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Als ich zum allerersten Mal in Krypto investiert habe, war einer meiner ersten, allerdings auch gleichzeitig größten Fehler der, dass ich quasi meine Kenntnisse, mein Wissen vom Investieren in Aktien falsch auf Krypto übertragen habe, was mich dann im Nachhinein doch einiges an Lehrgeld gekostet hat, allerdings im Ansatz eigentlich goldrichtig war. Denn wenn du dich schon mal etwas tiefer mit Aktien beschäftigt hast, dann hast du sicher schon gehört, dass es für das langfristige Investieren am besten ist, wenn man in Indexfonds investiert, also ETFs, wenn du so willst, Bündel an Aktien, die gewisse Märkte abdecken, anstatt in irgendwelche aktiv gemanagten Fonds zu investieren, die einfach nur unnötig Gebühren kosten.
Ein Portfolio, das ich persönlich früher als Finanzberater häufiger empfohlen habe und ich würde auch mal sagen ein relativ bekanntes im deutschsprachigen Raum, ist das sogenannte 70-30-Portfolio, bestehend aus zwei verschiedenen ETFs: zum einen der MSCI World, wo du im Wesentlichen 70 Prozent reinpackst, um die Industrieländer abzudecken, und zum anderen der MSCI Emerging Markets, also die Schwellenländer, wo du die restlichen 30 Prozent reinpackst.
Falls dir der MSCI World noch nichts sagt: Das ist ein ETF, also wenn du so willst, ein Bündel an Aktien, und Aktien sind ja quasi nur Anteile von Unternehmen. Das heißt, der deckt Unternehmen in den Industrieländern ab, genau gesagt diese Länder, die hier blau dargestellt sind. Das sind derzeit in Summe ungefähr 23 Länder, und innerhalb von diesen 23 Ländern sind es in Summe ungefähr 1400 Unternehmen, gewichtet nach der Marktkapitalisierung.
Und der MSCI Emerging Markets ist quasi das Pendant dazu, dass du da nicht in bestehende Industrieländer investierst, sondern eben in Entwicklungsländer, sogenannte Schwellenländer. Das sind diese Länder hier, die grün dargestellt sind, derzeit ungefähr 24 Länder, wo du in Summe mit diesem ETF in rund 1200 Unternehmen in diesen Ländern entsprechend investierst.
Und wenn du jetzt diese zwei ETFs kombinierst im Verhältnis von 70 zu 30, dann bist du quasi mit nur zwei ETFs in ungefähr 2600 Unternehmen investiert, in Summe in ungefähr 47 Ländern. Das heißt, du deckst damit im Wesentlichen den Großteil von der Welt, also bezüglich dem Aktienmarkt, entsprechend ab. Und auch dieses Verhältnis von 70 und 30 ist nicht irgendwie zufällig gewählt, sondern das ist gewählt anhand vom Bruttoinlandsprodukt, also anhand von der weltweiten Wirtschaftsleistung.
Jetzt, mein Fehler bei meinem ersten Investment in den Kryptomarkt war ein bisschen der, dass ich persönlich gedacht habe: Naja, also wenn ich in Aktien so breit streue, dann muss ich natürlich auch genau das Gleiche im Kryptomarkt machen. Weil die wirkliche Innovation im Kryptomarkt ist ja schließlich nicht Bitcoin, sondern die Blockchain-Technologie, zumindest war das damals das, was im 2017er-Zyklus noch ganz groß propagiert wurde. Jedenfalls hat das dazu geführt, dass ich damals in die 20 größten Kryptowährungen investiert habe.
Das ist beispielsweise die Liste noch von damals, auch mit den damaligen Preisen noch, und man kann heute eben noch schmunzeln, wenn ich die ganzen Namen lese, wie EOS, wie IOTA, wie NEO, Dash. Also wenn du erst, ich sag mal, in den letzten Jahren dazugekommen bist, dann hast du diese Namen wahrscheinlich noch nie gehört, weil diese Coins mittlerweile einfach so überhaupt gar nicht mehr irgendwie populär sind.
Jedenfalls, als ich damals zum allerersten Mal in Kryptowährungen investiert habe, habe ich das auch nicht irgendwie blind gemacht, sondern mit einer konkreten Strategie, dass ich zwei verschiedene Regeln hatte. Und zwar zum einen, dass ich in die Top 20 Coins entsprechend investiere. Also Stichwort Diversifikation, weil wirklich Innovation ist ja schließlich die Blockchain-Technologie und nicht Bitcoin, pipapo. Sehe ich mittlerweile anders, allerdings damals war doch das das, was wirklich propagiert wurde. Und auch gleichzeitig, dass ich maximal 10 Prozent in einen einzigen Coin, also in ein Projekt investiere. Stichwort Klumpenrisiko, weil ich damals noch gedacht habe: Oh Gott, also wenn ich jetzt mehr als 10 Prozent in Bitcoin investiere oder mehr als 10 Prozent in Ethereum, was ist, wenn es die Coins nach ein paar Monaten oder ein paar Jahren einfach nicht mehr gibt? Deshalb natürlich hier dieses Hardcap gesetzt, und das auch gewichtet nach der Marktkapitalisierung.
Das heißt, je höher die Marktkapitalisierung war, desto höher der Anteil, und je geringer, desto geringer. Das heißt, damals war es so, dass ich 10 Prozent in Bitcoin investiert habe, 10 Prozent in Ether. Dann fing es wahrscheinlich schon an mit 9 irgendwas Prozent in XRP, 8 irgendwas Prozent in Bitcoin Cash. Also alles gewichtet nach der Marktkapitalisierung, bis ich dann hier unten war mit ungefähr wahrscheinlich 1 Prozent oder sonst was, was ich hier in den 20. Coin entsprechend investiert habe. Was sich ja zunächst mal im Allgemeinen relativ vernünftig anhört, oder nicht?
Anyway, den großen und entscheidenden Denkfehler, den ich damals hatte, war, dass mir nicht bewusst war, dass Bitcoin der Index vom Kryptomarkt ist. Und das wiederhole ich jetzt an der Stelle nochmal, weil es so wichtig ist: Bitcoin ist der Index vom Kryptomarkt. Was im Wesentlichen in der Praxis zwei verschiedene Dinge bedeutet.
Erstens, dass wenn mein Bitcoin stark steigt oder stark fällt, dass das in aller Regel auch alle anderen Coins entsprechend beeinträchtigt. Das heißt, dass es sehr, sehr, sehr, sehr selten ist, dass mein Bitcoin mal um 50 Prozent korrigiert und nicht alle anderen Coins oder zumindest der mit Abstand Größteil ebenfalls stark fällt. Und zweitens, wenn mein Bitcoin tatsächlich der Dreh- und Angelpunkt vom Kryptomarkt ist, dann bedeutet das, ich muss eigentlich gar nicht breit streuen, breit diversifizieren, sondern es reicht vollkommen aus, dass, wenn ich in den Kryptomarkt investiert sein will, ich einfach nur Bitcoin halte. Und das war der entscheidende Denkfehler, den ich persönlich damals bei meinem allerersten Kryptoportfolio hatte.
Ich habe allerdings auch noch einen zweiten Fehler gemacht, der dann vor allem in der Praxis, also bei der Umsetzung, entsprechend dazukam. Und zwar, dass meine eigenen Emotionen meine Nachkäufe geleitet haben. Was dann in der Praxis dazu geführt hat, dass, je höher die Preise entsprechend angestiegen sind, desto kräftiger habe ich nachgekauft. Also richtig schön in die grünen Kerzen entsprechend rein, genau so, wie es sich gehört. Und dann auch umgekehrt: Wenn die Preise stark gefallen sind, das war dann meistens der Zeitpunkt, wo ich meine eigenen Investments einfach so stark hinterfragt habe, dass ich damals meine Nachkäufe gestoppt habe. Zum Glück nicht verkauft habe, aber zumindest gestoppt habe. Also im Wesentlichen genau so, wie man es nicht machen sollte, dass man bei hohen Preisen nachkauft und bei tiefen Preisen dann einfach keine Eier beweist. Ja, genau so habe ich es damals gemacht.
Und das Paradoxe ist, dass ich damals eigentlich schon ganz genau wusste, dass man eigentlich das Gegenteil machen sollte, was ich schon zigfach in irgendwelchen Büchern gelesen habe und so weiter. Aber was mir persönlich einfach nicht klar war, war, wie volatil, also wie stark der Kryptomarkt entsprechend schwanken kann und was das auch vor allem in der kürzesten Zeit mit deinen eigenen Emotionen machen kann. Und zwar in beide Richtungen: zum einen die Angst, wenn es nach unten geht, und zum anderen die FOMO, wenn es nach oben geht. Denn nicht umsonst gibt es im Kryptomarkt zahlreiche Memes, wie beispielsweise das hier, die im Wesentlichen darstellen, wie schnell das Sentiment von extrem bearish zu extrem bullish, genauso auch wieder umgekehrt, entsprechend switchen kann. Also ungelogen, manchmal dauert es gefühlt keinen einzigen Tag, wo die Stimmung zuvor extrem pessimistisch war, und dann kommt irgendeine gute Kunde oder sonst was, und plötzlich sind wir alle bullish. Genau so auch das Umgekehrte.
Und nachdem ich mittlerweile schon den einen oder anderen Zyklus mitgemacht habe und auch einiges an Lehrgeld gezahlt habe, denke ich mittlerweile, dass ich mir diese Achterbahn an Emotionen eigentlich komplett hätte sparen können, wenn ich einfach nur stupide DCA mit Bitcoin betrieben hätte. Falls dir DCA noch nichts sagt: Das ist ein Begriff aus dem Englischen für Dollar Cost Averaging beziehungsweise auf Deutsch der Durchschnittskosteneffekt, was vereinfacht gesagt einfach nur bedeutet, dass du regelmäßig zu einem gewissen Zeitpunkt eine gewisse Summe investierst, unabhängig vom entsprechenden Kurs. Also dass du beispielsweise eine Regel hast, dass du jeden Ersten des Monats 100 Euro in Bitcoin entsprechend investierst, und zwar völlig unabhängig davon, wo der Bitcoin-Preis derzeit steht.
Und wenn du die zwei Dinge kombinierst, dass du erstens in den Index vom Kryptomarkt investierst, in dem Fall Bitcoin, und auch andererseits DCA betreibst, das heißt regelmäßig beispielsweise jeden Monat eine gewisse Summe entsprechend investierst, völlig unabhängig vom entsprechenden Preis, dann wette ich, dass du mehr als 95 Prozent, und das meine ich wirklich so, mehr als 95 Prozent von allen Krypto-Investoren outperformst.
Und wichtig an der Stelle: Das ist eine Strategie, die über mehrere Jahre ausgelegt ist, und jetzt nicht irgendwie für mehrere Monate. Das heißt, beschwere dich bitte nicht nach drei Monaten, wenn du mit der Vorgehensweise dann irgendwie minus bist, sondern komm dann irgendwann mal zurück nach zehn Jahren oder so, wenn dann der Lambo entsprechend in der Garage steht. Spaß beiseite. Und das ist auch, by the way, genau das, was ich persönlich empfehlen würde, wenn irgendein Familienmitglied oder ein guter Kumpel zu mir kommt und nach Krypto-Tipps fragt, dass ich antworte: DCA mit Bitcoin. Super simpel und super effektiv. Und ja, natürlich ist es nicht das, was die meisten Leute hören wollen. Die wollen dann irgendwie einen Small Cap Altcoin hören, der noch ein 1000x-Potenzial hat oder sonst was. Aber ganz ehrlich, wie viele Altcoin-Investoren kennst du tatsächlich, die jetzt über die letzten paar Jahre DCA mit Bitcoin outperformt haben?
Jetzt habe ich ja vorhin erwähnt, dass du mit der Vorgehensweise höchstwahrscheinlich mehr als 95 Prozent von allen Krypto-Investoren outperformen wirst. Was ich jetzt natürlich die Frage stelle: Naja, aber was machen dann eigentlich die restlichen 5 Prozent, die nochmal eine größere Performance erwirtschaften? Und darunter sind natürlich auch immer ein paar Glückspilze, die gibt es immer, logischerweise. Aber ich würde mal behaupten, dass mit Abstand größtenteils von den Leuten tatsächlich diejenigen sind, die sich einfach einen Informationsvorteil, also einen Edge, erarbeitet haben. Was beispielsweise für manche das Trading ist, für andere beispielsweise die Auswahl von irgendwelchen Small Cap Altcoins und so weiter und so fort.
Jetzt, falls du mal einen Newsletter abonniert hast, wo ich auch regelmäßig mein Portfolio teile, dann ist dir sicher schon aufgefallen, dass mein persönliches Edge im Bereich DeFi liegt, also im Bereich von Decentralized Finance. Genau gesagt, dass ich persönlich verschiedene DeFi-Protokolle nutze, um quasi die größten Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin und Ether, nochmal zusätzlich konservativ zu hebeln, um einfach nochmal mehr rauszuholen als einfache Kursgewinne. Und das ist auch, by the way, genau die Methode, mit der ich persönlich bisher den mit Abstand größten Teil von meinem Kapital im Kryptomarkt erwirtschaftet habe. Falls dir das nichts sagt, genau dazu habe ich auch erst vor Kurzem ein separates Video erstellt, was ich dir unten in der Beschreibung verlinkt habe.
Ja, das ist aus meiner Sicht genau die Vorgehensweise, genau die Strategie, wo einfach das Chancen-Risiko-Verhältnis im Kryptomarkt mit Abstand am besten steht. Und falls du neu auf meinem Kanal bist und dir dieses Video zugesagt hat, würde ich mich tierisch über ein Like und einen Kommentar freuen. Und wenn du auch künftig kein Video mehr verpassen willst, dann einfach unten den Kanal abonnieren. Und bis bald.
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