Die größte finanzielle Chance unserer Zeit - Kevin Söll erklärt, warum fast alle sie verpassen
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Als ich die Gewinne gesehen habe, danach irgendwie mich mit normalen Aktien zu beschäftigen oder mit Gold oder mit, keine Ahnung, das war alles so langweilig dagegen, weil ich mir gedacht habe, hier kann ich mein Geld vervielfachen in einem Jahr. Warum sollte ich mich noch mit irgendwie was anderem beschäftigen? Bitcoin, DeFi, Millionengewinne. Die bittere Wahrheit, über die kaum jemand spricht. Mein heutiger Gast hat sein Geld im Kryptomarkt um das 25-Fache vermehrt. Und trotzdem, sagt er, machen die meisten alles komplett falsch.
Gesundheit und Finanzen sind wahrscheinlich die zwei elementarsten Dinge bei uns im Leben. Wenn du krank bist, alles andere interessiert nicht. Du hast nur noch einen Wunsch: wieder gesund zu werden. Das zum einen. Und danach so: Wenn du zwar gesund bist, aber extreme finanzielle Sorgen hast, da lebt es sich auch nicht so toll. Kevin Söll ist kein Krypto-Influencer mit Lambo und Rolex. Er hat einen Masterstudiengang, ist Ex-Finanzberater und digitaler Nomade. Jeder, der sich beim Thema, der sich fürs Investieren zu wenig Zeit nimmt, muss sich mehr Zeit nehmen fürs Arbeiten. Und wer arbeitet gerne? Der mit Abstand geringste Teil von der Bevölkerung. Das heißt, da ein bisschen mehr Zeit zu investieren. Wenn man das mal tief verinnerlicht hat, dass wir quasi ein Finanzsystem haben, was mehr oder weniger eine tickende Zeitbombe ist, dann ist die zweite Frage: Was ist denn da potenziell die Lösung?
In dieser Folge reden wir über Geld, Freiheit und vor allem über die Frage: Wie baut man sein Vermögen auf, ohne sich komplett zu verlieren? Wenn du genauso viel Bock hast auf die Folge wie ich, dann lass mal ein Abo da, hau ein Like auf das Video, kommentiere mit mehr als sieben Worten. Das alles kostet dich keinen Cent, mir hilft es ungemein. Und teile das Video mit jedem, der seine Finanzen endlich selber in die Hand nehmen soll. Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß und viele gute Erkenntnisse mit einer neuen Folge bei Ungefiltert on Fire mit Kevin Söll.
Es gibt keinen Bereich, wo man so leicht so viel Geld verdienen kann. Das hört sich komplett überheblich an, aber ich bin ganz tief davon überzeugt, dass es so ist. Ich glaube, das wird die größte finanzielle Chance, die wir überhaupt in unserem Leben noch sehen werden. Aber das wäre wahrscheinlich die primäre Empfehlung.
Ich habe ursprünglich Maschinenbau studiert, etwas später im Masterstudium dann Wirtschaftsingenieurwesen, bevor ich mich dann in Deutschland noch selbstständig gemacht habe als Finanzberater. Und bin dann gar nicht so lange später, also keine zwei Jahre später, mehr oder weniger ungeplant aus Deutschland ausgewandert. Das ist eine andere Story, auf die kann man vielleicht auch noch zu sprechen kommen. Und ja, seither, irgendwas, irgendein Bug, irgendein Travel Bug hat mich gebissen, und seither reise ich um die Welt. Ich ziehe meistens so einmal im Monat um, meistens so alle zwei bis drei Monate in ein neues Land. Und seitdem ich angefangen habe, irgendwas in mir sagt, das will ich einfach die ganze Zeit noch weitermachen. Also hoffentlich nicht für immer, aber zumindest jetzt mal noch eine Zeit lang.
Wie du es vorhin schon gesagt hast: Beruflich liegt mittlerweile mein Fokus primär auf meinem YouTube-Kanal. Ursprünglich mal gestartet mit SEO, also quasi mit Webseiten, die auf Search Engine Optimization spezialisiert sind. Dass man quasi früher, vor der KI-Zeit, als man noch Sachen gegoogelt hat, als man noch Sachen bei Google eingegeben hat, dass man dann ganz oben rankt mit seiner Webseite, viele Besuche bekommt, das Ganze monetarisieren kann. Dann habe ich irgendwann festgestellt, die Leute suchen immer mehr auf YouTube, sucht irgendwie keiner mehr auf Google. Irgendwann habe ich dann mal nebenher so als zweites Standbein gedacht: Ja, dieses YouTube-Ding, das probiere ich mal aus. Und habe dann relativ schnell festgestellt, dass die Sache auf YouTube nicht nur extrem viel Spaß macht, sondern auch echt gut funktioniert.
Und das war dann der Wechsel zu YouTube, wo ich primär über Kryptowährungen spreche, allerdings auch über DeFi, also quasi Decentralized Finance, was du vorhin schon so ein Stück weit definiert hast. Das könnt ihr euch vorstellen, also falls es dem einen oder anderen noch nichts sagt: Das ist quasi, dass man dezentrale Finanzapplikationen auf Smart-Contract-Chains benutzt, wie beispielsweise Ethereum und die sogenannten DeFi-Protokolle. Und da habe ich unter anderem ebenfalls meinen Fokus drauf, genauso auch wie in einem Krypto-Newsletter, der zweimal pro Woche rausgeht, der ist mittlerweile sogar einer der größten in Deutschland. Und noch eine Community mit Manuhaus zusammen, wo wir quasi Leute gerade in diesem DeFi-Space mit DeFi-Protokollen so ein Stück weit an die Hand nehmen, um denen einfach zu zeigen, dass es da, dass man im Kryptomarkt auch noch mehr machen kann, als einfach nur Bitcoin kaufen, Altcoins kaufen, halten und hoffen, dass die nach oben geht.
Sondern nee, da gibt es auch Möglichkeiten mit Cashflow, dass man regelmäßige Rewards bekommt. Da gibt es Möglichkeiten, dass man das Ganze dezentral hebelt, also dass man auch mal mehr Kursgewinne potenziell erwirtschaften kann. Und lauter die Geschichten, also da haben wir bei uns in der Membership den Fokus drauf. Und ja, aktuell befinde ich mich hier in Nordamerika, frieren wir den Arsch ab. Ich weiß nicht, ob ich hier Schimpfwörter sagen darf.
Dann lass uns mal einmal ein bisschen vorne anfangen. Du hast einen Masterstudiengang gemacht und hast dann überlegt: Ich wandere aus. Oder du hast gesagt, ich hatte Travel Bug gebissen. Aber du hast ja jetzt ein gutes Studium gehabt, viel Zeit darin investiert, um dann eigentlich am Ende gar nichts damit zu machen, sondern dich selbstständig zu machen und durch die Welt zu reisen. Und das jetzt mittlerweile wahrscheinlich seit, ja, zehn Jahren. Fast zehn Jahre? Ja, zehn Jahre, ja. Und wie ist es dazu gekommen, dass man mit seinem Studium, mit dem Masterstudiengang, dann sagt: Ich verlasse Deutschland. Mein Masterstudiengang ist mir eigentlich auch scheißegal. Ich verdiene einfach anderweitig mein Geld. Und Deutschland, ja, auch egal. Überall auf der Welt gibt es schöne Orte.
Also das ist eine etwas längere Geschichte. Aber ich würde mal sagen, wenn ich es zusammenfassen müsste, wäre es quasi so, dass ich im Masterstudium, ähm, nicht mein Masterstudium, mein Bachelorstudium in Maschinenbau, das habe ich damals dual studiert. Also, dass man zur Hälfte arbeitet und zur anderen Hälfte studiert. Das war zeitlich und auch inhaltlich echt anspruchsvoll, würde ich sagen. Also, da habe ich mittlerweile echt noch ziemlichen Respekt vor den Leuten, die das gemacht haben. Das war definitiv nicht ohne. Aber als ich dann den Master gemacht habe, das habe ich dann Vollzeit gemacht an der Fachhochschule. Und dadurch, dass ich einfach das Pensum gewohnt war vom dualen Studium, und ich möchte jetzt da keine Studiengänge irgendwie kleinmachen oder irgendwie sagen, der Master ist nichts wert oder sonst was, aber ich habe mich einfach so dermaßen unterfordert gefühlt während dem Masterstudium.
Ich hatte so viel Freizeit, das musst du dir mal vorstellen. Ich wüsste gar nicht, was ich machen soll. Und ich war trotzdem mit einem minimalen Aufwand einfach einer der Besten bei mir im Jahrgang, weil ich, keine Ahnung, wie ich einfach das von zuvor gewohnt war. Und dann fing es an, dass ich im ersten Semester relativ viele Bücher gelesen habe, weil ich einfach so viel Freizeit hatte. Ich bin auch weiter weggezogen von zu Hause. Mein kompletter Freundeskreis hat sich damals geändert. Und im ersten Semester noch kam ich zur Erkenntnis: Ja scheiße, Kevin, du hast jetzt eigentlich schon ein Bachelorstudium und jetzt machst du gerade einen Master. Aber ich glaube, eigentlich willst du gar nie für irgendjemand anders arbeiten. Eigentlich willst du dein eigenes Team machen. Und das war dann für mehrere Wochen, hatte ich da so ein bisschen eine Sinnkrise, weil ich mir gedacht habe: Was mache ich hier eigentlich?
Und dann dadurch, dass ich so viele Bücher gelesen habe, ging es immer mehr so Richtung: Ich will, ich glaube, irgendwie was online machen. So ein Online-Business, irgendwas fand ich da einfach richtig reizvoll. Und natürlich auch mit den ganzen Vorteilen, die da immer in den Büchern geschrieben werden, wie, was weiß ich, also als Beispiel: Du kannst ein E-Book launchen und das kannst du dann an tausende, Millionen von Menschen vermarkten, ohne dass du da wirklich Kosten dafür hast und so weiter. Wo ich einfach gedacht habe: Boah, Skalierung mit Internet, das ist einfach cool. Irgendwie hat mich was in die Richtung getrieben.
Und ja, habe dann allerdings entschlossen, mein Masterstudium weiterzumachen. Wirklich einzig und allein deshalb, weil ich wahrscheinlich einerseits auch erzogen wurde, dass das, was man anfängt, das macht man zu Ende. Das auch. Aber auch andererseits, dass ich einfach so ein bisschen ein Alibi hatte bei meiner Family, dass wenn die fragen: Du, Kevin, was machst du? konnte ich immer sagen: Ich studiere gerade meinen Master. Aber in Wirklichkeit war ich mit allem beschäftigt, außer meinem Masterstudium. Das war wirklich nur so ein Sidequest für mich, dieses Masterstudium.
Und gar nicht so lange später, auch dadurch, dass ich viele Bücher gelesen habe, unter anderem auch Bücher im Finanzbereich, habe ich da schon gemerkt, zum allerersten Mal in meinem Leben mit ungefähr 22 rum: Hey, irgendwie so alles, was mit Aktien zu tun hat, mit Finanzen zu tun hat, irgendwie, das interessiert mich irgendwie deutlich mehr, dass ich die ersten Bücher dazu gelesen habe. Damals habe ich dann auch einen anderen Finanzberater kennengelernt über ein Steuerseminar, also wegen Steuererklärung, beim Studium und so weiter. Und mit dem habe ich damals einfach direkt connected. Und ja, dann ging es mir immer, also dann habe ich auch zum ersten Mal die Perspektive bekommen als Finanzberater, was mir damals extrem gefallen hat.
Und habe mich dann tatsächlich noch während dem Masterstudium selbstständig gemacht als Finanzberater. Also, Masterstudium war zum Schluss wirklich nur noch so: Ach komm, das mache ich nur kurz fertig, dass ich irgendwann so einen Zettel habe, den ich sowieso nicht brauche, aber den habe ich dann halt einfach. Und ja, bin ich dann noch nebenher selbstständig gemacht als Finanzberater. Und ich würde mal sagen, dass dadurch, dass ich mich im Allgemeinen bezeichnen würde als ein sehr ambitionierter Mensch, hatte ich auch relativ hohe Ziele, was das angeht. Und hatte innerhalb von einem Jahr, ich sage mal, weit überdurchschnittlichen Erfolg als Finanzberater. Habe dann damals schon richtig gut verdient. Ich hatte damals eine Freundin, wir waren kurz davor, zusammenzuziehen. Hatte ein Auto, hatte ein Motorrad, hatte irgendwie so alles, was die Gesellschaft dir sagt, das brauchst du, um glücklich zu sein und so weiter. Aber ich habe damals irgendwie gemerkt: Irgendwas fehlt.
Also irgendwie dachte ich, dass wenn ich das Ganze habe, dass ich jetzt irgendwie glücklicher bin. Dass ich irgendwie jetzt so richtig glücklich bin und irgendwie jeden Tag morgens aufstehe und strahle. Und so war es einfach irgendwie nicht. Und diese Erkenntnis hat irgendwie dazu geführt, dass ich, dadurch, dass ich auch ein, ich würde mal sagen, relativ reflektierter Mensch bin, dass ich da immer mehr Zweifel bekommen habe an dem, was ich mache. Immer unzufriedener wurde mit mir selbst. Und dann irgendwann, die Krönung war dann, dass genau in der Zeit dann auch noch meine damalige Freundin mit mir Schluss gemacht hat. Höchstwahrscheinlich auch wegen mir, weil ich einfach unzufrieden mit mir selber war. Aber das war damals das Beste. Also rückblickend betrachtet das Beste, was mir damals hätte passieren können. Weil dann war ich auch plötzlich örtlich flexibel. Ich musste nicht mehr dort sein, wo sie war, weil sie dort noch studiert hat, sondern ich konnte theoretisch auch woanders hin.
Und dann habe ich einfach mal in einem privaten Gespräch mit meiner Schwester gesagt: Habe ich Lust, einfach mal ganz weit weg zu gehen, an den Arsch der Welt, und einfach mal so herauszufinden, was ich wirklich machen will in meinem Leben? Und meine Schwester hat mich da sofort bestätigt. Und ich glaube, vier Wochen später oder sechs Wochen später ging dann mein Flieger nach Australien, weil ich gesagt habe: Australien, das ist so ziemlich genau am anderen Ende der Welt von Deutschland. Ich gehe einfach mal ein Jahr nach Australien und tue einfach mal herausfinden, was ich eigentlich wirklich machen will in meinem Leben. So weg von allem, was ich von zu Hause kenne, mit Studium und natürlich auch diesen ganzen Druck, den ich gespürt habe von meiner Familie auch, so im Sinne von: Hey, du sitzt im Masterstudium, wie, du tust jetzt nicht als Wirtschaftsingenieur irgendwo arbeiten in einem Unternehmen? Wie, du machst dich selbstständig? Also so diesen ganzen Druck habe ich gespürt, und da habe ich gedacht: Ach komm, ich gehe einfach mal ganz weit weg, dann spüre ich den Druck nicht mehr.
Und in Australien ging es dann ungefähr ein halbes Jahr. Das ist erst mal dort, also Work-and-Travel-Visum sagt wahrscheinlich dem einen oder anderen was, dass man in Australien arbeiten und leben kann, relativ easy sogar, wenn man noch jünger ist. Das habe ich damals gemacht und nach einem halben Jahr habe ich mir eine Deadline gesetzt. Ich starte jetzt ein Online-Business. Ich habe keinen Plan, was ich jetzt wirklich bis zu dem Tag, wo ich gestartet habe, ich habe keinen Plan, was ich machen will. Aber ich starte jetzt einfach mal ein Online-Business und ich setze mir einfach jeden Tag eine gewisse Zeit, die ich daran arbeite. Egal, ob ich weiß, was ich machen will oder nicht, ich beschäftige mich einfach zwei Stunden am Tag damit.
Und es gingen dann keine zwei Wochen, bis ich schon so etwa wusste: Ja, irgendwie so Webseiten bauen und Leute auf die Webseite bringen, monetarisieren, das hat sich für mich damals einfach sehr interessant angehört, war komplett neu. Ich habe auch gefühlt jeden Fehler gemacht, den man irgendwie noch machen kann mit einer Webseite. Und in Australien, als ich dann gemerkt habe: Hey, das funktioniert, hat sich dann ganz plötzlich, also wirklich so, als ich die ersten Erfolgserlebnisse hatte, ganz plötzlich mein Horizont komplett erweitert im Sinne von: Hey, jetzt brauche ich ja nur noch irgendwie einen Laptop und eine Internetverbindung und ich kann eigentlich arbeiten, von wo ich will.
Und dann dachte ich: Ja, wenn ich jetzt schon in Australien bin, Neuseeland, das ist ja direkt daneben, also gehe ich natürlich auch noch nach Neuseeland, oder? Dann war ich in Neuseeland für ein paar Monate und danach dachte ich mir: Ja, Thailand ist von hier auch nicht so weit. Und das hat mich auch schon immer gereizt. Dann bin ich nach Thailand und so hat das Ganze begonnen. Aber es war nie so bei mir, dass ich irgendwie gesagt habe: Ich will auswandern, ich will dann um die Welt reisen. Also ich hätte mir früher gesagt: Du, Kevin, in der Zukunft wirst du mal jeden Monat umziehen in eine andere Gegend und alle zwei bis drei Monate in ein anderes Land. Und ich hätte gesagt: Du bist vollkommen verrückt, niemals. Ich brauche meine fixe Routine, ich brauche meinen Freundeskreis um mich und meine Vereine und so weiter. Und ja, seither hat sich das nie gelegt. Ich bin einer der ganz wenigen digitalen Nomaden, die ich kenne, der das nicht macht, weil irgendwie Steuervorteile oder diesem ganzen anderen Kram, sondern ich habe einfach Bock zu reisen. Und das ist nach wie vor so.
Ich weiß nicht, warum, irgendwas in mir sagt: Meistens so nach vier bis sechs Wochen, wo ich an einem Ort bin, so im Sinne von: Ja, jetzt wird's mal wieder, zeig mir was Neues. Und ja, so hat sich das im Wesentlichen ergeben, die ganze Geschichte.
Ein Hinweis in eigener Sache: Keine Sorge, geht gleich weiter. Aber ich habe gesehen, 90 Prozent aller Zuschauer sind noch keine Abonnenten. Der Podcast ist viel Arbeit, Vorbereitung, die Aufnahme, die Nachbereitung. Ich mache es supergerne, aber ihr könnt mir eine Menge zurückgeben, indem ihr abonniert, die Glocke aktiviert, ein Like da lasst, kommentiert. Das hilft mir ungemein, weitere spannende Gäste an den Tisch zu bekommen. Ich danke dir, und jetzt geht es weiter mit der Folge.
Ich habe nur eine Frage noch mal so ein bisschen zurück. Du hast gesagt, du hast als Finanzberater gearbeitet. Muss man da nicht irgendwelche Scheine nachweisen? Oder kann ich einfach sagen, ich habe eigentlich Ahnung von Finanzen, und dann kann ich das anbieten? Da muss man doch mit Sicherheit BaFin-Lizenzierungen oder sonst irgendwas bringen. Was musstest du dafür machen?
Genau, also ich glaube nicht, dass man in Deutschland Leute legal beraten kann, ohne dass man irgendwelche IHK-Lizenzen oder sonst was hat. Das habe ich damals während dem Masterstudium nebenher gemacht, weil, keine Ahnung, für mich war das einfach so eine Unterforderung, dass ich gedacht habe: Ach komm, das mache ich nebenher. Und ich habe sowieso schon so viele Bücher zu dem Thema gelesen, dass es mir relativ leicht fiel. Also auch die Dinge, wo ich gemerkt habe, die anderen Leute, die da die ganzen Zertifikate gemacht haben, die sind teilweise durchgefallen, die haben sich damit schwergetan. Für mich war das einfach nur überwiegend Pille-Palle, das hört sich jetzt eingebildet an, aber ich tendiere dazu, dass wenn ich mir etwas vornehme, dass ich sehr obsessed bin mit etwas, also dass ich mich nur damit beschäftige. Und bei mir hat sich damals einfach meine komplette Welt um Finanzen gedreht. Ich bin morgens aufgewacht und abends ins Bett gegangen, und mein erster und letzter Gedanke war Finanzen, Aktien und solche Geschichten. Und ja, also da habe ich die ganzen Zertifikate nachgeholt, damit ich das auch natürlich legal machen kann.
Logisch, ja. Ja, geht mir genauso. Also ich habe auch so eine Phase gehabt und manchmal immer noch, wo sich relativ viel um Finanzen dreht. So, ich dann vorm Schlafengehen, Finanzen, aufstehen, Finanzen, so. Und das ist alles gekommen, weil ich irgendwann mal gemerkt habe: Wenn ich so meinen Sparplan laufen lasse bei der Sparkasse, wird mein Geld, wenn ich da anlege, gar nicht so viel mehr. Das ist bei mir aber relativ spät erst aufgefallen, so mit Mitte 30, Anfang 30 würde ich sagen. Und ab da war bei mir irgendwie: Boah, mindblowing. Ich muss mich mit Finanzen beschäftigen. Ich habe dann angefangen, auch viele Bücher zu lesen. Deswegen kann ich das ganz gut nachvollziehen, weil wenn man einmal damit so ein bisschen infiziert ist mit diesem Finanzvirus, würde ich das mal sagen, dann hat man Bock da drauf. Und dann macht das eigentlich auch Spaß. Dann ist das auch gar nicht so schwer zu verstehen, weil eigentlich kann man das so ganz einfach runterbrechen. Unser Geld wird über die Zeit immer weniger wert, und wir müssen halt Sachwerte finden, Finanzprodukte finden, die unseren Wert, den wir heute erschaffen, in die Zukunft transferieren. Und eigentlich ist es das.
Und warum, glaubst du, ist das trotzdem so, dass sich so wenige Leute mit ihren Finanzen beschäftigen und für die das so ein großes Monsterthema ist?
Schwieriges Thema. Also ich glaube, das hat wahrscheinlich viele Facetten. Ich denke einerseits, dass wir in Deutschland meiner Meinung nach immer noch so ein bisschen die Kultur haben, dass Finanzen in ganz vielen Familien so ein bisschen Tabu-Thema ist. So beispielsweise bei mir zu Hause war es so, ich kann mich nicht an ein einziges Gespräch erinnern, das ich jemals mit meinem Vater früher hatte über Investments. Nie. Das war einfach: Über Finanzen, über Einkommen, über das spricht man nicht. Also sowas zumindest bei mir zu Hause. Und deshalb war das auch nie ein Thema, was wirklich präsent war bei mir in meiner Kindheit zumindest. Und auch gleichzeitig einfach unser Schulsystem.
Also ich denke, Gesundheit und Finanzen sind wahrscheinlich die zwei elementarsten Dinge bei uns im Leben. Weil wenn du krank bist, alles andere interessiert nicht. Du hast nur noch einen Wunsch: wieder gesund zu werden. Das zum einen. Und danach so: Wenn du zwar gesund bist, aber extreme finanzielle Sorgen hast, da lebt es sich auch nicht so toll. Also von daher denke ich wahrscheinlich, das sind die zwei wichtigsten, elementarsten Dinge im Leben, die halbwegs passen sollten oder stabil sein sollten. Aber genau das sind die zwei Themen, die irgendwie im Schulsystem komplett vernachlässigt werden. Also wie viele Fächer hatten wir über Gesundheit, über Finanzen? Ich kann mich an nichts erinnern. Und auch wenn natürlich, ich sag mal, Thema Wirtschaftsingenieurwesen hat ja doch dann irgendwie was so ein bisschen mit Finanzen zu tun. Und wir hatten auch quasi Fächer über Finanzierung und so weiter. Aber das war alles nur Finanzen für Unternehmen, wie das Ganze funktioniert, die wirtschaftliche Komponente. Aber jetzt nicht irgendwie auf das Individuum bezogen.
Also von daher denke ich, uns wird halt auch von klein auf einfach gar nicht die Wichtigkeit von dem Ganzen wirklich gezeigt, dass das so einen enormen Einfluss haben kann auf unser Leben. Wahrscheinlich gibt es auch noch andere Gründe. Aber ich würde mal, wenn ich es runterbrechen müsste, auf die zwei Dinge würde ich wahrscheinlich sagen: so ein bisschen Tabu-Thema und einfach auch unser Schulsystem, wie es derzeit ausgelegt ist. Ich meine, gibt es einen Studiengang mit Finanzen? Also so etwas Allgemeines? Ich müsste lügen. Also ich glaube nicht. Von daher, ich glaube, das sind wahrscheinlich die zwei Hauptgründe davon. Oder was denkst du diesbezüglich, warum das bei uns so ist?
Meine These ist, dass Finanzen, dass da große Player mit Geld verdienen, wie Banken. Wenn die Leute das nicht verstehen, dass das einfach ist und man das relativ komplex hält, dann kommen die Leute ja zu einem und wollen ihr Geld bei dir anlegen. Und ich kann ihnen vorgaukeln und denen sagen: Hör mal zu, ich habe hier ein gutes Finanzprodukt. Das kannst du hier bei mir, bei der Sparkasse oder bei der Deutschen Bank oder bei welcher Bank auch immer, kannst du hier so einen Rentenplan aufstellen. Du kannst da 100 Euro im Monat einzahlen. Wir sind die Experten. Mach das. Und die Leute verstehen nicht, dass die 3 Prozent Gebühren bezahlen, 2 Prozent Bearbeitungskosten, und das Ding eigentlich nur 4 Prozent Rendite bringt, und die am Ende weniger Geld da haben, als wenn sie das Geld unter das Kopfkissen gestellt hätten.
Und wenn man den Leuten das Finanzthema relativ komplex und schwer hält, dann sind die Leute so ein bisschen abhängig von den großen Playern. Und wenn wir eins gelernt haben in der Vergangenheit, ist: Geld regiert die Welt. Und die, die das System verstanden haben, die werden immer reicher und verdienen auch das Geld. Und die, die das nicht verstanden haben, die werden halt einfach auf den Boden gehalten. Und ja, ich glaube, das ist ein guter Grund, dass die Big Player damit Geld verdienen, dass die Mehrheit, keine Ahnung, von Finanzen hat.
Also, da kann ich nur zustimmen. Als Finanzberater habe ich das ja damals auch direkt gesehen, dass da für alles irgendwie komplizierte Begriffe existieren. Aber in Wirklichkeit ist es eigentlich ganz einfach. Aber die einfache Methode, das ist ja das, was den meisten Leuten verschwiegen wird. Genauso wie das auch von staatlicher Seite kommt. Ich meine, ein Begriff oder Begriffe, die heutzutage, zumindest bei mir in meiner Nische, relativ üblich sind, wie Quantitative Easing, Quantitative Tightening. Warum wird das so kompliziert gemacht? Deshalb, damit es einfach kein Mensch versteht, was da in Wirklichkeit passiert und wie der Staat das Ganze ausnützt. Und ich glaube, das ist genau das Gleiche, sehen wir nicht nur von staatlicher Seite, sondern auch bei den Unternehmen, so wie du es gesagt hast.
Wenn du sagst, es gibt zwei große Themen, dann sind das genau die beiden Themen, die mich auch in meinem Leben so ein bisschen beschäftigt haben. Ich habe mich ab 30, bis 30 habe ich einfach gelebt. Bin Feuerwehrmann geworden. Mein Leben lief so ein bisschen nebenbei. Lief glatt. Ich habe ein gutes Leben gehabt bis dahin, aber ich habe halt nie Geld gehabt. Also ich habe eher Minusgeld gehabt, obwohl ich gut verdient habe als Feuerwehrbeamter. Und als ich das Thema Finanzen, als das bei mir aufgekommen ist, da habe ich auf einmal voll Bock auf Finanzen gekriegt, habe das gecheckt, bin in das Rabbit Hole reingekrochen und alles hat sich, wie bei dir wahrscheinlich, alles hat sich um Finanzen gedreht. Und ich habe mir natürlich auch Ziele gesetzt. Ich habe mit Bodo Schäfer gearbeitet, in sieben Jahren zum Millionär. Und dann habe ich mir natürlich auch Ziele gesetzt, das alles gemacht.
Ich bin über ETFs, Gold, irgendwann zu Bitcoin gekommen, habe mich da total reingenerdet. Aber mein ganzer Fokus war, meine Ziele, die ich mir aufgeschrieben habe, ich mache das so wie du, ich schreibe mir immer meine Ziele für das nächste Jahr auf, die waren immer monetär. Ich möchte bis dahin das und das haben. Pro Monat möchte ich das und das weg tun. Und ich möchte das, bis da und da möchte ich so und so viel mehr Geld verdienen. Und es waren eigentlich nur Zahlen drauf. Und ich bin Familienvater, ich habe eine Frau, ich habe zwei Kinder. Und da lief eigentlich auch alles gut. Und dann habe ich irgendwann Rheuma bekommen. Weil ich meine Gesundheit, ich habe Bier getrunken, Bratwurst gegessen, normales Leben gelebt. Ich habe mich nicht um meine Gesundheit gekümmert. Ich habe nicht geguckt, was in meinen Einkaufswagen kommt.
Und ja, dann habe ich irgendwann totale Schmerzen gekriegt, überall am ganzen Körper. Ich konnte nicht mehr aufstehen. Und ich habe gemerkt, ich bin am Arsch. Ich komme nicht mehr aus dem Bett raus. Ich kann nicht mehr arbeiten gehen. Meine Frau muss oben renovieren, weil die Kinderzimmer sind jetzt dran. Ich kann nicht aufstehen. Ich bin für meine Familie einfach nur eine Last. Und alles im Leben ist gut, und jetzt ist meine Gesundheit am Arsch. Die Ärzte haben mir gesagt: Ja, du hast Rheuma. Das ist eine unheilbare Krankheit. Damit musst du jetzt leben. Du musst immer die Tabletten nehmen. Und dann läuft das schon.
Und dann habe ich mir gedacht: Das kann doch nicht alles sein. Und da habe ich gemerkt, Gesundheit ist so unfassbar wichtig. Und dann bin ich in dieses Rabbit Hole reingegangen. Und dann habe ich gesehen: Boah, im Supermarkt sind 95 Prozent der Sachen einfach ungesund. Ich war immer sportlich, weil ich Feuerwehrmann bin. Aber Sport kann auch mehr und auch gesünder sein, als das, was ich mache. Vielleicht sollte ich mich auch mal anfangen zu dehnen, und habe dann angefangen, Yoga zu machen. Wie kann ich meinem Körper was Gutes tun? Indem ich mich jeden Tag 30 Minuten dehne. Indem ich in meinen Körper gesunde Sachen reinpacke. Indem ich gefiltertes Wasser trinke. Weil dann bin ich irgendwann darauf gekommen: Boah, unser Leitungswasser ist gar nicht so toll, wie wir das immer verkauft bekommen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Am Ende des Tages ist das bei der Gesundheit genau das Gleiche. Auch da profitieren die großen Player. Auch die profitieren, wenn die Masse der Gesellschaft fett und krank ist. Dann verdienen die Big Player. Und deswegen sind 95 Prozent im Supermarkt einfach scheiße. Und das ist in Deutschland gerade in den Anfängen, aber ich glaube, du bist gerade in Amerika, da ist das noch mal wieder ein anderes Level. Und das wird hier in Deutschland auch so sein. Und die verdienen Kohle damit, wenn die Leute krank und fett sind. Und ungebildet, was Finanzen angeht. Und da sind wir wieder bei dem Thema. Es macht Sinn, dass die Leute sich nicht so viel mit den beiden wichtigen Themen beschäftigen.
Ja, also ich kann nur zustimmen. Das ist genau so. Hier in Amerika ist das Ganze noch ein bisschen auf Steroiden, sage ich mal. Wenn du hier in den Supermarkt gehst, ich glaube, mit 95 Prozent geht das eher Richtung 99 Prozent, was man hier an Schrott kaufen kann. Ja, vielleicht ist das auch ein Symptom von Kapitalismus, wo es ein bisschen zu weit ging in die Richtung. Obwohl ich im Allgemeinen, also ich habe nichts gegen Kapitalismus oder sonst was. Aber ja, wie du es gesagt hast: Wenn die Leute krank sind, dann wird das große Geld verdient. Hier in Amerika ist es auch beispielsweise sehr, sehr anders mit, ich sage mal, Medizin und so weiter, was man hier in der Werbung und so weiter auch aktiv promoten kann. Das ist was ganz anderes als in Deutschland.
Und ja, ich kann mich noch daran erinnern, im Super Bowl, da war ich letztes Jahr auch hier in den USA, als ich das angeschaut habe und dann eine Werbung kam mit, ja, das ist eine richtig traurig gemachte Werbung mit einem dicken Kind, das nicht mit den anderen mitspielen konnte, weil es irgendwie zu dick war und so weiter. Und dann im Teenager-Alter wurde es gemobbt, weil es irgendwie zu dick war, und dann dachte ich so: Okay, krass, dass die dafür, dass die Aufklärung machen, fand ich total cool. Und dann, was war die Lösung? Hier, unsere neue Pille. Und ich dachte immer so: Oh Gott, okay, hier die Abnehm-Pille, mit der wird dann plötzlich alles, dein ganzes Übergewicht geht weg wegen dieser Pille. Da habe ich da schon gemerkt: Ui, okay, das ist wirklich krass. Eigentlich habe ich mir nie darüber richtig Gedanken gemacht, aber so wie du es sagst, es sind genau die beiden Themen, die wichtig sind, und darüber werden wir halt schlecht aufgeklärt. Ist schon komisch.
Aber wir wollen ein bisschen über Finanzen sprechen. Warum ist es denn wichtig, dass wir uns mit unseren Finanzen beschäftigen? Also ich würde mal sagen, ich kenne das auch aus eigener Erfahrung. Also beispielsweise mehr im Masterstudium, das war die Zeit, wo ich alles selber finanziert habe. Also duales Studium, da habe ich nebenher Geld verdient, im Masterstudium dann nicht mehr. Und dann habe ich auch von Monat zu Monat dann an der Anfangszeit gemerkt: Hey, das Geld wird immer knapper, und gleichzeitig war einfach der Druck immer größer und dass man einfach nicht frei denken kann, wenn man die ganze Zeit nur mit finanziellen Sorgen beschäftigt ist.
Ich habe das auch beispielsweise oder sehe das derzeit immer noch, weil ich unter anderem, ich bin gerade im Spanischlernen, habe meistens täglich mindestens eine private Spanischklasse und unter anderem auch mit Lehrern aus Venezuela. Und wenn man dort einfach so ein bisschen über die Umstände, einfach nur deren Leben so ein bisschen kennenlernt, mit, dass es ganz normal ist, dass man in den Supermarkt geht und jeden einzelnen Tag die Preise höher sind. Es gibt keinen zweiten Tag, wo man in den Supermarkt geht und die Preise sind nicht höher, und das ist für die ganz normal. Oder dass man auf der Straße den US-Dollar handelt und dann drei unterschiedliche Kurse bekommt, je nachdem wie man es handelt, und das ist für die alles ganz, ganz normal.
Jetzt bin ich gerade ein bisschen abgeschweift, denn die ursprüngliche Frage war nochmal: Was genau? Warum wir uns mit unseren Finanzen beschäftigen. Genau. Und wo ich auch bei ihr beispielsweise merke, wenn da mal irgendwie was passiert, was vielleicht nicht geplant wurde und einfach kein Sicherheitspuffer da ist und Versicherung hat da sowieso niemand, also wenn irgendwie was gesundheitlich passiert, wenn du kein Geld hast, dann hast du halt kein Geld und bist einfach krank oder verletzt, und das ist halt so dort, dass ich einfach denke: Also wenn da nicht eine gewisse Basis steht, eine stabile Basis, das, was sicher ist, also drei verschiedene Level an Finanzen.
Erstes Level, was man erreichen sollte, meiner Meinung nach, ist finanzielle Sicherheit, dass man so viel verdient, dass man damit seine Ausgaben decken kann und bestmöglich auch noch einen gewissen Puffer hat, dass, wenn egal was passiert, dass man einfach genügend Geld hat, um das Ganze zu decken. Die zweite Stufe, schon mal deutlich höher, sage ich mal, ist dann das Thema finanzielle Freiheit, dass man in der Theorie zumindest von seinen Erträgen, also von dem, was seine Investments einbringen, dass man von dem theoretisch leben kann. Ob man das dann tatsächlich in der Praxis umsetzt, das ist wiederum eine andere Geschichte. Und das dritte Level, das ist das Level, mit dem ich mich derzeit primär beschäftige, ist das, was ich nenne: finanzielle Unzerstörbarkeit. Das ist quasi das Level, dass egal welchen Worst Case du dir irgendwie vorstellen kannst, du bist einfach finanziell komplett stabil.
Was auch damit einhergeht, dass man dann in viele Assets investiert, also breit diversifiziert, wo man auch eigentlich davon ausgeht, gerade als jemand, der beispielsweise sich primär mit Geld beschäftigt, dass wir es langfristig sehen, Krypto massiv underperformt, aber gerade das für die Sicherheit, die man dadurch bekommt, dass man dann relativ breit sein Vermögen aufteilt. Und gerade diese erste Stufe, finanzielle Sicherheit, ich denke, wer das nicht hat, der hat einfach die ganze Zeit so einen gewissen Teil vom Kopf, so eine gewisse mentale Kapazität, ist einfach die ganze Zeit im Hintergrund mit Finanzen beschäftigt, und die wird erst dann frei, wenn man das nicht mehr hat. Und deshalb denke ich, ist es absolut essentiell, dass man zumindest die Basics beim Thema Finanzen, diese finanzielle Sicherheit, dass man die erreicht hat.
Wenn man mit jemandem spricht, der sich mit Finanzen nicht beschäftigt und man sagt dem: Nein, du musst von dem Geld, was du verdienst, ein bisschen was zur Seite legen, um dir ein finanzielles Polster aufzubauen, dann ist ja eine ganz einfache Gegenthese, die die immer aufstellen: Nein, ich will heute leben, ich kann nichts mit ins Grab nehmen. Wie entgegnest du denn dieser Aussage, weil die bekommt man ja von denen, die sich mit Finanzen gar nicht beschäftigen, eigentlich, wenn man mit zehn Leuten spricht, bekommt man diese Aussage neunmal.
Ja, ich denke, bezüglich dem ist es ein Spektrum und es gibt wahrscheinlich auf beiden Seiten Extreme. Ich persönlich habe ursprünglich mal dazu tendiert, vor allem als ich noch in Deutschland gelebt habe, während dieser Phase, wo sich bei mir alles um Finanzen gedreht hat. Ich habe wirklich jeden Euro, den ich ausgegeben habe, habe ich zweimal umgedreht, um zu schauen, ob ich den auch wirklich ausgeben muss. Ich war so ein Sparfuchs, wie wahrscheinlich kein anderer, wirklich jeden Cent irgendwie angespart. Das war vielleicht für eine kurze Zeit oder, was ist kurze Zeit, über ein paar wenige Jahre war ich da sehr extrem, habe auch alles getrackt, meine ganzen Einnahmen, Ausgaben, wirklich alles auf den Cent genau getrackt und auch meine Investments und so weiter habe ich mir ziemlich tief reingefuchst.
Und ich würde mal sagen, auf dem anderen Ende des Spektrums sind wahrscheinlich, das ist jetzt vielleicht ein Vorurteil, aber im Allgemeinen ist das so ein bisschen die Kultur in Südamerika beispielsweise, wo die Leute einfach heute ihren Paycheck bekommen, ihre Einnahmen, und morgen gehen sie dann irgendwie in die Bar und übermorgen auch und den Tag darauf auch, bis dann irgendwie das Geld dann nicht mehr da ist und dann warten sie halt so lange, bis sie dann irgendwann wieder ihr Geld bekommen und in der Zwischenzeit essen sie Reis mit Bohnen. Also dieses einfach: Ach, ich kümmere mich nicht um morgen, ich lebe einfach auch heute. Und ich denke, das ist wahrscheinlich eines der schwierigsten Dinge beim Thema Finanzen, dass man da irgendwie eine gesunde Balance findet. Also nicht ins eine Extrem, allerdings auch nicht ins andere Extrem. Weil wenn man sich gar nicht mit dem Thema Finanzen beschäftigt und nur heute lebt, dann führt das auch oftmals dazu, dass wenn dann mal irgendwie was passiert, was man nicht eingeplant hatte, dass es einem einfach sehr viel Stress, dass man sehr viele Sorgen hat und so weiter.
Allerdings auf dem anderen Extrem, dass wenn man nur spart und so weiter, und vor allem auch, wenn man in jungen Jahren seine ganzen 20er beispielsweise nur gespart hat, sich nichts gegönnt hat, ja, das ist auch im Allgemeinen einfach die Zeit, wo man Dinge am besten erfahren kann, wo man den meisten Spaß hat. Weil mit jungen Jahren ist es was ganz anderes noch, irgendwie Snowboard zu fahren, Wakeboarden zu gehen und lauter solche Sachen, wenn du dann mal 30 oder 40 bist, dann merkst du: Oh, mein Körper ist doch irgendwie nicht so unzerstörbar, wie ich das früher mal gedacht habe. Da wird es dann ein bisschen schwieriger mit solchen Erfahrungen, oder auch mit 40 will man vielleicht nicht mehr von Hostel zu Hostel irgendwie durch ein Land reisen, weil man dann irgendwie mit 15, 20 Jahren irgendwie viel zu tun hat. Das heißt, auch gerade in jungen Jahren wäre es eigentlich die beste Zeit, um Dinge zu erfahren.
Deshalb denke ich, da irgendwie so eine, und da wird es wahrscheinlich kein allgemeines Rezept dafür geben, keine allgemeine Formel, an die man sich halten kann, aber da muss wahrscheinlich jeder mal seine eigene Erfahrung machen, dass man vielleicht in einem Bereich ein bisschen zu extrem unterwegs war, dann vielleicht in die andere Richtung zu extrem, dass man dann irgendwie es schafft, so einen Mittelweg zu finden, der für einen passt. Und ich denke auch, der Mittelweg wird wahrscheinlich bei jeder Person ein bisschen anders sein, und ich denke auch, das ist vollkommen fein, weil es einfach nicht den einen Weg gibt, wie man seine Finanzen managt.
Jetzt setzt der Kevin Söll sich irgendwann auch mal ein bisschen zur Ruhe und schlägt seine Wurzeln an einem Ort auf, wird irgendwann vielleicht mal so sein, und dann sucht er sich so eine Beschäftigung, die er so hat, und ich setze ihn jetzt als Finanzberater einfach in Berlin-Köpenick hin, weil da hat er seine Ruhestätte gefunden, und da macht er ein Finanzberaterbüro auf, und da kommt Max Mustermann, kommt einer nach dem anderen bei ihm rein, geschneit in sein neues Büro. Was wird ein Kevin Söll, der als Finanzberater arbeitet? Würdest du das einfach halten? Würdest du sagen, kauf mal einen MSCI World, und wir bauen das alles auf? Oder würdest du schon tatsächlich mit Kryptowährungen und so an die Max Mustermänner rangehen?
Ich denke da mehr in unterschiedlichen Schritten. Also ich denke, es gibt wahrscheinlich drei Finanzskills, die jeder meistern muss. Und ich denke, als Finanzberater ist es absolut, mir fällt das richtige Wort nicht ein, aber da wäre es, mir fällt das richtige Wort nicht ein, nur das Englische und das Spanische. Anyway, es wäre nicht hilfreich, wenn man einfach an die Leute rangeht und einfach sagt: Hier, investiere dein ganzes Geld in Bitcoin, und gut ist. Sondern aus meiner Sicht ist es auch viel wichtiger, dass man das Ganze ganzheitlich betrachtet.
Und ich denke, die drei Skills, die man meistern muss, ist erstens mal das Geld verdienen, zweitens Geld behalten und dann erst drittens Geld vermehren durch beispielsweise Investments. Weil wenn die ersten zwei nicht passen, Geld verdienen und Geld behalten, wie will irgendwie eine Person irgendwie was investieren? Da spreche ich dann irgendwie chinesisch für die Person, wenn ich irgendwie sage: Hier jeden Monat 100 Euro und das und so, und die Person denkt sich nur: 100 Euro? Ich habe doch keine 100 Euro im Monat übrig. Also von daher denke ich, ist es erstmal wichtig, dass man über das Einkommen spricht, was sich auch die Person vorstellt, auch Zukunftspläne und so weiter, was vielleicht die Steigerung von den Einnahmen angeht, weil auch im Zeitlauf einfach das Geld immer weniger wert wird.
Zweitens dann, und das ist wahrscheinlich das Wichtigste erstmal, ein Bewusstsein zu schaffen für Einnahmen und Ausgaben. Ich denke, also ich persönlich habe mir das dadurch quasi geschaffen, dass ich eine Zeit lang einfach alles getrackt habe, und deshalb mittlerweile einfach ein sehr gutes Gefühl dafür habe, wie viel Geld ich momentan ausgebe und wie viel nicht. Dass ich jetzt mittlerweile nicht mehr jeden Euro irgendwie doppelt umdrehen muss, sondern einfach so im Allgemeinen weiß: Letzte Woche oder letzten Monat habe ich ein bisschen über meinen Bedürfnissen gelebt, jetzt im nächsten Monat vielleicht mal ein bisschen weniger. Einfach so dieses Gefühl dafür zu entwickeln. Und dann im dritten Schritt das Thema Investieren.
Und auch beim Investieren, denke ich, kommt es extrem, ist es extrem, ich sage mal, individuell, im Sinne dessen, dass nicht jeder die gleichen Ziele hat. Vielleicht eine Person hat vor, relativ früh sein eigenes Haus zu kaufen, zu finanzieren, über Kredite und so weiter, und für den anderen, der will gar nie irgendwie ein Haus, der will sein ganzes Leben lang irgendwie bei Mutti im Keller wohnen, und für den ist das vollkommen fein. Der hat ja vielleicht auch ganz andere Ziele, er braucht ganz andere, hat ganz andere Möglichkeiten, was Investments und so weiter angeht. Also von daher, ich denke, es wäre da sehr unpassend, wenn ich mit pauschalen Aussagen einfach so eine wildfremde Person angehe, ohne einfach genau zu wissen, wo die derzeit steht und was die tatsächlich will, also die Ziele.
Ich denke, das ist das A und O, dass man mit dem beginnt, erstmal eine Bestandsaufnahme, und dann auch vor allem, in welche Richtung sich diese Person entwickelt, welche Ziele hat die, gibt es vielleicht irgendwelche Dinge, die sehr wichtig sind, Dinge, die man später mal finanzieren muss, und dass man dann einfach einen gewissen Plan macht, wie die Person genau das erreichen kann. Und da können natürlich Kryptowährungen definitiv eine Rolle spielen, müssen allerdings keine Rolle spielen.
Ja, da hast du einen wichtigen Punkt angesprochen, weil ich sehe ganz oft, dass irgendwelche Zinseszinsrechner auf irgendwelche Summen angewandt werden und dann bin ich in 20 Jahren finanziell frei, weil dann habe ich eine Million erreicht, wenn die Leute vergessen, aber das ist das neben der, weil alle haben immer nur den Fokus, wie viel Rendite erziele ich pro Jahr, und da legen die den Fokus drauf. 7,5 Prozent, 8 Prozent Rendite, 9 Prozent und versuchen überall den Prozentpunkt rauszukitzeln, aber der viel größere Hebel wäre, relativ früh zu sparen, also an der Sparrate nach oben zu schrauben, indem ich nämlich ein bisschen mehr Geld reinpacke, dafür gar nicht auf den letzten Prozentpunkt Rendite schaue, sondern einfach lernen, ein bisschen mehr Geld zu verdienen, ein bisschen mehr Geld zu sparen, und dann kommt es am Ende auch nicht auf: Ich habe 7 Prozent Rendite oder 8 Prozent Rendite, das ist nämlich gar nicht so wichtig. Und da hast du einen wichtigen Punkt angesprochen, sehr gut, indem du sagst: Ja, man muss Geld verdienen, Geld behalten und dann kann man über das Investieren sprechen.
Ich möchte aber jetzt auch mal ein bisschen über deine Expertise sprechen, nämlich du hast dich sehr stark mit dem Thema dezentrale Finanzen beschäftigt, Decentralized Finance. Und wir hatten gerade im Vorgespräch: Für viele ist ja schon, wenn man einen Bitcoin kauft, dann ist das schon das Maximale, was an dezentralen Investitionen möglich ist. Und dann kriegt man raus: Eigentlich haben die nur einen Bitcoin-ETF gekauft, haben noch nicht mal einen richtigen Bitcoin gekauft. Dann kann man den Leuten erklären: Okay, man kann auch einen echten Bitcoin kaufen, den kann man sogar auf einen Stick packen, auf ein Hardware Wallet oder mittlerweile auch auf Karten, und weil es da alles gibt. Und das sind ja so, so wenig Leute, die das allein schon machen. Und dann gibt es noch den ganz heißen und ganz abgespaceten Scheiß, in dem man auch noch DeFi-Protokolle benutzt. Warum macht das komplett Sinn und warum hast du dich genau darauf spezialisiert?
Also ich würde mal sagen, angefangen, also mit dem Kryptomarkt beschäftigt tue ich mich seit 2017, aber mit DeFi wirklich intensiver beschäftigen, das hat bei mir persönlich im Jahr 2020, 2021 wirklich angefangen. Wahrscheinlich kannst du dich auch noch gut an die Zeit erinnern, wo es einfach möglich war, über verschiedene Protokolle und Chains im Staking, Liquidity Mining und lauter solche Geschichten mehrere hundert Prozent Rendite zu erwirtschaften. Und als jemand, der einfach aus der traditionellen Finanzwelt kam und das gesehen hat, dachte ich nur: Das ist ja absolut verrückt. Also auch sein Geld zu verdoppeln, das ist ja in der traditionellen Finanzwelt: Das dauert Jahre bis Jahrzehnte, bis man irgendwie sowas schafft. Und im DeFi-Space war das einfach möglich.
Und damals auch gar nicht irgendwie, dass man da wirklich nur mit dem einen Projekt irgendwie viel Geld verdienen konnte, sondern dadurch war das eine Zeit, wo ganz viele verschiedene Protokolle und auch Chains einfach einen eigenen Token rausgebracht haben, der sehr inflationär war, das heißt, wo sie sehr viel regelmäßig ausgeschüttet haben. Und dadurch hat man halt relativ viel Geld verdienen können. Und wirklich Klick gemacht beim Thema DeFi hat es bei mir allerdings dann erst später mit einer anderen Blockchain, die das Ziel hatte, ich kenne vielleicht noch der eine oder andere, die sagen: Das ist sicher was, Thema DeFiChain. Das war damals eine Blockchain, die das Ziel hatte, mit tokenisierten Aktien.
Und als ich mich zum ersten Mal mit dem beschäftigt habe, das war für mich einfach so ein No-Brainer, weil Aktien war mein tägliches Brot, mit dem habe ich mich so gern beschäftigt. Und als ich dann von der Möglichkeit gehört habe, dass man quasi die Aktien, die man in der realen Welt hat, dass man die als Token auf die Blockchain bringen kann und dann quasi die ganzen Vorteile von der Blockchain, das ist 24/7, dass es handelbar ist, weltweiter Zugang, die Tokens sind teilbar auf die 0,0000-Stelle und so weiter, das war für mich so ein No-Brainer. Und auch, dass es so günstig ist, das Ganze zu handeln im Vergleich zu Aktienbroker, Börsenzeiten, nur gewisse Zeiten, wo man das Ganze handeln kann, sehr teuer, wenn man irgendwie eine Order aufgibt und so weiter, wo ich da gedacht habe: Das ist absolut ein No-Brainer, dass später alles über eine Blockchain läuft und man das Ganze einfach vertrauenslos machen kann.
Und in dem Zuge war es auch bei der Blockchain möglich, dass man nicht nur Aktien kauft und verkauft, sondern dass man auch beispielsweise mit Aktien Long-Positionen aufbaut, also quasi auf steigende Preise setzt, dass man Aktien-Short-Positionen aufbaut, also auf fallende Preise setzt, dass man Hebel auf Aktien aufbaut in beide Richtungen, egal ob Long oder Short. Und das war eine Zeit, wo ich mich einfach extrem viel mit dem beschäftigt habe, bis dann etwas später, und die ganze Story ist wahrscheinlich auch relativ uninteressant, aber etwas später mit einem mittlerweile einem meiner besten Kumpels und meinem Geschäftspartner auch Manu House, dass wir da quasi auf eine Strategie gekommen sind, wie wir bei der Blockchain quasi mit einem, ich sag mal, relativ großen Risiko, aber der Möglichkeit, dass es tatsächlich aufgeht, dass wir es dort geschafft haben, einen riesigen Hebel aufzubauen über diese Aktienstrategie.
Und es dort einfach in dem Zuge geschafft haben, im Jahr 2022 war das, und unser Kapital, was wir da eingesetzt haben, mehr als zu 25-fachen. Und das war natürlich mindblowing. Also was wir da verdient haben mit dem Einsatz, was auch sehr zeitintensiv war, was auch teilweise auf Glück zurückging. Also es war nicht nur Können, nicht nur Strategie, sondern da mussten mehrere Dinge zusammenkommen, und die kamen tatsächlich bei uns zusammen. Und da war natürlich dann, keine Ahnung, als ich die Gewinne gesehen habe, danach irgendwie mich mit normalen Aktien zu beschäftigen oder mit Gold oder mit, keine Ahnung, das war alles so langweilig dagegen, weil ich mir gedacht habe: Hier kann ich mein Geld ver-x-fachen in einem Jahr. Warum sollte ich mich noch mit irgendwie was anderem beschäftigen?
Und das war dann der Zeitpunkt, wo ich mich immer tiefer reingefuchst habe in verschiedene Smart-Contract-Chains, also so nennt man quasi diese Chains, die außerhalb von Bitcoin, wie beispielsweise Ethereum, Solana, Hyperliquid und so weiter, wo man Smart Contracts nutzen kann. Also quasi diese Dinge auf der Blockchain, die quasi funktionieren wie: Wenn das passiert, dann mach das. Nur ein bisschen komplexer. Und dass man da nicht irgendwie großartig vertrauen muss auf eine fremde Person. Und über diese Smart Contracts kann man auch einfach gewisse Finanzapplikationen bauen, wie beispielsweise Borrowing-Protokolle, dass man seine eigenen Tokens nehmen kann und bei einem Protokoll hinterlegen kann als Sicherheit und dagegen beispielsweise einen Kredit aufnehmen kann und lauter solche Geschichten.
Und je tiefer ich mich da reingefuchst habe, desto mehr dachte ich: Das ist einfach die Zukunft der Finanzwelt. Und ich glaube auch in der Zukunft wird es immer mehr darauf hinauslaufen, dass zwar das nicht irgendwie die Banken irgendwie ersetzen wird, sondern dass einfach die Banken im Hintergrund dann auf die Blockchain zugreifen, allerdings im Vordergrund über ihre schöne benutzerfreundliche Oberfläche dann quasi die ganzen Services von der Blockchain anbieten. Aber ja, ich denke auch, also das ist auch der Grund, warum ich mich nach wie vor so intensiv mit dem Thema beschäftige. Das ist vorhin schon erwähnt, also erstmal: Wer auf der ganzen Welt benutzt überhaupt Krypto? Das ist der Teil. Wer benutzt innerhalb vom Kryptomarkt DeFi? Das ist wahrscheinlich dieses eine Prozent der absoluten Vollnerds, die sowas nutzen. Und dadurch, dass man eben einfach so früh dabei sein kann, wo sich das Ganze noch entwickelt, gibt es auch einfach die größten Chancen.
Also ich kenne einfach im Finanz- und im Krypto-Bereich keinen anderen Bereich wie den DeFi-Space, also den Bereich von dezentralen Finanzen, wo man mit so wenig Recherche so viel, also so einen Wissensvorsprung haben kann und mit diesem Wissensvorsprung dann auch viel Geld verdienen kann. Und also das war bei mir beispielsweise so, dass ich nicht irgendwie in Krypto viel Geld verdient habe, dadurch, dass ich super früh dran war. Überhaupt nicht. Ich habe meine ersten Bitcoin gekauft bei 7.000 ungefähr. Also ich war nicht der, der für ein paar Cent irgendwie gekauft und dann durchgehalten hat. Überhaupt nicht. Und hätte ich von Anfang an irgendwie nur regelmäßig in Bitcoin investiert und einfach durchgehalten, hätte ich wahrscheinlich heute nur den Teil von dem Geld, was ich heute habe. Einfach dadurch, dass ich die Möglichkeiten im DeFi-Space aktiv nutze, und das hat einfach das beste Chancen-Risiko-Verhältnis aus meiner Sicht. Und das ist auch das, was mich nach wie vor in diesem Bereich so umtreibt.
Weil auch immer dann, wenn ich irgendwie andere Perspektiven bekomme, weil es gibt ja unterschiedliche Möglichkeiten, wie man im Kryptomarkt Geld verdienen kann. Da komme ich jedes Mal zum Entschluss: Genau die Spezialisierung, die wir haben mit, also mit mir meine ich, mein Geschäftspartner und ich, bei uns in der Membership mit dem Thema DeFi, dass wir uns nicht nur mit DeFi beschäftigen, sondern auch gleichzeitig mit diesen Borrowing-Protokollen, also mit diesen Krediten und so weiter. Da denke ich einfach, ist das Chancen-Risiko-Verhältnis mit Abstand am besten. Aber ja.
Ich habe über meine Zeit gelernt im Krypto-Space, ich habe alles mitgemacht, aber am Ende habe ich gelernt, Bitcoin ist das Einzige und das Wahre. Ich habe alles mitgemacht und ich habe auch über den Blocktrainer gemeckert und habe gesagt, wie kann man so idealistisch sein? Heute muss ich sagen, der hat recht. Es gibt nur Bitcoin und der Rest ist schwer. Und wenn ich noch eine zweite nennen müsste, dann wäre Ethereum. Und mit Ethereum habe ich mir diesen Zyklus auch ordentlich die Finger verbrannt. Und ja, ich habe Ethereum auch dezentral über einen Smart Contract ein bisschen, habe ich damit gespielt. Und ja, hätte ich nur in Bitcoin investiert, dann wäre ich in diesem Zyklus auf jeden Fall besser gelaufen.
Und jetzt sagst du, es gibt so viele verschiedene Smart-Contract-Plattformen, Ethereum, Solana, DeFiChain hast du genannt. Und wenn man eins aus der Vergangenheit gelernt hat, dann ist, dass solche Projekte dich auch ganz schön in den Abgrund ziehen können. Wenn wir jetzt das Beispiel DeFiChain nehmen, da hätte man vor vier Jahren eine Million drin haben können, dann hätte man sich heute wahrscheinlich acht Euro auszahlen lassen können, und dann wäre es schwer gewesen, die Liquidität da rauszuziehen. Dann wäre genau aus einer Million acht Euro geworden, ungefähr. Ich habe keine Ahnung, wo der Preis steht, aber so ist meine Schätzung. Du hast mit DeFiChain gearbeitet, zum einen bist du da sauber rausgekommen, wie hast du gemerkt, das ganze Ding ist ein Scam oder das ist scheiße, ob Scam oder scheiße, keine Ahnung, da ist ein Fehler drin. Und warum bist du trotz solcher Erfahrung immer noch davon überzeugt, dass man Smart-Contract-Plattformen nutzen kann und gehst dann auch über verschiedene Tokens? Wenn der Blocktrainer uns zuhören würde, dann würde er sagen: Boah, der erzählt völlige Scheiße, also diese dezentrale Scheiße, was erzählt der da? Wie würdest du dich da verteidigen?
Verteidigen? Nee, also ich denke gar nicht, dass man sich da großartig verteidigen muss, weil es gibt unterschiedliche Ansichten, und ich denke auch, jede Meinung dazu ist absolut valide. Wenn jemand meint, Bitcoin ist wirklich das einzig Wahre, dann investiere in Bitcoin. Da bin ich niemand, der irgendwie sagt: Hey, du musst aber jetzt irgendwie in Ethereum oder sonst was. Ich denke auch, bei uns in der Membership hat sich der Fokus jetzt auch gerade im Hinblick auf den letzten Zyklus, wo wir einfach zumindest bisher keine Altcoin-Saison gesehen haben und wo ich auch nicht davon ausgehe, dass wir die noch sehen, hat sich der auch immer mehr geändert von, ich sag mal, mittlerweile ist unser Fokus eigentlich primär DeFi mit Bitcoin.
Also, wir investieren quasi nicht mehr in irgendwelche DeFi-Tokens, wir jetzt in dem Fall irgendwie Ethereum oder Solana oder Hyperliquid, sondern bei uns wird der Fokus viel mehr dahin gehen, dass wir quasi die Möglichkeiten im DeFi-Space nutzen, allerdings die Performance von Bitcoin. Das heißt, dass wir quasi Bitcoin nehmen und mit Bitcoin quasi die ganzen Möglichkeiten im DeFi-Space nutzen. Und das ist beispielsweise etwas, was in der Welt von ganz vielen Bitcoin-Maximalisten, also die Leute, die wirklich nur auf Bitcoin fokussiert sind, gar nicht existiert, dass man, was leider nicht oder noch nicht auf Bitcoin möglich ist, dass man Smart Contracts auf anderen Blockchains verwendet, aber das Asset einfach Bitcoin nimmt. Dass man dann beispielsweise aus einem Bitcoin im Zeitraum mehr Bitcoin machen kann, einfach nur dadurch, dass man die Möglichkeiten im DeFi-Space nutzt.
Und das ist mittlerweile unser primärer Fokus. Das ist auch das, was bei mir im letzten Zyklus, also der letzte Zyklus, obwohl wir keine Altcoin-Saison gesehen haben und obwohl ich zu mehr als 50 Prozent in Altcoins investiert war, war es trotzdem mein bisher bester Zyklus, den ich hatte, dadurch, dass ich einen gewissen Teil einfach das Ganze mit Bitcoin gespielt habe. Konservativ gehebelt, das ist jetzt keine konkrete Empfehlung, das ist nur das, was ich gemacht habe, damals eingestiegen. Ich glaube, unseren Einstieg haben wir bei Bitcoin gemacht im letzten Zyklus bei um die 21.000. Als es dann noch tiefer ging, haben wir damals unseren Hebel etwas erhöht. Und wenn ich von Hebel spreche, meine ich jetzt nicht irgendwie 100x Hebel, 50x, 500 oder was auch immer auf Social Media häufiger rumposaunt wird, sondern wenn wir von Hebel sprechen, dann sprechen wir von einem 1,3-fachen Hebel, vielleicht maximal 2, je nach Strategie vielleicht mal ein bisschen mehr, aber wirklich relativ konservativ, mit einem großen Sicherheitspuffer.
Und da haben wir angefangen zwischen 21.000 und 17.000 ungefähr, haben wir unseren Hebel aufgebaut, das Ganze gehalten und irgendwann habe ich persönlich bei zwischen 119.000 und 122.000 verkauft. Zwischendurch habe ich mal kurzfristig die Position aufgelöst gehabt, weil ich mich hinreißen lassen habe, einen Short-Trade zu machen, der leider nicht aufging. Also da habe ich auch ein bisschen Geld liegen lassen, aber im Großen und Ganzen war das für den Großteil meiner Gains in diesem Zyklus tatsächlich verantwortlich, dass ich einfach die Möglichkeiten vom DeFi-Space genutzt habe, allerdings mit der Performance von Bitcoin. Und das ist auch das, was wir im nächsten Zyklus primär machen werden. Im nächsten Zyklus wird es keine Tutorials oder sonst irgendwas mehr geben zu: Hier, Hebelposition mit Ether, Solana, Hyperliquid, whatever, sondern da spielen wir das Ganze nur noch mit Bitcoin, weil wir jetzt in diesem Zyklus gesehen haben: Wenn Bitcoin der King ist, gut, dann nehmen wir einfach Bitcoin. Und mit dem können wir trotzdem die ganzen Möglichkeiten nutzen.
Ja, wichtige Erkenntnis, denn genau das ist der Weg, der für mich sehr, sehr gesund ist. Man darf und man kann die Chancen im dezentralen Finanzsystem nutzen. Man sollte sich aber meiner Meinung nach auch auf Bitcoin fokussieren und dann aufhören mit diesem ganzen Altcoin-Scheiß. Aber lass uns noch mal kurz zurückgehen zu DeFiChain. Wann hast du da gemerkt: Boah, das Ding geht den Bach runter? Und bist du da sauber rausgekommen?
Also ich hätte sicher noch besser rauskommen können, aber ja, wann ich gemerkt habe, das Ding geht den Bach runter: Also jeder, der die Story so ein bisschen verfolgt hat oder damals selbst investiert war, der hat ja gemerkt, dass damals, als diese, also DeFiChain hatte ja die primäre Vision, tokenisierte Aktien rauszubringen, wo ich damals gedacht habe, das ist einfach nur absolut genial. Mittlerweile würde ich sagen, war wahrscheinlich ein bisschen zeitlich zu früh dran im Vergleich zu, jetzt sehen wir gerade diesen ganzen Boom, dass es immer mehr in die Richtung geht. Aber ja, damals war das eine der einzigen Chains, es gab noch andere Projekte, aber die waren nicht so wirklich relevant, die das wirklich vorhatten. Und schon von Tag 1, als das Ganze gelauncht wurde, gab es einfach, ich will nicht sagen, es waren keine Bugs, das System war so gebaut, dass es einfach nicht funktionieren kann. Es gab da einfach gewisse Fehler, dass die Tokens nicht den Preis hatten, den sie eigentlich haben sollten. Und dann kam eine Möglichkeit, wenn man das Ganze fixen kann, die hat dann nicht funktioniert. Dann kam noch mal eine Möglichkeit, die hat ebenfalls nicht funktioniert, und noch mal eine Möglichkeit, die hat ebenfalls nicht funktioniert.
Und nach der fünften und sechsten und siebten und achten wurde ich dann einfach im Zeitverlauf immer skeptischer. Und auf YouTube, also nach wie vor, behalte ich es dabei, dass ich einfach sehr offen und ehrlich über Projekte spreche, egal ob es das ist, was ich hören will, weil beispielsweise derzeit berichte ich auch in der aktuellen Marktphase primär eher bearish zum Kryptomarkt, weil ich davon ausgehe und auch die Daten aus meiner Sicht eher momentan negativ sind. Das ist nicht das, was ich mir wünschen würde, weil am liebsten würde ich die ganze Zeit nur irgendwelche positiven News verbreiten. Aber ich nehme einfach den Markt so, wie er ist. Und so habe ich auch damals das Projekt genommen. Ich habe damals noch nie auch nur einen Cent von diesem Projekt irgendwie Geld bekommen, dass ich irgendwie was sage, sondern ich habe einfach immer nur meine Meinung gesagt. Und wenn sich halt meine Meinung dann auch geändert hat, was damals der Fall war, dann habe ich halt auch genauso proaktiv dann darüber berichtet, dass: Hey, hier ist momentan das Problem und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die das irgendwie gefixt bekommen, weil wir haben schon bei den letzten vier Versuchen gemerkt, es hat alles nichts gebracht.
Und im Zeitverlauf wurde dann auch das System einfach immer und immer komplexer, also die ganzen Lösungsvorschläge, die da vorgeschlagen wurden, wo ich teilweise wirklich stundenlang dran war, um das einfach nur zu verstehen, wie das irgendwie funktionieren soll. Und ich habe dann, dadurch, dass wir dann auch während dieser Zeit sehr viel Geld verdient hatten mit unserer Hebelstrategie, habe ich damals schon was gemacht, was ich für mich zu dem Zeitpunkt komplett irrational und falsch angefühlt habe, dass ich einen Teil von meinem Gewinn jede Woche in Bitcoin ausgezahlt habe und dass ich einfach gedacht habe: Hier, jetzt sehe ich einen Teil davon, den tue ich einfach immer regelmäßig in Bitcoin, regelmäßig ETH hatte ich auch nur nachgekauft. Und je höher der Preis ging, desto mehr habe ich quasi da schon ausgezahlt.
Und irgendwann, als das Projekt dann, als auch die Preise weiter nach unten gingen und dann auch ich immer mehr gesehen habe: Ich sehe da keine Lösung für das Problem, was es derzeit gibt, habe ich dann nicht nur für mein eigenes Kapital dann quasi die Handbremse gezogen und gesagt: Ich gehe da raus, ich glaube nicht, dass es funktioniert und ich sehe da keine Zukunft, sondern habe dann auch proaktiv auf YouTube davor gewarnt. Das ist auch das, was ganz viele Leute, die mir das heute noch irgendwie, genau, die mir heute noch vorwerfen: Ja, du warst ja damals derjenige, der irgendwie viel über die DeFiChain berichtet hat, davon vollgeschwärmt hat. Ja, da war ich 100 Prozent. Ich war so in meiner DeFiChain-Bubble. Ich war, heute schaue ich mir manche Videos an, die nach wie vor online sind, wo ich zu mir denke: Ja, also heutzutage will ich das nicht mehr sagen. Da war ich teilweise echt sehr voreingenommen, so wie ich das Ganze, ich sage mal, dargestellt habe. Aber das war halt einfach: Wenn man mit einem Großteil von seinem eigenen Geld in sowas investiert ist, dann legt man auch einfach dazu, die Dinge schöner zu sehen, als sie eigentlich sind.
Aber dann genau das umgekehrt habe ich ebenfalls gemacht, dass, als ich einfach gemerkt habe, die Probleme werden immer größer, dass ich dann davor immer mehr kritische Videos dazu gemacht habe, auch einfach Videos, die die Leute selbst zum Nachdenken bringen, bevor dann etwas passiert ist, was ich gar nicht auf dem Schirm hatte, dass plötzlich diese Community, die mich eigentlich zuvor gefeiert hatte, dann plötzlich voll gegen mich geschossen hat und so von wegen: Ja, dieser Kevin, der will nur die ganze Zeit unsere Chain schlecht machen und so weiter. Und das ging dann über mehrere Wochen auch mit Shitstorms, das ist meine allererste Erfahrung in meinem Leben mit Shitstorms auf Twitter und so weiter, wo ich wirklich auch Zeitpunkte hatte, wo ich mehrere Tage mich nicht mit YouTube und sonst was beschäftigt habe, weil ich so durch war mit diesem ganzen Kram. Und ja, wo ich dann gesehen habe: Hey, die wollen mich da nicht mehr haben, die wollen nicht mehr, dass ich über das Projekt spreche, und irgendwann habe ich gesagt: Gut, wenn ihr das nicht mehr wollt, dann mache ich es nicht mehr. Und dann habe ich mich immer mehr auf andere Dinge fokussiert.
Aber ja, ich würde mal sagen, ich bin sehr gut rausgekommen, also mit einem guten Profit, aber einfach nur dadurch, dass ich relativ früh das echt schon Offensichtliche gesehen habe, was einfach ganz viele Leute nicht wahrhaben wollten, weil das einfach auch eine Chain war, mit der man damals echt viel Geld verdienen konnte, auch viele tägliche Rewards und so weiter, und wer will so ein Projekt aufgeben, bei dem man eigentlich so gut Geld verdient. Aber ja, dann irgendwie doch ein bisschen rationaler zu sein, das ist was, was mir persönlich deutlich leichter fällt als vielleicht anderen Leuten, weil ich im Allgemeinen sehr logisch denke, sage ich mal. Also mir fällt alles, was mit Sprachen zu tun hat, mit Kreativität ein bisschen schwieriger, aber Logik, das ist einfach so, das ist so drin. Und deshalb fiel es mir auch damals nicht so schwer, irgendwann zu sagen: Hey, ich glaube, für mein Geld ist es besser, wenn ich da nicht mehr investiert bin.
Wolltest du damals von Julian auch direkt angegriffen? Ja, es gab mal eine Zeit, wo ich dann auch auf Twitter ein bisschen was gepostet habe und ja, da ging es, ich musste mir einige Beleidigungen anhören, ja, definitiv, ja. Aber das werfe ich ihm gar nicht vor. Ich denke, er war jemand, der damals auch ein Unternehmen hatte, das auf diese Blockchain aufbaut, quasi seine, ich sage mal, finanzielle Existenz, würde ich, ich weiß nicht, ob ich es so bezeichnen würde, aber das war halt alles, lief auf diese Blockchain. Und wenn ich quasi diese Blockchain schlecht mache, mache ich gleichzeitig sein Unternehmen eher schlecht. Und als Unternehmer hat man natürlich die größten Anreize, dass man dagegen pusht, logischerweise, genauso wie ein Brian Armstrong, der Founder von Coinbase, ja, genau, wie der einen großen Anreiz hat, in jedem Interview zu sagen, Bitcoin geht auf eine Million, logischerweise, weil er ein ganzes Business auf Krypto aufbaut. Genauso denke ich, hatte er einfach sehr große finanzielle Anreize dagegen zu pushen. Und ja, so war es dann eben. Aber soll auch kein Hate sein gegen Julian. Ich habe von Julian Hoss super viel gelernt, weil er war einer der ersten und größten deutschsprachigen Influencer. Ich habe super viel von ihm gelernt, der hat super Mindset-Sachen gemacht, der hat gute Bücher geschrieben. Und trotzdem ist der auch komplett, irgendwie hat er sich verändert, also da hat auf jeden Fall eine Transformation stattgefunden. Und ja, da kann man stehen dazu, wie man will.
Da gab es eine Kreditkarte, die wurde ausgegeben, da war er mit involviert, da waren die anderen schuld. DeFiChain war, hat ein Unternehmen darauf aufgebaut, das ist auch den Bach runtergegangen, da waren auch die anderen schuld. Am Ende waren nicht immer die anderen, die schuld waren. Und jetzt ist halt KI der neue Scheiß und ein ganzes Krypto-Universum, wo er sein ganzes Leben wahrscheinlich darauf aufgebaut hat und seine ganzen finanziellen Bags, die er aufgebaut hat, über das Krypto-Universum aufgebaut und jetzt ist alles scheiße und jetzt ist KI das große Thema. Ja, sehr, sehr komisch. Aber so haben sich die Menschen, ganz, ganz viele Menschen im Krypto-Space, ja, im Zeitverlauf verändert. Ich habe ganz, ganz viele Krypto-YouTuber beobachtet.
Wie hast du es geschafft, dass du trotz der großen Renditen, die du erwirtschaftet hast und dir auch ein finanzielles Polster aufgebaut hast, wie hast du das aber geschafft, dass du auf dem Boden geblieben bist? Jetzt nicht mit drei Uhren am Arm hier vor uns stehst, irgendwie eine große Goldkette mit dem Bugatti rumfährst und nur noch mit dem Privatjet irgendwelche Insta-Stories teilst. Wie hast du es geschafft, dass du jetzt ganz solide hier bei uns im Podcast bist und mit uns so bodenständig sprichst? Hätte sich auch anders entwickeln können.
Ich glaube, es geht bei mir persönlich ganz viel darauf zurück, dass ich durch meinen Lebensstil, durch viel Reisen und so weiter, extrem viel gemerkt habe, was mir wirklich Lebensqualität gibt und was nicht. Was mir wirklich Freude bereitet und was nicht. Und ich auch in der Vergangenheit definitiv mal solche Dinge ausprobiert habe, wie mir irgendwie was Teures geleistet habe oder so, und dann jedes Mal gemerkt habe: Ich gewöhne mich da so schnell dran, ich kann das einfach nicht mehr wertschätzen.
Das fing an mit beispielsweise, dass ich teilweise in den Orten, wo ich war, die einfach paradiesisch waren, dass ich dann auch vielleicht ein bisschen mehr ausgegeben habe für ein super modernes, tolles Airbnb mit dem Ausblick und so weiter. Und das war richtig genial für drei Tage, und danach war es einfach normal und ich habe mich komplett dran gewöhnt. Genauso wie ich in diesem Jahr etwas gemacht habe, was auf meiner Bucket List stand, dass ich mir mal einen Ferrari angemietet habe, dass ich mir mal einen Lamborghini angemietet habe. Und um dann festzustellen, schon nach einer halben Stunde: Das bin so nicht ich. Das macht super Laune zum Fahren. Ich kann es nur jedem empfehlen, das mal zu machen. Ich hatte so ein Grinsen auf dem Backen, wenn ich das Gaspedal gedrückt habe. Aber wo ich auch da gemerkt habe, wenn Leute am Straßenrand stehen, das Handy rausholen und die filmen: Oh, diese Aufmerksamkeit, das bin ich sogar, das mag ich so gar nicht.
Also, ich denke, es geht einfach ganz viel darauf zurück, dass ich sehr viel reflektiert habe über, und das war vor allem diese Anfangszeit in Australien, diese ersten sechs Monate, wo ich ganz viele Sachen ausprobiert habe, ganz neue, fremde Sachen ausprobiert habe und einfach sehr viel reflektiert habe darüber, was wirklich das ist, was mich im Leben glücklich macht. Und die allermeisten Dinge kosten eigentlich kein Geld. Und auch dieses, ich sage mal, Statussymbole und so weiter, das hat seine Daseinsberechtigung, wenn man so ein Stück weit sich Respekt und Bewunderung erkaufen möchte. Und das funktioniert auch definitiv für ganz viele Leute. Also es gibt bestimmt ganz viele Leute im deutschsprachigen Raum, die beispielsweise den größten deutschen Krypto-Influencer wie Hoss anschauen und denken: Boah, das leben wir auch gern, mit Privatjet, mit zwei Uhren oder drei Uhren, mit Bugatti und so weiter. Das ist mein Idealleben. Die ganz viel so denken. Aber ich denke, sehr viele wohlhabende Leute, die schauen wahrscheinlich eher auf solche Leute und denken sich: Das ist irgendwie traurig, dass jemand es nötig hat, so viel Wohlstand quasi anderen Leuten zu zeigen. Also ich glaube, vor vielen wohlhabenden Leuten, da kann man sich keinen Respekt erkaufen.
Sorry, aber gerade bei Hoss, der hat ja noch vor ein, zwei Jahren genau so geredet, wie wir jetzt reden. Sehr bodenständig, sehr: Meine Familie muss gut, muss es gut gehen. Man muss nicht nach außen zeigen. Markenklamotten, reiche Leute, die werden mit ihren Statussymbolen, die werden nicht so in die Öffentlichkeit gehen, sondern die sind eher ruhig. Und genau der Typ hat ja jetzt trotzdem, obwohl er das lange Zeit gepredigt hat, genau die Entwicklung genommen, wo ich manchmal auch Angst habe, dass ich nicht auch so ein bisschen dahin abdriften könnte, weil ich habe auch Bock manchmal zu zeigen: So, boah. Ein Beispiel: Ich habe mir eine G-Klasse bestellt, weil ich mir gedacht habe, boah, das ist genau mein Auto. Eine Mercedes-G-Klasse bestellt, nach Mercedes gegangen und dann, wenn ich damit dann über, habe mir den geliehen, ich bin damit rumgefahren, geiles Auto, so wie du auch sagst, macht ein geiles Gefühl. Und dann fahre ich damit auf eine Feuerwache und boah, geil, dann, das ist so der Zeit, ich habe den wieder abbestellt, weil ich mir dann wieder in einer ruhigen Zeit, wo ich gesagt habe: Boah, muss das sein? So, muss das so ein Kackenhauer sein, muss das so ein Wellemacher sein? Also, tief im Inneren habe ich das manchmal in mir, und ich glaube, so ein Hoss, der ist ja total der smarte Typ und der hat ja total viel Ahnung und der hat sich das ja alles erarbeitet, soll er ja auch machen. Aber ich glaube, tief im Inneren ist er das auch nicht, was er da gerade, wie das gerade aussieht. Und ich will mich davor schützen, und du bist so bodenständig, deswegen möchte ich gerne ein bisschen tiefer wissen, ob du das nicht manchmal auch hast, dieses Gefühl, so: Boah, ich muss, und ich würde gerne, und eigentlich würde ich auch mal gerne meinen Kontostand in der Kamera halten, damit jeder weiß: Ja, ich habe es geschafft, und ich bin auch einer von denen. Hast du das nicht manchmal? Und bei dem einen bricht das halt durch, und du bist halt sehr, sehr bodenständig.
Ja, also erstmal vorweg, weshalb ich Hoss genommen habe: Das ist einfach nur ein Paradebeispiel. Vielleicht ist das eine Person, die total darin aufgeht, das tatsächlich zu zeigen. Und wenn das so ist, also ich denke, da kann jeder mit seinem Geld das machen, was er möchte. Also wenn er denkt, dass er dadurch am glücklichsten ist, dann denke ich, sollte er genauso mit seinem Geld umgehen. Was mich persönlich angeht: Ja, also ab und zu kitzelt es mich unter den Fingern, dass ich mir tatsächlich auch sowas kaufe, wo ich mir denke: Ach, bin ich jetzt ein sehr prahlerisch irgendwie? Also ich habe ab und zu so Gespräche, wo jemand dann einfach sehr lautstark angeht mit dem, was er verdient, mit dem, was er hat, und du einfach nur so ein bisschen vor dich hingrinst und denkst: Ach ja, das ist super toll, dass du das hast. Wo es mich dann auch so ein bisschen kitzelt.
Aber ich denke, auch bei ganz vielen, ich sage mal, Anschaffungen, wie beispielsweise, was du gesagt hast, G-Klasse Mercedes: Ich denke, ganz viele Leute denken sich dann, wenn ich mit der G-Klasse dann zur Feuerwache fahre, dass die anderen Leute mich bewundern. Aber ich glaube, was die anderen Leute tatsächlich sehen, ist: Sie schauen an dein Auto und denken: Boah, Hammerauto. Stellen sich aber dann vor, wie es wäre, wenn sie da drin wären, in diesem Auto, dass dann andere Leute sie bewundern würden. Das heißt, sie bewundern nicht dich, sondern mehr dieses Ding. Genauso auch, wenn du, was weiß ich, einen Lamborghini fährst, eine Rolex oder sonst was hast, wo dann Leute das anders schauen und nicht irgendwie die Person bewundern, sondern sich eher vorstellen, wie es wäre, wenn sie tatsächlich sowas tragen würden, dass dann andere Leute sie bewundern, obwohl sie es ja selber auch nicht machen. Und ich glaube, wenn man das mal tiefer verinnerlicht hat, dass die Leute eigentlich nicht einen selbst bewundern, sondern nur die Dinge, dann ist es irgendwie gar nicht mehr so reizvoll, irgendwie solche Statussymbole zu kaufen.
Und eine Sache: Ich lese total gerne diese Bücher von Morgan Housel, ein internationaler Schriftsteller, der in dem Bereich schon mehrere Bestseller geschrieben hat. Und er hat vor kurzem ein neues Buch geschrieben, das heißt The Art of Spending Money, wo er unter anderem auch ein Beispiel bringt, was ich total klasse finde, wo er einfach sagt: Bevor du, ich sag mal, eine größere Anschaffung machst, die nächste größere Anschaffung, überleg dir mal, oder stell dir mal vor, du wärst auf einer einsamen Insel. Es gibt keine anderen Leute, niemand kann das sehen, was du dir kaufst. Würdest du dann tatsächlich das kaufen, oder würdest du vielleicht nicht eher das kaufen, was ein bisschen funktionaler ist und vielleicht nicht dieses Statussymbol hat? Und ich glaube, ganz oft tun wir solche Entscheidungen treffen, egal ob es etwas Kleineres ist wie Markenklamotten und so weiter, dass wir das nur kaufen, damit hier irgendwie ein schönes Logo draufsteht, dass die anderen Leute denken: Wow, Hugo Boss, ui. Aber in Wirklichkeit ist es wahrscheinlich gar nicht das funktionalste Shirt, sondern in Wirklichkeit, wenn uns niemand sehen würde auf einer einsamen Insel, würden wir mit einem Tanktop rumlaufen wahrscheinlich. Das ist jetzt nur ein Beispiel.
Aber ja, wenn man so einfach sich seine eigenen Einkäufe so ein bisschen vor Augen führt, was das für Konsequenzen hat und was tatsächlich andere Leute denken, wenn ich das habe, ich glaube, dann sind Statussymbole gar nicht mehr so reizend. Und ich habe auch bei mir persönlich gemerkt, dass ich meinen Fokus beim, also ich gebe mittlerweile deutlich mehr Geld aus, als ich früher ausgegeben habe, aber einfach deutlich mehr für Erfahrungen, für Dinge, die ich schon immer mal machen wollte. Und da habe ich ja schon echt gut Geld dafür ausgegeben, aber wo ich einfach denke: Das ist es so wert, weil nicht nur jetzt, wo ich in dem Moment, wo ich das mache, kann ich mich dran erinnern, also kann ich das erleben, sondern auch irgendwann mal später, in 10, 20 Jahren, schaue ich mir die Bilder und die Videos an und das ist einfach immer noch cool.
Und oftmals sind es auch Dinge, das muss nicht immer Geld kosten. Also wir hatten vorhin erst vor unserem Podcast das Gespräch über den Marathon, dein erster Marathon. Das hat wie viel gekostet, sich da anzumelden? Vielleicht 50 Euro, vielleicht 100 Euro oder so. Aber das sind Erfahrungen, die wirst du nie mehr vergessen, wie du damals dort am Start standst und wie du nach Kilometer 35 gedacht hast: Oh Gott, meine Beine, die wollen es überhaupt gar nicht mehr. Das ist das, was Leben ist, aus meiner Sicht. Und nicht irgendwie flashy, flashy, schau mich an, ich bin der Tollste mit meinen Statussymbolen.
Und ja, also es war bei mir persönlich hat sich das wirklich durch viel Reisen, durch viel Reflektieren, was mir wirklich Lebensqualität gibt, einfach immer mehr rauskristallisiert, dass es mir einfach nichts gibt. Im Gegenteil mittlerweile, also würdest du mir einen Ferrari schenken und ich müsste den behalten, ich würde den nicht nehmen, weil ich dann ganz genau weiß im Hinterkopf, ich muss mich die ganze Zeit mental darum kümmern, dass der auch ja unter einer Garage ist und dass ich auch ja darum gekümmert werde, ach, diesen ganzen Stress will ich gar nicht. Ich lebe lieber ein bisschen freier und habe nicht solche Dinge, wie irgendwelche Dinge, die mir dann, die einfach nur zu einer Verantwortung werden. Ja. Aber so denke ich. Vielleicht denken andere Leute anders, vielleicht geht Hoss total darauf, vielleicht erfüllt ihn das total. Und wenn das so ist, klasse. Also das soll gar keine Kritik sein an Leute, die das machen, sondern vielmehr so: Das ist das, was ich für mich rausgefunden habe.
Ja, sehr angenehme Einstellung. Ich bin auch Abonnent deines Newsletters, und da habe ich gesehen, deine Cashquote ist bei 70 Prozent, war glaube ich angegeben. Das heißt, du bist relativ mit viel Kapital an der Seitenlinie. Warum, wenn du doch an Bitcoin so sehr glaubst und an diese ganze dezentrale Finanzierungssache?
Also erstmal vorweg: Das, was ich im Newsletter teile, ist quasi nur mein, ich unterteile mein Portfolio grundsätzlich in den aktiven Teil und den passiven Teil. Viele im Finanzbereich nennen das auch das Alpha-Portfolio und das Beta-Portfolio, aber mit Alpha und Beta können die wenigsten Leute was anfangen, deshalb halte ich es mir einfach: aktiv und passiv. Aktives Portfolio, das ist quasi das Portfolio, was darauf ausgelegt ist für Vermögensaufbau. Also da spiele ich mich, da spiele ich die ganzen Strategien im DeFi-Space, da tobe ich mich wirklich aus im DeFi-Space, da möchte ich eine Überrendite erwirtschaften zu dem, was der Markt mir gibt. Also da möchte ich das Alpha generieren. Und dann das passive Portfolio, das ist das Portfolio, da bin ich nur darauf aus, die durchschnittliche Marktrendite zu erwirtschaften, also das Beta. Das ist dann das Portfolio, wo ich beispielsweise im Bereich von Aktien in breit gestreute ETFs investiere.
Bei denen gehe ich nicht davon aus, dass ich da irgendwie den Markt schlage, sondern im Gegenteil, ich investiere einfach in den breiten Markt. Da investiere ich in Gold, da investiere ich in Kunst, da investiere ich unter anderem auch Bitcoin Cold Storage, der einfach da liegt, mit dem ich nicht fahre. Bitcoin soll auch nicht performen, sondern das ist einfach nur die Performance von Bitcoin ist nach wie vor aus meiner Sicht der Index im Kryptomarkt, und wenn ich den Kryptomarkt abdecken möchte, da gehört auch Bitcoin dazu.
Und der passive Teil ist mittlerweile mehr als 50 Prozent von meinem Portfolio. Das heißt, nur weil ich in meinem Newsletter beispielsweise bei meinem aktiven Portfolio derzeit nicht nur 70 Prozent, ich sag mal, in Stablecoins habe, sondern auch gleichzeitig noch short bin mit ungefähr 25 Prozent, also ich setze auf fallende Preise. Aktiv setze ich darauf, dass Bitcoin und der Kryptomarkt nach oben gehen. Das ist etwas, was ich nur bei meinem aktiven Portfolio mache, und das aktive Portfolio im Vergleich zum gesamten Portfolio sind wahrscheinlich so, also es wächst jetzt sehr stark, weil da einige Vermögenswerte zusammenkommen, aber wahrscheinlich so um die 30 Prozent derzeit.
Und langfristig gesehen gehe ich nach wie vor, bin ich super bullish auf den Kryptomarkt, auf die ganze Adoption, auf das, was wir sehen. Nur kurzfristig gesehen, und das hat auch wieder mit unserer Strategie zu tun, dass wir quasi die großen Makrozyklen spielen. Das ist auch das, was wir ja als Vierjahreszyklus bezeichnen. Wir spielen es jetzt nicht allerdings unbedingt immer nach den vier Jahren, sondern wir gehen einfach nach dem, was uns die Daten sagen, dass wir in Bodennähe versuchen, also wenn die Bottom-Indikatoren flashen, dass wir dann versuchen, Bitcoin einzukaufen, Hebel aufzubauen und irgendwann, wenn die Top-Indikatoren flashen, dass wir dann auch Bitcoin verkaufen und dann quasi short gehen. Das ist unsere wesentliche Strategie.
Hat im letzten Zyklus beispielsweise aus meiner Sicht nicht so hervorragend geklappt. Also wie gesagt, eingestiegen bei, sagen wir mal, Durchschnittspreis 20.000 mit Hebel, Durchschnittspreis ausgestiegen 120.000 und das mit Hebel noch dazu bei Bitcoin hat super funktioniert. Und jetzt sind wir eben derzeit in der Phase, wo aus meiner Sicht die wichtigsten Daten einfach überwiegend negativ sind, weshalb ich persönlich auch nur bei meinem aktiven Portfolio einfach ganz gezielt Bitcoin verkauft habe und in Cash bin. Weil früher dachte ich noch: Cash ist irgendwie Trash. Das will man nicht halten, das verliert nur an Wert. Wenn man jetzt allerdings diese Cashquote einfach mal in Bitcoin berechnet seit dem Zeitpunkt, als ich ausgestiegen bin, dann könnte ich mir Stand heute schon mal deutlich mehr Bitcoin nachkaufen. Also von daher: Einfach nur Cash zu halten in der aktuellen Marktphase ist meiner Sicht wahrscheinlich gar nicht so verkehrt.
Aber das Cash liegt ja auch bei mir nicht einfach nur rum, sondern das habe ich investiert in verschiedene DeFi-Protokolle, da verdiene ich noch zusätzlich tägliche Rewards. Auch zusätzlich mache ich bei ganz vielen verschiedenen, ganz viele verschiedene Airdrops sammle ich Punkte, das heißt, da kommt jeden Monat einiges an Geld rein, einfach nur fürs Nichtstun, sage ich mal. Und auch gleichzeitig in der Zukunft wird da noch relativ viel Geld reinkommen durch Airdrops, wie viel, wann und wie genau, das werden wir dann entsprechend noch sehen. Aber das liegt nicht einfach nur rum. Also mein aktives Portfolio ist immer zu 100 Prozent investiert, alles im DeFi-Space, alles genau über das, was wir vorhin schon gesprochen haben mit DeFi-Protokollen.
Also du gehst davon aus, dass wir uns mittlerweile im Bärenmarkt befinden und die Preise kein neues Allzeithoch mehr in naher Zukunft sehen werden, sondern dass wir eigentlich tiefere Stände sehen werden, als die, die wir bis jetzt gesehen haben?
Definitiv. Und so negativ sich das Ganze auch anhören mag, ich denke, gerade in so einer Phase wird das große Geld verdient. Also diese große Volatilität, diese großen Schwankungen, die wir bei Bitcoin bisher gesehen haben, ich denke, das ist das größte Geschenk, was man haben kann bei so einem Asset. Weil wenn man sich die ganzen Daten anschaut zur Adoption, ich denke, da geht es einfach immer nur nach rechts oben. Es wird immer nur mehr adoptiert und so weiter. Ich meine, wenn wir mal Stand heute vergleichen mit vor fünf Jahren, was sich da getan hat mit Ländern, die jetzt plötzlich eine strategische Bitcoin-Reserve haben und so weiter. Ich denke, das geht einfach nur noch mehr nach rechts oben. Die Adoption. Das heißt langfristig gesehen: extrem bullish.
Nur kurzfristig gesehen gehe ich einfach davon aus, dass sich da mehr oder weniger die Vergangenheit wiederholt wird, vielleicht nicht ganz so stark, aber dass wir bei Bitcoin noch eine deutlich größere Korrektur sehen werden. Und zu dem Zeitpunkt haben wir dann proaktiv wieder, also zu dem Zeitpunkt, wo niemand mehr irgendwie was mit Krypto zu tun haben möchte, und ich merke es jetzt schon beispielsweise auf YouTube, die ganzen Zahlen und so weiter, die sind schon extrem gefallen, die Leute werden immer toxischer, das ist genau das Gleiche, was ich beispielsweise im letzten Bärenmarkt erlebt habe, dass einfach irgendwann da will niemand mehr irgendwie was zu Krypto wissen. Und gerade zu der Phase, wo dann die Apathie am höchsten ist, wo niemand mehr irgendwie ein Video schaut, wenn man denkt: Ach, dieses Bitcoin, das wird sich nie mehr erholen, wenn man das dann günstig einstellen kann, ich glaube, dort werden tatsächlich die Millionäre gemacht. Und im Bullrun werden die Millionäre dann erst gezeigt.
Also da muss man die Eier beweisen, wenn man tatsächlich dann im Boden, wenn jeder davon ausgeht, Bitcoin geht noch viel tiefer und das war jetzt der Anfang und so weiter, wenn man es dort schafft, sich an den Daten zu orientieren und dementsprechend einzusteigen, ich glaube, das wird die größte finanzielle Chance, die wir überhaupt in unserem Leben noch sehen werden. Gehe ich tatsächlich ganz tief davon aus.
Ich bin ähnlich positioniert, muss ich sagen. Und ja, wenn ich aber jetzt auf die Preise schaue, die steigen jetzt wieder in den letzten Tagen, und die Prognosen, und wenn ich, jetzt kommen ja die ganzen Prognosen 2026, wo geht der Preis hin, und wenn man sich jetzt die ganzen Analysten ansieht, die so das ganze Jahr 2026 analysieren, dann muss ich sagen, ist das aber in der ganz breiten Masse schon eher positiv. Also wenn ich das mal beziffern müsste, würde ich sagen, 80 Prozent sehen in naher Zukunft neue All-Time-Highs bei Bitcoin. Die sehen nach wie vor eine Altseason, und die sind eher bullisch gestimmt. Die sagen, okay, jetzt kommt neuer Fed-Chef, jetzt geht es wieder los, wartet mal ab bis Mai, jetzt wird Geld gedruckt und Bitcoin wird jetzt abgehen. Wie bleibst du trotzdem so standhaft, um zu sagen, ich bin sogar mit 25 Prozent meines aktiven Portfolios short?
Ja, also die 25 Prozent, das wird wahrscheinlich in nächster Zeit noch ein bisschen mehr. Also ich würde tatsächlich noch ein bisschen mehr auf fallende Preise setzen. Ich glaube genau das, was du gerade gesagt hast, das bestätigt mich nur noch viel mehr. Weil wenn die breite Masse nach wie vor davon ausgeht, dass wir dann noch höher gehen, dann glaube ich, also gute Investoren sind die Investoren, die unpopuläre Entscheidungen treffen. Ein guter Influencer ist jemand, der sehr populäre Nachrichten verbreitet. Das heißt, diese ganzen Sachen, die wir einfach in den News hören mit neuer Fed-Chef und so weiter, das sind ja alles, eigentlich wissen wir das alle, oder? Also wie viel ist davon eigentlich schon heute eingepreist? Das sind jetzt irgendwie keine News, jeder spricht vom Gleichen und Ketchup-Trade bei Gold und noch zusätzlich globale Geldmenge und so weiter.
Das erinnert mich einfach sehr stark an den letzten Bärenmarkt, wo es damals auch niemand wahrhaben wollte, inklusive auch mir am ganzen Beginn, dass wir in den Bärenmarkt gehen, und deshalb die ganze Zeit nach wie vor diese bullischen News herumposaunt werden. Nur mittlerweile, ich glaube, eine Sache, die sich bei mir persönlich einfach stark geändert hat, ist, dass ich mich einfach primär an Daten orientiere. Und ich habe beispielsweise nebenher noch ein sogenanntes Bullrun-Cheat Sheet, wo ich mir verschiedene On-Chain-Daten anschaue, und da war es beispielsweise so, dass Ende Juli letzten Jahres, im Jahr 2025, dass da die ersten Top-Indikatoren für ein Round-the-Top geflasht sind aus meinem Cheat Sheet und ich damals die Entscheidung getroffen habe: Okay, die Party ist wahrscheinlich irgendwann bald aus. Und bin dann, ich meine, jetzt, Stand heute, wo wir das Video aufnehmen, zu einem relativ guten Preis, bei mir ist kein Ausgestiegen, weil, sagen wir mal, durchschnittlich 120.000, aber nur, weil ich mich auf die Daten verlassen habe und nicht auf das, was ich eigentlich gefühlt habe, wo ich gedacht habe: Oje, Bitcoin wird noch viel höher gehen.
Also es war wirklich das, was ich gedacht habe, als ich ausgestiegen bin. Das war nicht das Top. Also es geht noch mindestens 130.000, 135.000. Ja, es kam dann eben nicht dazu. Und genau so gehen wir auch jetzt einfach vor, dass wir uns konkret an den Daten fokussieren. Und aus meiner Sicht sprechen einfach, wenn man wirklich ehrlich ist und vor allem auch, viele Leute sind einfach so stark in Krypto investiert, dass sie natürlich auch selber dazu tendieren, die Dinge positiver zu sehen, als sie vielleicht derzeit sind. Und ich denke gerade in so einer Situation, wie du beispielsweise derzeit bist, dass du auch relativ viel Cash hast, so wie ich das gehört habe, ich glaube, da fällt es einem viel leichter, die Dinge einfach neutraler zu sehen. Einfach so, wie sie sind. Und eine Sache, die als Investor einfach wichtig ist, ist, dass man die Märkte so nimmt, wie sie sind und nicht so, wie wir sie uns wünschen. Wenn ich es mir wünschen könnte, dann würde ich mir natürlich auch nur das hier wünschen, dass der Preis einfach nur in der linearen Gerade nach oben rechts geht. Aber der Markt ist einfach kein Wunschkonzept. Und von daher spiele ich den so, wie er ist. Und das, wie gesagt, nur mit meinem aktiven Portfolio. Mit dem Rest, da bin ich weiterhin long positioniert im Kryptomarkt.
Bei mir ein großes Learning, weil ich war ja auch 2017 dabei. Ich habe aber nie verkauft. Ich habe Bitcoin gekauft und Ethereum gekauft und habe das immer behalten. Also ich habe nie großartig was gemacht. Dass ich diesen Zyklus so ein bisschen dezentrale Applikationen genutzt habe, das war schon ein Schritt für mich. Aber ist mir alles nicht schwer gefallen, weil ich war ja in Krypto investiert. Das Allerschwerste, was mir gefallen ist, war den Verkaufsbutton zu drücken. Als ich Bitcoin und Ethereum verkauft habe, ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Ich war hellwach, weil ich die ganze Zeit gedacht habe: Das war scheiße. Jetzt bist du nicht mehr investiert. Jetzt wird alles nach oben gehen. Ich habe das erste Mal seit Jahren wieder alle zwei Minuten auf den Chart geguckt und gehofft, dass der Preis nach unten geht. Obwohl ich ja selbst noch mit dem Teil investiert war. Aber ich wollte, dass der Preis nach unten geht. Und das hat bei mir bestimmt zwei, drei Wochen gedauert mit meinem Cash an der Seite, dass ich heute auch auf steigende Kurse gucken kann und sagen kann: Ja, ist nicht schlimm. Einfach entspannt bleiben. Es entwickelt sich. Aber ich gucke heute noch öfter wieder auf den Kurs, weil ich viel Cash habe. Und ich fühle mich sehr unwohl, wenn der Preis nach oben geht. Obwohl ich nicht short investiert bin, gar nicht, sondern einfach nur, weil ich viel Cash habe und ich trotzdem in mir so eine FOMO-Angst spüre.
Also das ist für mich eine sehr, sehr anstrengende Zeit. Seit dem Verkaufen und auch vor dem Verkauf und gerade der Verkauf. Ich muss sagen, das war ein sehr hartes Learning, diesen Verkaufsbutton zu drücken und dann jetzt an der Seitenlinie zu sein. Und dann, als der Kurs ja nach unten gegangen ist, habe ich mich wieder als der beste Investor aller Zeiten gesehen. Ich habe auch immer so einen leichten Hang zu übertreiben. Und jetzt gerade, wenn die Kurse wieder steigen, so wie in den letzten Tagen, und ich dann wieder die News jetzt auch gerade sehe, dann fällt mir das schon echt schwer, muss ich sagen.
Ja, ich denke, das, was du ansprichst, Thema Emotionsmanagement, ist das mit Abstand Wichtigste im Kryptomarkt, weil es gibt einfach keinen anderen Markt, der so volatil ist, der so krasse Schwankungen hat wie der Kryptomarkt, und vor allem als jemand wie du, der sich wahrscheinlich schon sehr tief mit Kryptowährungen beschäftigt hat und eigentlich langfristig bullish ist, dann tatsächlich irgendwie zu verkaufen und nicht irgendwie mit dabei zu sein, das ist emotional nicht einfach, keine Frage. Wäre bei mir genau gleich. Wäre ich zu 100 Prozent ausgestiegen, könnte ich wahrscheinlich auch nicht ruhig schlafen für eine gewisse Zeit. Und genau deshalb denke ich auch, hat einfach so ein Bitcoin Cold Storage, den man einfach nur da hat, einfach nur, den man nicht anfasst, dass der, also in meinem Fall beispielsweise auch irgendwo anders gelagert wird, also ich habe da keinen Zugriff. Selbst wenn ich wollte, ich müsste den Flug nehmen, ich müsste Termine machen. Ich hoffe nicht bei der Sparkasse im Schließfach. Nein, es ist die Volksbank. Nein, es ist die Volksbank. Nein, ganz schön. Nein, also bei der Sparkasse, dann würde ich sowas nicht lagern. Nein.
Aber ja, einfach extern gelagert ist. Das heißt, selbst wenn ich, das wäre schon so ein Aufwand, irgendwie hinzugehen, das will ich mir nicht antun. Und ich glaube, das lässt mich auch so ruhig bleiben. Also gehen wir mal davon aus, ich liege tatsächlich falsch und die Wahrscheinlichkeit ist definitiv da. Also die Wahrscheinlichkeit ist nicht null, dass von hier aus die Preise nur noch hochgehen und wir sehen tatsächlich 2026 ein neues Allzeithoch, Bitcoin geht noch viel höher, und wir sehen tatsächlich das, was alle aktiv derzeit propagieren. Dann wäre es langfristig trotzdem so, dass mein Gesamtvermögen höher wäre als Stand heute, weil ich einfach einen sehr guten Teil im Bitcoin Cold Storage habe, der einfach nicht angefasst wird. Das heißt, mein aktives Portfolio ist kleiner als das, was ich im Bitcoin Cold Storage einfach halte, zumindest Stand heute. Ich hoffe im Zeitverlauf, dass es sich noch ändern wird, wenn tatsächlich die Preise fallen und ich dann auf dem aktiven Portfolio wieder eine Überrendite, also dieses Alpha generiere. Und ich glaube, wenn man so aufgestellt ist und nicht so diese, ich glaube, als Kryptoinvestor haben ganz viele diese All-In-Mentalität, sondern entweder ich bin all-in das oder all-in das, also entweder voll dabei oder voll draußen. Und ich glaube, wenn man da so ein bisschen in Wahrscheinlichkeiten denkt, dass man sagt: Hey, derzeit Wahrscheinlichkeit zum Beispiel 90 Prozent, dass wir einen Bärenmarkt sehen, 10 Prozent, dass wir es nicht sehen. Wenn man dann 90-10 Prozent sein Portfolio aufbaut, dass man sagt: Gut, mit 10 Prozent dabei habe ich long, weil wenn es dann doch nach oben geht, dann bin ich mit dabei. Mit den 30 Prozent da bin ich entweder neutral oder short. Aber jetzt beispielsweise nur short zu gehen, würde ich persönlich auch nicht, weil das könnte dann auch ziemlich wehtun, wenn man sich damit irrt. Und von daher so eine gute, gesunde Mischung aus long, neutral und short, gerade in der aktuellen Marktphase, das hilft mir persönlich einfach enorm, dass das Thema Emotion einfach schon gar nicht mehr aufkommt.
Und das ist auch was, was jeder für sich selber rausfinden muss. Bei mir ist es beispielsweise so, ich weiß nicht, ob das bei dir gleich ist, dass ich mit FOMO viel mehr zu kämpfen habe als mit fallenden Preisen im Bärenmarkt. Aber FOMO, oh, das catcht mich. Wenn ich mal nicht dabei bin, das ist das, was mich viel mehr grämt. Und wenn man sowas einfach selber weiß und dementsprechend sein Portfolio so aufbauen kann, dass das einfach nicht stark aufkommt, ich denke, das ist im Kryptomarkt so wichtig wie wahrscheinlich in keinem anderen Markt. Geht's dir da gleich mit dem Thema FOMO?
Also ich bin ja 2017 eingestiegen. Ich habe zwei Bärenmärkte mitgemacht und ich bin zweimal mit meinem Investment von ganz, ganz viel wieder auf ganz, ganz wenig gefallen, obwohl ich nur in Bitcoin und in Ethereum investiert war. Aber das hat mit mir nichts gemacht, weil ich langfristig an Bitcoin und Ethereum glaube und gesagt habe: Ah, das wird wieder dahin zurücklaufen, und das ist alles gut. Jetzt die Phase, wo ich mehr Cash habe, als ich Bitcoin besitze, muss ich sagen, jetzt fühle ich mich gerade nicht so gut. Also bei mir geht's, mir geht's, also ich habe immer damit zu kämpfen und ich gucke auf den Kurs, und wenn ich dann auch, wie gesagt, die Prognosen jetzt gerade alle sehe, alles bullish. Ich bin auch datenbasiert und ich werde jetzt auch nicht mehr nachrennen. Aber mir geht's da sehr, sehr ähnlich. Also wenn das jetzt abgehen würde und ich wäre mit so viel Cash an der Seite, dann würde ich mich schlecht fühlen, ja.
Ich denke, das geht auf das Gleiche zurück, was wir vorhin schon diskutiert hatten, mit dem Thema Gesundheit, dass quasi alles darauf ausgelegt ist, dich dick und krank zu machen. Ich glaube, genauso ist es auch im Kryptomarkt, dass alle News-Kanäle darauf ausgelegt sind, mit Abstand größter Teil, dich einfach so denken und handeln zu lassen, wie die breite Masse. Und die breite Masse ist derzeit definitiv nach wie vor bullish, auch wenn ich ab und zu Kommentare bekomme von: Ja, sind ja sowieso schon alle bearish. Nein, das ist absolut nicht das, was ich wahrnehme. Also auch wenn ich mir mal die Umfragen anschaue, die ich bei mir auf meinem Kanal schon gemacht habe, der mit Abstand größte Teil, ich glaube, was kam raus? Ich glaube, 86 Prozent von meiner Community ist überwiegend long positioniert im Kryptomarkt, also setzt auf weiter steigende Preise.
Und das ist in meiner Community, wo ich schon seit Wochen rausposaune: Das Top ist drin, das Top ist drin, das Top ist drin, wir sind im Bärenmarkt. Das ist bei mir so. Wie sieht es dann bei anderen YouTube-Kanälen aus mit einer anderen Community, die einfach nach wie vor Hopium verbreiten und nach wie vor bullish sind? Da werden wahrscheinlich noch viel mehr all-in Krypto sein. Also von daher, sich da an Daten zu orientieren und vor allem das, was dich wahrscheinlich auch ruhig schlafen lässt bei Ethereum und Bitcoin, ist einfach fundamentale Daten. Wie sieht es darunter aus? Das gibt es bei vielen anderen Altcoins jetzt vielleicht ein bisschen weniger, aber bei den Projekten, wenn man sich einfach mal anschaut, was sagen denn die Daten, geht die Adoption voran und so weiter. Also da kann man auch, gerade bei Bitcoin und auch bei Ethereum, auch wenn jetzt Ethereum im letzten Zyklus vielleicht nicht ganz so performt hat, wie wir uns das alle erhofft hatten, aber auch da würde ich mir langfristig gesehen mit einem Investment wahrscheinlich keine Sorgen machen, weil ich einfach denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis irgendwann mal der Preis zurück zum Wert geht. Und den Wert sehe ich persönlich langfristig definitiv weit, weit, weit mehr oben.
Ich muss leider gleich meine Tochter zum Reiten fahren. Deswegen müsste ich langsam zum Abschluss kommen, obwohl wir ja gar nicht so tief über deine Expertise gesprochen haben, sondern eigentlich nur relativ kurz und du hast noch so viele Sachen. Ihr müsst mal bei Kevin auf jeden Fall auf dem Kanal nachschauen. Der ist so wirklich ein interessanter Mensch. Allein wie der mit seinen Listen umgeht, wie der alles statistisch aufführt. Sein Lebensstil, sein Umgang mit Gesundheit, sein Umgang mit Geld. Ihr habt ihn jetzt hier so ein bisschen kennengelernt, sein Mindset. Also wirklich ein Mensch, von dem man ganz, ganz viel lernen kann. Und wenn du jetzt den Leuten aber zum Abschluss noch mal so eine Empfehlung geben würdest, womit sollen die sich in naher Zukunft beschäftigen? Weil bei mir, in meinem Podcast, geht es ja nicht nur um Finanzen, sondern bei mir geht es um ganz verschiedene Themen. Ich hatte dir gerade schon mal gesagt, wen ich gestern als Gast hatte. Also bei mir geht es wirklich um verschiedene Themen. Und womit sollen die Leute sich beschäftigen? Wo sollen die ihre Zeit so ein bisschen mal aufteilen, um denen noch mal so ein, zwei Weisheiten und Tipps fürs Leben zu geben?
Also so wie ich das raushöre, ist wahrscheinlich auch vielleicht der Großteil von deiner Community noch gar nicht irgendwie in Krypto, in Bitcoin und so weiter investiert. Von daher denke ich wahrscheinlich, das mit Abstand Wichtigste ist, einfach mal nur Bitcoin zu verstehen. Ich denke, Bitcoin ist die, das hört sich komisch an, aber es ist die beste Finanzschule, die es überhaupt noch gibt. Weil wenn man Bitcoin tief verstehen will, muss man auch automatisch die Probleme verstehen bei uns in unserem System, in unserem Finanzsystem. Was in Kurzfassung darauf hinausläuft, dass einfach die Staatsverschuldung von den ganzen Staaten, von den ganzen Ländern exponentiell weiter ansteigt und es nur eine Frage der Zeit ist, bis uns das mal irgendwann um die Ohren fliegt. Und auch historisch gesehen, dass es einfach mit dem System, was wir derzeit haben, das sogenannte Fiat-System, dass es noch nie in der Menschheitsgeschichte ein Fiat-System gab, das den Test der Zeit bestanden hat.
Wenn man das mal tief verinnerlicht hat, dass wir quasi ein Finanzsystem haben, was mehr oder weniger eine tickende Zeitbombe ist, dann ist die zweite Frage: Was ist denn da potenziell die Lösung? Und da denke ich, spielt Bitcoin und Kryptowährung im Allgemeinen, aber primär Bitcoin, spielt da eine absolut zentrale Rolle. Das heißt, meine erste Empfehlung wäre definitiv einfach mal Bitcoin. Also wahrscheinlich ist es besser, nicht irgendwie jetzt anzufangen mit: Lies mal ein Buch zu Bitcoin, sondern nimm einfach mal irgendeine Summe an Geld, die dir nicht so arg wehtut, vielleicht 500 Euro, vielleicht ein Tausender, einfach mal investieren, einfach mal dabei sein. Und oftmals ist es dann so, dass wenn sich der Preis bewegt und vor allem auch, wenn der Preis leicht nach oben geht, dass man dann automatisch so ein bisschen neugieriger wird, wie kommt es dazu, dass es plötzlich nicht mehr 1.000 Euro sind, sondern 1.200, 1.300, und dass man dann automatisch auch so ein bisschen mehr Interesse bekommt, sich mit dem Ganzen zu beschäftigen.
Das mag vielleicht in der aktuellen Marktphase jetzt nicht unbedingt aus meiner Sicht der beste Einstieg sein, stand heute das zu machen, weil ich, wie gesagt, davon ausgehe, dass wir noch tiefere Preise sehen, aber in dem überwiegenden Teil der anderen Marktphasen gehe ich davon aus, das ist eine super Vorgehensweise. Und dass man dann einfach mal versucht, Bitcoin tiefer zu verstehen, weil jeder, der sich beim Thema, der sich fürs Investieren zu wenig Zeit nimmt, muss sich mehr Zeit nehmen fürs Arbeiten. Und wer arbeitet gerne? Der mit Abstand geringste Teil von der Bevölkerung. Das heißt, da ein bisschen mehr Zeit zu investieren, kann langfristig gesehen sich enorm lohnen.
Und erst dann, wenn man wirklich Bitcoin ganz, ganz, ganz tief verstanden hat, erst wenn man sich wirklich tief damit beschäftigt hat, erst danach würde ich tatsächlich irgendwann mal den zweiten Schritt empfehlen und sich einfach mal anzuschauen, außerhalb von diesem Bitcoin, über das ich jetzt viel weiß, was gibt es denn da noch? Und welche Daseinsberechtigung hat einfach eigentlich so eine Blockchain wie Ethereum beispielsweise, die zweitgrößte Blockchain, was macht die eigentlich? Was ist denn überhaupt so eine Smart-Contract-Blockchain? Wie funktioniert das genau? Welche Möglichkeiten habe ich da? Und auch da dann vielleicht einfach mal solche Möglichkeiten nutzen mit: Ich nehme jetzt mal 1.000 Dollar an Bitcoin, packe die in ein Protokoll rein und tue das Ganze beleihen. Und danach habe ich irgendwie 300 Euro, die ich mir dann irgendwie auszahlen kann. Mit denen kann ich irgendwie meinen Lebensunterhalt finanzieren. Und trotzdem habe ich da noch diese 1.000 Dollar an Bitcoin, wo ich nebenher noch die Kursgewinne mitnehme.
Und wenn man dann so mal die einzelnen Möglichkeiten einfach selber erfährt und selber mal ausprobiert, ich glaube, dann führt alles nur noch mehr in diese Richtung, dass man dann sich immer mehr mit dem Ganzen beschäftigen möchte. Vor allem dann auch in einem Bullrun, wenn dann auch die Preise hoffentlich wieder nach oben gehen und so weiter und dann auch das eigene Interesse einfach immer größer wird. Aber das wäre wahrscheinlich die primäre Empfehlung: Erstens, Bitcoin ganz tief studieren. Das ist die beste Finanzschule, die es überhaupt noch gibt. Der beste Crashkurs zum Thema Geld und Finanzen, was man überhaupt bekommen kann. Und dann im zweiten Schritt ein bisschen tiefer, sofern man das überhaupt möchte. Ich denke, nicht jeder muss das machen. Ich denke nur, Stand heute ist es unfassbar lohnend, sich mit dem Thema DeFi zu beschäftigen. Ich denke nach wie vor, also es gibt keinen Bereich, wo man so leicht so viel Geld verdienen kann. Das hört sich komplett überheblich an, aber ich bin ganz tief davon überzeugt, dass es so ist. Und ja, dementsprechend kann es definitiv lohnen, dass man sich mit DeFi beschäftigt. Das wäre meine Empfehlung.
Vielen Dank für deine Einblicke. Vielen Dank für deine Zeit, die du mir geschenkt hast. Hat mir mega Spaß gemacht. Ich hätte jetzt noch anderthalb Stunden sprechen können, weil ich weiß, mit dir kann man über sämtliche Themen sprechen. Wir hätten noch über das Leben als Staatenloser sprechen können. Wir hätten über Gesundheit reden können. Wir hätten über Sport reden können. Ja, hat mir mega Spaß gemacht. Vielen Dank für deine Zeit. Vielen Dank für deine Einblicke und bleib auf jeden Fall gesund und ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Invests, bei deiner Gesundheit. Bleib wie du bist, bleib bodenständig. Du bist ein cooler Typ. Vielen, vielen Dank.
Vielen Dank, André. Das kann ich nur zurückgeben. Also schon vor dem Podcast, wie auch während dem Podcast. War einfach nur angenehm mit dir. Mega Spaß gemacht. Und ja, können wir gerne in der Zukunft noch häufiger machen, wenn du drauf Lust hast. Dann können wir auch über die anderen Themen quatschen. Bin ich jederzeit offen dafür. Voll gern. Und wir sehen uns beim nächsten Mal. Haut rein. Ciao.
Danke, dass du bis hierhin dran geblieben bist. Das bedeutet mir super viel. Nicht vergessen: abonnieren, Glocke aktivieren. Lass mal ein Like da, kommentieren mit mehr als sieben Worten. Das hilft mir ungemein, weitere spannende Gäste hier an den Tisch zu bekommen. Und wenn du ganz viel Zeit hast, dann teil das mit jedem, der Bock hat auf einen geilen Podcast. Und dann sehen wir uns bei der nächsten Folge Ungefiltert on Fire. Haut rein. Ciao.
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