Trading-Plattform vs. Curve Protokoll | Wer gewinnt? 🤔
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MMCrypto hat vor kurzem auf Twitter einen Trade geteilt, mit dem er satte 1,8 Millionen an Profit erwirtschaftet hat. Jetzt im heutigen Video schauen wir uns nicht nur seinen Trade ein bisschen genauer an, sondern wir überlegen uns auch, was tatsächlich passiert wäre, hätte er eins zu eins den gleichen Trade nicht auf einer zentralisierten Trading-Plattform gemacht, sondern stattdessen auf einem DeFi-Protokoll. Und du ahnst es vermutlich schon, mit dem richtigen DeFi-Protokoll hätte er nochmal deutlich mehr rausholen können.
Hi, mein Name ist Kevin Söll und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit DeFi zu tun hat, Decentralized Finance, inklusive auch verschiedenen Strategien, wie man da das Maximum rausholen kann. Und genau um so eine Strategie geht es auch im heutigen Video.
Und zwar hat vor kurzem MMCrypto diesen Tweet hier auf Twitter geteilt. MMCrypto könntest du eventuell schon kennen, das ist meines Wissens nach der größte YouTube-Kanal, den es über Krypto gibt, der von einem Deutschsprachigen betrieben wird, allerdings auf Englisch, mit derzeit, ich glaube, um die 560.000 Abonnenten.
Und zwar ist er in einen gehebelten Long-Trade eingegangen bei Bitcoin mit einem Startpreis von knapp 22.000 Dollar. Damit hat er einen 9x-Hebel aufgebaut, sodass er in Summe eine Positionsgröße hatte von ungefähr 3,1 Millionen. Und wenn du diese 3,1 Millionen teilst, halt durch den Hebel, dann erkennst du hier, dass sein Einsatz so ungefähr 346.000 war, beziehungsweise 15,8 Bitcoins. Das heißt, mit ungefähr 15,8 Bitcoins ist er bei einem Preis von 22.000 Dollar long gegangen. Er hat also auf steigende Preise gesetzt und hatte gleichzeitig einen Liquidationspreis von unter 20.000 Dollar. Das heißt, wäre der Preis unter diesen Preis gefallen, dann wäre er liquidiert worden, dann hätte er diese Position entsprechend verloren.
Bevor wir gleich weitermachen, erstmal Chapeau an der Stelle. Ich meine, 1,8 Millionen Profit mit einem einzigen Trade, das lässt sich definitiv sehen. Ich vermute mal, dass das hier ein Screenshot ist von Bybit, einer zentralisierten Trading-Plattform. Und solche Plattformen haben in aller Regel den Vorteil, dass du hier einen relativ hohen Hebel aufbauen kannst. Also 9x ist ja garantiert nicht das Maximum, das geht in aller Regel hoch bis 50x, teilweise sogar 100x. Und das erklärt auch, warum er hier ganze 329 % Profit gemacht hat, obwohl der Preis nur, in Anführungszeichen, hier um ungefähr 58 % angestiegen ist.
Jetzt, der Nachteil von solchen Plattformen ist, dass, wenn der Marktpreis unter den Liquidationspreis fällt, dass es dann Puff macht und er entsprechend liquidiert wird und die Position beziehungsweise seinen Einsatz verliert. Deshalb lass uns mal anschauen, wie das Ganze ausgesehen hätte, hätte er eins zu eins die gleiche Position nicht bei Bybit aufgebaut, sondern stattdessen beim DeFi-Protokoll Curve.
Wir gehen auch hier davon aus, dass er eins zu eins den gleichen Einsatz benutzt von ungefähr 15,8 Bitcoins, mit einem gleichen Einstiegspreis von knapp 22.000 Dollar. So, wenn er diese 15,8 Bitcoins bei Curve maximal hochhebelt, dann wäre hier ein Hebel möglich von ungefähr 8,83x. Was du hier erkennst, dass es kollateral nicht mehr 15,8 Bitcoins sind, sondern hier knapp 140 Bitcoins, die er jetzt quasi als Einsatz hat und damit einen fast 9x-Hebel aufgebaut hat. Statt mit einem Liquidationspreis hat er auch hier eine Liquidationsrange von zwischen ungefähr 20.844 Dollar hin zu 21.700 Dollar. Das heißt, im Vergleich zu seiner Position bei Bybit ist minimal der Hebel geringer und gleichzeitig der Liquidationspunkt beziehungsweise die Liquidationsrange, die ist ein bisschen höher. Was das genau bedeutet mit dieser Range, da kommen wir gleich noch drauf zu sprechen.
Lass uns an der Stelle mal beide möglichen Szenarien anschauen. Zum einen den Best Case, dass der Bitcoin-Preis ab diesem Zeitpunkt nur noch nach oben geht bis zum aktuellen Preis. Und auch den Worst Case, was passieren würde, wenn der Bitcoin-Preis zunächst auf sein letztes Low nochmal runtergeht, auf die ungefähr 15.700, und dann hochgeht zu den aktuellen Preisen. Was genau passiert mit den einzelnen Positionen?
Lass uns zunächst mal den Best Case anschauen, also dass der Preis von hier nur noch nach oben geht, und zwar bei Curve und bei Bybit hat er eins zu eins den gleichen Einsatz benutzt. Er hat nahezu den gleichen Hebel aufbauen können, hier bei Curve ist das ein bisschen niedriger. Eins zu eins der gleiche Einstiegspreis, eins zu eins der gleiche Endpreis. Die Rendite bei Bitcoin ist eins zu eins genau die gleiche. Das würde dann bedeuten, dass er hier bei Bybit in Summe einen Profit gemacht hat von ungefähr 1.815.000. So, bei Curve, dadurch dass der Hebel minimal geringer ist, ist er ein bisschen geringer rausgekommen, bei ungefähr 1.780.000. Das heißt, hier bei Bybit hat er ungefähr 35.000 Dollar mehr verdient mit seinem Trade.
Während diesem Trade hat er sowohl bei Bybit als auch bei Curve natürlich verschiedene Risiken. Bei Curve, im DeFi-Protokoll, hat er primär das Smart-Contract-Risk, dass potenziell dieses Protokoll exploitet werden könnte und seine Funds dadurch weg sind. Genauso auch das Gleiche umgekehrt bei Bybit, der zentralisierten Trading-Plattform, dass er hier das Plattform-Risiko hat, insofern, dass die Plattform beispielsweise insolvent gehen könnte oder auch beispielsweise gehackt werden könnte, sodass ebenfalls die Funds weg sind.
Dann lass uns jetzt gemeinsam den Worst Case anschauen, wenn tatsächlich der Bitcoin-Preis erst nochmal auf seinen letzten Low-Punkt geht und danach erst ansteigt. Das würde dann bei Bybit bedeuten, dass der Preis unter den Liquidationspreis fällt und sein Einsatz von um die 15,8 Bitcoins bzw. die 346.000 Dollar, die werden dann verloren, weil er entsprechend liquidiert wurde. Und Chris hat auch auf Twitter geteilt, dass das hier sein zweiter Trade war, weil ihm genau das bei seinem ersten Trade passiert ist, dass er dort liquidiert wurde und seinen Einsatz entsprechend verloren hat.
Damit wir einschätzen können, was genau jetzt hier bei Curve passiert, müssen wir zunächst mal verstehen, was es hier mit dieser Liquidationsrange bzw. diesen Liquidationsbändern tatsächlich auf sich hat. Und Achtung, das sieht jetzt vielleicht ein bisschen kompliziert aus, ist es auch in der Theorie. In der Praxis lässt sich das allerdings relativ einfach erklären. Und zwar gibt es bei Curve die sogenannte Liquidation genauso wie Deliquidation. Das heißt, je nachdem, wo der Marktpreis ist, wird deine Position liquidiert, aber auch wieder deliquidiert.
Das heißt jetzt in der Praxis Folgendes, dass, wenn hier der Marktpreis, also das Oracle, hier nach links geht, weil beispielsweise Bitcoin auf sein letztes Low fällt, dass ab diesem Zeitpunkt, wo das Oracle hier innerhalb von diesem ersten Liquidationsband ist, dass dann innerhalb von deinem Band dein Collateral, also deine gewrappten Bitcoins, umgetauscht werden in einen Stablecoin, der an den US-Dollar gepeggt ist. Genau das Gleiche passiert, wenn der Oracle-Price weiter nach links geht, hier beim zweiten Band, dann beim dritten Band und dann beim vierten Band, und ab dem Zeitpunkt, wo hier das Oracle nach deinen Bändern ist, ist deine gesamte Position hier komplett liquidiert. Das heißt, du hast dann nur noch Stablecoins als Position, weil deine ganzen gewrappten Bitcoins in diese Stablecoins automatisch vom Protokoll umgetauscht wurden.
Und genau das Gleiche passiert auch umgekehrt, sollte irgendwann mal wieder der Preis nach oben gehen, also vom letzten Low-Punkt zu beispielsweise jetzt 30.000. Sobald der Oracle-Price hier in diesem ersten Liquidationsband ist, werden wieder deine Stablecoins umgetauscht in gewrappte Bitcoins. Genau das Gleiche hier beim zweiten Liquidationsband, beim dritten und beim vierten. Und ab diesem Zeitpunkt, wo hier wieder der Price auf der rechten Seite ist, wurde im Prinzip deine gesamte Position deliquidiert und du hältst wieder zu 100 % hier gewrappte Bitcoins, so wie auch zuvor.
Da du bei jeder Liquidation und Deliquidation einen Teil von deinem Collateral verlierst, bin ich jetzt mal in der Praxis davon ausgegangen, dadurch, dass der Marktpreis zunächst auf den Boden gegangen ist und danach wieder angestiegen ist, dass du dann hier ungefähr 2,5 % von deinem Collateral verloren hast durch die Liquidation und Deliquidation. Das heißt, beim Worst-Case-Szenario haben wir hier ein leicht niedrigeres Start-Collateral wie beim Best-Case-Szenario, und dementsprechend ist auch hier der Gewinn etwas geringer, um die 45.000 Dollar geringer als beim Best Case. Aber immer noch, wenn du das vergleichst: bei Bybit wäre die gesamte Position weg gewesen. Bei Curve hättest du nach wie vor einen hohen Gewinn gemacht, dadurch, dass du da einfach liquidiert und deliquidiert wirst.
Und jetzt kommt der springende Punkt, denn hätte Chris tatsächlich seinen ersten Trade, wo er hier liquidiert wurde und seinen gesamten Einsatz verloren hat, hätte er diesen Trade ebenfalls hier bei Curve gemacht, dann hätte er jetzt in Summe mit dem Curve-Protokoll ungefähr den doppelten Profit gemacht von dem, den er ohnehin gemacht hat. Das heißt, er wäre nahezu fast doppelt so gut rausgekommen mit einem DeFi-Protokoll im Vergleich zu den zentralisierten Trading-Plattformen.
Das war jetzt hier noch ein vereinfachtes Beispiel mit Curve, aber so lässt sich einfach verdeutlichen, was für geniale Möglichkeiten wir heutzutage schon im DeFi-Space haben. Und ich meine, ich habe das vor kurzem schon in meinem Newsletter geteilt. Sollten wir tatsächlich in den nächsten ein bis zwei Jahren, vielleicht auch zwei bis drei Jahren, den nächsten Bullrun sehen, dann ist es mit Curve aus meiner Sicht wirklich realistisch, da Generational Wealth aufzubauen, wenn man einfach die richtige Strategie hat. Und das erklärt auch, warum Manu und ich bei uns in der Membership nahezu seit über einem halben Jahr fast nur noch über Curve diskutieren, weil es uns einfach so krasse Möglichkeiten gibt, die es davor einfach noch nie im Kryptomarkt gab.
Jetzt, bevor du direkt auf Curve aufspringst, kurz eine Sache vorweg. Und zwar hätte diese Liquidation und Deliquidation auch schlechter verlaufen können, als dass du nur 2,5 % verlierst, dann hätte es auch zu einer sogenannten Hard Liquidation kommen können. Das heißt, dass du tatsächlich deine gesamte Position verlierst im Worst Case. Aber auch da, diese Hard Liquidation ist nichts, was jetzt irgendwie ganz plötzlich kommt, sondern auch da, wenn man die richtige Strategie hat und vor allem weiß, wie man so eine Hard Liquidation einfach vorbeugen kann, dann ist das Protokoll einfach nur ein absoluter Traum. Bis zum nächsten Mal.
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MMCrypto hat mit einem Trade rund $1.8 Millionen Profit erwirtschaftet. Hier erfährst du, wie er seine Gewinne mit Curve hätte verdoppeln können.
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#bybit #curve #mmcrypto
Timestamps:
0:00 Einleitung
0:43 MMCrypto Trade
2:31 Position auf Curve
3:44 Best Case
4:50 Worst Case ByBit
5:18 Worst Case Curve
7:36 Fazit
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