Sackgasse Deutschland? Wir haben es rausgeschafft – du kannst das auch! | Kevin Söll im Gespräch
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Ich habe das Gefühl, in Deutschland ist die Situation so schlimm, wie sie noch nie war, in ganz vielen Aspekten. Also was kommt als nächstes? Als nächstes werden wir zum Wehrdienst einberufen. Gerade in einer Demokratie wie Deutschland, es bringt einfach nichts. Sorry, es ist einfach aussichtslos. Wenn du vor fünf Jahren gesagt hast, du verlässt Deutschland, weil du alles scheiße findest, dann hast du einen Shitstorm bekommen.
Wo ist die neidischste Kultur der Welt? Frankreich, Platz Nummer eins und rate mal, wer Platz Nummer zwei ist. Aber ich war so glücklich, wie noch nie zuvor in meinem Leben, wo ich keinen Mensch kannte. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Episode auf meinem Kanal, meine Freunde. Ich habe heute einen wirklich super interessanten Gast am Start.
Wir wollen heute das Thema auswandern, digitales Nomadentum, vielleicht die eine oder andere finanzielle Strategie für die Leute unter euch, die vielleicht schon ausgewandert sind oder das Ganze noch überlegen, besprechen. Und ich möchte mein Gegenüber heute vor allen Dingen mal kennenlernen, denn wir haben bisher nur zwei Worte miteinander gewechselt.
Und da nehmen wir euch mit. Herzlich willkommen, Kevin Söhl. Wie geht's dir? Hey, mir geht's gut. Danke für die Einladung. Ich habe mich mega gefreut, dass du mir geschrieben hast. Und ja, ich habe keine Ahnung, was mich heute erwartet, aber ich glaube, das wird ein cooles Gespräch. Von daher, schieß los, alles, was du fragen möchtest. Meine Zuschauer, viele von meinen Zuschauern werden wahrscheinlich gerade ein riesen Fragezeichen über dem Kopf haben.
Du bist keine bekannte Persönlichkeit, zumindest in meinem Space. Trotzdem ist die Welt ziemlich klein und wir haben tatsächlich ein paar mehr Berührungspunkte miteinander. Wenn ich das richtig weiß, vielleicht korrigiere mich, wenn ich nicht richtig liege, ist dein Hauptding, dein Hauptcontent aktuell vor allen Dingen Bitcoin. Und Defi, da bist du zu Hause. Du hast mit Manu zusammen eine große Online-Community, wo er das Thema Krypto und verschiedene Strategien behandelt.
Bist aber auch gerade in der letzten Zeit so ein bisschen in das Thema Longevity, Fitness, Peptide, habe ich gesehen, abgetaucht. Und in diesem Zuge bist du mir in letzter Zeit öfter mal über den Weg gelaufen. Zum einen bin ich schon seit inzwischen, glaube ich, anderthalb Jahren Mitglied in der Community. Das heißt, dich habe ich mindestens einmal der Woche auf dem Bildschirm und schaue dir zu und vertraue dir meinen Finanzen an.
Bisher bin ich noch ganz gut gestimmt. Zum anderen habe ich dich letztens durch Zufall in meinen Kommentaren auf YouTube entdeckt unter irgendeinem Video. Ich glaube, das muss in diesem Iron-Mike-Peptide-Hin-und-Her-Avalon-Skandal aufgetaucht sein. Und da habe ich mir gedacht, weißt du, ganz ehrlich, ich slide bei Kevin einfach mal in die DMs und frage ihn mal, ob er Lust auf ein Gespräch hat.
Yes. Ja, genau so kam es. Also auch von meiner Seite mit dem Zufall, mit dem Interview, was ich da mit Daniel geführt habe. Ich hätte ja auch im Leben nicht gedacht, dass ich dann von zehn Leuten angesprochen werde. Hey, hast du das schon gesehen mit Iron-Mike und keine Ahnung was? Dass ich da auch irgendwie eine zentrale Rolle gespielt habe mit dem Ganzen.
Aber ja, es ist interessant, wie das eine zum anderen führt. Ja, ist so lustig. Über drei Ecken kennt man sich immer. Ein sehr guter Freund von mir, der Arter, ist bei euch schon lange Teil in der Community. Cool, ist okay. Und auch mit Daniel. Den Leute kenne ich ganz gut. Ja, und mit dem bist du dann im Podcast gelandet. Und so ist die Welt wirklich sehr, sehr klein.
Man läuft nicht immer irgendwo wieder über den Weg. Ja. Bevor wir hier voll in die Theorie rein starten und irgendwelche Strategien offenlegen, würde ich gerne da anfangen, wo ich eben, was ich eben gesagt habe. Ich würde dich gerne eigentlich mal so ein bisschen kennenlernen. Ich weiß nämlich überhaupt nichts von deinem Werdegang. Ich weiß, dass du aktuell Weltenbummler bist, wenn man das so sagen kann.
Du bist aktuell so der klassische, ja, digitale Nomade, kann man wahrscheinlich schon so sagen. Zumindest wenn man Christoph Feuermann, den man übrigens auch öfter mal bei dir sieht. Der bei mir auch auf der Kurzweil inzwischen ist. Oh, okay. Ja, Christoph, bester Mann, hat mir schon auf jeden Fall das eine oder andere Mal den Arsch gerettet.
Wo treibst du dich, wo treibst du dich gerade rum? Also aktuell bin ich in Florida beziehungsweise in Miami. Zumindest zu dem Zeitpunkt, wo wir das Ganze noch aufnehmen. Ich werde wahrscheinlich die nächsten paar Tage wieder weiterziehen. Aber ja, also momentan primär in Amerika. Den überwiegenden Teil in Südamerika, aber ab und zu auch mal in Norden, weil ich hier primär bin, um meine Schwester zu besuchen, die hier in den USA wohnt.
Und das ist eigentlich aktuell mehr der Plan, ja. Wie viele Tage im Jahr bist du so mit Reisen beschäftigt? Versuchst du immer irgendwo, versuchst du immer einen Ort zu finden und da auch wirklich lange Zeit zu verbringen? Oder hast du eine große To-Do-Liste an Orten, die du abhaken möchtest? Also ich würde sagen, je mehr ich reise, desto mehr, desto länger wird die Liste mit Orten, die ich eigentlich noch sehen möchte, um ehrlich zu sein.
Es ist nicht umgekehrt. Aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich irgendwie eine fixe Base habe oder dass ich viel zurückzieht an den gleichen Ort. Ich habe bisher, also ich bin seit ungefähr acht Jahren mit dem Lifestyle so ein bisschen unterwegs, dass ich so, ich sag mal, zwei bis drei Monate im Maximum meistens in einem Land bleibe und danach meistens das Land wechsle.
Ich ziehe auch meistens einmal pro Monat entsprechend um, weil, keine Ahnung, so mal nach ein paar Wochen an einem Ort, da fehlen mir die neuen Impressionen und so weiter. Dann habe ich das irgendwie im Bauchgefühl, so irgendwie was Neues wäre cool. Es muss auch gar nicht jetzt irgendwie ein Umzug sein, ewig weit weg. Es kann auch die gleiche Stadt sein, aber irgendwie ein komplett anderes Viertel oder so.
Und ja, ich meine, mittlerweile habe ich bisher kein Ort ein zweites Mal besucht. Also ich gehe eigentlich immer an neue Länder. Ja, also auch die Länder, die mir oder die Orte, die mir besonders gut gefallen haben. Vielleicht mal irgendwann später für eine Base, ja, aber ich bin immer noch am Erkunden. Jedes Mal was Neues, das ist mehr mein Ding, ja.
Ich kann das voll gut nachvollziehen. Ich bin jetzt seit, seit April bin ich nicht mehr in Deutschland gemeldet und dementsprechend auch wirklich frei. Mein ganzes Leben passt gefühlt in zwei Koffer. Also ich bin wirklich immer sehr, sehr leicht unterwegs. Ich habe in fünf Minuten allen mein ganzen Kram gepackt und sitze im Flieger und bin dann woanders.
Das gibt einem so, ja, das gibt dann schon so, das gibt also Freiheit logischerweise. Aber das gibt dann schon, ich finde das geil. Ja, das ist ein komplettes Gegenteil zu dem, was ich vorher hatte. Also ich habe ein Haus in Deutschland gehabt, ich habe gebaut in Deutschland, habe meine Firmen in Deutschland gehabt, habe wirklich extrem viel Ballast gehabt und wirklich sehr immobil und habe aber die letzten Jahre gefühlt keine Zeit in Deutschland verbracht.
Weil mir ist da nämlich immer irgendwie so die Decke auf den Kopf gefallen und dann musste ich mal irgendwann ganz schnell weg. Ja, okay, gut. Bevor wir da weiter reingehen, ja, wie ist es damals überhaupt dazu gekommen? Du bist offensichtlich gebürtiger Deutscher, denke ich mal, also bist in Deutschland geboren. Hast du auch, was hast du, was hast du in Deutschland gemacht?
Deinen Schulabschluss und dann hast du wahrscheinlich noch studiert in Deutschland. Wann hast du den Entschluss getroffen, Deutschland den Rücken zu kehren? Also bei mir war, ich würde mal sagen, bis zu meinem 25. Lebensjahr eigentlich alles relativ klassisch. Ich war erst auf der Schule, danach habe ich Maschinenbau studiert im Bachelor, im Master dann Wirtschaftsingenieurwesen.
Mein Masterstudium war eigentlich mehr oder weniger nur mein Alibi, weil ich damals schon nach dem ersten Semester wusste, ich will eigentlich gar nicht für jemand anderes arbeiten, ich will mein eigenes Ding machen. Dann habe ich nur quasi weiter studiert, damit ich meiner Family sagen konnte, wenn die mich fragen: Du, was machst du? Ja, ich studiere, aber in Wirklichkeit war ich die ganze Zeit beschäftigt mit: Wie kann ich mein eigenes Business starten?
Was mache ich überhaupt? Und ich habe damals hier im Kind gelernt, das war damals mein eigener Finanzberater, wo ich damals wusste, warum brauche ich einen Finanzberater? Ich hatte damals auch nicht wirklich Geld oder so. Aber der hat mein finanzielles Leben wirklich auf den Kopf gestellt und hat mir so mein Brain gewaschen, was Finanzen angeht, dass ich danach gedacht habe, wow, also wenn ich das, was er mir gegeben hat, wenn ich das selber an andere Leute geben kann und die die gleiche Erfahrung haben, das ist das Coolste, was ich machen kann.
Und danach habe ich dann sämtliche Lizenzen gemacht damals, um in Deutschland dann offiziell auch als Finanzberater arbeiten zu dürfen. Ich habe dann auch schon offiziell gestartet während mein Masterstudium. Mein Masterstudium war nur noch so nebenher. Ich wurde auch so erzogen mit, was man anfängt, das macht man fertig, jetzt habe ich das gefälligst fertig gemacht.
und dann nach dem ersten offiziellen Jahr als Finanzberater richtig, richtig gut verdient für, also von Student auf selbstständig. Und es lief einfach gut, weil wenn ich von was überzeugt bin, wo auch da Passion drin ist, dann kann ich das Ganze auch verkaufen in Anführungszeichen, weil ich da einfach voll dahinter stand. Und dann kam irgendwann der Punkt, wo ich, also damals für mich war das noch richtig viel Geld, wo die ersten Male fünfstellige Summen auf mein Konto kamen und ich damals, oh Gott, ich habe das damals meiner Freundin gesagt, ich habe ihr gesagt, das darfst du niemand erzählen, das war so richtig.
Ich konnte mir das gar nicht vorstellen, das war unglaublich viel Geld für mich damals. Und habe dann echt gut verdient und irgendwie gedacht, okay, also so die ganzen Dinge, die ich auf meinem Vision Board hatte, mit das möchte ich erreichen, das, das, mit Wohnung, Haus, Motorrad, Freundin, gut Geld verdienen, selbstständig sein und so weiter.
Da habe ich überall so einen Haken dran und ich gedacht habe, das ist jetzt irgendwie alles. Also irgendwie dachte ich so, wenn ich das erreicht habe, dann fühle ich mich irgendwie super glücklich, ich bin super erfüllt und so weiter. Und es blieb irgendwie aus, weil natürlich hat man da so ein gewisses Hoch, wenn dann zum ersten Mal die Summe auf dein Konto kommt.
Da ist es so seine Erfahrung, wie schnell gewinnt man sich an so ein Einkommen. Irgendwann ist es einfach nichts, nichts mehr Besonderes. Ich muss sagen, das ist sogar fatal, weil du hast irgendwann, du hast so einen Status Quo gesetzt und der, der ist schon gut. Aber irgendwann fühlt es sich sogar einfach schlecht an, wenn es einfach da bleibt.
Also du kriegst demnächst Dopamin irgendwie nur durch Wachstum. Das ist Wahnsinn und da gibt es auch keine fixe Summe. Es ist egal, ob du 100.000 oder eine Million verdienst oder noch mehr. Das bleibt immer, wenn nicht mehr ist, dann irgendwann geht Dopamin in den Keller. Exakt. Und bei meinem Job damals als Finanzberater hieß es Zeit tauschen gegen Geld.
Und ich wüsste, mein Geschäftsmodell ist nicht skalierbar. Ich kann nicht mehr arbeiten, ich kann quasi nicht mehr Geld verdienen. Oh, und das hat dann relativ schnell, dadurch, dass ich ein reflektierter Mensch bin, dazu geführt, dass ich einfach immer unzufriedener mit mir selber wurde. Und ich glaube, der Peak der Unzufriedenheit, der hat sich dann auch dadurch bemerkbar gemacht, dass meine langjährige Freundin damals damit nur Schluss gemacht hat.
Heutzutage würde ich sagen, die beste Entscheidung, also das war das Beste, was mir damals hätte passieren können. Und danach war ich irgendwie nicht mehr örtlich gebunden, weil ich habe nur in den Ort gelebt, damals noch in Ostdeutschland, in Jena. Ursprünglich komme ich eher aus dem Süden, nach Stuttgart. Und dachte, naja, eigentlich hält mich jetzt gar nichts mehr hier.
Und habe dann irgendwie in einem Telefonat mit meiner Schwester gesagt, du, weißt du, am liebsten würde ich einfach nur irgendwie ans andere Ende der Welt, nach Australien und einfach mal weg hier. Und sie einfach nur so, ja, mach doch. Und dann einen Monat später war ich im Flieger. Ich habe in Deutschland alles Mögliche verkauft mit Auto, Motorrad, sonstigen Kram, was ich alles hatte.
Alles verkauft. Und der Plan war, ein Jahr nach Australien zu gehen und nach dem Jahr, also in Australien rauszufinden, was ich eigentlich machen will mit meinem Leben, was mich wirklich glücklich macht. Und danach wieder zurück nach Deutschland zu gehen. Ja, acht Jahre später, nach Deutschland kam ich nie zurück. Ich war seit acht Jahren nicht mehr in Deutschland, weil ich einfach in Australien ankam.
Und ich kann ja nicht beschreiben, warum und wieso. Aber ich war so glücklich wie noch nie zuvor in meinem Leben, wo ich in Australien war, wo ich keinen Mensch kannte, quasi von null gestartet habe. Aber ich habe ein Glücksgefühl gefühlt, was ich davor noch nie hatte. Also sämtliche Social Pressure war plötzlich weg. So alles, was man von von Deutschland und ich würde sagen, Deutschland hat sehr großen sozialen Druck gerade was, was alles angeht.
Und das war plötzlich weg und ich war so leicht und ja, dann in Australien mein erstes oder mein eigenes Online-Business gestartet und dann gemerkt, hey. Wann war das so ungefähr im Zeitraum? Wie alt bist du überhaupt? 2018. Ich meine, du siehst aus wie 25, aber über einen gesunden Lebensstil reden wir dann auf deinem Kanal. Ja, also biologisches Alter, 29 ist gar nicht so weit weg, aber mein chronologisches Alter deutlich alter.
Mein Wupp ist noch am Laden. Das war 2018, damals war ich noch 25 Jahre alt. Ja, wenn ich richtig gerechnet habe. Okay, dann bist du gar nicht aus, du bist quasi nicht aus Deutschland weg, weil hier irgendwas so katastrophal war für dich, sondern es war wirklich, die Gelegenheit hat sich geboten, du wolltest mal gucken und dann aus mal gucken hat es dir einfach extrem gut gefallen.
Ja, also es ist nicht aus der... Ne, war wirklich so. Also ich würde nicht sagen, also vielleicht bin ich anfangs so ein bisschen geflüchtet im Sinne von, ich muss einfach mal weg, ich brauche ein bisschen Abstand. Aber alles, was danach kam, war mehr die Motivation von hinzu. So im Sinne von, hey, ich finde es einfach toll. Und hättest du mir damals gesagt, du Kevin, irgendwie um die Welt zu reisen, jeden Monat umzuziehen, das hätte ich mir im Leben nicht vorstellen können, dass es mir passt und dass mir das gefällt.
Aber es ist nach wie vor das, was mein Bauch möchte und deshalb mache ich das einfach auch weiterhin. Das finde ich super spannend, weil zudem, also heutzutage, wenn du jetzt in unserer Bubble irgendwie unterwegs bist und du googelst oder fragst deinen Claude nach Ausland und so weiter, du bist sehr schnell irgendwie im digitalen Nomadentum.
Und als nächstes hast du den Christoph Feuermann vor der Nase, der sagt, du sollst bitte da eine US-LLC gründen. Und dann hast du das in fünf Minuten auf dem Silbertablett serviert bekommen, sozusagen, wie du das Ganze aufbaust. War das 2018 auch schon so? Oder bist du quasi, musstest du alles selber rausfinden noch für dich? Also ich glaube, viele Leute können sich das dann heute gar nicht vorstellen, so ein Leben vor KI-Chatbots, so wirklich. Damals war Thema Recherchen und so weiter, war noch eine ganz andere Geschichte mit YouTube, Google-Suchergebnisse und so weiter.
Und ganz ehrlich, damals, ich habe den Begriff digitales Nomadentum, Perpetual Traveller, ich kannte das nicht. Jemand hat zu mir gesagt, als ich erklärt habe, was ich so mache, ach so, du bist ein digitaler Nomader. Und ich so, wie, was ist das? Ich habe noch nie gehört. Ich hatte zero Vorwissen. Ich habe auch überhaupt gar keine Vorteile von dem Ganzen gewusst. Ich wollte einfach nur reisen.
Und während dem Reisen habe ich dann das erste Geld verdient. Und dann war so die Frage, ja, okay, also, das muss ich jetzt dann dort versteuern, wo ich gerade bin, oder? Und dann angeschrieben, das Finanzamt, so, hey, ich würde gerne mehr eine Steuern zahlen, weil ich habe hier Geld verdient und so weiter. Und dann kriege ich die Meldung von damals noch in der Seeland, ja, du darfst ja, du kannst ja keine Steuern zahlen, du bist ja nicht steuerlich ansässig.
Und ich so, oh, ich steuere mich ansässig und das. Und erst mal die ganzen Konzepte dann langsam verstanden mit. Und dann auch mit so, oh, okay, wenn ich so weiterreise, dann muss ich irgendwie gerne ein Steuern zu haben. Das dachte ich am Anfang, das ist ein Scam, das kann doch nicht sein, dass man irgendwie gar nicht Steuern zahlen kann.
So ganz deutsche Metallität. Das deutsche, den anderen hätte sie wahrscheinlich trotzdem genommen, wenn du gefragt hättest. Notenfalls erst mal hier parken, ist so ein Ort. Glaube ich auch, ja. Ja, und so hat sich das Schritt für Schritt ergeben. Das heißt, es war alles andere als von vornherein alles geplant. Ich kannte auch damals keinen Christoph Heuermann, kein, war alles neu für mich.
Ja. Na, der war ja auch zu dem Zeitpunkt, weiß ich gar nicht, ob er, da war er selber noch im Studium, glaube ich. Christoph ist auch gar nicht so alt, oder? Nee, er ist noch nicht so alt, aber er war damals auf jeden Fall schon im Ausland und ich glaube, er hat ja auch schon den Blog staatenlos gegründet, aber er hat ja halt eine ganz andere Reichweite.
Ich glaube, auf YouTube mit ein, zwei, drei tausend Abonnenten oder so, also ganz anders. Auch Blog war aber deutlich kleiner, also das kann man nicht mit heute vergleichen, ja. Okay, man, so wirklich ultra, ultra spannend, also du hast es sozusagen, das Konzept hast du aus Versehen entdeckt. Bist du da irgendwann mal in Probleme gelaufen?
Bist du irgendwann mal irgendwo zu lange gewesen? Ich meine, das ist ja wahrscheinlich auch eine Sache, die du da noch gar nicht so auf dem Zettel hattest, wie lange man irgendwo sein muss, um sozusagen steuerlichen Bodensitz auszulösen und so, sondern du hast es einfach gemacht. Tatsächlich nein, ich hatte noch nie das Problem, anfangs wahrscheinlich mehr durch Glück als durch tatsächliches Wissen, weil ich einfach, ich wollte viel reisen und deshalb war ich einfach nie lange in einem Land.
Und erst mal später habe ich das dann mitverstanden mit vielen Ländern, 183 Tage, manche Länder sogar deutlich kürzer, mit 90 Tagen, teilweise 60 Tagen und so weiter. Das war dann auch das, was ich im Zeitverlauf entsprechend gelernt habe. Und klar, mittlerweile ist mir das bewusster, aber ich würde auch jetzt sagen, dass ich eigentlich so gut wie nie dran denke, aufgrund der Tatsache, dass meine Motivation nie die war, hey, ich möchte hier maximal Steuern sparen.
Natürlich ist es ein toller Vorteil, aber ich will einfach reisen. Das ist nach wie vor meine primäre Motivation, das Ganze zu machen. Und ich hoffe auch tatsächlich, dass ich irgendwann in der Zukunft mal wieder irgendwo sesshaft werde und steuerlich ansässig werde. Aber derzeit kann ich es mir einfach nicht vorstellen. Also ich kann es mir einfach nicht vorstellen.
Es ist für viele, also für Deutsche ist dieses Konzept voll absurd und ich muss sagen, das ist für mich, bis ich mich damit beschäftigt habe, auch absurd. Und jetzt als jemand, der ausgewandert ist, habe ich immer noch dieses Gefühl, weil ich habe seit meinem 18. Lebensjahr selbstständig, also ich habe seit meinem 18. Lebensjahr Steuern gezahlt in Deutschland mit einer Firma nach dem nächsten.
Und jetzt bin ich weg. Hast du damals in Deutschland eine Firma gehabt oder bist du Einzelunternehmer? Oder war das aus Anstellung raus? Ah, Einzelunternehmer. Von daher, das war für mich relativ stressfrei, das Ganze zu wenden. Ja. Also ich bin quasi aus Deutschland mit nahezu nichts raus. Also ich habe alles, was ich mir aufgebaut habe, kam alles im Ausland.
Und ich würde auch mal sagen, das ist eine Komponente, die ganz viele Leute unterschätzen. Wenn du da mal draußen bist aus Deutschland, so gefühlt eine Person für den nächsten, für den nächsten, man hat so tolle Kontakte. Und irgendwie habe ich das Gefühl, im Ausland, nicht nur Thema Steuern, sondern auch so was Kontakte und Business und Aufbau und Mentalität angeht, da kommen einfach deutlich mehr Möglichkeiten auf dich zu.
Ja. Also das war zumindest meine Erfahrung. Ich weiß nicht, ob du das schon bestätigen kannst. Also 100 Prozent. Man zieht ja auch irgendwie so like-minded Leute an. Und das ist schon so ein Step. Das ist ein bestimmter Schlagmensch, der das überhaupt nur macht. Und ich bin jetzt seit einer Woche, sind wir in Dubai und Abu Dhabi. Also wenn ich jetzt nur mal Liste führen würde, wen ich in den letzten fünf bis sieben Tagen getroffen habe.
Das passiert in Deutschland nicht aus Versehen. Und jetzt passiert es mir ständig. Tatsächlich. Okay. Um dem Ganzen mal so ein bisschen Mehrwert mitzugeben hier. Also natürlich Mehrwert. Leute lernen nicht kennen und so weiter. Aber jetzt reden wir davon, wie schön das alles ist, keine Steuern zu bezahlen und so weiter. Wir haben ganz viele Zuschauer, also ich habe ganz viele Zuschauer, die selber mit dem Gedanken spielen, Deutschland zu verlassen.
Es ist ja in Deutschland nicht nur das, in Deutschland, ich habe das Gefühl, in Deutschland ist die Situation so schlimm, wie sie noch nie war. In ganz vielen Aspekten mal so ganz simple Sachen wie die Kaufkraft ist inzwischen einfach super gering geworden. Also die Leute verdienen nicht mehr Geld. Alles ist deutlich teurer geworden. Das ist ein Riesenaspekt, warum viele Leute mit dem Gedanken spielen, Deutschland zu verlassen.
Ein weiterer Punkt, der jetzt zumindest bei uns so in dieser Bubble relevant ist, der aber auch auf ganz viele andere Bereiche zu übertragen ist, ist, dass du im Bodybuilding, wenn du zum Beispiel mit BDs, mit Peptiden, mit Steroiden und so weiter rumhantierst, bist du in Deutschland immer so mit einem Fuß im Knast. Ich habe eine sehr libertäre Grundeinstellung.
Ich finde, jeder sollte mit seinem Körper gefälligst das machen können, was er auch möchte. Solange ich niemandem anderen damit schade, habe ich nicht das Gefühl, irgendwas zu verbrechen. Der deutsche Stab sieht das aber ein bisschen anders. Und auch das wird immer schlimmer. Aus dem Aspekt sehen mich gerade bei mir so im nahen Umfeld ganz viele Leute, die auswandern.
Und die gesamte, ich meine die komplette politische Landschaft in Deutschland ist aktuell schon ziemlich wild. Jetzt haben wir einen März, der gefühlt offiziell erklärt, dass wir einen Angriff aus Russland bei uns hatten. Was kommt als nächstes? Als nächstes werden wir zum Wehrdienst einberufen. Meine Generation ist damals die erste gewesen, die gar keinen Wehrdienst mehr hatte.
Also ich musste damals nicht zur Bundeswehr. Also schon wirklich wild. Wenn du jetzt, wärst jetzt ein paar Jahre jünger, wärst jetzt immer noch in Deutschland und würdest quasi wieder vor dieser Entscheidung stehen. Ich gehe stark davon aus, du würdest es wieder machen. Wie würdest du das heutzutage genau angehen? Also erstens, ich glaube, ich würde von vornherein erstmal eine Ausfühle-Recherche machen.
Ist mal die ganzen Konzepte verstehen mit, was ist mein Wohnsitz? Was ist mein steuerlicher Wohnsitz? Was ist da überhaupt der Unterschied davon? Was ist eine Staatsbürgerschaft? Was heißt mehrere Staatsbürgerschaften? Leute, solche Themen. Auch Thema Unternehmen. Wo baue ich das denn am besten auf? Kann ich das vielleicht sogar schon in Deutschland starten, aber dann einfach mitnehmen?
Und so weiter und so fort. Also einfach eine ausführliche Recherche zu dem Ganzen machen. Ich meine, heutzutage mit KI ist das Ganze alles präsentiert auf dem Silbertablett. Das war vor ein paar Jahren noch nicht so. Und wir haben auch mittlerweile Persönlichkeiten wie Christoph Feuermann, die das noch deutlich einfacher machen. Wo man einfach nur auf seine Webseite gehen kann oder die Webseite verlinken kann.
Einfach die Webseite in der KI geben kann. Und dann bekommt man eigentlich alle Infos, die man braucht. Applausive, bei kompletten Checkliste mit, das sollte man machen, mit Abmeldungen bis zu dem Zählpunkt. Also so eine Auswander-Checkliste. Ich glaube, die ist sogar bei Christoph Feuermann, sogar online. Die kann man anschauen. Das sind 50 Punkte oder so.
Einfach mal überall einen Haken machen. Und dann noch die Punkte, wo er dann auch extra reingeschrieben hat, wo, also ich habe gefühlt jeden Fehler gemacht, den man irgendwie machen kann, was das Ganze angeht. Ich war zu naiv, zu ehrlich. Ich habe natürlich immer, keine Ahnung, wenn sich mein Wohnort gewechselt hat, habe ich das natürlich den Banken gemeldet.
Und auch dem Aktienbroker und meiner Health Insurance, wie heißt es auf Deutsch? Krankenversicherung. Krankenversicherung. Bis dann Krankenversicherung einfach so von einem auf den nächsten Tag gekündigt wurde. Meine Haftpflicht wurde gekündigt. Aktienbroker, meine Aktien wurden zwangsverstärkt oder zwangsverkauft. Ehrlich? Ich habe den ganzen Track mitgemacht.
Ja, weil ich einfach kein Wissen darüber hatte und musste mir das dann erstmal selber alles beibringen. Und ja, da waren einige unschöne Post, die ich da bekommen habe. Einfach nur durch Unwissenheit und durch Naivität. Also dieses außerhalb vom System, also dieses Konzept von Staatenlos, heißt ja nicht, dass ich jetzt irgendwie kein Staatsbürger mehr bin, sondern ich vermute mal ein bisschen nach wie vor deutscher Staatsbürger.
Also noch habe ich meinen Reisepass. Solange ich mich noch mindestens im zweiten und dritten herumliegen habe, behalte ich den auch. Ist wirklich so. Bringt uns ja auch Riesenvorteile. Natürlich nicht nur Vorteile, sondern auch Potenzial irgendwann oder vielleicht derzeit schon gewisse Nachteile. Aber das Konzept von Staatenlos ist ja nicht, dass ich danach irgendwie die Staatsbürgerschaft abgebe, sondern nur, dass ich außerhalb vom System lebe.
Oder beziehungsweise außerhalb von den Staaten oder beziehungsweise den Gebieten, wo die darauf Zugriff haben können. Und das bringt natürlich vor und Nachteile. Und die Nachteile, die hätte ich gerne früher gewusst mit. Hey, es ist normal, dass eine Bank heutzutage, vor allem das geht immer mehr in die Richtung mit Komplettüberwachung und so weiter, dass die da regelmäßig schreiben, hey, ist deine Adresse noch aktuell?
Bitte liefere uns mal jetzt einen Nachweis für deine derzeitige Adresse. Und dass man sich um sowas einfach im Vornherein kümmert, weil das ist nicht einfach oder nicht so einfach als Viehreisender, so einen Nachweis liefern zu können. Weil ich zahle beispielsweise nur irgendwelche Rechnungen für Hotels und Airbnbs. Ich habe ansonsten zuvor keine Wohnung gehabt und wie will man ansonsten das groß nachweisen?
Mit anderen Banken, das hat teilweise funktioniert, mit irgendwelchen Bankauszügen und so weiter. Aber dass man sich einfach mit solchen Teamen einfach schon im Voraus auseinandersetzt. Aber arg viel mehr, ganz ehrlich, würde ich gar nicht machen, weil ich habe das Gefühl, die allermeisten Deutschen haben so die Mentalität im Sinne von, sie müssen alles von A bis Z zu 100% verstanden haben und erst dann wagen sie den ersten Schritt.
Und das ist dann irgendwann in 10, 15 Jahren oder gar nicht. Nee, dann sofort einen Fuß in die Tür und machen. Also das gilt ja für alles. Also das gilt ja nicht nur dafür. Also wenn ich mir überlege, was für Geschäftsentscheidungen ich schon getroffen habe. Ich bin immer Kategorie, ich mache mal erstmal. Dann sehen wir, was an Problemen auftaucht.
Und wenn sie da sind, dann überlege ich mir, wie ich sie loswerde. Weil ansonsten kommst du einfach nicht von der Stelle. Ist so. Also ich kenne so viele Leute und ich habe das jetzt, ich habe das damals, als ich noch in Deutschland war, bis 2018, habe ich das gar nicht so. Also damals würde ich eigentlich sagen, die Leute waren eigentlich überwiegend zufrieden in Deutschland.
Also ich hatte nicht das Gefühl, dass da viele unzufrieden sind. Aber ich würde sagen, in den letzten acht Jahren hat sich das massiv gewandert. Ich habe das auch in meiner Familie, in meiner eigenen Familie mitbekommen, dass die, also jedes, jedes Telefonat mit meiner Family, da kommt irgendein Thema auf. Egal, ob es Politik ist oder sonst was, wo die einfach unzufriedener und unzufriedener werden.
Und ich kenne so viele Leute, die das auch empfinden, aber aus irgendwelchen Gründen einfach ein Bamsen. Sind einfach, ich bin hier so verwirrt, ich kann hier nicht weg. Dieser Gedanke schon rein mit Auswandern, den lassen die schon gar nicht zu. Vielleicht aus Angst, vielleicht aus Veränderung, was auch immer. Aber das ist wichtig, tun. Ich glaube, gerade so bei der etwas älteren Generation ist das noch halt doll vertreten.
Aber bei der etwas jüngeren Generation, ich will uns jetzt nicht zur jüngeren Generation zählen. Irgendwie alt werden ist scheiße, aber ich zähle mich trotzdem einfach mal zur jüngeren Generation. Ich habe das so über die letzten fünf Jahre, habe ich das beobachtet. Und zwar, ich meine, regelmäßig wandern gerade bekannte Persönlichkeiten mal aus.
Und die Reaktion der Leute da drauf hat sich in den letzten fünf Jahren stark gewandelt. Wenn du vor fünf Jahren gesagt hast, du verlässt Deutschland, weil du alles scheiße findest, dann hast du einen Shitstorm bekommen. Und wenn du heute sagst, du verlässt Deutschland, weil da ist alles scheiße, dann fragen die Leute, ah krass, wie hast du das gemacht?
Kann ich auch. Und das ist schon, also vielleicht sogar in den letzten drei Jahren hat sich das krass, krass verändert. Und das zeigt mir einfach, wie relevant das aktuell ist. Also es hat nicht mehr, vorher hat das immer so einen missgünstigen Vibe gehabt von den Leuten als Reaktion. Das ist gar nicht mehr der Fall. Also bevor man sich, also ganz ehrlich, bevor man sich irgendwie nur beklagt über, das ist blöd und das ist blöd und das ist blöd und nicht irgendwie selber tätig wird, ist doch, ist doch eigentlich nur die logische Konsequenz.
Mir gefällt auch dieses Konzept von Vote with your feet, also wähle mit deinen Füßen, finde ich extrem spannend. So im Sinne von, wenn mich ein Land nicht gut, also ich sehe, und das ist ja die Mentalität hinter Staaten los, ich sehe Staaten nicht mehr als so was, was immer da war oder sonst was, ich sehe das als rein Dienstleister. Es gibt verschiedene Staaten, es sind verschiedene Dienstleister.
Wenn ich in das Land gehe, habe ich gewisse Rechte, Pflichten, ich habe Vor- und Nachteile in jedem Land. Kein Land ist irgendwie perfekt. Und wenn ich einfach in einem Land nicht gut behandelt werde, dann gehe ich. Ich mache mir schon gar nicht den, also da gibt es auch dieses Konzept von Fight or Flight. Dieses Fight, irgendwie versuchen eine Änderung hervorzubringen, gerade in einer Demokratie wie Deutschland.
Das bringt einfach nichts, sorry, es ist einfach aussichtslos. Deshalb dieses Flight einfach, ich gehe irgendwo anders hin, wo mich das Land besser behandelt, wo ich besser für das, was ich zahle, wenn man zahlt, dieses Konzept mit, man zahlt keine Steuern, hört sich in der Theorie cool an, bis man dann in der Praxis merkt, und ich glaube, das geht dir genauso, man zahlt trotzdem immer Steuern.
Egal wo man ist, man zahlt Umsatzsteuer. Ja, also schon allein. Dubai ist steuerfrei, am Arsch ist Dubai steuerfrei, wenn man das mal runterbricht. Ja, oder auch als Unternehmer. Ich meine, du hast genauso wahrscheinlich Kunden aus Deutschland, du zahlst eine fette Portion Umsatzsteuer, die Umsatzsteuer ist sogar noch wahrscheinlich mehr, als ein Durchschnittsdeutscher an Einkommenssteuer zahlt.
Also nachher steuerfrei, das funktioniert nicht, 100%. Ich habe einen Großteil meines Unternehmens auch in Deutschland tatsächlich gelassen. Also ich habe mich ungefähr ein Jahr lang damit auseinandergesetzt, wie schaffe ich das aus Deutschland zu kommen, ohne irgendwie Wegzugsteuer zu zahlen und das, was man halt so macht. Und jeder erzählt dir was anderes und dann zahlst du dem 10.000 für das perfekte Konzept.
Nachher machst du es trotzdem alles selber. Ich weiß nicht, wie oft ich schon 10.000 Euro für irgendwas gezahlt habe, um nachher eine PDF zu kriegen, wo ich dachte, super, das hätte ich jetzt selber besser hinbekommen. Das ist so Standard-Ponorar für, fühlt euch alle angesprochen, wenn ihr jetzt hier zuguckt. Aber, jetzt habe ich ein bisschen den Faden verloren, das wollte ich sagen, achso, ich höre immer wieder das Argument, das Land hat so viel in dich investiert, du bist dem Land was schuldig, du hast das Schulsystem genutzt und so weiter.
Da denke ich mir immer, also erstmal habe ich mir ja nicht ausgesucht, in diesem Land geboren zu werden. Also, das hält sich mit Mitleid in Grenzen und mit meinem Schuldgefühl dem Land gegenüber. Und bevor, kann man ja denken, wie man möchte, aber bevor ich meinem Land irgendwas schuldig bin, habe ich ja erstmal eine Verantwortung mir oder vielleicht meiner Familie noch gegenüber.
Und so viele Jahre auf dieser Erde verbringen wir auch einfach nicht. Also, den Gedanken finde ich absolut absurd. Als erstes sollte man erstmal schauen, dass es seiner Familie und einem selber irgendwie gut geht. Und je besser es dir geht, umso eher kannst du auch was machen. Dann kannst du auch vielleicht mal irgendwas verändern. So sehe ich das Ganze.
Du wahrscheinlich sehr ähnlich. Ja, also, es ist nur, das auszusprechen, also ich meine, Deutschland ist in der Hinsicht echt tricky. Weil ich habe da vor kurzem eine Umfrage gesehen, eine weltweite Umfrage. Was sind die, wo ist die neidischste Kultur der Welt? Frankreich, Platz Nummer 1 und rate mal, wer auf Platz Nummer 2 ist. Das ist traurig.
Deutschland. Das ist bei ganz vielen Sachen so, ne? Ja, das ist irgendwie, ich habe das Gefühl, gerade in Deutschland, das ist irgendwie traurig, aber das ist irgendwie Part von unserer Kultur, Thema Neidgesellschaft, das hört man nicht ohne Grund, sondern gerade wenn man sowas ausspricht, dann ganz viele Leute, nur weil sie selber nicht bereit sind, weil es ist nicht alles rosig, es ist auch nicht alles einfach auszuwandern, das ist ein Riesenschritt.
Da ist viel Angst dabei und so weiter, viel Unsicherheit. Das ist nicht einfach mal so, dass ich sage, oh ja, ich tue mal kurz auswandern oder so. Das ist ein Riesenstep für viele Leute. Und die Leute, die das nicht bereit sind zu tun, sich dann darüber zu beschweren, weiß ich, finde ich auch ein bisschen schwierig. Okay, also man kann sich relativ leicht informieren heutzutage zum Thema Auswandern.
Das werden viele von euch da draußen wahrscheinlich schon gemacht haben. Ich persönlich denke, wenn du nicht den ganzen Apparat in Deutschland an Unternehmen, die dir selber gehören, an der Backe hast, ist das Auswandern auch eine relativ simple Sache. Das ist eher eine Entscheidung, die du treffen musst. Und dann gehst du zum Einwohnermeldeamt und meldest dich ab und morgen nimmst du den nächsten Flieger und bist weg.
So, muss natürlich alles in Deutschland verkaufen. Und dann lässt sich das schon irgendwie rausfinden. Aber das ist natürlich nur, also mit dem Finanzamt, das sollte man schon alles vernünftig machen, weil das ist sonst wirklich sehr ärgerlich, wenn ihr zumindest die nächsten zehn Jahre zurück nach Deutschland wollt. Aber alles andere kann man wirklich einfach mal erstmal machen und dann schauen.
Selbst wenn da mal das eine oder andere nicht perfekt läuft, das kriegt man schon hin. Das ist aber natürlich nur quasi die eine Seite der Medaille. Die andere Seite der Medaille ist, was mache ich überhaupt, wenn ich Deutschland verlasse? Wie schaffe ich es mir, mein Leben als digitaler Nomade oder irgendwo im Ausland überhaupt aufzubauen?
Bei dir, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, du hast sozusagen dein Unternehmen in Deutschland als Finanzberater auch hinter dir gelassen, als du ausgewandert bist oder hast du quasi weiter in dem Feld gearbeitet? Nein, ich habe alles abgemeldet, auch mit den Lizenzen und so weiter. Also ich darf auch Stand heute nicht mehr, obwohl ich die Lizenzen gemacht habe und so weiter, ich darf auch Stand heute das Ganze theoretisch nicht mehr in Deutschland machen.
Bei mir war das aber auch so, ich hatte keinen Plan, so im Sinne von, was ich in Australien tatsächlich machen wollte online. Ich weiß noch damals, ich bin ganz bewusst nach Australien auch, weil in Australien gibt es ein Working Travel Visa, was dir erlaubt für ein Jahr, dass du quasi vor Ort arbeiten darfst und du darfst auch ganz normal reisen und so weiter.
Und ich hatte damals einfach keinen Plan, was ich machen möchte und habe dann gedacht, naja, wenigstens kann ich dann vor Ort alle möglichen Shops ausprobieren. Wirklich, ich habe in Bars gearbeitet, ich habe auf dem Bau gearbeitet, ich habe Cafés gearbeitet, ich habe alles Mögliche gemacht. Wirklich, ich würde einfach mal rausfinden, was ich mit meinem Leben machen möchte, lass mich glücklich machen und so weiter.
Alles Mögliche gemacht für zwei Monate, drei Monate um den Dreh, vielleicht sogar ein bisschen länger, drei, vier Monate um den Dreh. Dann bin ich einen kompletten Monat nur gereist und ich habe mir danach erst die gesetzt, also spätestens nach sechs Monaten in Australien möchte ich mein eigenes Online-Business starten. Die sechs Monate waren natürlich immer auf meinem Kalender und dann kam der Tag, ich hatte eine Liste mit Ideen und schaue an dem Tag die Liste an Ideen an und denke mir so, irgendwie überzeugt mich nichts davon.
Dann haben wir wirklich meine erste Recherche damals auf Google, How to make money online. Das ist echt so peinlich, das zu sagen, aber es war wirklich so. Und da habe ich mir einfach mal so Konzepte angeschaut, was da so mir ein bisschen zugesagt hat. Und ich hatte damals wirklich keinen Plan, was ich machen will und habe dann einfach mal gestartet, weil ich habe gesagt, du, ich kann nicht entscheiden, ob ich jetzt heute eine tolle Idee habe, aber ich habe die volle Kontrolle über meine Zeit.
Also von heute an jeden Tag zwei Stunden arbeite ich an diesem Online-Business-Ding, auch wenn ich kein Blasen habe, was ich machen möchte. Und so habe ich dann gestartet und innerhalb von einer Woche wurde dann relativ schnell das zwei Stunden, drei Stunden, dann vier Stunden, fünf Stunden und so weiter und so fort, weil ich immer mehr so eine Richtung bekommen habe mit, ich fand damals Websiten ziemlich cool mit SEO, also dass man quasi Artikel schreibt, viele Besucher auf die Webseite bekommt, damals noch mit Google-Suchergebnissen und so weiter.
Ist gerade auch krass am Boomen, jetzt quasi nur halt KI optimiert. Ist wieder, also lässt sich aktuell, lässt sich Geld damit verdienen. Also ich kenne einige Leute, die verdienen mit dem echt eine richtige, richtig, richtig gut Geld. Aber es ist auch gleichzeitig was, wo man sich extrem anpassen muss und man ist einfach nicht selber Herr darüber, weil ein Update bei Google mit dem Algorithmus und dein ganzes Business kann wieder, zumindest so wie es derzeit ist, nicht mehr so gut funktionieren.
Das ist so ein bisschen eine trickige Situation, weil sich einfach durch KI aktuell alles so schnell ändert. Aber ich habe damals mit dem gestartet. Das hat mich irgendwie fasziniert und habe mich dann reingefuchst. War ein super steiniger Weg für die ersten, würde ich sagen, für die ersten zwei Jahre. Da wirklich mich einfach nur über Wasserzeiten finanziell war echt tricky.
Ich habe gearbeitet, so viel gearbeitet wie noch nie zuvor in irgendeinem anderen Job oder sonst was. Und danach lief es dann besser und besser und besser und irgendwann später kam dann nur YouTube mit dazu, wo ich dann auch gesehen habe mit KI und so weiter, oh, das verändert mein Businessgeschäftsmodell komplett. Und damals war ich nicht bereit, da alles nochmal alles zu umzuändern.
Ich habe auch gemerkt, YouTube läuft irgendwie so fast schon ein bisschen besser. War noch am Anfang. Aber dass ich dann irgendwann auch den Switch gemacht habe, Webseiten verkauft habe und mich mehr auf YouTube fokussiert habe. Aber das war einfach nur so learning by doing, mal ausprobieren und so findet man seinen Weg. Also ich denke, wo ein Wille ist, ist immer noch ein Weg.
Bist du damals, als du mit YouTube gestartet hast, schon im Cryptospace unterwegs gewesen? Ich habe deinen Kanal nicht bis nach unten durchgescrollt, aber bist du quasi damit direkt mit der Intention auch rein? Jein. Also ich hatte davor schon verschiedene andere YouTube-Kanäle, allerdings nie mit meinem Gesicht, sondern nur für meine Artikel.
Damals war es noch bei YouTube relativ leicht durch Short-Videos. Also das war die Anfangszeit von Short-Videos, als die damals rauskamen. Damals gab es so gut wie keine Short-Videos auf YouTube. Das heißt, YouTube hat die wenigen Short-Videos, die rauskamen, einfach je Gott in der Welt gezeigt. Da hat man Zehntausende, Hunderttausende Views bekommen auf die Shorts, weil einfach, wenn nicht genügend da waren für YouTube.
Deshalb hat der Algo die einfach jedem gezeigt. Und ich habe damals sehr viele Short-Videos für verschiedene Webseiten von mir gemacht, damit ich da dann quasi Traffic, also Besuch auf meine Webseiten bekomme. Aber ich habe dann da schon gemerkt, hey, das ist richtig powerful und habe dann auch so die ersten Tests gemacht mit mir auf der Kamera.
Erstmal zu Themen, wo ich mich auskenne, ein bisschen das Sprechen vor der Kamera zu üben, weil es ist nicht jeder gewohnt, hier in die Kamera reinzuschauen und vor so einem Ding, was sind mit Licht und so weiter oder mit dem Mikro und so weiter. Das war für mich sehr ungewohnt. Und habe dann einen Testkanal gemacht zum Thema Fitness, einen Testkanal gemacht zum Thema Online-Marketing und dann relativ zeitnah danach entschlossen, hey, das könnte mal funktionieren mit YouTube.
Ich starte einfach mal etwas, wo ich denke, das hat auf jeden Fall, da ist Passion bei mir dahinter und das hat auf jeden Fall Zukunftspotenzial. Das wird in der Zukunft größer, als es Stand heute ist. Und deshalb habe ich damals im Jahr 2021 mit Krypto gestartet. War anfangs nur nebenher und relativ schnell wurde das dann auch zu meinem Hauptjob, wenn man so möchte.
Damit hast du den allermeisten YouTuber und hast du halt krass was voraus gehabt, weil du bist schon mit einer klaren Intention in deine Kanäle reingestartet. Also die meisten starten irgendwie einen YouTube-Kanal so aus der Passion raus für irgendein Thema und irgendwann versuchen sie das dann später zu monetarisieren. Aber du bist quasi, du hast sozusagen das Produkt, also hattest du schon ein Produkt vorher, als du den Kanal gestartet hast?
Nein, aber nur die Idee. YouTube war für mich als Online-Marketer war das so viel leichter als eine Webseite. Thema Monetarisierung und so weiter. Also ich konnte von meinem YouTube-Kanal theoretisch schon leben, als ich eineinhalbtausend Abonnenten hatte oder so. Da kamen regelmäßig 5000, 6000 oder so rein, schon mit der Menge. Es einfach so kinderlecht war auf YouTube im Vergleich zu einer Webseite was zu verkaufen.
Also verkaufen hört sich immer so negativ an, aber wenn man vom Produkt überzeugt ist, egal ob es das eigene Produkt ist oder ein fremdes Produkt, man das selber nutzt, für einen das selber funktioniert. Also wenn ich von massiver zeigt bin, dann kann ich das auch entsprechend promoten. Und da habe ich relativ schnell gemerkt, YouTube ist ein Kinderspiel im Vergleich zu das Ganze mit einer Webseite zu machen.
YouTube ist auch brutal kaufkräftig. Von allen Social-Media-Plattformen würde ich sagen, dass YouTube auf jeden Fall die krasseste Konvertierung hat. Ich habe das immer, man kriegt das manchmal nicht so mit, weil so die Interaktion mit den Leuten auf YouTube nicht so direkt ist wie auf, keine Ahnung, auf Instagram zum Beispiel. Aber an den Umsätzen sieht man YouTube geisteskack.
Also da bleibt das auf jeden Fall King. Hast du gesehen, dass Instagram auf Longform umstellt? Nein, ich bin mit Sachen. Ja, sprich weiter. Okay. Es gibt seit gestern, gibt es ein Update und Instagram möchte sich quasi den YouTube-Space unter den Nagel reißen. Erst haben sie ja TikTok geklaut, sozusagen diese Reels und den Short-Storm-Content.
Jetzt sagen sie sozusagen YouTube den Kampf an, was aber wieder eine geisteskranke Chance ist für die Leute, die da irgendwie schnell reagieren und ihren Content da schnell ausspielen. Aber ich habe dich unterbrochen. Du wolltest gerade sagen, dass du keine Zeit auf Instagram verbringst. Zero. Also ich habe weder einen Instagram, ich habe einen Account für mein Business, aber ich bin da nicht aktiv.
da lädt ab und zu mal die KI was hoch, aber ich schaue nicht auf Instagram mehr. Spart auf jeden Fall viel Lebenszeit. Ich muss eigentlich verbringen viel zu viel Zeit auf Instagram. Klar ist irgendwo Teil meines Jobs und so, aber es ist so schwierig, das quasi nur ausschließlich sinnvoll zu nutzen, weil sobald du da bist, der Algorithmus, der fängt dich immer.
Und zwischen Content-Recherche und ich habe irgendwie das fünfte Reel denn doch durchgescrollt, was ich mir eigentlich nicht angucken wollte, ist so ein ganz schmaler Graf. Es geht mir auf YouTube aber ähnlich, ganz ehrlich. Also ich würde dann mal nur einen gepitten Kommentar drunter machen, dann schlägt sie ja rechts die ganzen Videos. Es ist nicht einfach, da zu widerstehen.
Und auf einmal bin ich im Peptid-Beef drin und sitze bei Max in den Comments. Okay. So, dann jetzt die wichtigste Frage. Die Leute, die auswandern wollen heutzutage, sie haben die Faxen dicke, was sollen sie machen? Also, das war eigentlich die ursprüngliche Frage. Wenn du es nochmal machen wollen würdest, womit würdest du das machen? Angenommen, du hast wirklich Konto ist leer oder du hast meinetwegen Puffer für zwei, drei Monate und müsstest jetzt Pistole auf die Brust gesetzt nochmal dir was ausbauen.
Wie würdest du das machen? Okay, Puffer nur zwei bis drei Monate. Das ist schon relativ gewagt, sage ich mal. Osemann hat schon in Deutschland, also für die Leute, die in Deutschland beispielsweise schon irgendwie was machen, wo sie online arbeiten können. Man kann ja auch theoretisch als Coach, als Online-Coach oder sonst was, das ist eigentlich eines von den leichtesten Dingen, wenn du irgendwie eine Möglichkeit hast, wo du Richtung Coaching oder auch irgendwie als Freelancer irgendwie schon arbeiten kannst, ja mein Gott, da brauchst du wahrscheinlich nicht mal einen Puffer von zwei bis drei Monaten.
Einfach raus, wie du es gesagt hast, abmelden, raus, alles andere recherchieren, da findet man eine Lösung. Für die Leute, die einfach gar keinen Plan haben, was sie machen wollen und wirklich nur einen Puffer haben von zwei bis drei Monaten, da wäre vielleicht als erste Station irgendwie eine Idee, dass man in irgendeinem Land erstmal rausgeht, wo man auch tatsächlich vor Ort arbeiten darf, dass man da vorübergehend, solange man sich einen Plan macht, was man tatsächlich machen möchte, dass man zumindest mal lokal ein bisschen Einkommen generieren kann, also sowas, was ich auch gemacht habe in Australien oder so.
Das gibt es in verschiedenen anderen Ländern auch, kann man Working Holiday Visum gibt es auch beispielsweise in Kanada, ebenfalls für ein komplettes Jahr theoretisch, dass man vielleicht mal in so ein Gebiet geht, wo man diese Sicherheit hat, also dass man nicht noch zusätzlich finanziellen Druck hat, weil auswanderung ist nicht ganz easy, schon auch mental, was da auf einen zukommt und so weiter und da möchte man nicht noch zusätzlich den ganzen finanziellen Druck spüren.
Also das wäre definitiv eine Möglichkeit und dann einfach mal schauen, in welche Richtung man tatsächlich was aufbauen möchte. Ich meine, es gibt so viele Möglichkeiten heutzutage, vor allem mit KI, da kann man so tolle Recherchen machen, wenn man einfach mal nur seine eigene Situation beschreibt, hey, mich interessiert das, das, das und das, das sind so grundsätzlich meine Stärken, einfach mal mit JGBT Deep Research betreiben und mal schauen, was es dir ausspuckt und was das so ein bisschen, wo du im Bauch merkst, das könnte mich vielleicht interessieren, dass man sich denn da gewisse Gedanken macht.
Außer, man ist von der Mentalität her kein Unternehmer und es ist nicht jeder Unternehmer von der Mentalität her, dann spricht da nichts dagegen, dass man sich einfach, dass man eine tiefe Recherche macht zu Remote Jobs, wo man im Internet arbeiten kann. Ich meine, Stand heute, ganz ehrlich, müsste ich jetzt wirklich, wirklich Geld verdienen und ich habe überhaupt keinen, also ich, mein ganzes Business existiert nicht mehr.
Ich würde einfach nur ein paar Videos anschauen zu Claude, wie man das Ganze nützt und dann auf irgendwelche Plattformen gehen, wie, wie Pfeiffer, wie Freelancer.com oder irgendwie sowas, Upwork.com und ich würde da einfach die ganzen Jobs übernehmen, die irgendwas mit einer Webseite zu tun haben oder sonst was. Ich meine, mit der KI heutzutage programmieren, das ist, man braucht keinen Code lesen können, man kann es alles machen innerhalb von ein paar Prompts.
Ich würde einfach die ganzen einfachen Aufgaben übernehmen und da kann man sich wahrscheinlich easy, easy finanzieren, ohne dass man großartig wissen, ja. Ich könnte mit dir mit Sicherheit eine ganze Stunde nur über KI reden. Ich finde es aktuell, das ist so Fluch und Segen zugleich. Ich bin auf jeden Fall so ein bisschen so ADHS-Spektrum, wie wahrscheinlich viele Unternehmer und für mich ist es so genial, dass ich einfach jede Idee, die ich aktuell habe, auch tatsächlich einfach umsetzen kann.
Das Problem ist, ich habe so viele Ideen, das ist so, du kennst das wahrscheinlich, man muss halt aufpassen, dass man dann nachher nicht irgendwie 15 Projekte parallel hat, die dann alle nicht ganz fertig werden. Aber das ist Wahnsinn. Ich habe übrigens eure Membership, habe ich einfach mal kopiert für meine Membership und bin da seit, wir sind bei Abelfy, ich weiß nicht, ob du das kennst, die Plattform, das ist so wie, oder früher hieß die, glaube ich, Elo-Page, die Learning Suite und so, so eine Online-Plattform und die ist einfach so geisteskrank veraltet.
Die hat irgendwie gar keine Funktionalität, die sind super als Zahlungsanbieter, okay, aber für alles andere kannst du die eigentlich vergessen und das war die die ganze Zeit einfach so ein blöder Kompromiss, dann hast du deine Mitglieder, die laufen schon da drüber, das heißt, du bist auch irgendwie gefangen, du willst auch nicht weg, du weißt wahrscheinlich, wie das ist, so Zahlungsanbieter wechseln, das ist das Schlimmste, was du machen kannst, wenn irgendwas läuft, lass es bloß laufen.
Ich habe überlegt, ob ich die umziehe in eine neue Company und alle zu Paypal rüber, dann haben sie mir zwei Wochen später das Paypal-Konto gekündigt, da stell dir mal vor, wir werden alle Mitgliedern, also wirklich, wenn etwas läuft, lass es einfach laufen. Aber, ich habe mir im Endeffekt das ganze Frontend einmal selber gebaut, inspiriert an eurer Community.
Hammer, richtig cool. Beste, und wenn ich jetzt irgendeine Idee habe, habe ich die in zwei Sekunden umgesetzt. Also viel, viel besser geht es eigentlich gar nicht. Das ist der Wahnsinn. Einfach zugeschnitten, ja, ich glaube, das haben viele Leute noch nicht realisiert. Wir sind mittlerweile im Zeitalter von individualisierter Software, dass wir nicht mehr diesen Einheitspray nutzen müssen, den wir einfach präsentiert bekommen, weil ganz ehrlich, wie viele Apps habt ihr auf dem Handy oder auf dem Computer, wo 10.000 Funktionen drin sind, die ihr einfach noch nie genutzt habt und noch nie nutzen werdet.
Nee, stattdessen ist es viel besser. Alles zugeschnitten auf euch, genau das, was ihr braucht, mit nur den Funktionen, die ihr auch wirklich nutzt. Und genau das ist einfach möglich. Und ja, je mehr das nutzen, das ist einfach nur No-Brainer. Das ist der Hammer. Also ich habe wahnsinnig viel Spaß drin, aber ich verbringe zu viel Zeit mit KI, in der Zeit, wo ich wahrscheinlich Content machen sollte, um mehr Output zu liefern, aber so ist das.
Jeder hat seinen Laster. Okay. Ich würde gerne den Bogen so ein bisschen zum Thema Krypto, beziehungsweise generell zum Thema, wie stelle ich mich finanziell auf, mit meinem Banking, wenn ich auch Deutschland verlassen habe und so weiter. Für viele ist Thema Krypto wahrscheinlich immer noch ein Riesenfragezeichen. Also keiner weiß, wie es so richtig geht.
Die Leute wissen inzwischen, wo sie irgendwie ihre Bitcoin kaufen können und wie sie was damit bezahlen können. Aber die wenigsten Leute setzen sich tatsächlich mit auseinander, wie sie ihre Kryptowährung tatsächlich selbst verwahrt nutzen können, um quasi einen Vermögensspeicher sozusagen zu haben oder auch zu investieren. Wie würdest du das Ganze angehen?
Wann bist du das erste Mal ins Thema Krypto so reingekommen? 2017. Okay, also kurz bevor du ausgewandert bist. 2017 haben wir gerade, da müsste so Bitcoin-Boden gewesen sein, oder? Das war absoluter Bullrun. Ich bin erst 2018 eingestiegen, aber 2017 habe ich das Ganze verfolgt und 2018 war dann eine große Korrektur mit Beermarkt und so weiter.
Genau. Okay, du hast einen guten Entry gehabt. Da dachte ich zu dem Zeitpunkt, ich dachte, ja, jetzt bin ich bei Boden eingestiegen, wo Bitcoin bei um die 7000 war. Und ich glaube, ein paar Monate später war ich mit meinem ganzen Portfolio schon 50% im Minus, weil Bitcoin auch mal gut gefallen ist. Aber ja. Ein langer Atem ist die beste Investmentstrategie, wenn es darum geht, auf jeden Fall.
Trotzdem, was würdest du da den Leuten empfehlen? Würdest du sagen, Krypto ist inzwischen Pflicht, gerade wenn du so einen, ja, so einen staatenlosen Lebensstil pflegen möchtest? Oder würdest du sagen, es ist durchaus noch eine Alternative, einen Großteil seines Vermögens im klassischen Bankensystem zu lassen mit den dazugehörigen Risiken?
Ich würde sagen, die Antwort darauf ist ein ganz klares, es kommt drauf an. Und ich würde nicht behaupten, auch wenn ich einen Krypto-YouTube-Kanal habe und absolut Passion habe für Kryptowährungen und so weiter, dass es Pflicht für jeden ist. Ich nenne jetzt mal einfach ein Extrembeispiel, dass man sich das vorstellen kann, weil da widersprechen mir wahrscheinlich auch viele Krypto-Influencer, wenn ich das sagen werde.
Wenn man jetzt beispielsweise Milliardär ist, ich weiß, sehr unrealistisch, aber nur als Beispiel. Und man hat schon, was ich, zig Häuser, man hat Gold, man hat Aktien, man hat Anleihen, man hat Diamanten und sonst noch irgendwelche Geschichten. Braucht man dann ganz ehrlich Krypto, um sich noch zusätzlich abzusichern? Oder ist man eigentlich nicht schon so weit diversifiziert, dass egal, was für ein Krieg ausbricht, egal, was passiert, man ist eigentlich finanziell safe.
Würde ich sagen, die Person hat, ich meine ja, um vielleicht noch mehr Vermögen aufzubauen, vielleicht ein bisschen Krypto mit rein, ja, aber spielt das für die Person wirklich eine große Rolle? Eher weniger. Jetzt andere Perspektive, man hat vielleicht relativ wenig und vor allem hat man vielleicht wenige Sachwerte, also man hat wenig in Immobilien, man hat wenig in Aktien und vor allem möchte man auch so ein bisschen rumreisen, man möchte jetzt nicht vielleicht irgendwie Immobil sein mit Immobilie, also steht da schon in Worten mit drin, ja dann gerade für Thema Reisen und so weiter ist Bitcoin oder auch Kryptowährungen im Allgemeinen ist eine ziemlich interessante Geschichte.
Von daher ist es extrem davon abhängig, wie die Ausgangssituation von der jeweiligen Person ist und auch gleichzeitig, wir wissen ja alle, Kryptowährungen, die haben große Volatilität, also große Schwankungen, sowohl nach oben als auch nach unten und das muss man natürlich einerseits aushalten können, sowohl emotional, als auch andererseits verantworten können, wenn man jetzt beispielsweise eine Familie hat, mehrere Haustiere, mehrere Kinder oder sonst was, ja da würde ich jetzt vielleicht nicht 100% alles in Krypto packen, weil vielleicht kommt dann mal irgendwie was auf und in dem Moment sehen wir einen Crash, dann wäre das eher unschön.
Oder man ist das Gegenteil. Ich war 2018, war ich auch in Krypto investiert, in SafeMoon Coin. Kennst du den SafeMoon Coin noch? Die sitzen alle im Knast inzwischen. Ach ja, meine Zuschauer, die wissen das, die haben das damals live mitverfolgt, da war ich richtig, beim SafeMoon Coin war ich dabei, war gut im Fluss und dann gar nicht. Wenn man sich nicht auskennt, ist in Kryptowährungen auch eine sehr hervorragende Möglichkeit, vor allem mit Hebel und so weiter, möglichst viel Geld in der kurzen Zeit zu vernichten.
Das ist definitiv möglich, ganz klar. Aber ich würde nur sagen, wenn man jetzt nochmal die Gegenperson oder Gegenperspektive einnehmen will, nehmen wir mal meine Position. Ich mit Anfang 30, ich habe keine Kinder, ich habe keine Familie, ich habe keine Haushunde, äh, Haushunde, ich habe keine Haustiere, Ich bin für niemanden verantwortlich.
Also bei mir einen größeren Teil in so eine neue Anlageklasse reinzustecken, ist viel mehr zu vertret, also viel mehr vertretbar im Vergleich zu einer anderen Person. Aber was man sich aus meiner Sicht nicht entgehen lassen sollte, ist, dass man sich einfach mal bewusst macht, wir haben das Geschenk bekommen, dass wir innerhalb von unserer Generation eine neue Anlageklasse, eine komplett neue Anlageklasse bekommen haben.
Wie viele Generationen zuvor können sowas behaupten, dass mal während der Generation sogar zu einer Zeit, wo wir schon Geld haben, ich meine in unserem Alter, gut, als damals Krypto rauskam, 2009, da waren wir jetzt wahrscheinlich noch nicht so vermögend, hatten noch nicht so viel Geld zum Investieren, aber als es dann bekannter wurde, wir hatten auf jeden Fall Geld oder haben Geld zum Investieren, auch heute noch, wir sind noch immer noch ganz zu Beginn von dieser Adoption.
Und will man sich wirklich das entgehen lassen, wenn man mal in die Zukunft schaut, in 30, 40 Jahren und dann zurückschaut, oh, damals kam eine komplett neue Anlageklasse raus, die war, die ist jetzt noch im Vergleich zu allen Anlageklassen anderen, sie ist so gering. Und ich habe damals nicht, nicht mal ein bisschen investiert, will man sich das wirklich entgehen lassen?
Also, das ist, weil man sich da mal ein bisschen tiefer damit auseinandersetzt, dann würde ich sagen, sind Kryptowährungen eigentlich nur die logische Konsequenz von dem, was wir schon Jahrzehnte zuvor gesehen haben mit, alles wird immer mehr digital und auch wenn es jetzt mal ist digitaler Euro oder irgendwie digitale Währung und wir zahlen digital, der Großteil ist da nicht digital, aber Kryptowährungen sind wirklich digital, das ist nur die logische Konsequenz von dem Trend, den wir schon davor gesehen haben.
Und wenn man das so dann versteht und sich tiefer einarbeitet, dann ist es aus meiner Sicht eigentlich nur der logische Schritt, dass man da einen Teil von seinem Portfolio reinpackt, eigene Erfahrungen sammelt und wenn man dann mehr Vertrauen in das Ganze hat, dann auch entsprechend den größeren Teil da reinpackt. Finde ich super, finde ich super den Take.
Logischerweise muss man sich das irgendwie pro Person anschauen. Ich finde noch einen ganz großen Faktor, der da auch noch mit rein spielt, der mir nie so bewusst gewesen ist, als ich noch in Deutschland anwesend war, ist Bankenrisiko. Wenn du quasi, du bist in Deutschland geboren, du bist in diesem System, dann hast du das Gefühl, dass die Banken, das ist eine ganz safe Sache.
Aber in der Sekunde, wo du Deutschland irgendwie verlässt mit den Banken, bist du dir gar nicht mehr so sicher oder vielleicht hast du das auch schon mal irgendwo einmal erlebt, wie schnell so ein Bankkonto einfach gesperrt ist. Ja, also Thema geschlossene Bankkonten, das ist definitiv ein Thema und als Viehreisender noch umso mehr. Ich meine, jeder, der denkt, Banken sind so unglaublich sicher, schaut euch mal einfach an, was in Zypern vor nicht allzu langer Zeit passiert ist mit den Banken, mit mal von einem auf den nächsten Tag, alles, ich glaube, alles über 100.000 Euro, wo die Regierung einen guten Teil davon genommen hat.
Ja, sowas kann in der Theorie passieren. Ich würde jetzt nicht sagen, das ist, die Wahrscheinlichkeit steht hoch, dass sowas auch in Deutschland passiert, weil man muss sagen, dass Deutschland oder im allgemeinen EU, aber vor allem auch Deutschland, ist eigentlich sehr gut für Banken, auch international gesehen. Also es gibt verschiedene Länder, die in verschiedenen Bereichen Stärken haben.
Und ich würde sagen, wenn eine Sache Deutschland wirklich gut kann, dann ist es eigentlich Banking. Also auch viele andere digitalen Normalen aus anderen Ländern, die holen sich ganz bewusst Banken aus Deutschland, weil grundsätzlich die als relativ sicher gelten. Aber in vielen anderen Bereichen ist dann Deutschland nicht mehr ganz so toll im Vergleich.
Man muss in der Deutschen Bank auch nicht loswerden, nur weil man Deutschland verlässt. Also in diversen Szenarien kann man auch sein deutsches Bankkonto behalten. Das heißt noch lange nicht, dass man in Deutschland eine Steuerpflicht auslöst oder so. Also das ist auf jeden Fall auch eine Option. Wenn die Leute sich zu dem Thema informieren wollen, wie würdest du das heutzutage angehen?
Was ist der schnellste Weg, um im Thema Krypto fit zu werden? Also natürlich erst mal meinen Kanal abonnieren. Nein, Quatsch. Das habt ihr sowieso hoffentlich schon alle gemacht. Der Plug musste natürlich rein. Ja, klar. Nein, Quatsch. Also ganz ehrlich, meine Empfehlung wäre wahrscheinlich nicht unbedingt das, was man von einem Finanzberater oder Ex-Finanzberater hören würde.
Aber das ist eigentlich eine Standardempfehlung, die ich im Kryptomarkt sehr, sehr mag. Dass man einfach mal eine gewisse Summe an Geld nimmt. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Es muss eine Menge Geld sein, die einem wehtut, wenn man sie verliert, aber nicht so arg wehtut. So ein bisschen was. Von mir aus, für viele Leute ist es vielleicht so ein Tausender, der weg ist.
Ach, das tut weh, aber es ist auch nicht so, dass ich dann irgendwie auf der Straße bin. Und dass man den einfach mal blind in Bitcoin investiert. Einmal, das ist heutzutage so einfach, bei der Börse anmelden, ihr findet da zig YouTube-Videos, auf, ja, wie man das Ganze macht. Einmal ein Tausender rein. Und dann einfach mal sehen, was das so macht, preislich und so weiter.
Und sehr häufig ist es dann so, wenn dann irgendwie der Preis irgendwann im Zeitraum auf Ansteigt, dass dann automatisch die Neugier kommt, im Sinne von, hm, wie funktioniert das eigentlich? Warum ist das eigentlich hingestiegen? Was ist denn das eigentlich, dieses komische Bitcoin? Und dass man dann einfach so Schritt für Schritt, also erstmal tun und danach quasi die Recherche, so wie du vorgehst bei deinem Unternehmen.
Genau gleiche Vorgehensweise. Einfach mal machen. Und dann habe ich bisher in der Vergangenheit fast immer die Erfahrung gemacht, dass dann automatisch das Interesse kommt, dass man sich mehr damit auseinandersetzt. Und dann hinterfragt man das Ganze, warum gibt es überhaupt Bitcoin? Warum haben wir das überhaupt? Also was ist überhaupt der Use Case von so einem Bitcoin?
Und dass man sich vielleicht mal zunächst darauf fokussiert, Bitcoin gut zu verstehen. Und erst dann, wenn man Bitcoin gut verstanden hat, dass man dann sich irgendwelche Gedanken macht über irgendwelche Altcoins oder solche Geschichten, was du investiert hast und so weiter. Ich sage nicht, dass es falsch ist. Ich sage auch nicht, dass es richtig ist, aber es ist gefährlich.
Von mir keine Investment-Tipps annehmen, bitte. Auf gar keinen Fall. Also all in Ebel 2X. Alles rein. Das ist Kevins Strategie oder eure Strategie. Okay. Aber ich höre sehr viel Bitcoin raus bei dir. Also du bist für dich genommen wahrscheinlich der absolute Bitcoin-Maxi. Ja, also würdest du, bist du nicht? Nein. Nein, absolut nicht. Also wenn ich einem Bitcoin-Maxi sagen würde, ich bin ein Bitcoin-Maxi, der würde mich kreuzigen.
Ja, nee, bin ich wirklich nicht. Ich würde sagen, ich bin sehr offen, was alles angeht. Nur jetzt gerade um das Ganze kennenzulernen, würde ich sagen, investiere einfach mal nur in Bitcoin. Bitcoin ist schon kompliziert genug und nicht, weil es irgendwie super komplex ist, sondern mehr, weil es so anders ist. Es funktioniert einfach grundlegend anders als das, was wir gewohnt sind.
Und deshalb ist es für viele am Anfang so ein bisschen, oh, keine Ahnung, es hört sich irgendwie Cyberspace und Blockchain, keine Ahnung, hört sich so komisch an. Aber wenn wir uns da mal wirklich ein bisschen hinterfragt und mit KI heutzutage wirklich so der beste Lehrer, einfach mal so reinschreiben, was ist überhaupt so eine komische Blockchain?
Machen wir einfach brauchen wir überhaupt so eine Blockchain? Und dann erklär mir das mal, wie wenn ich fünf Jahre alt bin. Und dann bekommst du das schön erklärt und dann verstehst du immer, ah, okay, jetzt mit Dezentralisierung, dass niemand irgendwie die zentrale Kontrolle hat, ah, deshalb gibt es überall so Nodes und Server und so weiter.
Und dann führt meistens das eine zum anderen. Das heißt, zum Lernen würde ich sagen, mit Bitcoin starten, ja, aber was investieren angeht, ganz ehrlich, ich bin absolut kapitalistisch unterwegs. Alles, was da ist, um irgendwie Geld zu verdienen, warum dann nicht investieren? Also, wenn man da irgendwie denkt, man hat bei Altcoins ein gutes Händchen, man kann die gut analysieren und man findet heraus, was da besonders gut performt, warum nicht machen?
Ja. Ja, sehe ich ganz ähnlich. Ich muss dir auch total zustimmen mit dem Punkt, investiere mal was, was auch weh tut im Zweifel, wenn es weg ist, weil ich würde mich da 100% zuzählen. Wenn ich nicht investiert bin, dann ist mein Interesse an Krypto gen Null, ja, und sobald ein bisschen sowas zumindestens irgendwie auf dem Spiel steht, fängt man schon an, sich zu informieren und links und rechts mal zu gucken, was so geht und so weiter und dann guckt man auch öfter mal so in sein Portfolio und bei euch in der Community rein und so.
Also das würde ich voll unterstreichen. Also rein für den Lernfaktor macht das auf jeden Fall mehr Spaß und auch mehr Sinn, wenn da ein bisschen echtes Geld und nicht nur das Spielgeld und der Simulationsmodus, den man dann vergisst, aktiviert ist. Absolut, ja. Okay. Noch eine Frage zum Thema Krypto und gerade wenn du am Reisen bist, wie, was ist aktuell die beste Möglichkeit sozusagen, sein Vermögen unabhängig von Banken zu verwahren und trotzdem im Alltag zu nutzen?
Ich meine, wir können logischerweise nicht überall per Bitcoin zahlen, auch die wenigsten Leute kannst du per Stablecoin irgendwo zahlen. Was ist aktuell von dir gesehen die beste Möglichkeit, um im Alltag schnell zu zahlen? Irgendeine Krypto, Kreditkarte, andere Strategien, irgendwo wo es schnelles On- und Off-Ramping gibt? Wie handhabst du das?
Ich würde auch da sagen, es kommt drauf an. Also ich glaube, jeder, jeder, der in Bitcoin investiert ist, der möchte irgendwann mal die Erfahrung machen, mit Bitcoin zu zahlen. Ich habe das damals zum ersten Mal gemacht in El Salvador, als El Salvador damals Bitcoin eingeführt hat, im Jahr 2021, 2022, so um den Dreh. Da war ich damals drei Monate fort, habe mir das Ganze angeschaut, habe damals zum ersten Mal mit meinem Bitcoin gezahlt, natürlich dieses Dopaminbekommen, das hat sich gut angefühlt.
Und dann merkt man relativ schnell, ja, ich will eigentlich gar nicht mit Bitcoin bezahlen, weil ich will ja dieses Fiat-Geld, also Euro, Dollar, die möchte ich eigentlich bekommen, weil das wird ja im Zelflauf immer weniger wert und mein Bitcoin wird immer mehr wert. Das heißt, mit Bitcoin zu zahlen ist eigentlich eher unschön. Was stattdessen heutzutage viel üblicher ist, ist mit Stablecoins zu zahlen.
Stablecoins kann man sich ganz einfach vorstellen, also steht schon ein Name drin, Stable und Coin preislich stabil. Und zwar preislich stabil, in dem Fall, Stablecoins redet man meistens von Fiat-Währungen wie dem US-Dollar. Dass man einen Stablecoin hat, der 1 Cent den gleichen Wert hat wie den US-Dollar und dass man dann sowas dann beispielsweise direkt von der Blockchain oder von seiner eigenen Wallet ausgeben kann über eine Kryptokreditkarte.
Kann man machen, funktioniert vor allem in den USA, dadurch, dass es US-Dollar ist und man keinen zusätzlichen Wechselkurs oder sonst was hat, ist es auch teilweise richtig günstig, das Ganze zu machen und kann man so theoretisch die ganze Zeit, ohne dass eine Bank irgendwie was einfrieren kann oder sonst was, kann man seine Kryptowährungen ausgeben.
Aber auch da würde ich sagen, von den Kosten her kommt nichts dran an einfach eine gute Kreditkarte von einer Bank wie beispielsweise Weiß, Revolut und so weiter. Das sind so absolute Klassiker. Fintech-Banken, die sind absolut spitze für internationale Zahlungen. Also ich persönlich zahle dem in Abstand größtenteil nach wie vor mit Fiat-Währungen und benutze Kryptowährungen primär zum Investieren.
Genau, aber ansonsten zum Reisen, ich meine, das Tolle an Kryptowährungen ist, die sind ja alle im Internet, die sind da oben irgendwo und um darauf zuzugreifen, gibt es sogenannte Hardware-Wallets. Unterschiedlichste Hersteller gibt es da, der bekannteste ist beispielsweise Ledger und da kann man sich so eine Hardware-Wallet kaufen, die günstigste, die gute fängt irgendwie an bei 50 Euro oder so, das muss nicht großartig teuer sein.
Das ist ein bisschen aufwendiger, weil man dann jede einzelne Transaktion noch tatsächlich physisch signieren muss, so Knöpfen und so weiter. Du sprichst wahrscheinlich auch aus Erfahrung mit diesem Ding hier. Bisschen nervig, aber das ist die sicherste Methode. Drei Ledger kaputt bekommen. Ich würde davon abraten, den günstigsten Ledger zu kaufen.
Ich habe nur Ärger mit den Dingern gehabt. Also ich bin jetzt auch nicht der günstigsten, aber das ist jedermanns Sache, wie er das gerne haben möchte. Und ja, das ist eigentlich so die sicherste Methode, wenn man sich dadurch noch zusätzlich absichern kann gegen irgendwelche Viren auf dem Computer, irgendwelche Trojaner, irgendwelche Phishing teilweise, dass man einfach zusätzliche Risiken durch Hacker quasi noch zusätzlich mehr ausschließen kann.
Und mit den Dingern kann man problemlos über die Grenze, da bekommt man in aller Regel überhaupt gar keine Rückfragen, außer bei ganz wenigen Ländern, wo Kryptowährungen tatsächlich verboten sind und so weiter. Das ist eine ganz kleine Liste an Ländern, sowas wie Algerien, Marokko teilweise, solche Länder, da sollte man bevor ein bisschen vorsichtiger sein.
Ja, es gibt manche Länder, da wird, ich glaube Algerien ist es sogar, wo mit Freiheitsstrafe gedroht wird, wenn du Kryptowährungen, also das ist nicht nur der Kauf und Verkauf verboten, da gibt es auch unterschiedlichste Länder, sondern auch das Halten verboten. Und wenn du dann mit einer Hardware-Wallette einreißt, nicht die beste Idee in so einem Land.
Also ja, da wird auch jetzt in drei Tagen ein Video live gehen auf meinem Kanal, wo ich speziell das anspreche mit Reisen, mit einem Flughafen und auch Kontrollen am Flughafen mit Hardware-Wallets und so weiter, weil ich mittlerweile mit um die 20 Hardware-Wallets in meinem Gepäck reise und habe schon die eine oder andere Rückfrage bekommen am Flughafen.
Und da werde ich so ein bisschen erzählen. Klar. Okay. Ich will deine Zeit gar nicht so lange beanspruchen. Ich habe noch eine letzte Frage. Und dann lassen wir das, glaube ich, erst mal sacken. Mal schauen, was so an Rückfragen kommt. Ich denke, da kommt ziemlich viel, weil das Thema für euch zumindest relativ neu ist. Ein Thema, was mich ganz persönlich interessiert und für dich mit Sicherheit auch ein Faktor ist, ist das Thema Sicherheit.
Du sagst es gerade, du bist mit 20 Hardware-Wallets am Reisen. Und ich zum Beispiel, ich verbringe relativ viel Zeit in Thailand auf Phuket und auch hier in Dubai höre ich das immer wieder, dass Leute quasi gezielt überfallen werden, bei denen man halt weiß, dass die Vermögen in Krypto haben. Wie sicherst du dich ab, dass dir sowas nicht passieren kann?
Also du kannst natürlich nicht verhindern, dass dich irgendwo einer sieht und eine Knarre zieht, aber du kannst ja Vorkehrungen treffen. Wie versuchst du das anzustellen, um das Risiko zu minimieren? Also grundsätzlich für immer nicht Influencer. Das Beste ist einfach, wenn man in Krypto investiert, nicht öffentlich darüber reden. Auch nicht unbedingt mit irgendwie bekannte Familie, vielleicht weniger, vielleicht unter den engsten Freunden, aber that's it.
Einfach nicht darüber reden ist wahrscheinlich der beste Schatz, den man da haben kann. Und ansonsten gilt, gerade als öffentliche Person einfach nicht den Standard teilen. Also ich meine, ich habe dir vorhin gesagt, ich sitze hier in Miami, in Florida. Das sage ich nur deshalb, weil ich ganz genau weiß, dass wenn das Video live geht, bin ich schon nicht mehr hier.
Also ich würde ihn never. Ich habe das vorhin, habe ich es gedacht und dachte so, ah Mist, vielleicht hätte ich ihn das gar nicht fragen sollen. Nicht, dass er morgen neue Unterkunft buchen muss, wegen meinem Podcast. Nee, also normalerweise ist, ich teile nie meinen Standard, gar nie, außer wenn ich weiß, ich bin da schon nicht mehr da, wenn das Video live geht.
Und auch beispielsweise nicht mal, vielleicht ein, zwei, maximal drei Personen überhaupt auf der Welt wissen, wo ich mich befinde. Und meistens nur die Stadt und nicht irgendwie eine Adresse oder sonst was. Das ist aus meiner Sicht der beste Schutz, weil einfach niemand weiß, wo ich bin. Aber abseits von dem, ich meine, das Risiko ist real.
Gerade beispielsweise in Frankreich gab es den Fall, dass das, sofern ich das richtig in Erinnerung habe, dass das Finanzamt quasi gehackt wurde und dadurch kriminelle Zugang bekommen haben zu allen Vermögenswerten, auf die Leute Steuern gezahlt haben. Und deshalb natürlich auch gesehen haben, hey, der hat besonders viel Krypto und deshalb gab es ja allein in diesem Jahr, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ich glaube 50 oder 60 gezielte Überfälle, Entführungen, wo teilweise Leuten Finger abgeschnitten wurden, weil die erpresst wurden und alles möglicherweise, um ihre Kryptowährung an die Kryptowährung anzukommen.
Legitim Grunde, keine Steuern zu zahlen. Also das ist wirklich gruselig, wenn mal echt das Finanzamt tatsächlich gehackt wird und dann einfach deine, wenn du sesshaft bist in so einem Land und deine Adresse sich nicht ändert, das ist ein Riesenthema. Aber ja, selbst in so einer Situation, dass man dann vielleicht auch nicht alles in der Hardware Wallet hat, mit der man dann irgendwie reist, sondern auch einen gewissen Teil, auf den man keinen Zugriff hat.
Ich habe beispielsweise meinen Code Storage. Das ist quasi, in meiner Nische ist so das Begriff für, man hat Kryptowährungen, die man meistens über eine Hardware Wallet lagert. Das ist so der Code Storage, mit dem man nichts irgendwie anders macht. Die hebelt man nicht, da hat kein Smart Contractor oder sonst was drauf Zugriff. Das man einfach nur hält, so ganz klassisch Buy and Hold, beziehungsweise im Kryptospace nennen wir das Holden.
Und den habe ich beispielsweise nicht bei mir, sondern der ist in zwei unterschiedlichen Schließfächern in anderen Ländern. Und selbst wenn ich wollen würde, ich habe da einfach gerade jetzt keinen Zugriff drauf. Selbst wenn mir jetzt jemand hier eine Knarre im Kopf fällt, ich kann da nicht so daraus zugreifen. Und auch das Thema Distanz zu seinen Kryptowährungen zu haben, zu dem Zugang, ist ebenfalls ein Thema, was man da berücksichtigen sollte.
Jetzt vielleicht nicht mit einem Vermögen von 1, 2.000, sondern wenn es ein bisschen mehr wird, dann wird sowas wahrscheinlich immer relevanter. Das denke ich auch. Es ist genauso wie, früher wäre es das Sparbuch gewesen. Du musst da mit deinem Sparbuch rumrennen. Dein Sparbuch, das kann auch irgendwo einfach im Schließfach liegen. Und da kommst du halt einfach nicht ran.
Das würde ich auch den Leuten, die mit ihren Kryptowährungen reisen, würde ich es empfehlen, weil ich habe das im Bekanntenkreis tatsächlich schon mehr als einmal erlebt, dass Leute, dass Leute überfallen wurden und teilweise siebenstellige Beträge dann halt weg waren. Ui. War. Ja. Immer noch besser, als wenn Leib und Leben darunter leiden, aber trotzdessen kann das natürlich jemanden komplett ruinieren.
Absolut. Schön aufpassen und die beste Sicherheitsvorkehrung ist halt Vorherdenken. Vorherdenken statt Nachdenken. Okay. Kevin, ich danke dir für deine Zeit und für diesen genialen Einblick ins Thema Auswandern, in den kleinen Einblick ins Thema Krypto. Da können wir eigentlich nochmal richtig tief rein. Vielleicht gibt es nochmal eine zweite Episode für alle da draußen.
Wo kann man dich verfolgen? Wo sollte man bei dir mal ein Abo dalassen? Also primär auf YouTube. Ich habe mittlerweile zwei Kanäle, nicht ganz deine Größe. Mein Hauptkanal ist der Krypto-Kanal. Ich habe noch einen zweiten Kanal, wo es um Thema Gesundheit, Longevity so ein bisschen in die Richtung geht. Da könnt ihr auch gerne mal vorbeischauen, wenn ihr da mehr Interesse dran habt.
Und ja, ansonsten gerne Fragen hier unter das Video in die Kommentare. Auch wenn es gezieltere Fragen sind, ich nehme da die Zeit, antworte da gerne drauf. Also ja, dann können wir gerne in der Zukunft mal noch ein tieferes Video machen, wo wir dann gezielt auf verschiedene Aspekte eingehen. Ich kann an dieser Stelle nochmal eine Empfehlung aussprechen, und zwar für deine Community.
Da hat Kevin mich nicht für bezahlt, aber da kann ich auf jeden Fall, wer sich mit dem Thema investieren und Krypto das erste Mal richtig auseinandersetzen will und eine vernünftige Strategie für sich finden möchte, der kann mal bei, wie heißt eure Community, voll M&K Strategies. M&K Strategies, ja. M&K Strategies da mal austoben. Wie gesagt, einfach mal reinschauen.
Ich verlinke es am besten sogar unter die Video, ja. Darf ich dich mal was fragen? Wir haben das nicht ausgemacht, aber mit deinen Investments, mit unserer Strategie, hast du bisher gut Geld verdient? Kommt drauf an, wen du fragst.
Also, ich würde nicht Werbung für dich hier machen, wenn es mir gescharrt hätte. Okay. Ich mag eure Strategie, weil die ist so unaufgeregt. Im Endeffekt geht es bei euch ganz viel darum, alles an Neues auszublenden, was nicht relevant ist und sich auf die Fakten zu konzentrieren und vor allen Dingen auch, also klar, ihr habt natürlich ein paar mehr Sachen, da gibt es auch die Leute unter euch, die ordentlich am Zocken sind, aber eure Main-Strategie, die ihr fahrt, auf einen großen, also auf einen großen Timeframe gesehen, ist meiner Meinung nach eine der besten Möglichkeiten, um auch noch nachts schlafen zu können, ja, wenn man sein Geld anlegen möchte.
So schaut's aus. In diesem Sinne, danke für deine Zeit, tobt euch ordentlich in den Kommentaren aus, falls ihr hier neu seid und noch kein Abo da gelassen habt, dürft ihr mich auch gerne abonnieren. In diesem Sinne, mach's gut, Kevin. Ciao, ciao, mach's gut. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal.
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