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Kevin Söll

Top 5 Krypto-freundlichste Länder zum Auswandern | Interview mit Christoph Heuermann [Staatenlos] ✈️

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Deutschland ist teilweise relativ schwierig zu verlassen. Kroatien, das ist so ein bisschen meine Top-Empfehlung. Haben viele auch nicht auf den Schirm und nicht irgendwie blind nachvollzieht Paraguay auswandern oder so. Im heutigen Video lernt man, was die kryptofreundlichsten Länder zum Auswandern sind, auf was man konkret achten sollte in dem Moment, wo man auswandert, was die häufigsten Anfängerfehler sind, und zwar nicht von mir selbst, sondern vom Experten Christoph Heuermann von Staatenlos. Also Christoph, ich würde mal behaupten, im deutschsprachigen Raum ist es ja relativ bekannt.

Jetzt für diejenigen, die die vielleicht noch nicht kennen, könntest du dich trotzdem mal kurz vorstellen, wer du bist und was du tust? Ja, ich bin Christoph Heuermann. Seit knapp acht Jahren reise ich die ganze Welt, habe mittlerweile alle Länder der Welt tatsächlich auch bereist und mit staatenlos.ch ein Business aufgebaut, das Leuten hilft, freier zu leben und wohlhabender zu werden. Es geht um die Flaggentheorie, das ist quasi unsere Strategie, mit der wir Leuten helfen, eben das Ganze zu erreichen, indem sie zum Beispiel ihren Wohnsitz verlagern, Firmen auf der Welt gründen und verschiedenste weitere Aspekte aus ihrem Leben internationalisieren.

Stark. Und du hast gerade erwähnt, fast jedes Land oder schon jedes Land der Welt? Jedes Land der Welt tatsächlich, bis auf Turkmenistan. Also eins fehlt noch, da komme ich aktuell nicht rein. Sonst habe ich tatsächlich jedes Land der Welt bereits. Unfassbar. Also ja, wenn ich schon mal den Experten zum Thema Auswandern da habe, da würde mich persönlich interessieren, was sind denn deiner Meinung nach die kryptofreundlichsten Länder zum Auswandern? Also vor allem, welche Länder würdest du da empfehlen und warum? Gerade für die Leute, die ziemlich heavy in Krypto investiert sind oder vielleicht sogar ihren eigenen Lifestyle über Krypto finanzieren.

Was wären da persönlich deine Top-Länder? Ja, es kommt natürlich immer auch darauf an, was man macht. Ja, ist man jetzt zum Beispiel Krypto-Investor? Ist man aktiver Krypto-Trader? Ist man, was weiß ich, betreibt man eine Krypto-Exchange? Je nachdem sind dann natürlich auch andere Länder, sage ich mal, maßgeblich. Es gibt einerseits Länder, die sehr gut steuerlich für Krypto sind. Aber das sind nicht unbedingt Länder, die Krypto gut oder überhaupt reguliert haben zum Beispiel. Das heißt, da muss man immer schauen. Ein gutes Land, was ich immer gerne vorschlage, ist zum Beispiel Georgien.

Dort ziehen relativ viele Leute hin, die viel mit Krypto zu tun haben, weil dort grundsätzlich Krypto steuerfrei ist. Es gibt keine Kapitalertragssteuer. Auch viele weitere Dinge im Zusammenhang mit Krypto werden steuerfrei gestellt. Also ich weiß, viele Mitarbeiter von großen Exchanges, wie zum Beispiel Kraken und auch Coinbase, sind nach Georgien gezogen, weil dort auch ihre Stockoptions dann steuerfrei waren. Und es ist grundsätzlich ein Land, was eben kryptofreundlich ist. Das heißt, wenn du steuerfrei meinst, dann meinst du nicht nur, ich sag mal, irgendwelche Kursgewinne oder sonst was, sondern du meinst auch tatsächlich irgendwie Cashflow von Staking, Liquidity Mining.

Dann ist tatsächlich auch Einkommen, genau, aus Staking, aus Mining, aus was auch immer. Oder auch ganz grundsätzlich Einkommen, in der Regel steuerfrei. Also Georgien hat ein territoriales Steuersystem, das heißt, alles, was im Ausland verdient wird, außerhalb von Georgien, ist grundsätzlich steuerfrei. Cool, okay. Also das war jetzt mir noch gar nicht bewusst. Und es ist halt ein Land, es geht ja immer nicht nur um das Steuersystem, es geht auch darum, wie leicht man dort reinkommt. Und in Georgien kriegt jeder bei Einreise ein Visum von einem Jahr.

Und auch die, sag ich mal, formale Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, ist relativ einfach. Okay, das war direkt meine zweite Frage gewesen mit, was man denn so beachten sollte oder was da vielleicht gerade so Denkfehler sind. Das heißt, du hast zum einen Georgien genannt. Was wären noch so, ich sag mal, potenzielle Kandidaten, wenn jetzt tatsächlich jemand bei mir in der Audience das überlegt? Und ich würde mal sagen, so ein standardmäßiger Investor bei mir in der Audience ist, ich sag mal, zum Großteil eher so Buy and Hold.

Vielleicht ab und zu mal einen kleinen Trade, aber jetzt nicht irgendwie die Tower Trader. Welche Länder kommen da deiner Meinung nach noch in Frage? Ja, es gibt einige Länder in Lateinamerika, die relativ interessant geworden sind. Einerseits haben wir natürlich El Salvador, die ja Bitcoin anerkannt haben als offizielle Währung. Die auch nicht schlecht sind dafür. Auch das Nachbarland Honduras, es gibt ein Projekt namens Freie Privatstadt, Prospera heißt das, bin ich selber stark investiert. Die haben auch Bitcoin anerkannt und die haben auch das Recht dazu.

Dort kann man auch sehr gut Resident werden auf den Inseln, da Huatanguwa nachher und so, ist ja interessant, kann man mal recherchieren. Und auch der Rest von Lateinamerika ist relativ spannend, weil grundsätzlich eben Auslandseinkommen und dazu zählt auch Krypto nicht besteuert wird. Also Panama, Costa Rica zum Beispiel, auch Paraguay, das sind Länder, wo es viele Krypto-Investoren aus meiner Community hinzieht. Interessant. Und du hast ja gerade erwähnt, mittlerweile, das heißt, das ist wahrscheinlich ein Gebiet, wo sich von Zeit zu Zeit die Gesetze dementsprechend ändern, oder?

Das kann sich ändern, es ist teilweise auch noch nicht so stark reguliert, aber manche Länder sind halt auch, sag ich mal, vom System her relativ gut geeignet. Panama zum Beispiel ist das einzige Land auf der Welt ohne Zentralbanken. Ja, die haben quasi den US-Dollar, weil das irgendwie die naheliegendste Währung ist, aber dort ist halt auch Krypto sehr stark im Kurs, weil es halt einfach, ja, der Staat das eben auch so ein bisschen fördert, weil es keine offizielle eigene Währung gibt, die dem irgendwie im Wege steht, ja.

Ja, interessant. Also du hast gerade überwiegend Länder genannt, die ich persönlich davor noch gar nicht so damit verbunden habe, dass sie so interessant sein könnten. Da würde mich vielleicht noch zwei Länder konkret interessieren. Und zwar, zum einen hatte ich von ganz vielen Leuten aus Deutschland gehört, dass sie vor ein, zwei Jahren nach Portugal ausgewandert sind. Das heißt, Portugal würde mich noch interessieren. Und vielleicht auch Dubai, weil ich immer von Dubai höre, ja, keine Steuern auf gar nichts und so weiter. Ja, das sind sicherlich auch interessante Länder.

Die sind allerdings für Krypto nicht unbedingt meine ersten Favoriten, ja. Also Portugal war tatsächlich sehr interessant, weil Krypto dort steuerfrei war. Man muss sagen, war, weil das dieses Jahr geändert wurde, ja. Also Krypto ist nicht mehr steuerfrei in Portugal. Mittlerweile fallen 28 Prozent Kapitalertragsteuer an. Krypto ist noch theoretisch steuerfrei auf der Insel Madeira, die sich auch so ein bisschen als Kryptoinsel positioniert haben. Das ist aber immer noch nicht ganz klar, weil an sich hat Madeira eigentlich nicht das Recht dazu, Krypto steuerfrei zu stellen.

Das ist immer noch nicht ganz klar, was da jetzt tatsächlich passiert. Grundsätzlich ist Portugal, weil es relativ hoch besteuert wird, deshalb nicht mehr zu empfehlen. Da gibt es doch deutlich bessere europäische Länder, um vielleicht mal ein paar Alternativen zu nennen. Ja, die Welt ist halt groß. Es gibt 266 Staaten sozusagen, die eigene Steuern erheben. Sehr gut in Europa geworden ist Kroatien zum Beispiel. Also in Kroatien, das ist so ein bisschen meine Top-Empfehlung, haben viele auch nicht auf dem Schirm. Du zahlst gar keine Steuern auf Krypto-Trades.

Also alles, was quasi unterhalb von Krypto-Währungen gemacht wird, ist komplett steuerfrei. Alles, was in Fiat ausgecashed wird, ist steuerfrei nach zwei Jahren Haltefrist. Und unter dieser Haltefrist sind es auch nur 10 Prozent. Wow, okay, von Kroatien habe ich bisher noch gar nicht gehört. Und zwei Jahre geht ja total vom Zeithorizont her. Genau, vor allem, weil es reicht, das quasi in einem Stablecoin zu tun, das ist ja Krypto zu Krypto, und den Stablecoin dann nach zwei Jahren auszucashen. Easy. Mark, also das hört sich richtig cool an.

Jetzt von deiner persönlichen Erfahrung, du hast ja bestimmt mit tausenden Leuten zu tun, die, ich sag mal, gerade aus dem Dachraum kommen und sich, also ich merke es bei mir selbst, in meiner Audience, es ist gerade so ein Trend hin zu, ja, ich bin gerade immer mehr unzufrieden, ich bin gerade am überlegen, ob ich tatsächlich auswandern soll. Du hast ja bestimmt wahrscheinlich auch viele Kunden, viele Leute, die zu dir kommen, auch vielleicht heavy investiert sind in Kryptowährung. Wo treibt es denn die allermeisten Leute schlussendlich hin?

Also ich vermute mal, dass viele da abwägen, vielleicht verschiedene Länder ausprobieren, aber was sind denn die Länder, wo, ich sag mal, die top drei Länder, wo die meisten Leute dann endgültig hingehen? Ja, vielleicht nochmal kurz zu Dubai, damit wir das nicht auslassen, das ist durchaus ein Land, wo eben viele Leute hingehen, weil es komplett einkommenssteuerfrei ist und weil es auch im Vergleich zu vielen anderen Ländern außerhalb der EU relativ einfach zum Einwandern ist. Also in Dubai muss man eigentlich nur eine Firma gründen und die Firma sponsert einem den Wohnsitz, das kostet zwar ein bisschen was, also ich, 6.000, 7.000 Euro im Jahr, aber halt den Wohnsitz zu bekommen ist extrem unkompliziert.

Ja, also im Vergleich zu Lateinamerika, wo du sehr viele Dokumente brauchst, beglaubigt vom Staat und Führungszeugnis und so weiter, das brauchst du in Dubai alles nicht. Du kannst in Dubai alles eigentlich an einem Tag vor Ort umsetzen und bist dann komplett einkommenssteuerfrei. Was man natürlich jetzt zu diesem grundsätzlichen Trend sagen muss, ist noch an sich, gerade als Deutscher braucht man keinen Wohnsitz. Ja, also dieses Perpetual Travelling, für das ich ja bekannt bin, dass man quasi wohnsitzlos, staatenlos sozusagen um die Welt reist, ist natürlich auch für Kryptoinvestoren durchaus geeignet.

Ja, man muss eben eine Lösung finden für dieses typische Compliance-Problem. Ja, das heißt, eine Bank, auch Krypto-Versen teilweise wollen natürlich wissen, wo man seinen Wohnsitz hat. Man braucht eine Verbrauchsrechnung, vielleicht eine Steuernummer. Das allein heißt aber nicht, dass man steuerpflichtig wird. Ja, also man kann in vielen europäischen Ländern durchaus, zum Beispiel Spanien, Italien, Malta, Irland, kann man eine Wohnung haben, auch dauerhaft, ohne dass man steuerpflichtig wird in diesen Ländern. Damit hat man alles, was man braucht und ist aber, sage ich mal, steuerrechtlich gesehen wohnsitzlos.

Und das ist an sich der vorteilhafteste Status in meinen Augen, weil man wirklich in kein System reinfällt. Ja, viele begehen den Fehler in meinen Augen, sie verlassen Deutschland, das System, um dann in ein neues System wieder einzusteigen. Und das hat zwar Vorteile in gewissen Maßen, aber natürlich auch Nachteile. Und so ist man natürlich am flexibelsten. Also grundsätzlich das Papelou Traveller. Und da reicht es aus, eigentlich sich zwei Standorte zu suchen. Ja, zweimal sechs Monate würden schon ausreichen. Man muss jetzt nicht irgendwie 40 Länder im Jahr besuchen, wie ich das tue.

40 Länder, oh ja. Wow, Respekt. Das ist cool. Wird bei mir jetzt ruhiger. Ich hatte dieses Jahr irgendwie 130 Flüge. Nächstes Jahr werden es sicherlich deutlich weniger. Wow, richtig krass. Also so wie ich es gerade von dir schon rausgehört habe. Ich glaube, einer der Grundfehler, gerade beim Thema Auswandern für Leute, die heavy in Krypto investiert sind. Und so habe ich das zumindest jetzt von dir rausgehört. Ist die, dass viele zunächst mal nur an Steuern denken. Wo sind die Steuern am niedrigsten?

Aber jetzt habe ich von dir rausgehört. Ja, das ist nicht das einzige Kriterium, sondern man sollte auch mal schauen, wie leicht ist es da denn tatsächlich reinzukommen. Und da habe ich jetzt von dir rausgehört, Georgien soll relativ leicht sein, Duba soll relativ leicht sein. Und alles, was so, ich sag mal, Südamerika ist, ist vergleichsweise schwieriger. Das ist so ein bisschen schwieriger und ist vor allem aufwendiger. Das heißt, man kann natürlich gerade als EU-Bürger innerhalb der Europäischen Union auch sehr einfach bleiben, indem man einfach einen Mietvertrag hat.

Aber es ist oft einfacher, einfach vielleicht sein Lifestyle zu ändern. Und für viele ist es heutzutage relativ einfach, eben aus dem Koffer zu leben, sage ich mal so. Und einfach ist grundsätzlich sogar gewünscht, einfach an zwei, drei verschiedenen Standorten zu leben. Damit ist es eigentlich relativ einfach, aus der Sache rauszukommen. Denn gerade als Deutscher und Österreicher muss man eigentlich keinen neuen Wohnsitz nach der Abmeldung nachweisen. Das ist der große Vorteil, den wir gegenüber einigen anderen Nationalitäten haben. Und da wollte ich vielleicht noch sagen, es ist ganz wichtig, oft eben zweigleisig zu fahren oder immer einen Plan B zu haben in Krypto.

Gerade wenn man zum Beispiel in der EU wohnt, dann läuft man Gefahr, wird ja auch gerade aktuell diskutiert, dass irgendwie neue harte Gesetze kommen, Tracking und Nachweis von Transaktionen und so weiter und so fort. Und da kann es durchaus lohnen, dann zum Beispiel eben so einen Zweitwohnsitz in Dubai zu haben. Man kann durchaus in Deutschland wohnen, aber einen legalen Zweitwohnsitz in Dubai oder Georgien haben. Und dann vielleicht die Georgien-Adresse für seine Krypto-Sachen angeben, damit man eben nicht unter die EU-Regulierung fällt.

Und das ist in meinen Augen eine ganz geschickte Lösung, um eben dann auch Vorteile aufrecht zu erhalten. Dass wir zum Beispiel in Deutschland leben, bleiben wollen oder müssen. Ja, macht total Sinn. Also, dass man einfach nicht nur auf einem Standbein das Ganze aufbaut, sondern dass man sagt, hey, ja, falls alle Stricke reißen und irgendwelche krassen Regulierungen kommen, dass ich trotzdem noch eine zweite Option habe. Cool. Also, auf die Idee wäre ich wahrscheinlich gar nicht so zwingend gekommen. Also, ich glaube, die allermeisten Leute, die mit dem Gedanken spielen, die sind erstmal so, okay, ich will jetzt auswandern und ich will sofort irgendwo wieder dann einwandern und mir das Ganze antun mit Regulieren und so weiter.

Was wäre denn da dein konkreter Vorschlag? Erstmal so ein bisschen rumreisen, verschiedene Länder kennenlernen oder was wäre so das konkrete Vorgehen, was du persönlich empfehlen würdest? Ja, also grundsätzlich würde ich natürlich erstmal empfehlen, ein bisschen herumzureisen, sich vielleicht einige konkrete Länder, die gut für Krypto sind, anzuschauen. Auch so ein bisschen vielleicht Eindruck in die Community zu gewinnen. Gibt es da Leute, die sich für Bitcoin und Kryptowährung interessieren? Habe ich da gute Ansprechpartner? Wie sieht es da vielleicht auch mit Betreuung aus, steuerlicher Betreuung, wenn das denn nötig ist?

Und erst dann mich vielleicht nach zwei, drei Jahren zu entscheiden. Das ist grundsätzlich der beste Ansatz. Und es ist jetzt ja nicht so, dass ein Wohnsitz immer sofort zur Steuerpflicht oder sage ich mal dazu führt, dass man im System ist. Ich habe selbst fünf Wohnsitze, unter anderem einige der hier genannten Panama, Dubai und Georgien habe ich auch einen Wohnsitz, aber es ist eben kein Wohnsitz, der mich jetzt sehr groß in das System hinein buxiert sozusagen, weil ich mich dort halt relativ wenig aufhalte.

Es ist auch vor, noch mehr Wohnsitze zu bekommen oder ist es jetzt... Es ist so ein bisschen ein Hobby geworden natürlich, jetzt als Teil meiner Arbeit verschiedenste Wohnsitze zu beantragen. Das hat kleinere Vorteile, ja irgendwie ein kurzes Bankkonto überall. Ich habe irgendwie fünf verschiedene Führerscheine, das ist auch ganz praktisch, aber es ist jetzt, sage ich mal, nicht unbedingt notwendig. Das ist cool. Also wenn ich mir vorstelle, wenn dich irgendjemand mal fragt, was sind so deine Hobbys? Ja, die anderen sagen so Lesen, Klavier spielen und so weiter.

Ich habe verschiedene Wohnsitze, sammle verschiedene Führerscheine. Cool, was für ein... Ich glaube, das ist so wichtig zu hören für ganz viele aus dem Dachraum, die, ich glaube, noch gar nicht über diesen Horizont hinausgeschaut haben, was es mittlerweile... Ja, ich meine, der Dachraum ist ja gar nicht so schlecht für Krypto, muss man nochmal dazu sagen. Also je nachdem, was man macht. Ja, ist teilweise Österreich ganz gut, ist teilweise Deutschland ganz gut, kann auch die Schweiz gut sein oder auch Liechtenstein gut sein.

Also Krypto ist gar nicht mal so schlecht reguliert im weltweiten Vergleich im deutschsprachigen Raum. Aber gerade wenn es natürlich um hohe Staking-Einkünfte geht und ähnliches, ist man dann meist doch deutlich besser bedient, wenn man auswandert. Und du hast gesagt, du bist jetzt schon seit acht Jahren unterwegs, richtig? Ich bin seit acht Jahren unterwegs. Ich bin auch schon seit über acht Jahren im Krypto-Bereich aktiv. Ich bin ja selber auch recht stark in Kryptowährungen investiert, schon seit sehr langem und habe mir deshalb da auch einen recht guten Namen im Steuerrecht sozusagen abgebaut.

Das heißt, du hast wahrscheinlich jetzt auch in den letzten... Oder ich frage mal direkt, hast du so einen ähnlichen Trend bei dir selbst festgestellt, wie ich das beispielsweise bei mir in meiner Audience sehe, dass gerade, ich sage mal so die Unzufriedenheit, ich würde mal sagen, letztes Jahr oder dieses Jahr gerade so ein Pieken ist, dass Leute im Allgemeinen im Dachraum gerade immer unzufriedener werden? Oder ist es nur meine komplett subjektive Wahrnehmung? Nee, da hast du völlig recht. Also wir sehen das auch in der Nachfrage, die immer noch stark am Steigen ist.

Das ist sicherlich durch die Pandemie und so weiter auch ausgelöst worden. Da gab es vielleicht auch immer noch so ein bisschen Skepsis, Angst. Mittlerweile, wo die Grenzen wieder offen sind, man quasi in alle Welt reisen kann, nimmt das natürlich noch weiter zu. Man hat jetzt halt einfach auch, sage ich mal, diese ganzen Nebenfolgen. Die Leute haben gesehen, dass sie auch mobil arbeiten können, oft auch mobil weiterarbeiten wollen, dass sie eben gar nicht zurück ins Office wollen, ins Büro gehen wollen. Viele haben gesehen, dass sie ihre Kinder auch, sage ich mal, alleinerziehen können, dass sie nicht unbedingt Schulen brauchen.

Und das macht natürlich auch viele Familien auch ein großes Thema, wo uns der deutsche Schulzwang zuversichtlicher eben so ein mobiles Leben zu leben. Und ich glaube, dass wir die nächsten Jahre auch noch deutlich weitergehen. Das heißt, wenn ich jetzt beispielsweise bei mir in meiner Audience irgendwelche Leute haben, die felsenfest davon einfach entschlossen sind, sie wollen jetzt tatsächlich auswandern. Hast du gesagt, wahrscheinlich so zwei, drei Jahre vielleicht zunächst mal rumreisen, verschiedene Länder kennenlernen. Was sind denn noch so, ich sage mal, weitere Anfängerfehler oder Fehler, die du bei vielen Leuten siehst, die tatsächlich jetzt sowas vorhaben?

Ja, also einerseits sollte man sich tatsächlich mal Länder anschauen und nicht irgendwie blind nach was ich Paraguay auswandern oder so. Das kann zwar durchaus klappen, aber es ist wahrscheinlicher, dass das nicht klappt. Und zweitens, ja, man sollte natürlich schon irgendwie dafür sorgen, dass man ein gewisses Kapital oder ein gewisses Einkommen zumindest hat. Ja, also viele gehen natürlich dann auch zurück, weil sie irgendwie vor Ort nicht Geld verdienen oder sich auf irgendeinen, was ich jetzt, Krypto-Scam gesetzt haben, der dann pleite geht.

Ja, dann ist natürlich alles weg. Also man sollte schon eine halbwegs solide Einkommensquelle haben. Ja, es muss nicht viel sein. Das reicht durchaus aus, irgendwie, was weiß ich, 50.000 bis 100.000 Euro in ein halbwegs gutes Krypto-Staking-Projekt zu klappen. Und dann hast du schon genug im Monat, um in Entwicklungsländern, die durchaus scheulich gut sein können, eben Paraguay zum Beispiel über die Runden zu kommen, sogar relativ gut über die Runden zu kommen, ja. Also man kann eben dafür, wofür du in Deutschland, in Aktien, was eigentlich 5 Millionen bräuchtest, da brauchst du in anderen Ländern vielleicht nur 200.000, um da relativ gut zu leben, ja.

Ja, absolut. Jetzt habe ich dich ja eingangs gefragt, was denn so potenziell die top-kryptofreundlichsten Länder deiner Meinung nach sind. Hätte ich dich jetzt nur gefragt, was im Allgemeinen die attraktivsten Länder sind zum Auswandern. Gibt es da große Überschneidungen oder sind das überwiegend andere Länder, die du dann genannt hättest? Das sind relativ starke ähnliche Länder. Also, sage ich mal, Länder, die gut steuerlich sind, allgemein sind grundsätzlich auch gut steuerlich für Krypto. Ja, ganz einfach, wenn es keine Einkommenssteuer gibt, gibt es natürlich auch keine Steuer irgendwie extra auf Krypto oder Ähnliches.

Jetzt ist es so, ja, also es geht natürlich längst nicht nur um die Steuer. Ja, es gibt viele, viele weitere Faktoren, wie man jetzt die Attraktivität eines Landes beurteilen kann. Und bei mir ist es ja auch so, wir sind halt sehr stark eben auf Selbstständige, auf Online-Unternehmer, auf Privatiers, Kryptoinvestoren fixiert. Und das ist natürlich eine ganz andere Ausgangssituation, als wenn jemand zum Beispiel Angestellter ist. Die typischen Angestellte wollen halt nach, was weiß ich, Neuseeland, Australien, Kanada, USA, Skandinavien. Das macht doch Sinn, weil da die Löhne deutlich höher sind.

Die steuern allerdings auch. Und da muss man natürlich dann schauen. Also es gibt sicherlich viele auch in deiner Community, die eben angestellt sind und nebenbei in Krypto investieren. Da kann man natürlich dann auch durchaus in diese Richtung schauen. Muss man eben so ein bisschen schauen, was einem wirklich wichtig ist. Ja, absolut. Das heißt, angenommen, jemand hat sich jetzt tatsächlich entschlossen, er will auswandern und er will zunächst mal, ich sage mal, zwei bis drei Jahre die Welt bereisen. Kann er dann deiner Meinung nach einfach so einen Koffer packen, was ich zu Hause alles verkaufe, sollten auch sicher gehen, dass keine Wohnung mehr hat, keine Schlüsselgewalt und diesen ganzen Quark und dann einfach losziehen?

Oder sagst du, ich habe das auch schon mehrfach gelesen, dass manche so ein Brückenland verwenden, dass sie zunächst mal in ein anderes Land gehen, dort steuerlich ansässig werden und dann weitergehen? Was wäre da so deine konkrete Vorgehensweise? Ja, das wird natürlich sehr individuell abhängig. Deutschland ist teilweise relativ schwierig zu verlassen. Das heißt, wenn jemand zum Beispiel noch Immobilien hat oder schlimmer GmbH-Anteile hat, dann gibt es die sogenannte Wegzugsbesteuerung. Das hält die meisten in Deutschland gefangen. Das kann man alles lösen. Wir wissen auch wie, aber es ist halt immer dann ein höherer Aufwand.

Es gibt zum Beispiel auch die erweitert beschränkte Steuerpflicht, nennt sich das. Da machen einige Steuerberater vor Angst, die potenziell eben auch auf Krypto greifen kann. Wir verlassen Deutschland und sind dann trotzdem noch zehn Jahre in Deutschland auf unser Staking steuerpflichtig. Auch das kann man lösen, aber das sollte man alles im Kopf haben. Also je, sag ich mal, je ärmer oder je weniger Einkommen man hat, desto leichter kommt man aus Deutschland raus. Aber wenn man jetzt natürlich schon fortgeschritten ist, dann ist es oft schlauer, wie du sagst, eben so ein Brückenland vielleicht zu verwenden, dass Deutschland vielleicht auch erstmal sieht, ah, guck mal, ich bin jetzt irgendwie in Kroatien oder in Holland oder in der Schweiz.

Auch alles keine schlechten Länder für Krypto und gehe dann sogar von dort aus weiter. Und in manchen Sonderfällen ist es sicherlich auch besser, einen richtigen Wohnsitz zu haben, auch einen richtigen Steuerwohnsitz zu haben, den wir gegenüber Deutschland nachweisen können, weil uns das einfach, was zum Beispiel Doppelbesteuerungsabkommen oder ähnliches gibt, auch vor gewissen, sag ich mal, Rechtsfolgen in Deutschland schützen kann. Aber für die meisten ist eben so ein, sag ich mal, auch wohnsitzloses Leben durchaus rechtlich realistischer. Und als Brückenland eignet sich grundsätzlich jedes Land oder gibt es da auch verschiedene Länder, die da vielleicht...

Es sollten halt Länder sein, wo wir uns dann wieder problemlos abmelden können. Also ich habe zum Beispiel viele Leute, die nach Spanien ziehen, einfach weil es ihnen in Spanien gefällt. Dann war es ein großer Fehler, sich in Spanien anzumelden, weil wenn du dich aus Spanien wieder abmelden willst, dann musst du immer ein Steuerzertifikat haben. Das heißt, du musst irgendwo auf der Welt für mindestens ein halbes Jahr leben und dieses Zertifikat beibringen können. Sonst bleibst du immer in Spanien steuerlich verhaftet. Also aus Spanien dann steuerlich rauszukommen, ist nochmal deutlich schwieriger als zum Beispiel aus Deutschland und Österreich.

Oh wow, gibt es da noch mehr solche Länder wie Spanien, die ein so ein Stück weit... Ja, auch in Portugal ist das der Fall und auch in England, Frankreich ist das auch häufig der Fall, dass man eben dann so eine Ansässigkeitsbescheinigung braucht, um sich aus diesem Land wieder steuerlich abzumelden. Wow, das habe ich jetzt noch nie zuvor gehört. Krass, wow. Also gut zu wissen auf jeden Fall, weil bevor man sich da irgendwie blind irgendwo anmeldet, wäre es vielleicht auch sinnvoll. Was vielleicht noch ganz interessant ist, auch in Europa, es gibt ja viele zum Beispiel Pauschalsteuerregime, die gerade wenn Leute ein bisschen mehr Krypto haben oder mal eine Million oder mehr auscashen wollen, sehr interessant sein können.

Es gibt zum Beispiel mittlerweile sowas in Italien. Man zahlt einmal im Jahr 100.000 Euro, das ist natürlich einiges. Aber danach ist man halt komplett steuerfrei. Also ich habe durchaus schon Kunden, die ziehen nach Südtirol, deutschsprachig, ganz nett in den Bergen, nehmen das in Anspruch, zahlen ihre 100.000 und der Rest ist dann komplett steuerfrei. Auch alles, was irgendwie mit Krypto zusammenhängt. Also wenn jemand ein bisschen mehr auf der hohen Kante hat, aber nicht so weit weg will, dann kann auch sowas wie eine Lösung wie in Italien oder das Ganze gibt es auch in Griechenland oder auch in anderen EU-Ländern durchaus interessant sein.

Cool. Also ich würde mal sagen, schon ein Highlight von unserem heutigen Gespräch ist die Tatsache, dass ich von dir raushöre, es gibt unglaublich viele Optionen, die man tatsächlich wählen kann. Also nicht nur so, ja es gibt das, das und das Land, sondern... Ja, definitiv. Und wir haben jetzt ja weitestgehend über Wohnsitze gesprochen und gar nicht mal über Körperschaften. Auch das ist natürlich nochmal eine Möglichkeit, dass man seine Kryptos und irgendwelche Stiftungen packt oder Genossenschaften oder andere Rechtsformen, Unternehmen natürlich auch. Ich habe gesagt, wenn man in Deutschland bleibt, dann hat man natürlich auch die Möglichkeit, über Körperschaften zu optimieren, über Stiftungen, über Genossenschaften, natürlich auch GmbAs.

Und auch das kann natürlich sinnvoll sein, wenn man jetzt an Deutschland gebunden ist, sich damit zu beschäftigen. Das ist natürlich dann ein erhöhter Aufwand, bürokratisch, Buchhaltung und ähnlich, aber Steuern kann man durchaus auch in Deutschland auf ein erträgliches Niveau bekommen. Also gerade zum Thema, ich sage mal, Auswandern für Kryptoinvestoren, gibt es da irgendeinen Punkt, den ich jetzt in unserem heutigen Gespräch noch nicht gefragt habe, wo du sagen würdest, oh, das müssen wir unbedingt noch ansprechen oder das ist ein wichtiges Thema?

Ja, wie gesagt, es geht ja eben vor allem auch um die, sage ich mal, Option, in ein Land hereinzukommen. Es gibt einige gute Länder für Krypto, was weiß ich, Singapur zum Beispiel, wo es halt einfach sehr schwierig ist, einzuwandern. Das heißt, deswegen habe ich sie auch nicht groß genannt, weil es halt einfach nicht realistisch für die große Anzahl von Leuten ist, dort eben einen Wohnsitz zu bekommen. Aber grundsätzlich muss man halt immer Steuersystem, Rechtssystem, auch, sage ich mal, Kryptoanerkennung und eben Einwanderungssystem miteinander vergleichen und schauen, was sich da am ehesten anbietet.

Mega cool. Ich höre schon raus. Also, wenn ich mit dir über das Thema spreche, da bekomme ich plötzlich so viele Optionen in meinem Kopf, die davor schon gar nicht existieren oder existent waren. Richtig cool. Also, wenn jetzt tatsächlich Leute mit dem Gedanken spielen, wo können sie da mehr Infos bekommen oder auch mehr über dich erfahren, mehr über was du persönlich anbietest? Ja, wir können gerne auf staatenlos.ch gehen. Das ist unser Blog, deutschsprachig. Den haben wir auch in einigen anderen Sprachen und dort gibt es verschiedenste Produkte.

Wir haben ja Bücher, zum Beispiel die besten Auswandererländer, wo irgendwie 60 Standorte eben nach diesen Faktoren, die ich eben genannt habe, verglichen werden. Auch nach diversen Kryptosachen und Kryptobesteuerung. Das ist sicherlich sehr sinnvoll, da mal reinzuschmökern. Wir haben einen Videokurs, den ich dieses Jahr neu aufgenommen habe. Das war 20 Stunden Material, wo ich über diese ganzen Themen spreche. Auch eine Einheit, die zitiert über Krypto. Also ich spreche auch zwei Stunden lang dann nur über Krypto und Kryptobesteuerung. Das ist sicherlich auch sinnvoll.

Und sonst haben wir unsere Beratungsangebote. Das ist das, was ich täglich mache. Mit Leuten eine Stunde, zwei Stunden zu reden und eben für den individuellen Fall die beste Lösung, sag ich mal, zu suchen und vorzuschlagen. Cool. Also ja, Leute, das werde ich auf jeden Fall unten in der Beschreibung verlinken. Dir, Christoph, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, hier aus Doha. Und viel Spaß beim WM-Finale. Du hast dir gesagt, dass du das anschauen wirst. Richtig cool. Genau. Und auch einfach eine Inspiration, wie du durch die Welt reist.

Und einfach, ich glaube, für so viele Leute einfach den Horizont der Welt, das warst, alles Mögliche, wie man sein Leben anders gestalten kann. Richtig cool. Dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag und hoffentlich sehen wir uns bald wieder. Ja, vielen Dank fürs Interview, Thüringen.

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In diesem Interview mit Christoph Heuermann von Staatenlos erfährst du, welche Länder für Kryptoinvestoren zum Auswandern am attraktivsten sind.

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Ich bin Kevin Söll, 2018 aus Deutschland ausgewandert und bereise seither die Welt. Auf diesem Kanal teile ich primär meine Passion für DeFi und mein Leben als Digitaler Nomade.

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#auswandern #expat #krypto

Timestamps:
0:00 Einleitung
0:28 Christoph Heuermann
1:17 Georgien
3:27 Zentral- & Südamerika
4:52 Portugal & Madeira
5:51 Kroatien
6:57 Dubai
7:31 Perpetual Traveling
10:56 Konkretes Vorgehen
12:20 DACH-Raum
14:06 Anfängerfehler
16:29 Brückenland
19:38 Weitere Optionen