Wann Bitcoin verkaufen? Michael Saylor vs. Julian Hosp 🤔
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Hey Leute, Kevin hier. Beim Investieren geht es ja grundsätzlich immer nur um drei verschiedene Fragen. Und zwar erstens, was du kaufen solltest, zweitens, wann du es kaufen solltest und drittens, wann du es mal irgendwann wieder verkaufst. Jetzt die allermeisten Leute auf meinem Kanal, die sind bereits in Bitcoin investiert und tun sogar noch regelmäßig nachkaufen. Das heißt, die Frage nach dem was und wann kaufen, die sind schon mal geklärt. Aber wann genau sollte man denn jetzt eigentlich wieder seine Bitcoins verkaufen? Und genau zu dem Thema habe ich vor kurzem eine Umfrage gemacht, die ich ziemlich interessant fand.
Denn auf die Frage, wann verkaufst du den Großteil deiner Bitcoins, meinten ganze 20% dass sie bei 100.000 Euro verkaufen, 19% bei 500.000 Euro, 14% bei einer Million, 8% bei 5 Millionen und ganze 39% der Leute meinten, dass sie ihre Bitcoins nie verkaufen werden. Und ich vermute mal, dass insbesondere die ganzen neuen Schläge sich an der Stelle fragen, erstens, warum sollte man seine Bitcoins nie verkaufen? Und zweitens, warum haben das sogar so viele Leute vor? Und aus dem Grund dachte ich mir, lass uns doch heute mal zwei super erfolgreiche Investoren miteinander vergleichen, die genau bei dem Punkt, ich sag mal, eine komplett konträre Meinung haben. Und zwar Michael Saylor und Julian Hoss und alles natürlich in der Hoffnung, dass du mit dem neuen Wissen im Anschluss die für dich richtige Entscheidungen treffen kannst.
Bevor wir gleich starten, eines weg. Ich wurde schon mehrfach gefragt, warum ich denn immer so komisch meine Hände hier falte. Und der Grund ist natürlich der, dass Bitcoin und DFI meine Religion sind und ich euch was vorredigen will. Nein, Quatsch. Der Grund ist für euch wirklich nicht ersichtlich. Denn genau hier, was ihr nicht mehr sehen könnt, ist mein Mikro. Das heißt, wenn ich jetzt meine Hände runternehmen würde in eine normale, ich sag mal natürliche Position, dann würde ich die ganze Zeit gegen das Mikro stoßen.
Das würde sich dann so anhören. Also von daher, jetzt weißt du den Grund, deshalb tue ich hier immer so komisch meine Hände falten. Lass uns bei dem Thema zunächst mal mit der Perspektive von Michael Saylor starten. Und zwar Michael Saylor, falls du den noch nicht kennst, das ist der CEO von Micro Strategies. Micro Strategies war das erste öffentliche Unternehmen, was tatsächlich in Bitcoin investiert hat. Und zwar war das August 2020, das heißt da ganz genau, wie es in den Nachrichten stand, das Micro Strategies jetzt ganz plötzlich mit 250 Millionen in Bitcoin investiert. Und damals haben die, glaube ich, um die 21.000 Bitcoins damit gekauft. Mittlerweile, also so rund ein Jahr und zwei Monate später, haben die in Summe schon, ich glaube, knapp 3 Milliarden in Bitcoin investiert. Haben dafür sogar extra Schulden aufgenommen. Und halt mittlerweile so um die 114.000 Bitcoins. Es wird auch gemunkelt, dass Michael Saylor privat so um die 20.000 bis 25.000 Bitcoins hält. Aber das sind mehr oder weniger nur Gerüchte. Jetzt, wenn du dir schon mal die Interviews mit Michael Saylor angeschaut hast, beinahe, die ich dir auch wirklich empfehlen kann, dann stellst du fest, dass er bei Bitcoin immer von diesem Apex Predator redet. Das heißt, er geht davon aus, wie beispielsweise, sagen wir mal jetzt in Afrika, wo der Löwe ganz oben bei der Nahrungskette steht, dass im Finanzmarkt oder beziehungsweise bei allen Anlageklassen Bitcoin eben ganz oben steht. Und alle anderen Anlageklassen, wie jetzt beispielsweise Rohstoffe, Aktien, Immobilien und so weiter, die siedeln sich alle darunter an. Und wenn er dann in Interviews gefragt wird, wann er vorhat, seine Bitcoins zu verkaufen, dann kommt jedes Mal die gleiche Antwort und zwar nie. Und als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich so, hä, wie, nie?
Wer investiert in was und tut er nie verkaufen, das macht ja überhaupt keinen Sinn. Ja, aber als er dann seine ganzen Beweggründe dazu genannt hat, da hat das Ganze auch für mich Sinn gemacht. Denn weil Bitcoin eben nur diese 21 Millionen hat, Das heißt, dieses Hardcap, wo es nie mehr mehr geben wird als diese 21 Millionen. Und wenn zusätzlich Bitcoin im Jahr 2041 tatsächlich von einem inflationären System auf ein deflationäres System wechselt, ist es eben so, dass er davon ausgeht, dass Bitcoin im Zeitverlauf immer nur ansteigen wird. Natürlich nicht jeden Tag, nicht jede Woche, aber zumindest im Zeitverlauf. Und by the way, ich persönlich glaube auch genau das Gleiche. Insbesondere dann, wenn Bitcoins durch seine steten Updates auch immer mehr Use Cases dazubekommen wird.
Und gleichzeitig ist er auch bereits Milliardär. Das heißt, er kommt zu Krediten mit irgendwelchen Konditionen, die brutal attraktiv sind. Also beispielsweise mit Micro Strategies hat er beispielsweise einen Kredit aufgenommen für 0% Jahrestens. 0% gebt ihr das mal. Und konnte dann die komplette Summe sogar öffentlich, obwohl er es bekannt gegeben hat, öffentlich in Bitcoin investieren. Ich glaube, wenn ich persönlich sowas einer Bank vorschlagen würde, die würden wir wahrscheinlich nach 3 Sekunden direkt zur Tür zeigen. Das heißt, sollte er mal tatsächlich irgendein Geld brauchen, weil er sich jetzt, keine Ahnung, eine neue Jacht kauft oder irgendwie eine Insel oder sowas, dann würde er dann keine Bitcoins dafür verkaufen, sondern stattdessen Kredite aufnehmen, weil die Zinsen auf den Kredit in aller Regel deutlich geringer sind, als was Bitcoin im Zeitverlauf einfach durch den Kurs wieder gut macht.
Das heißt, es ist so eine ähnliche Art von Hebel-Investments, wie du jetzt mittlerweile auch bei der DeFi-Chain mit den dezentralen Krediten machen kannst. Also kurzes Zahlenbeispiel an der Stelle, damit du mir auch folgen kannst. Wenn du jetzt beispielsweise einen Kredit aufnehmen würdest von sagen wir mal 1 Million. Und dann müsst ihr darauf einen Jahreszins zahlen von 1%. Dann würde das bedeuten, dass du pro Jahr einen Zins zahlt von rund 10.000 Euro. Wenn jetzt allerdings in der gleichen Zeit 1 Million Bitcoin, sagen wir mal eine Rendite erwirtschaftet von, sagen wir mal pessimistisch 10%, dann würde das bedeuten, dass er allein durch diesen Kursanstieg bei Bitcoin ganze 100.000 Euro wieder gut gemacht hat. Das heißt, er hätte trotzdem noch einen Profit von ganzen 90.000 Euro. Das ist zumindest die Strategie, die Michael Saylor verfolgt. Jetzt Julian Hosp hat an der Stelle eine komplett konträrstrategie. Denn Ende August hat er erst ein Video rausgebracht, wo er erklärt hat, warum er wahrscheinlich im nächsten Zyklus einen Großteil seiner Bitcoins tatsächlich verkaufen wird und das Geld dann nimmt und einerseits in andere Anlagenklassen umschichtet und andererseits auch in andere Altcoins. Also im Prinzip, dass er einen Großteil von Bitcoin rausnimmt.
Und er hat auch dafür drei Gründe genannt. Und zwar erstens, dass er gemeint hat, dass die Bitcoin-Community so ein Stück weit zu, ich sag mal, religiös, zu toxisch ist. Jetzt wenn du mich fragst, ich glaube nicht, dass das mal der wahre Grund war. Ich glaube mehr, das war so eine, ich sag mal, eine getarnte Stichelei an der Stelle. Dafür tickt er meiner Meinung nach einfach zu rational. Aber das ist noch meine persönliche Meinung. Der zweite Punkt, Thema Diminishing Returns.
Und damit ist im Wesentlichen gemein, dass einfach im Zeltverlauf die Rendite von Bitcoin immer und immer geringer sein wird, weil eben im Zeltverlauf immer mehr Leute tatsächlich den Wert, den Nutzen für Bitcoin erkennen. Stichwort Price Discovery. Jetzt das heißt seiner Meinung nach nicht, dass jetzt Bitcoin irgendwie ein schlechtes Investment ist, sondern vielmehr, dass, wenn du jetzt mal zurückschaust, die letzten ein bis drei Jahre, dass fast jeder bekannte Altcoin eigentlich Bitcoin outperformt hat. Dritter Punkt, Thema Steuern und Regulation. Und an der Stelle meinte er, dass es vermutlich den kompletten Kryptomarkt treffen wird und jetzt nicht nur irgendwelche einzelnen Projekte, weil man, ich sag mal, in den letzten zehn Jahren so nahezu alles im Kryptomarkt machen konnte, ohne, ich sag mal, ohne irgendwie gehindert zu werden. Aber in Zukunft, das sieht das höchstwahrscheinlich mit den ganzen Regulierungen ein bisschen anders aus.
Jetzt, ich weiß nicht, wie es dir ging, falls du das Video gesehen hast, aber ich persönlich war schon ziemlich überrascht, denn ich kenne das Ganze in aller Regel eigentlich nur umgekehrt, dass irgendwelche, ich sag mal, eher wohlhabende Investoren ab einem gewissen Vermögen den Fokus bei ihren Investments immer mehr Richtung Sicherheit legen. Dass sie beispielsweise im gesamten Kryptomarkt ganz gezielt nur in Bitcoin investieren oder vielleicht nur so einen kleinen Teil in Ethereum, aber that's it. Jetzt Julian dagegen scheint dagegen, ich sag mal, eine eher aggressivere Strategie zu fahren im Kryptomarkt und tatsächlich mehr aus Bitcoin rauszugehen und mehr in diese Altcoins. Jetzt stellt sich natürlich nur die Frage, wer hat hier recht, Michael Saylor oder Julian Hoss? Solltest du deine Bitcoins nie verkaufen oder schon im nächsten Zyklus?
Und ich glaube schon allein die Frage, dass wir quasi die Meinung von zwei super erfolgreichen Investoren miteinander vergleichen, allein das zeigt ja schon, dass es wahrscheinlich bei der Antwort kein richtig und kein falsch gibt. Jetzt ich persönlich, ich stehe bei beiden so, ich würde mal sagen, so ein Stück weit in der Mitte. Jetzt Michael Saylors Strategie ist mir persönlich so ein Stück weit zu extrem und das hat auch zwei Gründe. Erstens bin und war ich noch nie ein Fan von irgendwelchen gehebeten Investments, denn obwohl ich relativ rational tic, tut mich das Ganze immer noch gedanklich zu arg beschäftigen, als dass ich dann irgendwie die, ich sag mal, extra Rendite davon genießen könnte. Und ich mag auch einfach nicht das Gefühl, irgendwie irgendjemand Geld zu schönen, das ist so gar nicht meins.
Aber wie gesagt, das ist noch meine persönliche Meinung, das ist vollkommen okay, wenn du da eine andere Meinung hast. Und zweitens dürfen wir an der Stelle nicht vergessen, dass Michael Saylor hier nicht wirklich eine Wette angeht. Denn ich würde mal sagen, einer der Hauptunterschiede beim Investieren zwischen einem Millionär und einem Milliardär ist die, dass ein Millionär im Prinzip investiert und danach hofft. Ein Milliardär investiert dagegen und tut danach aktiv was für die Umsetzung an. Denn ja, Michael Saylor hat zwar all seine Eier in einem Korb, dafür sorgt er aber auch mit einem Interview nach dem nächsten, dass die Alloption von Bitcoin so schnell wie möglich vorangetrieben wird. Das ist also wie bei Ron Buffett.
Der investiert nicht einfach so in Unternehmen und hofft dann, dass es gut geht, sondern der investiert in Unternehmen und gibt danach so starken Druck aus, dass er tatsächlich die Rendite bekommt, die er sich bei dem Ganzen versprochen hat. Jetzt ich persönlich habe erstens nicht die Reichweite sowas zu tun und zweitens möchte ich auch gar nicht zu so einer öffentlichen Person werden. Das heißt, für mich persönlich fallen solche gehebten Investments raus. Das heißt, ab einem gewissen Punkt werde ich tatsächlich dazu hergehen und einen Teil meiner Bitcoins verkaufen. Aber wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung, das ist vollkommen okay, wenn du eine andere Meinung hast. Aber auch Julien-Haus-Strategie ist für mich persönlich so ein Stück weit zu extrem.
Den einerseits kann ich Ihnen natürlich total nachvollziehen, dass er beispielsweise einen Teil von seinen Bitcoins verkauft und dann in irgendwelche anderen Anleiheklassen streut, weil ich glaube, ab einem gewissen Verbögen ist es umso wichtiger, immer mehr den Fokus auf das Thema Sicherheit zu legen. Das heißt, das kann ich komplett nachvollziehen. Jetzt der andere Part, dass er einen Teil von seinen Bitcoins verkauft und in seine Altcoins reinvestiert, also im Prinzip umschichtet, boah, das wäre mir persönlich so ein Stück weit zu riskant, weil bei jedem anderen Altcoin-Projekt außer Bitcoin sehe ich gleich mehrere Black Swan Events, die tatsächlich dazu führen könnten, dass das Projekt komplett scheitert. Das heißt, aktuell werden wir sowas noch zu riskant.
Jetzt glaube ich, in, keine Ahnung, 5 oder 10 Jahren, da sieht das komplett anders aus im Kryptomarkt, aber Stand heute wäre es mir persönlich ein bisschen zu riskant. Aber auch an der Stelle müssen wir berücksichtigen, dass Julien-Haus-Strategie mit einem ganz anderen Wissen Vorsprung betreibt. Denn nicht nur, dass er seit 2015 mit dem Kryptomarkt mit dabei ist, sondern er kennt sich ja noch ultra gut mit Altcoins aus und ultra gut mit irgendwelchen Marktzyklen. Und jetzt kommt noch dazu, dass er durch Cake im Prinzip direkten Einblick hat in das Verhalten von seinen Kunden. Das heißt, wenn jetzt irgendein Event eintritt, dann sieht er sofort, wie sich das mit dem Verhalten widerspiegelt. Von daher traue ich ihm da wirklich zu, dass er mit seinen Altcoin-Projekten Bitcoin, ich sag mal, relativ einfach outpuffern kann. Was sind also die Learnings an der Stelle?
Erstens, wann du deine Bitcoins verkaufen solltest, ist super individuell und könnte keiner besser werden werden als du selbst. Zweitens, wann immer du ins Extreme schwappst, also wie jetzt beispielsweise Michael Saylor oder Julien-Haus, dann solltest du auch immer das entsprechende Skillset mitbringen. Wie jetzt beispielsweise bei Michael Saylor, dass er einfach selbst den Preis, ich sag mal, beeinflussen kann. Oder wie bei Julien-Haus, dass er einfach ziemlich gut die ganzen Marktzyklen und Blockchain-Projekte einschätzen kann. Und wenn du diese Skillset nicht hast, dann ist auch in aller Regel so ein Mittelweg die bessere Option. Und wenn du noch mehr von meinem Kanal sehen möchtest, dann wäre es richtig gut, wenn du mich unterstützen willst.
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Michael Saylor wird laut eigenen Aussagen seine Bitcoins nie verkaufen. Julian Hosp hat dagegen angekündigt, dass er im nächsten Zyklus den Großteil seiner Bitcoins verkaufen wird. Aber wer hat recht? Hier gehen wir beide Sichtweisen gemeinsam durch.
Das Thumbnail mit dem Engel & Teufel soll natürlich nur ein Scherz sein. Ich bin von beiden - von Michael & Julian - ein großer Fan. 🙂
#btc #michaelsaylor #julianhosp
Timestamps:
0:00 Einleitung
1:33 Michael Saylor's Perspektive
4:40 Julian Hosp's Perspektive
6:25 Wer hat recht?
9:15 Die Learnings
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Ich bin Kevin Söll, 2018 aus Deutschland ausgewandert und bereise seither die Welt. Auf diesem Kanal teile ich primär meine Passion für Bitcoin und sonstige Kryptowährungen.
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