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Kevin Söll

Liquity V1 vs. Liquity V2 | Die Top 11 Unterschiede 🙌

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Liquity wird noch dieses Jahr in Q3 die zweite Version von ihrem Protokoll launchen, und ich habe das Gefühl, dass da relativ viele Leute unterschätzen, was da tatsächlich auf uns zukommt, weil da steckt deutlich mehr dahinter, als einfach nur, dass man selbst die Zinsen festlegen kann. Und genau deshalb gehen wir auch im heutigen Video die größten Unterschiede durch zwischen Liquity V1, also der Version, die es derzeit schon gibt, und Liquity V2, der künftigen Version, und vor allem auch, welche Vorteile wir als Nutzer, als Investoren tatsächlich dadurch bekommen.

Hi, mein Name ist Kevin Söll und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit Krypto zu tun hat, inklusive auch verschiedenen DeFi-Protokollen, wie beispielsweise heute, die uns einfach im Crypto-Space, im DeFi-Space unglaubliche Möglichkeiten geben.

Lass uns auch direkt reinstarten, und zwar hat Liquity bereits mehrere Blogartikel veröffentlicht zu der Version V2, und auf dessen Grundlage habe ich hier diese Übersicht erstellt mit den Unterschieden zwischen V1 und V2, beginnend mit dem ersten Unterschied, den Kollateraltypen: dass du bei Liquity V1, also der derzeitigen Version, nur ETH als Kollateral, als Sicherheit hinterlegen kannst, und bei V2 wird es nicht nur ETH sein, sondern auch verschiedene Liquid-Staking-Tokens, mit denen du dann auch zusätzlich zu den Kursgewinnen auch Staking-Rewards bekommst.

Da kommen wir auch schon zum zweiten Unterschied, der Liquidation Ratio, also bei welchem Verhältnis zwischen Kollateral und Kredit du tatsächlich liquidiert wirst. Bei Liquity V1 ist das derzeit ungefähr 91%, was umgerechnet eine Überbesicherungsgrenze von um die 110% beträgt. Bei Liquity V2 ist es bei ETH genau gleich, also genau gleich hoch wie bei V1, nur bei den ganzen Liquid-Staking-Tokens, dort wird diese Ratio etwas geringer sein, das heißt, dass du beispielsweise Liquid-Staking-Tokens weniger stark beleihen kannst als normale ETH, so wie es auch bei anderen Borrowing-Protokollen der Fall ist. Und bei [unverständlich] ist diese Ratio, sofern ich es da richtig in Erinnerung habe, hier beispielsweise bei 85%.

Da kommen wir auch schon zum dritten Unterschied, den Zinsen, und das ist aus meiner Sicht der Punkt, der wahrscheinlich ganz zu Beginn relativ unbedeutend erscheint, allerdings auf das gesamte System massive Auswirkungen hat. Und zwar ist es ja derzeit bei V1 so, dass du da keine jährlichen Zinsen zahlst, sondern nur eine einmalige Gebühr in Höhe von 0,5%, was auch in gewissen Marktphasen absolut super funktioniert. Nur in anderen Marktphasen, wie beispielsweise derzeit einer Hochzinsphase, da hat sich jetzt in der Praxis gezeigt, dass dieses System einfach zu inflexibel ist, sodass dann im Umkehrschluss einfach zu viele Redemptions stattfinden.

Jetzt bei Liquity V2 wird das Ganze anders sein, da zahlst du keine einmaligen Gebühren, sondern jährliche Zinsen, die du auch selbst festlegen kannst. Und zwar wird es in der Praxis so sein, dass in dem Moment, wo der Stablecoin unter seinem Peg ist, das heißt günstiger als 1 Dollar, dass dann zunächst diejenigen redeemed werden, die tatsächlich die geringsten Zinsen ausgewählt haben. Und das heißt jetzt für die Praxis im Wesentlichen zwei verschiedene Dinge, und zwar zum einen, dass sich Liquity V2 auch für kurzfristige Kredite, also beispielsweise für mehrere Tage, eignet, was hier bei Liquity V1 aufgrund der einmaligen Gebühren eher weniger rentabel ist, und noch zum zweiten, dass sich hier die zweite Version auch je nach Zinsphase, je nach Marktphase ganz flexibel anpassen kann, aufgrund der Tatsache, dass die Nutzer selbst über die Zinsrate entscheiden.

Und das hat deshalb so große Auswirkungen auf das gesamte System, weil das im Prinzip bedeutet, dass Liquity V2 nicht nur deutlich mehr Einnahmen erwirtschaftet im Vergleich zu V1, sondern auch gleichzeitig, dass diese Einnahmen zu 100% nachhaltig sind, also nur Real Yield, was dann wiederum benutzt werden kann, um das gesamte Ökosystem zu fördern.

Jetzt zur spannenden Frage: Wo genau gehen denn die Gebühren hin, die tatsächlich vom Protokoll erwirtschaftet werden? Bei V1 ist es beispielsweise so, dass der Gebührenanfall zum einen bei der Kreditaufnahme, meistens 0,5%, zum anderen noch bei der Redemption, meistens ebenfalls 0,5%, und das geht zu 100% an die LQTY-Holder, also die Halter vom Liquity-Token. Und der Stability Pool, also der Pool, der dafür da ist, dass diese Liquidations hier instant durchgeführt werden können, der wird nicht über diese Gebühren hier finanziert, sondern einerseits durch Liquidationsprofite, die eben bei einer Liquidation anfallen, und auch gleichzeitig hier durch die Ausschüttung von diesem nativen Token.

Jetzt bei der Version V2, da wird das Ganze komplett anders sein. Und zwar sind die Gebühren, die das Protokoll erwirtschaftet, ausschließlich hier diese Zinsen. Es fällt zwar auch eine Gebühr an in dem Moment, wo eine Redemption stattfindet, das geht allerdings bei der Version V2 direkt an die Person, die redeemed wurde, im Vergleich zu hier V1 an die LQTY-Holder, das ist hier anders. Und auch gleichzeitig gibt es bei der Version V2 keinen eigenen nativen Token, das heißt, da wird nichts irgendwie inzentiviert durch irgendeinen Token, der einfach inflationiert wird. Und der Großteil der Zinsen, der hier erwirtschaftet wird, geht direkt in die Stability Pools. Und zwar wird es pro Kollateraltyp einen Stability Pool geben, an den der Großteil von diesen Zinsen geht. Und ein kleiner Teil davon geht auch nur zusätzlich in verschiedene Liquidity Pools, damit es auch genügend Liquidität gibt für den Stablecoin. Das ist das, was beispielsweise Liquity Protocol Incentivized Liquidity nennt.

Denn jetzt zum vierten Unterschied, dem US-Dollar-Peg: Und zwar haben wir da bei der Version V1 gesehen, dass der LUSD, also der Stablecoin, mehr oder weniger preislich stabil war. Preislich stabil in den meisten Marktphasen, aber beispielsweise im Bärmarkt war es oftmals so, dass der LUSD preislich zu teuer war, aufgrund der Tatsache, dass da zunächst die ganzen Soft-Peg-Mechanismen greifen, bevor dann irgendwann mal viel später der Hard-Peg-Mechanismus kommt. Und auch gerade beispielsweise in Hochzinsphasen wie aktuell, da erleben wir die Situation, dass der LUSD preislich tendenziell eher zu günstig ist, also unter einem Dollar steht. Das heißt, mehr oder weniger stabil, aber jetzt nicht so stabil wie jetzt beispielsweise USDC oder USDT.

Jetzt bei der Version V2 wird der Großteil der Peg-Mechanismen eins zu eins gleich sein, nur mit dem Unterschied, dass hier noch zusätzlich diese jährlichen Zinsen anfallen, und diese Zinsen, ja, wie gesagt, zum Großteil in die Stability Pools gehen, was dann wiederum bedeutet, dass du hier noch zusätzlich zwei verschiedene Soft-Peg-Mechanismen hast, in beide Richtungen, die den Preis stabiler machen sollten. Und zwar ist die Logik dahinter auch relativ simpel. Und zwar wird der Name von diesem neuen Stablecoin BOLD sein, also LUSD bei V1 und bei V2 wird es BOLD sein.

Und wenn dieser Stablecoin preislich zu günstig ist, bedeutet das natürlich auch gleichzeitig, dass die Gefahr von Redemptions ansteigt. In dem Fall werden natürlich die ganzen Trove-Besitzer, die Leute, die eine offene Position haben, dementsprechend auch ihre Zinsen erhöhen, weil sie nicht redeemed werden wollen. Was natürlich dann auch gleichzeitig bedeutet, dass die ganzen Einnahmen im Stability Pool nach oben gehen, was dann wiederum bedeutet, dass wenn man davon profitieren will, man wiederum diesen Stablecoin braucht, was dementsprechend hier die Nachfrage erhöht und dementsprechend auch den Preis erhöht. Also was bei zu tiefen Preisen hier dazu führt, dass der Preis wieder Richtung Peg geht.

Und der gleiche Mechanismus geht auch in die andere Richtung. Das heißt, in dem Moment, wo der Stablecoin über seinem Peg steht, über einem Dollar steht, heißt das natürlich gleichzeitig, es gibt nahezu kein Risiko, derzeit redeemed zu werden, weil es einfach nicht rentabel ist. Was natürlich dann auch gleichzeitig bedeutet, dass sämtliche Leute, die derzeit eine offene Position haben, ihre Zinsen senken. Was dann wiederum bedeutet, dass die Rendite im Stability Pool entsprechend sinkt, dementsprechend auch die Nachfrage nach diesem Stablecoin sinkt, was wiederum den Preis drücken sollte.

Und dadurch, dass der Peg hier bei der Version V2 deutlich stabiler sein sollte im Vergleich zu der Version V1, bedeutet das natürlich auch gleichzeitig in der Praxis, dass deutlich weniger Redemptions stattfinden sollten, aufgrund der Tatsache, dass dieses System sich hier einfach flexibel anpassen kann, je nachdem, in was für einer Marktphase wir sind, während hier die Version V1 relativ fix, relativ inflexibel ist.

Da kommen wir auch schon zum sechsten Unterschied, und zwar was die Liquidation angeht. Und zwar ist es ja da bei Version V1 derzeit so, dass wenn der Preis unter den Liquidationspreis fällt, dass du dann liquidiert wirst. Das heißt, du verlierst dein Kollateral, deine Ether, dass du allerdings den Kredit behältst. Und die Differenz zwischen dem Preis von einem Kredit und dem Preis von einem Kollateral, was meistens um die 10% sind, je nachdem, wann die Liquidation tatsächlich stattfindet, diese 10% werden dann im Prinzip dein Verlust, allerdings auch gleichzeitig der Gewinn, den alle machen, die hier in diesem Stability Pool entsprechend investiert sind.

Jetzt bei der Version V2 werden diese Liquidationsverluste deutlich geringer sein, aufgrund der Tatsache, dass sich hier herausgestellt hat, bei der Version V1, dass 10% Puffer in aller Regel mehr als ausreichend ist. Und genau deshalb wird es auch so sein bei der Version V2, dass von diesen 10% in Summe, oder je nachdem, was für ein Kollateraltyp du hier hast, dass da 5% davon entsprechend an den Stability Pool gehen als Profit. Und den Rest kannst du als Borrower, also als derjenige, der liquidiert wurde, dann entsprechend claimen.

Denn jetzt zum siebten, achten und neunten Unterschied, und zwar sind das alles Dinge, die die User Experience im Allgemeinen einfach besser machen. Und zwar zum einen, dass du hier bei Liquity V2 deine Troves übertragen kannst, das heißt von einer Adresse zur nächsten, weil jede Trove auch gleichzeitig ein NFT ist. Du kannst zudem auch unterschiedliche Troves mit einer Adresse aufbauen, auch unterschiedliche Troves für einen Kollateraltyp. Das ist ja alles bei der Version V2 möglich, was früher beziehungsweise zuvor bei der Version V1 nicht möglich war.

Gleichzeitig wirst du bei der Version V2 auch mit einem Klick hebeln können, also dass du mit einer Transaktion direkt einen Hebel aufbauen kannst, was beispielsweise derzeit hier bei Liquity V1 nicht möglich ist oder zumindest nur mit externen Dienstleistern, und das wird auch hier bei Liquity direkt dann über die offiziellen Frontends gehen. Beziehungsweise ich weiß gar nicht, ob man da von offiziellen Frontends sprechen kann, weil ich stark davon ausgehe, dass Liquity V2 genauso wie die erste Version höchstwahrscheinlich die Frontends auslagert an Drittparteien, aber da habe ich zumindest bisher noch keine näheren Infos dazu bekommen.

Gleichzeitig wird es bei der Version V2 auch keinen Recovery Mode geben. Das ist bei der Version V1 das, dass wenn die Total Collateral Ratio auf unter 150% fällt, dass man dann auch dann liquidiert werden kann, wenn man eine Collateral Ratio hat von über 110%. Das wird es bei der Version V2 nicht geben, aufgrund der Tatsache, dass sich da einfach in der Praxis herausgestellt hat, dass es überflüssig ist, weil dieser Recovery Mode nur ein einziges Mal im Mai 2021 für zwei Minuten aktiv war und danach nie wieder. Also das ist einfach ein Sicherheitsmechanismus, der gar nicht wirklich gebraucht wurde.

Dann zum zehnten Unterschied, was den Token angeht, und das ist ein Punkt, wo ich mir wünschen würde, dass es deutlich mehr Protokolle so machen würden wie jetzt Liquity V2. Und zwar ist es ja beispielsweise bei Liquity V1 so, dass in dem Moment, wo Gebühren erwirtschaftet werden, dass die zum Großteil hier an diese Halter geht von diesem nativen Token. Bei Version V2 wird es keinen eigenen Token geben, was natürlich dann auch gleichzeitig bedeutet, dass sämtliche Gebühren, die anfallen, die erwirtschaftet werden, zu 100% benutzt werden, um dieses Ökosystem entsprechend zu fördern.

Und auch der elfte Unterschied, was die Governance angeht: Und zwar ist es ja hier bei Liquity V1 so, dass die ganzen Smart Contracts autonom deployed wurden. Das heißt, die kann niemand irgendwie im Nachhinein noch abändern. Dementsprechend gibt es auch hier keine Governance. Jetzt bei der Version V2 wird es zum Großteil eins zu eins gleich sein, nur mit dem Unterschied, dass es hier Governance-minimized ist, und minimized in dem Sinne, dass eben ein Teil von diesen Zinsen, der hier erwirtschaftet wird, auch in Liquidity Pools geht, und da kann entsprechend die Governance abstimmen, an welche Liquidity Pools das Ganze gehen soll, weil es da einfach unglaublich schwer ist, von Anfang an zu wissen, welche Liquidity Pools langfristig gesehen für das Ökosystem am wichtigsten sind, und genau deshalb gibt es dafür eine separate Governance.

Das heißt, alles in allem, ich persönlich freue mich auf Liquity V2, weil, wenn wir ehrlich sind, die allermeisten neuen, in Anführungszeichen, Borrowing-Protokolle, die auf den Markt kommen, das sind in aller Regel einfach nur irgendwelche billigen Kopien von den derzeitigen Marktführern, wo hier und da eine Kleinigkeit geändert wurde, aber konzeptionell nichts wirklich Neues. Aber Liquity V2 ist jetzt vom Konzept einfach so einzigartig, dass ich denke, dass es einfach eine coole Ergänzung ist zu den bestehenden Produkten beziehungsweise bestehenden Protokollen, die derzeit schon am Markt sind.

Jetzt für mich persönlich als Investor wird Liquity V2 primär fürs [unverständlich] interessant, fürs [unverständlich] von Ethern, genauso auch von Liquid-Staking-Tokens, aber auch das Thema Cashflow darf man bei der Version V2 aus meiner Sicht nicht unterschätzen, weil dadurch, dass eben ein Großteil von diesen Zinsen dann in die Stability Pools geht, kann ich mir gut vorstellen, dass je nach Marktsituation sich die Zinsen da auch durchaus sehen lassen, und vor allem auch sind die Zinsen zu 100% nachhaltig, also zu 100% Real Yield, das heißt, die wird man auch dauerhaft da entsprechend bekommen.

Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.

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Liquity V2 soll noch in Q3 2024 launchen. Hier erfährst du, was das Protokoll im Vergleich zu V1 so besonders macht.

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#krypto #bitcoin #ethereum

Timestamps:
0:00 Einleitung
0:53 Kollateral-Typen
1:09 Liquidation Ratio
1:45 Zinsen
4:35 USD-Peg
6:35 Redemptions
6:55 Liquidation Penalty
7:52 Troves übertragbar
8:19 Direkt hebeln
8:48 Recovery Mode
9:19 Eigener Token
9:45 Governance
10:22 Mein Fazit