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Kevin Söll

Bitcoin: Der eigentliche Crash könnte erst noch kommen

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Im heutigen Video habe ich Julian Grimm zu Gast, den viele vermutlich auch als „Der Rentner“ kennen, wie es zumindest auf seinem YouTube-Kanal heißt. Das heutige Gespräch war aus meiner Sicht wirklich interessant, weil Julian ein Stück weit anders tickt und anders denkt als ein klassischer Krypto-Influencer. Einfach deutlich nüchterner, rationaler und vielleicht auch weniger bullish auf Bitcoin, als man das typischerweise von einem Krypto-YouTuber erwarten würde. Aber ich will nicht zu viel vorwegnehmen. Ganz viel Spaß beim heutigen Gespräch.

So, Julian, seit wann beschäftigst du dich mit Krypto und wie bist du überhaupt zu Krypto gekommen?

Also, ich beschäftige mich seit 2020 mit Krypto, habe mich aber vorher erst einmal mit Aktien beschäftigt, weil ich denke, dass das auch der richtige Weg ist, sich zunächst mit weniger risikoreichen Assets auseinanderzusetzen. Die meisten starten ja direkt mit Krypto, was durchaus gefährlich sein kann. Ich habe dadurch auch ein, sagen wir mal, gefährliches Bild hinsichtlich des Renditeverständnisses bekommen. Aber ich habe mit Aktien gestartet und dann rund 2020 mit Krypto.

Okay, und wie kamst du zu Krypto? Hast du das irgendwie auf Social Media gesehen? Haben Freunde dich angesprochen oder wie kam der Weg von Aktien zu Bitcoin beziehungsweise zu Krypto tatsächlich?

Mir wurde ein Video vorgeschlagen von jemandem, der ein Video veröffentlicht hatte, in dem er gesagt hat, er habe durch diese und diese Investition – er hat es dann noch gezeigt – eine Million verdient, durch eine Bitcoin-Investition. Durch sein Investment hat er das dann alles aufgezeigt, und dann habe ich mich damit beschäftigt.

Okay, spannend. Jetzt hast du ja zwei verschiedene Kanäle und beide Kanäle heißen „Der Rentner“. Wenn ich dich jetzt sehe – die Zuschauer werden das jetzt nicht sehen –, würde ich sagen: So ein Rentner bist du noch nicht. Wie kommt es denn dazu, dass du „Der Rentner“ heißt?

Das Ziel war, relativ frühzeitig die finanzielle Freiheit zu erreichen und so gesehen den Lifestyle eines Rentners zu haben, nur eben in früheren Jahren. Relativ einfach gesagt.

Okay, spannend. Das heißt, tun und lassen zu können, was man möchte, im Endeffekt.

Würdest du sagen – meine Geschichte ist so ein bisschen ähnlich: Ich kam auch erst von Aktien später zu Krypto, was ja echt die wenigsten machen –, dass die Kenntnisse vom Aktienmarkt dir tatsächlich im Kryptomarkt geholfen haben? Also die Grundprinzipien, die du damals schon bei Aktien berücksichtigt hast: Sind die auch sinnvoll für den Kryptomarkt?

Ich denke, was das Risiko angeht, durchaus. Aber es ist natürlich schon noch ein völlig anderer Markt, auch was die Analyse betrifft. Du hast keine Unternehmenskennziffern, du musst dich hauptsächlich mit Blockchain-Daten auseinandersetzen. Aber selbst die bringen dir insofern nichts, dass das Projekt nicht dennoch ansteigen kann. Ich denke, dass das Risikomanagement das Wichtigste ist, was du im Aktienmarkt für den Kryptomarkt lernen kannst.

Bei mir hat das einfach dazu geführt, dass ich es im Aktienmarkt schon gewohnt war, ETFs zu kaufen. Deshalb war meine allererste Recherche und auch mein erstes Investment im Kryptomarkt nicht Bitcoin und auch kein Altcoin, sondern quasi ein Coin, der automatisiert in die Top-20-Krypto-Projekte investiert hat. So habe ich damals gestartet, weil ich gedacht habe: Ich investiere doch nicht nur in Bitcoin, denn im Aktienmarkt investiere ich ja auch nicht nur in Tesla oder sonst was.

So hat das bei mir angefangen, was im Nachhinein allerdings weniger profitabel war. Wenn ich einfach nur Bitcoin gekauft hätte – dadurch, dass ich zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekauft und einen guten Bärenmarkt mitgenommen habe –, hätte ich lieber nur Bitcoin kaufen sollen. Aber es war trotzdem ein interessantes Learning.

Gibt es den Coin noch?

Der ist leider – ich glaube, da gab es irgendwie einen Skandal – 2022 oder so komplett verschwunden. Ich glaube, da hat jemand intern das Ganze leergezogen. Aber für mehrere Jahre hat das sehr gut funktioniert. Der wurde automatisch rebalanced und hatte auch ein Maximum von 10 Prozent. Selbst bei Bitcoin hatte man also maximal 10 Prozent dabei. Das war alles nach der Marktkapitalisierung verteilt.

War eigentlich ein cooles Projekt. Ich habe das damals wirklich gefeiert. Es war nicht superpopulär, aber es gab damals, um ehrlich zu sein, auch keine Alternative. Das war das einzige Projekt, das in diese Richtung ging, und ich habe dazu genau eine Recherche gemacht.

Aber ja, das waren so meine Anfänge. Vom Grundgedanken zum Start. Mittlerweile, glaube ich, habe ich meine Meinung dazu ein bisschen geändert, weil Bitcoin nach wie vor die Benchmark ist. Wenn man nur Bitcoin hält, hat man eigentlich schon den Großteil des Marktes, auch was die Marktkapitalisierung angeht, abgedeckt. Ich weiß nicht: Siehst du das anders, würdest du da mitgehen?

Also, ich bin kein Bitcoin-Maximalist. Ich denke, dein Kanal ist bei den Hauptvideos sehr stark Bitcoin-fokussiert. Ich sage einfach, dass es Narrative gibt. Ob in fünf Jahren die Narrative noch dieselbe ist, muss dann natürlich bewertet werden.

Nehmen wir als Beispiel Bitcoin-Miner: bei weiter steigenden Stromkosten und bei der Möglichkeit, deren Mining-Zentren in KI-Rechenzentren umzuwandeln, um so die Profitabilität zu steigern. Weniger Miner, weniger Attraktivität fürs Mining. Dann natürlich die auf 21 Millionen begrenzte Menge. Aber dann hast du Tokenisierung, dann hast du einen immer weiter wachsenden Futures-Markt.

Für jedes Narrativ rund um Bitcoin kann man mittlerweile auch eine gewisse Gegenargumentation finden. Mir geht es eher darum zu sagen: Kann ich damit Geld verdienen oder kann ich damit kein Geld verdienen? Und deswegen würde ich Bitcoin zum Beispiel nur dann Spot nach der Buy-and-Hold-Strategie kaufen, wenn er unter dem Realized Price und dem Long-Term-Holder-Realized-Price liegt. Das sind für mich die einzigen Metriken, um zu sagen: Hier ist Bitcoin wirklich günstig bewertet.

Bitcoin hat für mich keinen inneren Wert. Es geht einfach nur darum, zu kaufen und jemand anderem teurer zu verkaufen. Das ist meine Ansicht der Dinge. Dementsprechend würde ich selbst bei einem aktuellen Rücksetzer Bitcoin nicht Spot kaufen, wenn er nicht unter die genannten Metriken fällt, weil er einfach nicht günstig ist.

Oh, sehr spannend. Jetzt hast du … Ich habe mir eigentlich ein paar Fragen vorbereitet, aber ich glaube, wir müssen direkt abbiegen. Das bedeutet: Der Realized Price liegt derzeit, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, unter 54.000, und der Long-Term-Holder-Realized-Price noch tiefer. Würde das bedeuten, dass aktuell für diesen [unverständlich] … Also, sofern … Oh, vielleicht meine erste Frage: Gehst du davon aus, dass der Zyklusboden tatsächlich bereits erreicht wurde? Oder sagst du, wir sehen noch einen größeren Rücksetzer?

Also, wir haben es charttechnisch verfolgt und waren in der Abwärtsbewegung sehr erfolgreich. Wir haben auch das Top wunderbar getroffen. Dennoch hat im letzten Meter aus chartanalytischer Perspektive ein weiteres Tief gefehlt – genau das Tief, das uns unter den Long-Term-Holder-Realized-Price und den Realized Price gebracht hätte.

Jetzt ist die Stimmung ja so: Das Tief ist drin. Jeder sagt es, also fast jeder, sagen wir 90 Prozent. Die Frage ist für mich unwichtig, weil Bitcoin einfach zu teuer ist. Das Chancen-Risiko-Verhältnis passt nicht. Selbst wenn er in Richtung 160.000 ansteigt, habe ich eine Verdopplung des eingesetzten Kapitals. Aber das habe ich mit jeder Aktie, und da habe ich einen inneren Wert.

Die Frage ist für mich völlig irrelevant, weil ich Bitcoin nur aktiv trade, wenn wir jetzt einen Rücksetzer sehen.

Okay, spannend. Dann lass uns vielleicht noch einmal einen Schritt zurückgehen. Du hast vorhin erwähnt, dass du zwei verschiedene Kanäle hast. Was würdest du sagen: Was macht deine Kanäle im Vergleich zu anderen YouTube-Kanälen rund um den Kryptomarkt anders? Wo liegt dein Fokus?

Auf dem Hauptkanal ist das Hauptthema XRP, was die Coins angeht. Bitcoin ist aber ebenfalls dabei, Ethereum, Solana und Stellar. Wenn es etwas Spannendes gibt, nehme ich das mit rein. Dazu kommt Makroökonomie, also hauptsächlich Fundamentalanalyse zu den einzelnen Entwicklungen rund um Krypto und zu spezifischen Assets.

Auf dem zweiten Kanal geht es um interessante Aktien, die nach ihrem inneren Wert günstig sind, plus Chartanalyse. Wenn das Sentiment sehr, sehr schlecht ist, suchen wir nach einem System interessante Assets heraus. So gesehen möchte ich eine breite Diversifikation schaffen, was vielen im Kryptomarkt fehlt. Sie beschäftigen sich nur mit Krypto, aber eine breite Diversifikation ist aus meiner Sicht langfristig der Weg zum Erfolg.

Okay, ich habe so viele Fragen, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Lass uns noch einmal einen Schritt nach vorne gehen. Zum Zyklusboden: Es hat eigentlich noch eine letzte Abwärtsbewegung gefehlt. Was ist jetzt dein Base Case? Sehen wir die etwas verspätet? Sehen wir sie tatsächlich noch? Oder besteht auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir das in diesem Bärenmarkt gar nicht mehr sehen?

Ich würde jetzt rein nach der Elliott-Wave-Theorie antworten. Das ist meine bevorzugte Analysemethodik. Ich gehe von einem Rücksetzer aus, sei es in Richtung der Region um 70.000 US-Dollar, dann noch einmal von einem potenziellen Anstieg in Richtung 100.000 US-Dollar.

Danach halte ich durchaus eine breitere Aktienmarktkorrektur für möglich, weil die großen Tech-Firmen schon sehr, sehr heiß gelaufen sind. Sei es Apple, Microsoft oder Nvidia – alle sind auf Allzeithochs. Man fragt sich: Wo soll jetzt noch dieses immense Wachstum herkommen, während die Breite des Marktes eher underperformt?

Aufgrund der riesigen Staatsanleihen-Invertierung, die wir gesehen haben, kann ich mir vorstellen, dass es zu einer verspäteten Rezession kommen kann. Aber das spielt für mich, wie bereits erwähnt, keine Rolle. Das sind Gedanken, die man nach außen tragen oder für sich haben kann. Im Endeffekt gilt es einfach zu schauen: Wann ist welches Asset günstig und wann kann ich dort kurz-, mittel- oder langfristige Positionen aufbauen?

Ich glaube, wir verlieren uns viel zu häufig in Narrativen. Das passiert jedem einmal. Der Vier-Jahres-Zyklus war zuletzt das beste Beispiel: Es wurde gesagt, dass im Oktober oder November der Boden gefunden sein müsse. Ich habe immer gesagt, die zeitliche Komponente ist völlig unterzuordnen, weil, sobald der Zyklus einmal gebrochen ist, sowieso niemand mehr darüber spricht.

Deswegen würde ich die Situation ein Stück weit nach dem Momentum bewerten und den Kryptomarkt aktiv handeln.

Okay, ergibt Sinn. Das heißt, du warst noch nie ein großer Verfechter des Vier-Jahres-Zyklus und gehst jetzt auch davon aus, dass er gebrochen ist? Oder zumindest: Ist er deiner Meinung nach gebrochen?

Nach der Zyklus-Theorie wäre jetzt Oktober, sodass durchaus noch eine Abwärtsbewegung folgen kann. Ob sie zu einem weiteren Zyklus-Tief führt, werden wir sehen, wenn die Kaufbereitschaft beim Rücksetzer tatsächlich zurückkommt.

Die Spot-ETF-Zuflüsse haben über die letzten Tage bereits abgenommen. Das Handelsvolumen ist zurückgegangen. Wir haben sehr viel Imbalance, was die Charttechnik angeht, unter unserem aktuellen Kurs. Vielleicht geht Bitcoin noch in Richtung 90.000, aber dann rechne ich mit dem Rücksetzer.

Dann müssen wir schauen: Wie entwickelt sich das Sentiment? Kommen neue Käufe dazu? Wir müssen neues Kapital hineinbekommen, um nennenswert höhere Kurse zu erzielen. Und die Frage ist: Mit welchem Narrativ? Von wem kommt das Geld? Wie wahrscheinlich ist es bei diesem Zinsumfeld, dass wir jetzt in den nächsten Bullrun bei Bitcoin starten?

Das heißt, dein Base Case wäre zunächst – sofern ich das richtig verstanden habe, korrigiere mich gerne, falls ich Blödsinn erzähle – eine mäßige Korrektur, vielleicht in Richtung 70.000, dann ein größerer Anstieg auf 100.000 oder 110.000, bevor wir durch eine potenzielle Rezession, den Aktienmarkt oder Ähnliches tatsächlich auf ein tieferes Zyklus-Tief gehen. Habe ich das richtig verstanden?

Ich würde es nicht ausschließen. Ich würde im Endeffekt aber einfach strukturell den Trend handeln, solange er intakt ist. Ich denke, dass das das Beste ist, was man am Markt machen kann. Zum Beispiel einen Stop-Loss nach einer gewissen Zeit nachziehen und den Trend so lange handeln, bis er gebrochen ist. Wenn er dann gebrochen wird, schaust du dir das Ganze in Ruhe an.

Okay. Das heißt, welchen Zeithorizont tradest du überwiegend? Es geht in Richtung Swing-Trading, oder?

Genau. Und wahrscheinlich eher ein mittelfristiger Zeithorizont?

So lange es dauert. Ich trade nicht wirklich mit Hebel, das heißt, ich habe auch keine hohen Finanzierungskosten. Ich erhöhe zum Beispiel stückweise die Short-Position, wenn wir höher steigen, weil ich charttechnisch viele Fair-Value-Gaps unter uns sehe. Eine Imbalance im Chart, rückläufige Indikatoren und rückläufiges Kaufinteresse.

Wir sehen noch keine großen Transfers zu Börsen. Potenzial kann also noch ein Stück weit vorhanden sein. Aber ich habe auch noch Bitcoin im Spot-Bestand meines Portfolios. Ich habe in dieser Top-Region 50 Prozent veräußert. Wenn Bitcoin steigt, ist das also in Ordnung. Ich würde hier aber nicht Spot nach der Buy-and-Hold-Strategie in diesen Kursregionen kaufen.

Spannend. Wenn du jetzt deine eigene Strategie jemandem beschreiben müsstest, der sie noch nie gehört hat: Du hast bereits viele Elemente genannt – Swing-Trading, mittelfristiger Zeithorizont, Elliott-Wave, Trendhandel, solange der Trend intakt ist. Was fehlt noch, um deine Strategie etwas greifbarer zu machen?

Ich bringe natürlich sehr spezifischen Content für diejenigen, die schon länger am Markt dabei sind. Für jemanden, der einfach an einer Spot-Börse kauft und verkauft, ist das wahrscheinlich schwierig zu greifen. Auch die Begrifflichkeiten waren für mich damals schwierig. Wenn du neu startest, verstehst du nur Bahnhof. Deshalb kann ich nachvollziehen, wenn die Strategie für den einen oder anderen Zuhörer nicht greifbar ist.

Im Endeffekt handle ich nach der Elliott-Wave-Theorie, nach dem Sentiment und nach den Fundamentaldaten. Das Sentiment ist aus meiner Sicht schon jetzt heiß gelaufen. Es ist also ein Dreierlei, das aus meiner Sicht jeder Investor lernen sollte.

Chartanalyse gehört dazu, weil du sonst in ein fallendes Messer greifst und dafür hart bestraft wirst. Das Sentiment gehört dazu, und das ist relativ einfach zu lernen. Fundamentalanalyse bekommst du auf deinem Kanal, auf meinem Kanal und auf anderen Kanälen. So kannst du dir ein eigenes Bild davon machen, wie du als Zuhörer die Lage hinsichtlich des Risikos selbst beurteilst.

Und wie schätzt du das Sentiment ein? Ist das primär subjektiv? Schaust du dir Indikatoren an oder wie genau machst du das?

Der Vorteil eines eigenen YouTube-Kanals ist, dass man sieht, wann das Interesse zurückkommt. Ich habe auch über den Sommer hinweg durchgezogen – im Gegensatz zu anderen Kanälen, die ihren Content haben schleifen lassen –, weil die Aufrufzahlen nur ein Drittel dessen betrugen, was aktuell der Fall ist.

Jetzt ist die Aufmerksamkeit wieder sehr stark gestiegen. Die Aufrufe sind bei jedem Kanal ungefähr dreimal so hoch. Dementsprechend würde ich es aufgrund der Aussagen, die getätigt werden, und auch wegen des [unverständlich] als hitzig bewerten, insbesondere im Hinblick auf weitere Kurssteigerungen.

Spannend. Das heißt, du schaust dir keinen Klassiker wie den Fear-and-Greed-Index oder ähnliche Dinge an, sondern primär die Wachstumsraten deiner eigenen Kanäle und Ähnliches?

Doch, durchaus. Der ist ebenfalls nutzbar und hat in der Vergangenheit ganz gut funktioniert. Wenn die Angst oder die Gier sehr groß war, gab es zumindest einmal eine Gegenbewegung. Das kann also ebenfalls herangezogen werden.

Und bei der Fundamentalanalyse sprichst du konkret verschiedene Projekte an, die man sich fundamental anschaut. Verstehe ich das richtig?

Durchaus, aber auch die Gesamtmarktlage ein Stück weit.

Kannst du mir dafür ein Beispiel geben? Du beschäftigst dich sehr tief mit XRP, aber zu XRP müssen wir definitiv noch einen Exkurs machen. Vielleicht machen wir den direkt. Auf dem Hauptkanal liegt der Fokus also stark auf XRP. Wenn jemand XRP schon häufiger gehört, sich aber noch nie tiefer mit dem Projekt beschäftigt hat: Was ist die Grundidee hinter XRP, und warum ist es aus deiner Sicht im Vergleich zu anderen Projekten besonders?

Einerseits, weil XRP seit seiner Existenz im Endeffekt immer in den Top Ten war. Außerdem hat eines der wertvollsten nicht börsennotierten Unternehmen im Finanzsektor weltweit im Endeffekt bereits eine gewisse Verbindung zu dem Coin.

Wenn du mehrfach sagst, XRP sei unser North Star, kannst du schon eine gewisse Verbindung ziehen, auch wenn das wegen des Rechtsstreits natürlich zweigeteilt dargestellt wurde. Zuletzt haben wir den geplanten Börsengang von Evernorth gesehen. Man konnte bereits Vorreaktionen sehen. Das ist ein XRP-Treasury-Unternehmen, und die Aktie ist massiv angestiegen.

Viele Investoren scheinen also bereit zu sein, einen höheren Netto-Wert zu zahlen, als der XRP-Kurs selbst aktuell wert ist. Aber worum geht es bei XRP an sich? Es gibt viele Narrative: Du kannst XRP staken, du kannst XRP im Lending einsetzen und du kannst XRP für grenzüberschreitende Zahlungen als neutrales Brückenasset einsetzen.

Dann hast du natürlich auch das XRP-Ökosystem mit XRP als Transaktionsgebühr. Für jede Transaktion wird eine zwar geringe Menge XRP verwendet. Wenn das Ökosystem durch den Ripple-USD-Stablecoin und durch größere Anwendungen im Bereich der Tokenisierung weiter wächst, steigt der Wert des Netzwerks und potenziell auch der Wert des Coins durch den größeren Einsatz.

Dann sehen wir, dass die großen Investoren ihre Bestände zuletzt ebenfalls auf Allzeithochs geschraubt haben. Für einen Altcoin sind das durchaus gute Entwicklungen, auch wenn sie immer noch spekulativ sind, insbesondere im Vergleich zu anderen Projekten.

Ist das dann auch ein Projekt, das du persönlich selbst nutzt? Oder siehst du das eher so: Du tradest es, gehst mit dem Trend mit, und wenn es überhitzt ist, handelst du entsprechend?

Genau, ja.

Das heißt, du bist kein klassisches Community-Mitglied, das vollständig in der XRP-Bubble steckt und alle möglichen Use Cases nutzt, obwohl es dafür vielleicht gar keinen wirklichen Anwendungsfall hat. Du siehst XRP eher als Investor rational: Ist es günstig, kaufe ich; ist es teuer, verkaufe oder shorte ich es.

Genau, ja.

Okay, spannend. Jetzt habe ich schon wieder komplett vergessen, was ich ursprünglich fragen wollte, bevor wir diesen Exkurs zu XRP gemacht haben. Lassen wir das kurz beiseite. Die Strategie ist, glaube ich, mehr oder weniger klar.

Du hast gesagt, dass du einerseits noch etwas Bitcoin-Spot hältst und wahrscheinlich auch einen guten Teil konkret tradest. Wie sieht es mit Altcoins aus? Welche Rolle spielen Altcoins in deinem Portfolio? Hast du eine feste Allokation, bei der du sagst, dass du immer einen bestimmten Anteil Bitcoin halten möchtest und der Rest Altcoins ist? Oder brauchst du eigentlich gar kein Bitcoin und kannst nur Altcoins halten? Hast du für dich selbst eine Art Richtwert oder Regel?

Ich hatte 68 Prozent Bitcoin und Ethereum. Ich konnte beides gut veräußern. Ethereum habe ich am Top veräußert. Dazu hatte ich einige Altcoins wie XLM und HBAR sowie Altbestände wie ADA, Litecoin und VET von VeChain.

Die sind zumindest einmal um 300, 400 oder 500 Prozent gestiegen. Die habe ich dann entweder komplett veräußert oder zumindest 70 Prozent davon. Der Rest dieses Altbestands von AVAX oder dergleichen, was man noch so herumliegen hat, ist im Vergleich zum Gesamtportfolio im Endeffekt nicht mehr der Rede wert.

Der Hauptbestand ist aktuell Bitcoin. Altcoins sehe ich nur noch im Bereich Trading, weil der Markt kompetitiver geworden ist. 2020 und 2021 ist alles angestiegen. Jetzt ist es deutlich kompetitiver geworden, weil es mittlerweile 100 Millionen Coins und nicht mehr nur ein paar Tausend gibt.

Deswegen muss aus meiner Sicht aktiver gehandelt und gemanagt werden als nach der Buy-and-Hold-Strategie, weil der Großteil der Altcoins langfristig einfach gegen null läuft.

Das bedeutet: Bitcoin Buy-and-Hold und alles andere wird bei dir getradet? Oder tradest du auch Bitcoin?

Ich trade Bitcoin. Spot würde ich, wie gesagt, nur kaufen, wenn er unter die genannten Metriken fällt.

Und du hast gesagt, du tradest auch ohne Hebel. Das heißt, du tradest rein Spot, keine Futures?

Ja, maximal mit einem Dreierhebel. So habe ich es hinsichtlich des Risikomanagements und des Kapitaleinsatzes am besten unter Kontrolle.

Ich denke, dass es ein großes Problem vieler Menschen ist, die mit dem Trading starten: Sie passen den Kapitaleinsatz nicht dauerhaft an ihr Risikomanagement an. Du solltest maximal ein Prozent deines Portfolios pro Trade riskieren. Mit dem Hebel ist es für den einen oder anderen natürlich noch schwieriger, das überschaubar zu halten.

So kann ich sagen: Ich handle mit dem Geld, das mir zur Verfügung steht. Dann gibt es da keine Probleme.

Was ist deine persönliche Meinung zu Bitcoin? Ich höre heraus, dass du definitiv nicht im Lager der Bitcoin-Maximalisten bist. Gleichzeitig habe ich verstanden, dass Bitcoin für dich keinen inneren Wert hat und es im Grunde darum geht, teurer zu verkaufen als andere. Wie siehst du Bitcoin in der Zukunft? Ist es für dich eine Art Safe Haven für den Fall, dass das Fiat-System irgendwann kollabiert und Bitcoin eine ähnliche Rolle wie digitales Gold einnehmen könnte? Oder wie siehst du das?

Das ist natürlich das Narrativ, das von Bitcoin-Maximalisten häufig nach außen getragen wird: dass Bitcoin digitales Gold sei. Da fehlt natürlich noch eine Unmenge an Kapital, um diese These im Vergleich zu Gold zu untermauern. Was das Kapital angeht, ist Bitcoin gegenüber Gold nicht der Rede wert.

Langfristig kann Bitcoin aufgrund des Angebots durchaus stetig steigen. Aber wie gesagt: Wir haben Tokenisierung, vor allem der Futures-Markt boomt immer mehr, und Spot wird im Verhältnis kaum noch gekauft. Das ist schwierig. Ich kann im Endeffekt kaum eine Prognose abgeben.

Oh, spannend. Das heißt, wir haben hier einen der ganz wenigen Krypto-Kanäle, der langfristig nicht superbullish auf Bitcoin ist. Habe ich das richtig verstanden?

Ich sehe es einfach völlig rational und nüchtern, so wie ich es persönlich einordne.

Das ist absolut legitim. Das ist keine Kritik. Ich finde es sehr spannend. Ich merke schon, du gehst sehr stark nach der linken Gehirnhälfte vor – also sehr rational und nüchtern. Du schaust dir an, was ein gutes Investment ist und was nicht. Auf dieser Basis ergibt das absolut Sinn.

Gut, wir haben vorhin einen Exkurs zu XRP gemacht und gesagt, dass das momentan dein Hauptfokus ist. Wenn du noch zwei weitere Altcoins in dein Portfolio packen müsstest – oder allgemein Altcoins, die besonders interessant sind –, welche wären das und warum?

Ich würde schauen, welches Unternehmen dahinter wirklich Geld verdient. Das kannst du über Artemis Terminal oder DeFiLlama machen. Vielleicht veröffentlichen die Projekte, wenn sie sehr transparent sind, sogar Berichte. Das entspricht zwar nicht den Berichten eines börsennotierten Unternehmens, aber du kannst sehen, ob das Unternehmen Verluste oder Gewinne macht.

Deswegen würde ich mich vor allem auf Altcoins fokussieren, die wirklich Geld verdienen. Ein aktuelles Beispiel ist HYPE. Warum die dezentrale Börse durch die Decke geht, weiß ich nicht. Aber sie verdienen auf jeden Fall sehr viel Geld. Deswegen würde ich HYPE mit dem Trend handeln.

Dann würde ich auf OKB setzen, weil ich glaube, dass du mit OKX kooperierst und weißt, was dort noch passieren soll und in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Ich finde es spannend, auch mit den Tokenisierungen, dass sie der Wall Street mit dem durchgängigen Handel etwas entgegensetzen wollen. Ich glaube, dass sie ihren Coin weiter pushen werden. Außerdem verdienen sie sehr viel Geld.

Dann BNB von Binance, weil jemand, der beispielsweise auf Coinbase als Aktie setzt, sich auch BNB ansehen muss. Binance hat eine der größten Machtpositionen im gesamten Kryptomarkt.

Und dann würde ich noch Solana ins Auge fassen. Auch Solana verdient Geld. Das wären die Altcoins, auf die ich setzen würde.

Du hattest im letzten Zyklus auch Ether. Ist Ether mittlerweile nicht mehr dabei? Hat sich die Lage aus deiner Sicht verändert?

Ja, denn wenn du dir die Daten ansiehst, siehst du, dass Ethereum jeden Tag weniger Geld verdient als Solana, aber eine viel höhere Bewertung hat.

Natürlich liegt mehr Geld im Ethereum-Netzwerk. Das Vertrauen größerer Investoren ist bei Ethereum noch größer. Das sieht man am Total Value Locked und an den Transaktionsgrößen.

Rein aktuell, gemessen daran, was beide verdienen, ist Solana aber seit ein oder zwei Jahren vor Ethereum, weil Ethereum die Transaktionsgebühren reduziert hat und dadurch weniger einnimmt. Jetzt sehen wir, dass Solana deutlich mehr Kooperationen mit der traditionellen Finanzwelt knüpft. Ein aktuelles Beispiel ist Western Union mit dem eigenen Stablecoin.

Deswegen sehe ich die Solana Foundation und Solana aktuell vor Ethereum.

Eine Sache, die mir im letzten Zyklus wirklich bewusst wurde – oder die ich vielleicht erst akzeptieren wollte, nachdem ich mir tiefere Gedanken gemacht hatte –, ist, dass gerade bei Ether und bei vielen Altcoins die Value Capture ein Stück weit fehlt. Bei Ethereum kann das Ökosystem stark wachsen, aber der Token bekommt relativ wenig davon ab.

Würdest du auch sagen, dass es bei vielen anderen Altcoins genauso ist? Ein Projekt verdient vielleicht viel, aber der Token bekommt in Wirklichkeit relativ wenig davon ab?

Ja, leider. Ein gutes Beispiel finde ich Ondo. Sie tokenisieren eine Unmenge an Vermögenswerten, haben aber beispielsweise Pläne für eine eigene Ondo-Blockchain vorgelegt, und der Token bleibt einfach nur ein Governance-Token.

Das macht Ondo, obwohl das Unternehmen dahinter vielleicht spannend ist, für die Buy-and-Hold-Strategie schon sehr unattraktiv, zumal über die nächsten Jahre weitere Token aus dem Umlauf freigeschaltet werden.

Ich würde mir eher etwas wünschen wie bei Chainlink. Sie haben eine Chainlink Reserve ins Leben gerufen. Einnahmen, die generiert werden – egal ob in Fiat oder in Kryptowährungen –, werden schlussendlich in LINK umgewandelt und in eine Chainlink Reserve gepackt.

Jetzt ist es aber auch so, dass Chainlink nach meiner Recherche beim Umsatz knapp über 100 Millionen US-Dollar liegt. Was willst du da im Endeffekt an großen Buybacks erwarten?

Du spekulierst bei Chainlink aktuell zu einem extrem hohen Kurs-Umsatz-Verhältnis. Nach dieser Metrik wäre der Wert bei ein bis zwei Dollar, gemessen an der aktuellen Bewertung. Du spekulierst also darauf, dass Chainlink eine riesige Adaption erfährt und im echten Leben eingesetzt wird, sodass die Umsätze deutlich steigen können.

Ob sie profitabel sind, weiß ich nicht. Aber das ist die Wette, die du bei LINK von Chainlink eingehst: dass sie von den Test- und Pilotphasen in die Praxis übergehen und ihren Umsatz verzehn- oder verzwanzigfachen.

Wenn du das Umsatzverhältnis im Verhältnis zum Kurs und zur Marktkapitalisierung ansiehst – was natürlich ein bisschen [unverständlich] im Kryptomarkt ist –, dann zahlst du selbst bei den vermeintlich niedrigen Kursen immer noch eine relativ hohe Bewertung, wenn du nach gängigen Aktienmetriken vorgehst.

Okay, ergibt Sinn. Du hast vorhin viele Altcoins erwähnt, die in die Kategorie „interessant“ passen. Welche grundsätzlichen Altcoins gibt es, bei denen du sagst: Keine Ahnung, warum die so populär sind. Ich finde, das sind absolute Shitcoins. Sie werden total gehypt, aber eigentlich steckt da gar nichts dahinter. Welche Kandidaten kommen dir spontan in den Kopf?

Spontan kommt mir Algorand in den Kopf, weil Algorand seit seiner Existenz im Kurs eigentlich immer fällt. Es hatte zwischenzeitlich eine Hochphase, aber insgesamt ist es ein einziger Downtrend. Trotzdem wird es immer gehypt.

Ich habe mir Algorand gestern erst für die Mitglieder angesehen. Die Foundation bringt weitere Coins in den Umlauf, aber im Endeffekt verdient die Blockchain überhaupt kein Geld. Wie soll dann der Coinpreis steigen?

Oder VET von VeChain. Das Marketing war super, die Idee war super, und sie hätten schon etwas daraus machen können. Sie hatten ein großes Budget, aber die On-Chain-Aktivität ist einfach niedriger als vor fünf Jahren.

Oder nehmen wir Casper mit C. Wie oft musste ich das in der Wunsch-Analyse im Analyse-Service analysieren, obwohl das Ding seit dem Launch um 99,99 Prozent gefallen ist. Das wären drei Beispiele.

Vielleicht noch eine der letzten Fragen: Du hast eingangs erwähnt, dass du aus dem Aktienmarkt kommst und dann auf den Kryptomarkt gewechselt bist. Wie sieht dein Portfolio heute aus? Bist du nach wie vor größtenteils in Aktien investiert, oder kam irgendwann immer mehr der Shift zu Krypto, weil man damit deutlich mehr Geld verdienen kann und entsprechend mehr Geld hineingeflossen ist? Und wie siehst du es mit anderen Anlageklassen? Was gehört aus deiner Sicht in jedes Portfolio?

Da muss ich dir eine sehr langweilige Antwort geben, weil ich versuche, so viel Geld wie möglich in einen ETF zu packen. Klassisch MSCI World: so viel Geld wie möglich dort hineinlegen und aktiv Krypto traden.

Spot würde ich, wie gesagt, nur Bitcoin kaufen, weil ich unglaublich viel zu tun habe. Wenn du etwas Spot kaufst, musst du auch wirklich fundamental verfolgen, was dort passiert. Dafür habe ich gar nicht die Zeit.

Ich habe zwei YouTube-Kanäle und den Analyse-Service. Dann hast du natürlich noch die steuerlichen Themen und die Bürokratie, die damit einhergeht. Das nimmt unglaublich viel Zeit in Anspruch, weil ich alles allein mache. Ich möchte mich abseits dessen, was ich genannt habe, auch gar nicht auf andere Dinge fokussieren.

Deswegen bin ich hauptsächlich in den MSCI World, den Emerging Markets und den MSCI World Small Cap ETF investiert. Außerdem investiere ich seit etlichen Jahren in P2P-Kredite, zum Beispiel in Bondora.

Oh, spannend. Ich dachte, der Trend ist komplett ausgestorben. Du machst das tatsächlich noch?

Ja, es funktioniert seit Jahren sehr gut, und ich wüsste nicht, warum ich das nicht aufteilen sollte.

Dann wären Anleihen vielleicht noch eine Möglichkeit, wenn es weiter steigt, um zur Diversifikation ein bisschen etwas hineinzustecken. Außerdem habe ich zuletzt Gold gekauft. Einfach relativ simpel heruntergebrochen: Du hast die Standard-ETFs, das muss die Basis sein. Wenn du eine gute Basis hast, überstehst du auch jegliche Marktlagen ganz ruhig und nüchtern.

Dann hast du Krypto als aktiven Bestandteil. Dazu kommen ein paar Einzelaktien, aber auch nur dann, wenn sie nach meinem System wirklich sehr günstig sind. Keine 30, sondern aktuell, ich muss mal schauen, sechs oder sieben. Und dann noch Gold. Also wirklich überschaubar und so simpel wie möglich.

Und von den Prozentsätzen her – du musst nicht auf das Prozent genau sein –, das weißt du gerade nicht?

Nein, das weiß ich gerade wirklich nicht.

Wenn die Basis ETFs sind, heißt das, dass sie mehr als 50 Prozent ausmachen?

Ja, alles, was geht, erst einmal dort hinein und dann schauen, wenn es einzelne Chancen gibt.

Sehr spannend. Dann gehörst du definitiv zur Ausnahme, was Kryptoinvestoren angeht. Im Finanz-Kryptomarkt existiert meiner Wahrnehmung nach eine gewisse All-in-Mentalität: entweder Vollgas all-in mit 10x-Hebel oder gar nicht in Krypto investieren. Immer nur das eine oder das andere.

Ich habe auch das Gefühl, dass viele Kryptoinvestoren nach relativ kurzer Zeit dazu tendieren zu sagen: Mit Aktien verdiene ich kein Geld mehr, mit Gold auch nicht – also alles in den Kryptomarkt und direkt hinein. Du scheinst aber deutlich stärker nach Systemen vorzugehen und deutlich kühler und rationaler zu sein.

Was P2P und Gold angeht: Sind das größere Prozentsätze? Geht das in Richtung der Größe deines Krypto-Portfolios, oder hat Krypto nach wie vor einen großen Anteil an deinem Portfolio?

Krypto ist größer als P2P und Gold.

Cool. Habe ich ansonsten noch etwas nicht gefragt, bei dem du denkst: Warum hat er mich das nicht gefragt? Gibt es ein Thema, das wir noch gar nicht behandelt haben? Etwas, worauf du vielleicht deinen Fokus legst, für das besonders viel Leidenschaft dabei ist oder was dich am Kryptomarkt fasziniert?

Ich glaube, ich habe dich am Anfang ein bisschen aus dem Fragenkonzept gebracht, sodass wir den Leitfaden verloren haben. Ansonsten gebe ich einfach jeden Tag Gas. Ich versuche wirklich, den bestmöglichen Inhalt an Informationen täglich auf zwei Kanälen herauszugeben.

Für die Mitglieder des Analyse-Services versuche ich die ganze Woche über jeden Tag den größtmöglichen Mehrwert zu liefern. Das ist es, was Spaß macht, und dafür bekommt man dann auch wirklich positives Feedback. Das hält einen am Ball. Und wenn dadurch jemand Gewinne erzielen kann, umso besser. Das ist eigentlich das, was ich täglich umzusetzen versuche.

Cool. Dann weiterhin viel Erfolg dabei. Die Kanäle beziehungsweise das Video werden so hochgeladen, dass es über die Collab-Funktion funktioniert. Das heißt, ihr seht unten direkt seinen Kanal. Ich werde allerdings auch seinen Zweitkanal noch unten verlinken, weil ich nicht weiß, ob das mit drei Kanälen funktioniert. Ich glaube, es geht mit zwei Kanälen. Das müssen wir ausprobieren.

Schaut dort gerne vorbei und macht euch euer eigenes Bild. Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, und bis zum nächsten Mal.

Gut, danke.

Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.

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In diesem Interview mit Julian Grimm von "Der Rentner" geht es um seinen Krypto-Werdegang, seine Markteinschätzung sowie seiner Strategie.

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Hey, ich bin Kevin Söll. Ich habe einen Master in Wirtschaftsingenieurwesen und habe ursprünglich als Ingenieur sowie als Finanzberater gearbeitet.

Auf diesem Kanal geht es um Kryptowährungen, Bitcoin, Ethereum und Altcoins – mit Fokus auf Marktanalysen, DeFi-Strategien, Cashflow und langfristigen Vermögensaufbau mit Krypto.

Mein Ziel? Dir zu helfen, den Kryptomarkt besser zu verstehen, Chancen und Risiken einzuordnen und smartere Entscheidungen zu treffen. 🙏

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