Mythos oder wahr? Die 3 FOLGEN des BTC Spot ETFs 💡
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In wenigen Wochen werden höchstwahrscheinlich mehrere Bitcoin Spot ETFs gelauncht, was auch vermutlich der Hauptgrund ist, warum Bitcoin in letzter Zeit so stark angestiegen ist. Und weil dadurch relativ viel Kapital von den institutionellen Anlegern in Bitcoin fließen könnte, wird auch auf Twitter, zumindest von der bullischen Seite, diskutiert, dass es dadurch zukünftig keine Zyklen mehr gibt beim Bitcoin-Preis. Es wird zudem diskutiert, ob wir eine ähnliche Rallye sehen wie damals, als der erste Gold ETF gelauncht wurde im Jahr 2003, als dieses, ich sag mal, langweilige Metall eine Rallye hingelegt hat von satten 420 %. Und was wird wohl dann mit Bitcoin passieren, mit etwas so Aufregendem, wenn selbst Gold hier 420 % zugelegt hat?
Jetzt keine Zyklen mehr beim Bitcoin-Preis und danach eine mehrjährige Rallye, das hört sich zunächst mal relativ bullish an. Auf der anderen Seite, auf der bärischen Seite, wird allerdings auch diskutiert, dass diese ETFs Bitcoin killen könnten. Und da werden als Gründe genannt, erstens, dass einfach durch diese ETFs relativ viele Bitcoins gelockt werden, sodass sie nicht mehr getauscht werden können, sodass Bitcoin seine Fähigkeit verliert als Medium of Exchange. Und zweitens, dass eventuell die ganzen Vermögensverwalter, wie beispielsweise BlackRock, dadurch einfach einen zu großen Einfluss haben auf Bitcoin.
Das heißt, wir haben zwei ziemlich konträre und auch gleichzeitig ziemlich extreme Ansichtsweisen. Und fast immer, wenn das der Fall ist, liegt wahrscheinlich die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Deshalb lasst uns im heutigen Video mal gemeinsam anschauen, was da wirklich dran ist an dieser Bitcoin-Spot-ETF-Geschichte und mit welchen Auswirkungen wir tatsächlich rechnen können.
Hi, mein Name ist Kevin Söll und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit DeFi zu tun hat, Decentralized Finance, inklusive auch verschiedenen Strategien, wie du im Kryptomarkt das Maximum rausholen kannst. Jetzt im heutigen Video schauen wir uns mal an, welche Folgen denn tatsächlich realistisch sind, wenn denn tatsächlich diese Bitcoin Spot ETFs genehmigt werden.
Lass uns direkt bei dem ersten Punkt starten, dass wir nach dem Launch von den ganzen Bitcoin Spot ETFs keine Zyklen mehr sehen bei Bitcoin. Da ist die wesentliche Begründung die, dass danach relativ viel frisches Kapital in Bitcoin fließt, von den ganzen Institutionen, die ja im Allgemeinen relativ träge agieren, die einen langen Zeithorizont haben. Das heißt, die viel eher dazu neigen, einfach die Position durchzuhalten und nicht in einem Bullrun entsprechend zu verkaufen. Wer sich allerdings schon etwas tiefer mit der Vergangenheit beschäftigt hat, der kommt zu dem Entschluss, dass keine Zyklen sehr, sehr unrealistisch sind.
Es gab beispielsweise zwischen 1969 und 1979 eine Phase der Euphorie. Damals war der Krieg vorbei. Gleichzeitig sind wir damals zum allerersten Mal auf dem Mond gelandet, sodass dann der Gedanke aufkam: Hey, also wenn wir das schon hinbekommen, dann sollten wir doch auch in der Lage sein, die ganzen Rezessionen zu eliminieren. Deshalb gab es damals auch eine Bewegung, um tatsächlich Rezessionen künftig dauerhaft zu eliminieren. Bis sie dann festgestellt haben, dass das, was sich eigentlich gar nicht so schwer anhört, in der Praxis leider unmöglich ist.
Und die Begründung ist das, was heutzutage als Financial Instability Hypothesis bekannt ist, im Wesentlichen ein Kreislauf, der auf menschlichen Emotionen beruht und immer in einer Rezession endet. Denn wenn es keine Rezession gibt, dann werden die Leute zu optimistisch. Wenn die Leute zu optimistisch werden, nehmen sie zu viele Schulden auf. Wenn sie zu viele Schulden aufnehmen, wird die Wirtschaft zu instabil. Und wenn die Wirtschaft zu instabil wird, kommt es irgendwann mal zu einer Rezession, zu einer entsprechenden Erholung. Oder auch anders ausgedrückt, das Fehlen einer Rezession, genau das triggert die nächste Rezession, weil sich die Menschen einfach ansonsten zu stark verschulden.
Und genau diese Logik lässt sich auch auf einzelne Märkte, wie beispielsweise bei Bitcoin, anwenden. Das Fehlen eines Crashs, wie beispielsweise hier, genau das triggert den nächsten Crash. Genauso auch hier, das Fehlen eines Crashs. Die Leute werden zu optimistisch, nehmen zu viele Schulden auf. Was passiert? Es kommt zu einer Erholung. Und genau so passiert es in jedem Einzelmarkt. Von daher wird es immer Zyklen geben, bei egal welcher Anlageklasse, inklusive bei Bitcoin.
Genau deshalb spricht ja auch Ray Dalio davon, dass wir innerhalb von diesem langfristigen Schuldenzyklus, der bis zu 100 Jahre andauern kann, verschiedene kurzfristige Schuldenzyklen haben, die meistens zwischen 4 und 8 Jahre andauern, bevor sich das Ganze dann von Neuem wiederholt. Nicht umsonst gibt es ja auch das Sprichwort: History doesn't repeat itself, but it often rhymes. Und eigentlich müsste man das noch ergänzen zu: and it often rhymes, because there are debt cycles. Also wegen diesen Schuldenzyklen.
An der Stelle also schon mal das erste Zwischenfazit, dass wir tatsächlich durch diese Bitcoin Spot ETFs bei Bitcoin keine Zyklen mehr sehen, das ist ein Mythos, der bereits in der Vergangenheit widerlegt wurde. Dass wir stattdessen im Zeitverlauf immer schwächere Zyklen haben, das ist aus meiner Sicht absolut logisch, weil natürlich auch die Anlageklasse immer größer wird und mit der Größe natürlich auch immer und immer träger.
Jetzt zum zweiten Punkt, dass wir ebenfalls eine mehrjährige Rallye sehen, wie auch damals beim Launch der Gold ETFs. Als ich persönlich beispielsweise dieses Chart hier zum allerersten Mal gesehen habe, habe ich das zunächst mal als unglaublich bullish eingestuft, aufgrund der Tatsache, dass Bitcoin ja auch als digitales Gold bezeichnet wird. Von daher sollte es sich auch ähnlich verhalten. Aber je tiefer ich mich tatsächlich da mit der Thematik beschäftige, vor allem auch mit den Unterschieden zwischen einem Gold ETF und einem Bitcoin Spot ETF, desto mehr glaube ich, dass es nicht wahrscheinlich ist, dass Bitcoin hier genau das Gleiche hinlegt.
Denn wenn ich es mal auf die zwei Hauptgründe runterbrechen müsste, warum tatsächlich dieser Gold ETF damals so eine Rallye ausgelöst hat, dann würde ich wahrscheinlich sagen, der erste Grund ist der, dass man nicht nur direkt in diesen Gold ETF investieren konnte, sondern natürlich auch die ganzen Mischfonds, also sämtliche Mischprodukte, ebenfalls komplett problemlos eine Allokation von, was weiß ich, 1 %, 5 %, 10 % in Gold tätigen konnten, ohne irgendwie einen großen Aufwand. Und der zweite Grund, und der ist wahrscheinlich entscheidend, dass es dadurch den ganzen Institutionen super leicht fiel, auch größere Mengen an Gold tatsächlich zu kaufen. Weil zuvor, vor diesem Gold ETF, war es beispielsweise unglaublich schwer, mal eine Summe von 10 Milliarden in Gold zu investieren, weil allein die Lagerung, allein der Transport schon ein absoluter Albtraum war.
Wenn wir das jetzt allerdings mal vergleichen mit einem Bitcoin Spot ETF, dann haben wir natürlich genauso Mischprodukte, das wird es bei Bitcoin genauso geben, das ist auch genauso bullish. Aber andererseits, gerade was die Logistik angeht, die Lagerung und so weiter, meinen Stand heute können Institutionen auch so schon problemlos 10 Milliarden in Bitcoin investieren und entsprechend lagern. Bei Bitcoin macht es keinen Unterschied, ob du eine Million lagerst oder 10 Milliarden, aber bei Gold macht es einen gigantischen Unterschied.
Was die Bitcoin Spot ETFs stattdessen so besonders macht, ist die Tatsache, dass dadurch Bitcoin zum allerersten Mal offiziell Teil wird vom traditionellen Finanzsystem. Das heißt, dass es den Stempel bekommt von der Wall Street, was langfristig gesehen gerade für das Ansehen unglaublich wichtig ist, wodurch Bitcoin im Allgemeinen deutlich seriöser wirkt.
Auch da ein kurzes Zwischenfazit: Ich persönlich gehe nach wie vor davon aus, dass langfristig gesehen diese Bitcoin Spot ETFs unglaublich bullish sind für Bitcoin und dass damit auch eine neue Ära beginnt. Gleichzeitig bezweifle ich allerdings, dass es tatsächlich so eins zu eins vergleichbar ist mit einem Gold ETF, weil wir ja gesehen haben, dass es da einfach fundamentale Unterschiede gibt. Von daher weiß ich nicht, ob wir tatsächlich eine ähnliche Rallye erwarten können. Ich meine, bei Gold hat die fast 10 Jahre angedauert, und ob wir tatsächlich eine 10-Jahres-Rallye sehen bei Bitcoin, das wage ich zu bezweifeln.
Denn wenn das anders wäre, dann würde wahrscheinlich auch hier der Verlauf in diesem Chart ein bisschen anders aussehen. Und zwar siehst du hier in Orange dargestellt das Volumen im Bitcoin Spot ETF in Kanada. Und wie du hier siehst, seit Ende Juli 2022 bis heute eigentlich kaum eine Änderung. Aber ja, natürlich, das ist Kanada, das ist nicht die USA, nicht die Nummer-1-Wirtschaftsmacht. In den USA hat das natürlich nochmal einen ganz anderen Einfluss.
Jetzt noch zum dritten Argument, dass tatsächlich Bitcoin scheitern könnte durch diese Bitcoin Spot ETFs. Aufgrund der Tatsache, dass einerseits zu viele Bitcoins gelockt werden und dadurch Bitcoin seine Fähigkeit verliert als Medium of Exchange und andererseits auch die ganzen Vermögensverwalter dadurch einen zu großen Einfluss haben auf Bitcoin.
An der Stelle erstmal vorweg: Bitcoin kann nicht mehr scheitern. Bitcoin ist Stand heute schon ein Erfolg. Völlig unabhängig davon, ob der Bitcoin-Preis auf eine Million geht, auf 10 Millionen oder auf 0 Dollar. Denn was Bitcoin tatsächlich gemacht hat, ist, dass es Stand heute schon Millionen von Menschen, inklusive mir, die Augen geöffnet hat, wie unser derzeitiges Finanzsystem dasteht, wie unser derzeitiges Finanzsystem funktioniert. Von daher, selbst wenn tatsächlich der Bitcoin-Preis auf 0 geht, glaubst du tatsächlich, dass Menschen wie ich und andere Leute, die das System hinterfragt haben, dass wir dann einfach so wieder ans alte, traditionelle Finanzsystem zurückwechseln? Wahrscheinlich eher weniger.
Aber lasst uns trotzdem mal die ganzen Argumente gemeinsam durchgehen. Beginnen wir mit dem ersten Punkt, dass dadurch zu viele Bitcoins weggelockt werden und dadurch Bitcoin nicht mehr als Medium of Exchange fungieren kann. Das ergibt aus meiner Sicht nicht wirklich Sinn. Weil ein Bitcoin besteht ja aus 100 Millionen Satoshis. Das heißt, selbst wenn in diesen Bitcoin-Spot-ETFs tatsächlich 10 von 21 Millionen Bitcoins weggelockt werden, dann hätten wir trotzdem noch 11 Millionen mal 100 Millionen Satoshis, die frei zur Verfügung sind, um dann tatsächlich Trades durchzuführen.
Aber lasst uns an der Stelle mal wirklich den Teufel an die Wand malen. Sagen wir mal, dass von den ganzen 21 Millionen Bitcoins tatsächlich 20,5 Millionen – ich übertreibe jetzt mal – tatsächlich in diese ETFs fließen. So, und dann hätten wir nur noch 0,5 Millionen Bitcoins übrig, mal 100 Millionen Satoshis. Eventuell ist die Anzahl tatsächlich zu wenig, um als Medium of Exchange zu gelten. Selbst dann könnte man immer noch hergehen und jeden einzelnen Satoshi auf einem 2nd Layer von Bitcoin nochmal mehr splitten, dass beispielsweise ein Satoshi 100 Millionen in einer anderen Einheit sind, sodass wir wieder genügend Einheiten hätten, damit tatsächlich Bitcoin als Medium of Exchange fungieren kann.
Und jetzt zum zweiten Argument, dass dadurch die ganzen Vermögensverwalter, wie beispielsweise BlackRock, zu viel Macht bekommen könnten. Ich weiß nicht, wir haben ja bereits hier gesehen, dass BlackRock sich eingekauft hat in vier der fünf größten Bitcoin-Miner. Jetzt, solange diese Vermögensverwalter nicht irgendwann mal 50 % vom gesamten Mining kontrollieren, mache ich mir persönlich da relativ wenig Gedanken. Sogar eher im Gegenteil, dass ich denke, naja, Vermögensverwalter, die sind da, um Geld zu verdienen. Das heißt, die haben jetzt zum allerersten Mal wirklich einen finanziellen Anreiz, einerseits so effizient wie möglich das Mining zu betreiben und andererseits natürlich auch Bitcoin, das Asset, zu beschützen vor sämtlichen Nonsens-Regulierungen, die sich die Regierung oder sonst wer einfallen lässt.
Das heißt, alles in allem: Ja, es wird trotz diesen Bitcoin Spot ETFs weiterhin Zyklen geben, und nein, es ist vermutlich nicht eins zu eins vergleichbar mit dem Gold ETF, weil es da einfach gewisse Unterschiede gibt. Aber dass dadurch irgendwie Bitcoin scheitern soll, also ich persönlich halte es eher für Unsinn.
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Demnächst sollen mehrere BTC Spot ETFs in den USA gelauncht werden. Hier erfährst du, mit welchen Auswirkungen du tatsächlich rechnen kannst.
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