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Kevin Söll

Gesund leben, klug investieren - Ein Gespräch mit Kevin Söll

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Bei allem, was ich an Routinen und so weiter aufbaue, also die ganzen Gewohnheiten, schaue ich einfach darauf, dass ich sie so aufbaue, dass sie mir auch irgendwie Spaß machen oder dass sie zumindest nicht großartig Willenskraft kosten oder Ähnliches.

Ja, Kevin, wenn man an Longevity denkt, dann hat man vielleicht Ikonen wie Bryan Johnson im Hinterkopf. Die haben ihr eigenes Fitnessstudio, ihre eigene Sauna, ihr Eisfass, ihre Supplements und so weiter. Du bist allerdings als digitaler Nomade unterwegs und stets auf Reisen. Willst du vielleicht erst mal erklären, was ein digitaler Nomade so ist, wie dein Hausstand aussieht und wie man sich dann trotzdem um Themen wie Longevity kümmern kann?

Ja, Benjamin, digitaler Nomade heißt einfach nur, dass ich digital arbeite und Nomade, dass ich relativ viel herumreise. Also meistens so einmal im Monat umziehe, alle ein oder zwei bis drei Monate in ein neues Land ziehe. Und ja, mit eigener Sauna und so weiter wäre das Ganze ein bisschen schwieriger. Auch ein eigenes Fitnessstudio, schon allein das beim Rumreisen wäre ein bisschen tricky. Es geht im Wesentlichen mit Vor- und Nachteilen einher. Die Vorteile sind, ich sehe relativ viel von der Welt, kann relativ viele Kulturen erforschen, Menschen kennenlernen, das Essen und so weiter. Aber auch Nachteile, denn auch wenn ich gerne eine eigene Sauna, ein eigenes Fitnessstudio oder auch einen Cold Plunge oder sonst wie ein Becken hätte, ist das bei meinem Lifestyle einfach nicht wirklich machbar. Aufgrund der Tatsache, dass ich so viel herumreise und nicht zwischen meinen eigenen Häusern unterwegs bin, sondern meistens in irgendwelchen Airbnbs bin oder Ähnlichem. Das Ganze ist einfach ein bisschen schwieriger. Gerade für die Langlebigkeit würde ich sagen: nicht unbedingt der ideale Lifestyle, aber dass man trotzdem in der Hinsicht etwas machen kann, aktiv werden kann, das auf jeden Fall. Ich denke, das sollte keine Ausrede sein, sich nicht um die eigene Gesundheit oder sonst etwas zu kümmern.

Das heißt, du lebst dauerhaft aus dem Koffer, wenn man so sagen will, und es erfordert wahrscheinlich erst recht, dass man sich ziemlich viele Gedanken macht, wie man mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Erfolg erzielt. Also quasi das Pareto-Prinzip im täglichen Leben angewandt, kann man das so sagen? Definitiv. Alles, was ich besitze, passt in einen großen Koffer, einen großen Rucksack und einen Mini-Handgepäckkoffer. Das ist alles, was ich zumindest derzeit auf dieser Welt besitze. Dementsprechend ist das alles im Allgemeinen mehr nach dem Pareto-Prinzip 80/20 ausgelegt. Wenn ich mich mit etwas beschäftige, war das fast in jedem Bereich in meinem Leben der Fall: Als ich mich anfangs mit dem Thema Gesundheit oder mit dem Thema Fitness und so weiter beschäftigt habe, tendiere ich im Allgemeinen dazu, erst mal relativ extrem unterwegs zu sein, bevor sich das Ganze dann eher normalisiert. Beim Thema Langlebigkeit war es genau gleich: anfangs ein bisschen extrem unterwegs und mittlerweile denke ich mir auch, dass gerade Vorbeugung das A und O ist. Es gibt nicht diese eine Pille, mit der du plötzlich 20, 30 Jahre länger lebst, sondern alles läuft auf ein paar Basics zurück. Und wenn man diese Basics berücksichtigt, kann das jeder in seinem Lifestyle, egal welchen Lifestyle man hat, entsprechend berücksichtigen, was Schlaf angeht, was Ernährung angeht, was Fitness und so weiter angeht. Das lässt sich auch beim Reisen aus meiner Sicht gut umsetzen, natürlich etwas anders, man muss sich anpassen und so weiter. Aber dementsprechend bin ich da mittlerweile mehr so unterwegs, dass ich sage: Der Großteil sollte passen. Wenn es ab und zu allerdings mal nicht passt, wenn ich dann in einem Flugzeug mal doch etwas esse, was jetzt nicht unbedingt das Gesündeste ist, dann ist es auch in Ordnung für mich. Ich bin da nicht super, super strikt unterwegs.

Okay, spannend. Aber wenn ich jetzt in die Küche gehe, dann mache ich den Schrank auf, dann weiß ich, ich habe da meine Gewürze, ich habe da meine Zutaten. Das hast du natürlich alles nicht. Hast du da irgendwie spezielle Routinen, die du in jedem Land gleich hast? Oder gehst du erst mal einkaufen? Wie kann man sich das vorstellen? Ja, im Allgemeinen tendiere ich, was die Ernährung angeht, dazu, dass ich den mit Abstand größten Teil der Sachen, die ich esse, selber koche. Mir macht Kochen auch Spaß. Ich bin das seit klein auf gewohnt, einfach in der Küche für mich selbst Essen zu machen. Es läuft meistens darauf hinaus, dass ich nicht in Hotels lebe, sondern in Airbnbs, die auch eine eigene Küche haben. Und das Erste, was ich mache, wenn ich irgendwo ankomme, ist erst mal ein Großeinkauf mit allen Gewürzen, die ich so klassischerweise brauche. Natürlich nicht so viele, wie ich hätte, wenn ich ein eigenes Haus hätte. Logischerweise wäre es sonst ein eigenes Schränkchen voll mit lauter Gewürzen. Aber ja, dass ich zunächst mal groß einkaufe mit allen Dingen, die ich so brauche. Lebensmittel sind, egal wo man sich auf der Welt befindet, im Kern trotzdem oft gleich. Es gibt gewisse kulturelle Unterschiede und so weiter, aber der mit Abstand größte Teil ist trotzdem noch gleich. Man kann, wenn man das möchte, sich total deutsch ernähren in Südamerika genauso wie in Asien. Da wird es vielleicht ein bisschen teurer sein, weil das nicht unbedingt das ist, was die einheimischen Leute dort kaufen, aber man bekommt trotzdem die gleichen Lebensmittel, sofern man das möchte, mehr oder weniger mit gewissen Ausnahmen und könnte sich weiterhin so ernähren, wie man das für richtig hält.

Nimmst du auch viel von den jeweiligen Gastländern auf und versuchst, dir da ein bisschen das Beste rauszupicken, oder bleibst du deiner Linie weitestgehend treu? Anfangs habe ich das deutlich mehr gemacht, also auch deutlich mehr ausprobiert. Im Allgemeinen macht es mir extrem Spaß, Kulturen zu erforschen, und ein Teil der Kultur, der teilweise auch sehr zentral ist, ist das Thema Essen. Von daher macht es mir schon Spaß, da ab und zu mal etwas auszuprobieren, was ich davor noch nie hatte. Es kommt allerdings stark auf das Land an, weil ich auf schmerzhafte Art und Weise lernen musste, dass unser Verdauungstrakt einfach nicht dafür gemacht ist, regelmäßig ganz abrupt von einem Land zum nächsten zu gehen, das teilweise eine ganz andere Kultur hat, was Bakterien und so weiter angeht. Weshalb ich in der Vergangenheit schon, wahrscheinlich gerade so an zwei Händen oder vielleicht sogar drei Händen, was Lebensmittelvergiftungen angeht, Probleme hatte. Und nicht primär, weil die Lebensmittel vor Ort oder das, was ich gegessen habe, jetzt super mit Bakterien verseucht war oder so, sondern einfach nur, weil meine Darmbakterien noch auf Ägypten eingestellt waren und danach plötzlich die Bakterien von Vietnam kamen und die einfach sehr anders sind. Dann verursacht das bei mir im Vergleich zu den Einheimischen, die das Essen und Trinken dort tagtäglich gewohnt sind, eine Lebensmittelvergiftung. Mittlerweile probiere ich nach wie vor einheimisches Essen, allerdings vielleicht ein bisschen seltener und auch ausgewähltere Dinge. Nicht unbedingt Dinge, bei denen ich weiß, dass ich in der Vergangenheit schon Probleme damit hatte. Das lasse ich dann eher aus.

Ja gut, die Erfahrung haben ja viele schon mal im Urlaub gemacht. Wenn man auf Bali war, hat man eine hohe Wahrscheinlichkeit, da mal etwas zu erwischen. In Europa ist das ja, würde ich sagen, relativ selten, oder? Ich kenne relativ wenige Leute, aber ich lehne mich da aus dem Fenster, die in Europa Urlaub gemacht haben und sich da irgendwie so etwas eingeholt haben. Aber gerade, was du angesprochen hast, Bali beispielsweise, habe ich noch Bilder von mir, wie ich das komplette Bett vollgeschwitzt habe. Mit der Vergiftung ist das ja ganz unschön. Aber gerade von solchen Ländern, die haben auch teilweise einen Ruf dafür, dass man sich dort sowas entsprechend holen kann. Es gibt ja die sogenannten Blue Zones, also Gebiete auf der Welt, wo Menschen überdurchschnittlich alt werden. Jetzt ist ja dein Vorteil, dass du sehr viel von der Welt gesehen hast und auch siehst. Ich lese gerade ein Buch, Longevity Diet von Valter Longo. Ich weiß nicht, ob du den schon mal... Ah, habe ich auch schon gelesen, ja.

Genau. Und der ist ja spannend. Der ist ja in Italien groß geworden, zufälligerweise in der Gegend, wo die Menschen auch sehr alt werden, und schildert, wie er als Jugendlicher nach Chicago zieht und dann feststellt, erstens, die Menschen ernähren sich hier komischerweise ganz anders, und zweitens, dass seine dort lebenden italienischen Verwandten an ganz anderen Krankheiten leiden und auch früher versterben als die Verwandten in Italien. Das ist so der Start für ihn, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ist dir so etwas auf deinen Reisen schon bewusst geworden oder aufgefallen, dass es da unterschiedliche Konsequenzen gibt? Klar fällt einem auf, dass die Menschen sich unterschiedlich ernähren, aber sind auch die Konsequenzen schon ein bisschen deutlich geworden oder gibt es mehr ältere Menschen, die auch noch fitter sind als anderswo?

Also erst mal vielleicht vorweg: Was ich an dem Buch wirklich cool finde, ist, dass nicht nur der Autor von seiner Erfahrung spricht, also nicht nur von dem, was er vor Ort erfahren hat, sondern auch an seinem eigenen Körper war es ja so, dass er gemerkt hat: Plötzlich mit dieser amerikanischen Diät habe ich irgendwie zu viel Kilo, meine Haut wird unrein, ich fühle mich irgendwie nicht so gut und so weiter. Also das war ja sehr direkt im eigenen Leib spürbar. Das fand ich an dem Buch klasse, auch wenn ich im Allgemeinen denke, dass der Autor im Vergleich zu anderen doch sehr voreingenommen ist. Das ist meine persönliche Meinung, als ich das Buch gelesen habe, wo ich gedacht habe, da habe ich in Studien teilweise schon ein bisschen was anderes gelesen. Vielleicht an der Stelle auch kurz ein Disclaimer: Ich würde nicht behaupten, dass ich ein Langlebigkeitsguru oder so etwas bin. Ich bin einfach nur eine Person, die sehr interessiert ist in dem Bereich und die im Allgemeinen auch sehr viele Bücher in dem Bereich liest und aus der Erfahrung mit meinen eigenen Selbstexperimenten, auch weil ich im Allgemeinen sehr viele Messungen mache und mir das Spaß macht, solche Sachen in meinem eigenen Körper zu messen, zu verbessern und so weiter. Deshalb haben wir auch dieses Gespräch. Aber jetzt zurück zu deiner Frage: Ich war definitiv schon in Ländern, wo es Blue Zones gibt, in Costa Rica beispielsweise, auch auf Sardinien. In Sardinien war ich sogar genau in der Region, wo angeblich diese Blue Zones sind. Aber ob man da jetzt wirklich sagen kann, wenn man den Leuten zuschaut, genau deshalb leben die dort so lange, ist schwierig. Ich glaube, da müsste man tatsächlich deutlich länger Zeit mit den Leuten und vor allem mit den Einheimischen, vor allem mit den Leuten, die sehr alt sind, verbringen, um das wirklich beurteilen zu können. Und das habe ich bisher noch nicht gemacht.

Aber was mir definitiv schon aufgefallen ist, und ich hatte auch teilweise wirklich so einen Kulturschock, als ich beispielsweise für drei Monate in Japan gelebt habe, danach drei Monate in Südkorea und danach dann nach Hawaii geflogen bin, also in die USA, dass ich da schon gedacht habe: Leute in Japan, in Südkorea sind ein bisschen breiter, aber immer noch einfach. Es ist echt schwierig, wenn man in Japan durch große Städte läuft, da irgendwie übergewichtige Menschen zu sehen. Ich meine, ja, die gibt es definitiv, aber das ist die absolute Ausnahme. Und dann, als ich nach Hawaii geflogen bin oder auf Hawaii: plötzlich das komplette Gegenteil. Da waren Menschen, und das möchte ich jetzt gar nicht irgendwie verachten oder so, aber die haben eine Körpermasse gehabt, die waren bestimmt das Vier- oder Fünffache von mir selbst, die auch im Flugzeug einen Extragürtel brauchten, um den schließen zu können, weil der ursprünglich nicht ausgereicht hat. Ich habe so etwas davor noch nie gesehen. Das war ein wirklicher Kulturschock, wo ich gemerkt habe: Wow, krass, das fängt schon am Flughafen an, wenn ich sehe, wie die Leute dort in den Flieger einsteigen. Das sind die, die dann davor noch im McDonald's sitzen mit ihren Burgern, mit Pommes, mit Coca-Cola oder so. Und in Japan ist so etwas einfach kein Teil der Kultur.

Ist das immer noch so oder ist da nicht auch mittlerweile eine zunehmende Verwestlichung und internationale Angleichung, auch gerade unter der vernetzten Jugend? Ich würde fast sagen, dass in fast jedem Land die Konsequenzen der Verwestlichung spürbar sind. Wo mir das am stärksten aufgefallen ist, ist beispielsweise in Malaysia, wo außerhalb von den Großstädten, also außerhalb von Kuala Lumpur und so weiter, die ganzen Leute, die dort in ihren Dörfern wohnen oder auch in kleinen Städten und so weiter, alle super schlank sind, muskulös, eine tolle Haut haben, einfach fit und gesund aussehen. Ich weiß gar nicht, wie das deutsche Wort heißt, vibrant, die sehen einfach so gesund aus. Und dann gehst du nach Kuala Lumpur, wo es die ganzen klassischen westlichen Ketten gibt, also ich möchte jetzt gar nicht irgendwie spezifisch etwas raussuchen, aber Klassiker wie McDonald's, Burger King, Subway und so weiter. Und ganz plötzlich ist der Durchschnittsbürger einfach mal 15 Kilo schwerer, hat unreine Haut, hat solche Augen, weil irgendwie alles zugeschwollen ist. Es ist ganz anders. Außerhalb von den Großstädten gibt es diese Ketten nicht. Da merkt man dann wirklich den Unterschied, was es ausmacht, in einer Großstadt zu leben, wo man Zugang dazu hat, oder einfach außerhalb in seinem Dörfchen, wo man einfach nur Gemüse, Reis und Fisch hat und dementsprechend nur das und Fleisch und dementsprechend einfach nur das entsprechend isst.

Das ist, glaube ich, auch einer der Kritikpunkte an den Blue Zones, wenn man sich heute damit beschäftigt oder heute dorthin fährt und zu schauen versucht, wie leben die Menschen, was macht der 100-Jährige denn heute gerade, und man dann versucht, Rückschlüsse zu ziehen. Wie hat er denn die letzten 80 Jahre davor gelebt? Ich glaube, die Lebensumstände, die damals dazu geführt haben, dass er über die gesamte Lebensspanne so ein Alter erzielt hat, die gibt es wahrscheinlich heute gar nicht mehr. Mittlerweile ist ein ganz anderer Lebensstandard eingezogen, Fast-Food-Ketten und so weiter. Ich glaube, das krasseste Beispiel, das ich gelesen habe, ist Okinawa. Das war ja früher eine der Blue Zones und mittlerweile ist es eines der Gebiete, wo die Menschen am übergewichtigsten und ungesündesten geworden sind. Also man hat wirklich das krasse Gegenteil vollzogen. Ich glaube, das, was damals wirklich auch auf Sardinien und so weiter wahrscheinlich der Erfolgsgarant war, ist dieses bescheidene Leben, dieses nicht im Überfluss zu leben, ein körperlich aktives Leben zu führen. Das ist so meine Quintessenz, die ich aus den Blue Zones mitgenommen habe. Und ich glaube auch, dass das so das Wichtigste war, wahrscheinlich auch die Analyse von Dan Buettner, also von der entsprechenden Person, die die ganzen Orte bereist hat und auch mit den Leuten gesprochen hat. Logischerweise war das hochgradig subjektiv und ich glaube, das ist auch einer der größten Kritikpunkte daran, dass es seine persönliche Erfahrung war und jede einzelne Person den Fokus auf etwas anderes legt. Aber wenn man einfach mal die Überlappung zwischen den einzelnen Regionen anschaut, dann kommen genau die Dinge raus, die du vorhin angesprochen hast: körperliche Betätigung, aber nicht unbedingt, dass man ins Fitnessstudio geht, sondern vielleicht, dass man tagtäglich einen Hügel laufen muss, um sein Gemüse einzukaufen oder sich mit Freunden zu treffen, oder dass man einen eigenen Garten hat und dort regelmäßig aktiv ist. Oder auch, dass man regelmäßig Zeit mit Familie und Freunden verbringt, dass das einfach Teil der Kultur ist, dass man sich mit Menschen austauscht und so weiter.

Wenn man solche Überlappungen findet, war das wahrscheinlich mein persönliches Highlight aus dem Ganzen, was ich bisher über Blue Zones gelesen habe. Und jetzt ohne zu sagen: Nur weil die da viel Wein trinken, sollte jeder viel Wein trinken. Ich glaube, auf dem Niveau sollte man solche Analysen oder solche Erfahrungen nie beurteilen. Aber wenn man sich anschaut, was die Grundprinzipien dahinter sind, dann fand ich das Ganze ziemlich eindrücklich.

Ja. Ich bin da ganz bei dir. Ich habe auch versucht zu überlegen, was gilt denn heute noch universal oder universell. Und man weiß auch heute in der Longevity-Forschung, dass dieser Überfluss, in dem wir heute leben, eigentlich das Schädliche ist. Wir haben einen Reparaturmechanismus, der springt eigentlich nur an, wenn wir in der Autophagie zum Beispiel gerade nichts essen. Wenn wir gut schlafen und wenn man hier aber jeden Tag von morgens bis abends durchsnackt, dann komme ich quasi gar nicht mehr dazu, dem Körper die Gelegenheit zu geben, sich zu regenerieren, sich zu reparieren und diese Langlebigkeitsgene quasi zu aktivieren. Ich glaube, man kann mitnehmen, dass der Körper auch Stress braucht, also positiven Stress. Sei es Kälte, Hitze, körperliche Anstrengung oder mal nichts zu essen zu haben. Das würde ich sagen, waren oder sind die Erfolgsregeln. Das sieht man ja auch in den Longevity-Lifestyle-Empfehlungen: intermittierendes Fasten, Kalorienreduktion, Sauna, Kälte. Letztlich sind das alles Vorschläge oder Methoden, die in unserem gepamperten, schönen, modernen Leben uns eigentlich dazu zwingen, wieder in so eine Extremsituation zu kommen, die wir in unserem normalen Leben sonst gar nicht mehr haben müssten.

Bin ich ganz deiner Meinung. Das war auch eine meiner Erkenntnisse, die ich bisher aus Büchern mitgenommen habe, dass alles, was dich so ein Stück weit stresst, positiv oder auch negativ, langfristig gesehen das ist, was dich dann härter macht und einfach länger leben lässt. Gerade zu dem, was du angesprochen hast mit intermittierendem Fasten oder auch Autophagie: Ich persönlich bin ein Riesenfan von intermittierendem Fasten, betreibe das jetzt mittlerweile schon seit ungefähr zweieinhalb Jahren, eigentlich auch relativ durchgängig. Es gibt allerdings auch gewisse Trade-offs, wenn man so etwas macht. Stand heute klingt es total extrem, dass man irgendwie nur zweimal am Tag isst, wenn man einfach mal ein paar Jahrhunderte zurückgeht, dann war das vollkommen normal, dass man einfach gar nicht genügend Essen hatte für drei, sechs oder noch mehr Mahlzeiten. Aber Stand heute wird das ja als relativ abnormal deklariert. Vor allem, wenn ich das dann sage, so: Ich frühstücke, ich habe mein Mittagessen, aber danach esse ich beispielsweise nichts mehr zum Abend. Das hat für mich persönlich ziemlich gut funktioniert oder funktioniert auch nach wie vor ziemlich gut, wenn ich allein bin. Wenn ich jetzt nicht mit Familie unterwegs bin, mit Freunden oder so etwas.

Wie ist das bei dir persönlich? Weil ich habe bei mir beispielsweise gemerkt, dass auch wenn ich weiß, es tut mir gut, es lässt mich gut fühlen, im Allgemeinen dann fühle ich mich einfach besser, meine Schlafqualität ist besser, wenn ich das Ganze mache. Trotzdem gibt es Momente, wie beispielsweise derzeit, derzeit habe ich eine relativ neue Freundin, und da ist es so, dass ich nicht unbedingt das Abendessen ausfallen lassen möchte, weil ich einfach denke, die Zeit mit ihr ist mir da irgendwie wertvoller. Da habe ich dann lieber ein Abendessen, auch wenn ich weiß, ich fühle mich danach vielleicht nicht so ganz erholt am nächsten Morgen, aber da ist mir der soziale Aspekt einfach mehr wert. Und du bist ja selbst Familienvater, verheiratet, da ist das Ganze wahrscheinlich noch mal ganz anders. Wie stehst du bei dem Thema? Gerade zwischen einerseits: Für Langlebigkeit wäre es am besten, wenn man das macht. Andererseits: Ich möchte auch irgendwie gemeinsam mit meiner Familie am Abend da sitzen und etwas essen. Wie handhabst du das Ganze? Da habe ich zwei Anmerkungen zu. Einmal habe ich die gute Nachricht: Es gab eine Studie, die war nur an Mäusen, aber ich übertrage sie jetzt einfach mal analog auf den Menschen. Da wurde gezeigt, dass der Wochenend-Cheater, also wo man den Mäusen unter der Woche, Montag bis Freitag, eine sehr kalorienrestriktive Ernährung gegeben hat und am Wochenende aber schön etwas, das einer westlichen fettigen Diät entsprechen würde, gegeben hat, die nicht ganz so top waren wie die, die von Montag bis Sonntag das Optimale bekommen haben, aber trotzdem noch bei Weitem besser und gesünder und langlebiger als die Mäuse, die nur das schlechte Essen bekommen hatten. Ich will sagen: Ich nehme da für mich mit raus, dass ich seitdem überhaupt gar kein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mal am Wochenende einfach ganz normal lebe.

Und unter der Woche betreibst du dann intermittierendes Fasten? Genau, das mache ich. Ich verzichte aufs Frühstück, genau aus dem sozialen Aspekt, wohl wissend, dass es optimaler wäre, wenn man eher auf das Abendessen verzichtet. Es gibt viele Ärzte, die pauschal sagen: einfach 16 Stunden, 15 Stunden nichts essen, und die aber nicht zwischen frühem und spätem intermittierendem Fasten differenzieren. Ich habe da sehr viele Studien versucht rauszulesen, manche sagen, es ist egal, manche... Ich habe noch nicht so das richtige, klare Ergebnis bekommen. Ich glaube aber, es wäre wahrscheinlich idealer, wenn man aufs Abendessen verzichtet, weil man morgens der Insulinsensitivität ein bisschen schwieriger ist und weil wir ja wissen, dass man vor dem Essen möglichst lange Abstand zwischen Abendessen und Schlafengehen haben sollte. Ich lese das für mich jetzt aber so, dass wir bedingt durch die Kinder eh relativ früh essen, sprich 18 Uhr, dass ich dann immer noch mindestens vier Stunden Abstand habe, also da jetzt keinen Trade-off habe, und dass als Familie das soziale Beisammensein, das ist ja auch eine Erkenntnis aus den Blue Zones, wirklich sehr wichtig ist. Das nehme ich auch sehr ernst, das ist irgendwie heilig, und deshalb verzichte ich lieber aufs Frühstück. Das ist morgens eh eher stressig, darauf kann ich ohne Weiteres verzichten und hoffe, dass dann trotzdem die Vorteile überwiegen.

Ich denke, das ist ein idealer Kompromiss. Wie du es vorhin schon gesagt hast, ich gehe damit, also das ist auch das, was ich persönlich gelesen habe, dass morgens zu frühstücken und mittags zu essen und dann das Abendessen zu skippen, wäre, glaube ich, besser. Aber wenn man es eben einfach aus dem sozialen Aspekt nicht machen möchte, ist das wahrscheinlich ein idealer Kompromiss. Und ich glaube, es geht wahrscheinlich auch nicht nur auf die Insulinsensitivität zurück, die morgens besonders hoch ist, sondern auch um den zirkadianen Rhythmus und Cortisol-Spikes, also dass das Cortisol frühmorgens ansteigt und gerade dann, wenn man einfach morgens früh isst, dann ist das noch mal so ein zusätzlicher Aufweck-Mechanismus, der einfach die innere Uhr, diesen zirkadianen Rhythmus, noch mal extra gut stellen kann. Ich persönlich möchte nicht auf das Frühstück verzichten, auch wenn ich mir das auch schon überlegt habe. Aus dem sozialen Aspekt würde das echt Sinn ergeben, aber ich habe bei mir persönlich die Erfahrung gemacht, nicht, dass es nicht funktioniert, ich glaube, unser Körper kann sich an alles anpassen, egal welches Essfenster wir haben. Wir könnten uns an ein Essfenster von einer Stunde anpassen, wenn wir das wollen würden, und wir hätten den ganzen Tag über keinen Hunger, wenn man das richtig macht.

Da gehe ich voll mit, das ist alles nur eine Sache der Anpassung. Gleichzeitig habe ich bei mir persönlich die Erfahrung gemacht, dass wenn ich nichts frühstücke und dann trainieren gehe, mir dann einfach die Kraft bei meinen Trainingseinheiten fehlt und ich im Allgemeinen, was Training angeht, sehr aktiv bin und vielleicht auch in vielen Bereichen etwas überdurchschnittlich unterwegs. Gerade auf dem Niveau merke ich einfach, dass das Training darunter leidet, und Training ist etwas, was mir persönlich extrem viel Lebensqualität gibt und was mir Spaß macht. Wenn ich dann irgendwie sehe, heute kann ich irgendwie nur 85 oder 90 Prozent, dann macht das einfach nicht so Spaß wie zuvor. Das ist der Hauptgrund, warum ich trotzdem das Frühstück weiterhin bei mir drin habe. Als Alternative könnte man ja auch überlegen, dass du ein, zwei Tage die Woche, das ist ja auch ein Modell, dann die Tage komplett machst und dann halt durchziehst. Das sind dann zwei harte Tage, dafür kann man den Rest der Zeit relativ normal leben. Das wäre auch eine Idee.

Ja, hast recht. Da muss ich mir mal noch ein bisschen Gedanken dazu machen. Aber ich glaube, es gibt da auch kein Richtig und Falsch. Ich denke immer, da hat man den mediterranen alten Opa vor Augen mit seinem Rotwein, was ja in den Blue Zones auch zum Lebensstil dazugehört. Und die einen sagen: Um Gottes willen, Alkohol ist schädlich, das weiß man heute. Da würde ich auch mittlerweile sagen: Ja, in Maßen. Ich glaube, es ist schädlicher, wenn ich keinen Alkohol trinke und isoliert bei mir zu Hause sitze, als wenn ich in einer lustigen Runde bin, eine soziale Gemeinschaft habe und da mal ein Glas Rotwein trinke. Ich glaube, da muss man immer so die Balance irgendwo halten. Das sehe ich mittlerweile genau gleich. Früher war ich noch ein bisschen extrem unterwegs mit: Studien sagen, jede Menge Alkohol ist irgendwie schlecht für Langlebigkeit und keine Ahnung was. Mittlerweile denke ich auch stärker an den sozialen Aspekt. Den in einer Studie richtig zu erfassen und zu messen und vor allem auch den Effekt davon, das darf man nicht unterschätzen, auch wenn es sehr subjektiv ist und es eben nicht so harte Fakten gibt oder objektive Daten, die man sich dazu anschauen kann.

Ja, jetzt habe ich auf Twitter gesehen, dass du den Blueprint-Bluttest gemacht hast, also quasi das Programm, was auch Bryan Johnson bei sich selbst macht. Warum hast du das konkret gemacht? Was war so deine Erwartungshaltung? Also ich habe bisher schon, das war jetzt der zweite Test, also das zweite Jahr, in dem ich das entsprechend gemacht habe. Das erste Mal war im Jahr 2025 und jetzt das zweite Mal im Jahr 2026. Das ist quasi ein Test, wo die angeblich wichtigsten, über 100 Biomarker für die Langlebigkeit gemessen werden. Ob sie tatsächlich die wichtigsten sind, kann ich selbst nicht beurteilen, weil da ganz viele Abkürzungen dabei sind und so weiter, die ich vor dem ersten Test noch gar nicht gehört habe. Das wird relativ schnell relativ komplex, diese ganze Geschichte. Ich glaube, ursprünglich habe ich es zum ersten Mal gemacht, einfach nur aus Neugier, weil ich gedacht habe: Schon mehrere Jahre versuche ich jetzt da irgendwie meinen Lifestyle zu optimieren und gesünder zu leben und so weiter. Aber was sagen denn eigentlich die Werte, unabhängig davon, wie ich mich fühle? Wie man sich fühlt und was dann tatsächlich die Werte im Körper sagen, kann auch teilweise zwei unterschiedliche Sachen sein, aufgrund der Tatsache, dass unser Körper einfach eine Wundermaschine ist, um potenzielle Erkrankungen, die sich anbahnen, lange Zeit zu überdecken, bevor dann einfach die Krankheit so ausgeprägt ist, dass sich die Symptome dann entsprechend äußern. Deshalb dachte ich, ich mache jetzt einfach mal diesen Test.

Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, als ich den zum ersten Mal im letzten Jahr gemacht habe, dass ich danach, also bevor das Ergebnis dann kam, auch wirklich ein bisschen aufgeregt war, weil ich nicht wusste: Oh Gott, vielleicht kommen da irgendwelche Werte raus und es ist total fatal oder keine Ahnung was. Ich bin kurz vor einem Nierenversagen und weiß es nicht mal oder solche Geschichten. Im Endeffekt, als ich dann die ganzen Ergebnisse bekommen habe und danach mit verschiedenen KI-Tools analysiert habe, kam ich zu dem Entschluss, dass die Werte überdurchschnittlich gut sind. Wenn wir uns hier mal beispielsweise mein Ergebnis anschauen von 2025, also wie gesagt, Benni hat das vorhin schon erwähnt, ich habe das Ganze mittlerweile auf Twitter gepostet mit dem Ergebnis für 2025 sehr im Detail und 2026. Das ist jetzt nur mal so ein kurzes Fazit auf Grundlage von KI, die gemeint haben, im Jahr 2025 hätte ich von 100 Punkten 93, ich würde zu den Top 5 bis 10 Prozent gehören, und eben in diesem Jahr mit 90 Punkten wäre ich immer noch innerhalb der Top 5 bis 10 Prozent. Das Ganze wird dann hier aufgelistet nach verschiedenen Kategorien, auch die einzelnen Kategorien im Körper, wie beispielsweise das Gehirn oder das Herz, wurden dann entsprechend anhand dieser Biomarker analysiert. Auch wieder alles über KI, da bin ich selbst nicht so fit drin, dass ich das selber einschätzen kann.

Das war für 2026 dann hier dieser Test, den ich gemacht habe. Der Test selbst, da gibt es kein Fazit oder keine Empfehlung, das muss man sich dann selbst aufarbeiten? Nein und ja, das hat sich mittlerweile stark geändert. Als ich das zum ersten Mal gemacht habe, war es tatsächlich so, ich habe dann nur eine PDF bekommen mit den ganzen Ergebnissen und that's it. Überhaupt gar keine Informationen dazu, ich war komplett überfordert, weil da ganz viele Kürzel mit dabei waren, die ich, wie gesagt, noch nie zuvor gehört habe. Mittlerweile ist das anders aufgebaut. Mittlerweile sieht das in etwa so aus: Da gibt es eine separate Webseite von Blueprint, da kann man dann auf die einzelnen Organe oder auch Bereiche im Körper entsprechend draufklicken, man sieht seine ganzen Werte, wenn man auf die ganzen Werte draufklickt, bekommt man eine Beschreibung dazu, erkennt, wo man im Vergleich zur breiten Bevölkerung steht, auch konkrete Empfehlungen, was man machen könnte, um den Wert zu verbessern und so weiter. Mittlerweile ist es wirklich richtig schön und wirklich aufgearbeitet, und auch innerhalb der Webseite gibt es eine eigene KI, die man dann ganz gezielt zu seinen eigenen Werten und auch zu seinen eigenen Werten im Vergleich zu Bryan Johnson fragen kann, was ich persönlich auch ziemlich interessant fand. Zusätzlich habe ich das Ganze noch mit jedem einzelnen Marker entsprechend hier veröffentlicht, das kann sich jeder anschauen, der daran Interesse hat. Für die meisten Leute haben diese ganzen Kürzel hier davor zum Großteil gar nichts gesagt. Und dann sieht man hier auf der linken Seite die einzelnen Kategorien, also hier beispielsweise das Blut, die ganzen Werte, was Referenzwerte sind, wo ich derzeit stehe, ob Handlungsbedarf besteht, beispielsweise für das Jahr 2025 und hier dasselbe für das Jahr 2026. Da erkennt man dann relativ schnell, der mit Abstand größte Teil war gut.

Im Jahr 2025 beispielsweise waren meine Hormone suboptimal, das hat mich sehr verwundert, aber das war sehr interessant, das Ganze zu sehen. Da waren viele Hormone eher niedriger oder teilweise auch erhöht und so weiter. Das war in diesem Jahr schon mal deutlich besser. So habe ich dann quasi diese Auswertung gemacht, also über mehrere Stunden mit ChatGPT und anderen Tools das Ganze diskutiert. Es sind einige Werte, die da zusammenkommen. Vor allem auch: Nur weil ein Wert mal ein bisschen zu hoch oder zu niedrig ist, heißt das nicht unbedingt, okay, das ist jetzt, oh Gott, sofort irgendetwas ändern und so weiter, weil es dann auch sein kann, dass durch diese Änderung wieder andere Werte negativ werden. Es ist teilweise ein Rattenschwanz, wenn man solche Werte alle optimal haben möchte. Wenn man den einen optimiert, aber dadurch, dass man das optimiert hat, ist jetzt plötzlich der andere Wert suboptimal. Was ich allerdings trotzdem interessant fand, war, dass ein einziger Wert, ich muss jetzt gerade schauen, wo der ist, hier FSH, nur ein einziger Wert war im Jahr 2025 und auch 2026 außerhalb der Range. Das war der einzige Wert, der durchgängig erhöht war. Gerade solche Sachen finde ich interessant, wenn man solche Tests macht, dann einfach ein bisschen tiefer zu bohren. Beispielsweise in ziemlich genau einer Woche, von unserem Podcast aus gesehen, werde ich genau dazu noch einen spezifischeren Test machen, weil FSH, ganz kurz Hintergrund, ich möchte niemanden langweilen, unter anderem mit der Spermienproduktion beim Mann zu tun hat, bei Frauen auch für andere Geschichten entsprechend wichtig ist. Ich möchte mir das Ganze deshalb auch noch einmal genauer anschauen und nächste Woche dann ein Spermiogramm machen lassen, um einfach mal zu schauen: Hey, wie sieht es denn da genau aus, wie beweglich sind die ganzen Dinger und so weiter? Ich versuche so quasi einfach nicht nur die Ergebnisse hier auszuwerten, sondern dort, wo Handlungsbedarf besteht, zu schauen: Gibt es da nicht irgendwie etwas?

Es kann ja sein, dass dieser Wert beispielsweise erhöht ist und das bei mir, bei meinem Körper, ganz normal ist, weil jeder Mensch ein bisschen anders ist, bei jedem ist der optimale Bereich ein bisschen anders. Es kann sein, dass ich zu der Art von Mensch gehöre, oder es kann einfach sein: Hey, da funktioniert etwas nicht optimal, lass uns da mal ein bisschen reinschauen und schauen, ob es da vielleicht andere Gründe dafür gibt. Gerade für so etwas finde ich solche Tests einfach super, weil man total früh Feedback zum eigenen Körper bekommt. Und wenn ich eines gelernt habe durch die ganzen Bücher zum Thema Langlebigkeit, dann ist es, dass Vorbeugung das A und O ist. Es geht einfach darum, die Krankheiten, die ohnehin kommen werden, möglichst spät zu bekommen, weil die ganzen Leute, die mit 100 Jahren, 110 Jahren und so weiter sterben, an den gleichen Krankheiten sterben, nur bekommen sie sie halt deutlich später im Vergleich zu den Leuten, die mit 60 oder 70 Jahren entsprechend sterben.

Was ich da spannend finde oder auch die Herausforderung bei den Blutwerten, ist eben immer diese Bandbreite, die es gibt. Da finde ich umso wichtiger, dass man da auch nicht alleingelassen wird. Wenn man ein Blutbild beim Arzt macht, dann muss man auch wissen, dass die Labore teilweise diese Referenzwerte angeben und teilweise machen sie das auch nur auf Grundlage ihrer bisherigen eigenen Ergebnisse. Das heißt, wenn man sich überlegt, wer so ein Blutbild macht, sind das vielleicht eher durchschnittlich ältere Menschen, die vielleicht auch schon Vorerkrankungen haben. Das heißt, die haben per se eher schlechtere Werte, die dann von den Laboren teilweise als Referenzmatrix oder Muster dann für alle anderen genommen werden. Gerade für die Longevity will man ja in manchen Bereichen einen guten Wert haben. Manchmal ist es aber auch schwierig: Was ist der optimale Wert? Also zum Beispiel IGF-1 habe ich gerade gesehen. Das ist ja quasi die Aktivität des Wachstums. Wenn der hoch ist, dann sagt es dem Körper, es ist alles gut, wir haben genug Energie da, wir können wachsen, Muskelwachstum und so weiter. Aber es unterdrückt eben gerade die Autophagie, also was wir vorhin schon mal angesprochen haben, was in Zeiten der Not quasi aktiviert wird, diese Reparaturmechanismen. Also darf der nicht zu hoch sein. Umgekehrt, wenn er zu niedrig ist, ist das eher Gebrechlichkeit, Muskelschwund, also das ist dann auch nicht gut. Für die Langlebigkeit sagt man, man sollte eher in einem unteren Drittel sein. Aber 170 ist genau da ziemlich niedrig und gut in dem Bereich. In der Mitte, ja.

Aber das, was du gerade angesprochen hast, ich finde, das ist ja das perfekte Beispiel. Hier beispielsweise der Referenzwert vom ersten Labor, wo ich das gemacht habe, war zwischen 30 und 400. Und hier beim zweiten Labor waren es zwischen 38 und 380. Mit meinem Wert von 33 war das beispielsweise im Jahr 2026 der einzige Punkt, wo ChatGPT gemeint hat: Handlungsbedarf, dein Eisen ist sehr niedrig, was höchstwahrscheinlich darauf zurückgeht, dass ich im letzten Jahr sehr intensiv trainiert habe für den Marathon und dadurch mein Eisenverbrauch überdurchschnittlich hoch war für das, was ich konsumiert habe. Weil normalerweise bei Männern ist es eigentlich nicht so üblich, dass man einen Eisenmangel hat. Das ist eher etwas, was Frauen betrifft, aufgrund der Tatsache, dass sie eine Menstruation und so weiter haben. Aber hier beispielsweise die Range mit 30 bis 400, da wäre ich mit den gleichen Referenzwerten sogar noch innerhalb der Range gewesen. Aber mit dem neuen Referenzwert des anderen Labors ist der Wert plötzlich zu niedrig und plötzlich muss ich dann entsprechend schauen.

Es ist ja spannend, dass man, obwohl das alles unter dem Blueprint-Logo läuft, je nach Labor scheinbar doch eigene Werte oder Referenzwerte zugrunde legt. Ja, ich glaube, das geht darauf zurück, und das habe ich vorhin schon versucht zu sagen, dass sich das extrem geändert hat vom letzten Jahr zu diesem Jahr. Im letzten Jahr hatte ich, glaube ich, nur diesen einzelnen Test, ich glaube, ich habe 400 oder 500 Dollar gezahlt. Das ist auch nur in den USA verfügbar. Dieses Mal läuft das über ein anderes Labor oder beziehungsweise eine andere Laborkette innerhalb der USA, und es ist ein Abo. Ich glaube, das kostet 365 Dollar im Jahr, also es wurde sogar günstiger, und man kann den Test sogar zweimal im Jahr machen. Man bekommt die Auswertung dann so entsprechend bildlich dargestellt von Blueprint mit einer Beschreibung und so weiter. Das war auch Feedback, was ich denen damals schon gegeben habe. Ich war damals mit dem Team auch in einem Call und habe ihnen Feedback gegeben im Sinne von: Hey, mir persönlich hätte das und das noch geholfen und so weiter. Die haben da ziemlich viel davon entsprechend umgesetzt. Mittlerweile denke ich: Für den Preis ist das ein absoluter No-Brainer, wenn man mal in den USA ist. Ich wohne ja auch nicht dort, aber ich bin regelmäßig zu Besuch, und immer wenn ich dort bin, versuche ich einfach so einen Test zu machen.

Zu der Gelegenheit, genau. Ja, und nicht nur den Test, sondern auch einen zweiten Test, den ich regelmäßig oder beziehungsweise jetzt schon zum zweiten Mal gemacht habe, war das Thema biologisches Alter, was ich ebenfalls sehr interessant finde. Chronologisches Alter, das kennen die meisten, das ist, wie alt man ist, je nachdem, wann man geboren ist. Das ist einfach nur von seinem Geburtstag bis heute, wie alt man dementsprechend ist. Und biologisches Alter ist quasi das Alter des Körpers, was die einzelnen Organe und so weiter sagen. Das ist jetzt nicht super, super genau, aber es ist auch nicht super ungenau, wo man hier quasi das biologische Alter von seiner Lunge, von seinem Blut, von seiner Leber und so weiter bestimmen kann und dann daraus auch den Durchschnitt bilden kann. Bei mir bin ich derzeit ungefähr vier Jahre jünger als mein chronologisches Alter, was grundsätzlich schon mal ein gutes Zeichen ist, weil das bedeutet, dass mein Lifestyle so gesund war, dass ich in zwölf Monaten einfach weniger gealtert bin. Das kann man auch hier bestimmen, über die Alterungsgeschwindigkeit. Die steht bei mir bei 0,76, was bedeutet, dass mein Körper zumindest heute in zwölf Monaten nur durchschnittlich 9,16 Monate altert. Bryan Johnson hatte, glaube ich, auch schon mal Werte von 0,54 oder Ähnliches, also quasi die Hälfte, was dann schon doch beeindruckend ist.

Es gibt ja diese Olympics, wo er dann die Rangliste immer veröffentlicht, und da ist er im Durchschnitt bei 0,5. 0,5, ja. Das bedeutet, in zwölf Monaten. Es gibt verschiedene Methoden, wie man das bemisst, aber mit diesem Dunedin-Test, was ja auch bei dir jetzt zugrunde liegt, da ist er bei 0,5. Das ist schon eine Ansage, ja. Aber da bist du ja mit 0,76 schon richtig gut. Du hast gerade diese Olympics angesprochen, das habe ich auch hier entsprechend verlinkt. Im letzten Jahr war ich dann auch auf Platz 36, aber höchstwahrscheinlich dadurch, dass es relativ viele Leute, oder relativ wenige Leute, die das tatsächlich gemacht haben, und dementsprechend auch relativ wenige Leute gelistet waren. Mittlerweile ist das Ganze deutlich populärer und da bin ich mit meinem Wert, der in etwa gleich geblieben ist, auf Platz 127. Also immer noch gut, aber jetzt auch nicht so, dass ich ganz vorne mitspiele oder so. Das auf keinen Fall. Er schummelt da ein bisschen, Bryan Johnson, weil er steckt dahinter bei dieser Rejuvenation Olympics, und um da aufgelistet zu werden, muss man, glaube ich, mindestens zwei oder drei Tests machen und das in einer gewissen Regelmäßigkeit. Das heißt, das ist schon mit einem sehr hohen Kostenfaktor verbunden. Deshalb schließt das schon sehr viele aus, die das so als Hobby ein bisschen nebenbei betreiben. Also die, die da gelistet sind, sind dann teilweise Leute, die man kennt, und teilweise auch Profis, wenn man so sagen will.

Ja, auf jeden Fall. Und so ein Test, ich glaube, der kostet auch so um die 300, 400 Dollar oder so, und das mehrmals im Jahr nur um das biologische Alter zu testen, weiß ich nicht, ob es das jedem wirklich wert ist. Es ist etwas anderes als biologische Alterung. Da kann man so ein bisschen was für sich rauslesen, aber es ist eigentlich mehr Feedback zu deinem Lifestyle, zu vor allem der Alterungsgeschwindigkeit: Wie gut ist das, was du derzeit machst, für das Thema Alterung? Ich glaube, das ist sehr interessant, das mal messen zu lassen, aber es ist etwas ganz anderes als Biomarker, wo man danach wirklich proaktiv vorgehen kann und sagen kann: Hey, mein Eisen ist zu niedrig, okay, jetzt versuche ich mal mehr rotes Fleisch zu essen oder versuche mal, Eisen zu supplementieren oder Ähnliches und dann wirklich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten kann. Das ist beim biologischen Alter nicht der Fall. Wenn da jetzt irgendwie angezeigt wird, hey, deine Leber ist ein bisschen älter als deine Lunge, was macht man daraus? Es ist ganz schwierig, da jetzt irgendwie eine Handlungsempfehlung abzuleiten.

Was findest du denn motivierend, da zu wissen, dass man biologisch jünger ist oder langsamer altert oder dass die Blutwerte im Hier und Jetzt im Top-Zustand sind? Also ich glaube, das Wichtigste für mich persönlich sind tatsächlich die Biomarker, die Blutwerte. Das ist, wo ich dann auch wirklich proaktiv vorgehen kann. Beispielsweise im letzten Jahr waren gewisse Bereiche hier im roten beziehungsweise im orangenen Bereich, einfach außerhalb der Range, wo ich dann auch proaktiv vorgegangen bin und versucht habe, gewisse Dinge zu verändern. Klassisches Beispiel hier: Zink war ein bisschen zu niedrig. Ich habe dann angefangen, leicht Zink zu supplementieren, mittlerweile eher in dem Bereich, wo ich das Ganze haben möchte. Genauso beispielsweise hier mit diesen Inflammationsmarkern, wo im Wesentlichen mein Ergebnis war, dass ich im letzten Jahr angeblich zu viele Omega-6-Fettsäuren konsumiert habe. Ich habe dann versucht, das Ganze in diesem Jahr zu reduzieren, weil ich im letzten Jahr, dadurch, dass ich auch sehr viel im Bereich Fitness und so weiter mache und damals noch kein Fleisch gegessen habe, sehr viel Sojaprodukte, auch in Form von Soja mit Tofu und so weiter, gegessen habe, die einfach sehr reich an Omega-6-Fettsäuren waren. Da habe ich quasi das Feedback bekommen: Hey, ist vielleicht ein bisschen too much. Ich habe dann jetzt versucht, in diesem Jahr das Ganze ein bisschen anders zu machen und sehe da, jetzt ist der Marker wieder in einem gesunden Bereich. So bin ich dann quasi vorgegangen, um gewisse Werte proaktiv zu verbessern.

Es hat nicht bei jedem einzelnen Wert geklappt, aber mit Abstand größtenteils. Es gab dann auch wieder andere Werte, die dann wieder außerhalb der Range waren und so weiter, was allerdings auch auf extremere Geschichten mit Marathon und so weiter zurückgehen kann. Denn Biomarker sind nicht nur ein Ergebnis von deiner Ernährung oder allem, was du in dich hineinpackst, sondern auch von deinem allgemeinen Lifestyle, wie aktiv du bist, Stresslevel und so weiter. Das ist alles das, was quasi in den Biomarkern mit berücksichtigt wird. Aber auch spannend zu sehen, dass man das wirklich als Vorlage nutzt, um zu schauen, wie kann ich das möglicherweise beheben, und dann ein Jahr später kriegt man auch wirklich den Beweis: Okay, hat funktioniert oder hat nicht funktioniert, ich muss noch weiter adaptieren. So kann man ja wirklich seinen Lifestyle optimieren.

Genau, idealerweise sogar auch mehrmals im Jahr, weil ein ganzes Jahr auf Ergebnisse zu warten, das ist bei manchen Sachen eher suboptimal. Ich denke wahrscheinlich, der ideale Rhythmus wäre, das Ganze zweimal im Jahr zu machen. Mehr als zweimal pro Jahr wäre mir persönlich ein bisschen zu extrem. Da hätte ich das Gefühl, dass ich dann nur noch auf Optimierung aus bin und das Leben ein bisschen vernachlässige. Aber zweimal im Jahr, also so jedes Halbjahr mal so einen Test zu machen, finde ich persönlich eigentlich ideal, weil sechs Monate meistens genug sind, um proaktiv etwas ändern zu können. Gewisse Sachen dauern auch ein bisschen, beispielsweise supplementiere ich derzeit Eisen. Das ist nichts, was ich heute supplementiere und morgen sind die Werte gut, sondern das dauert mehrere Wochen bis Monate, bis ich den Eisenwert entsprechend wieder erholt habe. Und dann entsprechend nach sechs Monaten wieder einen Test zu machen, das ergibt schon Sinn, da nicht unbedingt ein komplettes Jahr zu warten. Aber selbst einmal pro Jahr das Ganze zu machen, ich persönlich sehe das, auch wenn das Geld kostet und auch wenn es Mühe ist und man extra organisieren muss, als die beste Investition in mich selbst, die ich machen kann. Wenn man krank ist, hat man nur ein einziges Ziel im Leben: wieder gesund zu werden, weil man nichts anderes mehr wirklich genießen kann. Von daher denke ich, hat das bei mir auch oberste Priorität, einfach dafür zu sorgen, dass ich weiterhin gesund bleibe und hoffentlich nicht nur die maximale Lebensdauer, sondern auch die gesunde Lebensdauer, also den Unterschied zwischen Lifespan und Healthspan, entsprechend zu maximieren. Das ist das primäre Ziel dahinter.

Ja klar, es bringt einem relativ wenig, wenn man alt wird, aber die letzten zehn Jahre irgendwo gebrechlich als Pflegefall endet. Ich glaube, das ist auch das, wenn man die Menschen heute fragt, das überrascht mich immer wieder: Wenn man fragt, möchtest du alt werden? Dann nehmen relativ viele Leute Gottes Willen ein Winken ab. Wenn man dann aber fragt, möchtest du gesund und fit alt werden? Wer würde da Nein sagen? Das zeigt einfach, wie sehr man in der Gesellschaft noch automatisch Altern mit alt, gebrechlich, krank assoziiert. Und das ist ja so ein bisschen das, wo man mit der Longevity gerade hin will. Ich will jetzt auch nicht meine Lebensspanne auf Teufel komm raus maximieren, sondern einfach heute schon das tun, was man tun kann und was jetzt nicht zu viel, sowohl finanziell als auch in irgendeiner Form an Lebensqualität kostet, aber einfach um Fehler, von denen man heute weiß, dass sie auf die Gesundheit gehen, gar nicht erst zu machen oder sie so weit wie möglich zu vermeiden.

Absolut, ja. Das, was du gerade gesagt hast mit quasi alt zu werden, das verbinden die meisten Leute mit irgendwie gebrechlich zu sein und über mehrere Jahre mit Krankheiten zu leiden oder so etwas. Das ist ja auch das, was man bei den ganzen Leuten, die tatsächlich sehr alt werden, also mit sehr alt meine ich jetzt über 100, 110 Jahre und so weiter, häufiger sieht, dass die zwar die gleichen Krankheiten haben, allerdings die Healthspan, also wie lange sie gesund sind, relativ lange ist und nur diese gebrechliche Phase relativ kurz zum Schluss ist. Also dass man diese Phase möglichst kurz hält und so das Leben maximal oder möglichst lange genießen kann. Und da finde ich auch eine Sache, die Bryan Johnson gesagt hat, die bei mir hängen geblieben ist: Wenn er Leute fragt, ob sie für immer leben möchten, sagen die meisten Leute: Ah nee, ich will nicht für immer leben. Aber wenn man Leute fragt, ob sie morgen leben wollen, dann sagt eigentlich jeder klar sofort ja. Und wenn man dann die gleiche Person mit 90 Jahren fragt, würden die meisten 90-Jährigen immer noch sagen: Ja, also mindestens morgen möchte ich noch leben. Von daher ist es eigentlich die gleiche Frage, wie man jeden einzelnen Tag fragt: Möchtest du morgen leben? Und die allermeisten Leute würden wahrscheinlich immer ja sagen. Von daher ist es im Wesentlichen das gleiche Konzept: immer leben oder morgen leben, kommt auf das Gleiche hinaus. Das ist etwas, was ich sehr interessant fand, weil die meisten innerlich, ohne dass sie es wirklich begründen können, eigentlich eher sagen: Für immer, nee, irgendwie fühlt sich das nicht richtig an.

Die Gretchenfrage ist immer ein bisschen: Optimiert man sein Leben oder kontrolliert man es zu sehr? Ich habe mal irgendwo ein Interview gehört, in dem ein Arzt sagte, die Zeit, die man beim Joggen verbringt, ist ungefähr die Zeit, die man an zusätzlicher Zeit gewinnt. Das heißt, der, der das Joggen absolut zum Kotzen findet und überhaupt keinen Spaß daran hat, das ist eigentlich ein Nullsummenspiel. Vielleicht ist da etwas dran. Würdest du sagen, du verzichtest jetzt irgendwie auf etwas oder schränkst dich zu sehr ein?

Also ich würde im Allgemeinen sagen, dass der Weg das Ziel ist und nicht das Ziel das Ziel ist. Von daher geht es bei allem, was man an Routinen und so weiter aufbaut, finde ich es ganz wichtig, dass man das auch wirklich genießt. Ich kann mich noch zurückerinnern, damals in meiner Extremphase, was Fitness und so weiter angeht, wo ich irgendwelche Supplements geschluckt habe, die einfach nur so furchtbar geschmeckt haben, wo ich im Nachhinein zurückdenke und denke: Das war so offensichtlich, dass ich das nicht für immer in meinem Leben machen werde, weil das einfach nichts war, was ich genießen konnte. Von daher denke ich mittlerweile bei allem, was ich an Routinen und so weiter aufbaue, also die ganzen Gewohnheiten und so weiter, dass ich da einfach schaue, dass ich die in einer Art und Weise aufbaue, dass sie mir auch irgendwie Spaß machen oder dass sie zumindest nicht großartig Willenskraft kosten oder Ähnliches.

Aber ja, dass ich jetzt Stand heute großartig verzichten muss, würde ich sagen: nein. Andere Leute würden das wahrscheinlich von meinem Lifestyle behaupten, wenn ich sage, ich bin gerade in einer Bar und ich trinke vielleicht, also es ist nicht so, dass ich gar nichts trinke, aber ich trinke im Allgemeinen relativ wenig und wenn ich dann nach einem Getränk sage: Du, mir reicht das für heute, und alle anderen betrinken sich oder so, dann kommt vielleicht: Spielverderber und keine Ahnung was. Wenn die das brauchen, ich brauche das nicht. Aber dass ich da jetzt irgendwie verzichten muss, würde ich bei mir persönlich nicht sagen. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir irgendetwas entgeht, dadurch, dass ich ein bisschen mehr den Fokus auf das Thema Gesundheit habe. Und wie gesagt, ich bin ja auch 80/20 unterwegs, dann esse ich auch ab und zu mal in der Stadt, wenn es warm ist, ein Eis oder so, was Zucker hat und was ungesund ist und verarbeitet. Und das ist schön und gut. Ich denke, es ist auch wichtig, dass man solche Dinge genießen kann und nicht irgendwie alles nur einschränkt. Wer sich da irgendwie verrückt macht und versucht, zu 100 Prozent perfekt zu sein, der wird wahrscheinlich im Endeffekt einfach nur noch früher sterben, aufgrund der Tatsache, dass er sich zu stark stresst mit dem Thema Gesundheit und Langlebigkeit.

Ne, sehe ich genauso. Jetzt bist du ja nicht nur Longevity-Optimierer und Enthusiast, sondern ja eigentlich im Hauptberuf, wenn man so will, geht es bei dir auf deinem YouTube-Kanal um Krypto, um Investments, um das richtige Mindset beim Investieren. Ich meine, dass es da gewisse Parallelitäten gibt. Denn beides erfordert ja schon mal ein richtiges Mindset und eine gewisse Disziplin. Auch beim Vermögensaufbau geht es ja darum, dass man im Hier und Jetzt gewisse Entscheidungen trifft, auch einen gewissen Verzicht ausübt. Ich muss mir erst einmal ein gewisses Grundstockvermögen ersparen, um das gewinnbringend anlegen zu können, um dann im Hinblick auf eine Zukunft, die ich jetzt noch nicht beurteilen kann, möglicherweise davon leben zu können. Das heißt, es erfordert ja auch einen gewissen Verzicht im Hier und Jetzt. Der Nachbar kauft sich davon vielleicht ein neues Auto oder macht irgendwelche teuren Urlaube. Das ist doch irgendwie eine gewisse Vergleichbarkeit, oder?

Um ehrlich zu sein, habe ich mir davor noch nie wirklich genauer Gedanken über den Zusammenhang zwischen Langlebigkeit und dem Kryptomarkt gemacht. Aber was ich auf jeden Fall schon festgestellt habe, sind die Dinge, die du vorhin angesprochen hast, auf jeden Fall. Ich denke, das Thema Verzicht, vor allem auch Verzicht auf kurzfristige Belohnungen, ist bei sowas ganz elementar. Sowohl bei Investments als auch bei der eigenen Gesundheit, dass man jetzt nicht irgendwie, was weiß ich, man sieht dieses Eis und möchte das jetzt jeden Tag haben und so fort und so weiter. Wahrscheinlich suboptimal für die Gesundheit. Ähnlich ist es auch bei Investments.

Was mir allerdings auf jeden Fall schon aufgefallen ist, ist, dass nicht nur beide Bereiche in den letzten paar Jahren einfach sehr populär wurden, weil das Thema Langlebigkeit ganz ehrlich, hättest du mich vor vier, fünf Jahren noch gefragt, ich glaube, das wäre mir gar nicht so wirklich gesagt. Bei mir hat das wahrscheinlich angefangen vor ungefähr drei Jahren, dreieinhalb Jahren oder so, wo ich mich zum ersten Mal wirklich mit dem Thema beschäftigt habe und auch intensiver beschäftigt habe mit Büchern und so weiter. Ich denke auch, dass Bryan Johnson da absolute Pionierarbeit geleistet hat, was die gesamte Branche angeht, dass es einfach mittlerweile deutlich bekannter ist aufgrund der Tatsache, dass er sehr extrem unterwegs ist, auch sehr viel Geld ausgegeben hat und so weiter und das Ganze dementsprechend auch vorangetrieben hat. Bei Krypto ist es nicht anders. Auch im Bereich vor fünf Jahren hat den meisten Leuten oder sagt wahrscheinlich auch heute Bitcoin noch nicht wirklich etwas, aber das ist etwas, was immer mehr kommt. Es sind beides definitiv Bereiche, die immer populärer werden. Was mir zusätzlich aufgefallen ist: Auch bei sehr vielen Krypto-Konferenzen gibt es Themen zur Langlebigkeit, weil es scheinbar auch sehr viele gibt. Es gibt eine große Überlappung, wie die Menschen denken, also im Sinne von einfach langfristig zu denken. Ich denke, Blockchain-Technologien und Kryptowährungen werden in der Zukunft immer wichtiger, auch im Hinblick auf KI, auf künstliche Intelligenz, dass das derzeit quasi das einzige Finanzsystem ist, was künstliche Intelligenz problemlos nutzen kann. Denn eine KI kann nicht einfach mal kurz zur Bank gehen und ein Bankkonto eröffnen, zumindest Stand heute noch nicht. Aber eine Kryptowährung zu kaufen, zu nutzen, damit Sachen zu bezahlen und so weiter, dafür sind die ganzen KI-Bots definitiv in der Lage, und das ist ja auch heute schon der Fall. Von daher denke ich, dass das, was das Finanzwesen angeht, einfach nur die Zukunft ist.

Auch beim Thema Langlebigkeit habe ich das Gefühl, dass momentan ein ziemlicher Umschwung stattfindet und immer mehr Leute sich mit dem Thema beschäftigen, nicht nur aktuelle Gesundheit, sondern vor allem auch Gesundheit im Zeitverlauf. Das sind beides Bereiche, die sehr wahrscheinlich in Zukunft nur noch populärer werden.

Ja. Mir sind da auch gewisse Schnittmengen aufgefallen. Thema Langlebigkeit: In der Natur der Sache liegt es natürlich, dass wenn ich ein gewisses Alter erreiche, ich auch im Alter finanziell auskömmlich ausgestattet sein muss. Es ist natürlich auch ein volkswirtschaftliches Problem, wenn die Menschen alle älter werden, das belastet die Rentensysteme. Man muss privat vorsorgen. Was bringt es mir, wenn ich alt bin, aber dann arm bin und das Leben nicht mehr genießen kann? Dann habe ich jetzt auch gerade keinen guten Deal gemacht, würde ich sagen. Beide Systeme haben einen gewissen Dezentralisierungsansatz, würde ich fast sagen. Der Kryptobereich tendiert ja zur Dezentralität. Vielleicht kann man das bei der Longevity-Branche auch sagen, dass der Trend dahin geht, nicht unbedingt immer dem Hausarzt zu vertrauen. Man ist vielleicht unzufrieden mit dem, der kümmert sich eher um Krankheiten oder das allgemeine Gesundheitssystem ist ja eher im Ruf, sich um kranke Menschen zu kümmern und viel zu wenig auf Prävention zu setzen. Wenn man da im Longevity-Bereich etwas optimieren will, dann ist mir jedenfalls persönlich aufgefallen, dass der Hausarzt leider noch nicht so richtig informiert ist. Man muss sich die Infos wirklich selbst zusammensuchen. Vielleicht ist das auch so eine Parallelität, also hin zu Selbstverantwortung übernehmen und natürlich auch langfristig zu denken.

Ja, gehe ich absolut mit. Wie gesagt, ich habe mir davor noch gar nicht so tiefere Gedanken zu dem Vergleich gemacht, aber von dem, was du gesagt hast, gehe ich absolut mit. Und was mir auch aufgefallen ist: Die bekannten Longevity-Propagandisten, die man so kennt, Bryan Johnson und Co., die haben natürlich alle ein gewisses Vermögen erreicht. Ich glaube, irgendwann, wenn man das erreicht hat, merkt man auch: Ohne Gesundheit ist alles nichts. Dass man irgendwo dann auch merkt, jetzt wird es vielleicht mal Zeit, dass ich auch da in mich selbst investiere. Ganz klassisch die Maslowsche Bedürfnispyramide, die unten mit den absoluten Basics anfängt bis hin zu irgendwann Selbsterfüllung und so weiter. Ich denke, jeder, der sich mit dem Thema Langlebigkeit beschäftigt, hat wahrscheinlich schon sehr viele Basics sehr gut abgedeckt, ist bei mir eh nicht der Fall. Dass ich mich einfach mittlerweile mit so etwas beschäftige, glaube ich, vor fünf Jahren hätte mich das allein aus dem Gesichtspunkt heraus gar nicht so interessiert, weil ich da einfach zu stark noch mit anderen Dingen beschäftigt war. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum viele Leute im Kryptomarkt, die in der Vergangenheit große Gewinne gemacht haben, sich mehr mit dem Thema beschäftigen, weil sie denken: Mein Leben, das ich derzeit habe, gefällt mir ziemlich gut, das möchte ich gerne so weiterleben, aber das funktioniert nur gut, wenn ich die Gesundheit mitbringe. Dementsprechend sind viele sehr fokussiert darauf.

Unsere Chance ist, glaube ich, einfach, dass man jetzt einen gewissen Wissensstand hat und jetzt schon vorsorgen kann. Das ist ja auch bekannt: Es schadet nie, irgendwo anzufangen, man kann auch mit 70, 80 noch anfangen zu trainieren. Aber es gibt natürlich gewisse Phasen im Leben, wo der Körper, wie man heute weiß, gewisse Veränderungen durchmacht und überdurchschnittlich schnell altert. Wenn man in den Bereichen schon vorsorgt, sei es jetzt zum Beispiel dem Muskelschwund entgegnet, indem man schon in guten Jahren immer Krafttraining gemacht hat und ein gewisses Fundament hat, von dem man zehren kann, dann steht man natürlich deutlich besser da als jemand, der nie in sich selbst investiert hat und bei dem der schleichende Abbau einfach nicht auf diesem Fundament aufbauen kann und die Defizite dann deutlich spürbarer werden.

Mich würde noch interessieren: Was denkst du von dem, ich glaube es war ein Twitter-Post oder ein Newsletter von Bryan Johnson, in dem er gesagt hat, er habe das Ziel, bis zum Jahr 2039 quasi das Thema Langlebigkeit gefixt zu haben, insofern, dass ab diesem Zeitpunkt das biologische Alter nicht mehr weiter ansteigen soll, weil der Lifestyle oder auch die Intervention mit KI und so weiter auf einem so fortgeschrittenen Niveau sind, dass quasi die Alterungsgeschwindigkeit null ist, dass man in zwölf Monaten keinen einzigen Monat mehr altert. Glaubst du, das ist bis dahin realistisch, dass wir mit Hilfe von KI, mit Echtzeit-Feedback von unserem Körper und so weiter tatsächlich auf dem Niveau sind, dass das möglich ist? Oder denkst du, das ist primär eine Marketing-Sache, dass er das Ganze pusht und das wahrscheinlich nicht erreichen wird?

Schwierige Frage. Das, wo ich mitgehen würde, ist zu sagen, dass Altern nicht per se etwas Normales ist, sondern dass, so sagt es auch David Sinclair zum Beispiel, das Altern eigentlich als Krankheit angesehen werden müsste, und Krankheiten sind per se heilbar. Es gibt ja auch in der Natur Beispiele dafür, dass Tiere oder Pflanzen sehr alt werden oder gar unsterblich werden, sodass es von der Biologie vielleicht auch gar keine Grenzen irgendwo gibt, würde ich vielleicht auch noch mitgehen. Wo es, glaube ich, schwierig wird, ist, das zu erreichen. Weil, das weiß man ja heute, dass die sogenannten Kennzeichen des Alterns nicht eine Krankheit oder ein Symptom sind, sondern es sind ganz viele Stellschrauben, ganz viele Sachen, die parallel passieren. Und was genau das Altern jetzt auslöst, da gibt es ja auch viele Kontroversen, ob es jetzt irgendwie DNA-Brüche sind, Informationsverluste und so weiter. Es wird niemals diese eine Pille geben, die man irgendwie nehmen muss und dann geht es einem gut. Das glaube ich nicht. Aber ich glaube, dass man an jedem einzelnen Kennzeichen des Alters immer besser rankommt, um das zu beheben und zu optimieren, und dass man die Altersspanne deutlich weiter nach oben setzen kann. Davon bin ich überzeugt.

Die große Unbekannte ist einfach, wie stark oder zu was eine künstliche Intelligenz in zehn Jahren tatsächlich in der Lage ist. Ich glaube, das ist Stand heute unfassbar schwer zu sagen, einfach nur, weil wir in den letzten paar Jahren schon gesehen haben, dass sich das rasant entwickelt, exponentiell entwickelt. Und von daher, was exponentiell ist, sich vorzustellen, schon nur über die nächsten zwei oder drei Jahre, ist extrem schwer. Ich könnte mir gut vorstellen, dass er da tatsächlich gute Fortschritte macht, also im Sinne von, dass die Alterungsgeschwindigkeit laut diesem Test noch mal deutlich geringer wird, noch ein gutes Stück. Aber dass es tatsächlich auf null geht, ich glaube, das ist ein bisschen zu optimistisch in dem Zeitraum. Ich glaube, das wird wahrscheinlich tatsächlich noch deutlich länger dauern. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es irgendwann mal in der Zukunft darauf hinausläuft, dass jeder sein eigenes Labor hat, wo man verschiedene Körperteile mit Zellen und so weiter noch mal herstellen kann. Dann bekommt man irgendwie nach x Jahren ein neues Herz, das man selbst irgendwie gebaut hat im Labor oder so etwas. Dass es in so eine Richtung geht, könnte ich mir tatsächlich auch gut vorstellen. Aber dass man wirklich jeden einzelnen Teil im Körper, vor allem auch das Gehirn, was nach wie vor eine ganz große Unbekannte ist bei dem Thema, irgendwie verhindern kann, dass es komplett altert, kann ich mir Stand heute einfach nicht vorstellen, weil es so unfassbar komplex ist.

Aber das ist ja auch sein Motto oder sein Paradigma, Don't die, also wir können es weiter nicht ausschließen, ob es vielleicht nicht doch so wäre. Und das Bescheuertste wäre ja, ein Jahr vor diesem Quantensprung zu sterben an einer vermeidbaren Krankheit. Deshalb ist ja eigentlich sein Appell, so wie ich es verstehe, einfach jetzt, wo wir quasi vor der vermeintlichen Schwelle dieses Durchbruchs sind, jetzt alles in unserer Hand Stehende zu tun, um eben keinen Mist zu bauen und gesund zu bleiben, um dann möglicherweise noch von dieser spannenden Zeit profitieren zu können.

Da gehe ich auch absolut mit. Wenn Don't die nicht dazu führt, dass man sich komplett stresst und sich mit Biomarkern verrückt macht und einfach nur alles versucht zu optimieren, dann spricht ja überhaupt nichts dagegen. Aber ich glaube, einige Leute, gerade in dem Bereich, tendieren dann dazu, auch einfach ein bisschen zu extrem unterwegs zu sein, auf Dinge zu verzichten, wo ich denke, das verbessert vielleicht die Biomarker oder manche Biomarker, allerdings langfristig gesehen, was soziale Aspekte und so weiter angeht, die man nicht vernachlässigen darf oder solche Geschichten, auch mentale Gesundheit, Stress, all solche Dinge, die unglaublich schwierig zu messen sind, aber gerade auch bei dem Thema langfristig gesehen extrem relevant sind. Ich glaube, da gibt es für alles ein Optimum, und einige sind vielleicht ein bisschen zu extrem unterwegs. Bei anderen Leuten, wie beispielsweise Bryan Johnson, habe ich nicht das Gefühl, dass er verzichten muss. Ich glaube tatsächlich, ihn erfüllt das komplett, was er derzeit macht, auch sein Lifestyle und so weiter, und dann ist das ja auch völlig fein. Also gar keine Kritik an solche Leute, für die das passt. Aber dass jetzt beispielsweise sein Lifestyle als Blueprint für die breite Masse gesehen wird, schwierig, weil wenn jeder so leben würde, wäre das eine ganz andere Welt. Nicht unbedingt eine schlechtere Welt, aber eine andere.

Aber so ein schönes Schlussfazit quasi, dass man Spaß dabei haben sollte, nicht übertreiben sollte und das Leben trotzdem noch genießen sollte. Und dabei kann man trotzdem noch sehr viel erzielen, erreichen, und ich denke, es schadet nie, auf sich, auf seinen Körper zu achten. In der heutigen stressigen Welt: Wenn man da ab und zu mal innehält und das Handy vielleicht mal weglegt und mal wieder ein bisschen zu sich kommt, glaube ich, würde das keinem schaden.

Sehe ich genau gleich. Mal wieder zurückkommen zu den absoluten Basics, was uns gut fühlen lässt, auch ein bisschen auf sich, auf sein Inneres zu hören und so einfach versuchen, das Bestmögliche aus seinem Leben herauszuholen, völlig unabhängig davon, ob da und da etwas aufgeht oder nicht aufgeht in unserer Lebenszeit, dass man die Lebenszeit trotzdem noch mit seinen Liebsten, mit schönen Erfahrungen und so weiter gelebt hat und möglichst gesund das Ganze genießen konnte. Ich glaube, das ist alles, was zählt.

Ja, Kevin, vielen Dank für deine Zeit. Ich fand es super spannend. Ich glaube, auch die Zuschauer konnten etwas mitnehmen. Du führst ja doch ein etwas ungewöhnlicheres Leben, aber ich finde das sehr spannend, auch mal andere Einblicke zu bekommen, und würde mich freuen, wenn wir auch bald vielleicht in ein, zwei Jahren noch mal ein Video machen. Ich denke, du bleibst dabei, das mit den Bluttests zu monitoren, und bin gespannt, wie die Entwicklung da weitergeht.

Ja, also danke für die Einladung. Es hat mir Spaß gemacht und in dem Bereich werde ich definitiv weiterhin aktiv bleiben. Ich bin ja auch, was das angeht, sehr transparent, habe das Ganze auf Twitter und so weiter veröffentlicht. Wer da Interesse hat, kann da gerne mal reinschauen. Da wird es auch in der Zukunft noch häufiger, also mindestens einmal pro Jahr, bestmöglich sogar zweimal im Jahr, ein Update geben, was Biomarker angeht, was das biologische Alter und so weiter angeht. Das ist etwas, was ich mir vorgenommen habe, dass ich das auf jeden Fall jedes Jahr weitermachen möchte. Vor allem auch, weil ich einfach so viele Erkenntnisse hatte nach dem ersten Test, auch jetzt nach dem zweiten Test und so weiter, weil man wirklich mal die objektiven Daten zu seinem eigenen Körper bekommt. Einer der Gründe, warum ich das Ganze veröffentliche, ist ja nicht nur, dass ich irgendwie prahlen will: Hey, ich habe die tollsten Biomarker oder so etwas. Überhaupt gar nicht. Sondern einfach nur, um Leute zu inspirieren. So kann man theoretisch vorgehen, um seine Gesundheit zu optimieren, um die Langlebigkeit zu optimieren. Es ist nicht so teuer, man kann da, also wenn es 400 Dollar im Jahr sind, ist das ein Euro pro Tag, wo man vielleicht mal einen Kaffee unterwegs weniger trinkt oder so etwas. Ich denke, das ist preislich definitiv eine gelungene Investition in sich selbst, wer sich das leisten kann und will. Da spricht nichts dagegen, dass man so etwas vielleicht sogar in Deutschland auch machen kann, wobei ich mir da unsicher bin, ob es ähnliche Tests gibt, die einfach so spezifisch sind, oder ähnliche Labore, oder ob es auch preislich in dem Rahmen ist oder ob das nicht deutlich teurer ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass das wahrscheinlich doch ein bisschen mehr in den Geldbeutel geht, wenn man das Ganze in Deutschland macht, aber auch dort grundsätzlich die Möglichkeit wäre, wenn ich extra in die USA möchte oder in andere Länder, um so etwas zu machen, warum nicht? Ich denke, ein großes Blutbild mit ein paar besonderen Biomarkern, vielleicht mache ich auch mal ein Video dazu, auf welche es besonders ankommt, das kann man.

Es wird natürlich nicht das ganz umfassende Bild sein, aber es wird immer noch deutlich mehr sein, als der Otto-Normalbürger hat, und ich glaube, damit kommt man auch hierzulande schon sehr weit. Wieder 80/20-Prinzip, oder? Wie immer im Leben.

Ja, von daher: Wer so etwas machen kann, das ist schon mal eine super Sache, auf jeden Fall. Adi, ich verlinke auf jeden Fall mal auf deinen Twitter-Account und auch auf deinen YouTube-Kanal. Absolute Empfehlung, wer sich im Bereich Investments und Krypto informieren oder auseinandersetzen will, ganz dicke Empfehlung, lohnt sich. Vielen Dank, dir noch einen schönen Tag und mach's gut. Ciao, ciao.

Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.