Mit 3000€ das MAXIMUM herausholen in DeFi?! 🔥
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Ich habe in der Vergangenheit schon häufiger Kommentare bekommen im Sinne von: »Du Kevin, ich habe nur, was weiß ich, 3.000 Euro zur Verfügung, wie kann ich die in den DeFi Space investieren, sodass ich bei einem kommenden Bullrun maximal profitieren kann?« Jetzt im heutigen Video gehen wir drei verschiedene Optionen durch, mit den Vor- und Nachteilen, wie du das konkret tun könntest.
Zunächst mal eine Sache vorweg: Bei 3.000 Euro würde ich persönlich beispielsweise in meinem Portfolio gar nicht aufsplitten, da würde ich persönlich wahrscheinlich zu 100% in Ether gehen, aufgrund der Tatsache, dass aus meiner Sicht das Chancen-Risiko-Verhältnis für Ether im nächsten Bullrun noch ein bisschen besser steht als bei Bitcoin. Aber das ist meine subjektive Meinung, die kann natürlich auch falsch sein, ich habe natürlich auch keine Glaskugel. Würde dann bedeuten, in dem Moment, wo wir 3.000 Euro haben, geben wir hier mal 3.000 ein und bekommen zum aktuellen Zeitpunkt dafür 1,6 Ether.
Jetzt in dem Moment, wo man ein etwas größeres Portfolio hat, also mehr als 3.000 Euro, würde ich persönlich sagen, dass es auch definitiv sinnvoll ist, das Ganze aufzusplitten und auch noch eine Position in Bitcoin zu haben, einfach nur aus der Perspektive einer Risiko-Diversifikation. Jetzt zu den Optionen, wie du da tatsächlich das Maximum rausholen kannst.
Und zwar die erste Option wäre die, dass du einfach deinen Ether bei Liquity hinterlegst, in einem Trove. Das heißt, du hinterlegst diese 1,69 Ether als Sicherheit bei Liquity, nimmst dann einen Kredit auf in Höhe von 1.800 LUSD. 1.800 ist da leider das Minimum, weniger Kredit kannst du nicht aufnehmen. Das hat mit einem Sicherheitsmechanismus zu tun. Und das würde dann gleichzeitig bedeuten, wir hätten hier einen Hebel aufgebaut von 1,55x, was in der Praxis bedeutet: Angenommen, Ether macht 10x preislich nach oben, dann würdest du die 15,5-fachen Kursgewinne mitnehmen, statt die 10-fachen Kursgewinne, aufgrund der Tatsache, dass du hier einen Hebel hast von 1,55x.
Und gleichzeitig hättest du damit einen Liquidationspreis von ungefähr 837 Dollar. Jetzt dieser Liquidationspreis von 837 Dollar ist aus meiner Sicht gerade noch so im Rahmen, aber wirklich das Maximum, was ich persönlich an Risiko eingehen würde. Aufgrund der Tatsache, dass es immer noch unter dem letzten Low ist von ungefähr 880 Dollar. Höher als das würde ich persönlich auf keinen Fall gehen, weil, wenn wir einfach mal in die Vergangenheit schauen, das hat häufiger gezeigt, dass wir während des Bärmarkts häufiger auch mal solche Liquidations-Events sehen, wie jetzt beispielsweise beim Corona-Crash, wo Ether innerhalb von einem Tag minus 55% macht.
Von daher bin ich da auf jeden Fall unter dem letzten Low und meistens noch zusätzlich mit einem Puffer entsprechend positioniert, sodass, sollten wir so ein Event sehen, mir oder meinem Trove entsprechend nichts passiert. Jetzt diese 837 Dollar, gut, es geht halt in dem Moment nicht anders, weil bei Liquity dieser Mindestkredit 1.800 LUSD ist. Aber jetzt beispielsweise bei einer Größe von weniger als 3.000 Euro würde ich persönlich sagen, das scheidet Liquity einfach aus. Aufgrund der Tatsache, dass dein Kredit zum Kollateral einfach so unverhältnismäßig hoch ist, dass der Liquidationspreis einfach aus meiner Sicht zu riskant ist.
Jetzt der Vorteil von dieser ersten Option ist definitiv, dass du eines der effizientesten und aus meiner Sicht auch eines der sichersten Leihprotokolle verwendest. Das heißt, von der Chancen-Risiko-Perspektive steht das wahrscheinlich unglaublich gut da, weil 1,5-fache Kursgewinne bei Krypto in einem Bullrun, das lässt sich definitiv sehen. Nachteil an der ganzen Sache ist natürlich, dass du hier auf Layer 1 bist. Das bedeutet gleichzeitig, wenn du diesen Trove erstellst und nicht auf die Gas-Fees achtest – und da würde ich auf jeden Fall bei so einer Positionsgröße darauf achten, dass du das zu einem Zeitpunkt machst, wo die Gas-Fees möglichst gering sind.
Da habe ich auch schon Videos dazu gemacht, wo man das entsprechend beispielsweise am Sonntagmorgen oder ähnlich machen kann, wo die Gas-Fees in aller Regel nochmal deutlich geringer sind. Wenn nicht, dann kann es sein, dass du allein für die Trove-Erstellung über 100 Dollar zahlst, und das ist dann verhältnismäßig zu dem, was investiert ist, relativ groß. Aber da würde ich auf jeden Fall drauf achten. Und natürlich noch zusätzlicher Nachteil: Sollte tatsächlich Ether im Laufe dieses Zyklus nochmal ein neues Low setzen und du musst deinen Trove tatsächlich retten, das heißt Kollateral nachlegen, da können einfach die Transaktionsgebühren allein schon mehrere hundert Dollar groß sein. Das heißt, da solltest du auf jeden Fall nochmal einen extra Puffer an Ether in deinem Wallet haben, für so ein Worst-Case-Szenario, dass du tatsächlich den Trove retten kannst.
Denn die zweite Option ist, dass wir Aave implementieren, und zwar die Version V3 auf Arbitrum, das heißt nicht mehr auf Layer 1, sondern auf Layer 2 auf Arbitrum. Das würde natürlich gleichzeitig bedeuten, dass du zunächst mal deine Ether bridgen musst auf Layer 2. Das kannst du entweder machen über eine standardmäßige Bridge, oder du gehst entsprechend zu einer Exchange, die die Auszahlung überhaupt direkt auf dein Arbitrum-Wallet vornimmt.
So, und wenn du das Ganze dann gemacht hast, siehst du auch hier auf der linken Seite, haben wir unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten, was das Kollateral angeht. Da finde ich persönlich diese gewrappte Form von Staked Ether besonders interessant, sage ich mal, aufgrund der Tatsache, dass es dort so ist, dass – weil es entsprechend gestaktes Ether ist, allerdings eine gewrappte Form davon – einfach der Tokenwert im Zeitlauf immer mehr wert wird, anstatt dass du, wie bei der normalen gestakten Form von Ether, mehr Tokens dazubekommst.
Das bringt entsprechend steuerliche Vorteile, zumindest in Deutschland – und ich bin natürlich auch kein Steuerberater oder so, aber so habe ich das zumindest mitbekommen –, dass in dem Moment, wo du nicht ständig neue Tokens bekommst durchs Staking, sondern in dem Moment, wo einfach nur der Tokenwert an Wert gewinnt, das in Deutschland zumindest kein steuerlich relevantes Event ist. Das heißt, du musst deine Staking-Rewards nicht in jedem einzelnen Jahr versteuern. Das ist der große Vorteil von dieser gewrappten Form von gestaktem Ether.
Das würde natürlich auch gleichzeitig bedeuten, wenn wir hier beispielsweise wieder 3.000 Euro zur Verfügung haben, dass wir derzeit ungefähr 1,51 von diesen Tokens bekommen, aufgrund der Tatsache, dass die natürlich ein bisschen teurer sind als normale Ether. Das heißt, wir können hier beim DeFi Saver oben rechts das Netzwerk wechseln von Ethereum auf Arbitrum. Da wird ja auch hier auf der linken Seite derzeit nur Aave angezeigt, weil die anderen Protokolle derzeit noch nicht auf Layer 2 auf Arbitrum sind.
Und hier wieder das gleiche Spiel: Wir hinterlegen diese 1,51 Wrapped Staked ETH als Kollateral und nehmen dann einen Kredit auf in Höhe von 900. Das hört sich jetzt relativ konservativ an, weil wir bei Liquity das Doppelte aufgenommen haben, die 1.800 LUSD. Aber der Hauptgrund ist einfach der, dass hier die Überversicherungsgrenze deutlich höher ist als bei Liquity. Das heißt, das Protokoll ist einfach weniger effizient, und deshalb können wir hier auch einen weniger großen Hebel aufbauen. Und zwar wäre dann der Hebel ungefähr 1,27x.
Leider zeigt sich hier im Dashboard kein Liquidationspreis an. Den kann man aber auch einfach so kurz ausrechnen, habe ich jetzt gemacht: Der Liquidationspreis beträgt dann ungefähr 750 Dollar. Da würde ich mich persönlich schon mal deutlich wohler fühlen als bei 830 Dollar. Ja, und damit hättest du dann die 1,27-fachen Kursgewinne in dem Moment, wo ETH tatsächlich am Preis dazugewinnt.
Jetzt die Vorteile der zweiten Methode sind erstens, dass du hier noch zusätzlich Staking-Rewards bekommst. Das ist natürlich bei der ersten Methode bei Liquity nicht der Fall, weil du bei Liquity nur ganz normale ETH verwendest und hier natürlich die gestakte Form. Das heißt, hier kannst du jedes Jahr nochmal mit ungefähr plus 5% rechnen, und zwar auf das komplette Kollateral, das heißt inklusive dem gehebelten Kollateral. Dann zweitens natürlich auch, dass du hier Transaktionsgebühren einsparst, aufgrund der Tatsache, dass die ganzen Transaktionsgebühren auf Arbitrum ein Bruchteil sind von dem, was du auf Layer 1 auf Ethereum zahlst.
Das heißt jetzt allerdings nicht, dass, wenn du deinen Trove hier erstellst, du nur 0,23 Dollar zahlst, sondern das ist natürlich eine deutlich komplexere Transaktion, wo relativ viel im Hintergrund abläuft. Das heißt, da wird auch wahrscheinlich die Trove-Erstellung ein paar Dollar kosten, aber natürlich immer noch ein Bruchteil von dem, was du auf Ethereum zahlst. Und der dritte Vorteil, und das ist aus meiner Sicht wahrscheinlich der größte Vorteil, das Ganze über Layer 2 zu machen, ist, dass du hier keine Einschränkungen hast, was den Mindestkredit angeht. Das heißt, hier kannst du auch deutlich konservativer hebeln als bei Liquity. Und hier haben wir ja einen Liquidationspreis von ungefähr 750 Dollar, und das im Vergleich zu 830 Dollar. Da würde ich mich persönlich schon mal deutlich wohler fühlen.
Und dann noch die dritte Option, dass du deine Ether über Vesta Finance entsprechend hebelst. Vesta Finance habe ich auch irgendwann Ende letzten Jahres schon mal vorgestellt. Das ist ein Fork von Liquity, allerdings nicht auf Layer 1, sondern auf Layer 2 auf Arbitrum. Jetzt, wenn wir uns mal das Protokoll bei DefiLlama anschauen, siehst du hier, das ist noch ein relativ kleines Protokoll. Das ist jetzt ein bisschen näher als ein Jahr alt, aber das wäre jetzt beispielsweise kein Protokoll, wo ich um die großen Summen und großes Vermögen spreche, aufgrund der Tatsache, dass dort einfach der Track Record deutlich kürzer ist im Vergleich zu Aave und Liquity, einfach Borrowing-Protokollen, die sich seit Jahren etabliert haben.
Wie du hier siehst, kannst du auch unterschiedlichste Kollateraltypen hinterlegen. Ich persönlich würde hier ganz normale Ether auswählen mit einer Überversicherungsgrenze von 110% und nicht die gewrappte Form von Staked ETH, weil deren Überversicherungsgrenze einfach mit 135% nochmal deutlich höher ist als die von normalem Ether. Das heißt, bei normalem Ether kannst du einen deutlich größeren Hebel aufbauen zum gleichen Liquidationspreis, als du das beispielsweise hier mit der gewrappten Staked-ETH-Form machen könntest. Die gewrappte Staked-ETH-Form – das ist vielleicht ein bisschen ein Zungenbrecher, aber du weißt, was ich meine.
Zusätzlich siehst du auch hier, dass wir eine Zinsrate haben, die variabel ist, in Höhe von 0,62% bei Vesta. Das heißt, allein das hier macht das Protokoll nicht so effizient wie Liquity, obwohl du hier die gleiche Überversicherungsgrenze hast von 110%. Das heißt, bei Liquity hast du eben nur einmalig eine Gebühr in Höhe von 0,5%, und hier sind es variabel jedes Jahr derzeit ungefähr 0,62%, die dann jedes einzelne Jahr entsprechend anfallen.
Wenn wir hier einen entsprechenden Trove erstellen, kannst du einfach draufklicken, um deine 1,69 ETH zu hinterlegen, und dann einen Stablecoin als Kredit aufnehmen. Hier ist es der Vesta Stable. Das ist im Prinzip das Pendant zum LUSD bei Liquity. Und hier heißt das Ganze VST, also Vesta Stable. Und dann siehst du hier den Liquidationspreis von 650 Dollar. Und ich sage, wir können bei dem Kapital eventuell noch ein bisschen höher gehen. [unverständlich] Dollar. Ja, das wäre aus meiner Sicht noch möglich.
Dann, wenn du das Ganze aufgemacht hast – weil du hier ja nicht ganz normal den DeFi Saver benutzt, sondern das Ganze manuell machen musst –, hast du dann diese 1.150 Dollar an Stablecoins in deiner Wallet. Damit gehst du dann einfach hier unten links zu einer DEX. Dann öffnet sich OpenOcean. Dort könntest du dann deine 1.150 – oh, nicht Ether, hier – deine 1.150 Vesta Stable in Ether umtauschen, bekommst du ungefähr 0,6 dazu. Und die kannst du dann nochmal hier zusätzlich als Kollateral mit einzahlen, sodass du dann deine Ether dadurch gehebelt hast.
Die größten Vorteile von dieser Option sind hier, dass du die gleiche Überversicherungsgrenze hast wie auch bei der ersten Option mit Liquity, bei diesen 110%. Zweitens ist es so, dass du natürlich noch zusätzlich Transaktionsgebühren sparst auf Arbitrum im Vergleich dazu, das Ganze auf Layer 1 auf Ethereum zu machen. Und drittens, dass du hier nicht dieses Minimum hast von 1.800 LUSD, die du als Stablecoin bzw. VST aufnehmen musst. Das ist hier nicht der Fall, das heißt, du kannst hier einen deutlich konservativeren Hebel aufbauen.
Dafür eben die Nachteile, dass du erstens nicht einmalig Gebühren zahlst in Höhe von 0,5%, sondern variable Zinsen hast in Höhe von derzeit ungefähr 0,62%, das heißt definitiv höher. Und zusätzlich eben der Nachteil, dass es auf Kosten der Sicherheit geht, weil Vesta Finance einfach noch lange nicht so etabliert ist wie jetzt beispielsweise Liquity selbst, weil es ja auch nur ein Fork ist.
Jetzt noch ein kurzes Schlusswort von mir. Also derzeit ist man mit einem kleinen Geldbeutel im DeFi Space definitiv noch so ein bisschen eingeschränkt, aufgrund der Tatsache, dass einfach die Transaktionsgebühren auf Layer 1 auf Ethereum noch verhältnismäßig groß sind. Und das wird wahrscheinlich in Zukunft auch, ich sag mal mittelfristig, eher schlechter sogar als besser. Aber zum Glück haben wir auch derzeit den Trend, dass immer mehr auf Layer 2 geht, auf Arbitrum, Optimism und so weiter. Und aus meiner Sicht ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die größten DeFi-Protokolle dann auch auf Layer 2 verfügbar sind. Und spätestens dann wird der DeFi Space auch für einen kleinen Geldbeutel umso interessanter.
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