in der Hinsicht noch irgendwie etwas liefern kann, also wirklich Daten, wirklich Fakten, die so etwas nahelegen, dass tatsächlich Bitcoin mittlerweile zentralisiert ist, dann okay, da bin ich nach wie vor offen, dass ich meine Meinung dazu ändere. Allerdings ist es Stand heute aus meiner Sicht, also zumindest Stand heute laut den Daten, die ich kenne, eher eine leere Behauptung.
Und noch zu seinem letzten Argument, dass er im Wesentlichen gemeint hat, dass sich zwar die Zahlen, Daten, Fakten zu Bitcoin nicht geändert haben, allerdings der Preis, und dass deshalb seiner Meinung nach Bitcoin derzeit überbewertet sei und dass er deshalb auch von einem größeren Rücksetzer ausgeht. Das ist aus meiner Sicht eine absolut valide Meinung, also ich meine, es gibt auch genügend andere Twitter-Accounts, die etwas Ähnliches, also eine ähnliche These, bereits veröffentlicht haben, dass sie ebenfalls davon ausgehen, dass wir bereits das Zyklus-Top gesehen haben.
Jetzt, ich persönlich gehe nicht davon aus, dass wir tatsächlich bei Bitcoin in diesem Zyklus schon das Top gesehen haben, und zwar primär aus zwei verschiedenen Gründen. Der erste Grund ist der, dass bisher kein einziger der in Summe 27 verschiedenen objektiven Top-Indikatoren aus meinem Bullrun-Cheat-Sheet geflasht ist. Das heißt, wenn wir tatsächlich bereits das Zyklus-Top bei Bitcoin gesehen hätten, dann wäre es tatsächlich der allererste Zyklus in der Geschichte von Bitcoin, wo kein einziger Top-Indikator auch nur ansatzweise das Top angezeigt hätte. Und ich persönlich bin im Allgemeinen jetzt nicht unbedingt der Fan von „dieses Mal ist es wirklich anders“.
Und der zweite Grund ist der, dass diese, ich sag mal, historisch typische Geldmengenausweitung, die wir in der Vergangenheit ebenfalls so ungefähr in Vierjahreszyklen gesehen haben, Stand heute noch nicht wirklich stattgefunden hat und ich nach wie vor davon ausgehe, dass das wahrscheinlich stattfinden wird. Was allerdings nicht bedeutet, dass wir davor, also vor diesem starken Anstieg, eventuell noch eine Korrektur sehen könnten. Aber Julian hat ja auch schon mehrfach in den letzten paar Wochen bewiesen, dass er derzeit eher als, ich sag mal, Trader im Markt ist. Also, mit Trader meine ich jetzt konkret jemanden, der einfach eher auf einem kurzfristigeren Zeithorizont entsprechend handelt, anstatt jetzt irgendwie über die nächsten Jahre oder Jahrzehnte.
Und womöglich sehen wir jetzt tatsächlich noch eine größere Korrektur, bevor wir dann höher hochgehen. Das halte ich definitiv für möglich. Allerdings ist das beispielsweise etwas, was ich persönlich nicht trade, weil ich mir nicht zutraue, dass ich da sowohl das erste Top als auch den Boden davon entsprechend timen kann. Sondern ich persönlich werde es dann verkaufen, wenn tatsächlich die Daten zeigen, dass wir derzeit in der Nähe vom Top sind, was zumindest Stand heute noch nicht der Fall ist.
Die Frage ist aus meiner Sicht eher, warum er derzeit mit, ich sag mal, eher kontroversen Meinungen und auch teilweise offensichtlich übertriebenen Meinungen um sich wirft. Und das ist wahrscheinlich nur eine Sache, die er selbst weiß. Jetzt, meine persönliche Vermutung ist die, dass er das primär aus Marketinggründen macht, was auch absolut legitim ist. Das kann jeder selbst machen, wie er es entsprechend für richtig hält. Und scheinbar scheint es sogar richtig gut zu funktionieren, weil irgendwelche YouTuber wie beispielsweise ich so oft aus der Community nach Julian Hosp, also nach seiner Meinung oder nach seinen Posts, seinen Videos und so weiter, gefragt werden, dass sie sich tatsächlich entscheiden, ein ganzes Video dazu zu machen. Also, scheinbar scheint es richtig gut zu funktionieren.
Aber mal ehrlich, was ist deine Meinung dazu? Also, was hältst du von seinen derzeitigen Posts und seinen YouTube-Videos, und vor allem auch: Warum glaubst du, macht er das derzeit? Lass es mich gerne mal unten in den Kommentaren wissen. Und ich weiß, dass das wahrscheinlich für einige Leute ein eher emotionaleres Thema ist. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn ich in den Kommentaren weniger Beleidigungen lese, sondern mehr tatsächlich sachliche Argumente, warum er davon ausgeht oder du davon ausgehst, dass das richtig oder falsch ist, Beweggründe und so weiter.
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2:19 BTC hat keinen Use Case
5:33 BTC Lightning Network wird von niemandem benutzt
7:50 Ordinals sind tot
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