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Kevin Söll

Trends & Trendwenden leicht erkennen | Heikin-Ashi-Kerzen erklärt 💡

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Im heutigen Video schauen wir uns die sogenannten Heikin-Ashi-Kerzen ein bisschen genauer an, also wenn du so willst quasi eine Art spezielle Art von Chart-Kerzen, die ich, um ehrlich zu sein, für den Abstand längste Zeit komplett ignoriert habe und mittlerweile fast eigentlich wöchentlich reinschaue, aufgrund der Tatsache, dass dir genau diese Chart-Kerzen im Prinzip erlauben, dass du übergeordnete Trends erkennen kannst, was unter anderem aus meiner Sicht gerade für Bitcoin super interessant ist. Das heißt, im heutigen Video schauen wir uns mal konkret an, was denn überhaupt diese Heikin-Ashi-Kerzen tatsächlich sind, wie sie sich zu normalen Chart-Kerzen unterscheiden und vor allem auch, wie du sie total simpel selber nutzen kannst, um beispielsweise damit bei Bitcoin oder auch bei anderen Assets übergeordnete Trends und vor allem auch Trendwechsel erkennen zu können.

Hi, mein Name ist Kevin Söll und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit Krypto zu tun hat. Ab und zu gibt es auch konkrete Tutorials, wie beispielsweise heute zu gewissen, ich sag mal, Chart-Tools, die aus meiner Sicht gerade für die Praxis unglaublich nützlich sein können.

Damit du die Unterschiede zwischen den normalen Chart-Kerzen und den Heikin-Ashi-Kerzen besser unterscheiden kannst, haben wir hier zunächst einen direkten Vergleich, wo du im Wesentlichen das gleiche Chart siehst, und zwar hier das Chart von Bitcoin auf der monatlichen Basis beziehungsweise mit Monatskerzen, wo du beispielsweise erkennen kannst, dass wir damals im Bärmarkt 2022 zunächst mal eine rote Phase hatten, dann grün, dann wieder rot, dann grün, dann rot, dann grün und dann wieder rot, bis wir dann tatsächlich hier den Zyklusboden gesehen haben. Wenn du dir das Ganze mal mit Heikin-Ashi-Kerzen anschaust, dann erkennst du hier, wir haben hier das Zyklus-Top gesehen, danach nur eine rote Kerze nach der anderen, bevor dann hier tatsächlich die Trendwende kam, und zwar erst dann, wo tatsächlich hier der Boden erreicht war und dann der Bull Market gestartet ist.

Auch wenn du dir mal hier beispielsweise den Bullrun anschaust – das ist der Bullrun vom Jahr 2025 –, dann erkennst du hier, wir hatten eine grüne Phase, dann rot, grün, rot, grün, rot, grün, rot und so weiter und so fort, wo es hier bis zum Zyklus-Top in Summe achtmal von grün auf rot gewechselt ist, auf monatlicher Basis. Wenn du dir das Gleiche hier dagegen mit Heikin-Ashi-Kerzen anschaust, dann erkennst du, wir haben hier eine grüne Phase, eine rote Phase, grüne Phase, eine rote Phase, grüne Phase, eine rote Phase und eine grüne Phase. Das heißt hier in Summe nur dreimal der Wechsel von grün auf rot, während es dagegen beim normalen Chart ganze achtmal der Fall war.

Und da erkennst du auch schon konkret den Hauptzweck von diesen Heikin-Ashi-Kerzen, und zwar erlaubt es dir im Wesentlichen, dass du quasi übergeordnete Trends erkennen kannst und eher dieses, ich sag mal, kurzfristige Marktrauschen, dieses Noise, einfach ausblenden kannst. Und vor allem auch – in dem Part finde ich persönlich sogar noch spannender –, dass du tatsächlich Trendwenden erkennen kannst, also zwischen der bärischen Phase und der bullischen Phase. Und die Unterschiede kommen eben primär dadurch, dass gerade diese Chart-Kerzen hier anders berechnet werden.

Bei einer, ich sag mal, Standardkerze, wie jetzt hier in diesem Fall, ist es so, dass du hier unten den Open-Price hast, quasi den Preis ganz zu Beginn von einem Zeitintervall. Wenn das hier beispielsweise eine Monatskerze ist, dann wäre das hier quasi der Startpreis ganz zu Beginn vom Monat. Dann hast du hier den Close-Price, das ist quasi der Endpreis zum Ende von einem Intervall; hier bei einer Monatskerze wäre das quasi der Preis zum Ende des Monats. Das High wäre der höchste Preis innerhalb von diesem Zeitintervall und das Low quasi der tiefste Preis. Das ist so, wie eine normale, in dem Fall bullische Chart-Kerze aufgebaut ist. Bullish deshalb, weil hier der Open-Price tiefer ist als tatsächlich der Close-Price, weshalb der auch grün dargestellt ist.

Bei einer bärischen Chart-Kerze, also einer roten Chart-Kerze, ist das im Wesentlichen nahezu 1 zu 1 gleich. Das Einzige, was sich hier ändert, ist, dass hier der Close-Price tiefer ist als der Open-Price, das quasi ganz zu Beginn von einem Zeitintervall. In dem Fall hier beispielsweise eine Monatskerze, also ganz zu Beginn vom Monat, war der Preis höher als zum Ende des Monats, und deshalb ist diese Kerze auch rot dargestellt.

Jetzt die Heikin-Ashi-Kerzen werden zwar optisch gleich dargestellt, allerdings anders berechnet. Und zwar ist es hier beispielsweise so, dass der Open-Price, also quasi der Startpreis, wenn du so möchtest, berechnet wird aus dem Startpreis von der vorherigen Heikin-Ashi-Kerze plus dem Endpreis der vorherigen Heikin-Ashi-Kerze durch 2. Also da wird quasi schon mal ein Durchschnitt berechnet von der letzten Kerze, was gleichzeitig hier den Startpreis schon mal glättet. Auch der Close, also quasi der Endpreis, wird anders berechnet, und zwar wird hier quasi der Durchschnitt gebildet vom Open, High, Low und Close, also das Ganze addiert durch 4. Da wird einfach nur der Durchschnitt hier entsprechend berechnet.

Beim High ist es dagegen so, dass hier der höchste Preis von diesen drei Werten genommen wird. Also je nachdem, was höher ist, wird das entsprechend als High verwendet: entweder das normale High, also quasi der echte Kurs, oder beispielsweise der Heikin-Ashi-Open-Price oder der Heikin-Ashi-Close-Price. Je nachdem, was da höher ist, das wird entsprechend hier als High genommen. Und beim Low ist es quasi das Pendant beziehungsweise das Umgekehrte dazu, dass hier quasi das Minimum genutzt wird: entweder das Low, also vom echten Preis, oder das Heikin-Ashi-Open oder Heikin-Ashi-Close. Je nachdem, was tief ist, wird hier als Low entsprechend verwendet. Keine Sorge an der Stelle, du brauchst dir diese Berechnung hier nicht zu merken. Viel wichtiger ist, dass du einfach verstehst, dass quasi jeder Part von der Chart-Kerze bei den Heikin-Ashi-Kerzen anders berechnet wird, und zwar in der Art und Weise, dass quasi der Chartverlauf einfach geglätteter aussieht als bei einer normalen Chart-Kerze.

Gut, dann lass uns jetzt gemeinsam anschauen, wie du tatsächlich diese Heikin-Ashi-Kerzen ganz einfach in der Praxis verwenden kannst. Und zwar müssen wir die hier zunächst mal aktivieren. Das ist auch relativ simpel. Du klickst hier einfach oben in der Mitte bei TradingView auf diese Kerzen drauf. Dann siehst du hier die Standardkerzen und hier weiter unten die Heikin-Ashi-Kerzen. Die kannst du auch theoretisch hier zu den Favoriten hinzufügen, und dann hast du die hier direkt rechts daneben. Das heißt, wenn du wechseln möchtest, einfach hier draufklicken, und dann erkennst du das gleiche Chart jetzt nur mit diesen Heikin-Ashi-Kerzen.

Jetzt, um tatsächlich Trends im Chart erkennen zu können, gibt es zwei Grundregeln, die du verstehen solltest. Und zwar zum einen: je größer der Timeframe, also die Zeit, die dabei ist, desto aussagekräftiger auch für den übergeordneten Trend. Hier siehst du beispielsweise den Bitcoin-Chart auf dem Monthly, also auf der monatlichen Basis, wo du im Wesentlichen relativ leicht erkennst, dass wir hier in einem Bärmarkt waren, Bullrun, Bärmarkt, Bullrun. Also da großer Timeframe, sehr aussagekräftig für den übergeordneten Trend. Wenn du dagegen runtergehst auf eine tägliche Basis, dann sieht das Ganze so aus. Und ja, für manche Trader mag das Ganze hilfreich sein, gerade diejenigen, die heute einen Einstieg haben und nach wenigen Tagen bereits wieder einen Ausstieg. Für meine konkrete Strategie, also quasi das, ich sag mal, Traden von den großen Makro-Zügen, beziehungsweise das Timing, dass ich hier möglichst am Zyklus-Boden einkaufen möchte und irgendwo hier verkaufen möchte, da ist gerade die monatliche Basis, also auf einer monatlichen Ansicht, hier aus meiner Sicht am aussagekräftigsten, am besten.

Und noch die zweite Grundregel, und zwar: je länger hier diese Kerzen sind, desto stärker auch der entsprechende Trend. Genauso auch das Umgekehrte: je kürzer die Kerzen sind, desto schwächer der Trend, um dann beispielsweise auch solche Trendwenden hier erkennen zu können. Und genau unter anderem deshalb ist gerade eine ziemlich spannende Marktphase, weil du im Wesentlichen erkennst, bei den letzten zwei Bärmärkten war es im Wesentlichen so, dass wir da durchgängig nur rote Kerzen gesehen haben, jetzt allerdings hier auf dem Monatschart zumindest aktuell eine grüne Kerze haben. Jetzt, wie aussagekräftig das tatsächlich ist, wissen wir Stand heute noch nicht, weil bis zum Ende des Monats sind es Stand heute noch so ungefähr knapp vier Wochen, das heißt, es ist noch gut Zeit, dass eventuell diese Kerze dann auch wieder rot wird, so wie es in der Vergangenheit der Fall war. Aber gerade für Trendwenden ist das Ganze hier ziemlich spannend zu nutzen.

Um Zyklus-Tops zu erkennen, sind die Heikin-Ashi-Kerzen aus meiner Sicht nur so bedingt geeignet, weil du beispielsweise auch in der Vergangenheit erkennst, dass wir da häufiger auch während des Bullruns gesehen haben, dass die Kerzen ins Rote entsprechend geswitcht sind. Wenn du dir dazu hier den Zyklus von 2025 anschaust, dann erkennst du auch hier, wir hatten hier in Summe drei Mal eine rote Phase, wo wir während des Bullruns quasi eine rote Phase bei den Heikin-Ashi-Kerzen hatten. Auch hier im Zyklus zuvor, dem 2021er Zyklus, da waren sie in Summe hier 1, 2, 3 Mal rot bis zum finalen Zyklus-Top. Und auch hier beim Zyklus zuvor waren sie in Summe hier zweimal eine rote Phase, bevor wir dann hier tatsächlich das finale Zyklus-Top gesehen haben.

Um dagegen den Zyklus-Boden auszumachen, da sind tatsächlich die Heikin-Ashi-Kerzen deutlich hilfreicher, weil wir da zumindest in der Vergangenheit fast immer nur ein Muster gesehen haben, mit einer Ausnahme, dass wir eigentlich während des Bullruns nur rote Kerzen gesehen haben, bevor dann irgendwann mal die Trendwende kommt und der nächste Bullrun entsprechend startet. Wenn du dir dazu die konkreten Charts anschaust, dann erkennst du hier das Zyklus-Top damals im Jahr 2021 und danach nur rote Kerzen, bevor wir dann hier die Trendwende gesehen haben zum nächsten Bullrun. Auch im vorherigen Zyklus ein relativ ähnliches Muster hier: finales Zyklus-Top, danach nur rote Kerzen, bevor wir dann hier die Trendwende gesehen haben und das finale Zyklus- beziehungsweise nicht Zyklus-Top, sondern der Zyklus-Boden entsprechend drin war.

Allerdings hier – und das ist jetzt die Ausnahme – das war der Zyklus zuvor, wo man auch darüber streiten kann, dass vielleicht zu der Zeit Bitcoin einfach noch nicht groß genug war, die Liquidität eine andere war, aber hier haben wir beispielsweise vor dem finalen Zyklus-Boden eine grüne Phase gesehen, was es zumindest hier in den letzten zwei Zyklen nicht gab.

Nun musst du dabei berücksichtigen, dass diese Heikin-Ashi-Kerzen geglättet sind, was im Wesentlichen bedeutet: wenn du tatsächlich auf dem Monatschart darauf wartest, bis wir diese Trendwende sehen, also von roter Phase auf grüne Phase, dann heißt es im Wesentlichen, wenn wir eine grüne Phase sehen, dann ist der Zyklus-Boden längst erreicht. Wenn wir uns dazu mal hier die konkreten Daten anschauen, dann erkennst du beispielsweise hier, wir hatten den Zyklus-Boden im Jahr 2022 bei ungefähr 15.500 und die erste grüne Kerze mit dem Schluss war bei ungefähr 20.000. Das heißt, wärst du dort erst eingestiegen, dann hättest du bei 20.000 nachgekauft, allerdings nicht hier in der Nähe vom Zyklus-Boden bei ungefähr 15.500.

Wenn wir uns dazu den Zyklus zuvor anschauen, das Ganze ein bisschen größer machen, dann erkennst du auch hier, wir hatten den finalen Zyklus-Boden bei ungefähr 3.100 Dollar und die erste grüne Kerze mit dem Schluss war bei ungefähr 4.800 Dollar. Also auch da hast du quasi den Zyklus-Boden verpasst, allerdings langfristig gesehen natürlich immer noch super Einstiegspreise. Und auch hier beim Zyklus zuvor, finaler Zyklus-Boden hier – wobei man, wie gesagt, diesen Zyklus mit Vorsicht genießen sollte, damals war Bitcoin noch deutlich kleiner, Liquidität geringer und so weiter und so fort –, allerdings hier der Zyklus-Boden bei ungefähr 152 Dollar, der erste grüne Schluss ungefähr bei 245 Dollar. Also auch da hast du den Zyklus-Boden gut verpasst. Wärst du allerdings dort erst eingestiegen und hättest entsprechend einfach den Zeithorizont mitgebracht, um hier auf das Top zu warten, auch das hätte sich entsprechend ziemlich ausgezahlt.

Ich hoffe, ich habe es geschafft, dieses eher, ich sag mal, unpopuläre Thema dir relativ einfach zu erklären. Falls du noch weitere offene Fragen hast, gerne unten in die Kommentare, und bis zum nächsten Video. Bis zum nächsten Mal.

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Die Heikin-Ashi-Kerzen sind spezielle Chartkerzen, die vor allem für die Erkennung von Trends und Trendwenden genutzt werden. In diesem Tutorial zu TradingView lernst du wie das geht.

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