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Kevin Söll

Warum ich mit 26 aufgehört habe, für die Rente zu sparen 🤫

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Nein, das ist heute kein Klickbait. Ich persönlich habe tatsächlich mit 26 Jahren aufgehört, für die Rente zu sparen, und ich habe es auch, um ehrlich zu sein, nicht vor, das jemals wieder zu tun. Und ich weiß, das ist ziemlich kontrovers, insbesondere im DACH-Raum, wo, ich sag mal rein kulturell gesehen, einfach das Sparen relativ groß geschrieben wird. Deshalb schon mal vorweg: Das ist keine allgemeine Empfehlung, sondern nur das, was ich für mich und mein Leben für richtig halte. Für den Großteil von meiner Community ist es höchstwahrscheinlich besser, wenn sie ganz normal weiterhin für die Rente ansparen. Dennoch möchte ich im heutigen Video mit dir teilen, warum ich tatsächlich aufgehört habe, für die Rente zu sparen, was ganz genau die Hintergründe sind, warum ich persönlich von der Rente im Allgemeinen relativ wenig halte und was ich persönlich stattdessen mache.

Hi, mein Name ist Kevin Söll und auf meinem Kanal lernst du eigentlich primär über Krypto. Hin und wieder mache ich allerdings auch mal, ich sag mal, ein eher allgemeineres Video zum Thema Finanzen, insbesondere dann, wenn ich das Gefühl habe, dass es auch einigen meiner Community entsprechend helfen kann.

Aber lasst uns zunächst mal ganz vorne starten, und zwar ist der Hintergrund im Wesentlichen der, dass ich mit 26 Jahren aufgehört habe, für die Rente zu sparen, weil ich erstens realisiert habe, dass ich persönlich von dem Konzept von der Rente relativ wenig halte, und zweitens, dass das einfach so überhaupt gar nicht zu meiner Person und meinem Lifestyle passt.

Aber lasst uns zunächst mal beim Konzept von der Rente starten, was ja heutzutage, ich würde mal sagen, für die allermeisten Leute relativ normal ist, dass man für die Rente anspart. Wenn du jetzt allerdings mal in die Vergangenheit schaust, dann merkst du, dass das Konzept von der Rente eigentlich noch relativ neu ist. Deutschland war beispielsweise weltweit das allererste Land, das eine gesetzliche Rentenversicherung eingeführt hat, damals im Jahr 1889. Das heißt, von staatlicher Seite gibt es eine Rente eigentlich erst seit ungefähr 135 Jahren. Damals war es allerdings noch so, dass die durchschnittliche Lebenserwartung nur bei 40 Jahren lag und die Rente nur für die Leute gedacht war, die über 70 Jahre alt werden, also fast doppelt so alt wie die durchschnittliche Lebenserwartung.

Heutzutage sieht das Ganze relativ anders aus. Und zwar kann man heutzutage bereits mit 67 in Rente, das heißt früher als damals. Und auch gleichzeitig beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland derzeit ungefähr 81 Jahre. Das heißt, die durchschnittliche Lebenserwartung ist ein gutes Stück über dem Renteneintrittsalter. Und wenn man sich dann noch den demografischen Wandel anschaut, dass immer weniger junge Leute für immer mehr alte Leute aufkommen sollen, dann merkt man erst mal, wie die gesetzliche Rentenversicherung einfach zum Scheitern verurteilt ist. Aber das ist wahrscheinlich eher ein Thema für ein separates Video.

Jedenfalls habe ich damals im Jahr 2018, also vor ungefähr sechs bis sieben Jahren, realisiert, dass finanzielle Freiheit eigentlich primär ein mentales Ding ist und dass sich eigentlich gar nichts wirklich im Leben ändert. Und ich persönlich kann mir, um ehrlich zu sein, auch nicht vorstellen, dass ich jemals komplett aufhöre zu arbeiten, weil es für mein persönliches Glücksgefühl und auch mein Wohlbefinden unfassbar wichtig ist, dass ich weiterhin einen Purpose verfolge.

Deshalb wundert es mich persönlich auch kein bisschen, wenn du dir da mal die Statistiken dazu anschaust, dass ab dem Renteneintritt ganz plötzlich die Sterblichkeitsrate ziemlich stark nach oben geht, weil einfach den ganzen Leuten ein Purpose bzw. eine Aufgabe fehlt. Hier siehst du beispielsweise die Studienergebnisse aus den USA dargestellt, wo man bereits mit 62 Jahren in die Rente gehen kann. Und wie du es hier siehst, die Sterblichkeitsrate davor und dann zum Renteneintritt springt das hier entsprechend nach oben. Und dieser Effekt ist auch beispielsweise im englischsprachigen Raum als der Mortality Effect of Retirement bekannt, also der Sterblichkeitseffekt von der Rente.

Wenn du dir stattdessen mal Costa Rica anschaust, stellst du fest, dass es da ziemlich anders ist. Und zwar, als ich beispielsweise im letzten Jahr für drei Monate in Costa Rica gelebt habe, ist mir aufgefallen, dass es da dieses Konzept von der klassischen Rente gar nicht wirklich gibt, sondern es gibt nur einen Plan de Vida, also einen Plan fürs Leben. Aber was da mehr damit gemeint ist, ist, dass man einfach weiterhin einen Grund hat, morgens aufzustehen. Und ganz zufällig gibt es auch in Costa Rica eine von den in Summe fünf verschiedenen Blue Zones, also die Gebiete, wo rein statistisch gesehen die ganzen Menschen am ältesten werden. Und das liegt definitiv in Costa Rica nicht daran, dass sie die beste Gesundheitsvorsorge haben.

Was aus meiner Sicht statt der klassischen Rente viel mehr Sinn ergibt, ist, dass man einfach einer Arbeit nachgeht, die man gerne tut und die einen erfüllt. Und das ist natürlich definitiv leichter gesagt als getan. Und es wird nie so sein, dass man wirklich jeden einzelnen Aspekt von seiner Arbeit liebt. Aber aus persönlicher Erfahrung kann ich definitiv sagen, dass es möglich ist. Und was ich zudem aus eigener Erfahrung sagen kann, ist, dass es unfassbar schwierig ist, so einen Job tatsächlich zu finden, und dass es um das X-fache leichter ist, sich so einen Job selbst zu erschaffen, weil du den dann entsprechend genau so aufbauen und erschaffen kannst, dass es entsprechend zu dir passt.

Das ist allerdings laut Naval nur eine von den insgesamt drei verschiedenen Möglichkeiten, wie du tatsächlich in Rente gehen kannst. Die erste Möglichkeit ist die, dass du so viel Geld ansparst, dass du davon entsprechend leben kannst. Die zweite Möglichkeit ist die, dass du zum Mönch wirst, also deine Ansprüche auf null setzt. Oder die dritte Möglichkeit, dass du einer Arbeit nachgehst, die du gerne tust, die dich erfüllt. Und was Naval zudem meinte, was ich persönlich auch absolut brillant finde, ist die Aussage, dass Retirement, also deine Rente, dann beginnt, wenn du aufhörst, das Heute zu opfern für ein imaginäres Morgen. Das heißt, rein faktisch gesehen kann die Rente eigentlich schon deutlich früher starten als zum offiziellen Renteneintritt.

Das heißt, der erste Grund, warum ich persönlich aufgehört habe, für die Rente zu sparen, ist im Wesentlichen der, dass ich es für mich persönlich viel sinnvoller halte, dass ich mir einfach direkt einen Job suche bzw. selbst einen Job aufbaue, den ich einfach so gerne tue, dass ich schon gar nicht aufhören möchte zu arbeiten. Weshalb ich auch beispielsweise jetzt in den letzten paar Jahren meinen eigenen Job ziemlich stark umstrukturiert habe, sodass ich mittlerweile zum Großteil, nicht nur, aber zum Großteil, wirklich nur noch Dinge mache, die ich auch gerne mache.

Und auch der zweite Grund: dass ich persönlich immer mehr realisiert habe, dass das Sparen für die, ich sag mal, goldenen Jahre meistens auf Kosten dessen geht, dass man mit jungen Jahren viel lebt. Was mir beispielsweise umso bewusster wurde, als ich vor mehreren Monaten das Buch Die with Zero gelesen habe. Denn wenn du dir mal deine eigenen Einnahmen im Lebensverlauf anschaust, dann ist es ja meistens so, dass mit zunehmendem Alter auch deine Einnahmen entsprechend ansteigen, bis ungefähr, meistens so, dem 50. Lebensjahr, bevor es dann irgendwann auch wieder abnimmt. Wenn du dir dann noch zusätzlich den Verlauf von deiner Gesundheit und deiner Fitness anschaust, dann ist es ja meistens so, dass, ich sag mal, über eine relativ lange Zeit noch alles gut ist, bevor es im Alter dann relativ rapide abnimmt.

Und der Punkt erklärt auch beispielsweise, warum mit zunehmendem Alter dann auch der Spaßfaktor und die Auswahl der möglichen Erfahrungen, die du überhaupt erleben kannst, immer mehr abnimmt, aufgrund der Tatsache, dass dich einfach deine Gesundheit und deine Fitness im Lebensverlauf immer mehr einschränkt. Und aus der Perspektive finde ich persönlich das Konzept von den goldenen Jahren, um ehrlich zu sein, relativ pervers. Denn mal ganz ehrlich, du sollst für ein Alter ansparen, wo du noch gar nicht weißt, ob du das tatsächlich erreichst. Und selbst wenn du so alt wirst, kann es oftmals sein, dass du einfach gesundheitlich und was deine Fitness angeht schon so eingeschränkt bist, dass du nur noch eine begrenzte Anzahl an Erfahrungen machen kannst.

Und das ist auch beispielsweise einer der Hauptgründe, warum ich persönlich derzeit mein relativ junges Alter noch ausnutzen will, um einfach möglichst viele Sachen zu sehen, zu entdecken, zu erkunden. Weil ich mir persönlich nicht vorstellen kann, dass ich mit 50 oder mit 60 die gleiche Energie habe wie beispielsweise derzeit.

Jetzt für diejenigen, die relativ neu sind auf meinem Kanal, ein ganz kurzer Exkurs zu mir. Und zwar bereise ich persönlich als digitaler Nomade seit ungefähr sechs Jahren die Welt, habe mittlerweile in ungefähr 24 Ländern gelebt. Und meine Liste mit den ganzen Orten, die ich persönlich noch besuchen will, ist noch relativ lang, um ehrlich zu sein.

Aber nur weil ich persönlich nicht mehr für die Rente anspare, heißt das natürlich nicht, dass ich irgendwie keinen Plan habe, nur dass mein persönlicher Plan ziemlich anders aussieht als das, was uns unsere Gesellschaft als richtig bzw. korrekt vorgibt. Mein Plan ist vorerst der, dass ich über die nächsten, ich sag mal, mindestens 20 oder 30 Jahre nicht vorhabe, von meinem Ersparten zu leben, weil ich mir persönlich ohnehin nicht vorstellen kann, arbeitstechnisch jemals wirklich komplett aufzuhören. Also wenn, dann nur wirklich im sehr gehobenen Alter.

Vor ein bis zwei Jahren hätte ich mich persönlich noch als relativ sparsam bezeichnet, insbesondere noch in der Zeit in Deutschland, also während dem Studium, nach dem Studium und so weiter, da war ich teilweise ein absoluter Sparfuchs. Aber das hat sich jetzt, ich sag mal, in den letzten ein bis zwei Jahren doch ziemlich stark geändert, dass ich mittlerweile auch ganz bewusst deutlich mehr Geld ausgeben will, für meinen Lifestyle, für meine Ausflüge und so weiter. Erst diese Woche habe ich beispielsweise meine erste private Flugstunde in Paris genommen, etwas, was ich schon immer machen wollte, aber jetzt halt nicht unbedingt gerade günstig ist.

Und trotz solcher Trips beträgt meine durchschnittliche Sparrate über das Jahr gesehen immer noch über 90 %. Das heißt, für alle 100 Euro, die ich persönlich verdiene, spare ich mehr als 90 Euro tatsächlich an. Und das aus dem ganz einfachen Grund, dass ich relativ früh realisiert habe, dass es deutlich sinnvoller ist, sich auf die Erhöhung der Einnahmen zu fokussieren und nicht auf die Reduktion der Ausgaben. Denn deine Einnahmen sind nach oben unbegrenzt, während deine Ausgaben nach unten natürlich begrenzt sind, weil du ja minimal nur 0 Euro ausgeben kannst.

Ich persönlich denke auch, dass ich unternehmenstechnisch noch relativ am Anfang stehe. Zumindest habe ich persönlich noch deutlich größere Ziele. Und ich würde auch meinen eigenen Kanalstand heute nicht wirklich als groß bezeichnen. Ich kann mir gut vorstellen, dass da über die nächsten paar Jahre noch einiges gehen wird.

Das heißt, mein persönlicher Plan ist vorerst mal der, dass ich einfach so weitermache wie bisher. Dann nach diesem Crypto-Bullrun wird auch für mich persönlich das Thema Diversifikation immer wichtiger. Das heißt, weg vom Fokus vom primären Vermögensaufbau hin zu viel mehr Vermögenserhalt. Aber ich würde sagen, das ist dann wahrscheinlich eher nochmal ein Thema für ein separates Video.

Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.

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Im DACH-Raum ist es sehr üblich, für die Rente zu sparen. Hier erfährst du, warum ich das seit 6 Jahren nicht mehr mache.

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Hey, mein Name ist Kevin Söll. Ich habe einen Master in Wirtschaftsingenieurwesen und bin 2018 aus Deutschland ausgewandert.

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Timestamps:
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5:08 Das Paradox der Rente
6:47 Mein Plan