Mein Plan für die Diversifikation meiner Kryptogewinne 🙌
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Ich persönlich gehe zwar davon aus, dass dieser Zyklus noch eine Weile dauern wird, aber je weiter dieser Zyklus voranschreitet, desto mehr Gedanken mache ich mir auch über das Thema Auscashen und danach auch das Diversifizieren, weil ich persönlich zumindest vorhabe, nach diesem Zyklus auch einen guten Teil von meinem Krypto-Portfolio in andere Assets zu investieren, und unter anderem habe ich mir auch überlegt, ob ich nicht sogar einen Teil in Gold investieren soll, und ich weiß, einige Bitcoin Maxis werden jetzt wahrscheinlich die Augen verdrehen, aber aus meiner Sicht gibt es auch valide Argumente für ein Gold Investment.
Das heißt, im heutigen Video schauen wir uns mal gemeinsam an, erstens was konkret meine Pläne sind für die Diversifikation, zweitens was für und gegen ein Gold Investment spricht und vor allem auch, und das ist jetzt wahrscheinlich der Knackpunkt, inwiefern sich das jetzt geändert hat durch Bitcoin, weil es ja erst dieses Jahr massive Änderungen gab. Hi, mein Name ist Kevin Söll und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit Krypto zu tun hat, inklusive auch Themen wie beispielsweise heute, wo wir uns mal konkret anschauen, wie man dann seine Krypto-Gewinne, also Gewinne, die man mit Krypto gemacht hat, dann möglichst auch vor irgendwelchen potenziellen Zukunftsszenarien entsprechend schützen kann.
Lass uns an der Stelle mal ganz vorne starten bei meinem persönlichen Ziel beim Diversifizieren, denn mir persönlich geht es da beispielsweise nicht darum, dass ich irgendwie die Volatilität von meinem Portfolio reduzieren kann, sondern primär erstens um dieses Klumpenrisiko im Kryptomarkt zu reduzieren, weil ich derzeit eben ganz bewusst zu 100 % in Krypto investiert bin, aber das eben auch mit gewissen Risiken einhergeht, die man einfach nie komplett ausschließen kann. Und mein zweites Ziel beim Diversifizieren ist, dass ich mich von einer potenziellen Hyperinflation schützen kann, denn immer dann, wenn wir vom Kollaps von irgendwelchen Fiat-Währungen sprechen, meinen wir ja im Prinzip eine Hyperinflation, also dass einfach die eigene Währung so stark entwertet wird, dass sie nahezu nichts mehr wert ist, und aus meiner Sicht ist das eben nur eine Frage der Zeit, also eine Frage von wann und nicht, ob das tatsächlich passiert. Und selbst wenn irgendwelche Worst-Case-Szenarien eintreten, wie beispielsweise ein potenzieller Dritter Weltkrieg, was ich zumindest nicht ausschließe, dann wird auch das nur dazu führen, dass die ganzen Staaten einfach noch mehr Geld drucken, um das Ganze zu finanzieren, das heißt, auch da ist das Thema Inflationsschutz einfach enorm wichtig.
Lass uns zunächst mal die Argumente anschauen, die zunächst mal für eine Diversifikation in Gold sprechen, weil wenn du dir beispielsweise irgendwelche Debatten anschaust, wie beispielsweise ganz klassisch Gold-versus-Bitcoin-Debatten, da werden eigentlich immer die gleichen validen Argumente genannt. Und zwar erstens, dass Gold eben einen enorm langen Track Record hat mit mehreren Jahrtausenden, wo Gold bisher benutzt wurde. Auch beispielsweise die ersten Nachweise für Goldmünzen gab es bereits 550 BC, das heißt vor rund 2500 Jahren. Das heißt, da ist das wesentliche Argument, ja, Gold gab es schon immer, das war eben schon immer so.
Denn jetzt zum zweiten Pro-Argument, was aus meiner Sicht ebenfalls valide ist, dass Gold eben einen intrinsischen Wert hat aufgrund der Tatsache, dass es nicht nur hier als Investment benutzt wird, wie beispielsweise hier derzeit ungefähr 23 %, sondern auch beispielsweise 7 % in der Industrie, ungefähr 49 % als Schmuck und die restlichen 21 % werden in Zentralbanken gelagert. Das heißt, dadurch, dass eben Gold noch für was anderes benutzt wird, also einen intrinsischen Wert hat, kann es im Vergleich zum Beispiel zu Bitcoin schon per Design nicht auf 0 Dollar fallen.
Gold hat auch im Übrigen den Wettkampf unter den ganzen Rohstoffen ganz klar gewonnen. Schon allein, wenn du hier mal beispielsweise Gold vergleichst mit der Nummer 2 Silber, also die Gold-Silber-Ratio, dann stellst du fest, dass sich in den letzten ungefähr, ich sag mal so, 250 Jahren die Gold-Silber-Ratio fast verfünffacht hat. Das heißt, dass Gold im Vergleich zu Silber ungefähr fünffach teurer wurde, beziehungsweise mehr wert wurde. Die Gründe dahinter habe ich persönlich erst verstanden, als ich letztes Jahr das Buch Broken Money von Lyn Alden gelesen habe. Ganz dicke Empfehlung an der Stelle, wo beispielsweise nicht nur erklärt wird, warum beispielsweise Gold Silber überholt hat, sondern warum höchstwahrscheinlich auch Bitcoin in der Zukunft das neue Gold wird.
Die Gründe dafür sind in Kurzfassung, dass Gold im Vergleich zu den ganzen anderen Rohstoffen eben die mit Abstand geringste Inflationsrate hat, mit ungefähr 1,5 % pro Jahr. Und wenn du das Ganze mal umrechnest in die Stock-to-Flow-Ratio, hat das eine Stock-to-Flow-Ratio von 67, was die mit Abstand höchste ist unter den ganzen Rohstoffen. Das heißt, allein aus der Perspektive als Wertespeicher ist eben Gold überlegen im Vergleich zu derzeit zumindest noch allen anderen Rohstoffen. Und noch der zweite Punkt, und zwar der Grund, warum Silber eine lange Zeit nahezu gleich beliebt war wie Gold, war die Tatsache, dass eben kleine Goldmünzen bereits so teuer waren, dass sie für den Handel nicht wirklich nützlich waren. Als dann allerdings hier im 19. Jahrhundert immer mehr Länder umgestellt haben auf den Goldstandard, das heißt, dass dann auch Gold in den ganzen Zentralbanken gelagert wurde, und zwar nicht für die Deckung von irgendwelchen Münzen, sondern primär für die Deckung von Papiergeld, da hat einfach Silber so ein Stück weit seinen Stellenwert als Tauschmittel verloren.
Deshalb steht für mich persönlich auch fest, dass wenn ich tatsächlich zur Diversifikation in Rohstoffe investieren will, dann wenn überhaupt nur in Gold, in keinem anderen Rohstoff, aufgrund der Tatsache, dass eben Gold im Vergleich zu den anderen Rohstoffen deutlich seltener ist und den Test der Zeit definitiv bestanden hat.
Es gibt allerdings auch ein paar Trends, die aus meiner Sicht gegen ein Investment in Gold sprechen, denn beispielsweise in den nächsten paar Wochen findet das nächste Bitcoin-Halving-Event statt, wo dann die Inflationsrate von Bitcoin von ungefähr 1,7 % reduziert wird auf 0,8 %. Das heißt, zu dem Zeitpunkt ist dann die Inflationsrate von Bitcoin erstmalig geringer als die von Gold mit ungefähr 1,5 %, was natürlich auch gleichzeitig bedeutet, dass zu dem Zeitpunkt Bitcoin zum allerersten Mal eine höhere Stock-to-Flow-Ratio hat im Vergleich zu Gold. Und das ist aus meiner Sicht deshalb zu bedeuten, weil ja gerade diese Härte von Gold, gerade das war ja einer der Key-Punkte, warum Gold irgendwann mal zur Nummer 1 wurde. Aber jetzt in ein paar Wochen wird es tatsächlich, sofern man das hier als Rohstoff bezeichnen kann, aber ja, wird es tatsächlich einen zweiten Rohstoff geben, der tatsächlich eine höhere Stock-to-Flow-Ratio hat. Und das ist auch zweitens eine Sache, die sich im Zeitverlauf nicht mehr ändern wird. Also zu keinem Zeitpunkt wird Gold hier jemals noch Bitcoin irgendwie überholen.
Aber in dem Moment, wo beispielsweise hier der Goldpreis ansteigt, heißt es natürlich auch gleichzeitig, dass es für die ganzen Miner rentabel ist, einfach teurer Gold entsprechend zu schürfen. Das heißt, die Inflationsrate passt sich dann automatisch an. Aber das ist ja eben per Design bei Bitcoin nicht so. Da wird sogar die Inflationsrate im Zeitverlauf immer und immer geringer. Das heißt, die Frage, die da offen bleibt, ist die Tatsache, ob tatsächlich Gold in der Zukunft weiterhin die Nummer 1 bleibt, aufgrund der Tatsache, dass wir jetzt eben einen zweiten, wenn du so willst, Rohstoff haben, der einfach in dieser Hinsicht, also gerade was die Härte angeht, was die Inflationsrate und die Stock-to-Flow-Ratio angeht, einfach überlegen ist.
Und auch wenn man sich mal die Geschichte von Gold anschaut, insbesondere zwischen Gold und Silber, Gold hat ja primär deshalb so gut performt im Vergleich zu Silber, wenn dann hier die ganzen Länder angefangen haben, diesen Goldstandard einzuführen. Aber es gibt eben heute kein einziges Land mehr auf der Welt, was tatsächlich den Goldstandard benutzt. Ich meine, die USA hat es irgendwann mal abgeführt im Jahr 1971. Und das letzte Land, was den Goldstandard benutzt hat, war die Schweiz, die das irgendwann 1999 abgeschafft hat.
Denn der zweite Punkt bei Gold, der mich insbesondere jetzt in den letzten paar Wochen nachdenklich gemacht hat, ist einfach die Dynamik, die wir sehen seit der Einführung von den Bitcoin-Spot ETFs zwischen Gold und Bitcoin. Denn wenn wir uns hier mal die Geschichte von den ersten Gold ETFs anschauen, als beispielsweise damals im Jahr 2004 der allererste Gold ETF GLD damals gelauncht wurde, der auch direkt einen Rekord aufgestellt hatte mit 10 Milliarden Assets under Management innerhalb von 27 Monaten. Das war damals der mit Abstand erfolgreichste ETF-Launch. Ja, bis dann jetzt vor wenigen Wochen die Bitcoin-Spot ETFs gelauncht wurden und der ETF von BlackRock innerhalb von sieben Wochen, nicht 27 Monate, sondern innerhalb von sieben Wochen diesen Rekord von Gold damals geknackt hat. Das heißt, wenn du jetzt mal die Adoption zwischen den ETFs vergleichst, Bitcoin hier nahezu wie eine Rakete, wie es hier nach oben geht, und währenddessen Gold hier eher wie eine Schnecke, und das trotz der Tatsache, dass die Zahlen zu Gold hier sogar noch inflationsbereinigt wurden.
Aber jetzt kommt der springende Punkt und auch genau die Tatsache, die mich persönlich nachdenklich gemacht hat, und zwar, dass wir seit dem Launch von den Bitcoin-Spot ETFs nicht nur massive Zuflüsse sehen hier bei Bitcoin, sondern zeitgleich auch massive Abflüsse hier bei Gold. Das ist hier beispielsweise ein Chart von Mitte März, wo das Ganze auch oben und unten hier zusammengerechnet wird, mit den Summen ungefähr 24 Milliarden Zuflüsse, die wir bei Bitcoin gesehen haben, und zeitgleich seit dem Launch ungefähr 5 Milliarden Abflüsse hier bei Gold. Und dass das hier ein purer Zufall ist, kann ich mir persönlich nicht vorstellen. Und das war eine Dynamik, die ich persönlich nicht erwartet habe und die mich auch gleichzeitig so ein Stück weit nachdenklich gemacht hat, inwiefern Gold trotz seiner jahrtausendlangen Historie, inwiefern Gold tatsächlich in der Zukunft, also künftig im digitalen Zeitalter, tatsächlich noch Zukunft hat.
Auch wenn du dir mal beispielsweise die weltweite Demografie anschaust, alle unter dieser schwarzen Linie sind Leute, die jünger sind als ich, wo ich persönlich behaupten würde, dass sie wahrscheinlich überwiegend, also mehr oder weniger mit dem Internet und mit Computern aufgewachsen sind. Das heißt, für solche Leute sind digitale Vermögenswerte auch nicht irgendwie was Fremdes im Vergleich zu den eher älteren Generationen, die im Zeitverlauf natürlich dann auch immer und immer mehr aussterben. Das heißt, auch der demografische Wandel ist nicht unbedingt was, was Gold in die Karten spielt, aufgrund der Tatsache, dass eben diese älteren Generationen nicht mit was Digitalem aufgewachsen sind, diese jüngeren Generationen allerdings schon, und die werden ja im Zeitverlauf jetzt immer und immer größer.
Und auch das Argument von irgendwelchen Gold-Bugs, wie beispielsweise Peter Schiff, dass man nur Gold tokenisieren müsste und dass es dann noch viel besser sei als Bitcoin, kauf ich persönlich nicht ab. Denn erstens gibt es das bereits seit Jahren mit den zwei bekanntesten Beispielen Tether Gold und PAX Gold. Und wenn die tatsächlich so beliebt wären, dann wären die erstens deutlich größer und würden nicht hier irgendwie im Vergleich zur Bitcoin-Market-Cap auf der zweiten Seite stehen. Und zweitens, wenn es da tatsächlich so eine große Nachfrage geben würde, dann würde es nicht nur in Summe sechs verschiedene Tokens geben, wobei man hier die letzten zwei eigentlich gar nicht wirklich dazuzählen kann. Also wir haben hier in Summe nur die Auswahl aus vier verschiedenen Tokens, was jetzt nicht wirklich dafür spricht, dass es tatsächlich großer Bedarf ist. Aber das soll auch heute kein Bitcoin vs. Gold wieder werden und dass jetzt irgendwie eins davon besser ist, sondern ob Gold tatsächlich für mich persönlich zur Diversifikation geeignet ist oder nicht.
Deshalb lass uns auch direkt weitermachen mit dem dritten Punkt, der aus meiner Sicht ebenfalls gegen Gold spricht. Denn es gab in der Geschichte schon einige Goldverbote, wie du hier auch sehen kannst, unter anderem auch beispielsweise hier in Deutschland. Aber ich würde mal behaupten, das bekannteste Beispiel ist wahrscheinlich damals, Jahr 1933 in den USA mit dem sogenannten Gold Confiscation Act, als damals einerseits der private Besitz von Gold verboten wurde und auch gleichzeitig die Regierung sämtliches Gold, was in den Banken gelagert wurde, entsprechend beschlagnahmt hat. Und sowas ist eben bei Bitcoin nur bedingt möglich. Ich meine, ja, natürlich, die Regierung könnte theoretisch den ganzen Bitcoin auf irgendwelchen Exchanges beschlagnahmen, aber solange du deine Bitcoins selbst lagerst, also da können die nicht wirklich was machen und du könntest auch theoretisch jederzeit deine Bitcoins über die Grenze nehmen. Nicht so wie beispielsweise bei Gold, wo einige Leute doch sehr einfallsreich werden, wie beispielsweise hier ein Mann, der ungefähr knapp ein Kilogramm an Gold in seinem Allerwertesten über die Grenze schmuggeln wollte. Ja, was dann leider nicht ganz so geklappt hat.
Anyway, zurück zum Thema. Solche potenziellen Goldverbote in der Zukunft finde ich persönlich deshalb sehr tricky, weil man sich da wirklich nur dagegen schützen kann, indem man beispielsweise Gold physisch hält. Aber das verbindet sich einerseits nicht wirklich mit meinem eigenen Lifestyle, und andererseits auch, selbst wenn ich das Ganze outsourcen würde, ist die Lagerung in aller Regel einfach so teuer, dass es sich nicht wirklich lohnt. Es gibt auch viele Leute, die behaupten, dass insbesondere in Krisenzeiten neben eigenen Waffen, neben einem bewaffneten Grundstück oder auch beispielsweise in dem eigenen Acker insbesondere Silbermünzen geeignet sind, weil man damit einfach grundsätzlich besser zahlen kann beziehungsweise besser was tauschen kann im Vergleich zum Beispiel zu Goldmünzen. Das sehe ich persönlich mittlerweile komplett anders, was wahrscheinlich auch stark geprägt ist durch meinen eigenen Lifestyle. Aber wenn man tatsächlich mal diese Art von Krise hat, dann ist aus meiner Sicht nicht der beste Schutz, dass man irgendwie Waffen hat oder Silbermünzen oder sonst was, sondern dass man einfach örtlich flexibel ist. Dass ich hier beispielsweise meinen Koffer innerhalb von 10 Minuten packen kann, in einer Stunde am Flughafen bin und weg bin. Anyway, ich merke gerade, dass ich ein bisschen abschweife.
Lass uns deshalb noch den letzten Punkt anschauen, der aus meiner Sicht ebenfalls Gold zur Diversifikation, zumindest für mich persönlich, eher fragwürdig macht. Und das ist eben die Performance insbesondere von Gold, wenn man das Ganze nicht nur in Dollar misst, sondern auch beispielsweise in der Geldmenge. Und zwar siehst du hier den Goldpreis in Orange dargestellt seit der Abschaffung vom Goldstandard in den USA 1971. Und wie du auch erkennen kannst, der Goldpreis ist ja absolut durch die Decke gegangen. Was allerdings mindestens genauso stark angestiegen ist, ist die Geldmenge M2, die hier in Grün dargestellt ist. Das heißt, wenn du dir jetzt mal den Goldpreis in M2 gemessen anschaust, also den Goldpreis in der Geldmenge gemessen, dann erkennst du, dass der Goldpreis in den letzten 50 Jahren eigentlich sich kaum bewegt hat. Das heißt, die Inflation gerade so ausgeglichen hat, aber nicht jetzt wirklich, was den Wert dazu gewonnen hat. Und wenn eines in der Zukunft sicher ist, dann definitiv, dass die Regierungen die ganzen Fiat-Währungen weiter inflationieren werden. Und wenn du dann noch den Goldpreis in Bitcoin gemessen anschaust, dann sieht das Ganze noch viel vernichtender aus. Aber wie gesagt, das soll ja heute kein Video werden zu Gold vs. Bitcoin. Das heißt, ganz nüchtern betrachtet, was die Performance von Gold angeht, man hat es zwar über einen langen Zeithorizont geschafft, den Wert zu erhalten, allerdings nicht wirklich den realen Wert zu steigern. Und ich glaube, das ist eine Sache, die definitiv jedem bewusst sein sollte, der in Gold investiert.
Das heißt, zusammenfassend, was für und gegen eine Diversifikation in Gold spricht, ist erstens dafür, dieser lange Track Record, dass eben Gold schon seit Jahrtausenden benutzt wird. Zweitens, dass es auch einen intrinsischen Wert hat. Das heißt, dass es nicht nur als Investment benutzt wird, sondern auch beispielsweise in der Industrie oder auch beispielsweise als Schmuck. Drittens, dass es derzeit auch noch die Nummer eins härteste Währung ist mit der geringsten Inflationsrate und auch der höchsten Stock-to-Flow-Ratio. Und auch der vierte Punkt, dass man es zumindest langfristig geschafft hat, seinen Wert zu erhalten, wenn auch nicht den Wert zu erhöhen.
Was aus meiner Sicht dagegen spricht, ist erstens, dass nach dem nächsten Halving Bitcoin eine geringere Inflationsrate hat. Das heißt, dass es in dem Gesichtspunkt Gold vom Thron gestoßen hat. Zweitens auch, dass es derzeit kein einziges Land gibt, das den Goldstandard verwendet, was auch aus meiner Sicht sehr unwahrscheinlich wird, dass es jemals in der Zukunft wieder eingeführt wird. Drittens, dass wir seit der Einführung von den ganzen Bitcoin-Spot-ETFs auch Abflüsse bei Gold sehen, was grundsätzlich kein gutes Zeichen ist. Denn auch im Allgemeinen der demografische Wandel, dass einfach immer mehr Leute mit Computer, mit Internet aufgewachsen sind und deshalb jetzt nicht unbedingt was Physisches brauchen als Wertespeicher, sondern sich auch an was Digitales gewöhnen können. Dann der zweitletzte Punkt, potenzielle Goldverbote, die theoretisch auch in der Zukunft kommen können, aufgrund der Tatsache, dass man Gold eben deutlich leichter verbieten kann im Vergleich zu beispielsweise Bitcoin. Und noch der letzte Punkt, dass man es über einen langen Zeithorizont nicht geschafft hat, mit Gold wirklich seinen Wert zu erhöhen, sondern nur den Wert zu erhalten.
Und genau deshalb tendiere ich mittlerweile auch beim Diversifizieren eher weg von Gold und hin zu anderen Assets wie beispielsweise Aktien oder Immobilien, weil da aus meiner Sicht einfach mehr dafür spricht. Und jetzt bitte nicht falsch verstehen, das soll nicht bedeuten, dass Gold im Allgemeinen jetzt irgendwie ein schlechtes Investment ist oder auch nicht geeignet ist zum Diversifizieren. Insbesondere wenn es darum geht, die eigene Volatilität im gesamten Portfolio zu reduzieren, da denke ich auf jeden Fall, dass Gold sinnvoll sein kann. Das ist allerdings nicht mein persönliches Ziel beim Diversifizieren. Und falls du dazu eine konträre Meinung hast, können wir uns gerne unten in den Kommentaren austauschen. Bis zum nächsten Mal.
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