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Kevin Söll

So kannst du mit Liquidity Mining alles verlieren! ⚠️

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Hi Leute, Kevin hier. In letzter Zeit habe ich relativ viele Kommentare gelesen von irgendwelchen Leuten, die all-in gehen wollen bei den Liquidity-Boost mit den Aktien. Und ganz klar, so ein Stück weit ist natürlich auch nachbeziehbar, wenn man da jetzt einfach mal berücksichtigt, dass man da Renditen rausholen kann von 1000% oder teilweise sogar noch mehr. Jetzt mit dem Video heute möchte ich nur erreichen, dass du dir auch den Risiken wirklich bewusst bist, weil ich persönlich hatte beispielsweise bei dem Thema zwei Denkfehler, die schon zu Investmententscheidungen geführt haben, die ich jetzt im Nachhinein nicht nochmal machen würde.

Jetzt beim Liquidity-Mining hast du grundsätzlich immer drei verschiedene Risiken. Und zwar erstens das Smart-Contract-Risiko. Und damit ist im Wesentlichen gemeint irgendwelche Bugs im Code, irgendwelche Sicherheitslücken, irgendwas, was ein Hacker ganz gezielt ausnutzen kann. Denn das Risiko hast du natürlich bei jedem einzelnen Blockchain-Projekt, inklusive Bitcoin. Jetzt bei der DeFi-Chain ist es zumindest im Vergleich zu den anderen Blockchain-Projekten relativ unwahrscheinlich, weil es eben auf diesem relativ sicheren Fundament beruht mit Non-Turing Complete. Aber relativ unwahrscheinlich heißt nicht, dass es das Risiko nicht gibt.

Insbesondere dann, wenn beispielsweise irgendwelche größeren Änderungen vorgenommen wurden in der Blockchain oder beispielsweise irgendwelche Updates, wie beispielsweise Fort Cunning, da wäre ich zu Beginn zunächst mal ein bisschen vorsichtiger. Das zweite Risiko, was du hast, ist das sogenannte Projektrisiko. Und damit sind im Wesentlichen irgendwelche Betrugsmaschen gemeint. Also stellen wir uns dazu mal Folgendes vor. Sagen wir mal, alle, wirklich, alle Co-Entwickler von der DeFi-Chain wären jetzt irgendwie Betrüger und hätten irgendwie beim Liquidity-Mining so eine Hintertür eingebaut, dass die zu irgendeinem Zeitpunkt dann tatsächlich irgendwie alle Gelder stellen könnten und damit wegkriegen können.

Ja, wahrscheinlich sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich. Aber hey, genau sowas kam schon bei anderen Blockchain-Projekten vor. Von daher, auch sowas sollte man immer so ein Stück weit mit einkalkulieren. Und das dritte Risiko, das du hast, und wenn du mich fragst, das ist mit Abstand größte Risiko, ist natürlich das Kursrisiko bzw. der Impermanent Loss. Und genau an der Stelle hatte ich persönlich zwei verschiedene Denkfehler. Und zwar erstens, dass ich gedacht habe, naja, mit Liquidity-Mining kann man so ein Stück weit sein Risiko streuen, weil man ja beim Liquidity-Mining immer in zwei verschiedene Paare investiert und nicht nur in eine Kryptowährung.

Ja, das ist leider de facto nicht so. Denn ja, du investierst zwar in zwei verschiedene Kryptowährungen, allerdings haftest du mit dem einen Projekt immer für das andere mit. Und wir gehen das dann nachher in einem ganz konkreten Zahlenbeispiel durch, damit du verstehst, was ich meine. Und der zweite Denkfehler, den ich hatte, war zu glauben, dass in dem Moment, wo ein Wertepaar auf 0 geht, dass du dann nur 50% verloren hast und nicht 100%. Ja, auch da hatte ich noch einen Denkfehler.

Denn in Wirklichkeit ist es so, dass Arbitrageöre in so einem Fall tatsächlich dafür sorgen, dass sie zwar nicht den Pool leerräumen, allerdings tun sie das Verhältnis so dramatisch verzerren, dass der gesamte Pool auf der dezentralen Exchange nahe 0 geht. Ich weiß, es ist relativ tricky, das Ganze nachzuvollziehen. Lass uns deshalb mal ein konkretes Zahlenbeispiel durchgehen, damit du auch genau verstehst, was ich meine. Also, stellen wir uns jetzt mal vor, du möchtest dich bei einem Liquidity-Pool beteiligen mit Bitcoin und DFI. Sagen wir mal zu Beginn zum Beispiel einen neuen Bitcoins im Pool und sagen wir mal 180.000 DFI.

So, du tust ihn natürlich beteiligen, immer im Verhältnis 1 zu 1. Du packst beispielsweise 1 Bitcoin rein und 20.000 DFI, weil genau zu dem Zeitpunkt, wo du dich beteiligst, genau 1 Bitcoin, 20.000 DFI entspricht. Das heißt, dieses Verhältnis im Pool gibt ja auch immer so ein Stück weit den aktuellen Preis bei der Coins. Okay, wir haben also jetzt einen Liquidity-Pool mit 10 Bitcoin und 200.000 DFI. So, und dir gehören davon jetzt 10%. Und diese 10% sind deshalb wichtig, weil in dem Moment, wo du dich tatsächlich dafür entscheidest, jetzt wieder deinen Anteil auszahlen zu lassen, bekommst du zwar 10% zurück.

Das heißt allerdings nicht zwangsläufig, dass es wieder genau 1 Bitcoin und 20.000 DFI sein werden, sondern das kann sich, je nachdem wie das Poolverhältnis stellt, auch im Zeitverlauf ändern. Lass uns jetzt mal ein bärisches Szenario gemeinsam durchspielen. Und zwar gehen wir jetzt mal einfach davon aus, dass beispielsweise der Preis von Bitcoin komplett konstant bleibt. Allerdings der Preis von DFI morgen um satte 50% fällt. Ganz plötzlich. Ich weiß, relativ unwahrscheinlich. Ich persönlich gehe auch nicht davon aus, dass wir sowas sehen werden.

Aber lass uns mal heute ganz bewusst den Teufel an die Wand malen. Was würde jetzt mit diesem Liquidity-Pool tatsächlich passieren? Und um das zu entscheiden, ist es zunächst mal wichtig, dass du die Unterschiede kennst, wie die Preisfindung funktioniert bei einer Zentralen Exchange und einer Dezentralen Exchange. Bei einer Zentralen Exchange, einer sogenannten Xex, wie jetzt beispielsweise bei Bittrex, ist es in aller Regel so, dass der Preis bestimmt wird durch ein sogenanntes Orderbook. Und Orderbook heißt nichts anderes, als dass du auf der einen Seite die ganzen Kaufaufträge hast, auf der anderen Seite die ganzen Verkaufsaufträge.

Und dann wird mit, ich sag mal, relativ intelligenten Algorithmen das Ganze gematcht, sodass du quasi als Angebot und Nachfrage immer so einen gemitteten Preis bestimmen kannst. Das heißt, wenn jetzt tatsächlich der Preis von DFI ganz plötzlich um 50% fällt, dann siehst du das auch sofort bei der Zentralen Exchange, dass du jetzt beispielsweise für einen Bitcoin ganze 40.000 DFI kaufen kannst. Jetzt bei einer Dezentralen Exchange, da ist das Ganze anders, weil da gibt es kein Orderbook. Das heißt, die einzige Möglichkeit, wie sich bei einer Dezentralen Exchange tatsächlich dieser Preis aktualisiert, ist die sogenannte Arbitraschöre.

Und damit sind im Wesentlichen nur Leute gemeint, die ganz gezielt diese Preisunterschiede im Markt ausnutzen, um damit einen Profit zu machen. Das heißt, wenn jetzt beispielsweise ein Arbitraschöre sieht, dass beispielsweise bei der Zentralen Exchange der Preis von DFI relativ gering ist, aber bei der DEX der Dezentralen Exchange der Preis relativ hoch ist, was macht er folglich? Er kauft ganz günstig hier seine DFI ein und verkauft sie dann hier deutlich teurer. So, lass uns das mal vereinfacht durchrechnen. Also gehen wir mal davon aus, der Arbitraschöre geht zur Zentralen Exchange und kauft dort für einen Bitcoin ganze 40.000 DFI.

Dann nimmt er die 40.000 DFI, schickt die ganz schnell zur Dezentralen Exchange und will die dort wieder verkaufen. Ursprünglich hatten wir ja da ein Verhältnis von 10 Bitcoins zu 200.000 DFI. Das heißt, jetzt kommen 40.000 DFI drauf. Das heißt, so ungefähr, ganz grob, bekommt er da zwei Bitcoins raus. In der Praxis ist es deutlich weniger als die Bit2 Bitcoins, besser zum sogenannten Slippage kommen und natürlich auch Tradinggebühren anfallen, aber das tun wir an der Stelle mal nachlesen. Das heißt, der Arbitraschöre konnte aus seinem einen Bitcoin ganze 2 machen und ist natürlich happy.

Wenn wir jetzt allerdings mal das Verhältnis im Pool ausrechnen, also diese 240.000 durch die 8 teilen, dann kommen wir immer noch drauf, dass du für einen Bitcoin ganze 30.000 DFI bekommst. Das heißt, der Preis von DFI auf der Dezentralen Exchange ist immer noch deutlich teurer als es beispielsweise bei der Zentralen Exchange. Was würde also der Arbitraschöre machen? Er würde das Ganze so lange wiederholen, bis tatsächlich der Preis von der Zentralen Exchange genau der gleiche Preis ist wie bei der Dezentralen Exchange.

Und das können wir an der Stelle jetzt komplett durchkalkulieren, brauchen wir allerdings gar nicht. Denn das Beispiel allein zeigt schon perfekt, warum du beim Liquidity Mining nicht wirklich dein Risiko streust. Denn wenn du jetzt tatsächlich zum aktuellen Zeitpunkt deine 10% wieder auszahlen lassen würdest, dann würde das bedeuten, du bekommst von den 240.000 DFI natürlich 24.000 und von den 8 Bitcoin bekommst du 0,8 Bitcoin. Das heißt, ursprünglich hast du 1 Bitcoin und 20.000 DFI in den Pool reingepackt, raus bekommst du nur noch 0,8 Bitcoin und 24.000 DFI.

Weil DFI mittlerweile um 50% gefallen ist, hast du natürlich einen Verlust gemacht, ganz klar. Du hast allerdings noch einen viel größeren Verlust gemacht, weil sich eben dieses Verhältnis im Pool geändert hat und du jetzt noch mehr DFI rausbekommst und weniger Bitcoin. Das heißt, dadurch hattest du den Impermanent Loss nochmal einen zusätzlichen Verlust. Und das heißt wiederum, beim Liquidity Mining, da tust du durch dieses Streuen nicht wirklich dein Risiko senken, sondern sogar erhöhen. Und das liegt ganz einfach daran, dass deine Gesamtrendite immer vom Kursverlauf von zwei Coins abhängig ist und nicht nur einem Coins.

Immer dann, wenn beispielsweise im Pool zwischen Bitcoin und DFI, sagen wir mal Bitcoin, DFI, outperformen, dann ist es so, dass der Anteil von Bitcoin im Pool sinkt, der Anteil von DFI nach oben geht. Und es ist umgekehrt, tut beispielsweise DFI, Bitcoin, outperformen, dann sinkt der Anteil von DFI im Pool und der Anteil von Bitcoin im Pool geht nach oben. Das heißt, von dem wirklichen Kursgewinn kannst du dann nur wirklich profitieren, wenn auch beide Coins gleichzeitig miteinander wachsen. Jetzt nochmal einen zweiten Denkfehler, dass ich anfangs davon ausgegangen bin, dass wenn ein Wertepaar auf 0 geht, dass du dann nur 50% verloren hast.

Lass uns auch dazu mal ein konkretes Beispiel machen. Also stellen wir uns mal beispielsweise vor, dass DFI der Preis um ganz den 99% fällt. Das heißt, jetzt könntest du beispielsweise zu einer Zentralen Exchange gehen, für ein Bitcoin so ungefähr 2 Millionen DFI kaufen. Jetzt in dem Fall würden die ganzen Arbitrageure hergehen, die würden ganz günstigere DFI bei der Zentralen Exchange kaufen und viel teurer verkaufen bei der Dezentralen Exchange.

Und die könnten zwar diesen Pool nicht leeren, wegen dem sogenannten Slippage, allerdings würden die dafür sorgen, dass quasi der Anteil an DFI im Pool so stark nach oben geht und der Anteil von Bitcoins so tief sinkt, dass du quasi so einen krassen Impermanent loss hättest, dass der komplette Wert vom Pool nahe 0 geht. Und das heißt jetzt wiederum beim Liquidity-Mining mit Bitcoin und DFI haftest du quasi mit deinen Bitcoins für deine DFI und mit deinen DFI für Bitcoin. Und wenn nur eines von beiden Projekten scheitert, dann kannst du dich wirklich hart erwischen.

Das gleiche gilt allerdings nicht nur für Bitcoin und DFI, sondern das gleiche gilt natürlich auch beispielsweise für irgendwelche Aktien. Das heißt, wenn du jetzt beispielsweise Liquidity-Mining mit Aktien betreibst, also beispielsweise dem US-Dollar und Tesla, naja, du haftest mit deinen US-Dollar für Tesla und gleichzeitig auch mit Tesla für den US-Dollar. Wobei es relativ unwahrscheinlich ist, dass jetzt beispielsweise der US-Dollar ganz plötzlich irgendwie crasht. Was sind also die Learnings an der Stelle? Erstens, verabschiede dich vom Gedanken, dass du beim Liquidity-Mining dein Risiko streuen kannst.

Denn de facto machst du genau das Gegenteil, dass du sogar dein Risiko erhöhst. Jetzt zweiter Punkt, nur Liquidity-Mining betreiben mit irgendwelchen Paaren, wo du auch an beide Paare langfristig glaubst. Jetzt beispielsweise, sagen wir mal, Liquidity-Mining zu betreiben mit Dausch und Shiba Inu, ja, kann man machen, muss man aber nicht. Und drittens, All-In zu gehen beim Liquidity-Mining ist meiner Meinung nach wirklich super riskant. Außer wir reden jetzt bei All-In von, sagen wir mal, mehreren hundert Euro oder ein paar tausend. Ich glaube, dann ist das Ganze was anderes.

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Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.

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Durch Liquidity Mining mit DFI wird das Risiko nicht gestreut, sondern erhöht. Zudem kann man auch beim Totalverlust eines Coins sein komplettes Geld verlieren. Hier lernst du über die 3 größten Risiken beim Liquidity Mining.

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▬▬▬ ÜBER MICH 💡▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Ich bin Kevin Söll, 2018 aus Deutschland ausgewandert und bereise seither die Welt. Auf diesem Kanal teile ich primär meine Passion für Bitcoin und sonstige Kryptowährungen.

Wie ich selbst investiert bin, erfährst du hier:
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