Zum Inhalt springen
Kevin Söll

Lass mal reden... El Salvador & Bitcoin 😳

Video: Lass mal reden... El Salvador & Bitcoin 😳Lass mal reden... El Salvador & Bitcoin 😳 auf YouTube abspielen
Audio-Version
0:0019:56
Transkript anzeigenTranskript ausblenden

Transkript

Hi Leute, Kevin hier. Heute mal ein Video in einem etwas anderen Format, denn ich habe mehrfach in den Kommentaren gelesen, dass ihr euch mehr wünscht über El Salvador. Also habe ich mir gedacht, naja, warum das Ganze nicht einfach verbinden, dass ich so einerseits, sag mal, einfach mal so ein bisschen erzähle, wie das Leben hier so ist in El Salvador, und andererseits auch so meine persönlichen Erfahrungen mit Bitcoin hier vor. Also, und, oh, by the way, ich habe dir auch unten Timestamps hinzugefügt, das heißt, du kannst auch direkt zu dem Teil springen, wo es nur über Bitcoin geht, falls dich das primär interessiert.

Okay, let's talk El Salvador. Ich glaube, wenn ich meine Erfahrungen hier in drei Worten beschreiben müsste, dann wäre es erstens gefährlich, zweitens herzlich und drittens früh. Jetzt, was mache ich damit? Lass uns mal ganz vorne starten mit gefährlich. Ich weiß jetzt nicht, wie lange du schon bei meinem Kanal mit dabei bist, für diejenigen, die schon länger mit dabei sind, die wissen, dass El Salvador hier die mit Abstand höchste Mordrate weltweit hat. Das heißt, das Ding des Sichtpunkts ist El Salvador tatsächlich das gefährlichste Land der Welt.

Ich persönlich lebe hier in so einer Art, ich würde mal sagen, so einer Art Reichenviertel, also zumindest eher die vom, ich sage mal, die wohlhabenden Menschen, die wohnen hier, wohnen auch in einer gated community. Das Ganze ist so in etwa wie so eine Art, sag mal, eine Festung innerhalb von der Stadt. Und bei diesen Festungen gibt es da ganz, ganz, ganz, ganz viele in der Stadt. Also ich würde mal sagen, boah, was weiß ich, 400, 500 oder so. Also das ist ganz normal.

Es gibt es auch bei der Weile nicht nur in El Salvador, sondern ich würde mal sagen, in fast ganz zentralen Südamerika. Weil das Leben hier einfach tendenziell ein bisschen gefährlicher ist, sagt man dann eben ein bisschen mehr, ich sage mal, Miete on top für dein Haus. Und darüber ist es eben quasi komplett, wenn ich sage noch Zäun, weil es ist kein Zaun, es ist mehr eine Mauer. Es ist also so ein Mauer, denn so eine eigene Festung. Und allein wenn ich hier mal raus schaue aus dem Fenster, also die Mauer ist nicht nur so ein Mäuerchen, sondern es ist wirklich so 5, 6 Meter hoch mit Stacheldraht, teilweise auch Stromleitungen und so weiter.

Es ist natürlich auch eine gated community, das heißt natürlich ein Gate, da sind irgendwelche Wachen da, die haben natürlich eine kugelsichere Weste an. Jeder von denen hat eine Shotgun im Hals, ich habe immer noch nicht verstanden, warum hier jeder mit einer Shotgun rumläuft, ganz ehrlich. Ich habe noch keine einzige Pistole hier gesehen, weil jeder mit einer Shotgun rumläuft, das ist total komisch, oder nicht? Aber ja, anyway, ich lache drüber, aber eigentlich, ja. Erst letztes Wochenende war ich in einem neuen Supermarkt, also das finde ich so schräg.

Also es ist hier ganz normal, dass wenn man in den Supermarkt geht, beispielsweise, dann steht da so links und rechts jeweils eine Wache mit einer Shotgun. Aber in dem Supermarkt war es sogar so, dass im Supermarkt drin Leute patrouilliert sind mit einer Shotgun. Und ich dachte mir, what? Also, das ist so strange. Also, ich kann mich auch noch daran erinnern, ich wollte so mit dem Einkaufswagen um die Ecke und da steht auf einmal jemand mit einer Shotgun. Das war echt strange.

Oh man, das siehst du schon, wenn ich so lachen muss, dass es mir so, damit das Thema mehr unangenehm ist und dann ziehe ich so ein Grinsen auf, weil es mir, ja, whatever, du weißt, was ich meine. Also, das Thema Kriminalität hier ist definitiv unangenehm. Allein, wenn du dir beispielsweise mal die Risk Map von San Salvador anschaust, also von der Hauptstadt von El Salvador. Also, ich würde mal sagen, so schätzungsweise 15% von der kompletten Stadt gelten als relativ sicher. Nicht mehr sicher, sondern nur relativ sicher.

Und ich wohne natürlich in dem grünen Bereich da. Aber trotzdem, beispielsweise, wenn ich hier zum Supermarkt laufe, das ist so ungefähr 15 Minuten entfernt, da laufe ich über so eine Brücke und ich versuche es einfach, ich versuche es immer irgendwie, die Brücke zu vermeiden, weil die Brücke dafür bekannt ist, dass da irgendwelche Leute überwandern. Weil da drunter sind so, ich weiß nicht, ob man sagen kann Slums, aber es ist so Hütten mit so Weltblech drüber, mit so Container und so weiter.

Also, so ähnlich wie ein Schiffscontainer, nur ein bisschen kleiner. Ja, und die, ich sag mal, ärmeren Leute, die halt da unten in diesem Flussbett entlang wohnen, ja, die sind eben dafür bekannt, dass sie ab und zu die Brücke hochgehen und dann schauen, wer da gerade so rumläuft. Anyway, komplett vom Fahnen abgekommen. Ich glaube, eine Sache, die mich ja auch so ein bisschen verwundert hat, war, wie verdammt organisiert die ganzen Gangs hier sind. Und zwar, also Thema Kriminalität ist für mich persönlich jetzt, zumindest seit den letzten zwei, drei Jahren, nichts Fremdes mehr.

Aber ich habe ja trotzdem verblüfft, wie organisiert das ist. Weil beispielsweise hier mit den ganzen Gangs hier ist es beispielsweise so, manche Viertel werden primär beispielsweise von einer Gang kontrolliert oder teilweise auch von zwei, drei, vier Gangs. Und die haben alle so, ich sag mal, unterschiedliche, versteckte Zeichen, dass die wissen, wer ist ein Gangmitglied und wer ist ein Fremder. Also beispielsweise auf der Straße, da läuft man nur auf der linken Seite, weil wenn man rechts läuft, dann weiß man nicht, dass die Regel ist, nur links zu laufen und ist dementsprechend fremder.

Oder da gibt es irgendwie einen Phonecar und du stehst dann direkt auf der Beobachtungsliste, also so in etwa. Oder beispielsweise, wenn du in irgendwelche Stadtteile reinfährst, dass du beispielsweise alle Fenster runterlässt oder dass du selbst nachts dein Licht ausmachst und im Dunkeln quasi da reinfährst. Oder dass du beispielsweise das Fenster runterlässt und einen Arm raushängen lässt. Oder beispielsweise, dass du im Bus nicht in die zweite, vierte und sechste Reihe sitzt, sondern nur in die ungeraden Zahlen. Also oder nur links und nicht rechts.

Also da hat jeder so seine eigenen, ich sag mal, Zeichen. Und wenn du hier halt neu bist und du hast keinen Plan von den Zeichen, also willst du wirklich nicht einfach mal so rumlaufen und die Gegner können. Ja, du weißt einfach nie, oh shit, tue ich gerade irgendwie was, was allen Leuten irgendwie mitteilt, dass ich hier ein Fremder bin. Also ich meine, ich persönlich habe noch so zumindest so ein bisschen das Glück, dass ich mit ein bisschen Auge zusammendrücken könnte ich hier als Einheimischer durchgeben, so vom Optischen her.

Ah, halt irgendwelche anderen Touris mit blonten Haaren oder ganz weißer Haut oder rote Haare oder sonst was. Also, boah, da würde ich hier nicht gerne rumlaufen, ehrlich. Das Ding ist halt auch, wenn dir dann mal tatsächlich was passiert, also beispielsweise du wirst jetzt überfallen oder keine Ahnung, was auch immer dir passieren mag, was machst du denn? Du bist einfach so komplett hilflos, weil du sie jetzt irgendwie die Polizei anrufen, wo du sowieso weißt, ja, die Polizei ist geruckt, die Polizei wird irgendwie bezahlt von den Gangs, du kannst sowieso nichts machen.

Also, ja, so das Einzige, was du so wirklich machen kannst, ist einfach schauen, dass dir nichts passiert und dann vielleicht im Notfall auch dich selbst zu verteidigen, zumindest dann, wenn die zumindest keine Schusswaffen haben. Also, beispielsweise, macht schon Sinn, warum ich mir mal sowas hier zugelegt habe und mit dem auf dem Nachttisch schlafe. Ja, mit Kriminalität ist ja nicht zu sparen, ist schon ein Ding. Also, an der Stelle vielleicht auch mal so einen Moment nehmen und einfach mal dankbar zu sein, oder?

Wie verdammt gut es uns geht, dass wir in Deutschland aufgewachsen sind, oder zumindest ich, in deutschen Reisepassaden, wir können überall hingehen. Also, ich kann mich in keine wirklich unsichere Situation erinnern in Deutschland. Also, es ist schon krass, oder? Das ist ein Großteil der Welt, es ist einfach kein Standard und für uns, die dort aufgewachsen sind, es ist einfach so, ja, klar, ist sicher. Also, ich meine, bevor ich Deutschland nicht, bevor ich nicht ausgewandert bin, war bei mir Sicherheits nie ein Faktor, wo ich hinreise.

Ich dachte mir nur, ja, keine Ahnung, ich gehe in das Land, ich gehe in das Land, ich gehe in das Land. Und dann das erste Mal, als ich beispielsweise in Ägypten war, da habe ich gelernt, holy shit. Also, ich glaube, Stand heute, ich würde mich nicht trauen, nochmal zurückzugehen. Also, ganz ehrlich, es ist eine ganz andere Welt. Also, allgemein, okay, es gibt auch große Unterschiede zu, ich sag mal, Afrika und Kultur und Kultur hier. Kultur hier ist schon deutlich wärmer, aber, ja, Thema Grionalität und Sicherheit ist wirklich ein Riesending.

Okay, lass uns aber nicht nur vom Schlechten reden, weil es gibt ja auch definitiv ganz viele positive Sachen. Und zwar, der zweite Punkt war ja, als ich gesagt habe, es ist herzlich, und zwar, boah, du machst dir keinen Begriff, wie herzlich die Menschen hier teilweise sind. Die sind so freundlich, insbesondere dann, wenn du irgendwie auch noch so ein Stück weit Interesse zeigst und denen ihre Kultur oder Geschichte oder sonst was, boah, dann blühen die auf und die wollen dir, Also, allein mein Airbnb-Host, wie oft der mich schon zum Bier eingeladen hat oder irgendwie hier Geschichten mit mir erzählt hat und mich hier eingeladen hat und bla, bla, bla.

Also, so herzliche Menschen. Ich glaube, auch ein Vorteil für mich persönlich ist hier vor Ort, dass ich irgendwie das Spanisch hier deutlich besser verstehe, als es beispielsweise in Mexiko und auch so ein Stück weit besser als in Ecuador. Also, Mexiko, da, pff, die explodieren und hören gar nicht auf und reden, das ist so schnell. Es tut mir so schwer, auch beispielsweise meine Freundin zu verstehen, wenn sie einfach im Flow drin ist und so ultra schnell redet. Aber jetzt beispielsweise hier habe ich irgendwie das Gefühl, die Leute sind irgendwie so ruhiger, die haben fast keinen Akzent.

Also, ich verstehe eigentlich, also, wir gehen jetzt irgendwie in ganz politische Themen rein oder sowas, aber ich würde mal sagen, ich verstehe einen Großteil davon, wenn die im Spanisch reden. Auch, auch wenn die untereinander reden, jetzt nicht nur mit mir auf extra slow oder sonst was. Anyway, zurück, dass die sehr nett sind. Ich würde auch mal sagen, die ganzen Leute hier haben grundsätzlich ein viel einfacheres und schlichteres Leben. Also, zumindest im Vergleich zu Deutschland, tausendmal schlichter. Trotzdem würde ich mal behaupten, so im Durchschnitt, jeder Mensch, der hier wohnt, ist wahrscheinlich, lass mich lügen, hundertfach glücklicher als der Durchschnitt in Deutschland.

Also, okay, das könnte ich wahrscheinlich über fast jedes Land sagen, wo ich bisher war. Es ist irgendwie traurig, aber es ist wirklich so. Irgendwie das Gefühl in Deutschland, da haben wir so einen starken gesellschaftlichen Druck und man muss das haben. Und wenn man nicht das Auto fährt und wenn man nicht Schuhe von der Marke hat und aber mit 30 muss man heiratet sein und bis dahin brauchen wir Kinder und all diese Regeln. Und ich habe irgendwie das Gefühl, in solchen Ländern und nicht hier, ist es einfach so, ja, da macht man das, wie es kommt.

Man lädt so mehr in den Tag rein, sage ich mal. Es ist weniger geplant. Aber die sind so mehr neben hier und jetzt und genießen das Leben so viel mehr. Auch beispielsweise nicht mein persönliches Glücksgefühl neben. Also, das hat sich verwirrwacht, seitdem ich aus Deutschland aus bin. Also, warte jetzt hier. Ich verstehe keinen Begriff, wie frei es mich fühlen lässt und wie... Also, ganz anders. Auch beispielsweise, dass ich jetzt so einen YouTube-Kanal mache. In Deutschland hätte ich das never ever gestartet.

Also, ganz ehrlich, in Deutschland wäre es mir noch so unangenehm gewesen, wenn ich wüsste, Oh Gott, meine Family schaut das vielleicht oder irgendwelche Bekannte werden mich dann sehen. Oh Gott, was werden denn die denken und bla bla bla. Und mittlerweile ist es mir so... Ja, also an der Stelle. Und alle Typen, das ist mir herzliche Grüße nach Hause. Ja, also von daher ganz, ganz, ganz herzlichen Menschen hier. Ganz freundlich. Ganz offen. Insbesondere dann, wenn du interessiert bist. Also, eine ganz, ganz warme Kultur.

Also, allgemein so Zentral- und Südamerika von dem, was ich bisher kennengelernt habe. Boah. Alle Family. Und auch wenn du ein Fremder bist, sofern du irgendwie mit irgendjemandem befreundet bist, bist du sofort Family. Also, es ist... Also, ja, sowas kannte ich davor noch gar nicht, bevor ich nicht Deutschland verlassen habe. Ich persönlich würde auch ultra gerne mal hier in die Region gehen, wo die Leute, ich sag mal, noch deutlich ärmer sind als hier in der Großstadt. Also, nochmal, wir reden hier von der Hauptstadt.

Da ist so die Hälfte aller Menschen von El Salvador lebt hier. Also, jeden, den du hier siehst, der ist schon mal wahrscheinlich drei-, vierfach reicher. Immer noch arm, aber reicher als alle Leute, die so im Land wohnen. Und ich würde auch mal ultra gerne zu denen hier gehen, aber ganz ehrlich, ich traue mich nicht so wirklich. Weil ich habe irgendwie das Gefühl, dass sollte mir tatsächlich mal irgendwas passieren, also beispielsweise, dass ich überfallen werde oder irgendwie gekidnappt werde oder irgendwie sowas.

Ah, dann habe ich Schiss davor, dass es bei mir immer selbst irgendwie so eine Blockade auslöst, dass ich in Zukunft nicht mehr in solche Arte gehen werde. Also, die tendenziell als gefährlich gelten und das ist mir persönlich extrem wichtig, weil ich persönlich das Gefühl habe, aus den Arten, die, ich sag mal, außerhalb meiner Komfortzone sind, da nehme ich so viel mehr mit, als aus den Arten, die, ja, wo du gepempert wirst. Also, jetzt beispielsweise in Australien oder Neuseeland, das ist alles so pamper, da kann nichts passieren, du kannst überall rumlaufen, das ist alles so ein Stück weit zu sicher.

Also, nee, war auch eine coole Erfahrung, aber, ja, ich weiß, ich weiß nicht, ein bisschen verplappert, ne? Okay, dritter Punkt, grün. Ich habe das noch nie zuvor gesehen in irgendeiner Stadt, vielleicht so ansatzweise in Neuseeland, aber wie viele Grüntöne du hier in der größten Stadt von El Salvador siehst, das ist brutal. Weil, wenn ich hier raus schaue, es ist Palmen, Bäume, was weiß ich, Bananen hier und keine Ahnung was. Nur grün, die komplette Stadt ist grün, es ist alles so schön und alles so, man hat nicht so wirklich das Gefühl, dass man hier in der Großstadt ist.

Also, zumindest, wenn ich das jetzt mal vergleiche mit, keine Ahnung, Sydney oder sowas. Also, ja, hier ist wirklich so, ich habe ein bisschen das Gefühl, das liegt hier an dem ganzen Vulkan, also es ist aber los, ja, wirklich ultra mini, ich habe nicht mehr die genaue Zahl im Kopf, ich muss sagen, so 17 Mal, glaube ich, kleiner als Deutschland, geografisch, aber hat 23 aktive Vulkane. Ich habe irgendwie so ein bisschen das Gefühl, dass die ganze Erde hier einfach sehr rich ist an irgendwelchen, keine Ahnung was, aber es ist brutal grün.

Also, die Natur ist absolut genial. Als solltest du mal irgendwann hier sein, in die Nationalparks zu gehen, Boah, es ist wirklich so, es ist mega schön. Also, ja, so viel zu dem Grün. Und allgemein, was ich hier in der Stadt so ein bisschen cool finde, ist, dass es überhaupt gar nicht touristisch ist. Also, so gar nicht. Ich war, glaube ich, noch nie in einem Ort, was so wenig touristisch war als hier. Also, ehrlich. Und das macht das Ganze, also, das waren die Seite, die ich davor noch gar nicht kannte, aber das macht das Ganze auch so authentischer.

Es ist kein Fake hier, es ist nicht so Las Vegas. Oh, nee, es ist das komplette Gegenteil. Es ist einfach nur Leben. Und da gibt es nicht irgendwie so eine Fake-Straße, wo dann irgendwie alles toll aussieht und beleuchtet ist und keine Ahnung was. Und der Rest von der Stadt ist relativ hässlich. Also, so ist es beispielsweise in Cairo und Ägypten. Es ist wirklich so, alles zu dem Weg, zu den Pyramiden ist so total schön gemacht. Irgendwelche Tempel, keine Ahnung was, aufgeräumt.

Und dann gehst du mal so zwei Straßen oder zwei Blöcke weiter nach außen. Das ist einfach nur eine Katastrophe. Ja, und hier ist es irgendwie anders. Hier ist wirklich alles so, ja, alles authentisch. Nichts irgendwie, oh, hier machen wir das irgendwie schön, wegen den reichen Touristen. Das hier irgendwie ein bisschen mehr Geld liegen lassen. Also, ja. So, aber ich habe dir auch versprochen, dass wir noch über meine Erfahrungen mit Bitcoin reden. Und zwar, ich würde mal sagen, die drei Haupterkenntnisse, die ich bisher hatte bei Bitcoin hier gehört, waren erstens, wie sich Volatilität bei einer Währung tatsächlich anfühlt.

Also, man kann da ganz viel rational begründen oder diskutieren. Und das habe ich davor immer gemacht, dass ich gesagt habe, ja, spielt gar nicht so eine große Rolle, weil langfristig geht es ja nach oben. Also langfristig machst du sogar einen Gewinn wegen der Volatilität, selbst wenn du es als Währung benutzt. Aber wenn du dann tatsächlich im Supermarkt drin bist und du schaust auf deinen Lightning Wallet und siehst, oh, keine Ahnung, gestern hast du 100 Dollar draufgeladen, heute sind es irgendwie nur noch 90.

Und du gehst dann mit dem zur Kasse und willst bezahlen. Ich hatte die Erfahrung davor noch nie, aber es fühlt sich echt nicht gut an. Und ganz ehrlich, ich bin auf der Skala von komplett emotionsgetrieben zu ganz rational, bin ich ganz, ganz, ganz, ganz weit auf der rechten Seite. Und trotzdem war es so ein ungutes Gefühl teilweise mit meinem Lightning Wallet zu bezahlen, weil es einfach so, du weißt jetzt gerade, dass eigentlich gerade nicht ein guter Zeitpunkt ist, das Geld auszugeben.

Zweiter Punkt auch, wie unfassbar wichtig es ist, meiner Meinung nach für Bitcoin, dass es sich so natürlich wie möglich ausbreitet. Und dass es niemand irgendwie aufgezwungen wird, wie, also jetzt beispielsweise hier in Elsa Bror, ich würde mal sagen, es ist so ein Mischmasch. Also ja, einerseits als jemand, der jetzt beispielsweise nur Kunde ist und nur damit bezahlt, ja, du kannst wählen, ob du immer noch den Dollar nimmst oder Bitcoin. Aber jetzt beispielsweise für die ganzen Ladenbesitzer, die müssten tatsächlich irgendwie Änderungen machen und so weiter.

Und ja, wenn man sich dann mal die ganzen Statistiken anschaut, ein Großteil der Leute benutzen wahr wie vor kein Bitcoin. Und ich habe nicht das Gefühl, dass es an Bitcoin liegt. Die Leute wissen teilweise immer noch ganz, ganz, ganz wenig über Bitcoin. Sondern ich habe tatsächlich mehr das Gefühl, das ist nur so eine Trotzreaktion gegenüber der Regierung. Weil, was meinen die jetzt eigentlich, dass die vor drei Monaten sagen, jetzt haben wir irgendwie so ein neues Geld akzeptiert und das sofort umgesetzt und keine Ahnung was.

Also ich habe mehr das Gefühl, das ist eine Trotzreaktion gegen die Regierung, aber nicht gegen Bitcoin an sich. Auch beispielsweise dieses Jibo Wallet. Als ich vom ersten Mal davon gehört habe, was da die Regierung geplant hatte, da dachte ich so, wow, richtig cooles Konzept. Und auch mit den 30 US-Dollar, die du dann bekommst, wenn du das Ganze runterlädst. Also ich dachte, das ist perfekt geplant. Ja, bis mir dann auch gefallen ist, naja, es ist komplett zentralisiert. Es hat noch hunderte Bugs.

Also kein Spaß, ich bekomme da tagtäglich irgendwelche Videos zugeschickt von Facebook und habe ein neuer Bug und hier ein neuer Bug und hier wurde jemand betrogen und keine Ahnung was. Und drittens halt auch, also ich meine, die Bugs und so weiter, das kann man alles irgendwann mal wieder beheben. Aber drittens der Punkt, wer weiß, was für Daten da tatsächlich die Regierung sammelt, wer darauf Zugriff hat, was man nicht vielleicht irgendwann mal mit den ganzen Daten macht. Und das finde ich hier in El Salvador, also gerade mit Kriminalität, haben wir gerade noch drüber gesprochen, bin einfach so ein bisschen gruselig.

Und der dritte Punkt, der mir El Salvador hier ganz definitiv für Bitcoin beigebracht hat, und zwar, dass es mehr, sagt man, mehr realistisch zu denken und weniger optimistisch. Und am Anfang war ich so, ja, Bitcoin fixes this and this and this, rosa-rote Brille aufgehabt, so Bitcoin fixes everything. Ja, mittlerweile habe ich bei mir selbst gemerkt, dass ich da so manche Aspekte einfach noch mal ein bisschen kritischer sehe oder einfach mir unbewusst darüber Gedanken mache. Weil beispielsweise, in einem Video habe ich mal geschwärmt, dass ich meine ersten zwei Use Cases hatte für Bitcoin.

Und zwar, erstens hatte ich mal mein Geldball, den ich in der Stadt dabei habe, aber ich hatte mein Handy dabei. Und weil es hier, also zuvor gibt es keine Option, dass du irgendwie mit deinem Handy bezahlst. Also es gibt kein Apple Pay, Google Pay und so weiter. Und dann konnte ich tatsächlich mit Bitcoin was bezahlen, weil eben dadurch über das Handy blablabla. Oder auch mein zweiter Use Case, dass ich beispielsweise, keine Ahnung warum, frag mich nicht warum, aber ich kann hier mit keiner Kreditkarte, die ich habe, irgendwie Geld abheben.

Das hatte ich noch nie zuvor in dem Land, aber hier funktioniert es irgendwie nicht. Anyway, es gibt ja hier die ganzen Bitcoin-Automaten und da funktioniert das problemlos. Und sogar ohne irgendwelche Gebühren kann ich hier Geld abheben. Aber im Anschluss habe ich mir da auch gedacht, naja, waren das jetzt wirkliche Use Cases für Bitcoin? Weil erstens, naja, an der Kasse bezahlen mit einem Handy, ganz ehrlich, das ist in Deutschland mittlerweile Standard, mit Google Pay, Apple Pay und so weiter. Braucht man dafür wirklich eine Blockchain?

Und zweitens auch mit diesem kostenlosen Geld abheben. Es ist nur deshalb kostenlos, weil es von der Regierung subventioniert wird, weil, also in Deutschland ist es ja auch kostenlos, wenn man da beispielsweise bei der Sparkasse ist und Sparkassen bei Geld abheben geht, dann ist es ja auch kostenlos. Und es ist trotzdem noch komplett zentralisiert. Also habe ich mir so ein bisschen gedacht, naja, waren das wirkliche Use Cases für die Blockchain? Oder war es jetzt einfach nur so, weil hier in El Salvador gibt es die Infrastruktur derzeit noch nicht?

Und dann kommt halt jetzt Bitcoin und Bitcoin tut halt das lösen. Aber in anderen Ländern ist es teilweise schon Standard. Anyway, ich würde da überhaupt nicht schlecht reden. Ich bin nach wie vor natürlich großer Fan von Bitcoin. Es hat nur eben dazu geführt, dass ich so manche Sachen ein bisschen kritischer hinterfragt habe. Und wie immer, wenn du noch mehr von meinem Kanal sehen möchtest, dann wäre es richtig gut, wenn du mich hier unterstützen willst. Das kannst du, wenn du erstens hier gerne abonnierst, zweitens ein Like da lässt und drittens, wenn du irgendwelche Fragen hast, zum Beispiel zu Bitcoin, zu El Salvador und so weiter, schreib dir gerne unten in den Kommentaren.

Ich gebe mir alle Mühe, jeden einzelnen Kommentar zu beantworten. Mach's gut.

Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.

Beschreibung anzeigenBeschreibung ausblenden

In diesem Video teile ich meine Erfahrung über El Salvador, wie das Leben hier so ist, sowie meine Erfahrung mit Bitcoin hier vor Ort. Sowohl die guten Seiten als auch die … gruseligen Seiten.

Weitere Videos über El Salvador & Bitcoin:
▶ Top 5 Probleme in El Salvador mit Bitcoin: https://www.youtube.com/watch?v=6-qjsEzrnxI
▶ Bitcoin vs. Kriminalität in El Salvador: https://www.youtube.com/watch?v=sawZVzKrzko
▶ Bedeutung von Vulkan-Mining in El Salvador: https://www.youtube.com/watch?v=6VnViJwkECU
▶ Wann Bitcoin in El Salvador gescheitert ist: https://www.youtube.com/watch?v=XNJ9jvCpInk
▶ Bitcoin als Währung in El Salvador: https://www.youtube.com/watch?v=QZ3xloDUKm4
▶ Neue Perspektive auf Bitcoin in El Salvador: https://www.youtube.com/watch?v=Z2B0SX7eNaM
▶ Bitcoin Lightning Netzwerk in El Salvador: https://www.youtube.com/watch?v=vblZK-iWPFM
▶ Wie Vulkan-Mining in El Salvador funktioniert: https://www.youtube.com/watch?v=Tox-0QAJAcA
▶ Einführung von Bitcoin in El Salvador: https://www.youtube.com/watch?v=nqkAws31sE0

Timestamps:
0:00 Einleitung
0:38 Kriminalität in El Salvador
7:39 Herzlichkeit in El Salvador
12:33 Grüne Seite von El Salvador
14:47 Erfahrungen mit Bitcoin in El Salvador

#bitcoin #elsalvador

▬▬▬ ÜBER MICH 💡▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Ich bin Kevin Söll, 2018 aus Deutschland ausgewandert und bereise seither die Welt. Auf diesem Kanal teile ich primär meine Passion für Bitcoin und sonstige Kryptowährungen.

Wie ich selbst investiert bin, erfährst du hier:
👉 https://kevinsoell.com/portfolio/

Dieser YouTube-Kanal ist ein reines Passion-Projekt und dient nicht dazu, Geld zu verdienen. Sei dir daher gewiss, dass ich jegliche Empfehlung aus reinstem Herzen so meine. ❤️

▬▬▬ DISCLAIMER ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Der Inhalt dieses Videos stellt weder eine finanzielle, noch eine steuerrechtliche Beratung dar. Alle Infos sind lediglich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen stellen in keiner Weise Ersatz für professionelle Beratungen dar. Dieser Kanal ist Teilnehmer des Amazon-Partnerprogramms. Bei den obigen Links mit einem Sternchen handelt es sich um Affiliate-Links handeln. Das bedeutet, dass ich eine kleine Kommission erhalte, wenn du diese Produkte über meinen Link kaufst. Du hast dadurch aber natürlich keinerlei Nachteile. Im Gegenteil! Du erhältst dadurch sogar meist Vorteile. Danke für deinen Support. 🙏

▬▬▬ NICHT VERGESSEN 🤓▬▬▬▬▬▬▬
► https://kevinsoell.com/GANZ-WICHTIG