Wann endet der Bullenmarkt? Die “Lengthening Cycle Theory” erklärt 💡
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Hi Leute, Kevin hier. Wenn wir jetzt mal in die Vergangenheit schauen, dann ist der Bitcoin fast immer in diesen 4-Jahres-Zyklen gewachsen. Und ich glaube genau aus dem Grund ist auch beispielsweise dieses Stock-to-Flow-Modell so unglaublich bekannt geworden, weil es eben genau auf diesem 4-jährigen Halfing-Event von Bitcoin aufbaut. By the way, falls ihr das Modell nämlich sagt, ich habe da auch ein Video dazu in der Beschreibung verlinkt, ist ziemlich interessant. Aber zurück zum roten Faden, der Erfinder von diesem Stock-to-Flow-Modell, Plan B, der hat in letzter Zeit ziemlich viel Kritik dafür bekommen. Denn laut dem Stock-to-Flow-Modell müssten wir mittlerweile einen Preis haben von über 100.000 USD, aber in der Praxis, ja, das sieht ein bisschen anders aus. Und genau aus dem Grund gewinnt auch derzeit eine andere Theorie immer mehr in Bedeutung, und zwar die Lengthening-Cycle-Theory.
Und die sagt im Wesentlichen nur aus, dass wir nicht wie in der Vergangenheit diesen kurzen Run-Up sehen werden oder danach wieder sofort diesen Crash, sondern eben, dass diese Zyklen immer und immer länger werden und dadurch auch dieser 4-Jährige-Zyklus, dieses Halfing-Event von Bitcoin, immer mehr in Bedeutung verliert. Und weil wir natürlich im Kryptomarkt sind, braucht das Ganze natürlich auch einen fancy Namen, deshalb Lengthening-Cycle-Theory. Lass uns deshalb heute mal gemeinsam schauen, wie wahrscheinlich die Theorie ist, warum es denn derzeit schon so unglaublich viele Verfechterhinde der Theorie gibt. Ich glaube, mit Abstand am stärksten verbreitet hat es der YouTuber namens Benjamin Cohen. Und das ist, ich würde mal sagen, einer der ganz wenigen Krypto-YouTuber, wo ich persönlich diese Chart-Analysen teilweise ziemlich interessant finde. Und ich glaube, mittlerweile mit so 600.000 Abonnenten auch einer der mit Abstand größten Krypto-Kanäle weltweit.
Und ich würde mal sagen, die Begründung hinter der Theorie, die klingt auch zunächst mal ziemlich logisch. Und wenn du dir mal alle vergangenen Zyklen von Bitcoin anschaust, also 2011, 2013 und 2017, dann stellst du fest, dass der erste Zyklus rund 50 Wochen gedauert hat, der zweite Zyklus rund 100 Wochen, der dritte Zyklus rund 150 Wochen. Und wenn wir das jetzt einfach mal so weiterspinnen, dann müsste das bedeuten, dass der aktuelle Zyklus, also der nächste, rund 200 Wochen dauern sollte. Jetzt aktuell sind wir bei Woche 153, das heißt, sollte diese Theorie tatsächlich stimmen, dann würde das bedeuten, dass dieser Zyklus erst so in rund 47 Wochen endet, also so irgendwann Ende Oktober nächsten Jahres. Und das überschneidet sich also auch so ein Stück weit mit der Super-Psycho-Theory, die von Dan Held bekannt wurde.
Und das Prinzip auch nur so ein, ich würde mal sagen, fancy Wort für ein Phänomen, was eigentlich längst bekannt ist. Denn offene Netzwerke, die wachsen immer in so einer S-Kurve. Das heißt, anfangen sie relativ langsam, dann geht es super schnell und dann flacht es irgendwann immer mehr ab. Deshalb geben ja auch beispielsweise die ganzen Preise von Bitcoin immer in einem logarithmischen Chart ein und nicht in einem linearen Chart. Das heißt, ab einem gewissen Punkt wird es irgendwann mal richtig schnell gehen. Und bis zu diesem Punkt, da wird es wahrscheinlich so sein, dass je näher wir über diesen Punkt kommen, desto länger werden sich auch die Zyklen ziehen. Jetzt aktuell, da stehen wir in dieser S-Kurve noch ganz am Anfang, auch wenn das hier auf YouTube und bei irgendwelchen Medien komplett anders scheint.
Aber wenn du dir mal einfach die Nutzerzahlen anschaust mit derzeit rund 140 aktiven Adressen, das bedeutet, wir sind derzeit bei Bitcoin, wo ungefähr das Internet im Jahr 1997 war. Und auch wenn du dir mal den weltweichen Reichtum anschaust und dann mal die Marktkapitalisierung von Bitcoin damit vergleichst, dann stellst du fest, dass derzeit vom gesamten Reichtum weltweit nur 0,3% in Bitcoin sind. Jetzt damit sich diese Lengthening Cycle Theory tatsächlich bewahrheiten kann, muss natürlich neues Geld in den Markt kommen. Also erstens beispielsweise, dass bestehende Investoren einfach mehr Geld investieren oder zweitens, dass neue Investoren in den Markt einsteigen. Jetzt in der Praxis wird es natürlich immer ein Mix von beiden sein, aber der allergrößte Teil kommt in aller Regel von den neuen Investoren.
Es stellt sich also die Frage, naja, wie wahrscheinlich ist es, dass wir in dem nächsten Jahr nochmal einen richtig großen Kapitalentfluss sehen von irgendwelchen neuen Investoren. Jetzt wenn du mich fragst, ich hatte das Ganze für ziemlich wahrscheinlich. Denn wenn du jetzt mal zurückschaust, erst Februar diesen Jahres hat Michael Seller diese Konferenz gegeben, wo im Prinzip Tausenden von Unternehmen gezeigt hat, wie man in Bitcoin investieren kann. Das dauert vor so rund 11 Monaten. Und seiner Meinung nach dauert es mindestens, mindestens x Monate, bis tatsächlich ein Unternehmen sowas umsetzen kann, bis zu 24 Monate. Das heißt, ich persönlich gehe ganz stark davon aus, dass in den nächsten zwölf Monaten tatsächlich noch richtig viel neues Kapital von irgendwelchen öffentlichen Unternehmen kommen wird.
Und auch wenn die nur einen kleinen Prozentteil von dem Geld in Bitcoin investieren, einen kleinen Prozentteil von einer riesen Geldsumme macht trotzdem einen Unterschied. Und dazu kommt natürlich, dass erst in den letzten paar Wochen der erste offizielle ETF in den USA genehmigt wurde. Und auch da das gleiche Spiel. Die ganzen Institutionen, die sind relativ träge. Das heißt, die brauchen in aller Regel mehrere Monate, bis sie das tatsächlich in die Praxis umsetzen können, bis sie überall das Jahr eingeholt. Haben, Steuersache geklärt haben und so weiter. Jetzt in irgendwelchen Interviews und Podcasts habe ich sogar noch weitere Begründungen gehört, warum denn Bitcoin tatsächlich einen Preis ansteigen soll. Aber von dem bin ich persönlich nicht so ganz überzeugt. Und zwar gehen einige beispielsweise davon aus, dass wenn Bitcoin als Währung in anderen Ländern eingeführt wird, dass das wieder so eine Welle auslösen könnte.
Oder beispielsweise, dass irgendwelche Länder beschließen, jetzt Bitcoin Mining zu betreiben oder beispielsweise andere Länder, die jetzt Bitcoin als Währungsreserve so hinterlegen. Jetzt wenn du mich fragst, ich persönlich glaube, dass es, wenn überhaupt, einen relativ kleinen Einfluss auf den Preis haben wird. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass jetzt irgendwie eine größere Industrienation wie USA, Deutschland oder sonst was jetzt auf einmal Bitcoin als Währung einführt. Das halte ich für zu riskant. Ja, und was für ein Effekt, beziehungsweise kein Effekt die Einführung von Bitcoin in so einem Land wie El Salvador hat, das haben wir schon gesehen. Und dann meinten noch andere, dass beispielsweise auch nochmal so eine Flutwelle ausgelesen werden könnte, wenn jetzt tatsächlich der nächste oder beziehungsweise der allererste Spot ETF in den USA eingenommen wird. Und nach da bin ich ein bisschen skeptisch.
Denn ob jetzt die Institutionen tatsächlich so einen riesen Unterschied sehen zwischen einem Futures ETF, wie wir es derzeit haben, und einem Spot ETF, also wo tatsächlich Bitcoin physisch hinterlegt werden, da bin ich ein bisschen skeptisch. Jetzt meine Meinung zu dieser Lengthening Cycle Theory, ich glaube zum allerersten Mal gehört, habe ich so irgendwann 2020 davon. Und ganz zu Beginn war ich relativ skeptisch. Denn, seien wir mal ehrlich, Bitcoin ist bisher immer nur in diesen vier Jahreszügen gewachsen. Und die fünf gefährlichsten Wörter bei Investieren sind ja bekanntlich, dieses Mal ist es anders. So, gleichzeitig dachte ich auch, dass es mittlerweile einfach schon so viele, ich nenne es mal Gläubiger gibt, oder einfach Leute, die an dieses Stock-to-Flow-Modell glauben, dass es irgendwann mal zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung wird. Mittlerweile habe ich meine Meinung so ein Stück weit geändert.
Jetzt nicht nur, dass dieses Stock-to-Flow-Modell gerade richtig viel Kritik bekommt, sondern gleichzeitig glaube ich einfach nicht, dass die derzeitigen Marktbedingungen mit Mac-Is-Saler, mit ETFs und so weiter, so wirklich vergleichbar sind mit den Marktbedingungen von 2017. Das heißt, wenn du mich persönlich jetzt fragen würdest, ich persönlich gehe höchstwahrscheinlich davon aus, dass wir den nächsten Peak irgendwann mit den nächsten Jahres sehen werden. Und weil es beim Investieren ja immer an Wahrscheinlichkeiten geht, hier das Ganze in Zahlen ausgedrückt. Mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 10% glaube ich, dass wir bereits das Ende erreicht haben und dieser Zyklus tatsächlich zu Ende ist. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 20% glaube ich, dass er in Q1 irgendwann mal endet. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 60%, dass irgendwann Q2 nächsten Jahres endet. Wahrscheinlichkeit von 70% in Q3 und 20% in Q4 nächsten Jahres.
Das heißt, irgendwann mal so Mitte nächsten Jahres wäre meine Vermutung. Was bedeutet das für die Praxis? Und an der Stelle kann ich natürlich nur für mich selbst sprechen. Bei mir persönlich ändert das meiner Strategie gar nichts. Ich werde nach wie vor regelmäßig nachkaufen und selbst wenn wir dann irgendwie ein, zwei Jahre sehen, die, ich sag mal, relativ langweilig sind oder vielleicht sogar ein Bärenmarkt, selbst dann kann ich immer noch durch Lending, Staking, Liquidity-Mining und so weiter meine Coins vermehren. Also ich bin ja relativ gleichgültig. Aber wie gesagt, das ist noch meine persönliche Meinung. Wenn du dann eine komplett andere hast, dann lass mich die gerne unten in den Kommentaren wissen, sodass mich wirklich interessieren. Und wenn du noch mehr von meinem Kanal sehen möchtest, dann wäre es richtig cool, wenn du mich hier unterstützen würdest.
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Bislang ist Bitcoin immer in 4-Jahres-Zyklen gewachsen. Bekannte Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Zyklen immer länger werden und der Effekt des Bitcoin Halving-Events zunehmend geringer wird. Hier erfährst du meine Meinung darüber.
▶ Stock-To-Flow-Modell erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=k8jt1QoOl7k
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