DIESES Risiko hat aktuell NIEMAND auf dem Schirm | mNAV erklärt 🥶
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Ich würde behaupten, dass derzeit neben dem Makromarkt das größte Risiko für den Kryptomarkt tatsächlich die Krypto-Treasury-Unternehmen sind. Und ich würde auch mal behaupten, dass das relativ logisch ist, sofern du tatsächlich nur eine einzige Kennzahl von A bis Z verstanden hast, und zwar das sogenannte mNAV, was du sicher schon einige Male auf meinem Kanal gehört hast, was allerdings die wenigsten Kryptoinvestoren tatsächlich wirklich verstehen und deshalb auch nicht einschätzen können, wie wichtig diese Kennziffer nicht nur für die ganzen Krypto-Treasury-Unternehmen ist, sondern auch für uns Krypto-Investoren. Deshalb gibt es im heutigen Video mal einen Deep Dive zu diesem Thema, damit du wirklich verstehst, was sich hinter dieser Kennziffer verbirgt, worauf du in der Praxis achten solltest und was diese Kennzahl überhaupt aussagt. Und wenn du das alles verstanden hast, dann ist es auch aus meiner Sicht relativ nachvollziehbar, warum langfristig betrachtet höchstwahrscheinlich ein Großteil von diesen ganzen Krypto-Treasury-Unternehmen einfach nur tickende Zeitbomben sind, die schon bald implodieren könnten.
Bevor wir gleich reinstarten, eine ganz kurze Erklärung zu meinem Hintergrund, denn wie du siehst, bin ich hier in einem Schlafzimmer, was einfach daran liegt, dass momentan meine Family zu Besuch ist und ich mich deshalb hier kurz verbarrikadiert habe, um dieses Video aufzunehmen. Also nicht wundern, in den nächsten paar Wochen kann hin und wieder einfach mal so ein Video kommen, wo im Hintergrund, keine Ahnung, was sichtbar ist, ob es das Badezimmer ist oder irgendwie ein Gästezimmer, je nachdem, was sich gerade als Aufnahmeraum anbietet.
Aber ja, lass uns damit auch direkt in das Video reinstarten. Und zwar, wenn du dir das mNAV ein bisschen genauer anschaust, dann musst du relativ schnell feststellen, dass wir da im Kryptomarkt von etwas komplett anderem, oder nicht komplett, aber definitiv etwas anderem sprechen als tatsächlich in der traditionellen Finanzwelt. Und zwar steht mNAV für Modified Net Asset Value, das heißt, wenn du das auf Deutsch übersetzen würdest, der modifizierte Netto-Inventarwert, was sich jetzt zunächst mal super komplex anhört, aber vertrau mir an der Stelle, wir brechen das gleich super einfach runter. Das heißt, du brauchst keine mathematischen Kenntnisse oder sonst was mitbringen und kannst trotzdem problemlos folgen. Dieses mNAV wird berechnet durch die Marktkapitalisierung der Aktie, geteilt durch den Wert der Bitcoins, oder, je nachdem, um was für ein Treasury-Unternehmen es sich handelt, könnte das auch Ether sein, Solana und so weiter und so fort. Jetzt die Marktkapitalisierung wiederum berechnet sich aus dem Aktienkurs mal der Anzahl der Aktien, und der Wert der Bitcoins bzw. der Wert dieser Assets aus dem Assetpreis mal der Anzahl dieser entsprechenden Assets. Das heißt, vereinfacht gesagt, gibt dieser mNAV-Wert quasi an, wie viele Dollar du in eine Aktie investieren müsstest, um nur einen einzigen Dollar an Bitcoin-Exposure über diese Aktie zu bekommen.
So, und wenn du diese Formel ein bisschen verstanden hast, also ich meine, die ist jetzt auch nicht sonderlich komplex, dann spricht natürlich auch nichts dagegen, dass wir mal konkret nachrechnen, ob wir tatsächlich auf die gleichen Werte kommen, die auch in den ganzen Tabellen und so weiter angegeben werden. Also lass uns das mal konkret am Beispiel von Strategy machen. Als ich diese Präsentation vor ein paar Tagen erstellt habe, hatte Strategy noch einen Market Cap von ungefähr 92,9 Milliarden. Der Bitcoin-Preis war damals noch bei ungefähr 113.500, und sie hielten ungefähr 640.000 Bitcoins. Das heißt, wenn du jetzt diese 92,9 Milliarden teilst durch 640.000 Bitcoins mal diesen Preis, dann kommst du ziemlich genau auf ein mNAV von 1,278. Und wenn du das vergleichst mit dem, was tatsächlich in den ganzen Tabellen angegeben ist, dann erkennst du, wir kommen exakt auf den gleichen Wert, der hier angegeben ist. Was wiederum bedeutet, dass Leute Stand heute bzw. Stand vor ein paar Tagen ungefähr 1,28 Dollar ausgeben, um 1 Dollar an Bitcoin-Exposure über Strategy zu bekommen. Was das konkret bedeutet, ob das jetzt gut oder eher schlecht ist, das schauen wir uns gleich noch gemeinsam an.
Aber lass uns zunächst mal anschauen, warum tatsächlich im Kryptomarkt dieses mNAV anders berechnet wird als beispielsweise im traditionellen Finanzmarkt. Denn bei der mathematisch eigentlich korrekten Berechnungsweise werden bei diesem mNAV noch zusätzlich die Verbindlichkeiten, also konkret die Schulden, mit berücksichtigt. Im Kryptomarkt ist das allerdings nicht der Fall, und das hat auch mehrere Gründe, die unglaublich wichtig sind, damit du diesen Wert in der Praxis richtig interpretieren kannst. Der erste Grund ist der, dass die allermeisten Tracking-Webseiten sehr Bitcoin-fokussiert sind und in aller Regel von irgendwelchen Bitcoinern kommen. Und mal ehrlich, was interessiert die Bitcoiner mit Abstand am meisten? Dass, wenn sie ihr Geld schon nicht direkt in Bitcoin packen, sondern beispielsweise in ein Bitcoin-Treasury-Unternehmen, wie viel Exposure an Bitcoin sie dann tatsächlich über dieses Unternehmen bekommen. Und deshalb wird diese Berechnung ein bisschen einfacher gehalten, damit man dieses mNAV quasi als eine Art Bitcoin-Multiplikator benutzen kann.
Dann der zweite Grund ist das Thema Vergleichbarkeit, wobei ich mir da ehrlicherweise nicht so ganz sicher bin, ob das nicht eventuell auch einfach nur eine Ausrede ist. Und zwar ist die wesentliche Überlegung die: Naja, es gibt ja auch unterschiedliche Treasury-Unternehmen, wie beispielsweise welche, die zusätzlich Hebel benutzen, wie Strategy, oder auch Unternehmen wie Tesla, die einfach nur ein bisschen von ihrer Treasury in Bitcoin haben. Und damit man die trotz dieser relativ komplexen Bilanz besser vergleichen kann, nimmt man quasi die Schulden, die Verbindlichkeiten weg und vergleicht einfach nur diese Bitcoin-Bestände anhand dieser Berechnungsmethode. Und noch der dritte Grund, und das muss man einfach offen und ehrlich sagen: dass oftmals, vor allem in der Bitcoin-Welt, viele Dinge einfach deutlich schöner, bullischer und positiver dargestellt werden, als sie dann tatsächlich in der Praxis sind.
Was dir sicher schon in den ganzen News aufgefallen ist, dass da beispielsweise alte News wiederholt werden, dass irgendwelche News komplett übertrieben werden, dass bei irgendwelchen News, wo Bitcoin nur so ein kleiner Teil davon ist, Bitcoin irgendwie ganz groß gemacht wird. Ja, und auch beim mNAV würde ich sagen, geht es in eine ähnliche Richtung, weil, wenn man tatsächlich die Schulden mit berücksichtigt, dann sieht das mNAV bei manchen Unternehmen einfach nicht mehr ganz so attraktiv aus. Denn wenn du beispielsweise bei Strategy die eigentlich mathematisch korrekte Formel anwendest und seine Verbindlichkeiten von ungefähr 8,2 Milliarden mit berücksichtigst, dann kommst du auf ein mNAV von ungefähr 1,43. Was in dem Fall bedeutet, dass Stand heute die Investoren ungefähr 1,34 Dollar ausgeben, um nur einen einzigen Dollar an Bitcoin-Exposure zu bekommen. Was also für Investoren noch mal ein gutes Stück unattraktiver ist.
Bevor wir gleich noch tiefer einsteigen, lass uns zunächst anschauen, was wir sonst noch so aus dieser Formel der mNAV-Berechnung rauslesen können, bevor wir dann zum mit Abstand wichtigsten Part kommen, was denn eigentlich ein guter Wert ist, was ein schlechter Wert ist, was hohe Werte aussagen, was tiefe Werte aussagen und was das konkret für dich in der Praxis bedeutet. Und zwar können wir aus dieser Formel aus meiner Sicht noch zwei weitere Dinge ableiten. Zum einen, dass, je größer ein Krypto-Treasury-Unternehmen tatsächlich wird, es desto schwieriger ist, dieses mNAV zu verändern bzw. zu verbessern oder auch zu verschlechtern. Ich habe ein konkretes Beispiel dazu anhand von Strategy: Stell dir mal vor, dass das Unternehmen Stand heute einfach aus dem Nichts mal 10 Milliarden an neuen Schulden aufnehmen würde. Also, nur damit du dir das vorstellen kannst, das ist mehr als das Doppelte der Schulden, die sie derzeit haben, also eine unfassbar große Summe. Wenn sie das als Schulden aufnehmen würden und damit dann ungefähr, wenn ich es richtig überschlage, 88.000 Bitcoins nachkaufen würden, zu dem Preis, der zumindest vor ein paar Tagen noch aktuell war, dann würdest du damit, sofern tatsächlich die Marktkapitalisierung der Aktie gleich bleibt, was ja in der Praxis fast nie der Fall ist, wenn die tatsächlich so viel nachkaufen, aber gehen wir jetzt mal einfach davon aus, dann würde sich das mNAV nur von 1,28 auf 1,12 ändern. Das heißt, ja, es würde sich leicht verbessern im Sinne von für die Investoren besser, weil sie dann pro Dollar noch mehr Bitcoin-Exposure bekommen. Aber trotz dieser Riesensumme verändert sich dieser Wert eigentlich gar nicht so dramatisch.
Und noch der zweite Punkt, den wir hier ableiten können, und zwar ist das jetzt mehr oder weniger eine These von mir, die sich allerdings mit dieser Formel begründen lässt: dass ich persönlich ganz stark davon ausgehe, dass langfristig gesehen manche Altcoin-Treasury-Unternehmen profitabler bzw. rentabler sein werden als die Bitcoin-Treasury-Unternehmen. Weil sie vor allem diese Anzahl an Assets zusätzlich erhöhen können, was bei Bitcoin-Treasury-Unternehmen einfach nur sehr schwer bzw. nur unter sehr großen Risiken möglich ist. Und zwar kannst du das bei den Ether-Treasury-Unternehmen beispielsweise so sehen, dass sie ihre Ether einfach in Staking packen, dafür jedes Jahr ungefähr 2,9 % mehr Ether bekommen, dafür nahezu nichts machen müssen und kaum Risiken eingehen. Also etwas Sichereres als Staking im Ethereum-Netzwerk gibt es wahrscheinlich nicht. Was bei Bitcoin, ich meine, ja, man könnte darüber streiten, man könnte Bitcoin auch beleihen oder irgendwie Lending betreiben oder sonst was, aber das wäre dann auch wieder zentral, mit zusätzlichen Risiken und so weiter. Also dadurch, dass viele Altcoins im Vergleich zu Bitcoin produktive Assets sind, können sie ihr mNAV einfach so aus dem Nichts noch mal zusätzlich verbessern, indem sie die Anzahl der Assets im Zeitverlauf steigern.
Und auch noch der zweite Punkt, wieder am Beispiel von einem Ether-Treasury-Unternehmen, was sich allerdings in der Art auch eins zu eins mit anderen Altcoin-Treasury-Unternehmen umsetzen lässt, sofern sie die Smart-Contract-Funktionalität haben: dass solche Treasury-Unternehmen nicht nur zwingend auf externes Kapital angewiesen sind, so wie es beispielsweise bei Bitcoin der Fall ist, sondern auch auf internes Kapital zugreifen können, indem sie ihre eigenen Ether, beispielsweise im Bärmarkt, wo es für solche Unternehmen unglaublich schwer ist, an extra Kapital zu kommen, noch mal über Borrowing-Protokolle hebeln können. Das heißt, in Kurzfassung, dass viele, allerdings nicht alle Altcoin-Treasury-Unternehmen sich unter anderem leichter tun, die Anzahl ihrer Assets zu steigern. Allerdings habe ich vorhin auch gesagt, dass vermutlich einige Treasury-Unternehmen besser bzw. profitabler sein werden, weil es natürlich auch gleichzeitig auf den Preis des Assets ankommt, und ich davon ausgehe, dass nicht alle Altcoins im Zeitverlauf tatsächlich besser performen werden als Bitcoin. Von daher denke ich, manche Treasury-Unternehmen haben tatsächlich das Potenzial, vor allem wenn sie auf das richtige Asset setzen. Jetzt allerdings irgendwelche Dogecoin-Treasuries, ja, da tue ich mir relativ schwer, mir vorzustellen, dass die tatsächlich langfristig Bitcoin outperformen werden.
Dann lass uns jetzt mal zum eigentlichen Meat von diesem Video kommen. Lass uns mal anschauen, was denn tatsächlich ein guter mNAV-Wert ist, was ein schlechter Wert ist, und vor allem auch, was hohe und niedrige Werte bedeuten. Und zwar gibt es grundsätzlich drei verschiedene Szenarien, in welche Richtung sich dieses mNAV entwickeln kann: Es gibt das Szenario, dass das mNAV größer als 1 ist, gleich 1 und unter 1. Lass uns zunächst mit dem einfachsten Szenario starten, dass das mNAV exakt 1 entspricht, was viele als eine faire Bewertung sehen, wenn die Marktkapitalisierung exakt dem Wert der Bitcoin-Bestände entspricht. Oder noch mal anders ausgedrückt: dass die Anzahl der Aktien mal den Preis der Aktien exakt gleich hoch ist wie die Anzahl der, in dem Fall, Bitcoin mal den Bitcoin-Preis. Oder noch einfacher ausgedrückt: dass, wenn du einen einzigen Dollar in so eine Aktie investierst, du exakt einen einzigen Dollar an Bitcoin-Exposure bekommst. Es gibt auch mittlerweile zig Vehikel, die genau so konzipiert sind, dass das mNAV exakt 1 entspricht.
Hast du eine Idee, von welchen Vehikeln ich spreche? Ich gebe dir mal noch einen kurzen Moment. Oder ich gebe dir vielleicht noch einen Tipp: Die wurden insbesondere Anfang 2024 so richtig populär. Und ja, richtig geraten, ich rede von den Spot-ETFs, die genau so konzipiert sind, dass, wenn du dort einen einzigen Dollar investierst, im Hintergrund auch 1 Dollar an Bitcoin gekauft wird. Was erklärt, wenn du dir mal die ganzen Tabellen anschaust, dass das Market Cap, also quasi von der Aktie, ziemlich genau gleich hoch ist wie das AUM, das Assets under Management, wo du siehst, ja, es gibt da minimale Abweichungen, aber in aller Regel ist es nahezu 1 zu 1 das Gleiche. Und wenn du das teilst, kommst du exakt auf ein mNAV von 1.
Jetzt zum zweiten Szenario, dass das mNAV größer als 1 ist, was im Prinzip bedeutet, es gibt einen Aufschlag, was auch viele als Prämie bezeichnen, dass die Aktie teurer gehandelt wird als der Wert der Bitcoin-Bestände, also dass die Anzahl der Aktien mal der Preis der Aktien größer ist als der Preis und die Anzahl der Bitcoins, wenn man die multipliziert. Oder noch mal ausgedrückt: dass, wenn du in so eine Aktie 1 Dollar investierst, du weniger als 1 Dollar an Bitcoin-Exposure bekommst. Und wenn du das jetzt hörst, könntest du denken: Häh, warum sollte jemand so dumm sein, tatsächlich in so ein Unternehmen zu investieren, wo du noch mal weniger Bitcoin bekommst als das, was du tatsächlich investierst? Und das hört sich vielleicht ganz zu Beginn relativ kontraintuitiv an, kann allerdings in der Praxis tatsächlich mehrere Gründe haben.
Der erste Grund ist eine potenzielle Hebelwirkung, weil viele Krypto-Treasuries noch mal extra Schulden aufgenommen haben, um noch mehr Assets nachzukaufen. Das heißt, wenn du in so eine Aktie investierst, dann bekommst du zusätzlich noch einen Hebel auf dieses Asset, für den viele Investoren bereit sind, noch mal extra Geld in die Hand zu nehmen, weil ein Hebel in der Praxis nahezu nie umsonst ist. Und das bedeutet natürlich gleichzeitig, dass diese Aktie noch mal volatiler wird, natürlich in beide Richtungen, und dementsprechend, dass man damit potenziell das eigentliche Asset in einem Bullrun noch mal outperformen kann. Wenn wir uns das mal konkret bei Strategy anschauen und uns hier die Verbindlichkeiten bzw. Schulden anschauen, dann erkennst du, dass sie derzeit offene Schulden in Höhe von ungefähr 8,2 Milliarden haben. Das heißt, wenn du in Strategy investierst, bekommst du zusätzlich den Hebel, den sie hier über externes Kapital auf Bitcoin aufgebaut haben. Der zweite Grund, Thema Zugang und Einfachheit, betrifft jetzt weniger die Privatinvestoren, sondern mehr die Institutionen: dass es vielen Institutionen nach wie vor einfach nicht erlaubt ist, direkt in Bitcoin zu investieren. Allerdings, was sie dürfen, ist, in eine Aktie zu investieren. Und da beispielsweise Strategy ein reguliertes Unternehmen ist, können sie Strategy problemlos kaufen und quasi über diese Aktie ebenfalls Exposure zu Bitcoin bekommen.
Denn der dritte Punkt, das Vertrauen in das künftige Management: dass, wenn Stand heute, am Beispiel von Strategy, viele davon ausgehen, dass Strategy auch in der Zukunft weiter aggressiv Bitcoin nachkaufen wird, dann quasi in der Zukunft die Anzahl der Bitcoin pro Aktie deutlich höher ist als beispielsweise Stand heute. Was in der Praxis bedeutet, dass dieses mNAV nicht nur ein reiner Bitcoin-Multiplikator ist, sondern gleichzeitig angibt, wie hoch der Markt Stand heute einschätzt, wie das Unternehmen in der Zukunft Bitcoins nachkaufen wird. Das habe ich jetzt extrem kompliziert erklärt, also im Wesentlichen: dass auch das künftige Nachkaufverhalten des Unternehmens quasi Stand heute mit eingepreist wird. Was by the way auch erklärt, dass Michael Saylor nach wie vor eine Rede nach der anderen über Bitcoin gibt, weil genau das einfach dieses Vertrauen in das Management aufbaut. Das heißt, das macht er nicht nur, um Bitcoin zu schillen, sondern auch zum Selbstzweck, was auch völlig fein ist. Also das ist hier keine Kritik, sondern einfach nur eine Feststellung.
Denn der vierte Punkt, optimistische Zukunftsaussichten, was im Wesentlichen bedeutet: dass, wenn der Markt davon ausgeht, dass beispielsweise der Bitcoin-Preis in den nächsten paar Monaten oder Jahren extrem stark ansteigen wird, dann in der Praxis auch sehr hohe mNAV-Werte möglich sind. Und zwar kannst du das auch hier an diesem Chart in der Praxis erkennen, wieder am Beispiel von Strategy, weil wir da einfach die längste Historie haben. Und zwar siehst du hier in Schwarz dargestellt die Marktkapitalisierung von Strategy und hier in Grün dargestellt die Anzahl der Bitcoin bzw. den Wert der Bitcoin, den sie zu dem Zeitpunkt gehalten haben. Die restlichen Linien kannst du an der Stelle mal ignorieren, da kommen wir später noch drauf zu sprechen. Worauf ich eigentlich hinaus möchte, ist, wann der Abstand zwischen der schwarzen Linie und der grünen Linie besonders hoch ist. Und zwar siehst du beispielsweise hier im letzten Bullrun, dass dort die Marktkapitalisierung von Strategy bei weitem höher war als die Bitcoins, die sie tatsächlich gehalten haben.
Also da war der Markt besonders optimistisch und ist davon ausgegangen, dass Bitcoin noch mal deutlich mehr ansteigt. Und dementsprechend sind hier Leute quasi mit Strategy Bitcoin gefrontrunnt. Das Gleiche auch beispielsweise in diesem Zyklus, hier mit dem Top 2024, wo du erkennst, wie auf einen Schlag die MicroStrategy- bzw. heute Strategy-Aktie noch mal deutlich mehr hochgeschossen ist im Vergleich zu Bitcoin, und danach haben wir hier die Bitcoin-Bestände nachgezogen. Das Gleiche auch hier beim Top im Januar, auch hier wieder die Aktie vorgelaufen, bevor dann hier der Bestand der Bitcoin nach oben ging.
Aber es gibt auch noch weitere Gründe, warum das mNAV tatsächlich deutlich höher als 1 sein kann, die allerdings je nach Treasury und je nachdem, wo das sich befindet und wie das strukturiert ist und so weiter, einfach ein Stück weit anders sein können. Wenn du dir mal beispielsweise den historischen Verlauf vom mNAV von MetaPlanet anschaust, ebenfalls eine relativ große Bitcoin-Treasury, dann wird dir auffallen, dass dieser Wert über einen relativ langen Zeitraum relativ hoch war, was primär auf steuerliche Gründe zurückgeht: dass es in Japan, zumindest für Japaner, deutlich rentabler ist, in Aktien zu investieren als direkt in Bitcoin, aus steuerlichen Gründen, weil sie auf Aktien nur maximal 20 % Kapitalertragssteuer zahlen, allerdings auf Bitcoin, wenn sie direkt investieren, bis zu 55 % Einkommenssteuer zahlen müssen. By the way, wie du vermutlich merkst, ist in dieses Video einiges an Arbeit reingeflossen, weil ich auch so einen Deep Dive zu diesem Thema bisher noch nirgends im Internet gesehen habe. Das heißt, wenn du das bis hierher hilfreich findest, dann gib mir gerne ein Like oder auch Feedback in den Kommentaren, damit ich einfach weiß, okay, die Arbeit hat sich tatsächlich gelohnt, ich kann auch in Zukunft häufiger mal einen Deep Dive zu einem gewissen Thema machen.
Gut, wir kommen jetzt noch zum dritten Szenario, dass das mNAV kleiner als 1 ist, was im Sinne bedeutet, dass es einen Abschlag gibt bzw. viele bezeichnen das auch als Discount, weil die Aktie günstiger gehandelt wird als der Wert der Bitcoin-Bestände. Das heißt, anders ausgedrückt, dass die Anzahl der Aktien mal der Preis der Aktien geringer ist als die Anzahl der Bitcoins oder auch der anderen Assets mal dem Asset-Wert. Oder noch mal anders ausgedrückt: dass, wenn du einen einzigen Dollar in diese Aktie investierst, du mehr als einen Dollar an Bitcoin-Exposure bekommst. Und an der Stelle denkst du jetzt vielleicht wieder: Häh, warum sollte das mNAV jemals unter 1 fallen? Weil das wäre ja eigentlich in der Praxis ein kompletter No-Brainer, so eine Aktie zu kaufen, wenn die noch mehr Wert an Assets hält. Oder nicht? Und auch da gibt es, auch wenn sich das kontraintuitiv anhört, einige Gründe, warum das tatsächlich der Fall sein kann.
Und zwar der erste Grund: eine hohe potenzielle Zinslast. Und das ist auch der Grund, warum ich dir die Formel vorhin so ausführlich erklärt habe, weil das ja eben nicht im mNAV im Kryptomarkt mit berücksichtigt ist, weil wir da die Verbindlichkeiten komplett rauslassen. Was konkret in der Praxis bedeutet: dass, wenn beispielsweise ein Unternehmen relativ hohe Schulden hat und die jetzt in den nächsten paar Wochen bis Monaten anfallen, das Unternehmen allerdings kein Geld hat, um diese Schulden zu tilgen, dann könnte das erstens bedeuten, dass sie in der Zukunft deutlich weniger Bitcoin nachkaufen, oder zweitens Bitcoin verkaufen müssen, um diese Schulden tilgen zu können. Wenn wir da mal konkret bei Strategy reinschauen, hier bei den Schulden, dann erkennst du, dass diese 8,2 Milliarden Schulden nicht an einem einzigen Tag fällig werden, sondern hier unter der Maturity, also der Fälligkeit, die ersten Schulden in Höhe von, ich glaube, ungefähr einem Jahr im Jahr 2028 anfallen, danach 2029, 30, 31, 32. Also ich würde mal sagen, relativ raffiniert aufgebaut von Strategy, weshalb ich persönlich auch nicht davon ausgehe, dass Strategy im nächsten Bärmarkt kollabieren wird. Allerdings langfristig gesehen, da kommen wir später noch drauf zu sprechen, kommt noch ein anderer Punkt dazu, der da eventuell dafür sprechen könnte.
Denn der zweite Grund, warum das mNAV unter 1 sinken kann: wenn es Zweifel am Management gibt, wenn beispielsweise die Strategie von einem Tag auf den nächsten geändert wird und das langfristig eher negativ eingestuft wird. Hier ein Paradebeispiel dazu aus der Praxis, und zwar die Bitcoin-Treasury namens Nakamoto, derzeit die 18.-größte Bitcoin-Treasury mit ungefähr 6.000 Bitcoin, die zu Beginn erst mal um mehrere tausend Prozent angestiegen ist, allerdings dann in den letzten paar Wochen bis Monaten einfach mal um satte 97 Prozent gefallen ist, also nahezu ein Komplettverlust, ein Totalverlust für die Leute, die hier eingekauft haben. Warum? Weil es eben sehr große Zweifel am Management gibt.
Denn der dritte Grund, quasi das Pendant zu dem, was wir vorhin schon besprochen haben: pessimistische Zukunftsaussichten. Dass, wenn der Großteil vom Markt davon ausgeht, oh je, jetzt geht es in den Bärmarkt, Bitcoin geht nur noch tiefer und tiefer und tiefer, auch dann kann das mNAV unter 1 fallen, vor allem bei den Krypto-Treasuries, die noch mal gehebelt im Markt investiert sind. Auch hierzu wieder ein Beispiel aus der Praxis anhand von Strategy, wo du hier in Schwarz die Marktkapitalisierung siehst und hier in Grün den Wert der Bitcoin. Wo wir uns vorhin schon angeschaut haben, was in einem Bullrun passiert, wenn die Leute positiv bzw. optimistisch sind, dass dann die Aktie deutlich teurer gehandelt wird als der Wert der Bitcoin. Und jetzt in dem Bärmarkt: Oh, da haben wir im letzten Bärmarkt das exakte Gegenteil gesehen, dass hier beispielsweise die Aktie deutlich günstiger gehandelt wurde als tatsächlich der Wert der Bitcoin. Was gleichzeitig, rückblickend betrachtet, bedeutet: Boah, das hier waren die Einkaufschancen, weil du für einen einzigen Dollar in der Aktie noch mal deutlich mehr Dollar an Bitcoin bekommen hast. Allerdings war damals natürlich auch nicht klar, oh je, wird Strategy kollabieren oder müssen die verkaufen und so weiter, und das erklärt auch, warum hier das mNAV quasi unter dem Wert von 1 war.
Aber auch bei diesem Szenario gibt es noch weitere Gründe, warum das mNAV tatsächlich unter 1 fallen kann, die je nach Krypto-Treasury einfach unterschiedlich sind. Auch dazu ein Paradebeispiel aus der Praxis, und zwar dieses Mal anhand von den Ether-Treasury-Unternehmen, wo du hier erkennst, dass derzeit auf Platz Nummer 3 die Ether Machine ist, mit derzeit einem mNAV von nur 0,07. Also lass dir das mal auf der Zunge zergehen, dass sie derzeit Ether im Wert von 2 Milliarden halten, allerdings die Aktie für unter 200 Millionen gehandelt wird. Wo man auf den ersten Blick denken könnte: absoluter No-Brainer, Vollgas, all in, hier noch gehebelt in diese Aktie investieren. Ja, kann aufgehen, kann allerdings auch nicht aufgehen, und zwar ist es bei der Aktie so, dass die an die Börse gehen wollen, mit einer Fusion mit Dynamics, also quasi einem anderen Unternehmen, und dieser Antrag muss erst noch von der SEC genehmigt werden. Und was ist, wenn man da investiert, der Antrag allerdings einfach abgelehnt wird? Puh, da kann man dann ziemlich in den sauren Apfel beißen.
Gut, jetzt, da du verstehst, was sich tatsächlich hinter diesem mNAV verbirgt und vor allem auch, was hohe bzw. tiefe Werte aussagen, lass uns mal die Frage klären, was jetzt eigentlich gute oder schlechte mNAV-Werte sind. Und zwar stellst du relativ schnell fest, dass es im Wesentlichen eine Frage der Perspektive ist. Ein mNAV-Wert von über 1, also wenn quasi die Aktie teurer gehandelt wird als der Wert der entsprechenden Assets, ist grundsätzlich, vereinfacht gesagt, gut für die Treasury-Unternehmen, allerdings eher schlecht für die Investoren. Jetzt machen wir es in der Praxis so, dass man vereinfacht sagen kann: Je höher dieses mNAV ist, desto besser für das jeweilige Unternehmen. Das liegt einfach daran, dass sich diese Unternehmen dann extrem leichttun, noch mal mehr Kapital aufzunehmen, weil sie in so einem Moment noch mal mehr eigene Aktien rausgeben können und quasi so eine Art Arbitrage nutzen können, dass sie Aktien rausgeben, die deutlich höher gehandelt werden als diese Assets, die sie damit dann nachkaufen.
Das heißt, damit können sie ihre eigene Exposure im jeweiligen Asset noch mal deutlich steigern. Was natürlich gleichzeitig bedeutet, kurzfristig betrachtet, für die derzeitigen Investoren: Uh, ja, die Aktien werden eher verwässert, das heißt kurzfristig betrachtet eher nicht so gut für die Investoren, kann sich allerdings langfristig wieder positiv auswirken. Das heißt, wenn du solche News hier auf Twitter liest oder auch beispielsweise in meinem Newsletter und selbst in Strategy investiert bist, dann überlege am besten: Wo genau kommt denn dieses Kapital tatsächlich her? Weil Strategy als Unternehmen jetzt nicht unbedingt so rentabel ist, sagen wir es mal so. Und wenn da dann nicht irgendwie mehr Informationen stehen zur Herausgabe von Wandelanleihen oder irgendwie Fremdkapital, dann liegt das in neun von zehn Fällen höchstwahrscheinlich daran, dass sie ihre eigene Aktie einfach noch mal mehr verwässert haben.
Jetzt aus Investorensicht kann man dagegen das Gegenteil behaupten: dass, je höher dieser mNAV-Wert tatsächlich ist, desto potenziell schlechter bzw. unattraktiver, was auch völlig logisch ist, wenn du dieses Verhältnis verstanden hast, weil du dann pro Dollar, den du in diese Aktie investierst, deutlich weniger als einen Dollar an Bitcoin-Exposure bekommst. Was in manchen Fällen, sehr selten, gerechtfertigt sein kann, dadurch, dass beispielsweise ein Unternehmen einfach einen sehr hohen Hebel auf Bitcoin hat und dann die Aktie auch deutlich volatiler ist. Ja, aber wenn der mNAV-Wert bei Werten von über 100, über 50, über 10 oder in solchen Größenordnungen ist, ja, das sollte man sich dann zwei oder drei Mal überlegen, ob das langfristig gesehen tatsächlich so ein tolles Investment ist.
Das gesagt, und das ist jetzt ein ganz wichtiger Punkt: Wenn du ein Krypto-Investor bist, allerdings nicht in diese Krypto-Treasury-Unternehmen investiert bist, dann willst du hohe mNAV-Werte sehen, weil das ein bisschen bedeutet: Hey, die ganzen Unternehmen haben es ziemlich leicht, noch mal mehr Kapital aufzunehmen und noch mal mehr unsere Bags zu pumpen. Das heißt, wenn du nicht in diese Unternehmen investiert bist, dann willst du möglichst hohe Werte sehen, weil du dann weißt: Hey, die Zukunftsaussichten, gerade was die Nachkäufe von solchen Unternehmen angeht, die sehen ziemlich rosig aus.
Jetzt beim gegenteiligen Szenario, wenn das mNAV tatsächlich unter einem Wert von 1 ist, das heißt, die Aktie günstiger gehandelt wird als der Wert der entsprechenden Assets, kann man vereinfacht sagen: Das ist schlecht für die ganzen Treasury-Unternehmen, allerdings gut für die Investoren. Und zwar ist es deshalb schlecht für diese Krypto-Treasury-Unternehmen, weil sie sich dann extrem schwertun, noch mal mehr Kapital aufzunehmen, weil es für sie einfach rentabler ist, mit zusätzlichem Cash die eigene Aktie nachzukaufen, anstatt tatsächlich noch mal mehr in diese Assets zu stecken. Oder sogar im Worst Case, dass sie ihre Assets verkaufen, um damit ihre eigene Aktie zurückzukaufen. Das heißt wiederum in der Praxis: Wenn du solche News hier auf Twitter liest oder beispielsweise in meinem Newsletter, dass es sogenannte Buyback-Programme gibt, dass die Krypto-Treasury-Unternehmen nicht in die Assets investieren, sondern in die eigene Aktie, dann ist das alles andere als bullish, weil das im Wesentlichen auch sagt: Uh, das mNAV ist wohl schon unter 1 gefallen.
Aus der Sicht der Investoren gilt dagegen meistens, allerdings nicht immer, das Gegenteil: dass, je geringer dieser mNAV-Wert tatsächlich ist, desto attraktiver eine Aktie wird, weil du dann quasi für einen Dollar, den du in die Aktie investierst, noch mal mehr Dollar an Bitcoin-Exposure oder auch an Exposure in anderen Assets bekommen kannst. Und das können dir auch alle bestätigen, die tatsächlich hier im letzten Bärmarkt den Mut bzw. die Eier hatten, in diesen Momenten Strategy nachzukaufen, wo du für einen Dollar in der Aktie noch mal deutlich mehr Dollar an Bitcoin bekommen hast, bevor dann hier das Blatt sich gewendet hat und die Aktie einfach deutlich teurer gehandelt wird im Vergleich zu den Bitcoin-Beständen.
Gut, und wenn du das jetzt bis hierher verstanden hast, dann könnte der Eindruck entstehen, dass es eigentlich in einem Bärmarkt ein absoluter No-Brainer ist, statt die eigentlichen Assets wie Bitcoin, Ether oder sonst was zu kaufen, am besten einfach alles in diese Krypto-Treasury-Unternehmen zu packen, wo das mNAV möglichst gering ist, also wo man für einen Dollar möglichst viel Exposure in den entsprechenden Assets bekommt. Das vernachlässigt in der Praxis allerdings noch ein Risiko, was wir bisher noch überhaupt gar nicht angesprochen haben, was ich persönlich das Big-Treasury-Gefängnis nenne und das im Wesentlichen erklärt, warum viele, vor allem große Krypto-Treasuries, langfristig gesehen eine tickende Zeitbombe sein könnten, die uns irgendwann mal um die Ohren fliegen. Und zwar ist die Grundüberlegung dahinter eigentlich relativ simpel, trotz der Tatsache, dass dieses Risiko fast nie irgendwo erwähnt und irgendwie komplett verschwiegen wird.
Und zwar, wenn wir uns jetzt mal wieder beispielsweise große Krypto-Treasuries anschauen wie Strategy, die derzeit ungefähr drei Prozent von allen Bitcoins halten, dann halten die derzeit eine Anzahl an Bitcoins, deren Wert so hoch ist, dass, wenn sie die verkaufen würden, das massive Auswirkungen auf die Preise hätte, also Stichwort Price Impact, was ja bisher eigentlich noch nichts Neues ist. Wenn du das jetzt allerdings mal ein bisschen weiterdenkst, über die nächsten paar Jahre bis Jahrzehnte, dass Strategy so weitermacht und irgendwann vier Prozent aller Bitcoins hält, fünf Prozent, sechs Prozent und so weiter und so fort, dann heißt das ja in der Praxis quasi, dass solche großen Krypto-Treasuries nahezu verdammt sind, ihre Assets auf ewig zu halten. Weil wenn die nur einen einzigen Bitcoin irgendwann mal verkaufen, während sie mehrere hundert Milliarden an Bitcoin halten, naja, dann würde der Großteil vom Markt wahrscheinlich einpreisen: Oh Gott, die fangen gerade erst an, die werden noch viel mehr verkaufen. Dann fällt der Krypto-Preis, was passiert mit der Aktie? Die fällt ebenfalls. Wenn die Aktie stark fällt: Oh Gott, jetzt wird Strategy implodieren, also was passiert mit dem Bitcoin-Preis? Noch mal mehr, die Aktie fällt noch mehr und so weiter und so fort.
Das heißt, was sich da in der Praxis, vor allem bei den sehr großen Krypto-Treasuries, relativ schnell entwickeln kann, ist genau das, was du bereits im Thumbnail gesehen hast: eine Art Todesspirale. Dass, wenn die mal anfangen, auch nur ein einziges Asset bei einer gewissen Größe zu verkaufen, dann der Asset-Wert stark fällt, dann die Aktie noch mehr, und wenn die Aktie stark fällt, fällt noch mal der Asset-Preis mehr, dann noch mal mehr und mehr und mehr und mehr, bis dann irgendwann mal Bitcoin, also nicht nur Bitcoin, sondern auch die anderen Assets, einfach sehr stark gefallen sind. Aber wichtig an der Stelle: Dieses Risiko, was ich persönlich als das Big-Treasury-Gefängnis bezeichne, bedeutet nicht, dass uns Strategy in den nächsten ein bis zwei Jahren um die Ohren fliegt und komplett implodieren wird. Das ist nicht mein Base Case, das glaube ich persönlich beispielsweise nicht. Allerdings sollte sich trotzdem jeder Krypto-Investor einfach im Klaren sein, dass, je größer solche einzelnen Krypto-Treasury-Unternehmen werden, gleichzeitig desto größer auch das Risiko für den Preis des dahinterliegenden Assets ist, und natürlich auch gleichzeitig, dass dieses Risiko auch mNAV-Werte von weit unter 1 rechtfertigen kann.
Gut, bevor wir jetzt gleich zu den Takeaways kommen, lass uns zunächst mal dieses Video noch mal ganz kurz gedanklich Revue passieren, weil wir ja doch einiges an Content, an Inhalt besprochen haben. Und zwar haben wir uns ganz zu Beginn angeschaut, was denn dieses mNAV überhaupt ist und wie das berechnet wird. Danach haben wir uns angeschaut, was man aus dieser Formel noch herleiten kann. Dann auch, was mNAV-Werte von über 1, gleich 1 und unter 1 bedeuten und was gut bzw. schlecht für die Unternehmen ist, genauso wie für die Investoren. Wenn du da noch irgendwelche Verständnisprobleme hast, würde ich dir ganz dringend empfehlen, diesen Teil bis hierher noch mal anzuschauen, weil das absolut fundamental wichtig ist für jeden einzelnen Kryptoinvestor. Da bin ich felsenfest von überzeugt.
Wenn ich jetzt die drei wichtigsten Punkte aus diesem Video für die Praxis zusammenfassen müsste, dann wäre es erstens: Sofern du selbst in irgendeine Art von Krypto-Treasury investiert bist, dann habe auf jeden Fall dieses mNAV im Auge, vor allem bei den größeren Treasuries. Wenn du beispielsweise bei Strategy siehst, hey, die haben derzeit ein mNAV von über zwei, rein historisch betrachtet etwas, was sie nur eine sehr kurze Zeit halten können, dann könnte es aus dieser Perspektive sinnvoll sein, dass man in so einem Moment diese Aktien verkauft und stattdessen einfach direkt in Bitcoin investiert, weil es in aller Regel nur eine Frage der Zeit ist, bis sich dieses mNAV wieder bei einem tieferen Wert einpendelt.
Denn der zweitwichtigste Punkt, auch wieder aus der Perspektive von einem Investor, der in diese Krypto-Treasuries investiert: dass mNAV-Werte von unter 1, also wenn du für einen Dollar in die Aktie mehr Dollar an Assets bekommst, kein No-Brainer-Investment sind, weil du bei jeder einzelnen Krypto-Treasury noch mal mehr Risiken eingehst, als wenn du tatsächlich dieses Asset an sich hältst.
Und noch der drittwichtigste Punkt, der betrifft jetzt alle Krypto-Investoren, also nicht nur die Leute, die tatsächlich in diese Treasuries investieren: dass, wenn du auf die Fortsetzung von einem Bullrun hoffst, dann möchtest du möglichst hohe mNAV-Werte sehen, weil du dann weißt, hey, diese Unternehmen haben es momentan so leicht, mehr Aktien rauszugeben, noch mal mehr Bitcoin nachzukaufen und damit deine Bags nach oben zu pushen. Das heißt, was du definitiv nicht sehen möchtest, und genau deshalb habe ich das auch in den letzten paar Newslettern schon so häufig erwähnt, ist genau diese Tendenz, die wir derzeit sehen, dass mittlerweile schon ungefähr 25 % aller Bitcoin-Treasuries einen mNAV-Wert von unter 1 haben. Was wiederum bedeutet, die haben es momentan extrem schwer mit der Aufnahme von extra Kapital. Das heißt, sich derzeit auf diese Krypto-Treasury-Unternehmen zu verlassen, dass die noch irgendwie in diesem Bullrun massiv die Preise nach oben schieben, gerade bei Bitcoin, eher schwierig. Bis zum nächsten Mal.
Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.
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In diesem Deep Dive zu den Krypto Treasury Unternehmen lernst du über den mNAV, dessen Bedeutung sowie dem größten derzeitigen Risiko im Kryptomarkt.
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Timestamps:
0:00 Einleitung
1:45 mNAV erklärt
10:16 3 Szenarien
10:39 mNAV gleich 1
11:57 mNAV größer 1
17:27 mNAV kleiner 1
22:22 mNAV Interpretation
26:58 Big Treasury Gefängnis
30:02 Key Takeaways
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