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Kevin Söll

Top 3 Strategien mit Liquity V2 🔥

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Bis zur Devcon, also der Ethereum-Konferenz für Entwickler, soll tatsächlich Liquity V2 launchen. Das heißt, von heute bis zum Launch ist es nicht mehr so lange, und genau deshalb gehen wir auch im heutigen Video die Top 3 Strategien durch, die du mit Liquity V2 fahren kannst, auch deren Vor- und Nachteile. Und in dem Zuge erkläre ich auch noch unter anderem neue Aspekte, die erst vor kurzem veröffentlicht wurden. Ganz zum Schluss vom Video teile ich auch, wie ich persönlich vorhabe, Liquity V2 zu nutzen, weil es uns doch im DeFi Space ziemlich coole Möglichkeiten bietet.

Hi, mein Name ist Kevin Söll und auf meinem Kanal lernst du über alles, was mit Krypto zu tun hat. Jetzt heute mal wieder ein Deep Dive zu einem DeFi-Protokoll, genauer gesagt Liquity V2, und vor allem, wie du Liquity V2 strategisch nutzen kannst.

Lass uns auch direkt rein starten. Und zwar ist die erste Möglichkeit, wie du Liquity V2 nutzen kannst, indem du eine Hebelposition aufbaust. Das heißt, indem du hier deine Ether beispielsweise als Kollateral hinterlegst, dagegen dann einen Kredit aufnimmst und mit diesem Kredit dann nochmal mehr Ether nachkaufst, um dann so beispielsweise hier einen zweifachen Hebel aufzubauen. Jetzt hier ist das Ganze dargestellt mit Liquity V1, wo du einzig und allein Ether hinterlegen kannst. Bei Liquity V2 wird es allerdings auch möglich sein, dass du hier Wrapped Staked ETH hinterlegst oder auch andere Liquid Staking Tokens.

Der Vorteil davon ist logischerweise der, dass in dem Moment, wo der Etherpreis ansteigt, du dann auch hier mit einem zweifachen Hebel die zweifachen Kursgewinne erwirtschaftest – genauso natürlich das Gleiche umgekehrt: Sollte der Etherpreis fallen, nimmst du auch hier die zweifachen Kursverluste mit. Und das heißt natürlich gleichzeitig, dass wenn du hier nicht nur normale Ether hinterlegst, sondern beispielsweise Wrapped Staked ETH, du noch zusätzlich Staking Rewards erwirtschaften kannst.

Der Nachteil wiederum mit einer offenen Hebelposition ist der, dass du dann auf diesen offenen Kredit auch jährliche Zinsen zahlst, die du allerdings bei Liquity V2 komplett frei bestimmen kannst. Und das ist auch schon eine der Besonderheiten von Liquity V2, dass hier die Zinsrate nicht beispielsweise durch die Governance bestimmt wird, wie es beispielsweise bei Maker der Fall ist, auch nicht algorithmisch bestimmt wird, wie es beispielsweise bei Aave der Fall ist, sondern hier bei Liquity V2 bestimmst du die Zinsen selbst. Das heißt, du weißt zu jedem Zeitpunkt ganz genau, wie viele Zinsen du zahlst, und zu keinem Zeitpunkt wirst du da irgendwie mit den Zinsen überrascht.

Das heißt auch, by the way, dass Liquity V2 im DeFi Space so eine Art Referenzzinssatz erstellt, dadurch, dass eben die Zinsen bei Liquity komplett durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, also komplett durch den Markt, und nicht noch irgendwie zusätzlich beeinflusst werden durch die Governance oder durch irgendwelche Algorithmen, wie es beispielsweise bei anderen DeFi-Protokollen der Fall ist. Du kannst im Übrigen bei Liquity V2 das Managen von deiner Zinsrate auch an eine Drittpartei outsourcen, sodass du da immer nur so viele Zinsen zahlst, um tatsächlich eine Redemption zu vermeiden – also Redemption vereinfacht gesagt einfach die Auflösung von deiner Position –, also nicht so wie beispielsweise derzeit bei Version 1, dass du ständig Angst haben musst oder dir Sorgen machen musst um eine potenzielle Redemption.

Die zweite Option, die du mit Liquity V2 hast, und da kommen wir jetzt auch gleich schon auf ein paar Neuigkeiten zu sprechen, ist die, dass du nicht eine Hebelposition aufbaust, sondern ganz normal einen Kredit aufnimmst, indem du hier dein Kollateral hinterlegst, deinen Kredit aufnimmst und mit diesem Kredit dann beispielsweise Cashflow generierst, sodass du einerseits nach wie vor die Kursgewinne hast auf dein Kollateral, in dem Fall beispielsweise Ether, und noch zusätzlich hier Zinsen auf deinen Kredit verdienen kannst.

Jetzt sind ein paar Besonderheiten dabei, und zwar wird es bei Liquity V2 pro Kollateral-Typ einen Stability Pool geben. Und der Stability Pool, nur als kurzer Refresher, ist im Wesentlichen nur ein Pool, der gefüllt ist mit Stablecoins und der einfach sicherstellt, dass in dem Moment, wo irgendeine Position unterversichert ist, die sofort liquidiert werden kann, das heißt, dass das gesamte System immer überversichert ist und zu keinem Zeitpunkt da irgendwie schlechte Schulden, Bad Debt, entstehen können.

Jetzt, wenn du deine Stablecoins, die du als Kredit aufgenommen hast, in so einen Stability Pool einzahlst, dann verdienst du im Wesentlichen zwei verschiedene Arten von Renditen, und zwar zum einen Liquidationsgewinne, die meistens so um die 5 % sind von der Position, die entsprechend liquidiert wird, und noch zusätzlich Zinsen, und zwar die Zinsen, die die ganzen Leute zahlen auf ihren offenen Kredit, und davon so ungefähr 70 %, die hier an den Stability Pool entsprechend gehen.

Jetzt zum Spannenden: Und zwar sind nicht nur diese Zinsen komplett nachhaltig, dadurch, dass das Ganze läuft mit Real Yield, also ohne irgendwie einen inflationierten Token, sondern es wird zusätzlich so sein, dass die Zinsen in diesem Stability Pool per Design höher sein werden als das, was du auf deinen Kredit an Zinsen zahlst. Was beispielsweise bei einem klassischen Money Market wie beispielsweise Aave nie der Fall ist. Weil bei Aave ist es ja beispielsweise immer der Fall, dass hier diese Borrowing-Zinsen, also die Zinsen, die du zahlst, wenn du einen Kredit aufnimmst, immer höher sind als hier diese Lending-Zinsen, die Zinsen, die du bekommst, wenn du tatsächlich hier beispielsweise deine Stablecoins zur Verfügung stellst.

Wie du auch hier siehst, USDC ungefähr 3,5 % auf der Lending-Seite, hier beim Borrowing knapp 9 %. USDT derzeit um die 7 % und hier um die 5 %. Hier 4 %, hier 6 %. Das heißt, Borrowing-Zinsen normalerweise immer höher bei so einem Money Market im Vergleich zu diesen Lending-Zinsen. Was auch komplett logisch ist, weil eben nie zu 100 % alle Stablecoins, die hier zur Verfügung gestellt werden, auch tatsächlich hier als Kredit aufgenommen werden. Und weil es da immer eine gewisse Diskrepanz gibt, heißt das gleichzeitig, dass hier die Borrowing-Zinsen dann quasi aufgeteilt werden auf mehr Kapital und deshalb die Lending-Zinsen immer deutlich geringer sind als hier die Borrowing-Zinsen.

Jetzt bei Liquity V2 wird das Ganze anders sein. Das ist nicht so wie bei einem klassischen Money Market, dass die Borrowing-Zinsen immer höher sind als die Lending-Zinsen, eben weil die Borrowing-Zinsen, die Kreditzinsen von wenigen Personen aufgeteilt werden auf viele Personen, sondern bei Liquity V2 ist es genau umgekehrt, dass die Borrowing-Zinsen von vielen Personen aufgeteilt werden auf wenige Personen und deshalb hier der Zinssatz höher ist. Und der Grund dafür ist auch wieder relativ selbsterklärend, denn nicht alle, die hier einen Kredit aufnehmen bei Liquity V2, werden mit dem Kapital in den Stability Pool reingehen. Manche wollen beispielsweise nur eine Hebelposition aufbauen, andere wollen beispielsweise ins Liquidity Mining gehen.

Das heißt, nur ein gewisser Teil von diesem gesamten Kapital, was hier als Kredit aufgenommen wird, landet tatsächlich im Stability Pool. Das heißt, die Borrowing-Zinsen von vielen Leuten werden dann aufgeteilt auf wenige Leute, weshalb die Zinsen im Stability Pool per Design höher sind als die Borrowing-Zinsen. Das heißt natürlich dann auch gleichzeitig langfristig betrachtet, dass je mehr Use Cases diese Stablecoin bekommt, das heißt, je mehr Kapital irgendwie abseits vom Liquity-Ökosystem weggelockt wird, desto rentabler gleichzeitig die ganzen Stability Pools, weil dann noch mehr beziehungsweise noch weniger Kapital tatsächlich in die Stability Pools reinfließt. Also noch mehr Zinsen auf noch weniger Leute, und deshalb die Rendite entsprechend nach oben geht.

Und weil es bei Liquity V2 für jeden einzelnen Kollateral-Typ eine eigene Borrowing-Zinsrate gibt, genauso wie eine eigene Zinsrate für den Stability Pool, heißt das natürlich auch gleichzeitig, dass du das Ganze ganz gezielt ausnutzen kannst, indem du jetzt beispielsweise hier in diesem Beispiel deinen Kredit ganz bewusst mit gewrappten Ethern aufnimmst, wo hier die Borrowing-Zinsrate im Vergleich am geringsten ist, und dann nicht in diesen Stability Pool reingehst, sondern stattdessen hier in diesen, sodass diese Diskrepanz möglichst groß ist.

Und damit sich diese Dynamik auch ausspielen kann, wird Liquity V2 unter einer BUSL gelauncht. Also ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich musste zunächst mal Venice fragen, was das genau bedeutet. Und zwar steht BUSL für Business Use Statement and License, was vereinfacht gesagt in Kurzfassung bedeutet, dass wenn ein anderes Protokoll beziehungsweise ein anderes Team Liquity V2 forken will, sie dafür eine Lizenz brauchen.

Jetzt, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber als ich das persönlich zum ersten Mal gelesen habe, dachte ich so: hm, dass man eine Lizenz braucht zum Forken, das geht eigentlich ziemlich stark gegen den Ethos von DeFi, weil DeFi insbesondere von diesem ganzen Open Source und davon, dass man einfach andere quasi kopieren kann, entsprechend profitiert, dass einfach andere Leute nochmal diese Protokolle verbessern können. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr denke ich: ja, das war wahrscheinlich die richtige Entscheidung.

Denn wenn du dir mal anschaust, wie sich das Ganze hier bei Liquity V1 entwickelt hat – also Liquity V1, eines der meistgeforkten Protokolle überhaupt, was in Summe 37 Mal geforkt wurde, und auch teilweise hatten hier die ganzen Forks einen TVL von knapp einer Milliarde. Aber wenn du dir da mal genauer anschaust, wie das Ganze hier abgelaufen ist, dann war es im Wesentlichen fast immer die gleiche Marktdynamik, dass irgendwelche Forks rauskamen, wie beispielsweise DeFi Franc, die hatten dann den eigenen Token, und dadurch, dass sie einen eigenen Token hatten, der relativ neu war mit einer hohen Inflationsrate, hat das immer dafür gesorgt, dass natürlich die ganzen APRs bei den Forks immer deutlich höher waren im Vergleich zu Liquity, und dadurch ist dann immer Kapital von Liquity weggeflossen hin zu den ganzen Forks, bis die ganzen APRs immer geringer waren und dann ging das Kapital wieder zurück zu Liquity, sodass es einfach immer dazu geführt hat, dass die ganze Liquidität immer ziemlich verstreut war und auch nach wie vor verstreut ist.

Jetzt bei Liquity V2 gibt es keinen eigenen Token, das heißt, hier diese gesamte Incentive Structure, sämtliche Anreize und so weiter, das läuft alles über Real Yield. Aber wenn man jetzt keine Lizenz bräuchte, um Liquity V2 zu forken, dann kannst du dir dreimal überlegen, was innerhalb von wahrscheinlich einem Monat passiert: dass es dann irgendwelche Forks gibt, Forks, die dann einen eigenen Token haben, wieder mit einer hohen Inflationsrate, hohe APR, das ganze Kapital fließt dann wieder von Liquity V2 zu den ganzen anderen Protokollen, bis die APR immer und immer geringer wird, und dann fließt das Kapital wieder zurück, dann gibt es wieder neue Forks und so weiter. Von daher denke ich, dass bei so einem System, gerade ohne Token, gerade so eine Lizenz absolut wichtig ist, dass sich diese Dynamik einfach richtig entwickeln kann.

Und noch die dritte Option, wie du Liquity V2 nutzen kannst, ist, indem du hier keine Hebelposition aufbaust, auch nicht hier diesen Kredit verwendest, um irgendwie Cashflow zu verdienen, sondern indem du den Kredit steuerfrei auscashst und damit dann beispielsweise im echten Leben irgendwie etwas finanzierst. Weil zumindest meines Wissens nach – aber wie gesagt, ich bin kein Steuerberater – in Deutschland, Österreich und auch in der Schweiz die ganzen Kredite steuerfrei sind.

Dazu ein kurzes Praxisbeispiel. Wir haben beispielsweise einige Member bei uns in der Membership, die ihre Mitgliedschaft dadurch finanziert haben, dass sie einfach nur ihre Kryptos beliehen haben und damit quasi über einen Kredit die Mitgliedschaft finanziert haben, ohne dass sie dafür auch nur einen einzigen Dollar an ihren Kryptos verkaufen mussten. Oder zweites Beispiel von mir selbst: Ich persönlich habe beispielsweise nach diesem Krypto-Zyklus vor, dass ich mit meinen Krypto-Gewinnen mein Aktienportfolio größer mache, allerdings nicht so, dass ich dafür meine Kryptos verkaufe, sondern einfach nur meine Kryptos beleihe und mit diesem Kredit dann entsprechend in Aktien diversifiziere.

Und das bringt mich auch schon zu meinen konkreten Plänen, wie ich persönlich vorhabe, Liquity V2 zu nutzen. Und zwar wird es höchstwahrscheinlich eine Kombination aus der ersten Option und der zweiten Option. Das heißt, dass ich einerseits Liquity V2 benutze, um eine konservative Hebelposition aufzubauen. Also konservativ so, dass ich immer noch einen guten Crash jederzeit abfangen kann. Und dann gleichzeitig noch Option 2, dass ich einfach ein bisschen mehr Kapital minte, also hier mehr als Kredit aufnehme, um damit dann beispielsweise noch zusätzlich im Stability Pool Cashflow zu generieren.

Das heißt, sollte es dann mit der Position irgendwann mal zu einem Crash kommen, dann heißt es nur: Cashflow-Position auflösen. Das heißt, damit die Kreditschulden entsprechend tilgen, der Liquidationspreis geht nach unten, alles gut. Und auch natürlich gleichzeitig, sollte der Preis immer mehr ansteigen, heißt es, ich kann mit nochmal mehr Kapital als Kredit aufnehmen und damit natürlich meine Cashflow-Position nochmal größer machen. Liquity arbeitet im Übrigen auch mit DeFi Saver zusammen. Das heißt, ich persönlich gehe schwer davon aus, dass du zum Launch von V2 das Ganze auch direkt über DeFi Saver entsprechend aufbauen kannst und dementsprechend höchstwahrscheinlich auch schon die ganzen Automationen von DeFi Saver nutzen kannst. Das ist also definitiv was, worauf ich mich persönlich freue.

Automatisch erstellt (Speech-to-Text) und KI-gestützt sprachlich bereinigt. Es gibt den gesprochenen Inhalt wieder, kann aber vereinzelt Fehler enthalten.

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In wenigen Monaten wird Liquity V2 launchen. Hier lernst du über 3 Möglichkeiten, wie du das Protokoll strategisch nutzen kannst.

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