Pflichtvideo für Altcoin-Investoren | Tokenomics Masterclass 👑
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Die Tokenomics zu verstehen ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Skills im Kryptomarkt, insbesondere dann, wenn man vorhat, in Altcoins zu investieren. Denn wenn du in irgendwelche Altcoins investierst und da die Tokenomics nicht verstehst, dann musst du einfach immer darauf hoffen, dass diese Altcoin tatsächlich nach oben geht, und hast eben keine wirkliche Gewissheit. Und genau deshalb schauen wir uns auch im heutigen Video mal die Tokenomics ein bisschen genauer an, also auf was du konkret achten musst, bevor du in Altcoins investierst, um deine eigenen Erfolgswahrscheinlichkeiten massiv zu erhöhen. Und wenn du das Video hier komplett anschaust, dann verspreche ich dir auch, dass du danach über Tokenomics mehr weißt als 99 % von allen Altcoin-Investoren. Das heißt, dranbleiben kann sich lohnen.
Hi, mein Name ist Kevin Söll, und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit Krypto zu tun hat, inklusive auch Deep Dives wie beispielsweise heute, wo wir uns mal ein bisschen spezifischere Themen wie beispielsweise die Tokenomics ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen. Lass uns auch mal ganz vorne starten, und zwar setze ich grundsätzlich Tokenomics aus zwei verschiedenen Wörtern zusammen: einmal der Token, zum anderen Economics, also, wenn du so willst, die Ökonomie eines Tokens. Weil sich darunter wahrscheinlich kein Mensch was vorstellen kann, deshalb jetzt vereinfacht gesagt: Tokenomics ist im Wesentlichen alles, was den Preis beeinflusst. Und da der Preis immer bestimmt wird durch Angebot und Nachfrage, heißt es im Wesentlichen, dass wir, wenn wir uns die Tokenomics genauer anschauen, im Wesentlichen eigentlich alles anschauen, was das Angebot und die Nachfrage von einem Token nach oben oder unten beeinflussen kann.
Das Angebot der Tokens kann sich auch grundsätzlich in zwei verschiedene Richtungen entwickeln. Es kann zum einen inflationär sein und zum anderen deflationär. Jetzt, inflationär bedeutet, dass das Angebot der Tokens im Zeitverlauf zunimmt, dass es also eine Emission gibt von neuen Tokens, wodurch das Angebot erhöht wird, was jetzt im Allgemeinen eher weniger gut ist. Es gibt in der Praxis allerdings auch zwei verschiedene Ausnahmen, wo eine Inflationsrate, ich sag mal, mehr oder weniger egal ist.
Die erste Ausnahme ist, wenn die Emission bzw. die Inflationsrate im Allgemeinen relativ gering ist. Hier erkennst du beispielsweise die Inflationsrate von Bitcoin im Zeitverlauf dargestellt. Wie du da erkennst, haben wir derzeit seit dem letzten Halving ungefähr eine Inflationsrate von 0,8 %, die auch erstmalig geringer ist als die Inflationsrate von Gold mit ungefähr 1,4 %. Und jetzt, derzeit bei 0,8 %, ist sie bereits so gering, dass ich mir persönlich nicht wirklich vorstellen kann, dass die Inflationsrate doch einen wirklichen Einfluss auf den Preis hat.
Und die zweite Ausnahme ist die, dass es zwar eine Emission bzw. eine Ausschüttung von neuen Tokens gibt, allerdings auch gleichzeitig Burn-Mechanismen, sodass im Zeitverlauf das Angebot mehr oder weniger konstant bleibt oder sogar eher abnehmend ist. Das ist beispielsweise bei Ethereum der Fall: Seitdem damals im Jahr 2022 die Blockchain umgestellt wurde von Proof of Work zu Proof of Stake, beträgt seither die durchschnittliche Inflationsrate bzw. in dem Fall eine Deflationsrate 0,046 %. Das heißt, trotz der Tatsache, dass seither nach wie vor jeden einzelnen Tag neue ETH ausgeschüttet werden, gibt es einfach gleichzeitig auch noch Burn-Mechanismen, sodass in den letzten ungefähr zwei Jahren das Angebot in Summe sogar nicht zugenommen, sondern abgenommen hat.
Und noch die zweite Richtung, die ein Token annehmen kann: eine Deflation, also das, was wir gerade schon gesehen haben, dass das Angebot im Zeitverlauf immer und immer geringer wird durch beispielsweise verschiedene Burn-Mechanismen, dadurch, dass beispielsweise ein Teil von einer Gebühr geburnt wird oder beispielsweise ein Buyback-and-Burn-Mechanismus. Was auch im Allgemeinen, also deflationäre Tokens, immer zur Bevorzugung sind im Vergleich zu inflationären Tokens, zumindest in der Theorie.
Es gibt auch manche, die behaupten, dass das Angebot im Zeitverlauf konstant bleiben kann, so wie das beispielsweise bei Bitcoin so ungefähr im Jahr 2140 der Fall wird. Rein faktisch gesehen ist es allerdings nie der Fall, denn selbst wenn irgendwann mal keine neuen Bitcoins mehr ausgeschüttet werden, es gehen auch einfach Zugänge, also Seeds, verloren, und dadurch entsteht quasi eine – auf dem Papier nicht, aber in der Realität – eine Deflation. Das heißt, das Angebot in der Praxis ist immer entweder zunehmend oder abnehmend.
Wenn du dir jetzt auf CoinMarketCap verschiedene Altcoins anschaust, dann erkennst du auch hier direkt auf einen Blick fünf verschiedene Dinge, die für die Angebotsseite von einem Altcoin wichtig sind, wie beispielsweise das Market Cap, den Fully Diluted Value, den Total Supply, den Circulating Supply, genauso wie den Max Supply, zumindest bei manchen Altcoins, was schon mal einiges über das Potenzial von einem gewissen Altcoin aussagen kann.
Lass uns an der Stelle auch mal hinten starten, mit dem Max Supply, das heißt, auf Deutsch übersetzt, dem maximalen Angebot. Das heißt, sollte tatsächlich das Angebot von irgendeinem Altcoin limitiert sein, dann steht dieses Limit hier entsprechend dran, was auch im Allgemeinen erstmal ein gutes Zeichen ist. Jetzt hier bei Ethereum ist das Ganze unbegrenzt, deshalb findest du auch hier dieses Unendlich-Zeichen; bei Bitcoin steht hier beispielsweise 21 Millionen, obwohl rein faktisch gesehen es nie genau 21 Millionen Bitcoins geben wird, sondern ein bisschen weniger, aber ja, so ungefähr.
Dann jetzt der Total Supply, also, auf Deutsch übersetzt, das gesamte Angebot, das heißt, wie viele Tokens im Zeitverlauf erstellt wurden, abzüglich der Tokens, die im Zeitverlauf geburnt, also vernichtet wurden, was jetzt hier beispielsweise bei Ether ungefähr 120,4 Millionen sind. Jetzt hier bei Ether erkennst du beispielsweise, dass das Total Supply gleich dem Circulating Supply entspricht, das heißt im Wesentlichen, dass bereits alle Ether öffentlich gehandelt werden und im Umlauf sind. Bei irgendwelchen Altcoins kann das allerdings komplett anders aussehen; da ist es meistens so, dass hier das Circulating Supply deutlich geringer ist, was zumindest schon mal darauf hinweisen kann, dass es eventuell noch eine große Inflationsrate gibt oder im Allgemeinen einfach derzeit irgendwelche Tokens noch zurückgehalten werden, was im Allgemeinen jetzt nicht unbedingt so ein tolles Zeichen ist.
Dann das Market Cap, also die Marktkapitalisierung, setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Angebot, was bereits im Umlauf ist, mal dem derzeitigen Preis. Das heißt, wenn du das hier multiplizierst, dann bekommst du hier das Market Cap. Und im Allgemeinen gilt für das Market Cap: Je geringer das ist, desto mehr Potenzial hat gleichzeitig ein Altcoin, allerdings auch gleichzeitig mehr Risiken. Und das Ganze natürlich auch umgekehrt.
Und dann noch den Fully Diluted Value, was im Allgemeinen aus meiner Sicht eher eine theoretische Kenngröße ist. Und zwar gibt dir das im Wesentlichen an – oder die Überlegung dahinter ist die –, dass, wenn tatsächlich vom gesamten Angebot bereits alle Tokens im Umlauf wären, zum aktuellen Preis, wie hoch dann das derzeitige Market Cap wäre. Und bei Altcoins – also jetzt hier bei Ether ist es relativ gleich, aber bei irgendwelchen Altcoins, wo diese Zahl hier deutlich geringer ist als diese Zahl – heißt es im Wesentlichen: Uh, da kommt wahrscheinlich noch eine größere Inflationsrate oder irgendwelche Token-Unlocks auf dich zu, was grundsätzlich ebenfalls nicht so ein gutes Zeichen ist.
Das heißt, jetzt zusammenfassend, was wir da idealerweise natürlich sehen wollen würden, wäre erstens, dass es ein Max Supply gibt, das heißt, dass das maximale Angebot begrenzt ist; zusätzlich, dass hier das zirkulierende Angebot relativ nah ist am gesamten Angebot; und noch zusätzlich, dass hier das Market Cap, je nachdem, was man selbst für, ich sag mal, einen Risikoappetit hat, nicht zu klein ist, allerdings auch gleichzeitig nicht zu groß.
Was aus meiner Sicht allerdings noch fast wichtiger ist, ist die Allokation bzw. die Verteilung der Tokens ganz zu Beginn, zum Launch von einem Projekt, denn auch da gibt es zwei verschiedene Modelle. Und zwar wird grundsätzlich unterschieden zwischen Pre-Mine und einem Fair Launch. Pre-Mine, also Pre wie Before, bedeutet im Wesentlichen, dass dann ein gewisser Anteil der Tokens eben für Insider reserviert wird. Und Insider können jetzt hier in dem Fall beispielsweise sein: das eigene Team oder beispielsweise irgendwelche frühen Investoren oder beispielsweise irgendwelche Berater. Was dann eben in der Praxis bedeutet, dass nicht jeder die gleiche Möglichkeit hat, an diese Tokens entsprechend ranzukommen, was im Allgemeinen natürlich eher uncool ist, weil dann gewisse Leute eben gewisse Vorteile bekommen.
Da muss man allerdings dazu sagen, dass es bei ungefähr 99 % von allen Altcoins genau so abläuft. Und da würde ich auch mal dazu sagen, dass das wahrscheinlich eines der, ich sag mal, schmutzigsten Geheimnisse ist vom Altcoin-Markt, wenn du dir einfach da mal die Geschichte anschaust, gerade bei den großen Altcoins, wie zentralisiert die teilweise gestartet haben.
Ich habe dir dazu auch mal hier eine Statistik herausgesucht, mit der Verteilung der Tokens ganz zu Beginn, also zum Launch von verschiedenen Altcoin-Projekten, wo du hier auch beispielsweise in Blau erkennst – also Blau sind die Tokens, die ganz zu Beginn bereits für die Öffentlichkeit verfügbar waren. Grün sind die Tokens, die noch im Zeitverlauf an die Community ausgeschüttet werden. Rot sind die Tokens, die an das Team gehen oder beispielsweise an frühe Investoren. Und hier in Braun-Beige dargestellt, das ist die Foundation, also die Tokens, die im Wesentlichen benutzt werden, um dann die zukünftigen Entwicklungen zu finanzieren.
Das heißt jetzt in Kurzfassung und auch stark vereinfacht: Alles, was hier blau und grün dargestellt ist, ist grundsätzlich positiv. Und alles, was hier, ich sag mal, rot und braun-beige dargestellt ist, ist grundsätzlich nicht so toll. Und wenn du dir jetzt mal die Verteilung von verschiedenen Altcoins zum Launch anschaust, dann erkennst du im Wesentlichen, dass Cardano eigentlich relativ fair damals gestartet ist, mit nur, in Anführungszeichen, 19 %, die damals für Insider bzw. die Foundation zurückgehalten wurden, und der Rest direkt von Tag 1 für die Öffentlichkeit entsprechend verfügbar war. Im Vergleich dazu, sieh dir zum Beispiel hier Solana an, wo es mehr als 50 % waren, die tatsächlich an die Foundation und das Team gingen, genauso wie beispielsweise hier bei Fantom, bei Polkadot, bei Internet Computer und so weiter.
Und dann noch die zweite Methode, wie ein Token launchen kann, mit dem sogenannten Fair Launch, was im Wesentlichen bedeutet, dass da von Tag 1 an jeder die gleichen Chancen hat, diesen Token entsprechend zu bekommen. Und das ist ja auch beispielsweise eine der Besonderheiten von Bitcoin, dass Satoshi beispielsweise sich nicht selbst schon ganz zu Beginn irgendwelche Bitcoins gegeben hat, sondern dass er jeden einzelnen von seinen Bitcoins selbst gemined hat, so wie das beispielsweise auch jeder andere hätte tun können.
Aber warum genau ist jetzt eigentlich die Tokenverteilung so wichtig? Ganz einfach: Wenn beispielsweise bei einem Launch ganz zu Beginn der Großteil der Tokens direkt an das Team geht oder irgendwie an irgendwelche frühen Investoren, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass, wenn der Token mal gut performt, die dann entsprechend verkaufen und du dann als Investor quasi die Exit Liquidity von den anderen wirst.
Deshalb lass uns das mal noch ein bisschen genauer anschauen. So sah beispielsweise die Tokenverteilung von Ethereum zum Launch aus: dass 80 % ganz zu Beginn für die Öffentlichkeit zugänglich waren und 20 % für Insider reserviert wurden. Und von diesen 20 % gingen wiederum 15 % an das Team und 5 % an die Foundation. Das heißt, relativ gesehen im Vergleich zu anderen Altcoins ist eigentlich Ethereum relativ fair gelauncht, aber natürlich, dass es nach wie vor von den Bitcoin-Maxis einer der größten Kritikpunkte ist, weil es eben kein Fair Launch war, wie beispielsweise bei Bitcoin.
Und damit du jetzt bei deinen Altcoin-Investments nicht zur Exit Liquidity von irgendwelchen frühen Investoren wirst, ist es auch wichtig, dass, wenn du in neue Altcoins investierst, du dir ganz zu Beginn bei der Dokumentation nicht nur diese Verteilung anschaust, sondern auch unbedingt die ganzen Infos zur Vesting-Periode und auch gleichzeitig zum Cliff. Das könnt ihr beispielsweise in der Praxis so sehen, dass das Team und auch frühe Investoren zum TGE, also zum Token Generation Event, also zu dem Zeitpunkt, wo tatsächlich diese Tokens erstmalig erstellt und auch verteilt wurden, dass sie zu dem Zeitpunkt noch gar keinen Zugriff darauf haben, sondern erst eine gewisse Periode hier entsprechend abwarten müssen.
Jetzt in diesem Beispiel ist hier das Cliff, also diese Zeitspanne, wann tatsächlich die Investoren Zugriff haben auf ihre Tokens, zwölf Monate, und danach haben sie auch nicht Zugriff auf alle Tokens, sondern zunächst mal hier auf einen guten Batzen, aber der Rest wird dann hier über eine sogenannte Vesting-Periode von jetzt in dem Fall beispielsweise 24 Monaten entsprechend ausgeschüttet, bevor sie dann hier tatsächlich alle Tokens haben. Und so wird im Wesentlichen verhindert, dass das Team oder auch beispielsweise frühe Investoren ganz zu Beginn direkt Zugriff haben auf ihre Tokens, das heißt, dass die nicht direkt wieder verkaufen können, und dann hoffentlich der Verkaufsdruck im Zeitverlauf relativ konstant bleibt, anstatt dass hier alles auf einen Schlag kommt.
Solche Token-Unlocks kannst du mittlerweile auch schon für relativ viele Projekte hier bei [unverständlich] entsprechend nachschauen, wo du hier das entsprechende Projekt siehst, dann den Tokenpreis, das Market Cap, wie viel da bereits unlockt ist vom Maximum Supply und wann genau der nächste Unlock hier entsprechend stattfindet.
Das heißt jetzt in Kurzfassung, was wir bei so einem Launch natürlich idealerweise sehen wollen, ist, dass erstens das Team und die Foundation einen relativ kleinen Anteil bekommen und auch zweitens, dass dieses Cliff und auch gleichzeitig die Vesting-Periode relativ lange sind, sodass die ihre Tokens nicht auf einen Schlag sofort wieder verkaufen können.
Okay, damit haben wir jetzt die wichtigsten Punkte durch, gerade was das Angebot von einem Token angeht. Jetzt lass uns mal die Nachfrageseite vom Token ein bisschen genauer anschauen, was aus meiner Sicht auch in der Praxis nochmal um ein Vielfaches schwerer ist im Vergleich zur Angebotsseite, weil es da einfach deutlich subjektiver zugeht im Vergleich zu, ja, bei dem Angebot, wo du fast alle Fakten direkt hier schwarz auf weiß nachlesen kannst.
Die aus meiner Sicht fünf wichtigsten Faktoren, die die Nachfrage beeinflussen, und zwar in der Reihenfolge, sind: erstens die Nützlichkeit von einem Token, das heißt, welchen Nutzen hat überhaupt der Token, wie beispielsweise der Bitcoin, dass er primär als Wertspeicher benutzt wird, oder beispielsweise bei Ethereum, dass man da Ether braucht für die Gas Fees, dass man die entsprechend zahlen kann, oder auch beispielsweise, dass man irgendwie Tokens braucht, um als Kollateral bei einem DeFi-Protokoll das Ganze benutzen zu können. Das heißt, welchen Use Case hat tatsächlich dieser Token?
Bevor wir gleich weitermachen, eine kurze Bitte: In das heutige Video ist doch einiges an Arbeit reingeflossen. Das heißt, falls du es bisher hilfreich findest, würde ich mich tierisch über ein Like entsprechend freuen.
Denn der zweite Faktor, der die Nachfrage beeinflussen kann, ist die Community. Und jeder, der schon mal von einem Krypto-Projekt in der Community drin war, der weiß auch, wie schnell das tatsächlich religiöse Züge annehmen kann. Und vor allem auch, wie machtvoll eine Community ist, weil sie eben unglaublich viel Aufmerksamkeit anzieht und auch gleichzeitig Leute dazu verleitet, einfach blind der Masse zu folgen und auch gleichzeitig irrationale Investmententscheidungen zu treffen.
Der dritte Faktor, der die Nachfrage beeinflussen kann, ist paradoxerweise der Preis. Und zwar in zwei verschiedenen Formen. Die erste Form ist die, dass im Allgemeinen einfach Leute lieber was akkumulieren und kaufen, was einen geringen Preis hat, also wo sie viel davon kaufen können. Wie beispielsweise, dass man Stand heute für einen einzigen Dollar ungefähr 50.000 Shiba-Inu-Tokens bekommt, im Vergleich zu jetzt beispielsweise, dass man für ein komplettes Jahr anspart, nur um dann danach ungefähr 0,2 Bitcoins zu haben.
Und zweitens sorgt der Preis auch gleichzeitig für Momentum, weil, wenn jetzt mal der Preis stark angestiegen ist, dann wird natürlich nach Gründen gesucht, warum das tatsächlich der Fall ist, also nach Narrativen. Und wenn es erstmal solche Narrative gibt, führt das gleichzeitig wieder dazu, dass das Projekt im Allgemeinen mehr Aufmerksamkeit bekommt. Mit mehr Aufmerksamkeit geht dann der Preis noch höher, sodass das Narrativ noch stärker wird und so weiter. Was wir beispielsweise in diesem Zyklus bei Solana extrem stark gesehen haben.
Der vierte Faktor, der die Nachfrage beeinflussen kann, sind Lockup-Mechanismen. Das heißt, dass du beispielsweise irgendwelche Tokens weglocken musst, um dann Staking-Rewards zu bekommen, oder beispielsweise Tokens weglocken musst, um dann mehr Rewards zu bekommen oder um irgendwas entsprechend freischalten zu können.
Und noch der fünfte Punkt, der die Nachfrage beeinflussen kann, der Zugang. Also, wie leicht es tatsächlich ist, diesen Token zu kaufen. Bei kleineren Altcoins könnte es beispielsweise sein, dass man dann nachschaut, sind die bereits gelistet bei irgendwelchen größeren zentralen Exchanges, oder auch beispielsweise bei größeren Coins – und da denke ich persönlich, dass das wahrscheinlich in der Zukunft immer und immer wichtiger wird – haben die bereits einen ETF, oder wie leicht ist es tatsächlich für die ganzen Institutionen, das Ganze zu kaufen.
Und wie du da vermutlich schon selbst merkst, die Nachfrageseite wirklich einschätzen zu können, ist um ein Vielfaches schwieriger als die Angebotsseite, weil du da einfach nicht irgendwie schwarz auf weiß irgendwelche Daten rauslesen kannst, sondern das Ganze selbst subjektiv einschätzen musst. Was natürlich auch gleichzeitig bedeutet, dass da deine eigene Erfahrung mit ins Spiel kommt.
Das alles gesagt: In einem wirklichen Bullrun können auch irgendwelche Tokens mit den miesesten Tokenomics absolut krass performen, wenn einfach in so einer Marktphase wirklich alles irrational wird. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings deutlich höher, dass irgendwelche Tokens mit guten Tokenomics nochmal besser performen. Das heißt, wenn du tatsächlich die Tokenomics gut verstehst, dann kannst du auch selbst deine eigenen Erfolgswahrscheinlichkeiten bei deinen Investments nochmal maßgeblich erhöhen.
Und allerspätestens im Bärmarkt werden dann die ganzen Tokens mit diesen Tokenomics gnadenlos vom Markt aussortiert, und es fließt alles zurück zu den Projekten, die fundamental gut dastehen. Das heißt, den Projekten, wo der Wert nicht nur auf purer Hoffnung basiert, sondern den Projekten, wo tatsächlich der Wert sich mit irgendwelchen Zahlen, Daten und Fakten auch wirklich belegen lässt.
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